Natrum Sulphuricum
By Constantine Hering — Die Leitsymptome unserer Materia medica
Natriumsulfat ; Glaubersalz. Na OSO 3 +10aq.
Seit seiner Entdeckung durch Glauber im Jahre 1658 (de natura salium) wurde es von ihm selbst Sal Mirabile genannt und später Sal Glauberi. Es wurde als Laxans bei sogenannten entzündlichen Affektionen gebraucht oder als Abführmittel verwendet (Comp. Pereira, ed. by Carson). Die Chinesen gebrauchen es nach Scherzer (Austrian Expedition) zu demselben Zweck. In kleineren, stark verdünnten Gaben wird es selten als eröffnendes Mittel und Diuretikum gegeben (American Dispensatory). In noch kleineren Gaben wurde es von Dr. Schreter in Lemberg, Galizien, geprüft; die Arzneimittelprüfung wurde 1832 in Hartlaub's Annalen, Bd. 111, Nr. 4, veröffentlicht, ferner von dem eifrigen und verdienstvollen Nenning in Böhmen an sich selbst sowie an mehreren Frauen und Mädchen, veröffentlicht 1833 in derselben Zeitschrift, Bd. 4, Nr. 4.
In Grauvogl's Werken, Grundgesetze, 1858, Das Homöopathische Ähnlichkeitgesets, 1861, Diätetik und Prophylaxis, 1862, Lehrbuch der Homöopathie, 1866, wird es als Polychrest in der „hydrogenoiden Konstitution“, bei Sykose, Leukämie und Thrombose empfohlen.
Lange davor war es von Hering in der 30. Centesimalpotenz gebraucht worden, um die Entwicklung einiger Formen der Schwindsucht zu verhindern; von Jeanes wurde es in wichtigen Krankheitsfällen gegeben, von Lippe bei abdominalen Störungen und chronischer Diarrhöe und in der zweiten Potenz mit promptem Erfolg bei einigen Formen von Ischias von Raue und Hering, nach den Symptomen Nennings.
Für die vollständige Sammlung der Symptome siehe Hering's Monograph, Am. Jour. Hom. Mat. Med. Natriumsulfat ist in sehr vielen Quellen enthalten, die als Heilmittel gebraucht und mißbraucht werden.
Es überwiegt in den warmen Quellen von Karlsbad (Sprudel), von Bristol (hot well) und in den kalten Quellen der Isle of Wight sowie von Püllna, Saidschütz, Marienbad, Bilin und Franzensbad in Böhmen. --C. Hg.
Eingeführt von Schreter, geprüft von ihm und Nenning (Hartlaub and Trink's Annalen, Bd. 4, S. 487), Lembke (N. Zeit. für Hom. Klinik, 1866, Bd. 11, S. 97).
KLINISCHE AUTORITÄTEN.
- Periodische Kopfschmerzen , Schüssler's Tissue Remedies ; Kopfschmerz mit Malariasymptomen , Knerr, MSS. ; Ozäna , Terry, N. A. J. H., Bd. 25, S. 309 ; Hinterer Nasenkatarrh , Miller, Hom. Times, 1876, S. 69 ; Zahnschmerz , Landesmann, Raue's Rec., 1873, S. 83 ; Magenverstimmung , Schüssler's Tissue Remedies ; Empfindlichkeit in der Leberregion , Paine, Raue's Rec., 1870, S. 29 ; Leberaffektion , Paine, Raue's Rec., 1871, S. 11 ; Hah. Mo., Bd. 5, S. 200 ; Gallenkolik , Schüssler's Tissue Remedies, S. 117 ; Diarrhöe , Lippe, Organon, Bd. 3, S. 337 ; Hom. Phys., Bd. 2, S. 190 ; Stillman, Raue's Rec., 1875, S. 146 ; Sulzer, Hom. Times, 1875, S. 76 ; Norton, C. R. Med. Inv., 1870, S. 390 ; Chronische Diarrhöe , Pratt, Raue's Rec., 1872, S. 138 ; H. M., Sept., 1871, S. 96 ; Diabetes mellitus , Ægidi, Raue's Path., S. 649 ; Gonorrhöe, Sykose (mit Thuya), 6 Fälle, Bojanus, Raue's Rec., 1871, S. 139-41 ; Leukorrhöe , Müller, B. J. H., Bd. 23, S. 370 ; Herpes vulvæ , Heinigke, Raue's Rec., 1871, S. 160 ; Phlegmasia alba dolens , Burnett, B. J. H., Bd. 33, S. 731 ; Asthma , Guernsey, Hom. Phys., Bd. 7, S. 129 ; Leonard, Schüssler's Tissue Remedies ; Spinale Meningitis , Kent, Schüssler's Tissue Remedies, B. and D. ; Wundheit in Wirbelsäule und Hals , Pulsifer, Hah. Mo., Bd. 5, S. 195 ; Schwellung der Halsdrüsen , Grauvogl ; Text-book, S. 360 ; Paronychie , Grauvogl, Rück. Kl. Erf., Bd. 5, S. 913 ; Panaritium , Bell, Raue's Rec., 1870, S. 327 ; Hitze der Füße , Berridge, Hom. Times, 1875, S. 23 ; Lokomotorische Ataxie (mit Thuya), Grauvogl, B. J. H., Bd. 26, S. 639 ; Krämpfe nach Kopfverletzung , Kent, Hom. Phys., Bd. 6, S. 279 ; Chronische fistulöse Abszesse , Grauvogl ; Sykose, Kent, Hom. Phys., Bd. 6, S. 275.
GEMÜT [1]
Unfähigkeit zu denken.
Heiterkeit, glückliche Stimmung ; nach lockerem Stuhl.
Niedergeschlagen ; weinerlich ; lebhafte Musik macht sie traurig.
Lebensüberdruß ; muß alle Selbstbeherrschung aufbieten, um sich nicht zu erschießen.
Reizbar, < morgens ; mag weder sprechen noch angesprochen werden.
Große Angst, verursacht durch den Druck der Schwellung im Hals auf die Luftröhre.
Gedrückte Stimmung, äußerst furchtsam und ängstlich ; Geist geschwächt.
Gelbsucht nach Ärger.
Psychische Störungen infolge eines Sturzes oder anderer Kopfverletzungen.
Melancholie mit periodischen Anfällen von Manie.
SENSORIUM [2]
Schwindel : nach dem Mittagessen ; dann Wärme vom Körper zum Kopf, immer heftiger, bis der Schweiß auf der Stirn ausbricht ; > nachdem die Stirn feucht geworden ist ; mit Benommenheit des Kopfes ; häufiges Gähnen und Erbrechen von saurem Schleim ; bei Magenverstimmungen, Gallenübermaß, mit galligem Belag auf der Zunge oder bitterem Geschmack im Mund.
Benommenes Gefühl, Dumpfheit.
INNERER KOPF [3]
Druck in der Stirn, besonders nach dem Essen ; als ob die Stirn bersten wollte.
Periodische Anfälle in der rechten Stirnseite.
Schmerz, als ob die Stirn nach einer Mahlzeit bersten wollte.
Druck in Stirn und Scheitelgegend nach Sonnenuntergang, mit Hitze auf dem Oberkopf ; > durch Druck der Hand ; in Ruhe und im Liegen ; < beim Denken.
Klopfender Schmerz in beiden Schläfen beim Gehen.
Periodisch wiederkehrende Kopfschmerzen ; der Schmerz konzentriert sich in der r. Schläfe, bohrender Art, als ob eine Schraube hineingedreht würde, vorangegangen von Brennen in der Magengrube, bitterem Geschmack und Mattigkeit, nur nachts oder morgens gefühlt ; Erbrechen von Galle folgt.
Unbeschreiblicher Schmerz auf dem Oberkopf, als ob er sich spalten würde.
Druck und Hitze im Scheitel während der Menstruation.
Heißes Gefühl auf dem Oberkopf.
Schwer und dumpf im Kopf, besonders morgens ; sieht blaß und kränklich aus.
Schwere im Kopf, mit Nasenbluten, ohne Erleichterung.
Blutandrang zum Kopf ; pochender Kopfschmerz.
Kopfschmerz beim Lesen, machte ihn heiß und schweißig.
Das Gehirn fühlt sich beim Bücken locker an, als falle es gegen die linke Schläfe.
Ruck im Kopf, der ihn nach der rechten Seite wirft.
Kopfschmerz : mit Schwindel ; bitterem Geschmack ; Erbrechen von Galle ; galliger Diarrhöe ; kolikartigen Schmerzen.
