Cicuta virosa
By Constantine Hering — Die Leitsymptome unserer Materia medica
Wasserschierling, Giftwasserschierling. Umbelliferæ.
„Wächst an den Rändern von Gräben und Rinnsalen, in Sümpfen, Wiesen, Teichen, Seen usw., in ganz Deutschland sowie im Norden und Osten Frankreichs. Sie wird leicht mit Conium maculatum verwechselt. Der Stängel von Cicuta ist gefurcht, der von Conium gefleckt. Cicuta virosa, obgleich Wasserschierling genannt, darf nicht mit dem eigentlichen Wasserschierling verwechselt werden, nämlich Phellandrium aquaticum, das derselben natürlichen Ordnung angehört. Cicuta wächst am Wasserrand, Phellandrium im Wasser. Die Wurzel von Cicuta ist durch zellige, hohle Räume gekennzeichnet, die beim Längsdurchschnitt der Wurzel gut sichtbar sind.“ – Sircar.
Der amerikanische Wasserschierling, Cicuta maculata, ist in botanischer Hinsicht analog, doch liegen von ihm nur wenige toxikologische Berichte und keine klinischen Erfahrungen vor. Alte Autoren haben Cicuta virosa häufig mit Conium maculatum verwechselt.
Mit Ausnahme der Symptome aus Hahnemanns Arzneimittelprüfungen und denen seiner Nachfolger Hornburg und Langhammer sind die Symptome hauptsächlich toxikologischer (siehe Encyclopædia) und klinischer Herkunft.
KLINISCHE QUELLEN.
- Halluzinationen mit Konvulsionen während der Rekonvaleszenz nach typhoider Erkrankung, Watzke, Letter de Propag. de Dr. Y., p. 61; bei zerebrospinaler Meningitis, sechzig innerhalb von sieben Jahren in allen Stadien und bei allen Malignitätsgraden geheilte Fälle, J. T. Baker, Hah. Mo., Bd. 8, S. 45; Meningitis basilaris, Stens, A. H. Z., Bde. 8, 9; Gehirnerschütterung, Messerschmidt, Rück. Kl. Erf., Bd. 4, S. 551; Ophthalmie, Widermann, Gaz. Hom. de Leipzig, Bd. 2; Ausschlag auf behaarter Kopfhaut und Kinn, Wesselhœft, Hom. Rev., Bd. 20, S. 295; Ausschlag an Kinn und Gesicht, (zwei Fälle), Wesselhœft, Hom. Rev., Bd. 20, S. 294; Lippenkrebs, Veith, Rück. Kl. Erf., Bd. 5, S. 202; Ausschlag im Gesicht, Caspari, Archives, 33, S. 78; bestätigt von W. McGeorge, Raue's Rec., 1875, S. 14: Gewohnheit eines Kindes, Kohle zu essen, Berridge, Organon, Bd. 2, S. 355; Helminthiasis, Caspari und Krauss, Rück. Kl. Erf., Bd. 1, S. 800; Lähmung der Harnblase, Gross, Archives, 2, 3, S. 145; puerperale Krämpfe, Wielobicky, Allg. Hom. Ztg., Bd. 35, S. 301; Coccygodynie, Brueckner, N. A. J. H., Bd. 19; Hysterie, Krauss, Rück. Kl. Erf., Bd. 1, S. 800; hysterische Krämpfe, Bethmann, N. A. J. H., Bd. 2, S. 42; periodische Ekstase, Widermann, N. A. J. H., Bd. 2, S. 42, und Gaz. Hom. de Leipzig, Bd. 2, S. 226; klonische und tonische Krämpfe, Gross, Arch. Hom., Bd. 7; Konvulsionen durch zerebrale Reizung, H. V. Miller, H. M., 72, S. 198; Konvulsionen, Baker, Hah. Mo., Bd. 8, S. 42; H. V. Miller, Med. Inv., Bd. 9, S. 487; J. F. Baker, H. M., Bd. 72, S. 42; Eklampsie beim Kind durch Missbrauch von Opium, Strecker, N. A. J. H., Bd. 2, S. 42; Krämpfe nach Verletzung des Knies durch einen Splitter, Gage, Organon, Bd. 2, S. 128; Chorea, B. J. H., 1873, S. 748; Epilepsie, Beckwith, Gilchrist, Surg. Ther., S. 193; Watzke, B. J. H., Bd. 25; Tetanus, Kafka, B. J. H., Bd. 25; W. Eggert, Med. Inv., Bd. 8, S. 161; , Rück. Kl. Erf., Bd. 4, S. 551; , Watzke, N. A. J. H., Bd. 2, S. 43.
GEMÜT [1]
Verlust des Bewusstseins und der Empfindung.
Sie kennt niemanden; wenn man sie aber berührt und zu ihr spricht, antwortet sie. θ Periodische Ekstase.
Wurde bewusstlos und bekam allgemeine Konvulsionen.
Plötzlich kehrt das Bewusstsein zurück, und sie erinnert sich an nichts von dem, was vorgefallen ist. θ Periodische Ekstase.
Sehr zerstreut.
Er verwechselt die Gegenwart mit der Vergangenheit.
Er hält sich für ein kleines Kind.
Er bildete sich ein, er lebe nicht in seinem gewöhnlichen Zustand und unter seinen gewöhnlichen Verhältnissen; alles erscheint ihm seltsam und beinahe schrecklich.
Sie meint, einen riesigen betrunkenen Mann auf sich zukommen zu sehen, der sich neben sie niederlegt; sie bittet ihn, sich zu entfernen, fällt in Konvulsionen und dreht sich auf den Bauch.
