Sabina
By Constantine Hering — Die Leitsymptome unserer Materia medica
Sadebaum. Koniferen.
Ein immergrüner Strauch, heimisch im Süden Europas. Die Tinktur wird aus den jungen frischen Spitzen der Zweige bereitet.
Arzneilich geprüft von Hahnemann, Gross, Fr. H., Herman, Hartmann, Stapf usw.; Archiv für Hom., Bd. 5; Hering, Prak. Mittheilungen, 1827; Buchner, A. H. Z., Bd. 20.
KLINISCHE AUTORITÄTEN.
- Zahnschmerz, Bœnninghausen, Rück. Kl. Erf., Bd. 1, S. 476; Hämorrhoiden, Hartmann, Rück. Kl. Erf., Bd. 1, S. 1003; Chronischer Harnröhrenausfluss, Gollman, Rück. Kl. Erf, Bd. 5, S. 550; Kondylome, wuchernde Granulationen, Uterusverlagerungen, Kurtz, Rück. Kl. Erf., Bd. 5, S. 635; Gebärmutterleiden, Lietzkau, Rück. Kl. Erf., Bd. 2, S. 356; Menorrhagie, Metrorrhagie, Fehlgeburt, Hartmann, Weber, Rau, Lobethal, Griessel, Nenning, Knorr, Genzke, Attomyr, Schrön, Emmrich, Sturm, Pleyel, Schüler, Tietze, Rück. Kl. Erf., Bd. 2, S. 325; Metrorrhagie, Löw, Battman, Huber, Rück. Kl. Erf., Bd. 5, S. 628; Hahnemann, B. J. H., Bd. 12, S. 270; Huber, B. J. H., Bd. 16, S. 303; Eidherr, B. J. H., Bd. 27, S. 51; Terry, N. A. J. H., Bd. 25, S. 317; Ludlam, M. I., Bd. 4, S. 278; Gebärmutterblutung, Burchfield, Med. Ad., Bd. 20, S. 350; Menorrhagie, Patzak, Rück. Kl. Erf., Bd. 2, S. 253; Wesselhœft, Hom. Cl., Bd. 4, S. 20; Cowperthwait, A. J. H. M. M., Bd. 8, S. 11, Raue's Rec., 1875, S. 177; Frost, H. M., Nov., 1874, S. 145, Raue's Rec., 1875, S. 176; Waddell, Hom. Phys., Bd. 8, S. 445; Dysmenorrhö, Johnson, T. H. M. S. Pa., 1887, S. 328; Fanning, Hom. Rev., Bd. 3, S. 30; Amenorrhö, Watzke, A. J. H. M. M., Bd. 4, S. 55, aus Oestr. Zft. f. Hom., Bd. 2, S. 1; Amenorrhö und Anämie, Madden, B. J. H., Bd. 24, S. 301; Leukorrhö, Wood, Hom. Cl., Bd. 3, S. 93; Boynton, Hah. Mo., Bd. 10, S. 412; Drohende Fehlgeburt, Gibson, M. I., Bd. 6, S. 141; Lindsay, Org., Bd. 1, S. 472; Fleming, T. H. M. S. Pa., 1887, S. 282; Barretti, Riv., Om., 1874; (2 Fälle), Slocomb, Mass. Trans., Bd. 4, S. 810; Vorzeitiger Blasensprung, Streeter, M. I., Bd. 4, S. 371; Dystokie, Adams, Med. Adv., Jan., 1890, S. 35; Zurückgehaltene Plazenta, Schrön, Rück. Kl. Erf., Bd. 2, S. 404; Eaton, Hom. Phys., Bd. 9, S. 140; Arthritis, Hartmann, Rück. Kl. Erf., Bd. 3, S. 546; Rheumatismus, Wells, Hom. Rev., Bd. 3, S. 259; Chronischer Rheumatismus, Ægidi, A. J. H. M. M., Bd. 3, S. 90.
GEMÜT [1]
Musik ist ihr unerträglich.
Große Reizbarkeit, Hysterie.
Hypochondrische Stimmung.
Große Müdigkeit und Trägheit, mit einem Gefühl tiefsitzender innerer Bekümmernis, die ihn melancholisch und traurig macht.
Reizbarkeit, mit saurem Magen und großer Angst; hypochondrische Stimmung; bei rheumatischen Personen.
SENSORIUM [2]
Schwindel: besonders morgens, sie fürchtet zu fallen; alles wird schwarz vor ihren Augen; bei unterdrückter Menstruation; mit Kongestion und Hitze im Kopf; beim Stehen; als ob er fallen würde; mit Verdunkelung des Sehens.
INNERER KOPF [3]
Kopfschmerz, besonders in den Schläfengegenden, als ob die Teile auseinandergedrückt würden; er kommt plötzlich, verschwindet allmählich und kehrt häufig wieder.
Frontaler Kopfschmerz, der auf die Augen drückt, als ob sie herausgedrückt würden; < morgens beim Aufstehen; > im Freien.
Vorübergehender spannungsartiger Schmerz in der Stirn, als ob die Haut festgewachsen wäre, mit Spannung in den Augen.
Druck und Benommenheit im Kopf, besonders in der Stirn.
Gefühl schmerzhafter Einschnürung über den Schläfen.
Umschriebener Schmerz in jeder Schläfengegend.
SEHEN UND AUGEN [5]
Glanzlose Augen.
HÖREN UND OHREN [6]
Summen in den Ohren.
GERUCH UND NASE [7]
Trockener Schnupfen.
Nasenbluten, vorangegangen von Benommenheit und Druck in der Stirn.
Rötung der Haut um die Nasenflügel, bei Berührung schmerzhaft.
OBERE GESICHTSHÄLFTE [8]
Hitzewallungen im Gesicht, mit Frösteln am ganzen Körper und Kälte der Hände und Füße.
