Opium
By Constantine Hering — Die Leitsymptome unserer Materia medica
Mohn. Papaveraceæ.
Eingeführt von Hahnemann.
Für Arzneimittelprüfungen und die zahlreichen toxikologischen Berichte siehe R. A. M. L., Bd. 1, S. 278, und Allen's Encyclopædia, Bd. 7, S. 173.
KLINISCHE AUTORITÄTEN.
- Folgen von Ärger, Schmid, B. J. H., Bd. 5, S. 271 ; Psychische Störung ; Idiotie, Sonnenberg, Schüler, Kiesselbach, Rück., Kl. Erf., Bd. 1, S. 36 ; Bigler, Hom. Phys., Bd. 6, S. 249 ; Delirium, Elwert, Rück. Kl. Erf., Bd. 5, S. 8 ; Delirium tremens, Strecker, Weber, Trinks, Rück. Kl. Erf., Bd. 1, S. 146 ; Battmann, Kurtz, Rück. Kl. Erf., Bd. 5, S. 65 ; Apoplexie, Higgins, N. A. J. H., Bd. 22, S. 58 ; Scholz, Schmid, Knorre, Frank, Rück. Kl. Erf., Bd. 1, S. 94 ; Löw, Rück. Kl. Erf., Bd. 5, S. 30 ; Stupor, Sawyer, Hom. Phys., Bd. 7, S. 337 ; Sonnenstich, Espinay, N. A. J. H., Bd. 22, S. 80 ; aus Bib. Franc, Dez., 1872 ; Schwindel, Müller, Rück. Kl. Erf., Bd. 5, S. 22 ; Schmid, B. J. H., Bd. 1, S. 377 ; Kopfschmerz, Schmid, B. J. H., Bd. 1, S. 378 ; Rück. Kl. Erf., Bd. 1, S. 190 ; Meningitis, Hartmann, Hirsch, Rück. Kl. Erf., Bd. 5, S. 46 ; Zerebrospinale Meningitis, Raue, Analyt. Therap., Bd. 1, S. 248 ; Magenaffektion, Erbrechen, Hofrichter, Rück. Kl. Erf., Bd. 5, S. 319 ; Kolik, Welsch, Times Ret., 1875, S. 73 ; A. H. Z., Bd. 90, S. 173 ; Flatulenzkolik, Hirsch, B. J. H., Bd. 26, S. 108 ; Bleikolik, Rückert, Fleischmann, Rothhansl ; Trinks, Rück. Kl. Erf., Bd. 1, S. 758 ; Huber, Mattoli, Rück. Kl. Erf., Bd. 5, S. 369 ; Ussher, Hah. Mo., Bd. 23, S. 601 ; Hom. World, Juli, 1888 ; Darmkatarrh, Müller, Rück. Kl. Erf., Bd. 5, S. 425 ; Ileus, Cserno, Raue's Rec. 1872, S. 149 ; H. Kl., 1871, S. 50 ; Darmverschluss, Löw, Kafka, Rück. Kl. Erf., Bd. 5, S. 374 ; Darmverschluss und Kotgeschwulst, Plimpton, Hah. Mo., Bd. 10, S. 393 ; Bauchbeschwerde, Bartl, Rück. Kl. Erf., Bd. 1, S. 777 ; Verstopfung, Swan, Hom. Times, Bd. 4, S. 275 ; Stoaks, Hom. Phys., Bd. 8, S. 439 ; Foster, Times Ret., 1877, S. 35 ; Am. Hom., Bd. 1, S. 114 ; Luchs, Rück. Kl. Erf., Bd. 5, S. 396 ; Lobeth., Hrg., Mschk., Kirsch, Rück. Kl. Erf., Bd. 1, S. 817 ; Rafinesque, Bernard, Bernard and Strong, S. 85 ; Cholera, Hirsch, B. J. H, Bd. 26, S. 107-112 ; Lobeth., Rentsch, Roth, Rück. Kl. Erf., Bd. 1, S. 952 ; Engelhard, Gerstel, Rück. Kl. Erf., Bd. 5, S. 479 ; Proktitis, Lindner, Rück. Kl. Erf., Bd. 5, S. 355 ; Zurückhaltung von Stuhl und Harn, Hrg., Rück. Kl. Erf., Bd. 2, S. 28 ; Nierenkolik, Trinks, Rück. Kl. Erf., Bd. 2, S. 28 ; Strangurie, Allen, Hom. Phys., Bd. 7, S. 212 ; Harnröhrenstriktur, Rosenberg, Rück. Kl. Erf., Bd. 5, S. 547 ; Brandigwerden des Skrotums, Sircar, Raue's Rec., 1875, S. 169 ; Calcutta M. J., Bd. 3, S. 122 ; Menorrhagie, Weil, Times Ret., 1877, S. 109 ; Menostasie, Gross, Raue's Rec., 1872, S. 179 ; H. Kl., 1871 ; Verstopfung während der Schwangerschaft, Knorr, Rück. Kl. Erf., Bd. 2, S. 384 ; Schwangerschaftsbeschwerden, Wheeler, Times Ret., 1877, S. 113, Mass. Trans., Bd. 4, S. 883 ; Fehlgeburt, Griessel, Rück. Kl. Erf., Bd. 2, S. 319 ; Unwirksame Wehen, Nachwehen, Battmann, Rück. Kl. Erf., Bd. 5, S. 656 ; Anwendung während der Geburt, Battmann, Rück. Kl. Erf., Bd. 5, S. 34 ; Puerperalkrämpfe, Hartmann, Rück. Kl. Erf., Bd. 2, S. 394, 408 ; Briry, N. E. M. G., Bd. 8, S. 348 ; Baer, Raue's Rec., 1874, S. 247 ; aus Trans. A. I., 1872, S. 225 ; Bronchitis mit Dyspnoe, Kafka, Rück. Kl. Erf., Bd. 5, S. 800 ; Dyspnoe, Morrison, Hom. Rev., Bd. 21, S. 157 ; Asthma Millari, Times Ret., 1877, S. 84, Husten, Gross, Rück. Kl. Erf., Bd. 3, S. 46 ; Hämoptoe, Lobethal, Rück. Kl. Erf., Bd. 5, S. 805 ; Pneumonie, Bernrenter, Raue's Path., S. 392 ; Müller, Rück. Kl. Erf., Bd. 3, S. 310 ; Herzerkrankung, Knorre, Rück. Kl. Erf., Bd. 3, S. 447 ; Huber, Rück. Kl. Erf., Bd. 5, S. 860 ; Krämpfe, Epilepsie, Hrg., Attom., Hromada, Knorre, Rück. Kl. Erf., Bd. 4, S. 586 ; Krämpfe, Pritchard, Raue's Rec., 1875, S. 248 ; aus Trans. N. Y. S., 1873-4, S. 314 ; Konvulsionen, Ping, Times Ret., 1875, S. 36, aus Bib. Hom., Bd. 7, S. 79 ; Epilepsie, Groos, Hom. Cl., Bd. 4, S. 93 ; Stens, Raue's Rec., 1872, S. 228 ; aus A. H. Z., Bd. 83, S. 128 ; Spalding, N. E. M. G., Bd. 8, S. 208 ; Schlaf, Schlaflosigkeit, Löw, Rentsch, Rück. Kl. Erf., Bd. 5, S. 60 ; Erkältung, Underwood, B. J. H., Bd. 33, S. 574 ; Wechselfieber, Hrg., Gauwerky, Seidel, Rummel, Rück. Kl. Erf., Bd. 4, S. 968 ; Seidel, Allen's Int. Fever, S. 195 ; aus Hom. Cl., Lippe, M. I., Bd. 6, S. 345 ; Fischer, A. J. H. M. M., Bd. 4, S. 18 ; Typhus abdominalis, Lobeth., Löw, Gross, Hartmann, Trinks, Wislicen., Rück. Kl. Erf., Bd. 4, S. 761 ; Scharlach, Hahnemann, Trinks, Hartmann, Rück. Kl. Erf., Bd. 4, S. 58.
GEMÜT [1]
Verwirrung des Geistes.
Dumpfheit des Kopfes ; hat für nichts einen geistigen Zugriff und kann den Sinn dessen, was er liest, nicht begreifen.
Schwachsinn des Willens, als wäre er vernichtet.
Empfindungslosigkeit, begleitet von vollständiger apoplektischer Atmung.
Bewußtlos, Augen glasig, halb geschlossen ; Gesicht blaß ; tiefes Koma.
Stumpfe Gleichgültigkeit.
Trunkenheit, mit Stupor ; als wäre Rauch im Gehirn ; Augen brennend, heiß und trocken.
Sopor : schmerzlos, klagt über nichts, verlangt nichts ; mit Delir ; Herabsinken des Unterkiefers ; erweiterte Pupillen ; allgemeine Symptome einer Lähmung des Gehirns.
Tiefes Koma ; kann aus dem Stupor nicht erweckt werden ; Pupillen stark verengt oder weit erweitert ; Gesicht aufgedunsen, mit dunkelroter oder kirschbrauner Färbung ; schnarchende Atmung ; Puls voll und mühsam oder langsam und schwach.
Gesprächig ; glänzende Augen und geistige Tätigkeit ; neigt zur Heiterkeit.