Gefühl, als sei er an einem fremden Ort, was Furcht verursacht.
Phantastische Täuschungen, Anfälle von Wahnsinn.
Delir; rasendes Delir.
Delir, schreit, singt; Bewusstseinsverlust bei offenen Augen, kennt niemanden, antwortet aber auf Fragen, wenn man sie berührt oder anspricht; das Bewusstsein kehrt plötzlich zurück, und sie erinnert sich nicht an das Vergangene; Anfälle zweimal täglich. θ Periodische Ekstase.
Psychische Erstarrung und Benommenheit.
Verlust der Vorstellungen; Verlust der Empfindung.
Denkt mit Angst an die Zukunft und ist ständig traurig.
Seltsame Gelüste, wie Verlangen, Kohle zu essen.
Vorliebe für Einsamkeit; große Gleichgültigkeit gegen und Abneigung gegen die Gesellschaft anderer.
Gibt kurze Antworten.
Komische Gestikulationen, mit Röte des Gesichts und Hitze des Körpers.
Geistesverwirrung, Singen, Ausführen der groteskesten Tanzschritte, Schreien.
Mag kindisches Spielzeug, springt in glücklicher, kindlicher Stimmung aus dem Bett.
Weinen, Stöhnen und Heulen.
Schluchzen und Weinen, Schmerz im Hals, der Kopf krampfartig nach hinten gezogen, mit Zittern der Hände.
Große Erregung, das Kind greift in erschrockener Weise nach der Kleidung anderer. θ Konvulsionen.
In allen seinen Handlungen sehr heftig.
Ruhige Gemütsart, zufrieden, glücklich.
Melancholie; Gleichgültigkeit und Traurigkeit. θ Gehirnerschütterung.
Ängstliche Gedanken an die Zukunft; fühlt sich traurig.
Angst, durch traurige Geschichten übermäßig ergriffen.
Höchste Angst. θ Verletzte Speiseröhre.
Angst und Verdrießlichkeit.
Alte Männer fürchten vor dem Sterben eine lange Krankheitszeit.
Fürchtet die Gesellschaft und will allein sein.
Erregt, mit Besorgnis hinsichtlich der Zukunft; alles, was ihm widerfahren könnte, schien gefährlich zu sein.
Misstrauen gegen Menschen und Meiden derselben; verachtet andere.
Neigung, sich zu erschrecken.
SENSORIUM [2]
Beim ruhigen Stehen Verlangen, sich an etwas festzuhalten, weil die Gegenstände sich zu nähern und dann wieder zu entfernen scheinen.
Schwindel: beim Aufstehen aus dem Bett, als bewege sich alles von einer Seite zur anderen oder nähere sich und entferne sich wieder; Taumeln; Hinfallen beim Bücken; nach Kopfverletzungen.
Schwindel; die Dinge drehen sich im Kreis, Dunkelheit vor den Augen beim Versuch aufzustehen. θ Lähmung der Harnblase.
Schwindel mit Vorwärtsfallen.
Verlust des Sehens und Schwindel beim Gehen. θ Ophthalmie.
Schwindel: Sausen in den Ohren; Taubheit; glasige, matte Augen; soporöser Zustand; Bewusstlosigkeit; murmelndes Delir. θ Typhoides Fieber.
INNERER KOPF [3]
Kopfschmerz über den Orbitae.
Benebelnder frontaler Kopfschmerz, zunehmend in Ruhe.
Halbseitiger Kopfschmerz, wie von Blutandrang zum Kopf oder äußerem Druck; > beim aufrechten Sitzen.
Reißend-schneidender Schmerz einer Kopfseite; wenn er an den Kopfschmerz denkt, verschwindet er.
Kopfschmerz > durch aufrechtes Sitzen oder durch Abgang von Blähungen.
Starker Kopfschmerz im Hinterhaupt, wie dumpfer Druck und wie bei Schnupfen.
Druck tief im Gehirn; Schweregefühl vorn oder hinten im Kopf.
Kopfschmerz morgens beim Erwachen, als sei das Gehirn locker und werde beim Gehen erschüttert; wenn er über seine genaue Beschaffenheit nachdachte, hörte er auf.
Kopfschmerz, ziehend von den Augenwinkeln zu den Schläfen.
Dumpfes Gefühl im Kopf mit Frostschauern; der Hals fühlte sich steif an und die Muskeln zu kurz.
Gehirnerschütterung und chronische Nachwirkungen derselben, besonders Krämpfe.
Zerebrale Krankheiten nach unterdrückten Ausschlägen.
Kopf schwer; Bohren des Hinterhaupts ins Kissen; Zucken der Extremitäten; Augen geschlossen; beim Heben der Lider starren die Augen nach oben. θ Meningitis basilaris.
Zerebrospinale Meningitis; hydrops meningis acutus.
ÄUSSERER KOPF [4]
Vornübersinken des Kopfes beim Ansehen von etwas oder beim Sitzen wie im Schlaf; beim Aufwecken war der Kopf nach vorn gebeugt und steif.
In den Zwischenzeiten fällt der Kopf zurück, wenn sie versucht sich aufzurichten, und zwar unter heftigen krampfhaften Schmerzen. θ Hysterische Krämpfe.
Kopf nach hinten gebeugt; bei Konvulsionen.
Kopf zurückgezogen; Wirbelsäule starr. θ Zerebrospinale Meningitis.
Kopf zu einer Seite geneigt. θ Epilepsie.
