Palladium metallicum

von Richard Hughes & Jabez P. Dake — Enzyklopädie der Arzneimittelpathogenese

Historische Referenz für Behandelnde und Studierende. Die nachstehenden Aussagen spiegeln die homöopathische Lehre des genannten Autors wider und belegen keine Wirksamkeit einer Behandlung. Dieser Text stellt keine medizinische Beratung dar und darf eine angemessene Diagnose oder Behandlung nicht ersetzen.

Band III — Haupttext

PALLADIUM.

Das reine gefällte Metall.

I. Arzneimittelprüfungen. — 1. C. Hering, 5. April 1850, verspürte während des Verreibens und kurz danach einen Druck an der r. Stirn, an der Haargrenze, der eine kleine Stelle einnahm und 30—60 Min. anhielt. Mittags plötzlicher stechender Schmerz im Mittelhandknochen des l. Mittelfingers. 10 p.m., zunächst ein fester, harter, dann breiiger, dünner Stuhl mit Vorfall des Afters. Starke Neigung, sich einer derben Sprache und heftiger Ausdrücke zu bedienen. 6. — Mehrere der obigen Symptome wiederholten sich. 7. — Letzte Nacht wiederum starke Schmerzen tief in der l. Hand, brennend und bohrend, als wäre der Teil zerschmettert; sie weckten ihn. Gegen Morgen eigentümlicher, nie zuvor empfundener Schmerz in der l. Seite, der beim Umdrehen verschwand. Schwere und Müdigkeit in den Gliedern, morgens träge und unentschlossen. Gefühl im l. Arm, als wolle er einschlafen. Schmerz im Rektum bei zurückgehaltenem Stuhl; kein Drang zu dessen Entleerung. 11.30 a.m., nahm einen Teelöffel des schwarzen Wassers, das beim Ausspülen des Mörsers nach Herstellung der ersten Trituration erhalten worden war. Innerhalb ½ Std. sehr schmerzhafte Benommenheit im Kopf und darin hin und her ziehende Stiche; plötzliches Zucken im r. Handgelenk und in den Mittelhandknochen. Der Schmerz im Rektum nahm bis 1 p.m. zu und hörte dann nach einem weichen Stuhl auf. Abends fühlte er sich schlechter; heftiger grabender Schmerz in der r. Seite, 2—3 Zoll r. vom Epigastrium, dann drückender Schmerz unter den l. Rippen. Leichter Stuhldrang, als wolle Diarrhöe einsetzen, während des Gehens im Zimmer; wiederholt kam es ihm auch vor, als sei er viel größer geworden. Benommenheit im Hinterkopf, den ganzen Abend anhaltend; Brennen an einer kleinen Stelle in der l. Leiste (morgens ebenso in der r. Gesichtshälfte); vermehrter Drang zum Wasserlassen, wobei er mehr Harn entleert; beim Gehen sehr müde, beim Eintritt ins Zimmer taumelt er; Brennen in der Nase wie von Meerrettich, gefolgt von wässrigem Ausfluss. 8. — Dünner Stuhl mit raschem und heftigem Drang, als wolle Diarrhöe einsetzen. Der l. Arm war um 11 a.m. ½ Std. lang wie „eingeschlafen“. Beim ruhigen Sitzen bis Mittag beständiges schmerzloses Zucken, das die Finger krümmt. Häufiger schmerzhafter Druck in der Herzgegend und tief unten in der l. Brust, in Abständen auftretend. Zusammenschnürendes Gefühl in der r. Kopfhälfte, mittags; um 1 p.m. durch die ganze innere l. Kopfhälfte. Der r. Mundwinkel schmerzt wie wund. Die Lidränder fühlen sich trocken an. 9. — Trockenheit der Fauces und der Zunge; die Zunge sieht in der Mitte röter aus. Nahm um 9 a.m. einen weiteren Schluck des Spülwassers. Brennen und Juckreiz an Stellen unterhalb des r. Schulterblattes sowie an verschiedenen Stellen des r. Oberschenkels und Beines. Seit mehreren Tagen zwei Pickel auf der Kopfhaut hinter dem l. Ohr, die einen langsamen Verlauf nehmen. Die Augen fast jeden Abend trocken und juckend; Reiben bringt keine Linderung. Kurzer, heftiger, stechender Schmerz in den l. Mittelhandknochen und im Daumen. Abends wiederum missmutig, schläfrig und träge. Nach Stuhl mit starkem Pressen Füllegefühl im After. (Alle Stühle seit Beginn der Arzneimittelprüfung, mit Ausnahme desjenigen am 8., erfolgten nachmittags oder abends.) 10. — Abends wieder Schläfrigkeit und Müdigkeit, jedoch später; er ist sehr erschöpft und der Arbeit abgeneigt, legt sich hin und schläft ein, wenn er kann. Beim Auskleiden nachts Juckreiz am ganzen Körper. Außer denjenigen hinter dem Ohr befinden sich an verschiedenen Stellen kleine Pickel, die schmerzhaft wund sind. 11. — Seit nahezu einer Woche jede Nacht irgendeine Art von Traum, nämlich von Gebäuden, die er besichtigte oder erforschte. Seit mehreren Tagen, besonders aber an diesem Tag, Empfindlichkeit eines l. Schneidezahnes und Gefühl, als sei er ein abgestorbener Fremdkörper. Sehr schmerzhafte Kontraktion der Muskeln der r. Halsseite, während der Arzneimittelprüfung mehrfach empfunden. Bläschen auf den Augenlidern und Pickel im Backenbart. 12.—15. — Abneigung gegen Bier. Häufiger Kopfschmerz wie zuvor, innerlich, an Stellen von der Größe eines Apfels oder einer Faust, oder dumpfe, gekrümmte Stiche. Der r. Arm und die r. Hand werden nachts oft taub. [N. A. J. of H., N. S., ix, 136.]