Bleiches Gesicht; glanzlose Augen mit blauen Ringen darum.
Pickel auf Wangen und Stirn.
Schwarze Poren im Gesicht und auf der Nase.
ZÄHNE UND ZAHNFLEISCH [10]
Ziehender Zahnschmerz, durch Kauen verursacht.
Pochender Zahnschmerz, gegen Abend und nachts auftretend, < nach dem Essen und durch die Wärme des Bettes; Gefühl, als ob der Zahn bersten würde; Pochen in allen Blutgefäßen; Aufstoßen; reichlicher Abgang von hellrotem Blut aus den Genitalien zwischen den Perioden.
Zahnschmerz, nachdem ein gichtischer Schmerz in der großen Zehe durch äußere Anwendungen vertrieben worden war.
Zahnschmerz abends und nachts.
Reißender Schmerz in den Wurzeln der Mahlzähne.
Schwellung des Zahnfleisches um abgebrochene Zähne.
GESCHMACK, SPRACHE, ZUNGE [11]
Bitterer Geschmack von Speisen, von Milch und Kaffee.
MUNDHÖHLE [12]
Übler Atem.
Trockenheit von Mund und Speiseröhre ohne Durst.
Trockenheit von Mund und Hals; der Speichel ist ganz weiß und wird beim Sprechen schäumend.
GAUMEN UND HALS [13]
Trockenheit im Hals mit ziehendem Schmerz.
Gefühl einer Schwellung im Hals, als ob er über einen Fremdkörper hinwegschlucken müßte.
Gefühl eines Klumpens im Hals; wenn er zu schlucken versucht, kann er es nicht; Speisen kann er schlucken.
APPETIT, DURST. VERLANGEN, ABNEIGUNGEN [14]
Ständiges Verlangen nach Säuerlichem (besonders Limonade) und geröstetem Kaffee.
Wenig Appetit.
SCHLUCKAUF, AUFSTOSSEN, ÜBELKEIT UND ERBRECHEN [16]
Brennen im Magen; morgendliche Übelkeit.
Sodbrennen und saures Aufstoßen, besonders beim Sitzen in gebückter Haltung; diese Lage verschlimmert auch andere Symptome.
Anfälle von Übelkeit und flauem Gefühl, wenn sie sich in einer Menschenmenge befindet.
Häufiges leeres Würgen.
Erbrechen: von Galle; von unverdauten Speisen, die am vorhergehenden Tag gegessen wurden.
MAGENGRUBE UND MAGEN [17]
Stiche in der Magengrube, nach dem Rücken ausstrahlend.
Häufiges Brennen in der Magengrube, mit Ziehen, Winden und Gurgeln im Darm, mit Drängen nach den Geschlechtsteilen hin.
BAUCH UND LENDEN [19]
Tympanie; Aufgetriebenheit des Bauches; Rumoren abends in einem warmen Zimmer.
Winden und Kneifen im Bauch, in der Nabelgegend; häufig wiederkehrend mit zunehmender Heftigkeit und dem Gefühl, als ob Erbrechen eintreten würde, ohne Übelkeit.
Leichtes Bewegungsgefühl im Bauch, als ob etwas lebendig wäre.
Zittern im Bauch, als ob etwas Lebendiges darin wäre, den Bewegungen eines Fötus ähnlich.
Wehenartige Schmerzen im Bauch, in die Leisten hinabziehend.
Wundheit der Bauchmuskeln.
Drängen nach den Genitalien hinab.
STUHL UND REKTUM [20]
Diarrhö: mit Schmerz, der vom Rücken nach vorn bis zum Schambein ausstrahlt; bei rheumatischen oder gichtischen Frauen; mit viel Blähungen.
Stuhl: aus Blut und Schleim; häufiger Drang, schließlich wird ein flüssiger Anteil entleert, dem ein harter Teil folgt.
Verstopfung: harter, schwieriger und schmerzhafter Stuhl; Schmerz vom Rücken bis zum Schambein.
Hämorrhoiden mit Abgang von hellrotem Blut, das Schmerzen im Rücken, vom Kreuzbein bis zum Schambein, verursacht, mit beißend-wundem Schmerz in den Varizen, besonders beim morgendlichen Stuhlgang.
Hämorrhoiden mit übermäßigem Abgang von hellrotem Blut oder von mit Schleim vermischtem Blut; schneidend-drückender Schmerz tief unten im Bauch; drückend drängender Schmerz im Sphincter ani; ständiger Stuhldrang; Juckreiz und Brennen im Anus; anfallsweiser stechender Schmerz im Kreuz.
HARNORGANE [21]
Nephritis, mit Harnverhaltung oder tropfenweisem Abgang, mit Brennen; ardor urinæ bei rheumatischen Personen.
Blasenreizbarkeit auf gichtischer Diathese beruhend.
Verminderte Entleerung von rotem Harn, mit Strangurie.
Häufiger heftiger Drang zum Wasserlassen, mit reichlichem Abgang.
Harn blutig und albuminös.
MÄNNLICHE GESCHLECHTSORGANE [22]
Sexuelles Verlangen vermehrt, mit heftigen anhaltenden Erektionen.
Entzündliche Gonorrhö, mit Eiterabgang.
Rheumatische Gonorrhö.
Eichel dunkelrot, mit brennender Wundheit bei Berührung; Schmerzhaftigkeit der Vorhaut, er kann sie nicht zurückziehen; Schmerzanfälle im Frenulum præputii. θ Chronischer Harnröhrenausfluss.
Harte Schwellung am Penis.
Sykotische Wucherungen, mit brennender Wundheit.
Feigwarzen mit unerträglichem Juckreiz und Brennen; wuchernde Granulationen.
WEIBLICHE GESCHLECHTSORGANE [23]
Vermehrtes geschlechtliches Verlangen, beinahe bis zur Nymphomanie steigernd; beinahe unersättliches Verlangen nach Umarmung.