Rucken und Zucken des Kopfes.
Heftiges Rückwärtsrucken des Kopfes. θ Cholera.
Auffahren, Zittern des Kopfes, < beim Bewegen des Kopfes; dabei einzelne Rucke wie elektrische Schläge, < bei Kälte; > in Ruhe und durch Wärme.
Der Krampf beginnt im Kopf und zieht nach unten. θ Epilepsie.
Heftige Stöße durch Kopf, Arme und Beine, die plötzliches Zucken verursachen; Kopf heiß. θ Tetanus.
Brennende, eiternde Ausschläge auf der behaarten Kopfhaut; Kopfgrind.
Das Kind neigt zu Kopfschweiß im Schlaf. θ Konvulsionen durch zerebrale Reizung.
Das Kind rollt den Kopf von einer Seite zur anderen, hat Fieber und heißen Kopf, plötzliche Konvulsionen mit Schaum vor dem Mund, nach oben verdrehten Augen, erweiterten Pupillen, schrie ängstlich, große Erregung, krampfhafte Bewegungen der Extremitäten, des Kopfes und des Rumpfes, greift in erschrockener Weise nach der Kleidung anderer, Puls schnell. θ Konvulsionen durch zerebrale Reizung.
Linsengroße Pickel auf der Stirn, die zunächst brennenden Schmerz verursachen, konfluieren, eine tiefrote Farbe annehmen und mit Abschuppung enden.
SEHEN UND AUGEN [5]
Gegenstände schwanken, erscheinen schwarz, Doppeltsehen, irisartige Kreise um die Kerze, die Augen brennen leicht, kann im Sonnenlicht kaum sehen, schwaches Sehvermögen, Lider morgens verklebt. θ Ophthalmie.
Vorübergehender Verlust des Sehvermögens.
Doppeltsehen, Schwindel, mit Zucken über dem linken Auge, schneidendem Schmerz.
Häufiges Verschwinden des Sehens, wie aus Geistesabwesenheit, mit Schwindel, beim Gehen. θ Ophthalmie.
Wenn sie versucht zu stehen, möchte sie sich an etwas festhalten, weil die Gegenstände ihr bald näher zu kommen, bald sich von ihr zu entfernen scheinen.
Buchstaben gehen auf und nieder oder verschwinden; oder Regenbogenfarben um sie; irisartige Kreise um die Kerze. θ Ophthalmie.
Starrende Augen; sie starrt mit unverändertem Blick auf ein und dieselbe Stelle und kann nicht anders; der Kopf neigt sich nach vorn.
Starrende, fixe und glasige oder nach oben gedrehte Augen. θ Epilepsie.
Pupillen erweitert und unempfindlich. θ Basilaris-Meningitis.
Pupillen: erweitert bei Gehirnerschütterung; verengt bei krampfhaften Affektionen; ziehen sich in Zwischenräumen abwechselnd zusammen und erweitern sich wieder.
Augen lichtempfindlich. θ Ophthalmie.
Augen hervorgetrieben. θ Verletzte Speiseröhre.
Bläulicher Rand um die Augen; Augen eingesunken. θ Ophthalmie.
Zittern und Zucken der Lider.
Strabismus convergens bei Kindern, wenn periodisch und krampfartiger Natur oder durch Konvulsionen verursacht.
Strabismus nach Sturz oder Schlag auftretend.
HÖREN UND OHREN [6]
Überempfindlichkeit des Gehörs.
Schwerhörigkeit bei alten Leuten.
Vollkommene Gehörlosigkeit. θ Zerebrospinale Meningitis.
Sie hört nicht gut, wenn man nicht laut mit ihr spricht und sie achtgibt.
Knall im rechten Ohr beim Schlucken.
Brausen vor beiden Ohren, < im Zimmer mehr als in freier Luft.
Ohren sehr heiß, zu anderen Zeiten sehr kalt.
Wunder Schmerz hinter dem Ohr, wie nach einem Schlag.
Brennender, eiternder Ausschlag an und um die Ohren.
Blutung aus den Ohren.
GERUCH UND NASE [7]
Nase sehr berührungsempfindlich, schon leichte Berührung verursacht Nasenbluten.
Gelbe Borken in der Nase oder gelber Ausfluss daraus.
Häufiges Niesen ohne Schnupfen.
OBERE GESICHTSHÄLFTE [8]
Gesicht bleich, ohne Ausdruck. θ Typhoides Fieber.
Verdreht die Augen, grässlicher Gesichtsausdruck, durchdringende Schreie. θ Hysterische Krämpfe.
Gesicht: bleich und eingefallen; totenbleich und kalt; rot; bläulich, aufgedunsen.
Aschfahle Blässe des Gesichts. θ Konvulsionen.
Blasse, erdige Farbe der Wangen, skrofulöser Ausschlag um den Mund. θ Ophthalmie.
Gerötetes Gesicht, mit Kopfschmerz und unruhigem Schlaf, später Blässe und kaltes Gesicht. θ Gehirnerschütterung.
Konvulsion der Gesichtsmuskeln; Verzerrungen, entweder grauenhaft oder lächerlich.
Schmerzhafte, brennende, ulzerierte Lippen.
Brennendes und juckendes Bläschen an der Oberlippe nahe dem Lippenrot.
Ausschlag an den Mundwinkeln, sich über Gesicht und Hände ausbreitend und an der Brust auftretend, dem Erysipel ähnlich, allmählich eine gelbe, honigfarbene Kruste bildend, mit Brennen und Juckreiz, ohne von Fieber begleitet zu sein.
