Coccus cacti
von Richard Hughes & Jabez P. Dake — Enzyklopädie der Arzneimittelpathogenese
Historische Referenz für Behandelnde und Studierende. Die nachstehenden Aussagen spiegeln die homöopathische Lehre des genannten Autors wider und belegen keine Wirksamkeit einer Behandlung. Dieser Text stellt keine medizinische Beratung dar und darf eine angemessene Diagnose oder Behandlung nicht ersetzen.
Band II — Haupttext
Cochenille. (Das gesamte so bezeichnete Insekt.) I. Arzneimittelprüfungen.— 1. Dr. CASPAR, æt. 30, bei guter Gesundheit, nahm an 2 d. die 3. Verd. ohne Ergebnis.—3. Mai, m., 10 dr. der 1. Verd. Keine Wirkung.—4., e., 10 dr. der 1. Verd. Erwachte früh und fiel dann in einen Halbschlaf, der durch häufiges schmerzhaftes Reißen in einem r. kariösen Backenzahn gestört wurde.—Vom 5. bis 8. nahm er m. und e. 10 dr. der 1. Verd.—5. Leichter, unbeschreiblicher Schmerz in der Magengrube und im l. Hypochondrium. Häufiges Kältegefühl im Schienbein oder in der r. Schulter und der r. Rückenseite. Schlaf durch Reißen im Zahn gestört.—6. Zahnschmerz kehrte zurück. Drückender Schmerz im Magen. Drückender Schmerz in der r. Schläfe. Beim Drehen des Kopfes einschießender Schmerz in den Muskeln der l. Nackenseite. Schlaf mit Träumen, an die keine Erinnerung blieb.—7. Schmerz um den Nabel, sich gelegentlich bis zu den ossa ilii erstreckend. Einschießender Schmerz im Nacken. Schlaf gestört durch Zahnschmerz sowie durch große Trockenheit und Kratzen im Rachen und besonders am weichen Gaumen.—8. Häufiges trockenes Räuspern und kurzer Husten mit vermehrtem Durst. Schauder längs der Wirbelsäule. Schmerz in beiden Oberschenkeln längs des Verlaufs der großen Gefäße und Nerven. Ziehender, krampfartiger Schmerz in der r. Wade. Diese und ähnliche Schmerzen in Schulter, Fuß &c. treten häufig auf. Kratzen und trockenes Gefühl im Hals, gegen e. verstärkt, daher häufiges Räuspern und Husten. Beim Niederlegen heftiger Krampf der 3 letzten Zehen des r. Fußes. Erwachte früh.—9. Jucken der Haut an den Streckseiten der Gliedmaßen, an Bauch und Rücken; Empfindlichkeit der Sitzbeinhöcker beim Sitzen; kleine rote Flecken und juckende Papeln an verschiedenen Hautstellen; trockener Husten.—10. 10 dr.; dieselben Symptome wie gestern, doch war der Husten gelöst, mit Auswurf einer kleinen Menge Schleim; ein kleines Bläschen auf der Zunge; hier und da einschießend-reißende Schmerzen in den Muskeln, besonders im r. Hüftgelenk, beim Aufstehen und bei rascher Bewegung sehr heftig.—11., m., 10 dr. Leichter Auswurf einer beträchtlichen Menge Schleim; drückender Schmerz im Hinterhaupt mit Schwellungsgefühl der Kopfhaut, das sich bis zur l. Wange und Nasenseite erstreckte; häufiges krampfartiges Ziehen in der r. Wade. E., 10 dr. Frühes Erwachen und Halbschlaf, Krampf in den r. Zehen.—12. und 13. 10 dr.; leichtes Ziehen und Drücken im Hinterhaupt, in den Schläfen und im r. Auge; Nase trocken, verstopft; sehr häufiger Husten mit mäßigem Auswurf; gelegentliche Heiserkeit. Obwohl keine Arznei mehr eingenommen wurde, hielten der gestörte Schlaf und die Muskelschmerzen mehrere d. an, ebenso die Schmerzen im Hüftgelenk und in den Sitzbeinhöckern. Während der ganzen Arzneimittelprüfung war der Stuhl unregelmäßig; Durst vermehrt, besonders m.; Appetit wechselnd. Die Symptome waren am schlimmsten am Nachmittag. (Oest. Zeitsch. f. Hom., iv, 509.) 2. Dr. E. H. FRÖHLICH, 29. April, 8 a.m., 3 dr. der 6. Verd.—30. Einschießender Schmerz an einer kleinen Stelle der l. Brustseite, verschlimmert durch Gehen, nicht jedoch durch tiefes Einatmen.—12. Jan., m., 5 gr. der 3. Trit. Keine Symptome.—25. 10 gr.; Rauheitsgefühl im Hals mit Heraufräuspern von Schleim. E., Schluckbeschwerden, Schwellungsgefühl im Kehlkopf mit erschwertem Sprechen; süßlicher Geschmack; Gefühl einer beginnenden Halsentzündung.—26. Druck, Schwäche und Zerschlagenheitsgefühl in der Brust, häufiges Heraufräuspern von Schleim, leichte Schluckbeschwerden; weicher Gaumen und Rachen leicht gerötet; im r. Gaumenbogen eine Pustel von der Größe
eines Hanfsamens; nach dem Sprechen Schmerz und Rauheitsgefühl im Kehlkopf. Diese Symptome hielten 5 d. an. Während der ersten 3 d. reichlicher dünner Stuhl.—17. Sept. 10 gr. der 1. Trit.; häufige, nicht reichliche Miktion; zusammenpressender, drückender Schmerz in der Brustmitte.—22. Dieselbe Dosis. Bald feine Stiche in der l. Lunge hinter der Mitte des Brustbeins, die nach dem Frühstück verschwanden; den ganzen d. häufiger und reichlicher Abgang wasserhellen Urins.—24. Dieselbe Dosis. Sofort tiefere Stimmlage. Urin wie zuvor.—25. 20 gr. der 1. Trit.; Druck- und Ermüdungsgefühl in der Brust; am nächsten d. Stechen im Kehlkopf, heißer Atem, Auswurf großer Massen weißlich-grauen Schleims; Druck und Ermüdung der Brust, verstärkt durch Gehen im Freien; Rauheitsgefühl während und nach dem Sprechen; häufiger Abgang wässrigen Urins; Stechen in der Brusthaut und der Magengegend beim Entblößen des Unterleibs.—10. Dez., m., 10 dr. Tinktur. Sofort stechender Druck im Magen, den ganzen d. anhaltend.—11., m., Heiserkeit, reichlicher Abgang von Urin, klar wie Wasser und scheinbar von der Konsistenz des Öls. N. erotische Träume. (Ibid., 512.) 3. THERESIA KUMMER, æt. 33.—30. April. 2 dr. der 6. Verd.; bis zum nächsten d. keine Symptome.—1. Mai. Einschießender Schmerz in der l. Seite und im l. Schulterblatt, bis zum l. Ellenbogen reichend, verstärkt durch Bewegung des Arms.—2. Der Schmerz hält an und breitet sich zum Brustbein aus, mit drückendem Schmerz in der Brust, Appetitlosigkeit und weiß belegter Zunge. Diese Symptome hielten mit verminderter Heftigkeit bis zum 4. an.—26. 10 gr. der 3. Dez.-Trit. E. Frösteln am ganzen Körper.—27. Frösteln hält den ganzen d. an; Wundschmerz im Hals, Heiserkeit.—28. Frösteln hält an. E. leichter Husten mit einschießendem Schmerz in den Schläfen, Rauheit und Wundheit im Hals. Die Menses traten zur rechten Zeit ein.—29. Schlaf unterbrochen; nach dem Aufstehen erschöpftes Gefühl in den Gliedern, einschießender Schmerz in den Schläfen mit schmerzhafter Fülle des Kopfes; die Nase fühlte sich verstopft an, mit wässrigem Ausfluss; Rötung der Nasenlöcher und Wundheitsgefühl dort; Wundheit des Halses, Heiserkeit, kurzer trockener Husten; leichte Rötung des Halses, kein Schmerz beim Schlucken; drückendes Gefühl in der Mitte des Brustbeins, sich zu beiden Schulterblättern ausbreitend. Kein Durst, Appetitlosigkeit, Puls beschleunigt, 76. Kopfschmerz und Ermüdung waren so stark, dass sie sich während eines mäßigen Spaziergangs mehrmals setzen musste. Diese Symptome wurden durch Teetrinken gelindert.—30. Erwachte um 4 a.m. mit denselben Symptomen wie gestern; bald darauf schneidende Schmerzen um den Nabel; jede Bewegung verschlimmert ihre Beschwerden. Die Symptome nahmen allmählich ab. (Ibid., 516.) 4. a. F. GOTTWALD, Chirurg, æt. 33, nahm vom 27. Jan. bis 6. Feb. jeden zweiten Tag Oj der 3. Dez.-Trit.—27. Jan. Bitterer Geschmack, Schwerhörigkeit, als wären die Ohren mit Watte verstopft; Kältegefühl im Hinterhaupt, als würde es angeblasen. E. Kreuzbeinschmerzen, n. verstärkt.—28. Leichter Schwindel; Druck in beiden Schläfen; Gefühl von Fülle und Spannung in der Blase ohne Drang zum Wasserlassen; die Spannung blieb nach Entleerung der Blase bestehen; nach dem Mittagessen kneifende Schmerzen im Darm und flüssige Stühle. E. und n. Hustenreiz im Kehlkopf, den Schlaf störend.—29. Bitterer Geschmack; trockener Hals, als sei er voller Staub; nach dem Mittagessen 2 h. lang Sodbrennen. E. vermehrte Trockenheit des Halses, begleitet von leichtem Brennen am weichen Gaumen.—30. Katarrhalische Symptome in Rachen und Luftröhre halten in geringem Grade an; ohne Anlass verdrießlich; nach dem Essen Sodbrennen. E. ungewöhnlich heiter.—31., m., große Schwäche und Schläfrigkeit; während des d. bitterer Geschmack.—1. Feb. Sehr unruhige n., kein Schlaf; der ganze Körper fühlte sich aufgeschwollen an;
