Jacea. (Viola tricolor.)
By Constantine Hering — Die Leitsymptome unserer Materia medica
Stiefmütterchen; Heart's ease. Violaceæ.
Die Tinktur wird aus den frischen, während der Blüte gesammelten Pflanzen zubereitet.
Arzneilich geprüft von Hahnemann und seinen Prüfern. Siehe Allens Encyclopædia, Bd. 10, S. 132.
KLINISCHE AUTORITÄTEN.
- Ekzem, Bigler, Hahn. Mo., Bd. 15, S. 36; Crusta lactea, Toothaker, Org., Bd. 3, S. 372.
GEMÜT [1]
Große Dumpfheit des Geistes.
Niedergeschlagen wegen häuslicher Angelegenheiten.
Große Gleichgültigkeit.
Üble, verdrießliche Stimmung, mit Unlust zu sprechen.
Sehr empfindlich und geneigt zu schelten.
SENSORIUM [2]
Schwindel beim Gehen.
Schweregefühl des Kopfes beim Aufrichten, verschwindet durch Bücken.
INNERER KOPF [3]
Drückender Kopfschmerz, vor allem in Stirn und Schläfen.
ÄUSSERER KOPF [4]
Kopfschuppen am Kopf, unerträgliches Brennen, < nachts.
Tinea capitis mit häufigem unwillkürlichem Wasserlassen.
Brennende Stiche in der Kopfhaut, besonders in Stirn und Schläfen.
Impetigo der behaarten Kopfhaut und des Gesichts.
Crusta lactea: mit heftigem Husten und übermäßiger Beklemmung; bei kürzlich entwöhnten Kindern; syphilitisch.
Dicke Inkrustationen, die eine große Menge dicker, gelber Flüssigkeit ausgießen, welche die Haare verklebt.
Crusta lactea; Haare fallen aus, die Schorfen trocknen ein, sind von heller Rahmfarbe und ohne Absonderung.
Plica polonica.
SEHEN UND AUGEN [5]
Brennen in den Augen.
Die Augenlider sinken herab wie vor Schläfrigkeit.
Kontraktion und Schließen der Augenlider.
Skrofulöse Ophthalmie mit crusta lactea; die Lider stark geschwollen, und die Weichteile ringsum so sehr entzündet, dass die Lider nicht geöffnet werden können; das Gesicht bedeckt mit einem wund aussehenden, wundmachenden Ausschlag.
OBERE GESICHTSHÄLFTE [8]
Hitze der Gesichtsseite, auf der man nicht gelegen hat, abends im Bett.
Verhärtung der Gesichtshaut.
Milchschorf, brennend, juckend, besonders nachts, mit Absonderung von zähem gelbem Eiter.
Impetiginöses Exanthem auf der Stirn.
Spannung in den Gesichtsbedeckungen und in der Stirn.
UNTERE GESICHTSHÄLFTE [9]
Pustulöser Ausschlag über die ganze Oberlippe und das Kinn, eine dicke, gelbe, bröckelige, halb durchsichtige Inkrustation; Rosazea-Akne am Kinn.
GESCHMACK, SPRACHE, ZUNGE [11]
Geschmack bitter, Zunge mit weißem Schleim belegt.
MUNDHÖHLE [12]
Gefühl von Trockenheit, und doch viel Speichel im Mund.
GAUMEN UND HALS [13]
Viel Schleim im Hals, verursacht Räuspern, um 11 Uhr vorm.
Schlucken schwierig und sehr schmerzhaft. θ Syphilis.
Sehr hervorstehendes gelblich-grünliches Geschwür mit anhaftendem Eiter an der linken Seite des Halses, sich vom Velum palati über die ganze linke Tonsille erstreckend. θ Syphilis.
Schankröses Geschwür an der hinteren Fläche der Rachenenge und des weichen Gaumens. θ Syphilis.
ESSEN UND TRINKEN [15]
Beim Essen heißer Schweiß.
Sofort nach dem Essen: Dyspnoe; ängstliche Hitze.
HYPOCHONDRIEN [18]
Drückendes Stechen im Zwerchfell.
Schmerz in der rechten Seite des Zwerchfells.
BAUCH UND LENDEN [19]
Schneidende Schmerzen im Bauch, mit Stuhldrang, Weinen und Jammern, gefolgt von reichlichem Abgang von Blähungen mit großen Schleimklumpen.