  1. a. Frau C— nahm am 16. Juni um 6.30 a.m. 3 Dr. der 4. Verd. Bis 6 p.m. bemerkte sie kein Symptom; dann trat nach einem Spaziergang ein dumpf-schwerer Schmerz im l. Auge und hinter der Orbita auf, der 1 Std. anhielt; er wurde stärker, während er sich über den Körper und den Scheitel ausbreitete, und verschwand dann. 17. — Um 5.45 a.m. wiederum 3 Dr. Gegen 8 Uhr, nach einem Spaziergang, Schmerz im l. Auge und in der Schläfe sowie um das Ohr. Während des Mittagessens dasselbe und ein leichtes unangenehmes Gefühl um das l. Auge. 18. — Vier Dr. um 5.30 a.m. Kolik vor dem Aufstehen, danach Schmerz in der r. Schläfe. 7.30, beim Gehen Schmerz in der r. Hüfte. 9.15, Schmerz im r. Daumen, dann im Zeigefinger, zuerst in der r., dann in der l. Schläfe, in der r. Schulter und im Arm, dann wieder in der r. Schläfe. Im späteren Tagesverlauf ähnliche, wandernde und vorübergehende Schmerzen, am häufigsten in der Schläfe und dort am längsten anhaltend. 19. — Um 3 p.m. überwältigende Schläfrigkeit, 1 Std. anhaltend und mit Schmerz in der l. Schläfe vergehend. Damit hörten die Symptome auf; je 6 Globuli der 5. und dann der 6. Potenz, drei Morgen lang genommen, bewirkten nichts Weiteres. Ihre nächste Periode trat mehrere [Tage] zu früh ein.

5H

  1. b. Am 12. Juli nahm Frau C— um 6 a.m. 4 Dr. der 4. Verdünnung. 7.30, während des Gehens im Freien, dumpfer Schmerz in der Schläfe und Orbita sowie dumpfer, nagender Schmerz in der l. Hüfte. 10 Uhr, beim Gehen Schmerz um das l. Auge, der sich bis über die r. Augenbraue hinaus erstreckte; nach längerem Sitzen Kongestionsgefühl in der r. Brust. Sehr ausgeprägte Spannung an den Schläfen; Schmerz im r. Handgelenk, der sich in den Unterarm erstreckte; Schmerz an den Schläfen und auf dem Scheitel, mehrere Std. anhaltend. Nahm vor dem Zubettgehen eine weitere Dosis. An den folgenden Tagen Gefühl, als seien die Köpfe der Oberschenkelknochen ausgedehnt oder aus ihren Pfannen herausgedrückt, besonders auf der l. Seite; dies wurde beim Gehen nicht bemerkt, wohl aber beim Niederkauern und beim Pressen zum Stuhl. (Ibid.)