Dumpfer Kopfschmerz, mit Malariasymptomen.
Hinterhauptskopfschmerz.
Heftige Schmerzen an der Basis des Gehirns, als werde es in einem Schraubstock zerquetscht, oder als nage dort etwas.
Heftige Schmerzen im Kopf, besonders an der Basis des Gehirns und im Nacken. θ Nach Kopfverletzungen.
Reizung des Gehirns nach Kopfverletzungen.
ÄUSSERER KOPF [4]
Kriebeln in der Kopfhaut des Scheitels.
Kopfhaut empfindlich ; Haare schmerzen beim Kämmen.
Brennen auf dem Oberkopf.
Chronische Folgen von Verletzungen des Schädels ; einfache Gehirnerschütterungen, die auf einen beträchtlichen Stoß gefolgt sind, und Verletzungen ohne organische Affektionen.
SEHEN UND AUGEN [5]
Sehen verschwommen ; Augen schwach ; tränen.
Empfindlichkeit der Augen gegen Licht, mit Kopfschmerz.
Gelbfärbung der Bindehäute.
Große, blasenartige Granulationen, mit brennenden Tränen.
Brennen im rechten Auge, brennender Tränenfluß, verschwommenes Sehen ; < in der Nähe des Feuers, auch morgens und abends ; Brennen der Lidränder.
Krabbelndes Gefühl in den Augen ; große Trockenheit und Brennen der Augen ; < vom Nachmittag bis zum Abend ; als ob die Augäpfel heiß wären.
Granulöse Bläschen an den Augen.
Conjunctivitis granulosa, die Granulationen erscheinen wie kleine Bläschen (Thuya).
Lichtscheu bei skrofulöser Ophthalmie ; Lider verklebt.
Injektion mit Brennen der Lidränder.
Chronische Konjunktivitis, mit granulierten Lidern, grünem Eiter, furchtbarer Lichtscheu.
Lider schwer wie aus Blei, drückendes Gefühl in den Augen beim Lesen am Abend.
Brennen oder Juckreiz der Lidränder morgens.
HÖREN UND OHREN [6]
Klingeln in den Ohren, wie von Glocken.
Drücken in den Ohren, als würde das Trommelfell nach außen gedrückt.
Ohrenschmerz, als dränge sich etwas nach außen.
Stechender Schmerz im rechten Ohr nach innen ; scharfe, blitzartige Stiche im Ohr ; < beim Übergang aus kalter Luft in ein warmes Zimmer, < bei feuchtem Wetter, beim Leben auf feuchtem Boden usw.
Otalgie.
Hitze im rechten Ohr, abends.
Reizbare Schleimhaut von Ohren und Nase.
GERUCH UND NASE [7]
Nasenbluten : vor der Menstruation ; während der Menstruation, hört auf und kehrt oft zurück ; nachmittags.
Verstopfung der Nase ; große Trockenheit und Brennen.
Niesen und fließender Schnupfen.
Katarrhalischer Ausfluß, gelblich-grün ; wird bei Lichteinwirkung grün.
Ansammlung von Schleim, besonders nachts, mit salzigem Auswurf morgens. θ Hinterer Nasenkatarrh.
Wässriger Ausfluß wird gelb und reichlich ; Nasenlöcher wund ; Ausfluß dick, gelb und meist aus den vorderen Nasenöffnungen. θ Chronischer Nasenkatarrh.
Dicker, gelblicher Ausfluß aus der Nase ; manchmal wird morgens mit etwas Blut und üblem Geruch eine grünlich aussehende Kruste aus der Nase ausgeschnaubt ; die Kruste scheint von einem Geschwür in der Schneiderschen Membran zu stammen ; Schmerz in der Nasenwurzel, fühlt sich verstopft an ; tagsüber und morgens Räuspern von stärkeartigen, gräulichen Schleimstücken mit salzigem Geschmack ; Beklemmung im mittleren und oberen Teil der Brust, wie von einer Last in der Brust, < nachts, morgens und bei feuchtem Wetter ; manchmal Schmerz in der l. unteren Brustseite ; Warze am rechten Ringfinger. θ Ozäna.
Syphilitische Ozäna, beginnend mit Geschwüren in den Fauces, kein Foetor.
Juckreiz der Nasenflügel, der zum Reiben zwingt.
OBERE GESICHTSHÄLFTE [8]
Gesicht : blaß, fahl ; gelblich oder ikterisch bei Galligkeit.
Bläschen und Pickel im Gesicht.
Glattes Erysipel des Gesichts.
Juckreiz im Gesicht.
UNTERES GESICHT [9]
Brennender Schmerz im Mundwinkel nachts ; Lippen brennen wie Pfeffer.
Oberlippe trocken, Haut schält sich ab.
Bläschen an der Unterlippe.
Bläschenausschlag um Mund und Kinn.
Pickel am Kinn, brennt bei Berührung.
ZÄHNE UND ZAHNFLEISCH [10]
Pochender Zahnschmerz, mit großer Unruhe ; < durch Warmes, aber unerträglich bei heißem Getränk.
Zahnschmerz : > durch kaltes Wasser im Mund ; > durch kühle Luft oder Tabaksrauch.
Das Zahnfleisch brennt wie Feuer.
Blase am oberen Zahnfleisch, eiternd, dann eintrocknend.
Schmerzloser, beweglicher Tumor am unteren Zahnfleisch.
GESCHMACK, SPRACHE, ZUNGE [11]
Geschmack : bitter ; unangenehm ; schleimig, Zunge mit Schleim belegt.
Kein Geschmack morgens ; der Mund fühlt sich trocken, taub an.
Schmutzig grünlich-grauer oder grünlich-brauner Belag auf der Zungenwurzel.
Zunge : grünlich belegt, mit Malariasymptomen ; schleimig ; rot ; brennende Spitze.
Bläschen mit brennendem Schmerz an der Zungenspitze.
MUNDHÖHLE [12]
Gaumendach wund bei Berührung.
Brennen des Gaumens, als sei er wund und roh, während der Menstruation.
Bläschen am Gaumen, die täglich zunahmen ; der Gaumen wurde so empfindlich, daß sie kaum essen konnte ; > wenn sie etwas Kaltes in den Mund nahm.
Brennen im Mund, wie von Pfeffer ; Mund trocken, Durst, Zahnfleisch rot.
Trockenheit mit Rötung des Zahnfleisches und Durst.
Gefühl von Taubheit und Rauheit im Mund.
Bitterer Geschmack, voll von Schleim, dick und zäh, weiß, muß ihn ständig aus Ösophagus, Luftröhre und Magen heraufräuspern.
Ansammlung von sehr dünnflüssigem Speichel im Mund ; reichlich nach den Mahlzeiten.
GAUMEN UND HALS [13]
Trockenheit des Halses, kein Durst ; erstreckt sich bis in den Ösophagus.
Hals wund, Gefühl von Zusammenziehung beim Schlucken von Speichel ; Wundheit < durch Sprechen oder beim Schlucken fester Speisen.
Halsschmerz, Gefühl eines Klumpens beim Schlucken.
Häufige Einschnürung des Halses beim Gehen.
Entzündung der Tonsillen und des Zäpfchens, mit schmerzhafter Deglutition und Drang, Speichel zu schlucken.
Geschwüre auf den Tonsillen ; reißender Schmerz den Hals hinab.
Schleim im Hals, nachts ; räuspert morgens salzigen Schleim herauf.
Bei Diphtherie, wenn grünes Erbrechen auftritt.
APPETIT, DURST. VERLANGEN, ABNEIGUNGEN [14]
Appetitlosigkeit : mit starkem Durst ; mit Malariasymptomen.
Durst : abends ; nach etwas sehr Kaltem.
Großes Verlangen nach Eis oder eiskaltem Wasser.
Widerwillen gegen Brot, das sie früher gern mochte.
Abneigung gegen Fleisch.
ESSEN UND TRINKEN [15]
Gemüse, Obst, Backwerk, kalte Speisen oder Getränke und mehlige Nahrung verursachen Diarrhöe.
Vor den Mahlzeiten : flaues Gefühl im Magen.
Nach dem Essen : Kopfschmerz ; Schweiß im Gesicht.
Heiße Getränke : Zahnschmerz <.
SCHLUCKAUF, AUFSTOSSEN, ÜBELKEIT UND ERBRECHEN [16]
Schluckauf : abends ; nach dem Essen von Brot und Butter.
Ständiges Aufsteigen oder Heraufwürgen von saurem Wasser ; Sodbrennen.
Flauheit vor dem Essen.
Ständige Übelkeit.
