OOREP vs Similia 2026 — Open-Source-Repertorium oder KI-Plattform? (ehrlicher Vergleich)

OOREP vs Similia im Vergleich: was das Open-Source-Online-Repertorium gut kann, wo eine vollständige Homöopathie-Plattform weitergeht und welches kostenlose Tool 2026 zu deiner Praxis passt.

Marco Ruggeri

Marco Ruggeri·Founder of Similia

20. Juli 20266 min Lesezeit

OOREP Open-Source-Repertorium im Vergleich mit der Homöopathie-Plattform Similia

Wenn du nach einem kostenlosen Online-Repertorium gesucht hast, bist du OOREP fast sicher schon begegnet — dem "open online repertory", das Tausende Homöopathen für schnelle Rubrikensuchen nutzen. Es ist eines der sympathischsten Projekte in der Welt der Homöopathie-Software: kostenlos, Open Source und erfrischend fokussiert. Similia ist ebenfalls kostenlos für den Einstieg, aber es ist eine andere Art von Werkzeug — eine vollständige klinische Plattform mit integrierter KI-Unterstützung, Materia medica und Fallverwaltung.

Welches gehört also in deine Praxis? Die ehrliche Antwort lautet wie so oft: "Es hängt davon ab, was du tust" — und die beiden Tools sind unterschiedlich genug, dass der Vergleich wirklich nützlich ist.

Offenlegung: Ich bin der Gründer von Similia. Ich habe versucht, unten ausgewogen zu bleiben — OOREP ist ein Projekt, das ich respektiere, und Korrekturen per E-Mail sind willkommen.

TL;DR — OOREP vs Similia auf einen Blick

OOREP ist ein kostenloses Open-Source-Webrepertorium. Es bietet dir sauberen Browserzugang zu gemeinfreien Repertorien — darunter Kent — mit Rubrikensuche, Mittelansichten und optional gespeicherten Fallakten. Keine Installation, keine Zahlung, kein Aufwand. Sein Umfang ist bewusst eng: Es ist ein Werkzeug zum Nachschlagen im Repertorium, und zwar ein gutes.

Similia ist eine klinische Plattform mit kostenlosem Einstieg. Der kostenlose Plan umfasst sieben klassische Repertorien, eine integrierte Materia-medica-Bibliothek, KI-gestützte semantische Suche und geräteübergreifende Fallverwaltung (mit monatlichen Limits). Pro-Pläne ergänzen das KI-Toolkit — Notes-to-Rubric-Extraktion, KI-Fallanalyse, Live-Audio-Transkription, Fotoanalyse — sowie unbegrenzte Fälle und lizenzierte Premium-Repertorien.

Wenn du eine schnelle, minimale, offene Referenz möchtest, leistet OOREP das bewundernswert. Wenn du das Repertorium eingebettet in eine echte Arbeitsumgebung möchtest — Fälle, Materia medica, KI, achtzehn Oberflächensprachen — dann wurde Similia genau dafür gebaut.

Was ist OOREP?

OOREP (kurz für "open online repertory") ist eine Open-Source-Webanwendung für Repertorisation. Der Quellcode ist öffentlich verfügbar, und die gehostete Version kann kostenlos genutzt werden. Das Konzept ist schön einfach: Symptom eingeben oder Kapitel durchsuchen, passende Rubriken aus gemeinfreien Repertorien erhalten, die Mittel mit ihren Graden sehen und — wenn du ein kostenloses Konto erstellst — Fallakten mit deinen ausgewählten Rubriken und deren Summen behalten.

Da es sich auf gemeinfreie Quellen stützt, findest du dort das klassische Rückgrat der Repertoriumsarbeit: Kents Repertory und andere urheberrechtsfreie Werke in mehr als einer Sprache. Da es ein Browser-Tool ist, läuft es überall ohne Installation. Und weil es Open Source ist, bleibt nichts daran eine Blackbox — für Lehrende, die zeigen möchten, wie ein Repertorium organisiert ist, ist diese Transparenz ein echter Vorzug.

Der Kompromiss liegt im Umfang. OOREP ist ein Nachschlagewerkzeug, keine Praxisumgebung. Es gibt keinen integrierten Arbeitsfluss für das Materia-medica-Studium, keine KI-Unterstützung beim Übersetzen moderner Patientenworte in Rubrikensprache, keine langfristige Patientenakte für jahrelange Follow-ups, und die Entwicklung bewegt sich in dem Tempo, das ein Gemeinschaftsprojekt tragen kann.

Was ist Similia?