Dicke, honigfarbene Borke an Kinn, Oberlippe und unterem Teil der Wangen (Milchschorf), Brennen, Wundheit und Nässen, begleitet von Schwellung der Submandibulardrüsen und unersättlichem Appetit. θ Ophthalmie.
Dunkelrote Pickel im Gesicht und an den Händen, treten mit brennendem Schmerz auf, fließen zusammen.
Herpes im Gesicht; Akne rosacea.
UNTERE GESICHTSHÄLFTE [9]
Kieferkrampf, die Zähne fest gegeneinander gepresst. θ Gehirnerschütterung.
Gelbe Borken am linken Mundwinkel, die eine gelbe, ätzende Flüssigkeit absondern; können sich über Lippe, Kinn und Wange ausdehnen.
Krebs der Ober- und Unterlippe; schmerzhafte Geschwüre an den Lippen.
Allmählich zunehmender Ausschlag am Kinn, der sich beiderseits über die von Bart bedeckten Partien ausdehnt; die Haut ist rot, glänzend, geschwollen; furchtbarer Juckreiz und Brennen; der Bart ist meist mit einer gelblichweißen, überwiegend trockenen Kruste verfilzt; dem waren Bläschen vorausgegangen, die die Flüssigkeit absonderten und nachfolgend den Schorf bildeten.
ZÄHNE UND ZAHNFLEISCH [10]
Zähneknirschen, mit Zusammenpressen der Kiefer wie bei Kieferkrampf. θ Zahnung. θ Tetanus.
Zahnschmerz, Gesichtsschmerz oder Ohrenschmerz, verursacht durch Goldfüllungen in den Zähnen.
GESCHMACK, SPRACHE, ZUNGE [11]
Sprache erschwert; beim Sprechen fühlt er einen Ruck im Kopf von vorn nach hinten, als müsse er das Wort wie beim Schluckauf hinunterschlucken.
Konnte nicht sprechen, weil er die Bewegungen von Mund und Zunge nicht beherrschen konnte. θ Chorea.
Sprachlosigkeit. θ Verletzte Speiseröhre. θ Zerebrospinale Meningitis.
Zunge belegt, trocken.
Schwellung der Zunge; weiße, schmerzhafte, brennende Geschwüre an den Zungenrändern; bei Berührung schmerzhaft.
Beißt sich auf die Zunge, später Kieferkrampf, schmerzhafte Geschwüre am Zungenrand und an der Innenseite der Lippen. θ Gehirnerschütterung.
MUNDHÖHLE [12]
Schaum im und am Mund. θ Epilepsie.
Mund geschlossen, unstillbarer Durst, Getränke nur schwer hinunterzuschlucken. θ Hysterische Krämpfe.
GAUMEN UND HALS [13]
Trockenheit des Halses. θ Ophthalmie.
Sehr große Schluckbeschwerden; manchmal ist Schlucken unmöglich. θ Tetanus.
Würgen, sobald auch nur der Versuch gemacht wird, Arznei zu schlucken. θ Zerebrospinale Meningitis.
Der Hals fühlte sich innerlich wie zusammengewachsen an; äußerlich beim Bewegen oder Berühren schmerzhaft wie geprellt; Aufstoßen von Mittag bis Abend.
Nach Verschlucken eines scharfen Knochenstücks oder nach anderen Verletzungen der Speiseröhre schließt sich der Hals, und es besteht Erstickungsgefahr.
Verengung der Speiseröhre durch intestinale Reizung, besonders bei Würmern, mit krampfhafter Kontraktion der Halsmuskeln, fast wie bei Tetanus; tonische Kontraktion mit intermittierenden klonischen Krämpfen.
Die Speiseröhre wurde durch einen verschluckten Knochensplitter verletzt; darauf folgten Schmerz und Schwellung; sechs Tage später konnte sie keinen Tropfen Flüssigkeit mehr schlucken; drei Tage danach gelangte die Luft nur schwer in die Luftröhre, und sie fürchtete in jedem Augenblick zu ersticken; Hals und Nacken waren auf das Doppelte ihrer natürlichen Größe angeschwollen, steif und hart.
APPETIT, DURST. VERLANGEN, ABNEIGUNGEN [14]
Appetitlosigkeit oder nahezu unersättlicher Appetit. θ Ophthalmie.
Starker Durst, bei Unfähigkeit zu schlucken. θ Typhoides Fieber.
Heftiger Durst während der Krämpfe.
Großes Verlangen nach Holzkohle; das Kind steckt Kohlen in den Mund, zerbeißt und verschluckt sie mit sichtlichem Behagen.
Verlangen nach Wein.
ESSEN UND TRINKEN [15]
Großer Hunger kurz nach einer Mahlzeit; unwiderstehliches Verlangen, Kohle zu essen.
Sofort nach Beginn des Essens fühlt er sich satt.
Sofort nach dem Essen Bauchschmerz und Schläfrigkeit.
SCHLUCKAUF, AUFSTOSSEN, ÜBELKEIT UND ERBRECHEN [16]
Laut tönender, gefährlicher Schluckauf. θ Cholera.
Heftiger Schluckauf und Schreien.
Übelkeit morgens und beim Essen.
Erbrechen: von Galle; von Blut; beim Bücken; beim Versuch aufzustehen; während der Schwangerschaft; abwechselnd mit tonischen Krämpfen der Brustmuskeln und Verdrehung der Augen.
Heftiges Erbrechen. θ Ophthalmie. θ Konvulsionen.