Ovaritis; Stiche tief in der Vagina von vorn nach hinten.
Entzündung der Eierstöcke oder der Gebärmutter nach Fehlgeburt oder Frühgeburt.
Zusammenziehender Schmerz in der Gegend der Gebärmutter.
Gebärmutterschmerzen, die vom Rücken in die Leisten ziehen.
Schmerzhafte aktive Kongestionen der Gebärmutter.
Akute Metritis; Metritis hæmorrhagica.
Seitliche und rückwärtige Verlagerungen der Gebärmutter infolge allgemeiner Atonie.
Remittierender, aber fester Schmerz in der Gebärmutter, zeitweise stechenden Charakters; < während der Menstruation; Kolik mit der Menstruation; lang anhaltender leukorrhöischer Ausfluß nach der Menstruation; Schmerz beim Beischlaf; Gebärmutter vergrößert oder geschwollen (die Mutter starb an Carcinoma uteri).
Der Muttermund ist offen, das Blut erscheint rot, der Abgang ist reichlich und anfallsweise, besonders bei Bewegung. θ Drohende Fehlgeburt.
Blutabgang zwischen den Perioden, mit sexueller Erregung.
Reichliche Blutungen, begleitet von Gebärmutterkolik; zusammenziehende wehenartige Schmerzen, die vom Rücken bis zum Schambein ausstrahlen, und starker Harndrang.
Schmerz oder Unwohlsein, sich zwischen Kreuzbein und Schambein erstreckend und an diesen Punkten empfunden. θ Metrorrhagie.
Metrorrhagie: infolge von Plethora; geronnenes und flüssiges Blut, Schmerz vom Kreuzbein oder aus der Lendengegend bis zum Schambein ausstrahlend; mit starkem Herabdrängen, sich vom unteren Rücken um den Bauch und an den Schenkeln hinab erstreckend, Blut hellrot, dünn, flüssig; wehenartige Schmerzen in der Lenden- und Gebärmuttergegend, Abgang großer Blutgerinnsel, hellrot, stoßweise kommend, besonders reichlich bei Bewegung, wobei der Muttermund ständig offen ist; < durch die geringste Bewegung, oft > durch Gehen; hervorgerufen durch große Reizbarkeit des Organismus, bei Patientinnen, die sehr früh im Leben und sehr reichlich menstruiert haben und immer mehr oder weniger Neigung zur Fehlgeburt hatten.
Ohne ersichtliche Ursache kehrte die Menstruation im Verlauf des Monats dreimal wieder, jedesmal sehr reichlich und drei Tage dauernd; im folgenden Monat schoß beim Tragen einer schweren Last plötzlich ein Blutstrom aus den Genitalien hervor, begleitet von heftigen Schmerzen im Unterbauch, Schwäche des Kopfes fast bis zum Schwindel; Blässe des Gesichts; Augen schwer, glanzlos; großer Durst; wenig Appetit, lockerer Stuhl; Harn durch Blutbeimengung rot; ziehende, herabdrängende Schmerzen vom Fundus der Gebärmutter gegen das Kreuzbein und längs der breiten Mutterbänder zu beiden Seiten, periodisch auftretend, einmal begleitet von Abgang schwarzer Flüssigkeit, das andere Mal von geronnenem Blut; wenn die Schmerzen fehlen, hat sie eine ständige Blutung; Schmerzen > durch Druck; die geringste Bewegung steigert den Abgang; Unterbauch aufgetrieben; teigiges Gefühl, aber nur bei starkem Druck empfindlich; Hauttemperatur nicht erhöht, die der Extremitäten erniedrigt; Puls voll, weich, schnell; Schlaf unruhig; häufiges Frösteln und psychische Angst. θ Metrorrhagie.
Nach einer Fehlgeburt (vor zwei Monaten) blieb die Plazenta vierzehn Tage zurück; es bestand eine anhaltende Blutung, die nicht gestillt werden konnte; ein Tampon linderte, aber nach seiner Entfernung kehrte die Blutung zurück; gelegentlich traten wehenartige Schmerzen auf, wodurch einige Stränge und Fetzen abgingen.
Anhaltende Gebärmutterblutung infolge Tonusverlusts der Gefäße der Gebärmutter, sei es durch Krankheit oder durch Gewicht und Druck des Fötus in utero; Blut dunkel und geronnen; bei gichtischen Personen.
Menstruation: zu reichlich, zu früh; dauert zu lange; teils flüssig, teils geronnen und übelriechend; fließt anfallsweise; mit Kolik und wehenartigen Schmerzen; Schmerzen vom Kreuzbein bis zum Schambein.
Leichtes asthenisches Fieber, heftige Menorrhagie; begann mit großer Heftigkeit, Abgang von rotem, geronnenem, teilweise flüssigem Blut, begleitet von einem Schmerz, der vom Rücken bis zum Schambein zieht; das Geräusch des Klaviers schien sie ganz verstört zu machen.
Seit zwei Jahren in schlechtem Gesundheitszustand durch Wohnen in einem feuchten Haus in einer Wechselfiebergegend; hatte mehrmals Frostschauer; Menstruation reichlich, mit großen, kegelförmigen geronnenen Klumpen. θ Menorrhagie.
Mädchen, 14 Jahre alt, seit mehr als einem Jahr menstruierend und immer unregelmäßig; es bestand vier Wochen lang ein beinahe unaufhörlicher Abgang von hellrotem Blut, so daß der eigentliche Beginn der Menstruation nicht zu bestimmen war; Gehen verminderte die Blutung sehr, doch kehrte sie bald wieder zurück. θ Menorrhagie.