Übelkeit, manchmal Erbrechen zuerst von saurer, dann von bitterer Flüssigkeit. θ Hepatitis.
Erbrechen : von Galle ; von sehr saurem Schleim oder vorangegangen von Schwindel ; von salzig-saurem Wasser ; von Galle mit bitter-saurem Geschmack, Schwindel und Kopfschmerz ; von grünlichem Wasser ; mit Kolik.
MAGENGEGEND UND MAGEN [17]
Der Magen fühlt sich ausgedehnt und schwer an.
Völlegefühl im Magen und in der Brust, erschwerte Atmung, abends im Bett.
Klopfender Schmerz im Magen, mit leichter Übelkeit.
Bohren im Magen, als würde er perforiert ; oder brennend kneifend morgens nach dem Aufstehen ; > nach dem Frühstück.
Magenbeschwerden mit Übersäuerung.
Ständiger Gallengeschmack ; Zunge mit einem quarkartigen, bitteren Belag bedeckt ; tagsüber, besonders nach dem Essen, bittere oder geschmacklose Aufstöße ; Gesichtsfarbe gelb ; Appetit sehr gering ; kein Durst ; Bier widerwärtig ; zum Frösteln geneigt ; matt ; Druck über einem Auge ; Stuhl normal, aber spärlich. θ Magenverstimmung.
HYPOCHONDRIEN [18]
Kann enge Kleidung um die Taille nicht ertragen.
Anfälle von Hepatitis, von denen sie sich nur sehr langsam erholte.
Leber geschwollen und bei Berührung wund.
Stiche in der Lebergegend, Empfindlichkeit beim Gehen im Freien.
Beim tiefen Atemholen scharfer, heftiger Stich in der rechten Bauchseite, wie in der Leber ; als ob sie dort aufbrechen wollte, im Sitzen, durch Druck unverändert, um 4 Uhr nachmittags.
Galligkeit, Übermaß an Galle, Erbrechen bitterer Flüssigkeiten, grünlich-braune oder grünlich-graue Zunge.
Gelbsucht infolge von Ärger.
Reizbare Leber manchmal nach übermäßigem Studium oder geistiger Arbeit.
Leber gestaut, < im Liegen auf der linken Seite.
Schmerz in der linken Hypochondriengegend oder darüber, an den letzten Rippen ; Husten mit eitrigem Auswurf.
Stiche im linken Hypochondrium beim Gehen im Freien.
BAUCH UND LENDEN [19]
Dumpf-schwerer Schmerz, der vom Bauch zum Rücken zieht.
Brennen im Bauch ; Schmerz in den Därmen wie geprellt ; Grimmen > durch Kneten des Bauches.
Kneifen in den Därmen : mit Schmerz in der Stirn ; mit dem Gefühl, als seien die Därme ausgedehnt ; mit Rumoren, wechselndem Schmerz und nachfolgender Diarrhöe.
Schmerzhaftes Wühlen im Bauch während der Menstruation, abends, gefolgt von Durst.
Zusammenziehender Schmerz im Bauch, der sich auf die Brust erstreckt mit Beklemmung des Atems und nachfolgender Diarrhöe.
Heftige Kolik und Schmerz im Kreuz, wie geprellt, weckt sie um 2 Uhr morgens ; > im Liegen auf der Seite.
Bauchschmerz morgens vor dem Frühstück.
Ständige Unruhe in den Därmen und Stuhldrang.
Gefühl von Fülle.
Abdominale Blähung : viel Rollen und Rumoren ; eingeklemmt, besonders in der rechten Seite ; sammelt sich nachts an und verursacht große Schmerzen ; Grollen und Rollen mit plötzlichen Kneifen, wie nach einem Abführmittel, dann Diarrhöe ; lautes Rumoren, gefolgt von Abgang sehr übelriechender Blähungen ; nach der Entbindung ; mit schneidenden Schmerzen und Leberstauung ; nachts ; reißender Schmerz um den Nabel ; < vor dem Frühstück, wenn der Magen leer ist.
Kolikschmerz in der Gegend der rechten Leiste, über den Bauch ausstrahlend.
Gallenkolik ; entsetzliche Schmerzen ; Erbrechen von Galle ; bitterer Geschmack.
Bleikolik.
Hitze in den unteren Därmen mit grünen galligen Entleerungen.
Typhlitis.
Stechender Schmerz in der rechten Flanke, mit Übelkeit.
Schmerz in der rechten Flanke, als sei sie ausgedehnt.
Stich von der linken Leiste bis zur Axilla.
Tympanites bei galligen Fiebern.
Tuberculosis abdominalis.
STUHL UND REKTUM [20]
Morgendliche Diarrhöe, beim Aufstehen ; plötzlicher Drang, schwallartig, begleitet von Flatulenz ; der Stuhl spritzt im ganzen Gefäß umher ; Prostration.
Lockere Morgenstühle, besonders nach einer Periode feuchten Wetters.
Grüne Entleerungen, fahle Haut, gelbe Augäpfel.
Stuhl : dunkel gallig oder aus grüner Galle ; gelblich-grün ; schwallartig ; spärlich, schleimig, hell, rot oder blutig ; gewaltsam oder plötzlich ausgestoßen ; halbflüssig, mit Tenesmus ; schmerzlos, gelegentlich unwillkürlich beim Abgang von Blähungen oder Harn oder im Schlaf ; gelb, flüssig, bald nach dem Aufstehen morgens ; in einem Schwall ; wässrig, mit viel Blähungen ; lehmfarben (Hepatitis) ; Flatulenzkolik ; Wind eingeklemmt, rechte Seite ; weich, aber schwer auszutreiben.
Vor dem Stuhl : zusammenziehender Schmerz im Bauch, der sich in die Brust erstreckt ; kneifende Schmerzen in den Leisten und im Unterbauch ; heftige Kolik und Rumoren.
Während des Stuhls : leichter Tenesmus und Brennen im Anus ; reichlicher Abgang von Blähungen ; wollüstiges Gefühl.
Nach dem Stuhl : Heiterkeit, glückliche Stimmung ; Brennen im Anus ; Erleichterung der Kolik.
Diarrhöe : < bei feuchtem Wetter ; morgens ; nach mehliger Nahrung ; in kalter Abendluft ; durch Gemüse, Obst, Backwerk, kalte Speisen oder Getränke ; abwechselnd mit Verstopfung ; tritt regelmäßig morgens auf und kehrt jeden Tag ganz regelmäßig wieder.
Diarrhöe um 9 Uhr morgens, vorangegangen von Abgang vieler übelriechender Blähungen ; schmerzlos ; Stühle dünn, gelblich und spärlich ; nur eine Entleerung täglich.
Plötzlicher Stuhldrang ; Stuhl spärlich, zeitweise schleimig, blutig, von üblem Geruch, hellrotes Blut enthaltend ; unwillkürlich, tritt während der Miktion, im Schlaf oder beim Abgang von Blähungen auf ; Flatulenzkolik < auf der rechten Seite ; < bei feuchtem Wetter oder während eines Sturmes ; < nach Speisen aus Mehl, Backwerk, Früchten ; tritt besonders zwischen 2 oder 3 Uhr morgens und 2 Uhr nachmittags auf ; > im Liegen auf der Seite und nach Abgang von Blähungen ; Empfindlichkeit der Hypochondriengegenden ; duldet keine enge Kleidung ; Schmerz und dumpf-schweres Gefühl im Magen ; Appetitlosigkeit ; Abneigung gegen Brot ; starker Durst ; Frösteln ; Brennen im Bauch ; Schlaflosigkeit ; Prostration ; Ausschlag um den Anus und zwischen den Schenkeln. θ Chronische Diarrhöe.
Die Anfälle kommen plötzlich ; Stuhl spärlich, schleimig, hellrot, manchmal blutig, gewaltsam und plötzlich, manchmal übelriechend ; die Entleerungen sind häufig und gelegentlich tritt unwillkürlicher Stuhl beim Abgang von Blähungen oder Harn oder im Schlaf auf ; die Abgänge sind von Schmerzen begleitet ; < nach dem Essen von Gemüse, Obst oder Backwerk, von 2 oder 3 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittags, in einem warmen Zimmer, im Winter, bei Verkühlung, nachts, durch kalte Speisen oder Getränke, nach dem Essen, bei feuchtem Wetter und durch Bewegung ; Schmerz > durch Liegen und durch Abgang von Blähungen ; kann enge Kleidung um die Taille nicht ertragen ; der Schmerz hat einen dumpf-schweren Charakter und zieht vom Bauch zum Rücken ; viel Wind in den Därmen und Übelkeit im Magen ; Appetit sehr schlecht, viel Durst ; zum Frösteln geneigt ; Brennen im Bauch begleitet den Schmerz ; schläft nachts nicht gut ; nach einem Anfall fühlt sie sich sehr müde und wund quer über Därme, Seiten und Rücken ; ist sehr schwach ; hat einen Ekel vor Brot, das sie früher gern mochte ; neigt zu Rheumatismus ; und hatte zeitweise einen gelben Ausfluß aus dem linken Ohr. θ Chronische Diarrhöe.
