Acetanilidum

von John Henry ClarkeDer Neue Clarke – Eine Enzyklopädie für den homöopathischen Praktiker

Historische Referenz für Behandelnde und Studierende. Die nachstehenden Aussagen spiegeln die homöopathische Lehre des genannten Autors wider und belegen keine Wirksamkeit einer Behandlung. Dieser Text stellt keine medizinische Beratung dar und darf eine angemessene Diagnose oder Behandlung nicht ersetzen.

Acetanilid (aus Anilin gebildet). CH 3 CO NH C 6 H 5 . Exalgine ist ein Derivat hiervon, Methylacetanilid, und hat eine nahezu identische Wirkung. Lösung und Verreibung.

Klinisch

Asthma / Zyanose / Ohnmacht / Kopf, Gefühl der Vergrößerung / Herzklopfen / Thrombose

Charakteristika

Als Mittel gegen Migräne und zur Herabsetzung von Fieber gegeben, haben Antifeb. und Exalg. mit großer Schnelligkeit Kollaps- und Zyanoseerscheinungen hervorgerufen, in einzelnen Fällen tödlich. Ein Patient erlebte durch Exalgine die Empfindung, sein Kopf sei so groß, dass er den ganzen Raum einzunehmen schien. Die Atmung war äußerst erschwert, wie bei einem schweren Asthmaanfall; er ergriff und umklammerte die Hände der Umstehenden. Er war kein asthmatischer Patient. Er hatte das Gefühl, als habe das Zwerchfell aufgehört zu arbeiten und als müsse er um jeden Preis aus eigener Kraft weiteratmen. Mehrere Fälle von Thrombose der unteren Extremitäten infolge von Herzschwäche sind nach seiner Anwendung aufgetreten.

Beziehungen

Vergleiche: Antipyr., Anilinum, Glon., &c.

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