Fünf Monate nach der Entbindung sehr reichlicher Blutabgang, mit Schmerzen im Rücken und wehenartigem Drängen zum Schambein hin; sechs Tage lang ständiges Sickern, unterbrochen von reichlichen Blutstürzen mit Abgang großer Massen dunkler Gerinnsel, begleitet von wehenartigen Schmerzen; < durch Bewegung; rasche Prostration; bleiches Gesicht; Schwindel; Frösteln; Gebärmutter vorgefallen, der Muttermund nach links gerichtet, während der Fundus auf der entgegengesetzten Seite lag. θ Menorrhagie.
Menorrhagie im Klimakterium bei Frauen, die früher Fehlgeburten hatten.
Dysmenorrhö, begleitet von heftigem Kopfschmerz; Menstruation gewöhnlich verzögert, etwa sieben Tage dauernd, spärlich, jeweils nur einige Minuten kommend, dann für sechs oder acht Stunden aussetzend, hell, geronnen, ohne eigentlichen Fluß; Schmerz im Unterbauch, nach dem Rücken gehend; Gefühl innerer Verlegung; ziehender Schmerz im Rücken und Schmerz durch die ganzen unteren Extremitäten, der tiefsitzend erscheint; die leichteste Lage ist flach auf dem Rücken mit ausgestreckten Gliedmaßen; Schmerz < Gehen, > durch Wärme; starker Schmerz im Kopf, hauptsächlich im vorderen Teil und in den Augen, < Bücken, Gehen, > durch Druck; Übelkeit, zeitweise Erbrechen; Fieberigkeit; kalte Hände und Füße; Puls 120; heftige rasche Pulsation im ganzen Körper fühlbar, außer im Kopf; keine Vorboten, der Schmerz beginnt etwa zwei Stunden nach der Menstruation und hört am zweiten Tag auf.
Dysmenorrhö mit heftigem Schmerz, der vom Rücken bis zum Schambein ausstrahlt, rheumatischen Ursprungs.
Kate R., 16 Jahre alt, hat noch nicht menstruiert, litt vor drei Jahren an Wechselfieber und klagt seitdem über frontalen Kopfschmerz, der auf die Augen drückt, als wolle er sie herausdrängen; < morgens beim Aufstehen, > an frischer Luft; kachektische Gesichtszüge mit blauen Ringen um die Augen, besonders morgens, Zahnschmerz nachts im Bett am stärksten, > beim Umhergehen, < durch Essen; Anfälle von Übelkeit und flauem Gefühl in einer Menschenmenge; häufiges Brennen in der Magengrube, Ziehen, Winden und Gurgeln im Darm, stundenlang anhaltend; Drängen nach den Geschlechtsteilen hin; Kurzatmigkeit; Herzklopfen bei jeder Bewegung, besonders beim Steigen; drückende Schmerzen in der Brust; Schwere der unteren Extremitäten, mit Schmerzhaftigkeit der Oberschenkel beim Gehen; Ziehen; reißende Schmerzen in den Extremitäten, besonders nachts; große Mattigkeit und Schläfrigkeit. θ Chlorosis primaria amenorrhoeica.
Anna L., 17 Jahre alt, kräftige Konstitution, menstruierte im dreizehnten Jahr; die Menstruation kehrte regelmäßig wieder, bis sie vor etwa 18 Monaten durch übermäßiges Tanzen unterdrückt wurde; klagt seitdem über starken Schwindel, besonders morgens und nach Anstrengung, so daß sie sich fürchtet zu fallen und alles schwarz vor ihren Augen wird; drückende Schmerzen in der Stirn; Brennen in den Ohren, grünlich-gelber wundmachender Fluor; Kurzatmigkeit, Herzklopfen, schwitzt leicht, schmerzhafte Mattigkeit; leukophlegmatischer Gesichtsausdruck; Wangen und Stirn mit Pickeln bedeckt; ständiges Verlangen nach Säuerlichem und geröstetem Kaffee. θ Chlorosis secundaria metastatica.
Gelblicher, jauchiger, übelriechender Fluor und schmerzhafte Abgänge von übelriechendem Blut alle zwei Wochen; im Klimakterium.
Leukorrhö: der Schamteile; von Stärkekonsistenz; reichlich, milchig, Juckreiz verursachend; zähfadig, glasig aus dem Zervikalkanal; mit ziehenden Schmerzen vom Kreuz bis zum Schambein.
Wundmachender Fluor seit Beginn der ersten Schwangerschaft, verursacht Wundheit und Juckreiz der Oberschenkel.
Stiche von unten nach oben tief in der Vagina.
Kondylome, die jucken und brennen.
Zysten in der Vulva, empfindlich oder mit reißenden Schmerzen in Ruhe.
Stiche in der linken Brustwarze.
Wollüstiger Juckreiz in den Brustwarzen.
SCHWANGERSCHAFT. GEBURT. LAKTATION [24]
Fördert die Ausstoßung von Molen.
Neigung zur Fehlgeburt, besonders im dritten Monat; Abgang von hellrotem, teils geronnenem Blut, < durch jede Bewegung; Schmerz vom Kreuzbein bis zum Schambein.
Größte Angst; ständige Furcht, daß sie abortieren werde; seit zwei Tagen bei der geringsten Bewegung Blutabgang, abwechselnd hellrot, flüssig und dunkel oder geronnen; wehenartige Schmerzen vom Rücken bis zum Schambein; äußere Genitalien bei Berührung heiß; Muttermund um einen halben Zoll erweitert. θ Drohende Fehlgeburt.
Im fünften Schwangerschaftsmonat treten Wehenschmerzen in regelmäßigen Abständen von etwa fünfzehn Minuten auf, mit leichtem, aber unaufhörlichem Fluß von hellrotem Blut. θ Drohende Fehlgeburt.
Reichlicher Blutfluß aus der Vagina; Muttermund beträchtlich erweitert; Vagina mit dunklem geronnenem Blut gefüllt; fröstelig; Übelkeit; großer Durst; starke Prostration; dritter Schwangerschaftsmonat.