Erbrechen; die verschluckten Speisen sehr heftig; gelb, wie Schleim; mit Kopfschmerz, Durst und Trockenheit des Halses. θ Ophthalmie.
MAGENGE GEND UND MAGEN [17]
Sie fühlt einen Schlag tief im Epigastrium (plexus celiaci), der wie ein Blitz den Rücken hinauffährt und sie mitten unter den qualvollsten Schmerzen zwingt, sich rückwärts zu werfen. θ Hysterische Krämpfe.
Plötzlicher Stoß tief in der Magengrube verursacht Opisthotonus. θ Tetanische Konvulsionen.
Brennender Druck im Magen und Bauch. θ Ophthalmie.
Schwellung und Klopfen in der Magengrube.
Hitze und Brennen im Magen.
Auftreibung des Magens wie von heftigem Krampf des Zwerchfells. θ Epileptischer Anfall.
Wasserbrechen, eine Menge Speichel fließt aus dem Mund, mit Hitzegefühl am ganzen Körper.
Gastralgie mit Erbrechen, schmerzhafter Aufblähung des Bauches und Krampf der Brustmuskeln.
BAUCH UND LENDEN [19]
Meteorismus; Rumoren und Grollen im Bauch. θ Typhoides Fieber.
Aufgetriebener und schmerzhafter Bauch.
Zeitweise Schmerz im Kopf, dann im Bauch. θ Periodische Ekstase.
Plötzliche, scharfe, stechende Schmerzen vom Nabel bis zum Blasenhals.
Reißende Schmerzen tief im Bauch.
Kolik und Borborygmen wie vor einem Stuhlgang. θ Ophthalmie.
Würmer mit Fieber, Kolik und Konvulsionen.
Kolik, mit Konvulsionen und Erbrechen.
Chronisch schmerzhafter Bruch.
STUHL UND REKTUM [20]
Dünner Stuhl, mit heftigem Harndrang, dem nicht widerstanden werden konnte; auch Harndrang nach dem Stuhl.
Stühle dünn, schleimig, plötzlich entleert; plötzlicher Drang, den Stuhl kaum halten könnend, um 2 und 5 Uhr morgens.
Häufige flüssige Stühle. θ Ophthalmie.
Cholera, wenn die Ausleerungen aufhören und Blutandrang zu Gehirn und Brust, Augenverdrehung, erschwerte Atmung und andere Symptome einsetzen.
Diarrhoischer Stuhl, gefolgt von Verstopfung. θ Konvulsionen.
Juckreiz im Rektum, mit brennendem Schmerz nach Reiben.
Juckreiz im unteren Teil des Rektums.
Prolapsus recti.
HARNORGANE [21]
Lähmung der Harnblase, mit großer Angst.
Unwillkürlicher Harnabgang bei alten Männern.
Häufige Miktion; der Harn wird mit großer Kraft ausgestoßen.
Entweder große Mengen Harn mit starkem Drang oder gar kein Harn.
MÄNNLICHE GESCHLECHTSORGANE [22]
Hoden zum äußeren Leistenring hinaufgezogen.
Wunder ziehender Schmerz in der Harnröhre bis zur Eichel, nötigt zum Wasserlassen.
Stiche in der fossa navicularis, mit nächtlichen Samenergüssen.
Pollutionen ohne wollüstige Träume.
Strikturen (krampfartig), bisweilen nach Gonorrhö.
WEIBLICHE GESCHLECHTSORGANE [23]
Menstruation verzögert; krampfartige Symptome.
Reißen und Ziehen im Steißbein während der Menstruation. θ Coccygodynie.
SCHWANGERSCHAFT. GEBURT. STILLZEIT [24]
Krämpfe während der Geburt; Konvulsionen dauern nach der Entbindung fort.
Puerperale Konvulsionen, sehr heftig und erschöpfend; häufige Unterbrechungen der Atmung, nach Wiederherstellung der Respiration bleibt die Patientin schwach und bewusstlos, wie tot.
Puerperale Krämpfe, mit Zittern der Extremitäten, Rucken wie von elektrischen Schlägen, Borborygmus, Atemnot, Opisthotonus, kaltem, blassem Gesicht, halbgeschlossenen Augen mit bläulichen Rändern.
STIMME UND KEHLKOPF. LUFTRÖHRE UND BRONCHIEN [25]
Heftiges und lautes Schreien. θ Krämpfe nach Verletzung durch Splitter.
ATMUNG [26]
Beklemmung, kann kaum atmen; kann von tonischem Krampf der Brustmuskeln herrühren.
Schnarchende Atmung. θ Tetanus.
Atmung anfallsweise unterbrochen. θ Epilepsie.
Atemnot den ganzen Tag.
Atembeschwerden, die Brust fühlt sich zu eng an.
Atmung aufgehoben, zeitweise nach Luft schnappend. θ Hysterische Krämpfe. θ Konvulsionen.
Dyspnoe. θ Zerebrospinale Meningitis.
HUSTEN [27]
Husten mit Auswurf. θ Cholera.
INNERES DER BRUST UND LUNGEN [28]
Gefühl in Brust und Hals, als stecke dort etwas von Faustgröße fest.
Wundheitsgefühl wie zerschlagen am unteren Ende des Brustbeins beim Gehen.
Beklemmung der Brust. θ Tetanus.
Engegefühl in der Brust; kann kaum atmen. θ Lähmung der Harnblase.
Brennen und große Hitze in der Brust.
Kältegefühl in der Brust.
HERZ, PULS UND KREISLAUF [29]
Zitterndes Herzklopfen.