Diarrhöe seit drei Jahren ; Schmerz in den Därmen wie geprellt, viel Abgang von Wind.
Chronische Diarrhöe mit häufigen unwillkürlichen Entleerungen seit Dammriß.
Harter knotiger Stuhl, mit Blut gestreift, begleitet und vorangegangen von Wundbrennen im Anus ; oft mit spärlicher Menstruation.
Abgang übelriechender Blähungen ; in großen Mengen ; morgens ; nach den Mahlzeiten ; mit lockerem Stuhl.
Ständige Unruhe in den Därmen und Stuhldrang.
Chronische Diarrhöe ; Tuberculosis abdominalis.
Juckreiz des Anus ; wie von Würmern.
Knotiger, warzenartiger Ausschlag am Anus und zwischen den Schenkeln ; Kondylome ; Sykose.
HARNORGANE [21]
Nephritis scarlatinosa.
Diabetes nach einer Erkältung und einem durch Naßwerden im Vorjahr hervorgerufenen Anfall von rheumatischem Fieber ; äußerste Abmagerung, eingefallenes Gesicht, abgeflachte Brust, vorspringende Rippen, Muskeln der Extremitäten weich und schlaff, kaum mehr als Haut und Knochen ; Zunge und Zahnfleisch hellrot, letzteres von den Zähnen zurückweichend ; Epigastrium aufgetrieben und sehr empfindlich ; Leber hypertrophisch ; Därme verstopft, Fäzes grau, Haut schlaff, Brust mit Erythem bedeckt ; dumpfer Schmerz in der Gegend der rechten Niere bei Druck ; Harn ungeheuer vermehrt, täglich 10 bis 18 Pfund ; Harn blaß, fast wie Wasser, zugleich etwas wie Molke, zäh, beim Abgang schäumend, mit saurer Reaktion, spezifisches Gewicht 1103, Zuckergehalt darin etwa 5 1/2 Prozent ; Appetit und Durst unmäßig ; Schlaf gestört durch häufigen Drang zum Wasserlassen ; gedrückte Stimmung, äußerst furchtsam und ängstlich ; Geist geschwächt, Denkvermögen beeinträchtigt ; fühlte sich müde, kraftlos, Gehen und alle Körperbewegungen schwierig ; Schmerz in den Sprunggelenken ; Schwere der Füße ; morgens Müdigkeit und Kraftlosigkeit ; alle Beschwerden < während der Ruhe ; Durst fast den ganzen Vormittag, mit innerem Frösteln, Verwirrung des Kopfes, drückendem Schmerz in der Stirn, besonders nach jeder Mahlzeit ; Geräusche in den Ohren, manchmal Schwindel, gefolgt von Übelkeit und erschwertem Schlucken.
Polyuria simplex, übermäßige Harnabsonderung, besonders wenn diabetisch.
Reichliche Miktion, mit ziegelmehlartigem Sediment.
Stechen in beiden Leisten, mit Drang zum Wasserlassen, nachmittags beim Gehen im Freien.
Kneifen um den Nabel im Sitzen, mit Drang zum Wasserlassen, der Schmerz zieht in die Leiste.
Mehr Harn als gewöhnlich, mit Brennen beim Wasserlassen ; < nachts, muß zweimal aufstehen.
Der Harn brennt beim Abgang ; er geht nur in kleinen Mengen ab.
Brennen während und nach der Miktion, oder mit Kreuzschmerz beim Zurückhalten des Harns.
Harn mit Galle beladen.
Sediment gelbrot ; morgens gelbweiß.
Harnsaure Ablagerungen im Harn, ziegelmehlartiger Farbstoff im Wasser, oft verbunden mit Gicht.
Gries, sandiges Sediment im Harn.
MÄNNLICHE GESCHLECHTSORGANE [22]
Geschlechtstrieb abends erregt ; auch morgens mit Erektionen.
Vergrößerte Prostata, Eiter und Schleim im Harn.
Gonorrhöe, gelblich-grünlicher Ausfluß von dicker Konsistenz ; wenig Schmerz.
Gonorrhöe ; Sykose.
Chronische Gonorrhöe ; unterdrückt.
Kondylome, weiche fleischige Auswüchse sykotischen Ursprungs, mit grünlichem Ausfluß.
Präputial- und Skrotalödem.
Juckreiz : der Genitalien ; der Eichel oder des Penis, zum Reiben zwingend ; des Skrotums, mit Brennen nach Kratzen ; des Perineums und des Mons veneris.
WEIBLICHE GESCHLECHTSORGANE [23]
Vor der Menstruation Nasenbluten.
Menstruation : reichlich, scharf, wundmachend, mit Kolik und Verstopfung, oder mit morgendlicher Diarrhöe und Frösteln ; scharf, wundmachend und in den ersten Tagen reichlich fließend, in den letzten Tagen Abgang von Gerinnseln ; spärlich, mit knotigem, blutgestreiftem Stuhl ; zu spät, scharf, macht die Schenkel wund ; fließt beim Gehen frei ; verzögert, spärlich, mit Kolik ; mit Diarrhöe.
Leukorrhöe : scharf wundmachend, oder Vulvitis ; Teile entzündet, geschwollen, mit linsengroßen, mit eitriger Materie gefüllten Bläschen bedeckt. θ Nach der Entbindung.
SCHWANGERSCHAFT. GEBURT. LAKTATION [24]
Erbrechen in der Schwangerschaft, mit bitterem Geschmack.
Das ganze linke Bein stark geschwollen, nicht eindrückbar, aber der geringste Druck verursacht große Schmerzen ; unerträglicher Schmerz, ausgehend von der linken Schläfe, geht über die Stirn zum rechten Scheitel, zur rechten Seite des Hinterhaupts ; beginnt morgens, sobald sie den Fuß auf den Boden setzt, dauert den ganzen Tag bis 4 oder 5 Uhr nachmittags, die betroffenen Teile bleiben wund ; das betroffene Bein brennt wie von Brennnesseln ; sehr nervös, kalte Schauer treten plötzlich auf ; beginnt zu zittern, sobald sie ins Bett kommt, dauert den größten Teil der Nacht, gefolgt von Hitze, kein Schweiß ; immer fröstelnd, „zum Tode verfroren“ ; < bei feuchtem Wetter ; Harn blaß und spärlich ; Kreuzschmerz ; Menstruation unterdrückt ; Leukorrhöe reichlich, gelblich, eitrig ; Radialpuls schwach ; unfähig zu gehen, schafft es aber mit Hilfe eines Stocks durch das Zimmer. θ Phlegmasia alba dolens.
Sechs Wochen nach der Entbindung heftiges Fieber, gefolgt von Vulvitis mit Herpes ; große Prostration ; Unruhe und Schlaflosigkeit ; Appetitlosigkeit ; schlechter Geschmack ; großer Durst ; rote Zunge ; Verstopfung ; Kopfschmerz und Empfindlichkeit der Augen gegen Licht ; linsengroße, mit eitriger Materie gefüllte Bläschen ; hydrogenoide Konstitution.
STIMME UND KEHLKOPF. LUFTRÖHRE UND BRONCHIEN [25]
Heiserkeit ; mit Fluor albus.
ATMUNG [26]
Ständiges Verlangen, tief und lang Atem zu holen.
Kurzer Atem beim Gehen, allmählich > durch Ruhe ; später bleibt die Atemnot auch im Sitzen bestehen.
Kurzer Atem, mit stechendem Schmerz in der linken Brustseite.
Beim tiefen Atemholen ein scharfer Stich in der rechten Brustseite, später auch beim Einatmen in der linken Seite.
Große Dyspnoe, Verlangen, bei feuchtem, trübem Wetter tief Atem zu holen.
Anfälle von Heuasthma, die die Patientin sehr fürchtet, mit großer Prostration und sie zwingen, im Bett zu bleiben ; Niesen, erschwerte Atmung, kann nicht liegen, Atmung < bei der geringsten Bewegung, begleitet von einem Herausbiegen zwischen den Schulterblättern.