im halbschläfrigen Zustand stellte er sich vor, sein Körper habe sich in einen mit Wolle gefüllten Sack verwandelt; alles, was er berührte, erschien dicker; den ganzen d. benommener Kopf.—2. Bitterer Geschmack, guter Appetit zum Frühstück; danach verwirrter Kopf. Später trieb ihn die Unruhe bei sehr schlechtem Wetter aus dem Haus.—3., m., heftige kneifende Schmerzen im Darm, dann flüssige Stühle, 3 während des d. Häufiges Niesen, Heiserkeit, Trockenheit des Halses, Durst. E. leichtes Fieber.—4. Unruhiger Schlaf, durch trockenen Husten gestört; bitterer Geschmack; vorübergehender Schwindel; Kratzen im Hals, durch Essen gelindert; Schmerz im Kreuzbein; Hustenreiz; schneidende Schmerzen im Unterleib. E. Schwellungsgefühl des Kopfes, Angst. Später trockener Hals, Spannung im weichen Gaumen.—5., m., beständiger trockener Husten; gesteigerte Empfindlichkeit von Rachen und Speiseröhre, sodass das Ausspülen des Mundes Husten auslöste und Erbrechen dicker Schleimmassen hervorrief. Nach dem Mittagessen verursachte Rauchen Husten. E. Angst. N. Sodbrennen.—6. Rauheit im Mund, Spannung und große Empfindlichkeit des weichen Gaumens. Zähneputzen verursachte heftigen Husten, gefolgt von Erbrechen von Schleim. Mittags kneifende Schmerzen im Darm und breiige Stühle. Guter Appetit; nach dem Essen Sodbrennen; verwirrter Kopf, Husten und Niesen; e. große Schläfrigkeit.—7. Gesteigerte Empfindlichkeit des Rachens; reißender Schmerz in der r. Schulter und im Kreuzbein; kneifende Schmerzen im Bauch. E. erstreckte sich der Schulterschmerz bis zum Unterarm und war bisweilen sehr heftig. b. Am 18., 21., 24. und 27. Feb. sowie am 5. und 9. März nahm er Əj der 1. Dez.-Trit.—18. Feb. Bald bitterer Geschmack, Trockenheit des Halses. Mittags Appetitlosigkeit, vermehrter Durst; leichter Brechreiz, durch Trinken verdünnten Weins gelindert.—19. Gut geschlafen. M. große Lüsternheit mit leichten Erektionen. Den ganzen d. Entkräftung der Glieder. Nach dem Mittagessen starker Durst; das Trinken kalten Wassers zu dessen Stillung verursachte ungewöhnliches Frösteln. Muss kühlende Flüssigkeiten trinken, um den Hals zu erfrischen. Rauchen verursachte Husten.—20. N. unruhiger Schlaf. M. verwirrter Kopf mit leichtem Schwindel. Während des d. häufiger trockener Husten und Niesen; Trockenheit der m.m. von Nase und Rachen, durch Wassertrinken gelindert. Rauchen verursachte Brennen im Rachen.—21. Übelkeit erregender Reiz im Rachen, als würde er mit einer Feder gekitzelt; bitterer Geschmack; Trockenheit der m.m. von Nase und Rachen. Nachmittags beim Rauchen Brennen im Hals und an den Lippen. E. Verwirrung des Kopfes.—22. Erwachte mit Trockenheit des Halses, durch Trinken kalten Wassers gelindert. M. starker Drang zum Wasserlassen, das mit Erektion des Penis und Lüsternheit erfolgte. Während des d. Ermüdung der Glieder, benommener Kopf, verstopfte Nase. Nachmittags Niesen, Husten, Empfindlichkeit der Schluckorgane.—23. Beim Erwachen Trockenheit der m.m. von Mund und Rachen, Zunge steif und heiß; Verlangen, Wasser zu trinken, um die Schluckorgane feucht zu halten; Haut trocken und heiß, kaltes Wasser mäßigte die Hitze. Während des d. häufiger Abgang dünnflüssigen Nasenschleims; Rauheit des Halses, häufiges Niesen, trockener Husten.—24. Häufiges Erwachen durch Trockenheit des Halses; die Zunge so trocken und rau, dass sie am Gaumen ein Geräusch verursacht; spannender Schmerz beim Schlucken, durch Wassertrinken gelindert. M. Kitzeln im Hals, das Brechreiz verursacht; bitterer Geschmack. Während des d. benommener Kopf, häufiges Frösteln; Niesen und Husten mit gelblichem Auswurf. Der Gedanke an Cochenille verursacht Ekel und Übelkeit.—25. Schlief wegen sexueller Erregung unruhig. Während des d. sehr schläfrig. E. Frösteln, Husten und Niesen.—26. Häufiges Erwachen wegen trockenen Halses und spannenden Schmerzes im weichen Gaumen; an der Außenseite von bilden sich Krusten
Nasenlöcher; Empfindlichkeit des Halses, Unruhe, Frösteln.—27. Beim Erwachen trockene, braun belegte Zunge, Husten mit Auswurf kugelförmigen Schleims; Halsschmerzen, bitterer widerwärtiger Geschmack, Verwirrung im Kopf, Angst und Unruhe.—28. Wollüstige Träume. Am m. schläfrig; die Rauheit im Hals, häufiger Husten und Niesen den ganzen d.—1. März. Die Trockenheit der m.m. hält an, Gähnen und Strecken der Glieder, spannender Schmerz im Kreuzbein.—2., 3. und 4. Dieselben Symptome halten an.—5. Bitterer Geschmack, kratzendes Gefühl im Hals, das Brechneigung verursacht; Katarrh des Kehlkopfes und der Luftröhre verstärkt; Rauchen verursacht Husten. Nachmittags Sodbrennen und spannender Schmerz im Hals.—6. Beim Aufstehen am m. Kitzeln im Gaumen, das Brechneigung verursacht; Erbrechen von Schleim beim Ausspülen des Mundes. Kein Appetit zum Frühstück; später Heißhunger. Der Katarrh hält an.—7. Beim Erwachen lang anhaltender Husten ohne Auswurf; kein Appetit; verwirrter Kopf. Nachmittags trockener Hals; spannender Schmerz im weichen Gaumen, muss oft trinken; heftige Stiche im l. Ohr. E., Kneipen in den Därmen, gefolgt von breiigen Stühlen mit Frösteln.—8., m., trockener Husten einige Minuten lang mit Schleimauswurf. Kein Appetit; fortdauernde Brechneigung. E., sehr schläfrig.—9. Weicher Gaumen sehr reizbar, Sprechen und Zähneputzen verursachen Erbrechen. Während des d. große Unruhe.—10. Erwacht früh; Gähnen und Strecken der Glieder; Wollust ohne Erektionen; Reizung des Halses, Zähneputzen und Mundausspülen verursachen Husten und Brechneigung. Husten und Niesen mit Schleimauswurf halten an. Diese Symptome hielten mehrere d. an und hörten erst am 16. auf. (Ibid., 518.) 5. a. Dr. HUBER nahm am 5. Feb. 25 dr. der 6th dil. Häufiges zitterndes Zucken des l. Unterlids; wiederholtes stechendes Brennen an verschiedenen Stellen der Haut.—6., 8 a.m., 40 dr. Nach 2 h. wollüstiges Kitzeln in beiden Ohren, das sich vom äußeren Gehörgang durch das innere Ohr bis zur Mundhöhle erstreckt, 15 Sekunden lang, mit Fluss geschmacklosen Speichels und brennendem Stechen der Haut über dem r. Schlüsselbein. Während des d. häufiges zitterndes Zucken des l. Unterlids. E., im Bett, brennendes Stechen im r. Brustmuskel und in der r. Leiste.—7., 7 a.m., 15 dr. Nach h. kurzes brennendes Stechen am Rücken der r. Hand; heftiger Stich am Innenrand der l. Kniescheibe, wie elektrische Funken; starker Juckreiz in der r. Ohrmuschel und im äußeren Gehörgang. Gegen Mittag brennendes Stechen an der l. Seite der Zungenspitze und viel geschmackloser Speichel. E., heftiger Stich in der r. Kniescheibe wie ein elektrischer Funke.—8., m., 25 dr. Nach 1 h., noch im Bett, dumpfer, bohrender, aussetzender, wellenförmiger Schmerz im hinteren Teil des r. Scheitelbeins, gefolgt von kurzen einschießend-reißenden Schmerzen im fleischigen Teil der vorderen inneren Fläche des l. Oberarms. Nachmittags häufiges brennendes Gefühl an kleinen Stellen der behaarten Kopfhaut und zuckende Stiche an der l. Fußsohle nahe den Zehen; anhaltendes Rumoren im Bauch unter den r. kurzen Rippen. E., dumpfer bohrender Schmerz im l. Hinterkopf zum Ohr hin.—9., 6 a.m., 35 dr. Nach h. im Bett zunächst kurzer reißender Schmerz längs des vorderen inneren Teils des r. Oberschenkels, dann ein ähnlicher Schmerz an der Außenseite des r. Oberarms und später schmerzhaftes Ziehen im Mittelhandknochen des r. Daumens sowie Stechen im r. Innenknöchel; häufiges brennendes Stechen im Zahnfleisch der r. Schneidezähne, große Trockenheit des Mundes und häufiger Juckreiz im l. meatus auditorius. Mittags heftiger drückender Schmerz nahe dem l. Ellenbogengelenk; unerträglicher Juckreiz in der Furche an der Unterseite der l. Großzehe. Nach dem Essen häufiger reißender Schmerz vom r. Schulterblatt
über die vordere äußere Fläche des r. Oberarms. 3 p.m., 50 dr. 7 p.m., an mehreren Stellen der Bauchhaut kurzes, anhaltendes stechendes Brennen, als saugten dort Blutegel; 1 h. später etwas Brennen nahe der r. Brustwarze und in der Vorhaut. 10 p.m., im Bett ziehend-reißender Schmerz oberhalb und hinter dem l. Ohr, gefolgt von anhaltendem Geräusch darin. In der n. lebhafter, erinnerter Traum von syphilitischen Geschwüren.—10. Erwachte am m. mit leichtem dumpfem Bohren in den r. oberen Backenzähnen und dumpfem Kopfschmerz über dem r. Auge. 15 dr. 4th dil., keine Wirkung; 3 p.m., 30 dr. E., im Bett, hier und da brennendes Stechen in der Haut, selbst in der Kopfhaut; dann unerträglicher Juckreiz im l. meatus externus, gelindert durch Hineinbohren mit dem Finger; starkes Brausen im l. Ohr, wie ein Sturm in einem freiliegenden Wald. Erwachte um 4 a.m. mit einem Schmerz wie geprellt im l. Schlüsselbein und einschießendem Schmerz in der Magengrube bei jeder Einatmung, der während der Ausatmung vergeht; dies dauerte 5 m., gefolgt von einschießendem Schmerz in der r. Flanke, der sich vom Rand der falschen Rippen zur r. Seite des Rückens ausbreitete, durch Druck verschlimmert und durch Abgang von Blähungen gelindert. Dieser Schmerz dauerte 10 Sekunden und wurde von ziehendem Schmerz in den Muskeln des r. Unterarms, Juckreiz und Brausen im l. Ohr sowie Stechen wie von Glassplittern an der Unterseite und Spitze der l. Großzehe gefolgt.—11., 8 a.m., 40 dr. Nach 3 h. heftiger Stich im Inneren des r. Ohres, gefolgt von leichtem Schmerz in einem r. oberen Backenzahn. Der Schmerz wie geprellt im l. Schlüsselbein hält an, verstärkt durch Bewegung des l. Arms; beim Liegen wandelt er sich in einen Schmerz wie bei Verrenkung in der l. Schulter. Nach dem Essen Schmerz in der r. Ohrspeicheldrüse, gefolgt von einem ähnlichen Schmerz in der r. Speicheldrüse unter der Zunge, viel geschmackloser Speichel; schmerzhaftes Ziehen im Inneren des r. Ohres. 3 p.m., anhaltender drückend-spannender Schmerz im l. Warzenfortsatz; brodelndes Geräusch im l. Ohr, wunder Schmerz zwischen l. Auge und Lid, als sei ein Haar ins Auge geraten. Nachmittags 50 dr. 7 p.m., mehrere heftige Stiche im l. Innenknöchel sowie ein brennender Stich im r. äußeren Gehörgang und in der r. Schläfe. E., im Bett, Stechen wie von Glassplittern, einmal unter dem Nagel der l. Großzehe, ein andermal in den Fingerspitzen und unter den Nägeln des r. Daumens und Zeigefingers.—12., 7 a.m., 60 dr. Nach h. Kneipen in den Därmen oberhalb des Schambeins wie von eingeklemmten Blähungen, 15 m. anhaltend und durch Abgang von Blähungen gelindert; Schmerz wie geprellt in der l. Lendengegend und leichter Schmerz in einem l. unteren Backenzahn. Nach h. einige Sekunden lang ziehend-einschießender Schmerz von der l. Flanke längs der l. Hüfte. Nach dem Aufstehen diarrhöischer Stuhl, gefolgt von breiigem Stuhl mit anhaltendem Abgang von Blähungen. 9 a.m., kurzer einschießender Schmerz auf den Rippen der Herzgegend, an einer Stelle von der Größe einer halben Krone, mit wundem Schmerz bei Druck. 11 a.m., heftiges brennendes Einschießen am l. Antitragus, Schmerz wie geprellt im l. Schlüsselbein mit einem Schmerz wie bei Verrenkung beim Bewegen des Kopfes oder des l. Arms oder beim Liegen auf der l. Schulter. Nach dem Essen einige ängstliche, rasch wiederholte, unregelmäßige Herzschläge. 4 p.m., 70 dr. Nach h., beim Gehen im Freien, unerträgliches juckendes Brennen, bald im r., bald im l. Antitragus, gefolgt von schmerzhaftem krampfartigem Ziehen im Inneren des r. Ohres. E., im Bett einige Sekunden lang bohrend-einschießender Schmerz tief in der r. Lendengegend, anscheinend in der Niere; bald darauf äußerst heftiger Stich, der ihn zusammenfahren ließ; schrilles Klingeln im Inneren des l. Ohres mit einem Schmerz wie geprellt um das l. äußere Ohr, besonders im Warzenfortsatz; dieser Schmerz erstreckte sich längs der l. Halsseite zum Schlüsselbein und Brustkorb; erwachte um Mitternacht und fühlte einen Stich in der Kopfhaut am Hinterkopf wie von einem Blutegelbiss. Beunruhigende, gut erinnerte Träume. Beim Erwachen am m. Gefühl eines Haares in den Augen, das Brennen verursacht, dann kurzer ziehend-kneifender Schmerz im Inneren des l. Ohres, Trockenheit des