Denkt, er sei nicht in seinem eigenen Haus ; stellt sich vor, an einem Ort zu leben, der drei Stunden von seinem Haus entfernt ist ; hält alle Vorübergehenden auf und will sie in sein Haus führen ; duldet keinen Widerspruch, begegnet Gewalt mit Gewalt, Gesicht gerötet ; Stupor, Vergeßlichkeit, erkennt Freunde nicht sofort ; Angst ; Wildheit ; Neigung zu schlafen, ohne es zu können ; Verstopfung mit meteorischer Auftreibung des Bauches ; Harn zurückgehalten, ein paretischer Zustand scheint die Entleerung zu verhindern ; beim Rauchen vergißt er zu ziehen ; lebhaft und heiter, doch sehr schläfrig.
Sagte viele zusammenhanglose Dinge und zeigte auf maskierte Leute, die sich ihm zu nähern schienen.
Sieht furchtbare Gespenster ; leicht erschrocken.
Sie scheint die furchtbarsten Tiere und andere Gegenstände zu sehen.
Lebhafte Phantasie, Exaltation des Geistes.
Stellt sich Körperteile sehr groß vor.
Denkt, sie sei nicht zu Hause.
Delirierendes Reden, Augen weit offen, Gesicht rot, aufgedunsen.
Delirium : murmelnd ; heftig, mit rotem Gesicht, glänzenden Augen und großer körperlicher Tätigkeit.
Ständiges Delirium Tag und Nacht ; erklärt, er sei nicht allein im Bett ; wenn man ihn anspricht, antwortet er verständig, wird aber sofort wieder delirant ; Raserei ; Verlangen zu entfliehen ; sagt, ein Regiment Reiter sei auf seinem Bett, und fürchtet, zertreten zu werden ; als man ihm sagte, die Pferde seien sehr vorsichtig, antwortete er, er fürchte, von den Wagen zerquetscht zu werden, die ihnen folgten. θ Nach Pneumonie.
Mania a potu : mit Dumpfheit der Sinne, zeitweise Sopor mit Schnarchen ; bei alten, abgemagerten Personen ; sieht Tiere auf sich zukommen ; Leute wollen ihm schaden, ihn hinrichten ; kriecht unter die Decken oder springt aus dem Bett ; bei „alten Sündern“, deren langes Exzeßleben ihre Konstitution völlig zerstört hat ; bei solchen, die die Krankheit wiederholt hatten, genügt schon eine kleine Menge Alkohol, um sie wieder ins Delirium zu bringen ; das Gesicht trägt ständig einen Ausdruck von Schrecken und Entsetzen ; epileptiforme Anfälle gehen voraus ; sie bilden sich ein, furchtbare Gegenstände zu sehen, und sind in großer Furcht ; halten sich für Mörder oder Verbrecher, die hingerichtet werden sollen ; wollen davonlaufen ; starrer Blick ; Zucken der Muskeln des Gesichts und des Mundes ; Kiefersperre ; Tremor.
Phantastische Geistesstörung mit furchtbaren Visionen ; spricht verworren ; begeht unsittliche Handlungen ; Heiterkeit und Gefühl großer Kraft ; Verachtung des Todes ; ausgelassene Lustigkeit mit Possenreißerei und nachfolgender zorniger Wildheit oder tränenvollem Kummer ; Unbeständigkeit und Schwachsinn des Willens ; Gleichgültigkeit gegen Freude und Leiden ; vollständige Demenz, erkennt seine eigenen Angehörigen nicht ; übermäßige Schwäche, Stupor, häufige Schweiße und Hautausschläge ; verminderte Harnsekretion. θ Geistesstörung.
Nachdem er viele Jahre masturbiert hatte, verfiel er in einen Zustand der Verzweiflung über seine Gesundheit, der in völlige Idiotie ausartete.
Nervös und reizbar ; Neigung zusammenzufahren.
Beschwerden nach übermäßiger Freude, Schreck, Ärger oder Scham.
Nach Schreck bleibt die Furcht vor dem Schreck noch zurück.
Angst ; Besorgnis ; Furcht vor dem bevorstehenden Tod.
Fuhr beim geringsten Geräusch zusammen ; eine Fliege an irgendeiner Körperstelle war ihm eine Last.
Nach einem Schreck mit Furcht, Konvulsionen oder heißem Kopf, mit Zucken um den Mund.
Gram über Beleidigungen wird von Krämpfen gefolgt.
Lügenhaftigkeit. [Beob. „Opiumesser sind chronische Lügner.“]
Schreien vor oder während des Krampfes.
Spricht während des Schwitzens ungern.
SENSORIUM [2]
Große Empfindlichkeit gegen Geräusch, Licht und die schwächsten Gerüche.
Apoplexie : Schwindel, Blutandrang zum Kopf, mit starkem Brausen in den Ohren ; Augen offen, Pupillen erweitert ; Gesicht rot, Muskeln zucken ; Einsinken des Kiefers ; Zunge zu einer Seite gezogen ; Sprache behindert ; Unfähigkeit zu schlucken ; langsame, unregelmäßige, schnarchende Atmung ; Glieder kalt, gelähmt ; Schläfrigkeit ; bei Personen, die geistigen Getränken ergeben sind oder durch Sorge oder Kummer bedrückt werden ; krampfartige Bewegungen der Extremitäten oder tetanische Steifigkeit des ganzen Körpers ; heißer Schweiß am Kopf ; nach Wiederkehr des Bewußtseins kann er nicht behalten, was er liest, und vergißt den Zusammenhang aufeinanderfolgender Gedanken ; Lähmung der rechten Seite.
Koma : unvollständige Bewußtlosigkeit ; läßt sich beim Anreden mit lauter Stimme für einen Augenblick erwecken und fällt dann wieder in Stupor zurück ; Extremitäten und Gesicht bläulich oder livide ; laute, schnarchende Inspirationen ; Kälte der Haut ; urämisch.
Sonnenstich ; Bewußtlosigkeit ; tiefes Koma ; Augen glasig und halb geschlossen.
Nachdem sie am Nachmittag in der Sonne geschlafen hatte, konnte sie am folgenden Morgen nicht erweckt werden ; sie schlief ruhig und normal, Puls regelmäßig, Haut kühl. θ Sonnenstich.
Passive zerebrale Kongestion, mit Somnolenz nach Mahlzeiten bei zu Apoplexie disponierten Patienten.
Ohnmachtsanwandlungen mit Schwindel, sooft er versucht, aus dem Bett aufzustehen, mit plötzlicher Wiederbelebung beim Niederlegen.
Schwindel : mit Angst und Delirium ; beim Aufstehen ; nach Typhus ; nach Kopfverletzungen ; wie nach Intoxikation ; mit Dunkelheit vor den Augen ; mit Dumpfheit des Kopfes und Benommenheit ; sympathetisch, begleitend bei Erkrankungen der Präkordialorgane, unterdrückten Hämorrhoiden, Menstruation, Herzaffektionen usw. ; nach Schreck ; mit dem Gefühl, als fliege oder schwebe er in der Luft.
Gefühl im Kopf wie nach Schlaf nach übermäßigem Rausch.
Große Schwere des Kopfes, die Denken und Schreiben erschwert.
Dumpf, stumpf, wie betrunken.
Blutandrang zum Kopf, mit Pulsationen darin.
INNERER KOPF [3]
Kopfschmerz : drückender Schmerz in den Schläfen ; Schwindel, rotes Gesicht, Schläfrigkeit ; < beim Schließen der Augen ; kongestiv, nervös, abdominal.
Klopfen der Arterien ; Blutandrang zum Kopf.
Zerebrospinale Meningitis : Stupor ; Krämpfe ; den Körper nach hinten ziehend und von Seite zu Seite rollend ; tiefe, langsame, schnarchende Atmung ; sehr schneller oder sehr langsamer Puls ; nach heftigen Gemütsbewegungen, Furcht, Kummer, Schreck, die wie ein Schlag wirkten und das ganze Nervensystem betäubten.
Meningitis, besonders wenn sie durch Insolation verursacht ist oder wenn das Kind nahe einem heißen Ofen geschlafen hat.
Traumatische Enzephalitis.
Hydrocephalus acutus : frühe und späte Stadien ; schwerer, dumpfer Schlaf, mit rotem Gesicht ; stumpf selbst nach dem Erwachen ; äußerst scharfes Gehör ; das Kind scheint sich vor etwas zu fürchten und fährt zusammen wie erschrocken ; Verstopfung, Stühle gleichen kleinen schwarzen Kügelchen ; chronisch.
ÄUSSERER KOPF [4]
Kopf heiß und mit heißem oder kaltem Schweiß bedeckt. θ Apoplexie.
Das Hinterhaupt fühlt sich schwer wie Blei an, der Kopf fällt ständig nach hinten. θ Apoplexie. θ Zerebrospinale Meningitis.
SEHEN UND AUGEN [5]
Verdunkelung des Sehens ; Amblyopie.
Flimmern vor den Augen.
Die Pupillen sind erweitert und lichtstarr, verengt oder träge.
Gefühl, als seien die Augen zu groß für die Augenhöhlen.
Augen : glasig, hervortretend, unbeweglich ; starrer Blick ; halb offen, Bulbi nach oben gedreht ; rot, halb geschlossen, brennend heiß und trocken ; rot, glänzend und hervortretend.
Gefühl von Sand oder Staub im Auge, mit Brennen.