Seit Jahren Anfälle asthmatischer Atmung, so ausgeprägt, daß sie sein Nahen schon aus einiger Entfernung ankündigen, und nach jeder ungewöhnlichen Anstrengung auftretend ; während der Remission grobe Rasselgeräusche entlang der größeren Bronchien.
Feuchtes Asthma, Schleimrasseln.
Heftiger Asthmaanfall ; grünlicher, eitriger Auswurf ; lockere Entleerung sofort beim Aufstehen.
Seit Jahren asthmatische Anfälle ; Auswurf grünlich und bemerkenswert reichlich.
Asthma bei jungen Leuten aus allgemeinem Bronchialkatarrh ; später bei jedem Wechsel zu feuchtem Wetter.
Asthma gegen 4 oder 5 Uhr morgens, mit Husten und Heraufbringen von glasigem Schleim und Erbrechen nach dem Essen ; immer < bei feuchtem, regnerischem Wetter.
Katarrh, der chronisch geworden ist.
Übelriechender Atem, mit Malariasymptomen.
HUSTEN [27]
Husten : trocken, mit Wundheit in der Brust, rauhem Gefühl im Hals, besonders nachts ; mußte sich aufsetzen und die Brust mit beiden Händen halten ; locker, durch Kitzeln im Hals ; morgens ; mit eitrigem Auswurf und Schmerz an den letzten Rippen der linken Seite ; häufig, mit etwas Auswurf ; wenn er im Stehen hustet, fühlt er einen scharfen Stich in der linken Brustseite, mit Kurzatmigkeit ; mit dickem, zähem, grünlichem, eiterartigem Auswurf.
Bluthusten bei hydrogenoiden Konstitutionen.
INNERES DER BRUST UND LUNGEN [28]
Nach Sonnenuntergang beklemmtes Gefühl in der Brust und Gefühl eines Balles im Hals, mit Neigung zu weinen ; wie Hysterie.
Druck auf der Brust, wie von einer schweren Last ; Beklemmung morgens beim Erwachen.
Gefühl des Vergehens in der Brust.
Stiche : in der linken Brustseite im Sitzen, beim Gähnen, beim Einatmen ; vom Bauch zur l. Brustseite hinauflaufend.
Wundheit der Brust beim Husten, > durch Druck.
Konstitutioneller Zustand bei Kindern, der zu Brustkatarrhen und asthmatischen Beschwerden führt.
Eine Art Phthise, keine echte Tuberkulose, bei Personen sykotischer oder hydrogenoider Konstitution ; Husten mit mukopurulentem Auswurf, laute Rasselgeräusche durch die Brust, und der Sitz der Entzündung scheint der Unterlappen der linken Lunge zu sein ; Schmerz an der neunten oder zehnten Rippe der l. Seite.
Phthisis pulmonum alter Leute ; Phthisis mucosa ; Husten, mit mukopurulentem Sputum.
Sykotische Pneumonie, unaussprechliche Qual ; langsam gerinnendes Blut.
ÄUSSERE BRUST [30]
Schwellung der Rippen nahe dem Sternum.
Krampfartige Bewegungen der Muskeln, < linke Seite.
Sykotisches Exanthem jeden Frühling.
HALS UND RÜCKEN [31]
Heftige Schmerzen im Nacken und Kopf ; Zurückziehen des Halses und Krämpfe des Rückens, zusammen mit psychischer Reizbarkeit und Delir ; heftiger Blutandrang zum Kopf. θ Spinale Meningitis.
Chronische Schwellung der Halsdrüsen.
Kropf.
Stiche im Nacken (nachts).
Stechend : wie von Messern zwischen den Schulterblättern, abends im Sitzen ; in der Mitte des Kreuzbeins.
Wundheit auf und ab entlang der Wirbelsäule und des Halses.
Schmerz im Kreuz und Kreuzbein wie geprellt.
Heftiger eiternder Schmerz im Kreuz nachts, so daß sie nur auf der rechten Seite liegen kann ; > morgens nach dem Aufstehen.
Druck in der linken Seite, nahe der Lumbalregion, < durch Körperbewegung und Druck.
Juckreiz am Rücken beim Auskleiden.
Schmerz im Kreuzbein, kann auf keiner Seite liegen.
OBERE EXTREMITÄTEN [32]
Schwellung und Vereiterung der Axillardrüsen.
Stechen in der linken Axilla, am Humerus, am Handrücken, in der Handfläche der rechten Hand, in den Fingern, unter den Nägeln.
Kribbeln in Armen und Händen ; sie fühlen sich wie gelähmt an.
Furunkel am rechten Vorderarm und nahe der Achselhöhle.
Keine Kraft in den Händen ; die Beuger schmerzen beim Ergreifen von etwas.
Die Hände zittern beim Erwachen ; später beim Schreiben.
Ausschlag auf den Handflächen beider Hände, auch etwas auf Handrücken und Fingern ; Blasen mit klarem Wasser gefüllt.
Handflächen wund und roh und sondern eine wässrige Flüssigkeit ab.
Wässrige Blasen zwischen Daumen und Zeigefinger.
Finger geschwollen und steif.
Rheumatische Arthritis, besonders in den Fingergelenken, die Schmerzen schießen plötzlich zum Herzen, Harn dunkelrot.
Paronychie ; Patient morgens blaß und schwach, schweres Gefühl im Kopf, Appetitlosigkeit ; abends Frösteln und Hitze ; nach einer mit Wasser gefüllten Blase, die an der letzten Phalanx auftrat, ringsum geschwollen, sehr rot und schmerzhaft ; Eiter um die Nagelwurzel ; Schmerz im Freien erträglicher als im Zimmer, an feuchten Wänden (Keller).
Panaritium, Schmerz im Freien erträglicher.
Entzündung und Vereiterung um die Nagelwurzeln.
Kribbelnder, geschwüriger Schmerz unter dem Nagel ; in den Fingerspitzen.
UNTERE EXTREMITÄTEN [33]
Schmerz im rechten Hüftgelenk ; < durch Bücken, Bewegung, Aufstehen vom Sitzen oder Bewegung im Bett.
Beim Gehen plötzlich ein Stich in die linke Hüfte, der das Weitergehen unmöglich macht, da der Fuß nicht mehr als Stütze dient ; der Schmerz so heftig, daß er keine Minute ertragen werden konnte, unbeschreiblich, als ob er die Besinnung verlieren und hinfallen würde ; verschwindet nach zwei oder drei Sekunden ebenso plötzlich, wie er kam.
Schmerz im linken Hüftgelenk, wie nach Liegen in schlechter Stellung ; erschwert das Hinaufsteigen, auch das Sichsetzen oder Aufstehen ; weckt ihn nachts ; kann jede einzelne Stellung nur kurze Zeit ertragen ; das Gelenk schmerzt bei manchen Bewegungen so, daß er kaum anders kann als aufzuschreien ; zeitweise ist eine Stelle druckempfindlich, dann wieder nicht.
Stechender Schmerz in linker Hüfte, Bauch und Kreuz, nur während der Ruhe.
Stiche in der linken Hüfte, Zittern der Hände, Mattigkeit und Ödem der Füße.
Stechender Schmerz in der linken Hüfte nach einem Sturz.
Schmerz in der Hüfte, bis zum Knie ausstrahlend.
Ischias beim Aufstehen aus dem Sitzen oder beim Umdrehen im Bett ; in keiner Stellung Erleichterung.
Schmerz in der Hüfte > in gewissen Stellungen, zwingt aber nach kurzer Zeit wieder zur Bewegung und verursacht heftiges Leiden.
Braune Flecken auf der Innenseite beider Schenkel nach Syphilis.
Geschwüre an der Außenseite des Schenkels.
Steifigkeit der Knie und Knacken der Gelenke.
Beine und Schenkel fühlen sich müde und erschöpft an.
Beine heiß, brennen bis zu den Knien, abends und am nächsten Morgen.
Stechen in den Fußsohlen, in den Fersen ; geschwüriger Schmerz.
Brennen in den Sohlen, bis zu den Knien reichend.
Trockene Hitze in den Füßen nachts.
Juckreiz an oder zwischen den Zehen nach dem Auskleiden.
Ödem der Füße.
Podagra, Gicht in den Füßen, akute und chronische Fälle.
EXTREMITÄTEN IM ALLGEMEINEN [34]
Zittern oder Zucken der Hände und Mattigkeit der Füße.
Zucken der Hände und Füße im Schlaf, mehr nach Mitternacht.
Schmerzen in den Gliedern, zwingen ihn, oft die Stellung zu wechseln, um Erleichterung zu erlangen.