STUHL UND REKTUM [20]
Diarrhö mit Flatulenz.
Stuhl: weich, wie gehackt; aus Schleim, mit viel Blähungen.
HARNORGANE [21]
Drang zum Wasserlassen, mit reichlicher Harnentleerung.
Harn: anstößig, nach Katzenharn riechend; sehr trübe.
Stiche in der Harnröhre.
Häufiger und reichlicher Harnabgang.
MÄNNLICHE GESCHLECHTSORGANE [22]
Unwillkürliche Samenergüsse mit wollüstigen Träumen.
Nächtliche Samenergüsse, begleitet von lebhaften Träumen, nicht sehr erschöpfend, aber Müdigkeit des Geistes verursachend; Verlust von Samenflüssigkeit beim Stuhl und im Harn; Zittern; fühlt sich stumpf, schlaflos, mit schlechtem Appetit.
Unterdrückte Gonorrhöe; Verhärtung des Hodens.
Venereische Geschwüre.
Schwellung der Vorhaut, mit Juckreiz.
Stiche im Penis oder Drücken in der Eichel; Brennen der Eichel.
Juckende Stiche im Skrotum.
WEIBLICHE GESCHLECHTSORGANE [23]
Leukorrhöe: mit stechendem Schmerz im Mons veneris; bei Kindern; bei Syphilis.
Schmerzhafte Pusteln an den Schamlippen. θ Syphilis.
SCHWANGERSCHAFT. GEBURT. STILLZEIT [24]
Schankröse Geschwüre an den Brüsten. θ Syphilis.
STIMME UND KEHLKOPF. LUFTRÖHRE UND BRONCHIEN [25]
Heiserkeit. θ Syphilis.
BRUSTINNERES UND LUNGE [28]
Stiche in der linken Brustseite, < beim Ein- und Ausatmen.
HERZ UND PULS UND KREISLAUF [29]
Beklemmung und Stiche im Herzen beim Vorbeugen im Sitzen.
Angst um das Herz beim Liegen, mit Schlagen wie Wellen.
Puls beschleunigt.
BRUSTWAND [30]
Stiche in Brust und Rippen, Brustbein und Zwischenrippenmuskeln.
Syphilitische Geschwüre an den Schlüsselbeinen.
HALS UND RÜCKEN [31]
Spannung zwischen den Schulterblättern, mit Schneiden und Kribbeln in der Haut.
Schwellung und Verhärtung der Halsdrüsen.
OBERE EXTREMITÄTEN [32]
Stiche in Schultergelenken, Ellenbogen, Unterarmen und Fingern.
Schmerzhafte Pusteln in den Achselhöhlen. θ Syphilis.
UNTERE EXTREMITÄTEN [33]
Stiche in Kniescheibe, Tibia und Füßen.
Pustulöses und ichoröses Exanthem an den Füßen.
RUHE. LAGE. BEWEGUNG [35]
Liegen: Angst um das Herz.
Aufrichten des Kopfes: Schweregefühl.
Bücken: > Schweregefühl des Kopfes.
Vorbeugen im Sitzen: Beklemmung und Stiche im Herzen.
Gehen: Schwindel.
NERVEN [36]
Nervöse Anfälle infolge unterdrückten Milchschorfs.
SCHLAF [37]
Gähnen.
Schlaflos; häufiges Erwachen.
Schläft spät ein wegen der den Geist bedrängenden Gedanken.
Das Kind zuckt im Schlaf mit der Hand, bei geballten Daumen, allgemeiner trockener Hitze und rotem Gesicht.
Träume angenehm oder erotisch.
ZEIT [38]
Um 11 Uhr vorm.: viel Schleim im Hals, der Räuspern verursacht.
Vormittags: Frösteln.
Abends im Bett: Hitze der Gesichtsseite, auf der man nicht gelegen hat.
Nachts: Brennen und Juckreiz des Milchschorfs; trockene Hitze; Juckreiz des Ausschlags <.
TEMPERATUR UND WETTER [39]
Abneigung gegen das Freie.
Im Freien: Frösteln.
Schlimmer im Winter, beim Gehen in kalter Luft.