Schwellung der Unterlider ; Lider hängen herab wie gelähmt.
Völlige Lähmung der Akkommodation, mit beeinträchtigter Empfindlichkeit der rechten Retina, und teilweise Lähmung der Akkommodation des linken Auges ; soll auf den Gebrauch eines Kosmetikums zurückzuführen sein, das wahrscheinlich Bleicarbonat enthielt ; fast ständiger frontaler Kopfschmerz, Schwindel mit einschießenden Schmerzen vom Hinterhaupt zur Stirn, quälendes Leeregefühl im Magen, besonders morgens, der Darm verstopft, und Schmerz- und Einschnürungsgefühl, als umschlösse ein Band die Brust in Höhe der Pleura.
Embolie der Zentralarterie der Retina ; Arterien blutleer, Venen überfüllt und gestaut, und hämorrhagische Flecken auf der Papille ; nach einem schweren Anfall von Neuralgie ; Gesicht sehr rot und nach rechts gezogen, Zunge nach rechts vorgestreckt, Sprache unvollkommen, fast stimmlos, außer unter Anstrengung ; Schmerz im Rücken ; alle Schmerzen auf der rechten Seite.
HÖREN UND OHREN [6]
Schärfe des Gehörs ; in großer Entfernung schlagende Uhren und krähende Hähne halten sie wach.
Sausen, Summen und heftiges Brausen in den Ohren.
Kongestion zu den Ohren ; Hämatorrhöe.
GERUCH UND NASE [7]
Verlust des Geruchssinnes.
Stiche im rechten Nasenloch beim tiefen Einatmen.
Verstopfung der Nase ; trockener Schnupfen.
OBERE GESICHTSHÄLFTE [8]
Gesicht : gerötet ; rot, aufgedunsen, geschwollen ; livid ; blaß, erdfahl, Augen matt, voller Wasser ; blaß, lehmfarben, eingesunkenes Gesicht und eingesunkene Augen, mit roten Flecken auf den Wangen ; bläulich (purpurfarben), geschwollen ; bei Säuglingen von drei oder vier Wochen wie das eines alten Mannes ; erschrocken, bei mania a potu ; verkommen, verzerrt.
Zittern, Zucken und krampfartige Bewegungen der Gesichtsmuskeln.
Gesichtsmuskeln erschlafft, die Unterlippe hängt herab ; Venen ausgedehnt.
Kalter Schweiß auf der Stirn.
UNTERES GESICHT [9]
Mundwinkel zucken ; Verziehung des Mundes.
Lippen livide ; Schaum vor dem Mund.
Unterlippe und Kiefer hängen herab.
Kiefersperre.
GESCHMACK, SPRACHE, ZUNGE [11]
Geschmack : verloren ; bitter ; sauer ; unangenehm, süßlich (Bleikolik).
Lähmung der Zunge und erschwerte Artikulation.
Kann mit offenem Mund nicht sprechen ; antwortete stotternd mit unterbrochener Artikulation.
Zunge : zitternd ; schmutzig gelb oder weiß belegt ; fettig ; purpurschwarz.
MUNDHÖHLE [12]
Trockenheit des Mundes, Durst und Appetitlosigkeit.
Speichel vermindert oder Ptyalismus ; Blutspucken.
Geschwüre im Mund und auf der Zunge.
GAUMEN UND HALS [13]
Trockenheit des Halses.
Unfähigkeit zu schlucken ; tägliche Anfälle von Auftreibung und Zuschnürung.
Dysphagie, in echte Aphagie übergehend, wie von Lähmung der Muskeln.
APPETIT, DURST. VERLANGEN, ABNEIGUNGEN [14]
Appetit heißhungrig oder verloren.
Ekel vor Speisen, oder Speise wird begehrt, aber sobald der erste Bissen geschluckt ist, folgt Beklemmung.
Heftiger Durst oder Fehlen von Durst.
Verlangen nach geistigen Getränken ; verstopft.
Verlangen nach Bier oder Branntwein.
ESSEN UND TRINKEN [15]
Verschlimmerung durch Branntwein oder Wein.
SCHLUCKAUF, AUFSTOSSEN, ÜBELKEIT UND ERBRECHEN [16]
Schluckauf ; saures Aufstoßen.
Übelkeit und Neigung zum Erbrechen bei Bewegung und nach dem Essen.
Würgen infolge einer Gemütsbewegung, z. B. Ekel.
Erfolglose Brechbewegungen bei Trinkern.
Erbrochenes : grün, blutig oder bitter ; faulig ; fäkal ; bei Invagination, mit heftiger Kolik und Konvulsionen ; zuerst Speisen, dann nach Kot riechende Substanz (Schluckauf), starker Durst, kalte Glieder, verzerrtes Gesicht (Ileus, eingeklemmte Hernie) ; aus gewaltigen Schleimmassen, mit großen Luftblasen vermischt, gelegentlich grünlich, begleitet von großer Übelkeit, Druck im Magen, Verstopfung usw.
MAGENGEgend UND MAGEN [17]
Schmerzhafte Schwellung in den Präkordien.
Heftiges Schneiden in der epigastrischen und umbilikalen Gegend.
Einschnürender Schmerz im Magen.
Schwere und Druck im Magen.
Fülle und Beklemmung im Magen, mit Kurzatmigkeit und erschwerter Atmung.
Verdauung langsam, gestört, geschwächt, mit Gefühl von Fülle, Schwere, Druck, Einschnürung und Schmerz im Magen und in der Präkordialgegend ; Untätigkeit der Verdauungsorgane ; atonische Dyspepsie der Trinker ; subakute Gastritis.
HYPOCHONDRIEN [18]
Schwellung der Milz.
BAUCH UND LENDEN [19]
Rumoren im Bauch ; Kneifen, Grummeln.
Bauch gespannt, aufgetrieben, tympanitisch, hart, geschwollen, berührungsempfindlich.
Drückender Schmerz im Bauch, als würden die Därme in Stücke geschnitten.
Spannung in der hypogastrischen Gegend, die bei Berührung äußerst schmerzhaft ist.
Druck und Schwere wie von einem Stein oder Gewicht im Bauch, in der Nabelgegend.
Ansammlung von Gas im Magen und Darm, die schmerzhafte Schwellung verursacht ; > eine Zeitlang durch Bewegung ; wenn Gas abgeht, erneuert es sich sofort.
Angstgefühl im Epigastrium ; Kolik, mit starkem Druck nach unten auf Rektum und Harnblase, ohne Abgang von Winden, Kot oder Harn.
Kolik : vorübergehend, sehr heftig ; kneifend, mit Verstopfung (bei Säuglingen) ; schneidend ; flatulent ; als würden die Därme in Stücke geschnitten ; von Bleivergiftung.
Darmkrämpfe ; das Kind schrie Tag und Nacht und konnte nicht beruhigt werden ; nach jedem Anfall blaß und kollabiert ; durstig, erbricht nach dem Trinken ; Stühle hart, klumpig, farblos, oder dünn, gelblich oder grünlich ; ließ viel Harn ; große Ängstlichkeit, besonders nachts ; Augen weit offen ; es zog sich zusammen und schwitzte ; wann immer es schrie, zogen sich Skrotum und Penis zusammen, die Hoden wurden in den Bauchring hinaufgezogen, und der Penis verschwand vollständig.
Zusammendrückende Schmerzen, als würde etwas durch einen engen Raum hindurchgezwängt ; einschießende Schmerzen in Hoden und Harnblase ; unruhig, ängstlich, wechselt ständig die Lage ; Gesicht heiß ; Puls langsam. θ Nephralgie.
Starkes Erbrechen, mit Schmerzen im Magen und hartnäckiger Verstopfung ; große Verwirrung des Kopfes ; Zunge belegt ; metallischer Geschmack im Mund ; unerträgliche Schmerzen im Bauch, als würde mit einem Messer hineingestochen ; Nabel krampfhaft eingezogen ; Puls gespannt, hart, langsam ; Haut trocken. θ Kolik.
Sehr heftige zuckend-reißende oder blitzartige Schmerzen, die in allen Richtungen durch den Bauch schießen und sich sogar bis zu den Hoden erstrecken und zeitweise die Harnblase mit erfassen ; die Schmerzen bleiben nicht lange an einer Stelle, sondern wechseln ständig den Ort und sind durch äußeren Druck nicht < ; keine Zeichen einer Entzündung ; Stuhl und Harn normal ; Puls normal. θ Kolik.
Blähungen sammeln sich im oberen Teil des Darms an und verursachen Bauchauftreibung, besonders in der Nabelgegend, mit antiperistaltischer Bewegung, Aufstoßen und Erbrechen.
Ständiger starker einschnürender Schmerz im Bauch, Tag und Nacht, der ihn zwingt, sich zusammenzukrümmen ; Verstopfung ; Appetitlosigkeit ; große Mattigkeit ; untere Extremitäten schwer wie Blei. θ Bleikolik.
Delirium, mit schweren Konvulsionen ; klagt über keinen Schmerz ; Haut sehr heiß ; Puls 120 ; Pupillen stark erweitert, lichtempfindlich ; nachts klagt er über plötzlichen Verlust des Sehens ; später Schmerz und Gefühl von Lahmheit in den unteren Extremitäten, mit Einschnürung im Bauch. θ Bleikolik.
