Eupatorium perfoliatum
Eupatorium Perfoliatum (Wasserdost)
By James Tyler Kent — Vorlesungen über homöopathische Arzneimittellehre
Geschichte: Jedesmal, wenn ich eines dieser alten Hausmittel wieder aufnehme, bin ich erstaunt über die weitreichenden Entdeckungen medizinischer Eigenschaften, die sich im Haushalt aus ihrer häuslichen Anwendung ergeben haben.
In den ganzen östlichen Staaten, in den ländlichen Bezirken, unter den alten Erstsiedlern, war Wasserdosttee ein Mittel gegen Erkältungen. Gegen jede Kopferkältung oder jedes Laufen der Nase, gegen jeden Knochenschmerz oder jedes hohe Fieber oder gegen Kopfschmerz infolge einer Erkältung hatte die gute alte Hausfrau ihren Wasserdosttee bereit. Sicher tat er dergleichen, und die Arzneimittelprüfungen stützen seine Anwendung. Die Arzneimittelprüfung zeigt, daß Boneset bei Gesunden Symptome hervorbringt, die den Erkältungen gleichen, an denen die alten Farmer zu leiden pflegten.
Wintererkältungen: Die gewöhnlichen Wintererkältungen in den östlichen Staaten und im Norden gehen mit viel Niesen und Schnupfen einher, mit Schmerz im Kopf, als wollte er zerspringen, der sich durch Bewegung verschlimmert, mit Frösteln und dem Verlangen, warm zugedeckt zu sein; die Knochen schmerzen, als ob sie zerbrechen würden; es bestehen Fieber, Durst und eine allgemeine Verschlimmerung durch Bewegung. Solche gewöhnlichen Alltags-Erkältungen entsprechen bisweilen Eupatorium und bisweilen Bryonia. Diese beiden Arzneien sind einander sehr ähnlich, aber das Schmerzgefühl in den Knochen ist bei Eupatorium ausgeprägt.
Wenn dieser Zustand einige Tage anhält, wird der Kranke gelb, die Erkältung setzt sich auf die Brust, es kann sich eine Pneumonie entwickeln oder eine Entzündung der Leber oder ein Anfall dessen, was gewöhnlich galliges Fieber genannt wird. Solche Fieber verlangen häufig nach Bryonia und Eupatorium, wobei jede ihren eigenen Fällen entspricht.
Diese Arzneien sind besonders nützlich in ganz Neuengland, New York, Ohio, im Norden und in Kanada. In den wärmeren Klimaten hat man diese Art von Erkältung nicht sehr häufig, doch ist Eupatorium in wärmeren Klimaten oft angezeigt bei Fiebern, Gelbfieber, galligem Fieber, Knochenbrecherfieber und Wechselfieber. Es scheint in dem einen Klima bei einer Art von Beschwerden nützlich zu sein und in einem anderen Klima bei einer anderen Art von Beschwerden.
Im Südwesten und Westen, in den Tälern des großen Stromes, heilt Eupatorium Beschwerden, die damit beginnen, als ob der Rücken brechen würde: starkes Frösteln von Kopf bis Fuß, das sich vom Rücken ausbreitet, große Empfindlichkeit gegen Kälte, kongestive Kopfschmerzen, gerötetes Gesicht, gelbe Haut und gelbe Augen, Schmerz im Bauch und in der Lebergegend, Unfähigkeit, irgendeine Nahrung bei sich zu behalten, Übelkeit beim Anblick und Geruch von Speisen; die Knochen schmerzen, als ob sie zerbrechen würden, das Fieber steigt hoch, der Harn ist mahagonifarben, die Zunge ist stark gelb belegt, und es bestehen Übelkeit und Erbrechen von Galle.
Das gibt das Bild von Eupatorium im Mississippi-Tal, im Ohio-Tal, in Florida und Alabama und in den ganzen Südstaaten. Die hervorstechendsten Symptome sind das Erbrechen von Galle, das Schmerzgefühl in den Knochen, als ob sie zerbrechen würden, die Magenschmerzen nach dem Essen und die Übelkeit schon beim Gedanken an und beim Geruch von Speisen.
Der Magen ist sehr reizbar; schon der Gedanke an Speise würgt ihn. Der Kranke möchte stillhalten, aber der Schmerz ist so heftig, daß er sich bewegen muß und deshalb unruhig erscheint. Dies gehört zu den akuten Erscheinungsformen, und es sind nur sehr allgemeine Dinge, die wir aufgreifen und auf Kranke anwenden müssen.