Similia ist eine Cloud-Plattform für den gesamten klinischen Kreislauf: Fallaufnahme → Repertorisation → Materia-medica-Verifikation → Verschreibung → Follow-up. Der dauerhaft kostenlose Plan umfasst sieben klassische Repertorien mit semantischer Suche, eine integrierte Materia-medica-Bibliothek und Fallverwaltung, die sich geräteübergreifend synchronisiert (kostenlose Konten haben ein monatliches Kontingent neuer Fälle; Pro hebt die Limits auf). Fünf KI-Funktionen sind Teil der Plattform — die semantische Rubrikensuche ist kostenlos, während Notes-to-Rubric-Extraktion, KI-Fallanalyse, Live-Audio-Transkription von Konsultationen und KI-Fotoanalyse zum Pro-Toolkit gehören.

Wo OOREP erwartet, dass du die Repertoriumssprache kennst (oder lernst), kommt dir Similias semantische Suche entgegen: Gib "Angst, nachts allein zu sein" ein, und es findet die Rubriken, deren Formulierungen aus dem 19. Jahrhundert dir vielleicht nicht eingefallen wären. Wo OOREPs Fallakten Rubrikenauswahlen speichern, enthalten Similias Fälle die vollständige Akte — Anamnese, Symptome, Analyse, Verschreibungen und Follow-ups — mit DSGVO-konformer Handhabung und Export.

Die Plattform wird von einem kleinen Team gebaut und durch Pro-Abonnements finanziert, die lizenzierte Inhalte freischalten, die rechtlich nicht kostenlos sein können — Murphy's MetaRepertory, das Complete Repertory und andere urheberrechtlich geschützte moderne Quellen — plus KI-Toolkit und unbegrenzte Fälle.

Direkter Vergleich

OOREP Similia
Preis Kostenlos (Open Source) Kostenloser Plan; Pro für Premium-Inhalte
Läuft im Browser Ja Ja — als App installierbar (PWA)
Repertorien Gemeinfreie Klassiker (inkl. Kent) 7 klassische kostenlos; Murphy + Complete Repertory in Pro
Repertoriumssuche Text-/Rubrikensuche Semantische Suche in moderner Sprache (kostenlos)
Materia medica Nachschlagen in gemeinfreien Quellen Integrierte Bibliothek, aus der Analyse verlinkt
Fallverwaltung Rubrikbasierte Fallakten (kostenloses Konto) Vollständige Patientenakten, Follow-ups, geräteübergreifende Synchronisierung (kostenlos mit monatlichen Limits; Pro unbegrenzt)
KI-Unterstützung Keine (bewusst so gestaltet) Notes-to-Rubric, KI-Analyse, Live-Transkription, Fotoanalyse (Pro)
Sprachen Einige (inkl. Englisch, Deutsch) 18 Oberflächensprachen
Quellcode Open Source Proprietär
Am besten geeignet für Schnelle Rubrikenreferenz, Vermittlung der Struktur Tägliche Praxis, Studierende mit vollständigen Fällen

Wann OOREP die bessere Wahl ist

  • Du willst Open Source, Punkt. Wenn Softwarefreiheit Priorität hat, ist OOREP das einzige ernstzunehmende Browser-Repertorium in dieser Kategorie, und es verdient Unterstützung.
  • Du brauchst einen Zwei-Minuten-Rubrikcheck. Kein Login, kein Kontext — Tab öffnen, Rubrik finden, Grade lesen, Tab schließen.
  • Du unterrichtest Repertoriumsstruktur. Die schmucklose Darstellung von Kapiteln und Rubriken ist genau das, was du brauchst, wenn die Lektion das Repertorium ist, nicht die Software.

Wann Similia die bessere Wahl ist

  • Du arbeitest mit Fällen, nicht nur mit Rubriken. Sobald aus einem Nachschlagen ein Fall wird — mit Akte, Analyse, einer in der Materia medica zu prüfenden Differenzialdiagnose und einem Follow-up in sechs Wochen — reicht ein Nachschlagewerkzeug nicht mehr aus.
  • Repertoriumssprache bremst dich aus. Semantische Suche und Notes-to-Rubric existieren genau deshalb, weil Patienten sagen: "Sie kann enge Kragen nicht ertragen", während das Repertorium etwas anderes sagt.
  • Du praktizierst in einer anderen Sprache. Mit 18 Oberflächensprachen und mehrsprachiger Suche unterstützt Similia Praktiker, für die die klassische Literatur nie übersetzt wurde.
  • Du willst ein Werkzeug auf jedem Gerät. Auf dem Handy für Hausbesuche installiert, auf dem Desktop für Konsultationen, dieselben Fälle überall.

Für eine breitere Übersicht kostenloser Werkzeuge — darunter OOREP und Similias kostenlose Stufe — listet unser Leitfaden zu kostenlosen homöopathischen Ressourcen online alles auf, was sich als Lesezeichen lohnt.

Fazit

OOREP ist das beste reine Open-Source-Repertorium im Web, und wenn du nur eine kostenlose Rubrikenreferenz brauchst, kannst du hier aufhören zu lesen und es mit gutem Gewissen nutzen. Similia spielt ein anderes Spiel: Es bettet das Repertorium in den Rest des klinischen Arbeitsablaufs ein — Materia medica, Fälle, KI, Sprachen — und der kostenlose Plan bedeutet, dass du nicht mit deinem Geldbeutel entscheiden musst.