Mundes und Brennen an der Zungenspitze wie von Pfeffer. Nach einigen m. ziehender Schmerz im l. Schlüsselbein, schlimmer beim Liegen auf der l. Schulter; ziehend-reißender Schmerz längs der Vorderseite der Muskeln des r. Oberarms in Ruhe; drückender Schmerz an der Seite der l. Kniescheibe; häufige wunde Stiche an verschiedenen Stellen der Haut und Kopfhaut, an den Ohrmuscheln, an der r. Seite des Nackens, am Rand beider Unterkiefer, nahe den Brustwarzen, am Rücken, am scrobiculus cordis, in den Achselhöhlen und Leisten. Alle diese Symptome vergingen, als er aufstand. b. 13. Feb., 6 a.m., 10 gr. 3rd trit. Nach 2 h. mehrere wunde Stiche am Rand der l. falschen Rippen zwischen Magen und l. Flanke, tief sitzend. Den ganzen d. Druck im Magen wie von unverdaulicher Speise. Häufiger Juckreiz im Inneren des l. Ohres, besonders beim Eintreten aus kalter Luft in ein warmes Zimmer; schmerzhaftes drückend-spannendes Gefühl in den Knochen dicht oberhalb und hinter dem l. Ohr, besonders im Warzenfortsatz, zugleich viel geschmackloser Speichel. Nachmittags reißend-einschießender Schmerz längs der r. Wadenmuskeln und einschießender Schmerz in den Muskeln der Beuge des r. Ellenbogens in Ruhe. 4 p.m., 20 gr. Im Bett am e. steigerte sich der drückend-einschießende Schmerz in den Knochen um das l. Ohr zu einem schmerzhaften, bohrenden Wogen, das die l. Halsseite und das Schlüsselbein, die l. Backenzähne und die l. Hinterhauptsgegend ergriff; häufige wunde Stiche im l. Antitragus und beständiges lästiges Brausen im l. Ohr. Viele Träume in der n.—14., m., 30 gr. In + h. heftiger Stich wie von einem Blutegelbiss in der Beuge des l. Ellenbogens; kurzer ziehender Schmerz an der oberen und äußeren Seite des l. Oberschenkels. 11 a.m., zunächst kurzer ziehender Schmerz an der oberen und äußeren Seite des l. Oberschenkels in Ruhe, dann ein stärkerer und tieferer Stich dicht vor dem l. Ohr zwischen Antitragus und Jochbein; ziehender Schmerz in der l. Ohrmuschel, schlimmer bei Berührung; beim Kauen Schmerz im l. Kiefergelenk dicht am Ohr, mit Knacken darin beim Schlucken. Nach dem Essen Wiederkehr des Schmerzes im Warzenfortsatz und Schlüsselbein, mit beständigem Brausen im l. Ohr. 4 p.m., 10 gr. 2nd trit. Sofort ein heftiger Stich vor dem l. Ellenbogen und in der r. Kniescheibe. 10 p.m., im Bett, reißend-einschießender Schmerz längs der vorderen inneren Oberschenkelmuskeln. Mitternacht, im Halbschlaf, plötzliches, sehr heftiges Herzklopfen, 25 Sekunden anhaltend, wie nach starkem Schrecken, das den ganzen Körper in wiederholten Anfällen erschütterte.—15. Beim Erwachen am m. Schmerz wie geprellt in der l. Kreuz-Darmbein-Gegend. 7 a.m., 20 gr. Klopfender Schmerz, gleichzeitig mit Stichen im Inneren des l. Ohres; Knacken darin beim Schlucken; Gefühl, als sei das Ohr verstopft, ohne Beeinträchtigung des Gehörs, begleitet von drückend-spannendem Schmerz im l. Warzenfortsatz, der sich auf der einen Seite über die l. Halsseite in der Gegend des Schlüsselbeins, auf der anderen Seite zu den l. Backenzähnen ausbreitete, nach h. durch Liegen auf dem l. Ohr verschlimmert und den ganzen d. anhaltend; Gefühl, als flösse flüssiges Wachs heraus. 4 p.m., 30 gr. Nach 1 h. große Trockenheit der Zunge und des ganzen Mundes mit starkem Durst auf kaltes Wasser. 4 a.m., erwachte ohne Ursache, worauf leichtes Stechen wie von einem Glassplitter unter dem Nagel der l. Großzehe auftrat.—16., 15 gr. Nach 1 h. widerwärtiger, Übelkeit erregender Geschmack; Juckreiz im r. äußeren Gehörgang und ziehender, zuweilen einschießender Schmerz im Inneren des r. Ohres; starkes Brausen im l. Ohr und wunde Stiche an verschiedenen Stellen der Haut, selbst in der Vorhaut, wie von Blutegeln. 11 a.m., reißend-einschießender Schmerz längs des l. Ischiasnervs vom l. glutæus max. zur hinteren und äußeren Seite des Oberschenkels. 3 p.m., 30 gr. 1st trit. Nach 2 h. leichte Verwirrung des Kopfes und Kraftlosigkeit des ganzen Körpers; Druck im Magen wie von unverdaulicher Speise. E., häufiger Juckreiz und Brausen im l. Ohr. Im Bett vor Mitternacht heftiger drückender, klopfender Schmerz im l. Warzenfortsatz,
zuweilen bis zu einem nach außen bohrenden Schmerz zunehmend und sich zum Inneren des l. Ohrs, zur l. Hinterhaupt-Nackenregion, zu den l. Molaren sowie längs des Sternocleidomastoideus-Muskels zum l. Schlüsselbein und Brustbein ausbreitend; diese Teile sind bei Berührung schmerzhaft wie ulzeriert; beim Schlucken von Speichel Knacken und ein Gefühl im l. Ohr, als würde Ohrenschmalz herausfließen; zugleich lästige Hitze und Tinnitus im l. Ohr. Schlaf unruhig und nicht fest, häufig durch das geringste Geräusch aufschreckend mit Herzklopfen geweckt.—17. Erwachte mit Schmerz wie nach einer Prellung in der l. Lenden-, Kreuzbein- und Hüftgegend; l. Ohr fühlte sich verstopft an, Gehör beeinträchtigt. Vom 17. bis 23. hielten die Symptome an Ohr und Gehör in geringem Grade an. Vom 23. bis 28. keine Spur der Ohraffektion außer gelegentlichem Brausen; lange Zeit momentanes Ziehen oder Reißen in verschiedenen Muskelpartien, als steckten Splitter darin; dieser Schmerz trat im Oberarm im Bett bei n. auf, wenn er die Muskeln leicht anspannte. Während der Arzneimittelprüfung setzte der Urin gewöhnlich roten Sand ab, und das sexuelle Verlangen war etwas vermehrt. (Ibid., 523.) 6. a. W. HUBER, Chirurg.—13. März. 30 gr., 6. Trit., Magenfülle mit Würgen den ganzen d.—14. Dieselbe Dosis, dieselbe Wirkung.—15. 100 gr., sofort Schwere und Druck im Magen. Häufiges Würgen. Gefühl, als stecke ein Krümel hinter dem Kehlkopf. Abneigung gegen Speisen und Getränke. Nach dem Genuss von Suppe Schmerz in der Stirn, verschlimmert durch Schütteln und Drehen des Kopfes und selbst durch Bewegen der Hände; zugleich Übelkeit mit Neigung zum Erbrechen. E., im Bett, Hitzegefühl und wie Pochen durch den ganzen Körper.—16. m. 100 gr. 5. Trit. Den ganzen d., als läge ein faustgroßer Stein im Magen und als stecke ein Krümel im Hals; 3 weiche, mit harten Klumpen vermischte Stühle. Nachmittags beim Gehen prickelndes Gefühl an der Vorderfläche der Oberschenkel, als ströme Hitze durch die Haut, 10 m. anhaltend.—17. m., 100 gr. derselben Trit. Nach 1 h. dasselbe Gefühl im Magen und Hals wie gestern. Der Krümel im Hals scheint sich häufig auf und ab zu bewegen. Dieses Gefühl hält den ganzen d. an; zwei weiche Stühle. Schlechter Appetit.—18., m., 100 gr. 4. Trit. Bald dasselbe Gefühl in Magen und Hals, zugleich die Empfindung, als müsse sich der überladene Magen (er hatte nichts gegessen) durch Erbrechen entleeren. Beim Schlucken von Flüssigkeiten war es, als würden sie krampfartig hinabgerissen. Danach Brennen in der Speiseröhre. Wenig Appetit; Speisen blähen den Magen auf; Magen berührungsempfindlich. E., Sodbrennen mit Aufstoßen scharfer Flüssigkeit. Beim Aufstehen um 5 a.m. fühlten sich Magen und Hals in Ordnung an, doch beim Gehen kehrte das Gefühl wieder. Nach dem Rauchen, beim Gehen, Sodbrennen und vorübergehender ruckartiger Schmerz im l. unteren Eckzahn.—19. Die obigen Symptome verschwanden.—25. 100 gr. 3. Trit., bald Druck im Magen und Würgen. Nach 2 h. nahm der Magendruck zu, das Würgen wurde häufiger, und ein Gefühl, als stecke ein walnussgroßer Klumpen hinter dem Kehlkopf, verursachte ständiges Schlucken. Nachmittags Sodbrennen, sehr lästiges Würgen und starker Druck hinter dem Kehlkopf. 4 p.m., brennendes Gefühl hinter dem Kehlkopf wie von scharfer Flüssigkeit. Nach einem Mundvoll Wein starkes Sodbrennen und Magendruck bis 8 p.m.—26. 100 gr. Vormittags nur Rauheit des Halses. Nachmittags, beim schnellen Gehen, Vorderteil des l. Fußes beim Auftreten schmerzhaft; die Gelenkflächen der Fußwurzel fühlten sich geschwollen an, wodurch die Beweglichkeit beeinträchtigt war; zwei weiche Stühle.—27. 100 gr. 2. Trit., während des d. vorübergehende reißende Schmerzen im r. kleinen Finger