Rheumatische Schmerzen in den Gliedern, mit Magensymptomen.
Knacken der Gelenke ; Arthritis.
Warzenartige Ausschläge an den Armen und zwischen den Schenkeln, Sykose.
RUHE. LAGE. BEWEGUNG [35]
Ruhe : Druck im Kopf > ; die meisten Beschwerden < ; Kurzatmigkeit > ; Schmerzen in linker Hüfte, Bauch und Kreuz.
Kann kaum eine Stellung finden, in der der Schmerz in Hüfte und Lenden erträglich ist, und die Erleichterung durch Lagewechsel hält nicht lange an.
Patient ist gezwungen, auf dem Rücken zu liegen.
Drehen oder Verdrehen des Körpers sehr schmerzhaft.
Liegen : Druck im Kopf >.
Liegen auf der Seite : heftige Kolik >.
Liegen auf der linken Seite : gestaute Leber <.
Kann nur auf der rechten Seite liegen : heftiger Kreuzschmerz.
Kann nicht liegen : Heuasthma.
Kann auf keiner Seite liegen : Schmerz im Kreuzbein.
Bücken : Gehirn fühlt sich locker an ; Schmerz im rechten Hüftgelenk <.
Sitzen : Stich im Bauch ; Kneifen um den Nabel ; Atemnot ; Stiche in der linken Brustseite ; Stechen zwischen den Schulterblättern.
Mußte sich aufsetzen und die Brust mit beiden Händen halten : Husten.
Stehen : Husten verursacht Stich in der linken Brustseite.
Nach Liegen in schlechter Stellung : Schmerz im linken Hüftgelenk.
Kann jede einzelne Stellung nur kurze Zeit ertragen.
Keine Erleichterung in irgendeiner Stellung : Ischias.
Lagewechsel : durch Gliederschmerzen erzwungen.
Bewegung : Druck in der linken Seite < ; Schmerz im rechten Hüftgelenk < ; verursacht manchmal unerträgliche Schmerzen in den Gelenken.
Anstrengung : Diarrhöe < ; schwierig, aus Schwäche.
Bewegung im Bett : Schmerz im rechten Hüftgelenk.
Gehen : klopfender Schmerz in den Schläfen ; häufige Einschnürung des Halses ; schwierig, aus Schwäche ; Stechen in beiden Leisten mit Harndrang ; Menstruation fließt frei ; Kurzatmigkeit ; Stich in der linken Hüfte, kann nicht weitergehen.
Schlucken : Hals <.
Sprechen : Wundheit des Halses <.
Schreiben : Hände zittern.
Etwas ergreifen : Beuger schmerzen.
Aufstehen vom Sitzen : Schmerz im rechten Hüftgelenk < ; Ischias.
Geringste Bewegung : Atmung <.
NERVEN [36]
Wenn er lange in einer Stellung liegt, zwingt das unruhige Verlangen, sich zu bewegen, zu einem Wechsel, der sehr schmerzhaft ist, und es ist sehr schwer, eine neue Lage zu finden, die Erleichterung gibt.
Prostration ; müde, erschöpft, besonders in den Knien.
Schwach und matt, mit Malariasymptomen.
Erschöpfung, mit Kolik.
Schwäche und Dyspepsie der Trinker.
Zittern des ganzen Körpers ; der Hände beim Erwachen und beim Schreiben.
Zucken der Hände und Füße im Schlaf.
Nach Schlag auf den Kopf Anfälle, die ihn zur Verzweiflung treiben, wußte nie, wann sie kamen, epileptiform ; sehr reizbar, wollte sterben ; ständiger Schmerz im Kopf ; starke Lichtscheu.
Chorea, mit verzögertem Stuhl, Tetanus der linken Seite ; Zittern der rechten, jeden Nachmittag krampfhaft gestikulierend.
Lokomotorische Ataxie.
SCHLAF [37]
Schläfrigkeit : vormittags, besonders beim Lesen oder Schreiben ; Vorläufer der Gelbsucht.
Bald nach dem Einschlafen Auffahren wie aus Schrecken.
Unruhig, schlaflos.
Er mag früher oder später zu Bett gehen, nach vier oder fünf Stunden wacht er mit einem Asthmaanfall auf.
Wird durch Schmerz von Flatulenz geweckt.
Schwere, ängstliche, furchtbare Träume ; häufiges Erwachen aus unangenehmen, phantastischen Träumen.
ZEIT [38]
Um 2 Uhr morgens : heftige Kolik.
Viele Symptome < morgens, > nach dem Frühstück und im Freien.
Zwischen 2 und 3 Uhr morgens : Flatulenzkolik.
Um 4 oder 5 Uhr morgens : Asthma.
Morgens : reizbar ; bitterer Geschmack und Mattigkeit ; Kopf schwer und dumpf ; Brennen im rechten Auge < ; Brennen oder Jucken der Lidränder ; salziger Auswurf ; grünliche Kruste aus der Nase ; Heraufräuspern von stärkeartigem Schleim ; Beklemmung auf der Brust < ; kein Geschmack ; brennendes Kneifen im Magen ; Bauchschmerz ; Diarrhöe ; lockere Stühle ; Abgang von Blähungen ; Müdigkeit und Kraftlosigkeit ; gelbweißes Sediment im Harn ; Geschlechtstrieb mit Erektionen ; Husten ; Beklemmung auf der Brust ; Rückenschmerz > beim Aufstehen ; Patient blaß und schwach ; Beine heiß, brennen bis zu den Knien ; Schweiß.
Vor dem Frühstück : reißender Schmerz im Bauch.
Nach dem Frühstück : Magenschmerz >.
Um 9 Uhr morgens : Diarrhöe.
Vormittags : Durst ; Schläfrigkeit.
Tagsüber : Heraufräuspern von stärkeartigem Schleim ; bitterer Zungenbelag.
Nach dem Mittagessen : Schwindel.
Nachmittags : Nasenbluten ; Stechen in beiden Leisten mit Harndrang ; trockene Hitze.
Um 2 Uhr nachmittags : Flatulenzkolik.
Um 4 Uhr nachmittags : Stich im Bauch.
Nach Sonnenuntergang : Druck in der Stirn ; Beklemmung in der Brust und Ballgefühl im Hals.
Vom Nachmittag bis zum Abend : Brennen und Krabbeln in den Augen <.
Abends : Brennen im rechten Auge < ; beim Lesen Drücken in den Augen ; Hitze im rechten Ohr ; Durst auf etwas sehr Kaltes ; Schluckauf ; erschwerte Atmung (im Bett) ; schmerzhaftes Wühlen im Bauch ; Geschlechtstrieb erregt ; Stechen zwischen den Schulterblättern ; Frösteln und Hitze ; Beine heiß, brennen bis zu den Knien ; gegen Abend Frösteln ; fröstelig und fieberhaft ; gegen Abend plötzliche Hitzewallungen.
Nachts : bitterer Geschmack und Mattigkeit ; Ansammlung von Schleim ; Beklemmung auf der Brust < ; brennender Schmerz im Mundwinkel ; Blähungen sammeln sich an und verursachen große Schmerzen ; Diarrhöe < ; schläft nicht gut ; mehr Harn als gewöhnlich ; rauhes Gefühl im Hals < ; Stiche im Nacken ; heftiger Kreuzschmerz ; Schmerz in der Hüfte weckt ihn ; trockene Hitze in den Füßen ; konnte im Bett nicht warm werden ; Erwachen mit Angst und Durst ; Schweiß.
Nach Mitternacht : Zucken der Hände und Füße im Schlaf.
TEMPERATUR UND WETTER [39]
Beschwerden, die durch feuchtes Wetter verschlimmert werden oder davon abhängen, oder Schwellungen in feuchten Häusern.
Jeden Frühling Ausschlag auf der Brust.
Freie Luft : Empfindlichkeit der Leber beim Gehen darin ; beim Gehen Stiche im linken Hypochondrium ; stechender Schmerz in den Leisten mit Harndrang ; Schmerz erträglicher ; Panaritium erträglicher.
Warmes Zimmer : Diarrhöe <.
Im Bett : fröstelig, und außerhalb desselben Schüttelfrost.
Nahe am Feuer : Brennen im Auge <.
Heißes Getränk : Zahnschmerz unerträglich.
Auskleiden : Juckreiz der Haut.
Kühle Luft : Zahnschmerz >.
Von kalter Luft in warmes Zimmer : Ohrenschmerz <.
Kalte Abendluft : Diarrhöe <.
Kaltes Wasser : im Mund > Zahnschmerz ; Bläschen am Gaumen > ; Durst darauf.