Blutung von dunkelrotem Blut, zuweilen flüssig, zuweilen geronnen; nicht der geringste Schmerz im Rücken oder Unterbauch; große Prostration. θ Drohende Fehlgeburt.
Miss Rose L., etwa 22 Jahre alt, eine dünne, zarte Frau von nervösem Temperament, verlassen und unglücklich; im siebten Schwangerschaftsmonat; morgendliche Übelkeit mit Appetitlosigkeit und Diarrhö; in Abständen von zwei und drei Wochen ging etwas Blut ab; starke Metrorrhagie und Diarrhö; die Blutung viel schlimmer durch Bewegen oder beim Gang zur Toilette, wobei sie reichlich fließt und arterielle Farbe hat; ständiger Schmerz von der Kreuzbeingegend bis zum Schambein; das Kind hat sich seit zwei Tagen nicht bewegt; Gesicht bleich, sie beginnt ohnmächtig zu werden; Muttermund erweitert und klaffend (zwei Monate später von einem gesunden Kind entbunden).
Nach einer Fehlgeburt heftige Blutungen, jedesmal acht bis zehn Tage dauernd; während der ersten fünf Tage reichlicher Abgang von hellrotem, flüssigem Blut, ohne Schmerzen.
Gebärmutterblutung von vier Wochen Dauer nach Fehlgeburt.
Zurückgehaltene Plazenta nach Fehlgeburt; freier Blutabgang; Muttermund geschlossen; Patientin sehr nervös.
Vorzeitiger Blasensprung und freier Abgang von Fruchtwasser; trat vierzig Tage vor der Geburt auf, durch Überarbeitung verursacht und gefolgt von Wehenschmerzen und Blutabgang.
Am achten Tag nach der Geburt Wiedererscheinen von Blut, nachdem der Lochialfluß bereits aufgehört hatte; am neunten Tag drei Blutungsanfälle, Abgang reichlich, mit einer großen Zahl von Gerinnseln, < beim Aufstehen, bis zum Bewusstseinsverlust führend; Hitze über den ganzen Körper mit Schweiß, Gesicht kalt und bleich.
Atonie der Gebärmutter; schmerzloser Verlust von dunkelrotem Blut unmittelbar nach der Entbindung; mit jeder Wehe Abgang von flüssigem Blut und Gerinnseln.
Zurückgehaltene Plazenta; Schmerz oder ein unruhiges, schlechtes Gefühl, das sich vom Kreuzbein bis zum Schambein erstreckt; ein leichtes Bewegungsgefühl im Bauch; heftige Nachwehen trotz der Retention, mit Abgang von flüssigem Blut und Gerinnseln in ungefähr gleichem Verhältnis bei jeder Wehe.
Zurückgehaltene Plazenta infolge Atonie der Gebärmutter.
Nachwehen mit Empfindlichkeit des Bauches.
Metritis nach der Entbindung.
STIMME UND KEHLKOPF. LUFTRÖHRE UND BRONCHIEN [25]
Kriebeln und Kitzeln im Kehlkopf, Husten und schleimigen Auswurf erregend.
Trockener, hackender Husten und Kitzeln in der Luftröhre; am nächsten Tag blutig gestreifter Auswurf.
ATMUNG [26]
Kurzatmigkeit.
BRUSTINNERES UND LUNGEN [28]
Intermittierende Stiche im Schlüsselbein.
Spannungsartiger Schmerz mit Druck in der Mitte des Brustbeins, weder durch Auswurf noch durch Einatmen verstärkt.
Drückende Schmerzen in der Brust.
Hämoptyse.
HERZ, PULS UND KREISLAUF [29]
Herzklopfen bei jeder Bewegung, besonders beim Steigen.
Puls ungleich; gewöhnlich schnell, stark und hart.
Heftiges Schlagen der Blutgefäße im ganzen Körper.
HALS UND RÜCKEN [31]
Ständiger Schmerz im Kreuz, zwingt ihn, den Rücken einwärts zu beugen.
Lähmungsartiger Schmerz im Kreuz; möchte sich strecken; > beim Rückwärtsbeugen.
Ziehende Schmerzen im Kreuz, bis zur Schamgegend ausstrahlend.
Unbeschreibliche Unruhe in den Lendenwirbeln; ziehendes Gefühl von hinten nach vorn, schwachen Wehen ähnlich.
Müdigkeit in der Lendengegend.
Wehenartige Schmerzen, die in die Leisten hinabziehen.
OBERE EXTREMITÄTEN [32]
Schmerz wie verstaucht im rechten Schultergelenk, selbst in Ruhe.
Drückender Schmerz in beiden Oberarmen nahe dem Ellbogengelenk, von außen nach innen, < bei Berührung und Bewegung.
Lähmungsartiges Reißen entlang des rechten Oberarms bis zur Hand.
Stechen in beiden Oberarmen, von innen nach außen, nahe den Ellbogengelenken.
Dumpfer Schmerz in der rechten Speiche, < durch Bewegung oder Berührung.
Arthritische Steifigkeit und Schwellung des Handgelenks, mit Reißen und Stechen, fast unerträglich, wenn die Hand herabhängt.
UNTERE EXTREMITÄTEN [33]
Rheumatismus des Metatarso-Phalangealgelenks der großen Zehe, gekennzeichnet durch starke Schwellung, hell glänzend rot; außerordentliche Empfindlichkeit gegen Berührung und Bewegung; < nachts; hohes Fieber.
Schwere der Beine, mit Schmerzhaftigkeit der Oberschenkel beim Gehen.
Stechende Schmerzen in den Hüftgelenken, morgens und beim Atmen.
Kältegefühl im ganzen (r.) Bein.
Geschwüre an der Tibia mit speckigem Grund.
Schwellung, Rötung und Stiche in der großen Zehe. θ Gicht.