und in der l. Großzehe bei Bewegung. E., nach dem Niederlegen, vorübergehende reißende Schmerzen vom l. Auge aufwärts in die Stirn ausstrahlend.—28. 100 gr., nur leichtes Sodbrennen.—29. 100 gr. 1. Trit., nach 1 h. Rauheit in Mund und Hals, Gefühl eines Krümels im Hals mit Würgen; Druck im Magen. Beim Gehen nahmen Würgen und Druck hinter dem Kehlkopf zu; Sodbrennen und große Erschöpfung. Nachmittags beim Gehen inneres Hitzegefühl in der Brust, besonders heftig in der Herzgegend und in der unteren Hälfte der r. Brust; dann mehrmals beim Gehen die Empfindung, als schlüge eine Arterie an der Oberfläche des Herzens (jeweils mehrere m.). Kopf, besonders e., verwirrt wie berauscht. N., unruhig, konnte wegen innerer Hitze nicht einschlafen.—30. Beim Erwachen m. berauschte Verwirrung des Kopfes. Dieselbe Dosis wiederholt. Dasselbe Hitzegefühl im Scheitel und tief in der Brust, mitunter bis zum Brennen gesteigert, besonders in der Herzgegend. 9 a.m., beim Gehen Wärmegefühl im ganzen Bauch. An der Vorderfläche der Oberschenkel Prickeln, als würden elektrische Funken daraus gezogen. Als dies aufhörte, Hitze in der Brust, besonders in der Herzgegend, und gelegentliches pulsierendes Pochen im Herzen. Dieses Gefühl war von einer Empfindung begleitet, als würde die Unterlippe von beiden Seiten zur Mitte hin gezogen. Nachmittags häufige, unbestimmbare Schmerzen im Herzen, oft durch ein pulsschlagartiges Pochen unterbrochen; Gefühl, als würde alles zum Herzen gedrängt. E., pochender Schmerz im Herzen mit gelegentlichen Pulsationen an der Herzoberfläche. Wundheitsgefühl an der Spitze der l. Lunge mit gelegentlichem Pulsieren, abwechselnd mit Kontraktionen der Unterlippe. c. 31. Mai. 40 dr. Tinktur, sofort Rauheit der Mundhöhle und des Rachens, als wären sie mit Samt bedeckt, für einige h. 11 a.m., beim Gehen Wundheitsgefühl in den Spitzen beider Lungen mit vorübergehendem Frösteln, bald danach leichter drückender Kopfschmerz, verstärkt durch hartes Auftreten. Unterlippe fühlt sich zusammengezogen an.—1. Juni. 50 dr.; bald ungewöhnliches Kältegefühl. Nach 1 h. Pochen wie starke Pulsationen im Herzen, in der Mitte der Brust und in den Lungenspitzen. Dieses Pochen bestand aus mehreren rasch aufeinanderfolgenden Schlägen, hörte für 5 oder 10 m. auf und kehrte dann an einer anderen Stelle wieder. Vormittags, während einer Reise über mehrere Meilen, beim Gehen Hitzegefühl in Brust, Bauch und Oberschenkeln mit dem bereits beschriebenen Prickeln. Nachdem das Hitzegefühl für h. aufgehört hatte, starkes Wundheitsgefühl, Druck und Spannung in der Brust sowie pulsierendes Pochen in den Lungenspitzen. Unwillkürliches tiefes Atmen beim Gehen; Gähnen mit Erleichterung. Der Wundschmerz war mitunter dumpf einschießend, oft leicht bohrend; sein Sitz war häufig nur in Pleura und Perikard; manchmal wurde er tiefer in Lungen und Herz empfunden, mit mehreren stärkeren Herzschlägen. Spannender, drückender Schmerz bald in der l. Schulter, bald in den Fingergelenken der l. Hand und in der r. Hüfte, mit Unterbrechungen bis e. anhaltend, als er verschwand. Beinahe Heißhunger. Die Brustsymptome wurden allmählich schlimmer; der Wundschmerz wurde brennend und wechselte häufig seinen Sitz, befand sich jedoch hauptsächlich im Herzen und in den Lungenspitzen, mit Verlangen, tief einzuatmen und zu husten. Husten e. schlimm; Rauheit der Luftröhre verursachte häufigen Husten. 8 p.m., Kältegefühl ohne Zittern. Kopfschmerz nach Biertrinken. 1 a.m., durch Husten geweckt; konnte wegen des Wundheitsgefühls in den Lungen, des Hustens und des drückenden Kopfschmerzes bis 6 a.m. nicht wieder einschlafen; schlief bis 7 unruhig.—2. Der Wundschmerz, besonders in den Lungenspitzen, hält an, mit trockenem Husten und VOL. II, 19
heiserer Stimme; gelegentliche stumpfe Stiche mit Pochen im Herzen, das er zu hören glaubt, mit der Hand jedoch nicht fühlen konnte. 10 a.m., beim Schreiben heftiges Frösteln, bald gefolgt von Räuspern und kurzem Husten, unterhalten durch ein raues Gefühl in der Luftröhre; Kopf verwirrt und viel Schleim in der Nase. 11 a.m., weicher Stuhl, dem kneifende Schmerzen um den Nabel vorausgingen; dies trat nachmittags zweimal auf. Den ganzen Nachmittag Frösteln zusammen mit den obigen Symptomen. 8 p.m., beim Zubettgehen Frösteln, besonders längs des Rückens, mit Durst. Nach h. trockene Hitze des Kopfes und rotes Gesicht, während der übrige Körper kalt war; danach wurde die Hitze allgemein und hielt bis Mitternacht an, als Schweiß am Oberkörper einsetzte, der bis 5 a.m. anhielt. Schlaf häufig durch Husten, drückenden pochenden Kopfschmerz und pulsierendes Pochen des Herzens gestört.—3. Kopfschmerz hielt an; Zunge weiß belegt, trocken und wund. Durch Husten wurde etwas Schleim heraufgebracht; er war grünlich gelb und süß wie Lakritze. Nach jedem Hustenanfall einige Zeit Brennen. Der Husten wurde durch anhaltende Reizung in den Bronchien und im Kehlkopf unterhalten und machte den weichen Gaumen schmerzhaft, sodass das Schlucken erschwert war; Bier verschlimmerte die Symptome. E. mehr des obigen Auswurfs beim Husten.—4. Beim Erwachen Kopf verwirrt, Stimme heiser, Hals rau. Sprechen und Schlucken verstärkten den Schmerz im weichen Gaumen. Auswurf wie gestern. Mittags wenig Appetit, weiße Zunge. Nachmittags ständiges Frösteln und Durst. E., vermehrtes Frösteln mit dumpfen pochenden Stichen im Herzen und Wundheit in der Mitte der Brust; harter Stuhl. Vor dem Einschlafen Schüttelfrost mit Hitze des Kopfes für h., gefolgt von trockener Hitze und die ganze Nacht anhaltendem Schweiß mit Erleichterung der Symptome. Urin rot und spärlich.—5. Den ganzen Tag Heiserkeit; Auswurf vermehrt, zäh und feucht. Von m. bis Mittag anhaltender Schmerz im Herzen. N., häufiger Husten mit Auswurf. M., reichlicher Schweiß.—6. Heiserkeit hält an; Husten mit Auswurf, letzterer vermehrt, klumpig und von grauer Farbe. Der Auswurf löst sich leichter und die Brustsymptome sind geringer. Das pulsierende Pochen ist seltener, doch das Erstickungsgefühl und die Empfindung, als sei der Thorax zu eng, halten bis e. an; dann Frösteln und bei n. Schweiß mit Erleichterung.—7. Heiserkeit geringer; Brust eingeschnürt wie bei Erstickung. Husten hält an, ist jedoch weniger ermüdend; Auswurf leichter. E., Verschlimmerung nach Bier, hauptsächlich bestehend aus Enge der Brust und häufigerem Husten.—Vom 8. bis 16. waren alle Symptome außer Husten und Auswurf verschwunden. Die Hustenanfälle meist m. und e. mit Auswurf von Klumpen zähen Schleims.—18. Drückender Schmerz, Schwellung und Rötung der Großzehe wie bei Gicht, nicht sehr heftig und 4 d. anhaltend.—22., m., 60 dr. verursachten Rauheit im Mund sowie einschießenden Schmerz und das Gefühl eines Krümels hinter dem Kehlkopf.—23. 80 dr., weiß belegte Zunge; Mundgeruch wie von gestörtem Magen; Rauheit in Mund und Rachen mit Würgen und dem Gefühl eines Krümels hinter dem Kehlkopf; häufiger trockener Husten, der selten gelben, widerlich süßen Schleim heraufbrachte. Beim Bergaufgehen Dyspnoe und Wundheitsgefühl in den Lungenspitzen. Beim Erwachen m. weiße Zunge und saurer Mundgeruch.—24. und 25. 100 dr., 26. 120 dr., verursachten dieselben Symptome in verschlimmerter Stärke; sie wurden bis zum 6. Juli weiter empfunden. (Ibid., 534.) 7. Dr. LACH, æt. 36. 18. Feb., 10 p.m., 5 gr. cocc. cac. in 3ss heißem Wasser. Sofort Trockenheit im Rachen, die ihn zum Schlucken veranlasste
ständig, mit leichtem Kratzen.- 19., m., leichter drückender Schmerz von der Schläfe bis zum Scheitel, der nach dem Gehen verschwand. 8 p.m., leichtes Brennen im Hals. Nahm 5 gr.-20. Erwachte um 6 a.m. mit starkem Brennen entlang der Harnröhre und unerträglichem Kitzeln an ihrer Mündung. Nach Entleerung klaren, strohfarbenen Urins verschwanden Brennen und Kitzeln, doch letzteres kehrte während d. vor jeder Miktion zurück. Häufigeres Wasserlassen. Den ganzen d. unangenehmes raues Gefühl im Hals, dieser fühlt sich pelzig an; Stimme heiser, wenn er längere Zeit nicht gesprochen hatte, anfangs stets heiser, wurde aber bald klar. Beim Versuch, sich zu räuspern, Brennen im Hals.-21. Erwachte zweimal n. durch trockenen Husten; starkes Brennen im Hals, durch Trinken kalten Wassers gelindert. 6 a.m., erwachte mit Husten, der minutenlang aussetzte und anfangs bellend, hell und trocken war; später wurde etwas zäher Schleim mit solcher Mühe ausgeworfen, dass dies mehrmals Erbrechen hervorrief; gleichzeitig Wundheitsgefühl im Hals und frontaler Kopfschmerz. Der Husten wurde durch Ausspülen des Mundes mit kaltem Wasser und das Trinken einiger Schlucke gelindert, wodurch die Hitze im Hals gemildert wurde; diese kehrte jedoch sofort nach dem Trinken von etwas warmer Milch zurück. Kitzeln an der Harnröhrenmündung wie gestern; Miktion seltener, Urin trüb und gelb. Gestern und heute kein Stuhl.-22., 6 a.m., Husten wie gestern; er belästigte ihn den ganzen d. 3 p.m., 1 h. nach dem Essen infolge des anhaltenden Hustens Erbrechen; danach hörte der Husten auf; Auswurf mäßig und zäh. Zweimal trat vor dem Wasserlassen vorn in der Harnröhre Kitzeln auf, als würde wiederholt mit einer Nadel hineingestochen. Fülle des Bauches, als hätte er zu viel gegessen. Nachmittags ein fester, trockener Stuhl; große Trägheit, üble Laune und Reizbarkeit.-23. Trockener Husten.