Kalte Speisen oder Getränke : Diarrhöe <.
Eis und eiskaltes Wasser : großes Verlangen danach.
Feuchte Atmosphäre an der Meeresküste : Wechselfieber <.
Feuchtes Wetter : Ohrenschmerz < ; Beklemmung auf der Brust < ; lockere Stühle ; Diarrhöe < ; Verlangen, tief Atem zu holen ; Asthma < ; Wechselfieber immer <.
Jeder Wechsel zu feuchtem Wetter : Asthma.
Leben auf feuchtem Boden : Ohrenschmerz <.
Feuchte Wände : Schmerz verstärkt.
Naßwerden : verursachte rheumatisches Fieber.
Während eines Sturmes : Flatulenzkolik <.
FIEBER [40]
Innere Kälte, mit Gähnen und Dehnen.
Frostschauer : mit eisiger Kälte und Gänsehaut, von 4 bis 8 Uhr nachmittags während der Katamenien, gegen Abend, ohne Durst ; abends im Bett, konnte die ganze Nacht nicht warm werden ; den Rücken hinauf, mit Zähneklappern und Schütteln, ohne äußere Kälte ; nachts mit Angst und Durst erwachend.
Fröstelig im Bett und Schüttelfrost außerhalb desselben, Durst vermehrt, Puls sehr schnell.
Abends fröstelig und fieberhaft.
Frösteln mit Wärme von Stirn und Händen.
Trockene Hitze nachmittags.
Heißes Gefühl auf dem Oberkopf ; plötzliche Wallungen gegen Abend ; vermehrte Körperwärme und Unruhe.
Heftiges Fieber nach der Entbindung.
Schweiß : ohne Durst ; nachts ; im Gesicht ; am Skrotum.
Schweiß morgens.
Frost und eisige Kälte, ohne Durst, gefolgt von heftigem Fieber und Schweiß ohne Durst ; die Anfälle kommen plötzlich.
Frost an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen, gefolgt von Hitze und Schweiß. θ Hepatitis.
Malariasymptome ; abwechselnd Frösteln und Fieber.
Wechselfieber : mit galligem Erbrechen ; hervorgerufen oder immer verschlimmert durch feuchtes Wetter oder feuchte Seeluft an der Küste.
Remittierendes galliges Fieber, oder Gelbfieber, das diese Form annimmt ; grünlich-gelbes Erbrechen, braun oder schwarz.
ANFÄLLE, PERIODIZITÄT [41]
Abwechselnd : Diarrhöe mit Verstopfung.
Periodische : wiederkehrende Kopfschmerzen.
Anfälle : von plötzlichem Stuhl.
Jeden Morgen : Diarrhöe.
Jeden Tag : Diarrhöe.
Jeden Nachmittag : krampfhaft gestikulierend.
Beginnt morgens, dauert bis 4 oder 5 Uhr nachmittags : unerträglicher Kopfschmerz.
Nach jeder Mahlzeit : drückender Schmerz in der Stirn.
Von 4 bis 8 Uhr nachmittags : Frösteln und Gänsehaut.
Vier oder fünf Stunden nach dem Niederlegen : wird durch Asthmaanfall geweckt.
Mehrere aufeinanderfolgende Tage : Frost, gefolgt von Hitze und Schweiß.
Während der Katamenien : Frösteln.
Jeden Frühling : sykotisches Exanthem.
Seit drei Jahren : Diarrhöe.
Seit Jahren : Asthmaanfälle.
Seit Jahren bestehend : fistulöse Abszesse.
LOKALITÄT UND RICHTUNG [42]
Rechts : periodische Schmerzanfälle in der Stirnseite ; Schmerz konzentriert in der Schläfe ; Kopf nach der Seite geruckt ; Brennen im Auge ; stechender Schmerz im Ohr ; Hitze im Ohr ; Warze am Ringfinger ; heftiger Stich in der Bauchseite ; eingeklemmte Blähung in der Seite ; Kolikschmerz in der Leistengegend ; stechender Schmerz in der Flanke ; dumpfer Schmerz in der Nierengegend ; Schmerz an der Seite des Hinterhaupts ; Stich in der Brust ; Stechen in der Handfläche ; Furunkel am Vorderarm und nahe der Achselhöhle ; Schmerz im Hüftgelenk ; Zittern der Seite ; zwischen Skrotum und Schenkel kleine juckende Krusten.
Links : als ob das Gehirn beim Bücken zur Schläfe fiele ; Schmerz in der unteren Brustseite ; im Liegen auf der Seite Leberstauung < ; Schmerz im Hypochondrium ; Stiche im Hypochondrium ; Stich von der Leiste bis zur Axilla ; Ausfluß aus dem Ohr ; Bein stark geschwollen ; unerträglicher Schmerz von der Schläfe bis zur rechten Schläfe ; Schmerz an den letzten Rippen ; krampfartige Bewegung der Muskeln der Seite ; Druck in der Seite nahe der Lumbalregion ; Stechen in der Axilla ; Stich in der Hüfte ; Schmerz im Hüftgelenk ; Schmerz in der Hüfte ; stechender Schmerz in der linken Hüfte ; Tetanus der Seite ; roter knotiger Ausschlag an der Seite des Nackens.
Nach innen : stechender Schmerz im rechten Ohr.
EMPFINDUNGEN [43]
Als ob die Stirn bersten wollte ; als ob eine Schraube hineingedreht würde ; als ob der Oberkopf sich spalten würde ; als ob das Gehirn locker wäre und zur linken Schläfe fiele ; als ob das Gehirn in einem Schraubstock zerquetscht würde oder als ob dort etwas nage ; als ob die Augen heiß wären ; Lider schwer wie aus Blei ; wie von Glockenklingen in den Ohren ; als würde das Trommelfell nach außen gedrückt ; als ob sich etwas aus den Ohren hinausdränge ; wie von einem Gewicht in der Brust ; Gaumen wie wund und roh ; Brennen wie von Pfeffer im Mund ; wie von einem Klumpen im Hals beim Schlucken ; als würde der Magen perforiert ; Stich wie in der Leber, als ob sie dort aufbrechen wollte ; als ob die Därme ausgedehnt wären ; Kreuz wie geprellt ; rechte Flanke wie ausgedehnt ; wie von einem Ball im Hals ; wie von einer schweren Last auf der Brust ; Stechen wie von Messern zwischen den Schulterblättern.
Wundheit quer über Därme, Seiten und Rücken.
Schmerz : im Ohr ; in der Nasenwurzel ; in der linken unteren Seite ; mit Erbrechen von Galle ; in der Brust ; in der linken Hypochondriengegend ; im Kreuz ; im Bauch ; in der rechten Flanke ; im Magen ; im Sprunggelenk ; an den letzten linken Rippen ; im Kreuzbein ; in den Hüftgelenken ; von der Hüfte zum Knie ; in den Knochen.
Unerträglicher Schmerz : von der linken Schläfe zum Scheitel und zur rechten Schläfe ; im rechten Hinterhaupt.
Entsetzlicher Schmerz : im Bauch.
Heftige Schmerzen : an der Basis des Gehirns ; im Kopf und Nacken.
Unbeschreiblicher Schmerz : auf dem Oberkopf ; im linken Hüftgelenk.
Reißender Schmerz : den Hals hinab ; um den Nabel.
Stechender Schmerz : im rechten Ohr ; zwischen den Schulterblättern und in der Mitte des Kreuzbeins ; in der linken Axilla ; am Humerus ; am Handrücken ; in der Handfläche der rechten Hand ; in den Fingern unter den Nägeln ; in der rechten Flanke ; in beiden Leisten ; in der linken Brustseite ; im linken Hüftgelenk ; Bauch und Kreuz ; in den Fußsohlen ; in den Fersen.
Heftiger pochender Schmerz : auf dem Oberkopf.
Klopfender Schmerz : in beiden Schläfen ; im Magen.
Pochender Schmerz : in den Zähnen.
Scharfe, blitzartige Stiche : im Ohr.
Scharfer, heftiger Stich : in der rechten Bauchseite.
Scharfer Stich : in der rechten Brustseite.
Stiche : in der Lebergegend ; im linken Hypochondrium ; von der l. Leiste bis zur Axilla ; in der linken Brustseite ; vom Bauch zur l. Brust ; im Nacken ; in der linken Hüfte.
Stechender Schmerz : in der linken Hüfte.
Heftiger eiternder Schmerz : im Kreuz.
Bohrender Schmerz : in der rechten Schläfe ; im Magen.