Kolik bei einem Setzer durch Umgang mit Lettern ; der Schmerz so stark, daß er sich auf den Boden legen und laut aufschreien mußte ; Verstopfung.
Malerkolik.
Krampfartige Darmbewegungen ; Aufrollen wie eines harten Körpers im rechten Hypochondrium. θ Ileus.
Strangulation des Darms ; heftige kolikartige Schmerzen und Koterbrechen.
Verdauungsorgane untätig ; peristaltische Bewegung umgekehrt oder gelähmt ; der Darm scheint verschlossen.
Lähmung des Darms durch Bleivergiftung.
Erschlaffung der Bauchorgane.
Eingeklemmte Nabel- und Leistenhernie ; Koterbrechen.
STUHL UND REKTUM [20]
Stuhl : unwillkürlich, besonders nach Schreck ; teigig ; flüssig, schaumig, mit Brennen im Anus und Tenesmus ; äußerst übelriechend ; wäßrig ; schwarz, übelriechend ; unbefriedigend, hart ; hart, mit vorhergehendem Kneifen ; hart, dunkelbraun oder grau ; hart und bröckelig ; harte, runde, schwarze Kugeln ; in kleinen harten Knötchen, begleitet von Pressschmerzen, oder mit dem Gefühl, als sei das Rektum verschlossen ; hart, trocken, in schwarzen Kugeln, wie Schafskot ; in großen Massen ; hart, abwechselnd mit flüssigen, schaumigen Stühlen ; kommt herab und geht wieder zurück ; krampfhaft zurückgehalten.
Diarrhö : plötzlich hervorgerufen durch Furcht, Erkältung oder andere leichte Ursachen ; nach plötzlicher Freude ; hartnäckig, bei denen, die mit großen Dosen des Mittels behandelt wurden ; im letzten Stadium der kindlichen Diarrhö, mit charakteristischem Stuhl und Konvulsionen ; während Typhus.
Ruhr : Patient schläfrig und stumpf ; Harn spärlich und zurückgehalten ; kein Appetit ; rasche Abmagerung ; große Ähnlichkeit mit dem zweiten Stadium des Typhus.
Cholera infantum : mit Stupor, Schnarchen und Konvulsionen ; verengte Pupillen ; tonische Krämpfe ; Gesicht blaß oder rot ; tödlich fortschreitender Stupor ; Pupillen reagieren sehr träge oder überhaupt nicht ; die Krankheit scheint mit Beteiligung des Gehirns zu beginnen, vorerst besteht weder Erbrechen noch Diarrhö ; das Kind erscheint wie narkotisiert ; Mangel an Lebenskraft ; ein gut gewähltes Mittel will nicht wirken ; der Patient ist entweder träge oder schläfrig.
Cholera Asiatica : aus seelischen Ursachen, Schreck über den Anfall oder den Tod von Angehörigen ; nach Versagen von Verat. oder Arsen. ; wenn zu große Dosen Camphor gegeben wurden und große Kongestion zum Kopf mit drohender Apoplexie besteht ; typhoide Symptome ; asphyktisches Stadium ; eisige Kälte und Blaufärbung der Oberfläche ; pulslos ; keine Reaktion ; Störungen der Zirkulation und Atmung infolge plötzlicher und heftiger Beteiligung des Solarplexus, mit Zyanose und drohender Erstickung.
Verstopfung : nach Schreck oder Furcht ; nervös und reizbar, entleert aus dem Darm nur harte schwarze Kugeln ; durch aufgehobene Sekretionen ; durch Ileus oder Parese des Darms ; fast unüberwindlich ; wochenlang mit Appetitlosigkeit ; nicht mehr als ein Stuhlgang in der Woche ; durch Untätigkeit des Darms ; die wirksamsten Purgantien haben ihre Kraft verloren ; verminderte Peristaltik ; Lähmung des Darms infolge eines langwierigen Durchfallanfalls bei Personen mit sitzender Lebensweise, ebenso bei kräftigen, gesunden Männern ; verbunden mit eingeklemmter Hernie ; Mangel an Empfindung, es wird kaum irgendeine Unbequemlichkeit durch Ansammlung von Kot empfunden ; bei korpulenten, gutmütigen Frauen und Kindern ; durch krampfhaften Rückhalt im Dünndarm, mit Gefühl des Auseinanderdrängens ; durch Bleivergiftung ; nach Mißbrauch von Abführmitteln ; Darm mit Kotmassen verstopft ; infolge Druck auf das Rektum durch eine schwangere Gebärmutter oder Bauchtumoren ; bei Säuglingen an der Brust, alten Personen und solchen von träger oder plethorischer Konstitution ; Fehlen austreibender Bemühungen ; begleitet von hysterischen Symptomen ; einmal trat, nachdem der Stuhl elf Wochen ausgeblieben war, Koterbrechen auf.
Vor dem Stuhl : kein Drang, oder bei vorhandenem Stuhldrang besteht das Gefühl, als sei der Anus verschlossen.
Proktitis im Verlauf einer Peritonitis (Metritis) ; Anus stark eingezogen.
Gefühl des Verschlossenseins des Anus ; Einschnürung, Anus während der Kolik krampfhaft geschlossen, mit hartnäckiger Verstopfung ; sehr erschwerter Windabgang.
HARNORGANE [21]
Diabetes mellitus ; Dumpfheit, Traurigkeit, schwaches Gedächtnis ; nach seelischen Erschütterungen oder Verletzungen ; Nierenkolik ; drückend zusammenschnürende Schmerzen, als müßte sich etwas durch einen engen Raum hindurchzwängen ; einschießende Schmerzen von verschiedenen Stellen in Harnblase und Hoden ; Erbrechen von Schleim und Galle ; hartnäckige Verstopfung ; Dysurie ; größte Angst und Unruhe ; ständig wechselnde Lage ; Gesicht heiß ; Puls langsam.
Hämatorrhöe.
Harn zurückgehalten : nach Schreck ; durch Kontraktion des Sphinkters oder Lähmung des Blasengrundes ; Blase voll ; post partum ; bei Stillkindern nach Affekt der Amme ; im Fieber oder bei akuter Krankheit ; hauptsächlich verursacht durch Abstumpfung der Auskleidung der Blasenhals-Schleimhaut, so daß die Fülle vom Patienten nicht erkannt wird.
Harn : unterdrückt ; geht nur mit Mühe ab, wie bei Atonie ; selten und spärlich, dunkelbraun, ziegelmehliges Sediment ; rot und trüb ; zitronenfarben, mit viel Sediment ; blutig.
Häufige Unterbrechung des Harnstrahls, der erst nach langem Warten infolge eines Krampfes des Sphincter vesicæ zu fließen beginnt.
Schneiden in der Harnröhre.
Strangurie und Harnverhaltung durch übermäßigen Tabakgebrauch.
Unwillkürliches Wasserlassen.
Nächtliche Enuresis ; sehr häufiges Wasserlassen.
MÄNNLICHE GESCHLECHTSORGANE [22]
Erregung der Geschlechtsorgane mit heftigen Erektionen ; Impotenz.
Wollüstige Phantasien, mit Erektionen im Schlaf und Impotenz nach dem Erwachen ; nächtliche Samenergüsse mit verliebten Träumen.
Samenergüsse ohne Erektionen, gefolgt von Schwäche und großer Erschlaffung der Teile.
Krampfartige Striktur nach Genuss schlecht vergorener Getränke ; auch bei Trinkern.
Schmerzhaftes Gefühl in den Hoden.
Entzündung und Brandigwerden des Skrotums nach Anfällen von Sumpffieber.
WEIBLICHE GESCHLECHTSORGANE [23]
Große Erregung der Geschlechtsorgane, mit sexuellen Träumen und Orgasmus.
Völliger Verlust des Geschlechtstriebes aus Mangel an Ernährung.
Weichheit der Gebärmutter, mit übelriechendem Ausfluß. θ Nach Metritis.
Prolapsus uteri durch Schreck.
Heftige wehenartige Schmerzen in der Gebärmutter, mit Stuhldrang.
Menstruation : unregelmäßig, stark ; heftige Kolik, die sie vornüberbeugt ; Stuhldrang ; durch Schreck unterdrückt.
Amenorrhö durch Schreck ; unwiderstehliche Schläfrigkeit ; Eklampsie.
Menorrhagie oder Metrorrhagie ; große Schläfrigkeit, und doch kann sie nicht schlafen ; die Laken sind so heiß, daß sie alle Augenblicke an einen kühleren Platz wechseln muß ; Verstopfung.
Menstruation durch großen Schreck unterdrückt ; heftige epileptiforme Konvulsionen, gefolgt von sehr reichlicher Menstruation.
Prolapsus der Vagina mit Einklemmung ; sehr schläfrig ; liegt in soporösem Zustand.
Leukorrhö : übelriechend.
SCHWANGERSCHAFT. GEBURT. LAKTATION [24]
Während der Schwangerschaft : Schlaflosigkeit ; Stuhlverhaltung ; anhaltender Schluckauf ; häufige Übelkeit und Erbrechen nach dem Essen.
Heftige oder schmerzhafte Bewegungen des Fötus.
Drohende Fehlgeburt nach großem Schreck, besonders in der späteren Schwangerschaft.