-24. Husten seltener, Auswurf leichter, Erbrechen weißlichgelben Schleims; seit 3 d. wenig Appetit. Seit dem 22. kein Stuhl. E., 5 gr.-25., m., Husten mit leichtem Auswurf von Schleim, der mit zähen Fäden vermischt ist; Druck- und Wundheitsgefühl im Hals; kein Appetit auf das Frühstück; beim Erwachen starkes sexuelles Verlangen.-26., m., Heiserkeit mit viel Schleim im Hals, der zum Räuspern zwang, wobei dicker, zäher Schleim heraufkam. Vormittags einige Hustenanfälle. Nachmittags zu allem unlustig, träge, entkräftet und müde. E., Schmerzen in den Oberschenkeln wie nach einem langen Spaziergang.-27. und 28. Husten wie zuvor bis 11 a.m. Heißhunger auf das Mittagessen, der bald gestillt war; Heiserkeit. E., 5 gr.-1. März. Konnte in einem warmen Zimmer vor Husten kaum sprechen. Im Bett hielt der Husten von 2 bis 3.30 a.m. an. Er war trocken und hinterließ ein Wundheitsgefühl im Hals mit Hitze und etwas Brennen. Beim Erwachen m. Kribbeln am Scheitel, das ihn zum Kratzen veranlasste. Juckreiz an der Harnröhrenmündung. Vormittags fester, unbefriedigender Stuhl. 1 h. nach dem Essen ein reichlicher breiiger Stuhl mit vielen Blähungen. E., 5 gr.-2. Heiserkeit mit Heraufräuspern von Schleim. E., 5 gr.-3. Drückender frontaler Kopfschmerz beim Frühstück. Heftiger Husten mit häufigem Schleimauswurf und ständigem Kitzeln entlang der Luftröhre bis zur Bronchialgabelung; Gefühl, als bewege sich Schleim in der Luftröhre und verursache Kitzeln. Während d. häufiger Husten mit Auswurf; metallischer und breiiger Geschmack. E., starker Durst und Verlangen nach Bier; nach dem Trinken eines Glases ging er mit Kopfschmerz im ganzen Kopf und großer Erschöpfung zu Bett und schlief vor Mitternacht nicht ein.-4. Erwachte um 6 a.m., sehr reizbar; während d. häufiger Husten. Während der nächsten 3 d. hielt der Husten in wechselnder Stärke an. Der Auswurf nahm zu und führte zu häufigem Heraufräuspern
von Schleim.-8., e., 10 gr.-9. Appetitlosigkeit. Nachmittags leichter ziehend-drückender Schmerz im Tendo Achillis des l. Beines, nur beim Gehen oder Strecken des Fußes empfunden; bei Berührung kein Schmerz; die Sehne konnte gedrückt und von einer Seite zur anderen bewegt werden, ohne dass der Schmerz zunahm. 6 p.m., Zahnschmerz in einem hohlen Zahn, dessen Krone ein Jahr zuvor abgebrochen war; Zahn gegen Berührung sehr empfindlich.-10. N. trockener Husten für eine Stunde, durch Kitzeln in der Luftröhre erregt. M., lockerer Husten mit leichtem Heraufräuspern von Schleim. Der Schmerz im Tendo Achillis lässt ihn beim Gehen hinken; er muss den Fuß nach außen gedreht aufsetzen und häufig stehen bleiben, um den Schmerz zu lindern. Husten wie zuvor; viel Durst.-11., m., erneuter Zahnschmerz, der bis 10 a.m. anhielt. Der Schmerz im Tendo Achillis so heftig, dass er nicht gehen konnte; die Sehne ist berührungsempfindlich; Treppensteigen ist sehr schmerzhaft.-12. Zahnschmerz den ganzen d. Sehnenschmerz etwas geringer; lockerer Husten, Heiserkeit.-13. Zahnschmerz so schlimm, dass er den Zahn ziehen ließ; den ganzen d. Schmerz in der zurückgebliebenen Zahnhöhle; die Blutung hielt lange an; der Schmerz hörte e. auf. Husten leicht und locker; Heraufräuspern von Schleim, m.-14., 15. und 16. Der Schmerz im Tendo Achillis ließ allmählich nach, doch bestand beim Gehen noch etwas Schmerz; wenn er den Fuß auf und ab bewegt und einen Finger auf die Sehne legt, fühlt er ein Knarren, als sei die Sehne zu trocken; periodische Wiederkehr von Husten und Aufwärtsräuspern von Schleim, m. (Ibid., 540.) 8. Dr. J. O. MÜLLER.-22. März, 10 a.m., 30 dr. 3. Verd., ½ h. nach dem Essen. Beim Hinlegen Blähungsbeschwerden im Bauch, lautes Rumoren im Darm, das ihn zwang, häufig die Lage zu wechseln. Dies wurde durch Abgang von Blähungen gelindert, verließ ihn jedoch während der gesamten Dauer der Arzneimittelprüfung nie ganz. Der Stuhl trat täglich zur selben Stunde (4 p.m.) auf, mit Tenesmus, leichtem Brennen und Vorfall der Hämorrhoiden; der klumpige Kot war von Schleim umhüllt und wurde langsam entleert. Der Urin wurde in der Regel jede h. reichlich entleert, war sehr blass und hatte einen alkalischen Geruch. E., im Magen und Dünndarm Hitzegefühl; sie schienen von warmem Wasser umgeben zu sein, gleichzeitig Kurzatmigkeit und Beklemmung im unteren Teil der Brust. N. unruhig, musste nach Mitternacht und nochmals gegen 4 a.m. zum Wasserlassen aufstehen. Nach dem ersten Erwachen empfand er eine Art brennendes Ziehen im Kondylus und Gelenk des l. Ellenbogens, das ihn lange wach hielt. M. Schweiß an Beinen und Füßen.-23. Unangenehmes Hungergefühl, musste viel und häufig essen, und die ungewöhnliche Nahrungsmenge bedrückte ihn nicht. Vermehrte Harnabsonderung; Blähungserscheinungen und klumpige Stühle wie zuvor. Ungewöhnliche Heiterkeit und geistige Unbeschwertheit, selbst während des Fülle- und Schmerzgefühls im Kopf mit vermehrter Hitze und Benommenheitsgefühl. N. unruhig und viele Träume, konnte nach 4 a.m. nicht mehr schlafen.-24. Urin nicht mehr so reichlich, aber immer noch mehr als normal, jedoch ohne vermehrten Durst. Dumpfer Schmerz in der r. Nierengegend bis zum Ende der Arzneimittelprüfung. Vormittags brennendes Ziehen in der Milz, das sich zur l. Brustseite hinauf ausbreitete und häufig mit ruckartig einschießenden Stichen auftrat; zugleich ein eigentümliches spannendes Schweregefühl über die Schultern und den unteren Teil des Nackens. Nachmittags heftige Niesanfälle mit Brennen wie von Pfeffer in den Nasenlöchern. Drei Niesanfälle traten am nächsten Tag zur selben Stunde auf; das Brennen in der Nase blieb unverändert. N. erwachte mit brennendem Ziehen im l. Hypochondrium, durch Auflegen der warmen Hand gelindert.-25. Nur der nagende Hunger, das
Rumoren im Darm und Reizung des Afters während des Stuhls. E., die betäubende Fülle und der Schmerz im Kopf. Schlaf n. voller Träume und unruhig. Während der nächsten 4 d. bestanden die Symptome des Magens, des Darms und der Harnorgane wie zuvor; danach befand er sich wieder in seinem gewöhnlichen Gesundheitszustand. (Ibid., 559.) 9. a. T. A. SCHWEIKOFER, Chirurg, æt. 40.-18. Mai. 10 dr. Tinktur; fader, widerlicher Geschmack, vermehrte Speichelabsonderung, geschmackloses Aufstoßen. Nach 1 h. zwei dumpfe Stiche in rascher Folge im Magen und in der Zökalgegend. Nach dem Essen unbehagliche Gemütsstimmung, die bis e. anhielt. Der unangenehme, metallische Geschmack hielt den ganzen d. an.-19. 20 dr.; sofort leichtes Brennen und Hitzegefühl in Mund und Hals; vermehrter Speichelfluss mit ständigem Verlangen auszuspucken, zugleich metallischer Geschmack. Hunger bald nach dem Essen. Nachmittags leichtes Kneifen im Bauch mit häufigem vergeblichem Stuhldrang.-20. Beim Erwachen m. etwas Kneifen im Bauch, das nach dem Stuhl verschwand. 9 a.m., 40 dr.; sofort metallischer Geschmack, Speichelfluss, Hunger, Magenschmerz, Kneifen im Bauch, diarrhöischer Stuhl; Benommenheit des Kopfes am Scheitel.-21. 80 dr.; sofort Brennen und Hitze in Speiseröhre und Mund, metallischer Geschmack, Speichelfluss, Hunger und Magenschmerz, Empfindlichkeit der Magengrube und Druck dort; geschmackloses Aufstoßen; Juckreiz, Wundbrennen und Ziehen in Leiste und Schamgegend, in Vorhaut und Eichel sowie an Fußrücken und Zehen.-22. 100 dr., beim Erwachen m. leichter Bauchschmerz, danach Würgen mit Übelkeit und Speichelfluss; metallischer Geschmack, Magenschmerz und Blähungen. Kälte im Magen, als wehe ein kalter Wind darin. Nachmittags ständig leichtes Kneifen im Bauch, das im Magen begann und sich zur Zökalgegend ausbreitete, anfallsweise kam und ging; Hunger, Stuhldrang, Schmerzen in Lenden und Kreuzbein.-23. 320 dr., starker Speichelfluss, Übelkeit, Würgen, metallischer Geschmack, Heraufräuspern von Schleim; Auswurf gelben, sauer schmeckenden Schleims; geschmackloses Aufstoßen, Gefühl, als sei das Zäpfchen zu lang, wodurch ständiges Räuspern verursacht wurde; Juckreiz, Wundbrennen und Ziehen an und zwischen den Zehen; Kneifen im Bauch; ziehender und treibender Schmerz in Hüfte, Rücken, Lenden und Kreuzbein. Samenerguss n.-24. 640 dr., starkes Würgen, Speichelfluss und metallischer Geschmack; Brennen und Hitzegefühl in Speiseröhre und Mund; später Benommenheit des Kopfes, besonders am Scheitel. Zwischen der 6. und 7. Rippe zunächst r., dann l., vorübergehende Stiche; vermehrte Harnabsonderung; Spannung, Ziehen und Reißen in der r. Schulter. Beim Gehen, e., große Benommenheit des Kopfes, besonders am Scheitel; Hunger; mehrere reichliche dünne Stühle. Nach 3 d. verschwanden alle diese Symptome.-27. 45 gr. 6. Trit., metallischer Geschmack, starker Speichelfluss; zwei dumpfe Stiche in rascher Folge, die in der Lendengegend begannen und in der Zökalgegend endeten; Benommenheit des Kopfes am Scheitel; Auftreibung des Bauches und Empfindlichkeit des scrob. cordis, besonders bei Berührung; Stimmung niedergeschlagen. E., metallischer Geschmack beim Biertrinken und Rauchen.-25. Erwachte mit Kneifen im Darm, durch diarrhöischen Stuhl gelindert. Während d. niedergeschlagen, ständig metallischer Geschmack; Hunger bald nach dem Essen; drei dünne Stühle; Herzklopfen, das einige m. lang Angst verursachte; Auswurf gelben, zuweilen rötlichen Schleims von saurem Geschmack.-29. 50 gr. 5. Trit., metallischer Geschmack auf die Zungenspitze beschränkt; leichtes Brennen in Mund und Hals; Räuspern von Schleim und Kitzeln im Kehlkopf, gefolgt von drei kurzen Hustenanfällen. Häufige feine Stiche zwischen der l. 5. und 7. Rippe, die bei tiefem Einatmen verschwanden und während des Ausatmens zurückkehrten. Schmerzen in Lenden und Kreuzbein.-30., m., Samenerguss. Nach