  2. Dr. Raue. 8. April 1850. Nahm morgens eine Dosis der 3. Trit. Schmerzhaftes Ziehen im Hals und in den Schultern sowie den l. Arm hinab, von kurzer Dauer. Flackernder Schmerz an der Stelle des „Vorsichtsorgans“ auf der r. Seite, zwischen Stechen und Druck, der bei Berührung oder beim Richten der Aufmerksamkeit darauf verging. 11. — Dosis wiederholt. Drückender Schmerz in der l. Nierengegend, als wäre der Harn zu lange zurückgehalten worden, schlimmer beim Sitzen; Druck lindert ihn eher, danach wird er jedoch schlimmer. Häufiger Harndrang; Schmerzen in der Harnblase. Schmerzen am Rippenrand entlang und im Zwerchfell. Abends war geistige Anstrengung lästig; der Nierenschmerz war sehr ausgeprägt. 12. — Noch etwas Nierenschmerz beim Sitzen; auch im l. Trapezmuskel, wie vom zu langen Liegen darauf, schlimmer beim Drehen des Kopfes nach l. 13. — Ein Bläschen unter der Lippe nahe dem l. Winkel. 14. — Tief sitzender Pickel auf der r. Wange nahe dem Nasenflügel, rot, nicht schmerzhaft; einige blitzartige Stiche in der r. Schulter, die ihn beinahe aufschreien lassen; Stiche in der r. Brust in der Gegend der Brustwarze, tief hineinfahrend, schlimmer beim tiefen Einatmen; ziehender Schmerz im l. Unterarm, wie lahm, mehr an der radialen Seite. Beim Gehen im Freien verschwinden die Stiche in der Brust und die Lahmheit im Arm, doch empfindet er bei jedem Schritt Schmerzen in der l. Leiste. Bei der Rückkehr ins Zimmer wieder schmerzhaftes Ziehen in der r. Schulter und flüchtige Stiche an der Innenseite des Schlüsselbeins. 15. — Nahm eine dritte Dosis. Ein Pickel an der r. Halsseite, seit einigen Tagen bestehend, beginnt zu jucken und zu brennen; einer nahe dem r. Augenwinkel brennt und beißt bei Berührung. Abends rheumatische Schmerzen in der r. Schulter. Nachmittags dumpf drückender Kopfschmerz, wie vom zu langen steifen Aufsitzen. Stuhl nicht mehr täglich, sondern jeden zweiten Tag. 17. — Beim Herannahen des Stuhls dumpfe Stiche oder dumpfe, schmerzende Zuckungen in der l. Seite des Rektums; Stiche durch die Harnblase und schmerzhafte Schwäche. 18., 19. — Pickel auf den Wangen. 20. — Beim Vorbeugen im Sitzen fliegende Stiche von der Brustmitte zu den Schultern; abends sehr müde (zu dieser Zeit traten nahezu alle Symptome auf oder wurden stärker empfunden). Häufige Miktion; die Harnblase fühlt sich voll an, und doch geht nur wenig Harn ab.