Wehen : krampfartig, äußerst schmerzhaft, aber unwirksam ; großer Schmerz im Kreuz ; falsch oder unterdrückt ; aus Furcht oder Schreck ; Zucken und Rucken der Muskeln ; Sopor, rotes Gesicht, injizierte Augen, Zurückhaltung von Stuhl und Harn.
Puerperalkrämpfe, nach Abführmitteln, nicht aufhörend, nachdem das Kind geboren war ; Puls 120 ; Blässe ; eingesunkene Augen ; Pupillen sehr erweitert ; Murmeln ; Borborygmus ; Koma ; Krampf ; wirft Arme und Beine umher ; Strecken von Armen und Beinen im rechten Winkel zum Körper ; Zittern ; Puls arbeitet rasch ; Augen nach innen und oben verdreht ; Kopf nach hinten über die linke Seite gebogen ; linke Hand und linker Fuß nach der linken Seite gedreht ; Zunge zitternd, schmutzig gelb belegt, fettig ; kaum ließ der Krampf etwas nach, so ging er in einen anderen über, mehr als dreißig traten auf und hörten schließlich ganz plötzlich zehn Minuten lang auf.
Puerperalkrämpfe ; die Krämpfe begannen mit Steifigkeit der Muskeln und Verzerrung der Gesichtszüge, der Mund wurde nach unten und zu einer Seite gezogen ; der Kopf weit nach hinten und zur rechten Seite gewendet ; dann folgte Jaktation der Glieder und des Körpers, mit lividem Gesicht und Schaum vor dem Mund ; dieser Zustand ließ nach und wurde von schnarchender Atmung gefolgt ; Zunge stark geschwollen und blutig.
Während und nach der Geburt Krampf, mit Bewußtlosigkeit und Schläfrigkeit, offener Mund ; Koma zwischen den Paroxysmen.
Puerperalfieber, besonders wenn es durch Schreck verursacht ist ; Übererregung aller Sinne ; jedes entfernte Geräusch belästigt sie ; sehr übelriechender Ausfluß aus der Gebärmutter ; der Fall nähert sich einem Zustand von Stupor.
Äußerst heftige Nachwehen, besonders bei sehr empfindlichen Frauen.
Nach der Entbindung Harnverhaltung.
Unterdrückung des Lochialflusses durch Schreck, mit Sopor.
Neugeborene Kinder, blaß, atemlos, die Nabelschnur pulsiert ; nach Acon., wenn der Puls unmerklich bleibt, Gesicht purpurfarben.
Ein wenige Wochen alter Säugling war nicht gewachsen, sondern wie ein alter Mann ; Glieder schlaff, Haut runzlig ; die Schädelknochen hatten sich bei der Geburt übereinandergeschoben, die Parietalia übereinander und über das Hinterhaupt.
STIMME UND KEHLKOPF. LUFTRÖHRE UND BRONCHIEN [25]
Aphonie, durch Schreck verursacht.
Heiserkeit, trockener Mund und Hals, weiße Zunge.
Schwache Stimme, es bedarf starker Anstrengung, laut zu sprechen.
Laryngismus stridulus.
Kitzeln im Kehlkopf, mit heftigem, trockenem, erschütterndem Husten ; Trockenheit und Husten > durch Trinken von Wasser.
ATMUNG [26]
Atmung : häufig, unwillkürlich, tief ; mühsam und in langen Zwischenräumen gezogen ; kurze Inspiration, lange, langsame Exspiration, Epigastrium eingezogen ; feine Rasselgeräusche, ständiger Husten, Sopor, Gesicht bläulich ; große Qual und Furcht vor Erstickung ; sieht aus wie sterbend ; leicht > durch kalte Luft und Vorbeugen ; < durch Rauchen oder Wein ; schwierig, unterbrochen, wie von Lähmung der Lunge ; schwierig, bedrückt, besonders nachts ; laut, erschwert, rasselnd ; lang und seufzend ; schnarchend ; tief, stertorös ; prustend ; schnarchend, bei weit offenem Mund ; unregelmäßig ; stöhnend, langsam ; vier Atemzüge in der Minute.
Asphyxia neonatorum ; blaß und atemlos ; die Nabelschnur pulsiert noch.
Nächtliches Asthma, mit Pfeifen und Rasseln bei der Exspiration, die lang ist und mit Einziehung der epigastrischen Gegend einhergeht ; die Einatmung kurz, geräuschlos.
Anfälle erschwerter Atmung, mit lautem, schnarchendem Atem ; beim Einatmen schien die Atmung ausgesetzt, und das Kind kämpfte nach Luft. θ Asthma Millari.
Asthmatische Form von Heuschnupfen ; Erstickungsanfälle treten im Schlaf auf und werden leicht von heftigen Anfällen trockenen, erschütternden Hustens gefolgt, der eine Zeitlang > durch Trinken von Wasser ist.
Atemnot beim Einschlafen.
Erstickungsanfälle im Schlaf, wie Albdrücken.
Atembeklemmung und Druck, mit großer Angst, Enge und krampfhafter Einschnürung der Brust.
HUSTEN [27]
Husten : krampfartig, trocken, kitzelnd, anfallsweise, < nachts ; mit Gähnen, Schläfrigkeit, und doch kann er nicht schlafen ; mit Lungenkrampf und blauem Gesicht ; beim Trinken ; mit schwierigem Auswurf, gefolgt von Gähnen ; erstickend, mit bläulich-roter Gesichtsfarbe ; mit reichlichem Schweiß ; heftig, mit erschwerter Expektoration, gefolgt von Gähnen ; < beim Schlucken (Hämoptoe).
Auswurf schaumig, Blut und Schleim enthaltend.
Gähnen nach dem Husten.
BRUSTINNERES UND LUNGEN [28]
Spannung und Einschnürung der Brust.
Hitze in der Brust.
Bronchitis nach Erkältung oder Durchnässung, mit hohem Fieber, Dyspnoe, blutstreifigem Auswurf und Druck auf der Brust ; ständiger Husten ; nachts muß er wegen Kurzatmigkeit und Furcht vor Erstickung sitzen.
Zeitweise fühlt er sich, als sei er nicht in seinem Hause, was er dadurch ausdrückt, daß er sagt: „Ich wünschte, ich könnte mit meiner Familie im Hause sein ;“ obwohl in verzweifeltem Zustand, ist er nicht sehr beunruhigt und will einen großen Teil der Zeit sitzen, weil das Bett zu heiß ist ; der ganze Körper, außer den unteren Extremitäten, schwitzt reichlich ; der Schweiß ist sehr heiß ; die schwitzenden Teile sind mit einem starken Ausschlag von Sudamina bedeckt ; tastet mit den Händen im Bett umher, als suche er etwas ; die ganze linke und ein beträchtlicher Teil der rechten Lunge hepatisiert. θ Doppelseitige Pneumonie.
Infantile Pneumonie, bei der die Lungenentzündung durch Symptome zerebraler Kongestion und Beklemmung verdeckt ist ; zyanotische Farbe des oberen Körperteils, mit langsamer, schnarchender Atmung ; pneumonia senilis et potatorum, mit ähnlichen Symptomen ; schwierige, unterbrochene Atmung, wie von Lähmung der Lungen.
Vereiterung der Lungen bei solchen, die dem Gebrauch berauschender Getränke stark ergeben sind ; Atmung mühsam, mit Rasseln und Schnarchen ; Husten sehr schwierig und mit Erstickungsanfällen verbunden ; das Gesicht wird während des Hustens blau.
Blutandrang zur Brust oder Lungenkrämpfe, mit tiefer, schnarchender, rasselnder Atmung.
Hämoptoe : völliges Fehlen aller Schmerzen ; Blut dick, schaumig, mit Schleim vermischt ; große Beklemmung ; Brennen um das Herz, Tremor, schwache Stimme ; ängstlicher Schlaf, mit Zusammenfahren ; Beine kalt, Brust heiß ; besonders für Trinker.
HERZ, PULS UND KREISLAUF [29]
Brennen um das Herz.
Pulsierende Arterien und geschwollene Venen am Hals.
Herzschlag nicht fühlbar.
Herzklopfen nach erschreckenden Ereignissen, Schreck, Kummer, Trauer usw.
Schmerz in der Herzgegend, mit großer Angst, heftigem Herzklopfen, Zittern, erschwerter Atmung, Schlaflosigkeit nachts, Delirium ; große Erregung des Geistes, mit ständigem Reden und Bewegen von Kopf und Händen, während der übrige Körper in erhöhter Lage ruht ; spricht vom bevorstehenden Tod, weint, nimmt von allen Abschied, liegt dann still, als verkehre sie mit sich selbst ; das Gesicht drückt große Furcht aus, antwortet nicht oder antwortet unpassend ; die Hände sind bald eisig kalt und mit kaltem Schweiß bedeckt, bald trocken und heiß ; Puls klein, fadenförmig, schnell, unregelmäßig, bald stark, bald schwach, intermittierend ; faßt die Herzgegend mit den Händen und drückt sie fest gegen die linke Brustseite ; häufige tiefe Atemzüge, während deren sie die Brust nach vorn drückt und den Rücken durchbiegt, als bemühe sie sich, irgendein Hindernis in der Brust zu beseitigen, begleitet von einer eigentümlichen Bewegung von Kopf und Mund und Luftschnappen ; bemerkt die geringfügigsten Handlungen der Umstehenden ; gibt Antworten auf Gespräche, die im Nebenzimmer mit leiser Stimme geführt werden ; bricht zuweilen in ein monotones Lied aus ; beim Wiedererlangen des Bewußtseins klagte sie über starkes Herzklopfen ; Harn heiß, dunkel, spärlich ; Verstopfung. θ Herzerkrankung.
