Carduus marianus
By James Tyler Kent — Vorlesungen über homöopathische Arzneimittellehre
Dies ist eines der wichtigsten Lebermittel, wenn man einem homöopathischen Autor diesen Ausdruck nachsehen darf. Es finden sich viele Schmerzen, drückende, zerrende, ziehende, brennende; schlimmer durch Bewegung.
Der Patient ist sehr kälteempfindlich und unterliegt Anfällen galligen Erbrechens in regelmäßigen oder unregelmäßigen Zwischenräumen. Der Verfasser hat mit diesem Mittel viele heftige migräneartige Kopfschmerzen geheilt, die mit Erbrechen von Galle endeten, ebenso Fälle bei Personen, die gewohnheitsmäßig Calomel einnahmen ( Sang .).
Hydropische Ergüsse bei Leberkrankheiten. Nützlich bei Blutungen und Gelbsucht, wenn die Symptome übereinstimmen.
Traurigkeit, Reizbarkeit und Weinen. Kongestive Kopfschmerzen; periodisch kommende drückende Schmerzen. Völle und Schweregefühl im Kopf. Empfindlichkeit der Kopfhaut gegen kalte Luft. Drängen der Augäpfel nach außen.
Gelbe Skleren. Brennen an den Lidrändern. Brennen in der Nase. Nasenbluten.
Geschmack bitter, fade oder fehlend. Schmutzig belegte Zunge. Kein Verlangen nach Nahrung. Übelkeit und Erbrechen von Schleim, dann von Galle. Schmerzhaftes Würgen und dann Erbrechen einer sauren grünlichen Flüssigkeit. Ziehende Schmerzen von links nach rechts im Magen. Brennen im Magen. Erbrechen von Blut, sehr schwarz.
Das wichtigste von allen Lebersymptomen. Zerrender Schmerz im rechten Hypochondrium beim Liegen auf der linken Seite; wie Arn., Mag. m., Nat. s. und Ptelea.
Drückende, ziehende, stechende Schmerzen im rechten Leberlappen. Dieses Mittel stellt einen gesunden Gallefluss her und heilt dadurch den Zustand, der die Bildung von Gallensteinen begünstigt. Es hat vielfach die Neigung zu Gallenkoliken aufgehoben.
Pfortaderstauung und Hämorrhoiden. Schmerzhaft harte, wie geprellte Leber; bisweilen der linke Lappen, häufiger aber der rechte. Bei Komplikation mit Lungen- und Herzsymptomen und Blutauswurf.
Ziehende, stechende oder brennende Schmerzen im Abdomen. Aufgetriebenes Abdomen. Schneidende Schmerzen. Der Stuhl ist schwarz. Stuhl hart und knotig. Lehmartiger, gallenloser Stuhl. Brennen im Rektum und Anus. Juckende Hämorrhoiden. Blutende Hämorrhoiden. Hartnäckige Verstopfung.
Brennen in der Harnröhre. Reichlicher dunkel gefärbter Harn mit reichlichem Sediment. Trüber Harn. Harnverhaltung.
Reichliche Menstruation. Unterdrückte Menstruation. Gebärmutterblutung bei Pfortaderstauung. Ziehendes Gefühl in der Vagina und Leukorrhö.
Leberhusten, wenn der untere Teil der rechten Lunge betroffen ist, bei chronischer Stauung der Leber.
Schmerzen in der Brust zusammen mit Leberschmerzen. Stechende Schmerzen. Ziehende Schmerzen, verschlimmert durch Bewegung.
Schmerz im Rücken unter dem rechten Schulterblatt (sehr ähnlich Chel. und Aesc.). Ziehende Schmerzen im Rücken. Empfindliche Wirbelsäule.
Krampfartige, ziehende, drückende, rheumatische Schmerzen in den Extremitäten. Heftiger Schmerz im rechten Deltoideus. Schmerz in den Hüftgelenken, verschlimmert durch Aufstehen, Bücken und Bewegung.
Neuralgische Schmerzen in den unteren Extremitäten, schlimmer durch Bewegung. (Ödem der Füße. Varizen. Geschwüre. Rheumatismus und Zucken der Muskeln. Krämpfe in den Waden und Füßen. Gehen fast unmöglich.
Gastrische und gallige Fieber.