beim Erwachen 2 reichliche Stühle. Den ganzen d. Ziehen und Reißen in r. Schulter und Axilla, bis zum Unterarm und Zeigefinger ausstrahlend. Rumoren im Bauch mit Lenden- und Kreuzbeinschmerz. Zwischen der 5. und 7. Rippe leichtes Brennen und Einschießen, zuerst l., dann r.; Hunger. Nachmittags häufiges Räuspern von Schleim. Völlegefühl im Bauch, hauptsächlich in der Gegend der Harnblase; Spannung und Ziehen von der Lendengegend bis zum Rektum; beim Beugen beider Füße Schmerz am Knöchel und an der Innenfläche des Calcaneum wie nach einer Verstauchung. Häufiger Stuhldrang ohne Entleerung.–31. Leichter metallischer Geschmack und Auftreibung des Bauches, mit wiederholtem Stuhldrang ohne Entleerung.–1. Juni. 50 gr. 4. trit., sofort die wohlbekannten Symptome: Speichelfluss, metallischer Geschmack, Brennen im Hals, Räuspern von Schleim, danach Schmerzen in Lenden und Kreuzbein, Kitzeln im Kehlkopf, gefolgt von kurzem Husten. E., Stuhldrang und reichliche Entleerung.–2. 50 gr. 3. trit., sofort widerlicher bitterer Geschmack, Kitzeln im Kehlkopf mit kurzem Husten. In der l. Schläfengegend dumpfer einschießender Schmerz für einige m., durch Druck gelindert, nach dessen Aufhebung jedoch sofort wiederkehrend. E., Lenden- und Kreuzbeinschmerz.–3. 50 gr. 2. trit., sofort Speichelfluss und bitterer Geschmack, kneifende Schmerzen im Darm, Druckempfindlichkeit des scrob. cordis und des ganzen Bauches, verdrießliche Stimmung; Juckreiz und Wundbrennen an Vorhaut und Glans; verrenkungsartiger Schmerz beim Beugen des Vorderfußes.–4. 200 gr. 1. trit., sofort starker Speichelfluss, gefolgt von drängendem Schmerz in Lenden und Kreuzbein; vorübergehende Beklemmung der Brust, gefolgt von ungewöhnlich heiterer Gemütslage. Den ganzen d. häufiger vergeblicher Stuhldrang, gefolgt von 3 Stühlen, unter Linderung der Rückenschmerzen. Häufiges Kitzeln im Kehlkopf und kurzer Husten; Juckreiz in der Nase mit wiederholten Anfällen heftigen Niesens.–5. Alle Symptome verschwunden außer Juckreiz und Brennen an Vorhaut und Glans sowie Schmerz im Fuß. (Ibid., 562.) 10. a. Frau SCHWEIKOFER, æt. 42.–29. April. 100 dr. 6. dil., bald Übelkeit mit Magenkrampf und Hunger, der am nächsten d. wiederkehrte. 1. Mai. 100 dr. 3. dil., widerlicher fader Geschmack, Übelkeit, Druckempfindlichkeit der Magengegend, besonders des scrob. cordis. Freudige Gemütslage; Leeregefühl im Magen; Stuhldrang mit harter Entleerung. Diese Symptome hielten den nächsten d. an.–4. 100 dr. 1. dil., Übelkeit, Würgen, Räuspern von Schleim, metallischer Geschmack, Speichelfluss, Würgen und Einschnürung im Hals, vom Magen durch den Ösophagus aufsteigend, Schleimabgang aus der Vagina, dem reißend-drängende Schmerzen in Leisten, Harnblase und Pudenda vorausgingen.–5. Dieselben Symptome. Menses 3 d. zu früh, reichlicher, Blut schwarz und dick. b. 13. Mai. 40 gr. 6. trit., sofort Übelkeit, widerlicher fader Geschmack, Speichelfluss, Leeregefühl im Magen. E., Lenden- und Kreuzbeinschmerzen.–14. 40 gr. 5. trit., dieselben Symptome.–17. 40 gr. 4. trit., dieselben Symptome und außerdem Drängen in Harnblase und Pudenda mit Schleimabgang aus der Vagina.–18. Alle Symptome verschwunden.–19. 40 gr. 3. trit., Übelkeit, Würgen, Speichelfluss, Leeregefühl im Magen, Hunger; große Druckempfindlichkeit des scrob. cordis; später über den ganzen Bauch sich ausbreitend, mit einschießend-ziehenden Schmerzen in Leisten, Harnblase und Pudenda, die sie zwangen, sich zu Bett zu legen.–20., 21. und 22. Diese Symptome klangen allmählich ab; die Stühle waren ungewöhnlich fest.–23. 40 gr. 1. trit., Übelkeit, Speichelfluss, Würgen, Brennen im Schlund, Leeregefühl im Magen, Abgang geruchlosen Flatus,
Druckempfindlichkeit des scrob. cordis, Reizbarkeit, Graben, Spannung, Drängen und Ziehen in Harnblase, Pudenda und Leisten.–24. Menses traten 7 d. zu früh ein, Blut reichlich, schwarz und dick. Die Menses dauerten eine Woche, und alle Symptome verschwanden. (Ibid., 566.) 11. A. RUDIGER, ein Knabe, æt. 15.–22. Mai. 1 gr. C., nur widerlicher Geschmack.–23. 10 gr.–24. 15 gr., metallischer widerlicher Geschmack, Würgen, Speichelfluss, Übelkeit und Magenschmerz.–25. 20 gr., Verwirrung des Kopfes, 2 lockere Stühle.–26. 30 gr., anhaltendes Würgen; Gefühl, als hinge ein Faden den Ösophagus hinab, mit ständigem Räuspern von Schleim; metallischer Geschmack; Magenschmerz mit der Empfindung, als befände sich dort eine große Kugel. Später heftige kneifende Schmerzen im Darm und Kopfschmerz. Einige d. danach bestanden Verwirrung des Kopfes, lästiger metallischer Geschmack, Magenschmerz, kneifende Schmerzen im Darm, Diarrhöe und Ohnmachtsgefühl, sodass er sich häufig zu Bett legen musste. (Ibid., 571.) 12. a. Dr. C. WACHTEL.–30. März. 1 h. nach dem Frühstück zij 6. dil. 1 h. nach dem Abendessen Drängen im Kreuzbein, nach vorn und abwärts zur Harnblase ausstrahlend und h. anhaltend. E., Empfindung, als werde ein seitlicher Schneidezahn von kalten Fingern ergriffen und gewaltsam nach oben gezogen.–31., vormittags einige vorübergehende Stiche im l. Schlüsselbein. Nachmittags scharfe, durchdringende Stiche nahe der l. Brustwarze und dumpfe Stiche zwischen den Schultern, die strahlenförmig nach vorn ausstrahlten. Später Empfindlichkeit der unteren Zahnreihe, als seien die Zähne länger. E., Druck auf der Brust, gefolgt von wundartigem Schmerz in der Herzgegend; leichte Heiserkeit, Kratzen im Hals.–1. April, vormittags häufig wiederkehrendes pochendes Einschießen in beiden Beinen; dieser Schmerz hörte häufig plötzlich auf und erschien in der l. oberen Brusthälfte wieder. Nachmittags Kitzeln und Juckreiz im l. meatus auditorius, bis zum E. häufig wiederkehrend, zusammen mit Druck in der Concha.–2. Juckreiz an der Vorhaut und im l. meatus auditorius. 3., nachmittags beim Sitzen heftige zuckende und bohrende Stiche im Rektum, die plötzlich zum Blasenhals und dann im Verlauf der Ureteren zu den Nieren zogen. E., für h. anhaltendes Gefühl, als seien beide Ohren verstopft, mit drückendem Drängen im meatus auditorius. Einige der Symptome hielten bis zum 8. an, besonders die Stiche in der l. Brusthälfte, die durch schnelles Gehen stets hervorgerufen oder verschlimmert wurden. Der Husten war unbedeutend und trat in kurzen Anfällen mit geringem Auswurf grauen, kugelförmigen Schleims auf. Die Urinmenge war nicht vermehrt, doch war der Urin einige d. lang dunkler, stärker gefärbt und roch wie Assafœtida. b. 19. Mai. 10 gr. 3. dec. trit., bald Blutwallung zum Kopf, mit drückendem Schmerz in den Orbitalgegenden und Gefühl blähender Auftreibung des Magens. Kein Appetit zum Abendessen. Nachmittags beim Sitzen feine Stiche in der r. Brusthälfte längs des Brustbeins, bald gefolgt von Hustenanfällen mit Auswurf leicht ablösbarer grauer, gallertartiger, kugelförmiger Schleimmassen.–20. Gegen E. Heiserkeit mit Kratzen am weichen Gaumen.–21. und 22. Stiche in der Brust und frühes Erwachen m.–24. Druck zwischen den Schulterblättern, der sich allmählich bis zum Kreuzbein erstreckte und sich in der Nierengegend festsetzte, sowie häufig wiederkehrendes Engegefühl in der Brust, bis zum 1. Juni anhaltend. c. 8. Juni, vormittags 10 gr. 2. trit. Bald Auftreibungsgefühl des Magens. Später mehrere heftige Niesanfälle, die Rauigkeit und Kratzen im Schlund wie von stark gewürzter Speise hinterließen. Nachmittags Dyspnoe,
gegen E. zunehmend, mit gelegentlichen Stichen in der l. oberen Brusthälfte.–9. Erwachte früh mit Beklemmung der Brust, die nach dem Frühstück verging, jedoch bald wiederkehrte und ihn gelegentlich mehrere d. lang belästigte. a. 15. Juni. 10 gr. 1. trit., nach einigen m. Neigung zum Erbrechen; Hustenanfall, th. anhaltend; Auswurf von viel Schleim. Nachmittags häufiger Harndrang. (Ibid., 572.) 13. a. Dr. F. WURMB.–17. und 18. Februar, dann vom 21. bis 28. und vom 6. bis 11. März, stets um 5 p.m. einen Teelöffel tinct.–18. Februar. Fast den ganzen d. Ziehen in den Zähnen der l. Seite. E., häufiges Niesen.–20., 7 p.m., Anfall von Kitzelhusten, 5 m. anhaltend und mit Schleimauswurf endend.–21. und 22. Häufiger Husten mit Schleimauswurf.–23. Sofort nach dem Aufstehen m. Rauigkeitsgefühl im Hals, mit einem fast h. anhaltenden Hustenanfall, bisweilen so heftig, dass er beinahe Erbrechen verursachte; Auswurf einer großen Menge zähen, klebrigen, eiweißartigen Schleims. Husten durch Ofenwärme verschlimmert, durch Aufenthalt in einem kühlen Zimmer gelindert. Während des d. häufiges Aushusten von Schleim. Verminderte Urinausscheidung. E., Fremdkörpergefühl zwischen Augen und Lidern.–24. Aushusten leicht ablösbaren Schleims.–25., mittags Ziehen in den r. Molaren; Gefühl, als seien die Tarsalränder geschwollen; sehr aufdringliches sexuelles Verlangen; häufiger Husten mit Schleimauswurf.–26. Mehr oder weniger den ganzen d. Frösteln; mäßig beschleunigter Puls; Juckreiz an den Beinen, der zum Kratzen zwang.–27. Häufige Miktion, am Nachmittag fast jede h.; Juckreiz an den Beinen.