Gefühl, als höre das Herz auf zu schlagen; dabei bisweilen Ohnmachtsgefühl.
Herzpulsation schwach. θ Tetanus.
Schneller Puls. θ Zerebrospinale Meningitis.
Puls schwach, langsam, zitternd, zeitweise unfühlbar. θ Tetanus.
ÄUSSERE BRUST [30]
Heftige tonische Krämpfe der Brustmuskeln.
Wundheitsgefühl am unteren Ende des Brustbeins.
Der Frost beginnt in der Brust.
HALS UND RÜCKEN [31]
Neuralgie im Nacken, mit Neigung, den Kopf nach hinten zu ziehen, und dumpfem Hinterhauptskopfschmerz.
Die Halsmuskeln kontrahieren sich und werden hart wie Holz. θ Hysterische Anfälle.
Spannung oder Krampf in den Halsmuskeln; wenn er den Kopf dreht, kann er ihn nicht leicht wieder zurückdrehen.
Schmerz im Nacken, krampfartiges Nachhintenziehen des Kopfes, mit Zittern der Hand.
Tonischer Krampf der Zervikalmuskeln. θ Tetanus.
Tetanische Steifigkeit von Rücken und Beinen, mit ziehenden Schmerzen in Oberschenkeln und Waden. θ Gehirnerschütterung.
Schwellung des Halses infolge Verletzung der Speiseröhre durch einen Splitter (Knochen) oder ähnlichen scharfen Körper.
Schmerzhaftes Gefühl an der inneren Fläche der Schulterblätter.
Gefühl wie geprellt am rechten Schulterblatt.
Der Rücken nach hinten wie ein Bogen gebogen.
Körper und Beine gerade; Kopf nach hinten gezogen; wenn er auf der Seite liegt, wird er blitzschnell auf den Rücken gestreckt. θ Krämpfe nach Verletzung des Knies durch Splitter.
Reißendes Zucken im Steißbein. θ Dysmenorrhö.
Coccygodynie, erstmals während der Katamenien, nach der Entbindung auftretend.
OBERE EXTREMITÄTEN [32]
Vollständige Kraftlosigkeit der Glieder nach krampfhaften Zuckungen.
Krampfartiges Zucken der Arme und des oberen Körperteils. θ Nach Knieverletzung durch Splitter.
Häufiges unwillkürliches Zucken und Stiche in Armen und Fingern. θ Epilepsie.
Zucken im linken Arm den ganzen Tag.
Arme in den Ellbogen gebeugt, Finger geballt. θ Krämpfe nach Verletzung durch Splitter.
Schweregefühl im Arm beim Heben, begleitet von so heftigen Stichen in der Schulter, dass der Patient ablassen muss; er wagt nicht einmal die Finger zu bewegen; tritt häufiger im linken Arm auf.
Venen der Hände erweitert.
Zittern der Hände, mit Schmerz im Hinterhaupt. θ Helminthiasis.
Taubheitsgefühl der Finger.
Kribbeln, Zittern und Auffahren der Finger in der Rekonvaleszenz nach typhoider Erkrankung.
Daumen nach innen eingeschlagen. θ Epilepsie.
Pickel an den Händen, anfangs beim Erscheinen brennend, schließlich jedoch ineinander übergehend und einen dunkelroten Schorf bildend.
Nägel blau.
UNTERE EXTREMITÄTEN [33]
Schwäche, besonders in den Knien und in den Rückenmuskeln schon nach kurzem Stehen.
Häufiges unwillkürliches Zucken der unteren Extremitäten.
Schwellung und Schmerz des linken Knies.
Schmerzhaftes Steifigkeitsgefühl in den Muskeln der unteren Extremitäten.
Zittern des linken Beins.
Die Beine versagten ihm den Dienst, und er taumelte.
Beim Gehen setzt sie die Fußsohlen nicht richtig auf, sie kippen nach innen, und das Gehen erfolgt auf dem äußeren Fußrand. θ Gressus vaccinus.
Er griff plötzlich mit den Händen an sein Knie, schrie furchtbar und wurde von Konvulsionen befallen.
Ziehender Schmerz in Oberschenkeln und Waden mit tetanischer Steifigkeit.
Heftiger Schmerz im ganzen linken Bein, später auch im rechten, periodisch wiederkehrend, endend in tetanischen Konvulsionen mit Bewusstlosigkeit.
Reißen in den Muskeln der unteren Extremitäten, an der Vorderseite bis zu den Füßen hinab, < nachts.
EXTREMITÄTEN IM ALLGEMEINEN [34]
Große Schwäche in Armen und Beinen nach geringer Anstrengung.
Gefühl wie zerschlagen in Unterarmen und Beinen.
Zittern in oberen und unteren Extremitäten.
Krampfartige Verrenkungen und schreckliches Zucken der Extremitäten, mit heftigen Konvulsionen.
Zucken der Extremitäten. θ Basilaris-Meningitis.
Zucken mit Taubheitsgefühl; bei einem Tabakraucher.
Kalte Extremitäten.
RUHE. LAGE. BEWEGUNG [35]
In Ruhe: Kopfschmerz <; drückender, benebelnder Kopfschmerz; Stöße im Kopf besser.
Im Liegen: Zucken des Kopfes oder Rückwärtswerfen desselben; auf der Seite liegend wird er blitzschnell auf den Rücken gestreckt.
Beim ruhigen Stehen: Verlangen, sich an etwas festzuhalten; Schwindel.
Nach Stehen: Schwäche in den Knien und in den Rückenmuskeln.