Eupatorium ist bei Wechselfieber, wenn es in den Tälern epidemisch auftritt, ein sehr nützliches Mittel gewesen. Zu den ersten Anzeichen gehört Übelkeit einige Zeit vor dem Anfall, und bisweilen kommen Anfälle von Gallenerbrechen hinzu. Gegen sieben oder neun Uhr vormittags beginnt er zu schaudern; das Frösteln läuft den Rücken hinab und breitet sich vom Rücken auf die Extremitäten aus; er hat heftigen Durst, aber das Frösteln wird durch Trinken verschlimmert, so daß er kein kaltes Wasser zu trinken wagt. Es bestehen Wundheit und Pulsation im Hinterkopf, heftiger Schmerz im Hinterhaupt und Rücken vor und während des Frostes. Während des Frostes will er sich bedecken, und die Kleidung muß auf ihn aufgehäuft werden.
Der Durst erstreckt sich durch alle Stadien. Am Ende des Frostes kommt es zum Erbrechen; oft tritt es erst in der Hitze auf, aber ehe der Schweiß recht einsetzt, erbricht er reichlich, zuerst den Mageninhalt und dann Galle. Wenn die Hitze da ist, scheint er überall zu brennen, zuweilen wie von elektrischen Funken.
Heftige Hitze, Brennen im Scheitel, seine Füße brennen und seine Haut brennt. Das Brennen ist intensiver, als die Hitze es rechtfertigen würde. Es ist charakteristisch für dieses Mittel, daß der Schweiß spärlich ist; ein heftiger Frost, intensives Fieber, das langsam nachläßt, und sehr spärlicher Schweiß. Die Knochen schmerzen, als ob sie zerbrechen würden.
Während des Frostes schmerzt ihm der Kopf, als wollte er zerspringen; er pocht, reißt, sticht, brennt; er beschreibt den Kopfschmerz in Ausdrücken äußerster Heftigkeit, offenbar wie einen kongestiven Kopfschmerz. Man sollte meinen, nach dem Abklingen des Fiebers und wenn er ein wenig zu schwitzen beginnt, werde Erleichterung eintreten; das trifft auch zu, mit Ausnahme des Kopfschmerzes, der sich oft bis zum Ende des Anfalls hindurch verschlimmert und zuweilen den ganzen Tag und die ganze Nacht anhält; dann hat er einen ganzen Tag lang keinen Kopfschmerz, aber am dritten Tag, um sieben oder neun Uhr, kommt dieselbe Beschwerde mit zunehmender Heftigkeit wieder.
Zuweilen sind diese Anfälle anhaltend; der eine geht in den anderen über, das heißt, sie nehmen eine Art remittierenden Charakter ohne Intermission an. Je länger dies dauert, desto mehr staut sich die Leber an, und schließlich ist der Harn mit Galle beladen, der Stuhl wird weißlich, das Fieber nimmt zu, die Übelkeit nimmt zu, die Zunge wird spitz und verlängert und ist trocken, der Kopfschmerz ist äußerst schmerzhaft, und es stellt sich ein Zustand maskierten Fiebers ein.
Bei jenen Wechselfiebern, die mit heftigem Schütteln beginnen und bei denen der Kopfschmerz ohne Schweiß anhält oder, wenn Schweiß vorhanden ist, der Kopfschmerz dadurch schlimmer wird, mit Durst in allen Stadien, mit Erbrechen von Galle am Ende der Hitze oder während der Hitze, zusammen mit den entsetzlichen Knochenschmerzen, wissen die Männer des Westens, die ihre Materia medica studieren, daß sie in Eupatorium ein sicheres Heilmittel haben.
Der Zeitpunkt für die Verabreichung dieser Dosis ist das Ende des Paroxysmus. Die beste Wirkung erzielt man, wenn die Reaktion am besten ist, und das ist dann, wenn die Reaktion nach dem Abklingen eines Paroxysmus einsetzt. Das gilt für jede paroxysmale Krankheit, wenn es möglich ist, bis zum Ende zu warten. Während des Anfalls kann man sie kaum mildern; ja, wenn das Mittel dann gegeben wird, vermehrt es die Schwierigkeit sehr oft; wartet man aber bis zum Ende des Paroxysmus, so erhält man den vollen Nutzen seines Mittels, und der nächste Paroxysmus entwickelt sich nicht, oder er fällt leichter aus, oder, wenn sofort noch ein weiterer Anfall ausgelöst wird, können Sie sicher sein, daß keine weiteren mehr folgen.