Die Mitte der Vorderfläche seiner Oberschenkel fühlt sich wie geprellt und schmerzhaft an.
Reißender Schmerz mit Druck in den Mittelfußknochen beider Füße.
Scharfe Stiche von innen nach außen in den Fersen.
Schmerzhaftes Ziehen in den Gelenken der rechten Zehen, < während eines Ganges.
EXTREMITÄTEN IM ALLGEMEINEN [34]
Ziehende, reißende Schmerzen in den Extremitäten, besonders nachts.
Ein Mann, 42 Jahre alt; hager, abgemagert, gebückter Gang, dünnes graues Haar, hohle Augen, Haut von aschfahler Farbe; von Zeit zu Zeit trockener Husten mit Dyspnoe; klagt über Schwäche und Hinfälligkeit, keine Kraft zur Arbeit, wenig Appetit, langsame Verdauung, Schlaf unruhig und voller Träume, klebriger Schweiß gegen Morgen; hier und da durch die Gelenke ein gichtischer, lahmheitsartiger Schmerz, bald im Schulter- und Ellbogengelenk, bald in Hüfte und Knie; Schmerzen < in einem warmen Zimmer und > im Freien; Schmerzen gewöhnlich auf einer Körperseite, meist rechts; lästige Pulsation in verschiedenen Blutgefäßen, besonders beim tiefen Atemholen, < abends im Bett, das er wieder verlassen muß, da er erst gegen Morgen zurückkehren kann; vorübergehender, spannungsartiger Schmerz in der Stirn, mit dem Gefühl, als ob die Haut festgewachsen wäre, mit Spannung in den Augen; Rötung der Haut um die Nasenflügel, bei Berührung schmerzhaft; Trockenheit von Mund und Speiseröhre ohne Durst; Ansammlung von weißem schaumigem Schleim, der beim Sprechen die Mundwinkel füllt; Gefühl eines Körpers im Hals, den er zu schlucken versucht, aber nicht kann, ohne daß das Schlucken von Speisen behindert wäre; Sodbrennen und saures Aufstoßen, besonders beim Sitzen in gebückter Haltung, was ebenso die anderen Symptome verschlimmert; > durch aufrechtes Sitzen, durch Bewegen und Strecken der Glieder, wozu er unwillkürlich Verlangen hat; Rumoren und Gurgeln im Bauch, besonders abends in warmem Zimmer; große Müdigkeit und Trägheit, mit einem Gefühl tiefsitzender innerer Bekümmernis, das ihn melancholisch und traurig macht. θ Chronischer Rheumatismus.
Große Schwäche und Müdigkeit der Glieder, mit reißenden Schmerzen nachts; wenn es sehr warm ist; > in kalter Luft.
Rote und glänzende Schwellung der großen Zehe, mit übermäßigen Schmerzen, < bei der geringsten Berührung oder Bewegung; Schwere der betroffenen Glieder; Fieber < abends; wandernde brennende Schmerzen, die ein Gelenk nach dem anderen befallen, besonders große Zehe und Hand; > durch kühle Anwendungen; sie verändert oft ihre Lage, um Erleichterung zu finden. θ Arthritis.
RUHE. LAGE. BEWEGUNG [35]
Ruhe: reißende Schmerzen in Zysten; Schmerz im Schultergelenk.
Flach auf dem Rücken mit ausgestreckten Gliedmaßen liegen, leichteste Lage bei Dysmenorrhö.
Muß sich hinlegen: Schwere des Körpers.
Sitzen in gebückter Haltung: Sodbrennen und saures Aufstoßen <.
Stehen: Schwindel.
Bücken: Schmerz im Kopf <.
Wenn die Hand herabhängt: Reißen und Stechen im Handgelenk <.
Muß den Rücken einwärts beugen: Schmerz im Kreuz.
Hochheben der Glieder: > Schmerz in Geschwüren.
Aufstehen: Abgang von Gerinnseln <.
Verändert oft die Lage, um Erleichterung zu finden: Arthritis.
Bewegung: reichlicher Abgang aus der Gebärmutter; Herzklopfen; steigert stets den Abgang; Herzklopfen; Schmerz in den Oberarmen <; Schmerz in der rechten Speiche <; Schmerz in der großen Zehe <.
Bewegen und Strecken der Glieder: Aufstoßen und Sodbrennen >.
Gehen: Metrorrhagie >; Blutung vermindert; Dysmenorrhö <; Schmerz im Kopf <; Schmerzhaftigkeit der Oberschenkel; Ziehen in den Zehen <.
Steigen: Herzklopfen <.
Liegt auf der linken Seite: im Schlaf.
NERVEN [36]
Fühlt sich in allen ihren Gliedern müde und schwach, mit großer Niedergeschlagenheit.
Schwere und Trägheit des Körpers, zwingen ihn sich hinzulegen.
Große Mattigkeit und Schwere.
Sehr müde und träge.
Ist sehr nervös und hysterisch, und wenn sie schwanger wird, kommt es fast sicher um den dritten Monat zur Fehlgeburt.
So große Nervosität, daß Musik unerträglich wird, sie geht durch Mark und Bein.
SCHLAF [37]
Schlaflosigkeit und Unruhe nach Mitternacht, mit Hitze und reichlichem Schweiß.
Liegt im Schlaf auf der linken Seite.
ZEIT [38]
Morgens: Schwindel <; frontaler Kopfschmerz <; Schmerz in den Varizen beim Stuhlgang; Schmerz in den Hüftgelenken; gegen Morgen klebriger Schweiß; Spannung im Geschwür <.
Tagsüber: starkes Frösteln.
Gegen Abend: Zahnschmerz.
Abends: Rumoren im Bauch; Pulsation in verschiedenen Blutgefäßen < im Bett; Fieber <; Schauer mit Frösteln; Spannung im Geschwür <.
