Helleborus Foetidus

von Timothy F. AllenEnzyklopädie der reinen Materia Medica

HELLEBORUS FŒTIDUS.

Helleborus fœtidus, Linn.

Natürliche Ordnung , Ranunculaceæ.

Gebräuchlicher Name , Stinkende Nieswurz.

Zubereitung , Tinktur aus der Wurzel.

Quellen.

1 , Bisset, Essay on the Med. Const. of Great Britain, S. 333, "Vergiftung", mit Hahnemanns Nieswurz; 2 , Gesner; Entdeckungen, 1, S. 167, "Mitteilung"; nach Hahnemann; 3 , Dr. Demeures, Wirkungen eines Tropfens sowie des Einatmens der Dämpfe beim Zerstoßen, Jour. d. l. Soc. Gal., 1. Ser., Bd. iv, S. 111; 4 , Oxford Magazine, 1779 (Hempel's Mat. Med., 1, S. 505), Wirkungen bei verschiedenen Personen nach dem Genuss der Pflanze; 5 , Cattell, zusammengestellte Symptome (e), B. J. of Hom., 11, 343.

GEMÜT

  • Furchtbare Angst, die jedoch nach dem Erbrechen gelindert wird, 1.

AUGE

  • Große Schwierigkeit beim Lesen am Abend bei Kerzenlicht, vier Tage anhaltend. Das Gefühl ist wie dasjenige, das entsteht, wenn das Licht in einem Luftzug flackert; er hat Mühe, den Zeilen zu folgen (nach zwei Tagen), 3.

OHR

  • Klopfender Schmerz unter und hinter dem linken Ohr; dieses Gefühl vergeht bald, 3.

MUND

  • Brennen an der Spitze der Zunge, 3.

  • Meine Ehefrau, die beim Verreiben dieser Pflanze mithalf, empfand im Mund ein schmerzhaftes Gefühl wie von Aphthen, 3.

  • Wundsein im Mund und Hals, 5.

  • Mistgeschmack im Mund, die Zunge in der Mitte gelb, 3.

MAGEN

  • Übelkeit und Erbrechen von Speisen, die eine Stunde zuvor mit Appetit und in mäßiger Menge genossen worden waren, 3.

  • Mehrere Anfälle von Übelkeit, ohne Erbrechen, neunzehn Stunden später, 3. [10.]

  • Übelkeit, 5.

  • Ständige Neigung zum Erbrechen, 2.

  • Beim Zerstoßen der Pflanze scheint das Epigastrium mit der Hebung der Brust beim Einatmen nur schwer Schritt zu halten, 3.

  • Furchtbarer Schmerz in der Magengrube, 2.

BAUCH

  • Kolik, 2.

STUHL

  • Heftiger Durchfall und Erbrechen, mit Schmerzen im Magen, 5.

  • Reichlicher und flüssiger Stuhl während der Nacht; am nächsten Tag zwei flüssige und weißliche Stühle, mit Kolik; nach achtundvierzig Stunden nochmals ein flüssiger Stuhl, 3.

BRUST

  • Engegefühl in der Brust; er kann kaum zur Hälfte Atem holen, 3.

HALS

  • Taubheitsgefühl in den Muskeln des Halses (die Empfindlichkeit der Stelle gegen Berührung ist abgestumpft); nach achtzehn Stunden wird der Hals steif, 3.

ALLGEMEINE SYMPTOME

  • Tödliche Krämpfe, 5. [20.]

  • Ohnmacht, 5.

  • Dasselbe Allgemeingefühl, als wäre er eben von einer schweren Krankheit genesen, 3.

HAUT

  • Sie verloren nicht nur die Epidermis, sondern außerdem auch Haare und Nägel, 4.

  • Die Haare fallen aus, ebenso die Nägel an Fingern und Zehen, 5.

  • Die Oberhaut schält sich am ganzen Körper ab, 5.

  • Reichliche Absonderung von der ulzerierten Fläche (nach äußerlicher Anwendung), 5.

SCHLAF

  • Während der Nacht bewegt sich der Arzneiprüfer viel (im Schlaf), 5.

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