Es ist bei Wechselfieber nichts Ungewöhnliches, wenn das Mittel am Ende des Paroxysmus gegeben worden ist, daß der nächste Paroxysmus innerhalb von vierundzwanzig Stunden nach der Gabe des Mittels kommt; diese gemischten Fälle befinden sich oft in einem Zustand der Unordnung.
Wer das nicht weiß, würde sofort den Mut verlieren, erschrecken, fürchten, der Kranke werde schlimmer; aber man braucht nur das Abklingen des Anfalls abzuwarten, und man wird sehen, daß man seinen Zyklus und seine Periodizität durchbrochen hat.
Wenn dieses Mittel bei Wechselfiebern scheinbar angezeigt war und sich nicht tiefgreifend genug erwiesen hat, um das Wechselfieber mit der Wurzel auszurotten, dann gibt es zwei Mittel, von denen eines wahrscheinlich darauf folgen wird, und das sind Natrum muriaticum und Sepia. Diese beiden Mittel stehen Eupatorium sehr nahe und setzen die Arbeit dort fort, wo es aufhört, wenn die Symptome übereinstimmen.
Gicht: Dieses Mittel hat auch einen chronisch-konstitutionellen Zustand, nämlich seine gichtische Natur. Es ist ein sehr nützliches Mittel bei Gicht. Es hat gichtische Wundheit und entzündete knotige Verdickungen der Fingergelenke, des Ellenbogengelenks, Schmerz und gichtische Schwellung der Großzehe, rote Anschwellung des Gelenks der Großzehe. Es erzeugt bei dazu Veranlagten Kreideablagerungen um die Fingergelenke. Diese gichtischen Personen erkälten sich, die Knochen schmerzen, die Gelenke entzünden sich, der Kranke sagt, ihm sei fröstelig, die Haut wird gelb, der Harn ist mit Galle beladen, der Stuhl wird weißlich, und er wird schwach.
In vielen Fällen haben diese Kranken jahrelang zum Burgunder gegriffen, um Erleichterung für ihre gichtischen Gelenke und ihre Schwäche zu finden. Eines unserer homöopathischen Mittel wird das Leiden lindern; aber bei jenen alten gichtischen Personen, die immer Wein getrunken haben, kann man ihnen den Wein nicht auf einmal wegnehmen; man kann das nicht tun, während sie den Anfall haben, weil sie so daran gewöhnt sind.
Burgunder ist die Art Wein, die von Gichtkranken sehr gewöhnlich gebraucht wird; aber der Schotte mit seiner Gicht meint, er müsse immer ein wenig Scotch-Whisky haben, und während des Anfalls ist es ganz unmöglich, ihn ihm wegzunehmen. Was seine Gewohnheit gewesen ist, muß eine Zeitlang weitergeführt werden, weil er sonst schwächer würde; doch schadet es ihm, und daher ist es schwierig, mit gichtischen Personen fertigzuwerden, die an Reizmittel gewöhnt sind. Man erhält nicht den vollen Nutzen der Homöopathie, und man kann seine Reizmittel nicht absetzen, weil darauf Schwäche folgen würde. Personen, die Wein nicht als regelmäßiges Getränk zu sich genommen haben, können und sollen ohne ihn auskommen, da er die Wirkung des homöopathischen Mittels beeinträchtigt.
Diese gichtischen Kranken haben furchtbare kranke Kopfschmerzen. Schmerz an der Gehirnbasis und im Hinterkopf, verbunden mit gichtischen Gelenken. Diese werden oft als arthritische Kopfschmerzen bezeichnet, das heißt als gichtische Kopfschmerzen, Kopfschmerzen im Zusammenhang mit schmerzhaften Gelenken. Oder die Kopfschmerzen können mit Schmerzen in den Gelenken abwechseln. Kongestive Kopfschmerzen, wobei der Schmerz an der Gehirnbasis sitzt, mit mehr oder weniger Pochen; der Schmerz breitet sich durch den Kopf nach oben aus und erzeugt einen allgemeinen kongestiven Anfall.
Zuweilen treten diese Kopfschmerzen auf, wenn die Gelenke sich besser anfühlen, und je mehr Kopfschmerz er hat, desto weniger Schmerz hat er in den Extremitäten; und wiederum, wenn die Gicht die Extremitäten befällt, dann nehmen die Kopfschmerzen ab. Kopfschmerzen mit einer Verschlimmerung am dritten und siebenten Tag, die mit mehr oder weniger Periodizität auftreten.