Puls : wechselnd ; voll und langsam, mit Schnarchen ; schnell, hart, mit ängstlicher Atmung ; unregelmäßig und ungleich ; unmerklich ; Gesicht purpurfarben bei cyanosis neonatorum.
HALS UND RÜCKEN [31]
Pulsierende Arterien und geschwollene Venen am Hals.
Ziehend-reißend im Rücken.
Rücken krampfhaft nach hinten gebogen, bogenförmig gekrümmt, heftige zitternde Bewegung.
Myelitis.
OBERE EXTREMITÄTEN [32]
Zucken und krampfartige Bewegungen der Arme und Hände, wie bei Trinkern.
Lähmung der Arme.
Taubheitsgefühl und Gefühl der Schwellung in Händen und Unterarmen.
Zittern der Hände.
Venen der Hände ausgedehnt.
UNTERE EXTREMITÄTEN [33]
Zucken und krampfartige Bewegungen.
Schwäche, Taubheitsgefühl und Lähmung der Beine.
Fühlt, als wären ihre unteren Extremitäten von ihrem Körper getrennt und gehörten jemand anderem.
Quälendes krampfartiges Zucken in den Wadenmuskeln.
Schwere, Taubheitsgefühl und Schwellung der Füße.
Schlurfender und zitternder Gang. θ Myelitis acuta.
GLIEDER IM ALLGEMEINEN [34]
Zittrige Bewegung aller Glieder.
Zittern der Glieder nach Schreck.
Krampfartige Zuckungen und Taubheitsgefühl der Glieder ; konvulsive Bewegungen.
Kälte der Extremitäten.
Frostbeulen an Fingern und Zehen.
RUHE. LAGE. BEWEGUNG [35]
Liegen : Wiederbelebung kehrt zurück.
Liegen in erhöhter Lage : bei Herzerkrankung.
Muß auf dem Boden liegen : Kolik.
Aufstehen : aus dem Bett, Schwindel.
Kopf fällt ständig zurück : zerebrospinale Meningitis ; Apoplexie.
Arme strecken : im rechten Winkel zum Körper, während des Krampfes.
Bewegung : Neigung zum Erbrechen ; schmerzhafte Schwellung des Bauches >.
Vorbeugen : > Atmung.
Drückt die Brust nach vorn und biegt den Rücken durch : Herzerkrankung.
Muß sitzen : aus Furcht vor Erstickung.
Lagewechsel : Nephralgie.
Ständiges Hin- und Herwerfen : nachts.
NERVEN [36]
Fährt beim geringsten Geräusch zusammen.
Summen durch den ganzen Körper.
Zittern des ganzen Körpers ; durch Schreck verursacht ; des linken Armes anfallsweise ; mit äußerer Kälte, mit Rucken und Zucken in den Gliedern ; Konvulsionen.
Zucken, Zittern von Kopf, Armen und Händen ; von Zeit zu Zeit Zuckungen der Beuger ; Körper kalt ; Stupor ; Bewegung des Körpers und Entblößen des Kopfes erleichtert.
Unwillkürliche Kontraktion der Muskeln.
Konvulsive Bewegungen eines oder des anderen Armes hin und her.
Krämpfe : aus Gemütsbewegung, Schreck, Ärger usw. ; beim Näherkommen Fremder (Kinder) ; durch Weinen ; schleudert die Glieder oder streckt die Arme im rechten Winkel zum Körper aus, oder tetanische Starrheit, Opisthotonus, mit seitlichem Rollen ; der Krampf beginnt mit lautem Schreien, dann Schaum vor dem Mund, Zittern der Glieder, Erstickung ; Augen halb offen und nach oben verdreht, Pupillen groß und lichtstarr ; nach dem Anfall tiefer Schlaf, das Gesicht bleibt tiefrot und heiß ; Stupor zwischen den Krämpfen ; beim Eintritt des Anfalls laute Schreie wie vor Schreck ; nach dem Stillen bald nach plötzlichem Schreck der Mutter ; mit plötzlichen lauten Schreien.
Plötzlich von einem epileptischen Anfall befallen ohne erkennbare Ursache, sechs Wochen später zweiter Anfall, vier Wochen nach dem zweiten kam der dritte, dann folgten sie alle drei Wochen ; nach dem Anfall soporöser Schlaf, vierundzwanzig bis dreißig Stunden dauernd ; Gesicht während des Schlafes dunkelrot ; nach dem Schlaf Schmerz an der Stirn ; Verstopfung.
Bekam Anfälle nur nach dem Einschlafen ; schlief tags oder nachts keine zehn Minuten, bevor sie mit plötzlichem Auffahren in heftige Konvulsionen verfiel ; Schaum vor dem Mund und Blut aus der gebissenen Zunge ; Gesicht aufgedunsen, fast purpurfarben ; Augen stumpf und nach oben verdreht ; Lider halb geschlossen ; Kopf heiß ; starker Opisthotonus ; die Konvulsionen dauern zehn bis dreißig Minuten, sie sinkt in tiefen, schweren Schlaf, mit lautem Schnarchen und Rasseln in der Brust ; in einer halben Stunde, manchmal nicht in fünf Minuten, gerät sie plötzlich in eine andere Konvulsion, so verbringt sie die ganze Nacht ; erwacht morgens matt und müde, aber völlig ohne Bewußtsein, keine ruhige Nachtruhe gehabt zu haben ; tagsüber lustlos und schläfrig ; Juckreiz der Haut ohne Ausschlag ; gleichgültig gegen alles, was vorgeht ; will lieber allein gelassen werden ; Verstopfung. θ Epilepsie.
Jeden Abend gegen 11 Uhr, nachdem sie fünfzehn Minuten geschlafen hat, beginnt sie, den Kopf von Seite zu Seite zu werfen, hebt den Kopf, beugt ihn auf die Brust und wirft ihn schließlich schnell auf das Kissen zurück ; nachdem sie dies zum dritten Mal wiederholt hat, streckt sie sich aus und ballt die rechte Hand, wobei der Daumen jedoch nicht eingezogen wird, und versetzt sich mehrere kräftige Schläge auf die Brust ; darauf heftiges Strecken, gefolgt von Zuckungen, bis zum Aufhören des Anfalls. θ Epilepsie.
Emotionale Chorea.
Ohnmacht alle fünfzehn Minuten ; Augen geschlossen ; Kopf hängt ; bewußtlos ; Zuckungen ; Seufzen ; < beim Aufstehen.
Muskuläre Erschöpfung ; große Depression der Nervenzentren, mit Stupor und Koma.
Mangel an Empfänglichkeit für Arzneien ; Mangel an vitaler Reaktion.
Schock nach Verletzung, schwere Fälle ; rasche Atmung, jeder Atemzug ein lautes Stöhnen ; livides oder blasses Gesicht ; livide Lippen ; große Beklemmung, Druck und Qual ; kühle, klamme Haut ; die Kehle gibt beim Atmen den Laut des Buchstabens „k“ von sich ; Augen ungleich fixiert ; Bewußtlosigkeit.
Taubheitsgefühl und Empfindungslosigkeit.
Lähmung, Empfindungslosigkeit nach Apoplexie ; bei Trinkern oder alten Leuten ; Stuhl und Harn zurückgehalten.
Schmerzlosigkeit bei allen Beschwerden ; klagt über nichts und verlangt nichts.
SCHLAF [37]
Schläfrigkeit : mit Kopfschmerz ; fast bis zum Sopor gehend.
Stumpfer, komatöser Schlaf, mit rasselnder, schnarchender Atmung ; Schlummer mit halb offenen Augen, verengten oder trägen Pupillen, Karphologie und Betasten umgebender Gegenstände.
Schläfrigkeit oder Sopor ; rotes Gesicht ; schnarchende Atmung ; heißer Schweiß.
Nachts sehr unruhig, ständiges Werfen und Wälzen.
Schläfrig, kann aber nicht schlafen ; übermäßige Wachheit.
Schlaflosigkeit, voll unerwünschter Phantasien und Vorstellungen, die von den umgebenden Gegenständen ganz getrennt sind, wie im Delirium.
Schlaflosigkeit, mit Schärfe des Gehörs ; schlagende Uhren und in der Ferne krähende Hähne halten sie wach.
Coma vigil, mit furchtbaren Visionen, vor Mitternacht.
Während des Schlafes : Greifen nach dem Bettzeug ; Schluchzen ; Stöhnen ; wollüstige Träume.
ZEIT [38]
Morgens : quälendes Leeregefühl im Magen < ; heißer, reichlicher Schweiß.
Um 11 Uhr vormittags : Schüttelfrost.
Tagsüber : lustlos und schläfrig.
Nachts : große Ängstlichkeit ; plötzlicher Verlust des Sehens ; Atmung erschwert und bedrückt ; Husten < ; muß aus Furcht vor Erstickung sitzen ; Schlaflosigkeit ; Konvulsionen ; Frost.
Vor Mitternacht : coma vigil mit furchtbaren Visionen.
Nachlaß am Tag und Abend ; Verschlimmerung nachts und morgens.
