GLYCERINUM
Glycerin
By William Boericke — Handbuch der homöopathischen Materia medica
Homöopathisch angewendet scheint potenziertes Glycerin tief und langanhaltend zu wirken und Gewebe aufzubauen; daher ist es von großem Nutzen bei Marasmus, psychischer und körperlicher Entkräftung, Diabetes usw. In seiner Primärwirkung stört es die Ernährung und scheint sekundär den allgemeinen Ernährungszustand zu bessern (Dr. Wm. B. Griggs).
Kopf
Fühlt sich voll an, pocht; geistig verwirrt. Schwerer Kopfschmerz zwei Tage vor der Menstruation. Das Hinterhaupt fühlt sich voll an.
Nase
Verstopfte Nase, Niesen, reizender Schnupfen. Gefühl von Kriebeln auf der Schleimhaut. Postnasales Abfließen von Sekret.
Brust
Hackender Husten mit Schwächegefühl. Die Brust fühlt sich voll an. Influenzapneumonie.
Magen
Gärung, Brennen im Magen und in der Speiseröhre.
Harnorgane
Reichliches und häufiges Wasserlassen. Erhöhtes spezifisches Gewicht und vermehrter Zuckergehalt. Diabetes.
Weibliche Geschlechtsorgane
Starke, lang anhaltende Regelblutung mit nach unten drängendem Schweregefühl in der Gebärmutter. Allgemeines Erschöpfungsgefühl.
Extremitäten
Rheumatische Schmerzen vom remittierenden Typus. Füße schmerzhaft und heiß, fühlen sich vergrößert an.
Beziehungen
Vergleiche: Milchsäure; Gelsemium; Calc.
Gabe
Dreißigste und höhere Potenzen. Reines Glycerin in Dosen von je einem Teelöffel, t.i.d., mit Zitronensaft bei perniziöser Anämie.