Mit dem Kopfschmerz bestehen Übelkeit und Erbrechen von Galle, Übelkeit schon beim Gedanken an und beim Geruch von Speisen. Diese gichtische Person neigt auch zu Schwindel, und die Empfindung, als würde sie nach links fallen, ist besonders beim Einsetzen des Kopfschmerzes zu bemerken. Der Schwindel kommt morgens; wenn er aufsteht, fühlt er, als würde er nach links schwanken, und er muß sich beim Drehen nach links hüten. Zuweilen sind bei Wechselfieber dieses Schwanken nach links und der Schwindel, der in Übelkeit und Erbrechen endet, heftiger Schmerz im Hinterkopf und Schmerz in den Knochen die ersten Ankündigungen.
Wir haben bei diesem Mittel auch andere gichtische Erscheinungen: einschießende Schmerzen durch die Schläfen, einschießend von der linken zur rechten Seite des Kopfes; einschießend durch den ganzen Kopf; stechende, reißende Schmerzen in den Extremitäten ebenso wie die Knochenschmerzen.
Die Kopfschmerzen sind so heftig, daß sie ihm den Magen krank machen. Bei gichtischen Kopfschmerzen, bei Wechselfiebern am Ende der heftigen Hitze, bei periodischen Kopfschmerzen ist der Verlauf derselbe: der Schmerz ist so heftig, daß bald Übelkeit hervorgerufen wird, und dann erbricht er Galle. Eupatorium ist bei seinen Symptomen in gichtischen Zuständen nicht so oft angewendet worden, wie es hätte geschehen können. Beim Wechselfieber ist es gut bekannt; bei Kopfschmerzen wird es nur gelegentlich angewendet.
Nur gelegentlich erkennt ein Mann seinen großen Nutzen bei Kopfschmerzen und remittierenden Fiebern. Bei gichtischen und rheumatischen Leiden kann es den Symptomen entsprechen und ist nützlicher, als man gewöhnlich weiß. Es ist nicht der Zweck unserer Gespräche, auf Endzustände der Krankheit hinzuweisen. Ich betrachte Gicht nicht als eine Krankheit, sondern als eine große Klasse von Symptomen rheumatischen Charakters, die in der Menschheitsfamilie vorkommen; eine große Masse von Symptomen, die man gichtisch nennen kann, eine Tendenz zur Vergrößerung der Gelenke und zu gichtischen Ablagerungen im Harn. Die gewöhnliche sogenannte Lithämie ist eine gichtische Konstitution.
Der gichtische Zustand des Organismus ist die oberflächliche oder scheinbare Ursache; die wirkliche Ursache liegt im Miasma. Wenn ich also von Gicht spreche, meine ich nicht den Namen einer Krankheit, sondern eine Klasse von Erscheinungen, die man besonders in großen Städten antrifft, seltener auf dem Lande, wo die Menschen auf Farmen leben, reichlich Bewegung haben, gesunde Nahrung genießen und nicht eingesperrt sind. Man nimmt an, daß sie auf Weingenuß zurückzuführen ist. Wenn ich den Kranken oft sage, die Symptome seien etwas gichtisch, antworten sie:
"Ich bin es nicht gewohnt, Wein zu trinken. Ich habe nicht üppig gelebt."
Solche Zustände bringen natürlich eine Neigung zur Gicht hervor.
Schmerzhafte Wundheit der Augäpfel wie bei Bryonia und Gelsemium. Die Augäpfel sind sehr empfindlich gegen Berührung und druckschmerzhaft; sie fühlen sich an, als hätte er einen Schlag aufs Auge bekommen; wund, wie geprellt, Schmerz im Auge. Schnupfen mit Schmerzen in jedem Knochen.
Stuhl: Bei den galligen Anfällen kann es oft mit einer Diarrhöe enden; reichliche grüne Entleerungen, grüne flüssige oder halbflüssige Stühle; doch nachdem der Anfall so lange angehalten hat, bis es zu einer einzigen großen Darmentleerung kommt, verschwindet dieses Symptom, und es tritt der sekundäre Zustand ein, in dem Verstopfung und ein heller Stuhl oder gallenloser Stuhl bestehen.
Husten
Boneset hat einen trockenen, hackenden, quälenden Husten, der den ganzen Körper zu erschüttern scheint, als wollte er ihn auseinanderbrechen; alles ist dabei so wund, und er wird durch Bewegung so sehr gestört. In den Atemwegen, in den Bronchien, findet sich eine große Menge Beschwerden.