Teste das kostenlose Repertorium mit einem echten Fall — inklusive semantischer Suche — und sieh, ob der Unterschied zwischen einer Referenz und einer Arbeitsumgebung für deine Arbeitsweise wichtig ist. Wenn nicht, wird OOREP dir gute Dienste leisten, und auch das ist ein völlig gutes Ergebnis.

Häufig gestellte Fragen

Ist OOREP wirklich kostenlos?

Ja. OOREP ist eine kostenlose Open-Source-Webanwendung. Du kannst Rubriken in den gemeinfreien Repertorien direkt im Browser nachschlagen, ohne ein Konto zu erstellen, und mit einem optionalen Konto kannst du Fallakten speichern. Es gibt keine kostenpflichtige Stufe — Entwicklung und Hosting sind ein Gemeinschaftsprojekt, weshalb der Umfang bewusst auf die Repertoriumssuche statt auf einen vollständigen klinischen Arbeitsablauf fokussiert bleibt.

Ist Similia auch kostenlos, und wo ist der Haken?

Similia hat einen dauerhaft kostenlosen Plan, der sieben klassische Repertorien (darunter Kent), eine integrierte Materia-medica-Bibliothek, KI-gestützte semantische Suche und grundlegende Fallverwaltung umfasst. Einnahmen stammen aus Pro-Abonnements, die das KI-Toolkit freischalten — Notes-to-Rubric-Extraktion, KI-Fallanalyse, Live-Audio-Transkription, Fotoanalyse — außerdem unbegrenzte Fälle und lizenzierte Premium-Repertorien wie Murphy's MetaRepertory und das Complete Repertory. Die kostenlose Stufe ist eine echte Arbeitsebene, kein zeitlich begrenzter Test.

Kann OOREP Desktop-Homöopathie-Software ersetzen?

Für das Nachschlagen von Rubriken in gemeinfreien Repertorien weitgehend ja — genau dafür wurde es gebaut, und es funktioniert ganz ohne Installation. Was es nicht versucht, ist der Rest des klinischen Kreislaufs: vertieftes Materia-medica-Studium, Patientenakten über Jahre, KI-unterstützte Fallaufnahme oder mehrsprachige Praxis. Ob das wichtig ist, hängt davon ab, ob du ein Nachschlagewerk oder eine Arbeitsumgebung brauchst.

Was ist besser für Homöopathie-Studierende?

Beide sind wirklich studierendenfreundlich, weil beide beim Einstieg nichts kosten. OOREP ist hervorragend, um zu lernen, wie klassische Repertorien aufgebaut sind, da es die rohen Kapitel und Rubriken ohne Unterstützung zeigt. Similia ergänzt semantische Suche, die moderne klinische Sprache auf Rubrikensprache abbildet, integrierte Materia medica für Differenzialvergleiche und gespeicherte Fälle — das liegt näher an der tatsächlichen Arbeit in der Praxis. Viele Studierende nutzen genau diese Kombination: rohes Repertoriumsstudium auf der einen Seite, unterstützte Fallarbeit auf der anderen.

Funktioniert eines der Tools auf dem Handy?

OOREP läuft als Website in einem mobilen Browser. Similia ist eine Progressive Web App: Sie lässt sich auf Android, iPhone und Desktop zum Startbildschirm hinzufügen, synchronisiert deine Fälle geräteübergreifend, und die Oberfläche ist für kleine Smartphone-Bildschirme gestaltet — Pro-Nutzer erhalten zusätzlich Live-Audio-Fallaufnahme auf Mobilgeräten.

Ist OOREPs Kent derselbe Kent wie bei Similia?

Der zugrunde liegende Text ist dasselbe gemeinfreie Repertorium. Unterschiede zwischen Tools entstehen durch die Qualität der Digitalisierung, Korrekturen und die Art, wie Ergänzungen markiert werden — nicht durch die Quelle selbst. Beim klassischen Kern liest du in beiden Fällen dasselbe Buch.

Kann ich OOREP und Similia zusammen verwenden?

Natürlich — und viele Homöopathen tun das. Auf keiner Seite gibt es Lock-in: OOREP für schnelle offene Referenz, Similia für Fallarbeit. Beide gehören in dieselbe Lesezeichenleiste, und jedes macht die Stärken des anderen klarer.

Warum ist Similia kostenlos, wenn es nicht Open Source ist?

Anderes Modell: Die kostenlose Stufe wird von Pro-Abonnenten finanziert, die für die lizenzierten Premium-Repertorien, das KI-Toolkit und unbegrenzte Fälle bezahlen. Gemeinfreie Inhalte und Kernwerkzeuge lassen sich in größerem Maßstab kostengünstig bereitstellen, daher ist es nachhaltig, sie dauerhaft kostenlos anzubieten — und so beginnen die meisten Nutzer.

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