Kribbelnder, geschwüriger Schmerz : unter dem Nagel ; in den Fingerspitzen.
Schmerz wie geprellt : in den Därmen ; im Kreuz und Kreuzbein.
Brennendes Kneifen : im Magen.
Kneifen : in den Därmen ; in den Leisten ; im Unterbauch ; um den Nabel.
Brennender Schmerz : im Mundwinkel.
Heftige Kolik : im Bauch.
Zusammenziehender Schmerz : im Bauch.
Schmerzhaftes Wühlen : im Bauch.
Kolikschmerzen : in der Gegend der rechten Leiste.
Wechselnder Schmerz : im Bauch.
Drückender Schmerz : in der Stirn.
Rheumatischer Schmerz : in den Gliedern.
Dumpf-schwerer Schmerz : vom Bauch zum Rücken ziehend.
Brennen : auf dem Oberkopf ; im rechten Auge ; an den Lidrändern ; an den Lippen ; im Zahnfleisch ; am Gaumen ; im Bauch ; im Anus ; Brennen im Bauch ; in den Sohlen bis zu den Knien.
Wundbrennen : im Anus.
Wundheit : des Halses ; der Brust ; auf und ab entlang Wirbelsäule und Hals.
Heißes Gefühl : auf dem Oberkopf.
Brennendes Gefühl : in der Magengrube.
Hitze : vom Bauch zum Kopf ; auf dem Oberkopf ; im Scheitel ; im rechten Ohr ; in den unteren Därmen ; in den Füßen.
Empfindlichkeit : der Kopfhaut ; der Augen.
Druck : in der Stirn ; auf die Scheitelregion ; im Scheitel ; über einem Auge ; auf der Brust ; in der linken Seite nahe der Lumbalregion.
Drücken : in den Augen.
Schwere : im Kopf ; der Füße.
Schweres Gefühl : des Magens ; im Kopf.
Völlegefühl : im Magen ; in der Brust.
Zusammenziehung : des Halses.
Dumpfheit : des Kopfes.
Gefühl von Taubheit und Rauheit : im Mund.
Rauhes Gefühl : im Hals.
Trockenheit : der Augen ; des Zahnfleisches ; des Halses.
Kriebeln : in der Kopfhaut des Scheitels.
Krabbeln : in den Augen.
Gefühl des Vergehens : in der Brust.
Juckreiz : der Lidränder ; der Nasenflügel ; des Gesichts ; des Anus ; der Genitalien ; der Eichel oder des Penis ; des Perineums und Mons veneris ; am Rücken ; an oder zwischen den Zehen.
GEWEBE [44]
Reguliert das Wasserhaltevermögen des Venensystems (Natr. mur. das des Arteriensystems).
Wässrige, gelbe Sekretionen.
Ödem, glatte Schwellung ; Infiltration.
Einfache Wassersucht, die das lockere Bindegewebe des Körpers befällt ; Wassersucht nach Scharlach.
Sykose, Hydrämie oder Leukämie, Thrombose in hydrogenoiden Konstitutionen, besonders mit Affektionen der Drüsen.
Krankhafte Fermente im Blut, auch bei Gonorrhöe.
Knacken der Gelenke ; Knie steif ; Knochenschmerz ; Sykose.
Schwindsucht, um in manchen Formen ihre Entwicklung zu verhindern.
Fistulöse Abszesse.
BERÜHRUNG. PASSIVE BEWEGUNG. VERLETZUNGEN [45]
Bei Berührung : Schmerz in der Lebergegend ; äußere Empfindlichkeit des Bauches ; Därme fühlen sich wie geprellt an.
Berührung : Haare schmerzen beim Kämmen ; verursacht Brennen des Pickels am Kinn ; Mund wund ; Leber wund.
Druck : der Hand > Druck im Kopf ; bessert Stich im Bauch nicht ; verursacht Schmerz in der Gegend der rechten Niere ; verursacht große Schmerzen im geschwollenen linken Bein ; > Wundheit der Brust ; Druck in der linken Seite <.
Kann enge Kleidung um die Taille nicht ertragen.
Kratzen : verursacht Brennen am Skrotum ; > Juckreiz der kleinen Krusten zwischen Skrotum und rechtem Schenkel.
Kneten : > Grimmen im Bauch.
Verletzungen : verursachen psychische Störungen ; heftiger Schmerz an der Basis des Gehirns und im Nacken.
Nach einem Sturz : psychische Störungen ; stechender Schmerz in der linken Hüfte.
HAUT [46]
Gelbsucht : nach Ärger ; Juckreiz der Haut beim Auskleiden ; mit Malariasymptomen ; mit Hepatitis.
Wundreiben der Haut bei Kindern mit galligen Symptomen.
Seit Jahren bestehende fistulöse Abszesse, die wässrigen Eiter absondern, von einem breiten, bläulichen Rand umgeben, unterminierend.
Ekzem feucht und reichlich nässend ; die Absonderung mehr wäßrig als zäh.
Pemphigus, wässrige Bläschen oder Bullae über den Körper, Quaddeln mit gelber, wässriger, nicht klebriger Absonderung.
Gelbe Schuppen nach dem Aufbrechen von Bläschen oder Blasen.
Blasen hier und da.
Feuchte Hautaffektionen mit galligen Symptomen.
Ödematöse Entzündung der Haut.
Erysipel, glatt, rot, glänzend ; kribbelnde oder schmerzhafte Schwellung der Haut.
Sykotische Auswüchse ; warzenartige, rote Knoten über den ganzen Körper.
Zwischen Skrotum und rechtem Schenkel kleine Krusten, juckend, > durch Kratzen ; auch an Stirn, Kopfhaut, linkem Hals, Brust ; Sykose.
Roter, knotiger Ausschlag am Kopf über den Ohren ; an der Stirn und der linken Seite des Nackens ; in der Mitte der Brust.
Chronische Hautausschläge.
LEBENSALTER, KONSTITUTION [47]
Sykose.
Hydrogenoide Konstitution ; fühlt jede Veränderung von trocken zu feucht ; verträgt weder Seeluft noch kann sie Pflanzen essen, die in Wassernähe gedeihen ; fühlt sich an einem trockenen Tag am besten ; eine Konstitution, in der das gonorrhoische Gift am verderblichsten ist.
Mädchen, æt. 16, seit Jahren leidend ; Kopfschmerz.
Frau, æt. 20, Mutter eines Kindes ; Ozäna.
Frau, æt. 24 ; Diarrhöe.
Frau, æt. 34, blaue Augen, braunes Haar, Mutter von sechs Kindern, letzte Entbindung sehr schwer, danach zwölf Wochen im Bett mit weißem Bein ; zuerst wurde das linke Bein befallen, dann das rechte ; Phlegmasia alba dolens.
Frau, æt. 36, verheiratet ; Asthma.
Frau, æt. 42, verheiratet, seit Jahren leidend ; Asthma.
Mann, æt. 43, mittlere Größe, Vater zweier gesunder Kinder, blondes Haar, graue Augen, gonorrhoische Kachexie, hydrogenoide Konstitution ; Diabetes.
Mann, æt. 44 ; Magenverstimmung.
Junger Mann nach Schlag auf den Kopf, indem er vom Wagen der Feuerwehr geschleudert wurde ; epileptiforme Krämpfe.
Mann, großgewachsen, stark, schmalbrüstig, aber ohne familiäre Belastung für Lungenleiden, seit Jahren leidend ; Asthma.
Frau, verheiratet, in der vergangenen Zeit wegen chronischer Bronchitis und anderer Beschwerden behandelt ; dritter jährlicher Anfall ; Heuasthma.
Alte Dame, erblich disponiert ; chronische Diarrhöe.
BEZIEHUNGEN [48]
Verträglich : nach Ferr. phos . bei Polyurie ; nach Natr. mur . bei Hautkrankheiten ; gefolgt von Arsen . bei Herpes vulvæ ; wirkt gut mit Thuya bei Sykose und hydrogenoiden Konstitutionen ; nützlich im Wechsel mit Bellad . bei Oophoritis.
Vergleiche : Natr. mur . und Sulphur , die viele Ähnlichkeiten haben ; Graphit . bei Augensymptomen ; Coffea bei Zahnschmerz ; Bryon . bei Husten und Diarrhöe ; Lycop . bei Husten und Harn, Pulsat . bei Zahnschmerz, Harn und > im Freien ; Silica bei Asthma ; Stillingia bei Hüftkrankheit ; Rhus tox . bei Gliederschmerz > durch Bewegung ; Thuya und Mercur . bei Syphilis und Gonorrhöe.