Liegt auf dem Rücken, unfähig sich umzudrehen.
Sitzend wie im Schlaf: Vornübersinken des Kopfes.
Beim Versuch aufzustehen: Dunkelheit vor den Augen; Rückwärtsfallen des Kopfes; Erbrechen.
Beim aufrechten Sitzen: Kopfschmerz und Druck besser.
Beim Aufstehen aus dem Bett: Schwindel.
Beim Versuch zu stehen: Schwindel; möchte sich an etwas festhalten.
Beim Bücken: Hinfallen; Erbrechen von Galle; von Blut, während der Schwangerschaft.
Beim Heben des Arms: Schweregefühl im Arm; Stiche in der Schulter.
Beim Gehen: Verlust des Sehens; Schwindel; als sei das Gehirn locker und werde erschüttert; Nasenbluten; Wundheitsgefühl wie zerschlagen am unteren Ende des Brustbeins; setzt die Füße nicht richtig auf, sie kippen nach innen.
NERVEN [36]
Große Depression und Erschöpfung der Kräfte; er fühlt sich mittags müder als abends.
Mattigkeit und ständige Schläfrigkeit.
Schwach und kraftlos, die Muskeln verweigern dem Willen den Gehorsam. θ Lähmung der Harnblase.
Zustand von Empfindungslosigkeit und Unbeweglichkeit, mit Verlust von Kraft und Bewusstsein.
Katalepsie, die Glieder hängen herab und der Patient erscheint leblos.
Dysphagie; kein muskuläres Zurückzucken, wenn Rumpf oder untere Extremitäten mit einer Nadel gestochen werden, vollständige Lähmung; hat sich mehrere Tage lang nicht bewegt und nicht geblinzelt. θ Zerebrospinale Meningitis.
Zittrige Bewegungen.
Zuckungen der Extremitäten.
Plötzliche Stöße und Rucke durch Kopf, Arme und Beine. θ Gehirnerschütterung.
Plötzliche Starre, mit Rucken, danach große Erschlaffung und Schwäche. θ Wurmaffektionen.
Seltsame Verrenkungen des oberen Körperteils und der Extremitäten während der Anfälle, mit blauem Gesicht und häufigen, einige Augenblicke dauernden Unterbrechungen der Atmung.
Das Kind griff plötzlich mit den Händen an das Knie und schrie furchtbar; unmittelbar danach wurde es von Konvulsionen und Bewusstlosigkeit befallen, wobei der Kopf dauernd zurückgezogen war.
Die Anfälle verdrehen das Kind zu den sonderbarsten und schrecklichsten Verrenkungen und lassen es zuweilen aufschreien. θ Chorea.
Konvulsionen mit Bewusstseinsverlust, furchtbaren Verzerrungen der Glieder und des ganzen Körpers.
Konvulsionen und Bewusstlosigkeit, der Kopf dauernd zurückgezogen, hohes Fieber, Erbrechen, erweiterte Pupillen, Doppeltsehen, aschfahle Blässe des Gesichts, ein diarrhoischer Stuhl, dann Verstopfung.
Konvulsionen, wobei die Extremitäten erschlafft herabhängen oder unnatürlich versteift und ausgestreckt sind. θ Zahnung.
Konvulsionen mit Schreien.
Epilepsie, mit heftigen Verrenkungen der Extremitäten und des oberen Teils von Körper und Kopf, bläulichem Gesicht, unterbrochener Atmung und Schaum vor dem Mund.
Epileptische Anfälle, mit Auftreibung des Magens wie von heftigem Krampf des Zwerchfells; Schluckauf; Schreien; Röte des Gesichts; Trismus; Bewusstseinsverlust und Verzerrung der Extremitäten.
Eklampsie bei einem fünf Monate alten Kind durch Missbrauch von Opium.
Die Anfälle kommen zweimal täglich, und sie scheint während derselben zu sterben. θ Periodische Ekstase.
Nach den Konvulsionen ist das Kind bewusstlos und nahezu leblos.
Krämpfe in den Muskeln, besonders von Hals und Brust.
Das Kind liegt auf dem Rücken, ohne sich drehen zu können, die Beine abwechselnd zusammengezogen und ausgestreckt, mit starken Schmerzen darin. θ Wirbelsäulenverkrümmung.
Heftige tonische Krämpfe, jeder Muskel vollkommen starr.
Die heftigsten tonischen Krämpfe, so dass weder die gekrümmten Glieder gestreckt noch die gestreckten gebeugt werden konnten.
Tonischer Krampf erneuert sich durch die geringste Berührung; durch Öffnen der Tür und durch lautes Sprechen.
Heftige Krämpfe mit Opisthotonus, erschwerter Atmung, in den Ellbogen gebeugten Armen, Schreien, belegter und trockener Zunge, Durst. θ Splitter im Knie zwei Wochen zuvor.
Krämpfe bei schwangeren oder gebärenden Frauen; hysterische Konvulsionen.
Körper und Extremitäten hart wie Holz. θ Hysterische Krämpfe.
Tetanus centricus; Fälle etwas epileptiform. θ Zerebrospinale Meningitis.
Katalepsie.
SCHLAF [37]
Soporöser Zustand bei Cholera.
Häufiges Erwachen mit Schweiß am ganzen Körper, wonach er sich gekräftigt fühlt.
Träume: lebhaft, über Ereignisse des vorherigen Tages; lebhaft, aber nicht erinnert.