Nachts: Zahnschmerz; Schmerzen in den Extremitäten <; Schmerz in der großen Zehe <; Ziehen und Reißen in den Extremitäten <.
Nach Mitternacht: schlaflos und unruhig.
TEMPERATUR UND WETTER [39]
Wärme des Bettes: Zahnschmerz <; Schmerz (Dysmenorrhö) >; Schmerz im Geschwür <.
Warmes Zimmer: Rumoren im Bauch; rheumatische Schmerzen <; Gicht <.
Im Freien: frontaler Kopfschmerz >; rheumatische Schmerzen >; Spannung im Geschwür >.
Kühle Anwendungen: wandernde Schmerzen in den Gelenken >.
Kalte Luft: Müdigkeit und Schwäche der Glieder >; Gicht >.
FIEBER [40]
Schauder am Abend mit Anfällen von Frösteln.
Starkes Frösteln tagsüber.
Frösteln mit Verdunkelung des Sehens, gefolgt von Schläfrigkeit.
Brennende Hitze des ganzen Körpers, mit großer Unruhe.
Hitzewallungen im Gesicht, übriger Körper fröstelig, Hände und Füße kalt.
Schwitzt leicht; jede Nacht Schweiß.
ANFÄLLE, PERIODIZITÄT [41]
Anfälle: von Blutabgang aus der Gebärmutter; von Übelkeit und flauem Gefühl.
In Abständen von fünfzehn Minuten: Wehenschmerzen.
Periodisch: Schmerzen in der Gebärmutter.
Jede Nacht: Schweiß.
Dreimal im Monat: Menstruation.
Alle zwei Wochen: schmerzhafter Abgang von übelriechendem Blut.
LOKALISATION UND RICHTUNG [42]
Rechts: Schmerz im Schultergelenk; Reißen im Oberarm; dumpfer Schmerz in der Speiche; Kälte im Bein; schmerzhaftes Ziehen in den Zehengelenken.
Links: Stiche in der Brustwarze; liegt auf der Seite im Schlaf.
Von vorn nach hinten: Stiche in der Vagina.
Von hinten nach vorn: Ziehen in den Lendenwirbeln.
Von unten nach oben: Stiche in der Vagina.
Von innen nach außen: Stechen in den Oberarmen; Stiche in den Fersen.
Von außen nach innen: drückender Schmerz in den Armen.
EMPFINDUNGEN [43]
Als ob sie fallen würde; als ob Teile der Schläfengegend auseinandergedrückt würden; als ob die Augen herausgedrückt würden; als ob die Haut auf der Stirn festgewachsen wäre; als ob der Zahn bersten würde; als ob er über einen Fremdkörper hinwegschlucken müßte; als von einem Klumpen im Hals; als ob Erbrechen eintreten würde; als ob etwas Lebendiges im Bauch wäre; rechtes Schultergelenk wie verstaucht.
Schmerz: in den Schläfengegenden; vom Rücken bis zum Schambein; im Frenulum; in der Gebärmutter vom Rücken in die Leisten; durch die ganzen unteren Extremitäten; von der Kreuzbeingegend bis zum Schambein; im Kreuz.
Heftige Schmerzen: in der Unterbauchgegend; vom Rücken bis zum Schambein.
Starker Schmerz: im Kopf und in den Augen.
Reißender Schmerz: in den Wurzeln der Mahlzähne; in Zysten, in der Vulva; in den Handgelenken; in den Mittelfußknochen beider Füße; in den Extremitäten.
Lähmungsartiges Reißen: entlang des Oberarms bis zur Hand.
Pochender Schmerz: in den Zähnen.
Stiche: in der Magengrube; nach dem Rücken; in der Vagina; in der linken Brustwarze; im Schlüsselbein; in der großen Zehe; in den Fersen.
Stechender Schmerz: im Kreuz; in der Gebärmutter.
Schneidend-drückender Schmerz: tief unten im Bauch.
Kneifen: im Bauch.
Ziehender Schmerz: im Rücken.
Drückend drängender Schmerz: im Sphincter ani.
Drückender Schmerz: in der Brust; in der Stirn; in den Oberarmen.
Spannungsartiger Schmerz: in der Stirn; in der Mitte des Brustbeins; im Kreuz bis zum Schambein; im Kreuz; in den Gelenken der rechten Zehen; in den Extremitäten.
Zusammenziehender Schmerz: in der Gegend der Gebärmutter.
Dumpfer Schmerz: in der rechten Speiche.
Herabdrängende Schmerzen: vom Fundus der Gebärmutter gegen das Kreuzbein und längs der breiten Mutterbänder zu beiden Seiten.
Ziehender Schmerz: in den Zähnen; im Hals.
Wehenartige Schmerzen: im Bauch, in die Leisten hinab.
Lähmungsartiger Schmerz: im Kreuz.
Lahmheitsartiger Schmerz: in den Gelenken.
Brennend-wunder Schmerz: in den Varizen; in der Eichel.
Umschriebener Schmerz: in jeder Schläfengegend.
Ziehendes Gefühl: in den Lendenwirbeln.
Brennen: im Magen; in der Magengrube; im Anus; der Kondylome.
Stechen: in beiden Oberarmen; im Handgelenk; in den Hüftgelenken.
Wundheit: der Bauchmuskeln; der Oberschenkel.
Schmerzhaftigkeit: der Oberschenkel.
Schmerzhafte Einschnürung: über den Schläfen.
Pochen: in allen Blutgefäßen.
Spannung: in den Augen.
Druck: im Kopf; in der Stirn; in den Mittelfußknochen beider Füße.
Drücken: auf die Augen; nach den Genitalien hin.
Schwere: der unteren Extremitäten.
Benommenheit: im Kopf; in der Stirn.
Ziehen, Winden und Gurgeln: im Darm.
Winden: im Bauch.