  3. Oscar Tietze nahm am 10. April 1850 um 9.30 a.m. eine Dosis der 3. Trit. Der Prüfer litt zeitweise an Bandwurmsymptomen. P. schien diese wieder anzuregen; nachdem seine Wirkung abgeklungen war, verspürte er mehr als zwölf Monate lang nichts mehr davon. Außerdem hatte er einen spannenden Schmerz im r. Knie von kurzer Dauer; Gefühl eines bevorstehenden steifen Halses und sofort danach, auf Höhe des unteren Schulterblattrandes, Schmerz wie durch Druck mit einem stumpfen Gegenstand — darauf folgt wiederum die Steifheit; eigentümlicher Schmerz im Hals beim Schlucken, als hätten sich Brotkrumen darin festgesetzt, plötzlich verschwindend und wiederkehrend, durch Essen eine Zeit lang gelindert; Druck in der Fossa suprasternalis; vereinzelte kurze Stiche in den Beinen; hier und da neuralgische Schmerzen im Körper; Stiche durch die Harnröhre bis zur Glans; Druck in der Harnblase, als sei sie voller Harn; kleine Stiche oberhalb des Knies wie Flohbisse; Juckreiz an den Augenlidern, sodass er sie reiben muss, mehr l. als r.; Stiche in den Fingern, zuerst l., dann r.; häufiger Drang zur Miktion bei spärlichem Abgang. Das letzte Symptom hielt die folgenden 2 d. an. (Ibid.)

  4. Dr. Pehrson nahm am 25. April um 9 a.m. 1 Gr. desselben Mittels. Eine Stunde später Benommenheit in der Stirngegend, als läge eine schwere Last im Gehirn; jedes Ausatmen wird von dem Gefühl begleitet, als werde diese Last vom Hinterkopf nach vorn zur Stirn geschoben (sie nimmt mehr den zentralen Teil des Gehirns ein, während die Schläfen frei bleiben). Der Schmerz hatte nach 1½ Std. seinen Höhepunkt erreicht, ließ dann allmählich nach und war nach 3 Std. verschwunden. (Ibid.)

  5. Dr. Coxe prüfte die 3. Trit. an einer 29-jährigen Frau, die seit einigen Tagen Kopfschmerz gehabt hatte. Sie nahm die erste Dosis am 16. Nov. um 10 p.m. Fast sofort folgten leichte Schmerzen und Juckreiz an verschiedenen Körperteilen. Um 7 a.m. am nächsten Tag nahm sie eine weitere Dosis. Veränderungen des Kopfschmerzes mit großer Reizbarkeit beschäftigten sie den Vormittag hindurch; nachmittags Gefühl wie von Flohbissen an verschiedenen Stellen und um 2.30 heftiges Pochen durch den ganzen Körper, das eine Zeit lang die Siesta verhinderte. Wiederholte die Dosis abends sowie morgens und abends, bis 8 Dosen genommen worden waren. Nach der 3. Dosis Juckreiz wie anfangs; nach der 6. Rückkehr der Reizbarkeit mit Kopfschmerz. Nach der 8. morgens zuckender Schmerz in den l. Hüftgelenken; abends Schmerz im Hypogastrium und um 2 a.m. Schmerz in der Herzgegend. Am 6. Tag morgens Schmerz oberhalb des l. Knies, der sich von dort in die Brust erstreckte. Am 7. Tag scharfe Kolik im Hypogastrium vor dem Stuhl; Schmerzen und Wundheit in der Leber; Abneigung gegen jede Anstrengung. Der Kopfschmerz hielt während der ganzen Zeit mit Unterbrechungen an. (Ibid.)

I. Versuche an Tieren. — 1. Ein großer Hund erhielt ½ Drachme des Chlorids in 1½ Drachmen Wasser. Nach 4 Min. Erbrechen, zunächst einer braunen Flüssigkeit (Farbe der P.-Lösung), zuletzt von weißem

Schmerz und Wundheitsgefühl in der Leber; Abneigung gegen jede Anstrengung. Der Kopfschmerz hielt während der ganzen Zeit mit Unterbrechungen an. (Ibid.)