–28. und 1. März. Häufiger und reichlicher Abgang blassgelben Urins.–2., m., große Empfindlichkeit der Zähne beim Ausspülen des Mundes mit kaltem Wasser. Vormittags Ziehen in den l. Molaren. Unangenehme Wärme in Glans penis und l. Hoden. Abgang blassen Urins in stärkerem Strahl. 1 p.m., sehr heftiger windender Schmerz im Blasenhals, + h. anhaltend, weder durch Miktion noch durch Abgang von Flatus gelindert; Ekel vor Speisen. 9 p.m., Schüttelfrost am ganzen Körper für h.; Puls 100. Schlaf durch viele lebhafte Träume gestört; erwachte um 3 a.m. mit trockener Hitze und Unruhe; Wechsel von Schlaf und Wachen. Gegen m. allgemeiner reichlicher Schweiß. 5 a.m., Samenabgang.–3. Bald nach dem Aufstehen drückender Schmerz in der l. Schläfe, bisweilen bis zum l. Auge ausstrahlend und etwa einen d. anhaltend. M., breiiger Geschmack. Mittags bald gesättigt. E., lästiges Ziehen im r. Deltamuskel, das das Heben des Armes erschwerte.–4., 5. und 6. Bisweilen Juckreiz an den Beinen.–7., vormittags plötzliches Ziehen in den r. unteren Schneidezähnen; Druck im l. Augapfel. Nach dem Essen wird im Zimmer äußerste Müdigkeit empfunden, 2 h. anhaltend und sofort vergehend, sobald er hinausging; Schlaf durch häufiges Erwachen infolge lebhafter unangenehmer Träume gestört.–8., m., große Empfindlichkeit der Zähne gegen kaltes Wasser. Vormittags derselbe Schmerz im r. Handgelenk. Nachmittags Juckreiz an den Beinen und an den Fingern der l. Hand. Zwischen 5 und 7 p.m. 3 Urinentleerungen in dickem Strahl.–9. Leichter Juckreiz an den Beinen und Fingern der l. Hand.–10. Häufiger Auswurf leicht ablösbaren Schleims. 5 p.m., schmerzhafter Stich vom Anus durch die Harnröhre.–11., 12. und 13. Allmähliches Verschwinden aller Arzneisymptome außer dem Husten mit leicht ablösbarem Schleim und der Empfindlichkeit der Zähne gegen kaltes Wasser und kalte Luft. b. Vom 23. März bis 1. April (mit Ausnahme von 2 d.) nahm er
täglich um 5 p.m. 2 Teelöffel unverdünnte Tinktur. – 23. März. Sofortiger Harndrang. 11.30 p.m., erwachte durch Kitzeln im Kehlkopf, das sehr heftigen Husten verursachte, 10 m. anhaltend, mit reichlichem Auswurf zähen Schleims. – 24. Erwachte mit Kältegefühl in den Füßen und Schweiß auf der oberen Körperhälfte. Beim Aufstehen drückender, einschießender Schmerz im Unterlappen der r. Lunge. Dieser Schmerz war sehr heftig, besonders beim tiefen Atmen; durch Bewegung nicht beeinflusst. Niesen, das dadurch hervorgerufen wurde, war wegen des heftigen Schmerzes unmöglich; er hielt bis Mittag an und verschwand dann plötzlich. Nachmittags häufiges Abhusten leicht löslichen Schleims. – 25. Sofort nach der Gabe Trockenheitsgefühl im Hals, 2 h. anhaltend. Häufiges Abhusten von Schleim. – 27. Sofort nach der Gabe Ziehen im r. äußeren Gehörgang, den ganzen e. anhaltend. – 29. Ziehen im r. Ohr, 2 h. anhaltend; bisweilen Ziehen im l. Ohr. Plötzliches Ziehen in den Zähnen und Juckreiz am l. Oberarm. – 30. Vormittags plötzliches Ziehen in den Schneidezähnen und im r. äußeren Gehörgang. Zwischen 3 und 5 p.m. Frösteln, Schneiden im Unterbauch und Abgang vieler geruchloser Winde; das Frösteln verschwand sofort im Freien. 6 p.m., Rauheitsgefühl im Hals und häufiges Abhusten leicht löslichen Schleims. 7.30 p.m., plötzliches Ziehen an der Vorderseite des r. Oberschenkels oberhalb des Knies, in der r. großen Zehe und im l. Daumen. – 31. Nach dem Mittagessen Frösteln, 2 h. anhaltend. 4 p.m., stumpfer Stich im Unterlappen der r. Lunge beim tiefen Atmen. E., Kratzen im Hals und häufiges Abhusten leicht löslichen Schleims. – Vom 1. April an keine weiteren Symptome, außer plötzlichem Ziehen in den Zähnen, das mehrere Wochen lang gelegentlich auftrat. (Ibid., 579.) 14. Professor VON ZLATAROVICH nahm vom 18. Feb. bis 7. Juli, mit Ausnahme weniger Tage, jeden m. 10 gr. der 1. Dez.-Trit. – 18. Feb. Leichtes Kratzen im Hals. – 19. Nach der Gabe und noch einige Zeit nach dem Frühstück unangenehmer süßlich-metallischer Geschmack; wiederholtes Niesen; häufiger Abgang von Winden. Mittags ziemlich starke, einschießende, reißende Schmerzen an der Innenseite des Schafts der r. Tibia; leichtes Brennen im After. – 20. M. nach der Gabe unangenehmer Geschmack; wiederholtes Niesen; Abgang vieler Winde; Empfindlichkeit des Scheitels. Vormittags vorübergehendes Brennen unter dem Brustbein. – 21., 22. und 23. Häufiges Abhusten von Schleim. – 24., e., starker drückender und ziehender Schmerz in der Lenden- und Kreuzbeingegend. – 25., m., Schmerzen im Kreuzbein, den ganzen Vormittag anhaltend, für kurze Zeit nachlassend und dann wiederkehrend. Dazwischen kratzende Schmerzen in den Schäften der Tibiae und in den Ellenbogen. – 26. Erwachte um 5 a.m., war 1 h. völlig wach, schlief dann bis 7. Rumoren im Darm, Abgang vieler Winde. Vom 27. bis 6. März häufiges Abhusten von Schleim, abwechselnd mit trockenem, kurzem Husten; gelegentliches Brennen in den Beinen. – 7., vormittags, gelegentliches vorübergehendes Reißen in der Sehnenausbreitung beider Unterarme; als dieses verschwand, ähnliche Schmerzen in beiden Beinen. Viele Winde gingen ab. Mittags beim Wasserlassen leichtes Brennen in der Harnröhre. – 8. Leichtes Kribbeln im After. – 9. Sofort nach der Gabe leichte Bewegung von Blähungen, die darauf abgingen. ½ h. nach dem Frühstück plötzlicher scharf-bitterer Geschmack an der Zungenwurzel, der Erbrechen verursachte. Seit einigen d. viel Schleim aus der Nase. E., große Verwirrung im Kopf, mit drückendem, dumpf schmerzendem Schmerz im Scheitel; Brennen der Stirnhaut, bis n. anhaltend. – 10., m., leichtes Abhusten von Schleim. Schlechter
Geschmack nach dem Frühstück. Den ganzen d. leichtes Brennen der Augenlider; viel Schleim aus der Nase. – 11. Schweiß am r. Bein; gelegentliches Abhusten dicken Schleims; sehr starkes Brennen und Jucken am r. Bein. – 12. Erwachte früh mit starkem drückendem und brennendem Schmerz im Scheitel für 1 h., der nach kurzem Schlaf verschwand; starkes Brennen und Jucken am r. Bein. Bald nach der Gabe unangenehmer Geschmack; Abgang von Winden; Ausschnauben von viel Schleim aus der Nase; Rumoren im Darm; Stöhnen im Schlaf. – 13., m., heftiger Juckreiz an den Beinen; Abhusten von Schleim. Nach der Gabe äußerst widerwärtiger Geschmack, der noch einige Zeit nach dem Frühstück anhielt. – 14., m., Abhusten von Schleim; starker Ausfluss aus der Nase. Vormittags sehr starke Schmerzen im Hühnerauge an der r. kleinen Zehe, die ihn hinken ließen. – 15., m., nach der Gabe Übelkeit, bisweilen bis zum Brechreiz, mit Aufstoßen von Luft. Stöhnen bei n. – 16. Unbehagen im Bauch nach dem Frühstück, unangenehmer bitterer Geschmack, Aufstoßen von Luft. Mittags, nach körperlicher Betätigung, Tenesmus im After. – 18., m., kurzer Husten mit Auswurf dicken Schleims. Nach dem Mittagessen Rumoren im Darm. E., Druck im Rachen beim Schlucken von Speichel. – 19. und 20. Häufiges Abhusten widerwärtigen dicken Schleims. – 21., m., starke sexuelle Erregung. Sofort nach der Gabe vorübergehende Übelkeit. Mittags und nachmittags wiederholte Anfälle von Wundheit und Druck unter dem Brustbein. – 22., m., Abhusten dicken zähen Schleims; Brennen im r. Bein; bitterer Geschmack. E., nach dem Gehen Füße sehr müde; Brennen in den Sohlen. – 23. bis 27. Dieselben Symptome. – 28., m., trockener Husten. Seit mehreren d. schmerzloser Pickel am Rücken, aus dem nun eine Menge dicken Eiters austritt. – 29., m., Abhusten von Schleim; Rumoren im Darm; unangenehmer Geschmack. Nach dem Aufstehen kurze, beklommene Atmung. Seit einigen d. ist der vordere Teil der Fußsohlen nach mäßigem Gehen schmerzhaft; der Schmerz ist brennend; im Sitzen verwandelt er sich in ein Hitzegefühl und verschwindet allmählich. – 30. bis 4. April. Abhusten von Schleim, bitterer Geschmack, Rumoren im Darm. – 5., m., Rauheit im Hals, Verkleben der Augenlider. Nach dem Frühstück Übelkeit; Brechreiz, besonders nach Husten, der Tränen aus den Augen presst. – 6. Nach der Gabe und dem Frühstück Unbehagen im Magen und blähende Auftreibung des Bauches. – 7. Bald nach der Gabe Druck im Magen, widerlicher süßer metallischer Geschmack und leichte Übelkeit; Abhusten von Schleim; viel Schleim aus der Nase ausgeschnaubt; leichtes Brennen der Lidränder; Dyspnoe; Beklemmung der Brust; feuchte Absonderung zwischen den Gesäßbacken und am After. – 8. Gelbe Absonderung aus dem After; Abhusten von Schleim; Abgang von Winden; viel Nasenschleim. – 9. Nach dem Mittagessen Rumoren im Darm; Abgang von Winden nach oben und unten; Husten trocken oder mit Auswurf dicken Schleims. Diese Symptome hielten die nächsten 4 d. an. 14., m., Abhusten von Schleim; leichter brennender Schmerz im r. Bein. Nach dem Frühstück sehr widerwärtiger, bitterer, adstringierender Geschmack, vorwiegend an der Zungenwurzel und im Rachen, den ganzen Vormittag; Nasenschleim; häufiger kurzer, trockener Husten; Ermüdung der Stimmorgane durch Sprechen; Heiserkeit. – 15. und 16. Dieselben Symptome sowie gelbe Absonderung aus dem After. – 18. Sofort nach der Gabe Druck und Brennen unter dem Brustbein nahe dem Magen, ½ h. anhaltend. – 19. und 20. Abhusten von Schleim, leichter Druck im Magen. – 21., m., Blähungen im Bauch; Wundheitsgefühl im Schaft der r. Tibia; häufiger kurzer trockener Husten. Nach dem Mittagessen Kneifen im Bauch; Abgang von Winden;