FIEBER [40]
Frösteln oder Kältegefühl vormittags und im Freien.
Trockene, ängstliche Hitze nachts im Bett, mit rotem Gesicht.
Nachtschweiße.
LOKALITÄT UND RICHTUNG [42]
Rechts: Schmerz in der Seite des Zwerchfells.
Links: gelblich-grünliches Geschwür an der Seite des Halses, sich über die ganze Tonsille erstreckend; Stiche in der Brustseite.
EMPFINDUNGEN [43]
Schmerz: in der rechten Seite des Zwerchfells.
Schneidender Schmerz: im Bauch; zwischen den Schulterblättern.
Brennende Stiche: in der Kopfhaut, Stirn und Schläfen.
Stiche: in der Harnröhre; im Penis; in der linken Brustseite; im Herzen; in den Rippen; im Brustbein; in den Zwischenrippenmuskeln; in den Schultergelenken, Ellenbogen, Unterarmen und Fingern; in der Kniescheibe; in der Tibia; in den Füßen.
Stechender Schmerz: im Mons veneris.
Drückendes Stechen: im Zwerchfell.
Drückender Schmerz: in Stirn und Schläfen.
Angst: um den Kopf.
Unerträgliches Brennen: in den Kopfschuppen.
Brennen: der Eichel.
Brennen: in den Augen.
Schlagen wie Wellen: um das Herz.
Schmerzhafte Pusteln: an den Schamlippen; in den Achselhöhlen.
Schweregefühl: des Kopfes.
Trockenheit: des Mundes.
Kribbeln: in der Haut.
Juckende Stiche: im Skrotum.
Heftiger Juckreiz: der Ausschläge.
Juckreiz: des Milchschorfs.
GEWEBE [44]
Schwellung der Drüsen; Ausschläge; Syphilis.
Rheumatische Affektionen der Muskeln.
Rheumatismus oder Gicht.
Gelenkrheumatismus mit krätzeartigem Ausschlag um die Gelenke.
Impetiginöse und ekzematöse Krankheiten, besonders crusta lactea.
BERÜHRUNG. PASSIVE BEWEGUNG. VERLETZUNGEN [45]
Schlimmer durch Druck auf die der schmerzhaften Seite entgegengesetzte Seite.
Schlimmer beim Liegen auf der nicht schmerzhaften Seite.
HAUT [46]
Schneiden oder Stechen in der Haut.
Stechender, beißender Ausschlag.
Miliärer Ausschlag über den ganzen Körper.
Ausschlag: brennend, trocken, stechend; heftiger Juckreiz, < nachts; krustig; schuppig.
Schuppige Flecken auf der Haut.
Trockene Schorfen über den Körper, die beim Kratzen gelbes Wasser ausschwitzen.
Akuter Ausschlag, hauptsächlich auf das Gesicht beschränkt, obwohl er sich auf die Kopfhaut ausdehnen kann, neigt rasch zur pustulösen Form; gelblich-braune Krusten; viel Juckreiz in allen Stadien, vorübergehend > durch Reiben; bisweilen besteht ein ziemlich dünner weißer Nasenausfluss oder ein lockerer katarrhalischer Husten. θ Ekzem der Kinder (Tee aus getrocknetem Kraut).
Milchschorf.
Impetigo, frische Fälle bei Erwachsenen.
Große Furunkel über den ganzen Körper.
Schmerzhafte Pusteln, die gelblich-grünen übelriechenden Eiter absondern.
Ichoröse Geschwüre mit heftigem Juckreiz.
Unterminierende Geschwüre.
Hautausschläge skrofulöser Kinder.
Folgen unterdrückter Ausschläge.
Haut heilt schwer.
LEBENSALTER, KONSTITUTION [47]
Skrofulöse Kinder.
Ein Säugling an der Brust, æt. 1 (Mutter, æt. 42), bedeckt mit schankrösen Geschwüren.
Junges Mädchen nach Unterdrückung des Milchschorfs; nervöse Anfälle.
BEZIEHUNGEN [48]
Antidotiert durch: Camphor., Mercur., Pulsat., Rhus tox.
Kompatibel: Pulsat., Rhus tox., Sepia., Staphis.
Vergleiche: Clemat., Graphit., Hepar, Mez., Olnd., Petrol., Staphis., Vinca minor.