Wir finden einen Husten bei kapillärer Bronchitis, der den ganzen Körper erschüttert, analog zu Bryonia und Phosphorus. Der Patient ist äußerst empfindlich gegen kalte Luft, ebenso sehr wie bei Nux vomica. Nux vomica hat Schmerzen in den Knochen, als ob sie zerbrechen würden; er will das Zimmer heiß haben und mit Kleidung bedeckt sein, was Erleichterung bringt; oft verstärkt schon das geringste Anheben der Decken das Frösteln, was auch für Eupatorium gilt, so daß beide nahe beieinander liegen.
Gemüt
Bei Nux vomica haben wir die schreckliche Reizbarkeit des Temperaments; bei Eupatorium haben wir überwältigende Traurigkeit. Der Nux-vomica-Kranke wird vermutlich nicht viel vom Sterben sagen, er ist zu reizbar, um in die nächste Welt hinüberzugehen; nicht so bei Eupatorium, er ist voller Traurigkeit.
Es gibt noch andere Zustände, die sekundär unter diesem Mittel auftreten. Nach Malariaanfällen und bei gichtischen Leiden usw. kommt es zu Auftreibung der unteren Extremitäten, zu ödematöser Schwellung. Es ist nicht ungewöhnlich, daß ein Malariafieber, das lange angehalten hat, von Schwellung der unteren Extremitäten begleitet ist. Eupatorium konkurriert bei solcher langwierigen Malaria sehr stark mit Natrum muriaticum, China, und Arsenicum.
Wassersucht: Wenn die Symptome weitgehend abgeklungen sind und nur dieser Zustand von Anämie und Wassersucht der unteren Extremitäten zurückgeblieben ist, in dem schlecht behandelten Fall, ist es sehr schwierig, das zu verabreichende Mittel zu finden, und der Weg, den der Homöopath einschlagen muß, besteht darin, zurückzugehen und den Kranken zu untersuchen, um die Symptome zu finden, die er zur Zeit des Wechselfiebers hatte, bevor an ihm herumdoktert wurde. Wenn nun Schwellung der Extremitäten vorhanden ist und Sie Symptome erhalten, die zeigen, daß er am Anfang Eupatorium gebraucht hätte, dann wird Eupatorium die Wassersucht der Extremitäten noch heilen.
Es kann den Frost zurückbringen, es kann einen geordneten Zustand zurückbringen, auf dessen Grundlage man verordnen kann. Wenn er am Anfang Arsenicum gebraucht hätte, dann wird dieses Mittel den Frost zurückbringen, den Fall wieder in Ordnung bringen und seine Symptome heilen. Das Übel ist, daß die Symptome nur unterdrückt, nicht geheilt worden waren.
So kann das Mittel, das er für den Frost gebraucht hätte, aber nie erhalten hat, das Mittel sein, das er jetzt braucht. Denken Sie also an Eupatorium bei wassersüchtigen Schwellungen der Füße und Knöchel und auch bei gichtischen Schwellungen. Die gichtischen Schwellungen sind sämtlich entzündlicher Natur.
Sehr häufig stehen diese in enger Beziehung zur Hydrarthrose, und hier ist Eupatorium mit Arsenicum zu vergleichen. Gichtische Entzündung des Knies. Das ganze Mittel hindurch liest man von Knochenschmerzen und Schmerzen in den Knochen.
Es ist eigentümlich, daß Arzneien mit einer Exaktheit zu ihrer Zeit wiederkehren. Krankheiten tun dasselbe, und wir müssen sehen, daß es ebenfalls eigentümlich ist, daß sie in einem regelmäßigen Zyklus, mit einer regelmäßigen Periodizität wiederkehren. Wir begegnen Kopfschmerzen, die alle sieben Tage kommen, Kopfschmerzen auch, die einmal in zwei Wochen kommen, und es gibt Mittel, die Verschlimmerungen am siebenten Tag und am vierzehnten Tag und am dritten Tag haben, Mittel, die ihre Symptome gerade in dieser Form hervorbringen.
Seien Sie nicht erstaunt, wenn Ihr Kranker vollkommen unter dem Einfluß von Aurum steht, wenn er eine charakteristische Verschlimmerung alle einundzwanzig Tage hat.
Es gibt ziemlich viele Mittel mit Verschlimmerungen im Abstand von vierzehn Tagen, z. B. China und Arsenicum. Wiederum gibt es herbstliche Verschlimmerungen, Frühjahrsverschlimmerungen, Winterverschlimmerungen, Verschlimmerungen durch kaltes Wetter und Verschlimmerungen im Sommer durch Hitze.
Einige Mittel haben beide letzteren.