GOSSYPIUM HERBACEUM
Baumwollpflanze
By William Boericke — Handbuch der homöopathischen Materia medica
(GOSSYPIUM)
Ein starkes Emmenagogum, das in physiologischen Dosen angewandt wird. Homöopathisch entspricht es vielen Reflexzuständen, die auf gestörter Gebärmutterfunktion und Schwangerschaft beruhen. Gossypium bessert verspätet einsetzende Menstruation, besonders bei dem Gefühl, die Blutung wolle einsetzen und setze doch nicht ein. Großgewachsene, blutarme Patienten mit nervösem Frösteln.
Kopf
Schmerz in der Nackengegend, mit Neigung, dass der Kopf sich bei Nervosität nach hinten zieht.
Magen
Übelkeit, mit Neigung zum Erbrechen vor dem Frühstück. Appetitlosigkeit, mit unbehaglichem Gefühl in der Magengegend zur Zeit der Menstruation.
Weibliche Geschlechtsorgane
Schamlippen geschwollen und juckend. Intermittierende Schmerzen in den Eierstöcken. Retinierte Plazenta. Tumor der Brust mit Schwellung der Axillardrüsen. Morgenübelkeit in der Schwangerschaft, mit empfindlicher Gebärmuttergegend. Unterdrückte Menstruation. Menstruation zu wässrig. Rückenschmerzen, Schwere- und Ziehgefühl im Becken. Subinvolution der Gebärmutter und Fibrome, mit Magenschmerzen und Schwäche.
Beziehung
Vergleiche: In der Wirkung dem Mutterkorn ähnlich, wenn aus der frischen grünen Wurzel bereitet. Lilium; Cimicif; Sabina.
Dosis
Tinktur bis zur sechsten Verdünnung.