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viel Schleim aus der Nase. – 22., m., durch Schlaf nicht erquickt. Sofort nach der Gabe Kältegefühl und Unbehagen im Magen; Rumoren im Darm. Vormittags kurzer trockener Husten. Mittags nach einem Glas Wasser süßlich-fader, harziger Geschmack, besonders an der Zungenwurzel; wenig Appetit. Nach dem Mittagessen blähende Auftreibung und Unbehagen im Magen; hier und da Reißen in den langen Knochen. – 23. Ermüdung der Stimmorgane; Stimme nach wenig Sprechen rau und heiser; Atmung erschwert. – 24., m., Husten mit schleimigem Auswurf. Nach dem Mittagessen Rumoren im Darm. – 25. bis 28. Dieselben Symptome. – 29. Eine schmerzhafte, erhabene Stelle am Scheitel von der Größe einer großen Linse; e. noch schmerzhaft, aber nicht mehr erhaben. – 30. Nach der Gabe Blähungen im Bauch, Abgang von Winden, Brennen im r. Bein. Nach dem Frühstück Druck im Magen, Aufstoßen von Luft; viel Schleim aus der Nase; eine gelbe pulverige Substanz am inneren Rand der Nasenlöcher. Vormittags häufig kurzer, trockener Husten durch Reizung in der Luftröhre. Vom 1. bis 5. Mai. Abhusten klumpigen Schleims; Rauheit und Heiserkeit der Stimme; leichtes Brennen der Augenlider und der Haut des r. Beins; Abgang von Winden. – 6. Nach dem Erwachen starke Spannung in den l. Nackenmuskeln, die beim Aufstehen verschwand. Während des d. trockener, bisweilen lockerer Husten. – 7. Beim Erwachen ermüdender, schmerzhafter Husten infolge Reizung im Kehlkopf und in der Luftröhre. – 8. bis 12. Abhusten von Schleim; schlechter Geschmack; Ermüdung beim Gehen. – 15. Nach dem Mittagessen einige einschießende Schmerzen im Kopf r. der Kranznaht; schmerzhafte Stiche durch das Gehirn mit beeinträchtigtem Gehör. – 16. bis 27. Häufiges Abhusten von Schleim; Ausfluss aus der Nase; Unbehagen im Magen. – 28. Hier und da Ziehen und Reißen, besonders im Nacken, zwischen den Schultern und in den Unterarmen. Nach der Gabe Rumoren im Darm, Abgang von Winden. Vormittags Engegefühl in der Brust beim Sprechen. Nach dem Mittagessen häufig vorübergehende Stiche im r. Bein nahe dem Knöchel. – 30., m., Rauheit im Hals, schleimiger Husten. Am Penis eine Pustel. Vormittags mehrere Anfälle drückender Magenschmerzen mit Übelkeit. – 31., m., schleimiger Husten; die Pustel am Penis sondert bei Druck Flüssigkeit ab. Bald nach der Gabe drückendes Nagen im Magen; süßlich-fader Geschmack. – 1. Juni. Zunahme des sexuellen Verlangens; kleine wunde Stellen am Scheitel; Pustel am Penis fast verschwunden. – 2. bis 5. Auswurf klumpigen Schleims; starker Schleimausfluss aus der Nase. (Ibid., 582.) 15. R. SCH., Medizinstudent, æt. 21. – 2. April. 10 gr. 1. Trit. – 4. Kratzen in den Schluckorganen, leichte Einschnürung im Hals. Nach zwei gleichen Gaben dieselben Symptome. – 23. Zusätzlich zu diesen Symptomen Hustenreiz, Aufstoßen und Übelkeit. – 25. bis 28. Husten hielt an, mit Besserung e. (Ibid., 588.) 16. H–, Medizinstudent, nahm 8 d. lang jeden Morgen um 6 Uhr 10 gr. der 1. Trit. Unangenehmer, bitterer, ekelerregender Geschmack; vermehrter Appetit; vorübergehende, sehr schmerzhafte Stiche in beiden Seiten der Brust; Dyspnoe; Trockenheit des Rachens. (Ibid., 589.) 17. ADOLPH S–, æt. 25. – 20. Jan. 10 gr. 1. Trit. Nach 1 h. leichtes reizendes Kratzen im Kehlkopf, das Räuspern und Husten verursachte. – 21. Dieselbe Gabe, dieselben Symptome. – 22. Den ganzen d. Kratzen im Kehlkopf und in der Luftröhre; e. leichte Heiserkeit. – 23. Heiserkeit hält an; 10 gr.; den ganzen d. Kratzen in den Atemwegen und Hustenreiz. – 24., m., Urin mit ziegelrotem Sediment. Gabe wiederholt. Nach 1 h. Wiederkehr von
Kratzen im Kehlkopf, leichte Heiserkeit.-25. Der nachmittags gelassene Harn setzt ein rotes Sediment ab; dieses Symptom sowie die Heiserkeit und der trockene Husten dauern bis zum Ende des Monats fort. (Ibid., 589.) 18. W. REIL, æt. 29, bei guter Gesundheit.-18. April, 11 a.m., 5 dr. Tinktur in Wasser. 4 p.m., 5 dr. 9.30 p.m., 5 dr.-19., 10.30 a.m., 10 dr. Süßlicher Geschmack. 12 Uhr mittags, 10 dr. Süßlich-bitterer, leicht aromatischer Geschmack. 3 p.m., 10 dr. 10.30 p.m., 10 dr. Harn um 8 a.m., ziv, strohfarben. 12 Uhr mittags, 3v, strohfarben. 3 p.m., 3v, zitronenfarben. 4.45 p.m., zij, dem ein Drang zum Wasserlassen vorausging. 8.30 p.m., 3v. 11 p.m., Ziss, dem starker Drang vorausging.-20. In der letzten Nacht häufiger Drang, konnte aber kein Wasser lassen; häufige Erektionen. 9.30 a.m., 20 dr. Geschmack bitter, Übelkeit verursachend. 11.30 a.m., 20 dr. 1.30 p.m., 20 dr. Ein harter Stuhl. 4.30 p.m., 20 dr. Nur häufiger Drang zum Wasserlassen. Harn, 3.30 a.m., Ziiiss, mit starkem Drang; Harn klar, strohfarben. 7 a.m., Harn trübe, mit reichlichem Schleimsediment. 9 a.m., zv, zitronenfarben und klar. 11 a.m., trübe, wolkig, mit Schleimsediment. 11.15 a.m., ziv, klar, stark sauer. 1.30 p.m., ziv, der Harn blieb 3 Std. klar. 4.15 p.m., 3vss, wie oben. 5.30 p.m., do. 10 p.m., Ziiiss, do., am nächsten Morgen trübe.-21., 9 a.m., 30 dr. Ein weicher Stuhl. 11 a.m., 30 dr. 1.45 p.m., 30 dr. 9.30 p.m., 30 dr., häufiger Drang zum Wasserlassen, bisweilen ohne Erfolg. Harn, 7 a.m., 10 Zvij. 11 a.m., Zviss. 3 p.m., viss. 5 p.m., 3x. 8 p.m., 3xj. p.m., zij, Harn klar.-22., 9 a.m., 50 dr. Gewöhnlicher Stuhl. 11 a.m., 50 dr., seit 8 a.m. kein Drang zum Wasserlassen. 1.30 p.m., 50 dr., ein loser Stuhl. 4 p.m., 50 dr. 8 p.m., starker Juckreiz an der Harnröhrenöffnung. 9.15 p.m., 50 dr. Harn, 2 a.m., Ziiss. 8 a.m., Ziij. 12 Uhr mittags, Zziv. 3.30 p.m., 3vss. 6 p.m., Zviij. 9.45 p.m., Ziij. Harn klar, sauer, nach einigen Std. trübe, mit Schleimsediment.-23., 8 a.m., 50 dr. 9 a.m., Schmerzen im linken Hypochondrium wie von Blähungen. 9.30 a.m., 50 dr., Schmerzen dauern fort, erstrecken sich zur linken Rückenseite und zu den Lendenwirbeln; keine Blähungen, kein Stuhl. 1 p.m., 50 dr. 2.30 p.m., drehender Schmerz tief im Bauch links von der Wirbelsäule. 4.15 p.m., 50 dr. Von 5 bis 8 p.m. wiederholte Anfälle starken Drucks auf die Harnblase und Rötung des Gesichts. 4.30 p.m., harter Stuhl. Abends starke Müdigkeit und Gähnen. 11.30 p.m., 50 dr. Harn, 4 a.m., 3v. 12 Uhr mittags, Zviss, klar braun; nach 1 Std. zeigte sich eine Wolke, nach 2 Std. rot und pferdeharnartig. 2.30 p.m., 3v, etwas klarer als der vorige. 4.30 p.m., Ziiss. 7.30 p.m., Zviij. 11 p.m., ziv. Nach kurzer Zeit war der klare braune Harn trübe und rötlich, mit Sediment; leicht sauer.-24. In der letzten Nacht unruhig durch Schmerzen in der Harnwegsgegend und vergebliches Pressen zum Wasserlassen. 8 a.m., 60 dr. 9.30 a.m., 60 dr., starkes schmerzhaftes Ziehen in der Gegend des linken Harnleiters. 11 a.m., 60 dr. 2 p.m., 60 dr. 3.30 p.m., ein harter Stuhl. 4 p.m., 60 dr. Der heftige Druck in der Harnblase mit ständigem Drang zum Wasserlassen blieb nach dem Wasserlassen um 7 p.m. bestehen. 9 p.m., 60 dr. 10 p.m., 60 dr. Den ganzen Nachmittag starke Müdigkeit. Harn, 8 a.m., Zviss mit vielen Schleimflocken; nach 3 Std. noch sauer. 12.30 p.m., 3vss. 3 p.m., 3v. 4 p.m., Zij. 7 p.m., Zix. 9.45 p.m., zij. Harn wie gestern.-25., 8 a.m., 80 dr. Bald mehrere Hustenanfälle wie von Kitzeln im Kehlkopf und Hals. 9.30 p.m., 80 dr. 10.30 p.m., 80 dr. Gegen Mittag sehr starker Drang zum Wasserlassen, doch muss er lange warten, bis der Harn kommt, und dessen Abgang war
von Brennen in der Harnröhre begleitet. 5.30 p.m., 80 dr. 7 p.m., 100 dr. 9.30 p.m., 100 dr. Den ganzen Tag schmerzhafte Empfindungen in Nieren und Harnblase. Viele Blähungen, aber kein Stuhl. Drang zum Wasserlassen, wobei er lange auf den ersten Tropfen warten muss. Harn, 8 a.m., Zviss. 12 Uhr mittags, ziv. 5.15 p.m., Zviij. 9.30 p.m., 3v. Harn sauer, rötlich braun, wird bald trübe und pferdeharnartig. Schleimsediment und im Harn schwebender Schleim.-26., 8 a.m., 100 dr. 9 a.m., sehr reichlicher breiiger Stuhl. Bald, jedoch nicht unmittelbar nach jeder Dosis, Trockenheit im Hals, die ihn zum Husten bringt. 11 a.m., 100 dr. 1.30 p.m., 100 dr. 5 p.m., 100 dr. 9 p.m., 150 dr. Alle Symptome wie zuvor, jedoch heftiger. Harn, 8 a.m., Zvj. 12.15 Uhr mittags, zivss. 2.15 p.m., ziv. 4.30 p.m., 3v. 9 p.m., zvij; Harn wie zuvor.-27. Nahm kein Arzneimittel. Schmerz im Kreuzbein und in der Nierengegend, auf die Harnblase drückend; starker Juckreiz an der Eichel; langes Warten, bis der Harn kommt. Kleiner harter Stuhl um 3 p.m. Harn, 6 a.m., Zvss. 10 a.m., Ziij. 12.30 p.m., zivss. 3 p.m., Ziij. 8 p.m., 3j. 11 p.m., Ziij. Harn wie zuvor.-28. Nahm nichts. Drang zum Wasserlassen leicht, ebenso die Schmerzen in Nieren und Harnblase. Viele Blähungen, kein Stuhl. Harn, 8 a.m., Zviss. 11 a.m., zivss. 2.30 p.m., Ziiiss. 5 p.m., ziv. 8 p.m., 3viss. 10.30 p.m., zvij. Der zuerst entleerte Harn war noch rötlich und trübe; die nachfolgenden Entleerungen klarer. Abends zitronenfarben, mit Schleimfäden und etwas Sediment. (Hom. Vierteljahrsch., i, 209.) 19. Zwei Messerspitzen cocc. cac. 2. Trit. bewirkten: Drang zum Wasserlassen, Stechen und Kitzeln in der Harnröhrenöffnung, Schmerzen umbilikal und tief in der Zäkalgegend, Rumoren und einschießende Schmerzen im Rektum, Stuhldrang, häufig vergeblich, reißender Schmerz im Stirnbein. Der Harn war weder hinsichtlich der Menge noch der Beschaffenheit verändert. (LEMBKE, A. h. Z., xlix, 185.)