TEMPERATUR UND WETTER [39]
Entblößen des Kopfes erleichtert.
Kalte Luft : mühsame Atmung >.
Trinken von Wasser : Trockenheit und Husten >.
Durchnässung : Bronchitis.
Das Bett fühlt sich so heiß an, daß sie kaum darin liegen kann ; > durch Kälte ; < durch Wärme.
Sehr empfindlich gegen kalte Luft.
Wiederauftreten und Verschlimmerung durch Heißwerden.
FIEBER [40]
Kälte : des Körpers, besonders der Extremitäten ; und Starrheit.
Steif und kalt ; Frost und verminderte Wärme, Stupor ; schwacher, kaum wahrnehmbarer Puls.
Frost : in der späteren Nachthälfte, mit Durst, Schmerzen in den Gliedern, heißem Kopf, Stupor ; danach Hitze mit Schlaf, Kopfschmerz, blassem Gesicht, galligem Erbrechen ; dann Schweiß, meist an den Beinen, mit brennend heißem Gefühl.
Gerötetes Gesicht, kalte Beine, schläfrig, kann aber nicht schlafen.
Hitze : des Kopfes, mit reichlichem Schweiß ; in der Brust und anderen Teilen des Rumpfes ; mit Brennen der Wangen ; im Gesicht, mit Schweiß in großen Tropfen ; mit soporösem, schnarchendem Schlaf und offenem Mund ; Zucken durch die Glieder und Schweiß auf heißem Körper ; Körper brennend heiß, selbst wenn er in Schweiß gebadet ist ; Glieder zucken ; will sich entblößen.
Das Bett fühlt sich so heiß an, daß sie nicht darin liegen kann ; bewegt sich oft auf der Suche nach einem kühlen Platz.
Schweiß : kalt, auf der Stirn oder über dem ganzen Körper ; über dem ganzen Körper, der brennend heiß ist ; Schlaf und Schnarchen ; heißer, reichlicher Morgenschweiß, will aufgedeckt sein ; auf dem oberen Teil des Körpers ; unterer Teil heiß und trocken.
Akute Fieber, gekennzeichnet durch einen an Stupor grenzenden Sopor und durch Fehlen jeder Klage, Schnarchen bei offenem Mund, halbzuckende Glieder und brennende Hitze des schwitzenden Körpers.
Nach schwerer Erkältung ; fieberhafte Symptome, Halsschmerzen, pochender Kopfschmerz, delirierender, unruhiger Schlaf ; heiße Oberfläche, mit Frost, der über den Körper kriecht, besonders von den Hüften bis unter die Knie ; Lahmheitsgefühl der Augäpfel ; unbeherrschbarer Wunsch zu weinen.
Schüttelfrost um 11 Uhr vormittags ; Körper kalt, oder Kälte nur der Glieder, des Bauches, Rückens, der Hände und Füße.
Schlaf während Frost, Hitze und Schweiß ; während des Schweißes fühlt er sich noch brennend heiß ; Kinder und alte Leute. θ Wechselfieber.
Kongestive Frostparoxysmen zeitlich regelmäßig, in den Stadien unregelmäßig.
Intermittens der alten Leute und Kinder.
Somnolenz, begleitet von leichtem Delirium ; liegt ruhig mit befriedigtem Gesichtsausdruck ; antwortet richtig, wenn er geweckt wird ; macht keine Klage, im Gegenteil ist er oft mit seinem Zustand zufrieden, weil seine Träume angenehm sind ; bleibt nur kurze Zeit wach und fällt dann wieder in den somnolenten Zustand zurück. θ Typhus.
Typhoider Fiebertypus, Stupor, kaum zu erwecken ; sprachlos ; Augen halb offen ; mildes Delirium oder lautes Reden, Wut, Singen, Verlangen zu entfliehen.
Typhus abdominalis : mit tiefer zerebraler Kongestion, die in Lähmung des Gehirns übergeht ; dunkler oder bräunlich-roter Farbton des Gesichts ; Herabhängen des Unterkiefers und schnarchende Atmung ; Körper in heißen Schweiß gebadet, der Schweiß nicht kritisch ; fühlt, als seien ihre unteren Extremitäten von ihrem Körper getrennt und gehörten jemand anderem ; in lichten Zwischenräumen klagt sie, das Bett sei zu heiß.
ANFÄLLE, PERIODIZITÄT [41]
Paroxysmen : Frost, regelmäßig.
Abwechselnd : harte und flüssige Stühle.
Alle fünfzehn Minuten : Ohnmacht.
Zehn bis dreißig Minuten : dauern die Konvulsionen.
Täglich : Anfälle von Auftreibung und Zuschnürung.
Jeden Abend um etwa 11 Uhr : beginnen die Anfälle.
Nächtlich : Samenergüsse ; Asthma.
Wöchentlich : ein Stuhlgang.
Alle drei Wochen : epileptische Anfälle, Schlaf vierundzwanzig bis dreißig Stunden dauernd.
LOKALITÄT UND RICHTUNG [42]
Rechts : Lähmung der Seite ; Mundwinkel höher als links ; Puls voll an der Radialis ; Auge nach oben gedreht ; Empfindlichkeit der Retina beeinträchtigt ; Gesicht zur Seite gezogen ; Zunge zur Seite vorgestreckt ; Schmerzen auf der Seite ; Stiche im Nasenloch ; wie von einem harten Körper im Hypochondrium ; Kopf zur Seite gedreht ; ballt die Hand, der Daumen nicht eingezogen.
Links : Auge zum Ohr gedreht ; teilweise Lähmung der Akkommodation des Auges ; Kopf nach hinten über die Seite gebogen ; Hand und Fuß zur Seite gedreht ; drückt die Hände gegen die Brustseite ; Zittern des Armes.
EMPFINDUNGEN [43]
Wie von Rauch im Gehirn ; als fliege oder schwebe er in der Luft ; wie betrunken ; als seien die Augen zu groß für die Augenhöhlen ; wie Sand oder Staub in den Augen ; Lider wie gelähmt ; als umschlösse ein Band die Brust in Höhe der Pleura ; als würden die Därme in Stücke geschnitten ; wie von einem Stein oder Gewicht im Bauch ; als würde etwas durch einen engen Raum im Bauch gezwängt ; Bauch wie mit einem Messer gestochen ; Rollen wie eines harten Körpers im rechten Hypochondrium ; als sei das Rektum verschlossen ; Kind wie narkotisiert ; als wäre der Anus verschlossen ; sieht aus wie sterbend ; als wären ihre unteren Extremitäten vom Körper getrennt.
Schmerz : in der Brust ; im Rücken ; in den unteren Extremitäten ; in den Hoden ; in der Herzgegend ; in den Gliedern.
Unerträglicher Schmerz : im Magen.
Äußerst heftige Nachwehen.
Heftige kolikartige Schmerzen : im Bauch.
Großer Schmerz : im Kreuz.
Einschießender Schmerz : in Hoden und Harnblase.
Einschießende Schmerzen : vom Hinterhaupt zur Stirn.
Blitzartige Schmerzen : in allen Richtungen im Bauch.
Krampfartige Schmerzen : in der Gebärmutter.
Stiche : im rechten Nasenloch.
Zuckend-reißende Schmerzen : in allen Richtungen durch den Bauch.
Schneiden : im Bauch ; in der Harnröhre.
Ziehend-reißend : im Rücken.
Kneifen : im Bauch.
Zusammendrückender Schmerz : im Bauch.
Einschnürender Schmerz : im Magen ; im Bauch.
Drückender Schmerz : im Bauch.
Drückender Schmerz : in den Schläfen.
Starke wehenartige Schmerzen : in der Gebärmutter.
Pressschmerzen : im Bauch.
Brennen : in den Augen ; im Anus ; um das Herz ; der Wangen ; des Körpers ; in den Venen.
Hitze : des Gesichts ; in der Brust ; der Hände.
Klopfen : der Arterien.
Einschnürung : des Anus ; der Brust.
Druck : im Magen ; auf Rektum und Harnblase ; auf der Brust.
Spannung : in der hypogastrischen Gegend ; der Brust.
Fülle : im Magen.
Beklemmung : im Magen.
Angstgefühl : im Epigastrium.
Schwere : des Kopfes ; des Hinterhauptes ; des Magens ; der Glieder ; der Füße.
Gefühl der Schwellung : in Händen und Unterarmen.
Leere : des Magens.
Kitzeln : im Kehlkopf.
Trockenheit : der Augen ; des Mundes ; des Halses ; der Haut ; der Hände.
Lahmheitsgefühl : der unteren Extremitäten ; der Augäpfel.
Taubheitsgefühl : der Arme ; der Beine ; der Füße.
Summen : durch den ganzen Körper.
Zittern : des ganzen Körpers.
Kälte : der Extremitäten ; des Körpers ; von Bauch, Rücken, Händen und Füßen ; in den Venen.
Juckreiz : der Haut.
GEWEBE [44]
Vermehrte Erregbarkeit und Tätigkeit in den willkürlichen Muskeln, mit Verminderung derselben in den unwillkürlichen Muskeln.
Zuckungen ; nur die Beuger aktiv.
Abmagerung und Schwäche.
Marasmus ; Kind runzlig und sieht wie ein kleiner vertrockneter alter Mann aus ; Stupor.
Aufhebung der Sekretion von der Schleimhaut des Verdauungskanals.