  1. Derselbe prüfte die 3. Trit. an 5 weiteren Personen.

a. M. L. C— nahm 6 Tage lang täglich 1 Gr. Die erste Dosis wurde um 10 p.m. genommen. Um 7 Uhr am nächsten Morgen Ameisenlaufen über den ganzen Rücken und die Oberschenkel mit Juckreiz; verschwindet durch Kratzen, erscheint jedoch bald an einer benachbarten Stelle wieder. Innerhalb von 36 Std. war es sehr lästig geworden, hielt während der gesamten Arzneimittelprüfung und noch einen Tag danach an. Eines Tages wurden hier und da kleine, urtikariaartige, rote Erhebungen auf einer gegenüber der Haut helleren Grundlage beobachtet. Die Stühle waren während der Arzneimittelprüfung weich, danach kehrte jedoch die gewohnte Verstopfung zurück. Leichtes Füllegefühl in der Stirn und Gefühl, als werde das Gehirn geschüttelt, hielten 36 Std. an.

b. S. A. C—, 10 Jahre alt, nahm dasselbe 5 Tage lang. Etwas Kopfschmerz; Gefühl von Rauheit an der Stirn und leichter, zeitweise auftretender Juckreiz während eines Tages.

c. D. C—, 15 Jahre alt, nahm dasselbe 4 Tage lang. Ameisenlaufen und Juckreiz an verschiedenen Körperteilen; Stühle häufiger und weicher als gewöhnlich.

d. L. L. C—, 13 Jahre alt, nahm dasselbe 4 Tage lang ohne Wirkung.

e. J. R. C— nahm 8 Tage lang täglich 1 Gr. Leichtes Taubheitsgefühl im l. Unterarm, das sich bis zu den Fingern erstreckte, vom Nachmittag des 7. Tages bis zum Abend des 11. (Ibid.)

  1. Dr. Neidhard gab einer stillenden Mutter vor 7 a.m. 1 Gr. desselben Mittels, ½ Std., bevor sie ihre während der gesamten Stillzeit auftretende Menstruation erwartete. Nachmittags dumpfer Schmerz und Schweregefühl quer über die Stirn und über den Augen. Lider schwer; etwa eine Stunde lang Schmerzen durch die Glieder wie zerschlagen, mit dem Gefühl, als werde die Menstruation eintreten. Beide Symptome nahmen abends ab, ohne vollständig zu verschwinden. Das Kind war reizbar und hatte häufige Stühle, gefolgt von leichter Kolik. Am nächsten Morgen wieder Schweregefühl über den Augen und in der Stirn. Gefühl wie zerschlagen in den Muskeln beider Schultern und Arme bis zu den Ellenbogen; abends gebessert. Die Menstruation trat nicht ein. (Ibid.)

III. „Danach

Schaum. Nach 1 Std. Diarrhöe; den ganzen Tag sehr müde und verdrießlich. Am nächsten Tag wohl. (Gmelin, Versuche etc., in Frank’s Mag., iv, 665.)

  1. Ein Kaninchen erhielt 5 Gr. in Wasser, ohne Wirkung; danach erhielt es 15 Gr. in Wasser. Es fraß nicht und starb am 3. Tag. P.M. — Die Wände des Magens, besonders zwischen der serösen und der Muskelschicht, waren von einer rötlichen, klaren Flüssigkeit durchsetzt; die Schleimhaut verdickt, graubraun und sehr brüchig. Auf der Oberfläche der Lungen kleine schwarze Punkte; Darm stark kontrahiert; Leber und Milz klein; Tier stark abgemagert. In beiden Vorhöfen und im r. Ventrikel des Herzens Blut. Schleimhaut der Harnblase entzündet; Harn dunkel, dicklich, rot, jedoch ohne jede Spur von P. (Ibid.)

  2. Ein alter, mittelgroßer Hund erhielt 3 Gr. in 1½ Drachmen Wasser, in die äußere Jugularvene injiziert. Er schrie auf, machte noch 3 Atemzüge und starb innerhalb 1 Min. P.M. nach 5 Min. Herz nicht kontraktionsfähig. In seiner r. Hälfte nicht zusammenhängend geronnenes Blut, in der l. Hälfte flüssiges, scharlachrotes Blut; peristaltische Bewegungen lebhaft, willkürliche Muskeln reizbar. (Ibid.)

  3. Ein weiterer Hund, auf dieselbe Weise vergiftet und mit demselben Ausgang, zeigte ähnliche pathologische Veränderungen. (Ibid.)

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