Müdigkeit: in der Lendengegend; der Glieder.
Schwäche: des Kopfes; der Glieder.
Trockenheit: von Mund und Speiseröhre; des Halses.
Kitzeln: im Kehlkopf; in der Luftröhre.
Kriebeln: im Kehlkopf.
Juckreiz: im Anus; der Schamteile; der Oberschenkel; der Kondylome; wollüstig, in den Brustwarzen.
Kälte: der Hände und Füße; im rechten Bein.
GEWEBE [44]
Ziehende Schmerzen durch die langen Knochen.
Rote, glänzende Schwellung der betroffenen Teile.
Gicht; arthritische Beschwerden; Reißen und Stechen in den Gelenken, nachdem sie angeschwollen sind; < im geheizten Zimmer; > in kühler Luft oder kühlem Zimmer; arthritische Knoten.
Chlorose.
Pochen in allen Blutgefäßen.
Blutungen.
BERÜHRUNG. PASSIVE BEWEGUNG. VERLETZUNGEN [45]
Berührung: Haut um die Nasenflügel schmerzhaft; Eichel wund; Schmerzen in den Oberarmen <; Schmerz in der rechten Speiche <; außerordentliche Empfindlichkeit der großen Zehe.
Druck: Schmerzen in der Gebärmutter >; Unterbauch empfindlich; Schmerz im Kopf >.
HAUT [46]
Schwarze Poren in der Haut, besonders im Gesicht.
Feigwarzen, mit unerträglichem Juckreiz und Brennen; wuchernde Granulationen.
Tiefe Geschwüre; prickelndes Spannungsgefühl im Geschwür; < morgens und abends, Anstrengung, Berührung, Wärme des Bettes; > im Freien, Kälte, Heben oder Hochlagern der Glieder.
LEBENSALTER, KONSTITUTION [47]
Chronische Leiden der Frauen; arthritische Schmerzen; Neigung zu Fehlgeburten.
Gichtische Diathese.
Mädchen, 12 Jahre alt, kam im Alter von elf Jahren in die Pubertät; Dysmenorrhö.
Mädchen, 14 Jahre alt, großgewachsen, dünn, skrofulös, menstruiert seit mehr als einem Jahr; Menorrhagie.
Mädchen, 16 Jahre alt, noch nicht menstruiert, litt vor drei Jahren an Wechselfieber, klagt seitdem; Amenorrhö.
Mädchen, 17 Jahre alt, kräftige Konstitution, menstruierte im dreizehnten Jahr; vor 18 Monaten durch übermäßiges Tanzen unterdrückt; Amenorrhö.
Mädchen, 19 Jahre alt, sanguinisches Temperament, dünne, schwächliche Konstitution, menstruierte regelmäßig seit dem sechzehnten Jahr, hatte vor sieben Jahren Hämoptyse; Metrorrhagie.
Frau, 21 Jahre alt, zart, nervös, hatte stets im dritten Monat nach der geringsten seelischen Erschütterung eine Fehlgeburt, wobei die Blutung reichlich war; drohende Fehlgeburt.
Mrs. D., 21 Jahre alt, nervöses Temperament, leidet seit ihrer ersten Schwangerschaft; Leukorrhö.
Miss R. L., 22 Jahre alt, nervöses Temperament, dünn, zart, verlassen und unglücklich, im siebten Schwangerschaftsmonat; drohende Fehlgeburt.
Junge Dame, 23 Jahre alt, bei guter Gesundheit; Menorrhagie.
XO., 24 Jahre alt, von mittlerer Größe, dunklem Teint, dunklem Haar, nervösem Temperament, Musik sehr liebend, seit Jahren leidend; Dysmenorrhö.
Frau, 24 Jahre alt; drohende Fehlgeburt.
Miss P., 25 Jahre alt, seit zwei Jahren krank; Amenorrhö und Anämie.
Frau, 26 Jahre alt, vor zwei Monaten entbunden, seitdem leidend; Gebärmutterblutungen.
Mrs. J., 27 Jahre alt, Mutter von zwei Kindern; zurückgehaltene Plazenta nach Fehlgeburt.
Mrs. S., 26 Jahre alt, braunhaarig, zehn Jahre verheiratet; Gebärmutterblutung.
Dienstmädchen, 30 Jahre alt, großgewachsen, dünn; Metrorrhagie.
Mrs. A., 30 Jahre alt, seit zwei Jahren bei schlechter Gesundheit durch Wohnen in einem feuchten Haus in einer Wechselfiebergegend, nachdem sie mehrmals Frostschauer gehabt hatte; Menorrhagie.
Frau, 30 Jahre alt, am neunten Tag nach der zweiten Entbindung; Gebärmutterblutung.
Frau, 30 Jahre alt, stark, sanguinisch-cholerisches Temperament, viermal abortiert, jetzt drei Monate schwanger; drohende Fehlgeburt.
Frau, 32 Jahre alt, im dritten Schwangerschaftsmonat; drohende Fehlgeburt.
Mrs. N., 38 Jahre alt, neun Monate verheiratet; Dystokie.
Frau, 40 Jahre alt, sanguinisches Temperament, machte vier Schwangerschaften durch, wobei jedesmal acht Tage vor der Geburt die Wasser abgingen; drohende Fehlgeburt.
Mann, 42 Jahre alt; chronischer Rheumatismus.
Frau, gut gebaut, phlegmatisches Temperament, vor fünf Monaten entbunden, seitdem nicht menstruiert; Menorrhagie.
BEZIEHUNGEN [48]
Gegengift: Pulsat.
Verträglich: Arsen., Bellad., Pulsat., Rhus tox., Spongia, Sulphur.
Ergänzend zu: Thuja.
Vergleiche: Arnica, Calc. ostr., Coccul., Crocus, Ipecac., Millef., Ruta, Secale, Trillium.