Plethora.
Venöse Kongestion, mit dunkelroter Oberfläche.
Brennen oder Kältegefühl in den Venen.
Morbus coeruleus.
Eiterungen und Geschwüre schmerzlos.
Bleivergiftung.
Wassersüchtige Schwellung des ganzen Körpers.
BERÜHRUNG. PASSIVE BEWEGUNG. VERLETZUNGEN [45]
Das Bett fühlt sich so hart an, daß sie nicht darauf liegen kann.
Berührung : Bauch empfindlich ; hypogastrische Gegend schmerzhaft.
Kratzen : rote Flecken nach Juckreiz.
Nach Verletzung : des Kopfes, Schwindel ; Schocks.
Verbrennungen ; besonders bei Kindern mit Neigung zu Konvulsionen und anderen krampfhaften Affektionen infolge des Schrecks nach einem Unfall.
HAUT [46]
Haut heiß und feucht, oder sogar morgens schwitzend, mit Verlangen, aufgedeckt zu sein.
Trockenheit der Haut, ohne Fieber.
Sehr lästiger Juckreiz am ganzen Körper, feines Stechen, selten berührungsempfindlich.
Brennend-juckend nach dem Schwitzen.
Der ganze Körper sieht rot aus.
Rötung und Juckreiz der Haut, rote Flecken nach dem Kratzen.
Blässe der Haut.
Haut von blaßblauer Farbe, besonders an den Genitalien.
Blaue Flecken auf der Haut.
Scarlatina : brennende Hitze, soporöser Stupor, qualvolles Umherwerfen, Erbrechen, Diarrhö, Konvulsionen, Verstopfung.
Plötzlicher Rücktritt akuter Ausschläge ; Lähmung des Gehirns tritt ein, oder Konvulsionen.
LEBENSALTER, KONSTITUTION [47]
Helles Haar, schlaffe Muskeln und Mangel an körperlicher Reizbarkeit ; das gut gewählte Mittel macht keinen Eindruck.
Besonders passend für Kinder und alte Personen ; Krankheiten der ersten und zweiten Kindheit.
Häufig passend für Personen, die geistigen Getränken ergeben sind.
Mädchen, wenige Tage nach der Geburt ; Herzaffektion.
Stillkind ; Kolik.
Kind, 18 Monate alt, seit dem fünften Monat leidend ; Krämpfe.
Mädchen, 3 Jahre alt, klein, stämmig, dunkles Haar und Augen ; Stupor.
Mädchen, 3 Jahre alt, nach Schlafen in der Sonne am Nachmittag ; Sonnenstich.
Knabe, 4 Jahre alt, seit zwölf Monaten leidend ; Asthma.
Knabe, 5 Jahre alt, gesund ; Wechselfieber.
Knabe, 6 Jahre alt, seit sechs Wochen leidend ; Wechselfieber.
Mädchen, 6 1/2 Jahre alt, früher an Urtikaria leidend, die sich jedesmal verschlimmerte, wenn sie eine Erdbeere aß ; Verstopfung.
Mädchen, 7 Jahre alt, hatte im Säuglingsalter mesenteriale Krankheit und später Konvulsionen ; Dyspnoe.
Knabe, 9 Jahre alt, seit 6 Wochen leidend ; Wechselfieber.
Mädchen, 12 Jahre alt, seit mehreren Jahren leidend ; Verstopfung.
Knabe, 12 Jahre alt, hatte in diesem Jahr nur einen Frost, obwohl er in der vorigen Saison zu häufigen Anfällen neigte, die stets mit Chinin unterdrückt wurden ; Wechselfieber.
Mädchen, 14 Jahre alt, Menstruation durch Schreck unterdrückt, bekam Konvulsionen ; Menorrhagie.
Fräulein, 15 Jahre alt, seit drei Jahren leidend ; Epilepsie.
Mädchen, 17 Jahre alt, fragil und zart, menstruierte erstmals mit siebzehn Jahren, und der Ausfluß wurde nach zwei Tagen durch Schreck unterdrückt ; Epilepsie.
Mann, 18 Jahre alt, nachdem er sich beinahe von Pneumonie erholt hatte ; Delirium.
Frau, 18 Jahre alt, sehr corpulent, Erstgebärende, nach Abführmitteln ; Puerperalkrämpfe.
Mädchen, 19 Jahre alt, früher an Schmerzen in Brust und Füßen leidend ; Epilepsie.
Mann, 21 Jahre alt, hatte vor einem Jahr einen Anfall ; Kolik.
Mädchen, 23 Jahre alt, früher robust, aber seit den letzten drei Jahren ständig klagend ; Verstopfung.
Mädchen, 23 Jahre alt ; Epilepsie.
Zwei Männer, 20 bis 25 Jahre alt ; Delirium tremens.
Mann, 27 Jahre alt, seit drei Tagen leidend ; Kolik.
Mann, 27 Jahre alt, ledig, robust, vor einem Monat ähnlich befallen ; Bleikolik.
Frau, 27 Jahre alt, ledig, sanftes, ruhiges Wesen, dünne, schlanke Brünette, leidet an Epilepsie, besonders während der Menstruation, Mutter phthisisch, Vater zügellos ; Herzerkrankung.
Frau, 28 Jahre alt, dunkle Gesichtsfarbe, zum dritten Mal schwanger, litt in früheren Schwangerschaften etwa vier Monate lang an Erbrechen ; Schwangerschaftsbeschwerden.
Frau, 30 Jahre alt, während einer Influenza-Epidemie ; Husten.
Frau M., 32 Jahre alt, Irin, heiter, in gesundem Zustand frisch aussehend ; Darmverschluss und Kotgeschwulst.
Frau, 35 Jahre alt, nach dem raschen Verlust zweier Kinder ; zerebrospinale Meningitis.
Frau, 36 Jahre alt, hat einen Tumor an der rechten Brustseite, der sich von der Axilla aus erstreckt und die Brust vergrößert ; Magenaffektion.
Mann, 38 Jahre alt, klein, schmächtig, masturbierte seit dem zwölften Lebensjahr ; Idiotie.
Mann, 40 Jahre alt, klein, dick, phlegmatisch ; Delirium tremens.
Mann, 40 Jahre alt, Trinker ; Delirium tremens.
Mann, 40 Jahre alt, nachdem die Füße sehr kalt geworden waren ; Kolik.
Mann, 40 Jahre alt, Gärtner ; Brustkatarrh.
Mann, 40 Jahre alt, phlegmatisches Temperament, Bryon., Phosphor. usw. ohne Nutzen gegeben, am elften Krankheitstag ; Opium gefolgt von plötzlicher Wendung und zufriedenstellender Genesung ; doppelseitige Pneumonie.
Frau, 43 Jahre alt, nachdem sie mit der Faust heftig gegen Kopf, Hals und Schultern geschlagen worden war ; Krämpfe.
Dr. R. M., 44 Jahre alt, nervös-gallig, starken Getränken ergeben ; Apoplexie.
Frau, 48 Jahre alt, gut genährt, bei guter Gesundheit ; Darmverschluss.
Mann, 50 Jahre alt, dem Trinken ergeben, von Sorge und Kummer bedrückt ; Apoplexie.
Mann, 50 Jahre alt, starker Trinker ; Bronchitis und Asthma.
Mann, 51 Jahre alt, seit zehn Jahren leidend ; Verstopfung.
Frau, 56 Jahre alt, seit zwanzig Jahren leidend ; Verstopfung.
Frau, 56 Jahre alt ; Verstopfung.
Mann, 60 Jahre alt ; Verstopfung.
Mann, 75 Jahre alt, Neigung zu Apoplexie, deren Prodrome mehrmals durch Bellad. zerstreut worden waren ; Apoplexie.
Mann, 84 Jahre alt, an Hämorrhoiden leidend ; psychische Störung.
Fräulein C., rosig, kräftig ; Epilepsie.
Junge Frau, Erstgebärende, nach schwerer Geburt, wobei die Verabreichung von Ether und der Gebrauch von Instrumenten zur Vollendung der Entbindung notwendig gewesen waren ; Puerperalkrämpfe.
Junger Mann, starke Konstitution, nach heftigem Wutanfall ; Kopfschmerz, Fieber usw.
Dame, seit mehreren Jahren leidend ; Kopfschmerz.
Töpfer, hat lange Zeit beim Glasieren gearbeitet ; Kolik.
Maler, gut gebaut, hat häufige Anfälle gehabt ; Bleikolik.
Mann, Trinker, nach übermäßigem Trinken, zu dem er infolge von Verdruss und Kummer gegriffen hatte ; Delirium tremens.
Frau, seit vielen Jahren leidend ; Kopfschmerz.
Ältere Frau, robust, mit rosigen Wangen ; Erbrechen.
BEZIEHUNGEN [48]
Gegenmittelt durch : starken Kaffee, Bellad., Ipec., Nux vom., Vinum, Vanil. arom., Zincum.
Es antidotiert : Kohledampf, Bellad., Digit., Laches., Mercur., Nux vom., Strychnia, Plumbum, Stramon., Tart. emet.
Verträglich : Acon., Bellad., Bryon., Hyosc., Nux mosch., Nux vom., Tart. emet.
Vergleiche : Apis (Apoplexie, Koma) ; Ipecac. und Moschus (Lungenkrampf).