Fährt plötzlich aus dem Schlaf auf, hebt den Kopf, starrt starr vor sich hin, die Atmung setzt aus, das Gesicht wird blau, schnappt ängstlich nach Luft und der Schweiß steht in großen Tropfen auf der Stirn. θ Epilepsie.
Soporöser Schlaf, weint beim Aufwecken, verzieht die Gesichtsmuskeln, starrt ins Leere und hält den Kopf steif nach vorn gebeugt. θ Gehirnerschütterung.
Im Schlaf Auffahren und Sich-auf-die-Zunge-Beißen. θ Hysterische Krämpfe.
Wird nur schwer aus dem Schlaf geweckt. θ Konvulsionen.
Vollständige Schlaflosigkeit. θ Hysterische Krämpfe.
ZEIT [38]
Nachts: Schweiß, am meisten am Bauch; reichlicher Schweiß; kann nicht schlafen.
Morgens: beim Erwachen Kopfschmerz; beim Essen Übelkeit; Schweiß, am meisten am Bauch.
Während der Mittagszeit: Appetitlosigkeit; müder als abends.
Nachmittags schlimmer.
Von Mittag bis Abend: Aufstoßen.
Den ganzen Tag: Atemnot; Zucken im linken Arm.
TEMPERATUR UND WETTER [39]
Wärme: > Stöße im Kopf; Frösteln mit Verlangen danach.
Kälte: Stöße im Kopf <; überhaupt <.
FIEBER [40]
Frost und Frösteln, mit Verlangen nach Wärme und warmem Ofen.
Der Frost beginnt in der Brust und läuft die Beine hinunter und in die Arme, mit starrem Blick.
Innerlich und äußerlich kalt.
Hitze gering und nur innerlich.
In den Zwischenzeiten ist sie ruhig, leicht fieberhaft und das Gesicht gerötet. θ Periodische Ekstase.
Hohes Fieber. θ Konvulsionen.
Typhoides Fieber: Schwindel, Sausen in den Ohren, Taubheit, glasige, matte Augen; Gesicht bleich, ohne Ausdruck; starker Durst; Meteorismus; soporöser Zustand; Bewusstlosigkeit; murmelndes Delir.
Nervenfieber, gekennzeichnet durch große Stupidität.
Wurmfieber bei Kindern, mit Kolik und Konvulsionen.
Schweiß nachts und in den Morgenstunden, am meisten am Bauch.
Schwitzt nachts reichlich, ohne schlafen zu können. θ Gehirnerschütterung.
ANFÄLLE, PERIODIZITÄT [41]
Wird plötzlich steif und unbeweglich.
Zweimal täglich periodische Ekstase.
Periodisch: Strabismus convergens bei Kindern; Schmerz in den Beinen; Ekstase.
LOKALISATION UND RICHTUNG [42]
Rechts: Knall im Ohr beim Schlucken; Gefühl wie geprellt am Schulterblatt; heftiger Schmerz im Bein; Bläschen am Schulterblatt.
Links: Zucken über dem Auge; Borken am Mundwinkel; Zucken im Arm; Schweregefühl im Arm mit Stichen in der Schulter; Schwellung und Schmerz des Knies; Zittern des Beins; heftiger Schmerz im Bein.
Vorwärts: Fallen mit Schwindel; Vornübersinken des Kopfes beim Ansehen von etwas; Beugung des Kopfes beim Aufwecken aus scheinbarem Schlaf; beim Starren neigt sich der Kopf.
Rückwärts: Beugung des Kopfes bei Konvulsionen; Rückwärtsfallen des Kopfes bei Krämpfen; Zucken des Kopfes; Rückwärtswerfen des Kopfes.
EMPFINDUNGEN [43]
Als wäre er an einem fremden Ort; als sei das Gehirn locker; als seien die Halsmuskeln zu kurz; als sei der Hals zusammengewachsen; wie von einem Schlag tief im Epigastrium, der wie ein Blitz den Rücken hinauffährt; als stecke etwas von Faustgröße in Brust und Hals; als höre das Herz auf zu schlagen.
Schmerz: des Kopfes; des Hinterhaupts; des Halses; an der inneren Fläche des Schulterblatts; des linken Knies; der Beine.
Reißender Schmerz: in einer Kopfseite; in den Muskeln der unteren Extremitäten.
Reißen: tief im Bauch; im Steißbein.
Schneidender Schmerz: in einer Kopfseite; über dem linken Auge.
Neuralgie: im Nacken.
Zucken: im Steißbein; in Armen und Fingern; der Extremitäten.
Ziehen: von den Augenwinkeln zu den Schläfen; in der Harnröhre; im Steißbein; in Oberschenkeln und Waden.
Stechende Schmerzen: vom Nabel bis zum Blasenhals.
Stiche: in der fossa navicularis; in Armen und Fingern; in der Schulter beim Heben des Arms.
Scharfer Schmerz: vom Nabel bis zum Blasenhals.
Brennen: in den Augen; in Ausschlägen; an ulzerierten Lippen; im Bläschen der Oberlippe; in Zungengeschwüren; im Magen; in der Brust; im Rektum nach Reiben; im Anus.
Gefühl wie geprellt: beim Bewegen oder Berühren des Halses; am unteren Ende des Brustbeins; in Unterarmen und Beinen; wie nach einer Quetschung oder einem Schlag; an vielen Stellen; am rechten Schulterblatt.
Plötzlicher Stoß: tief in der Magengrube; durch Kopf, Arme und Beine.
Klopfen: in der Magengrube.
Druck: tief im Gehirn.
Dumpfer Druck: im Hinterhaupt.
Brennender Druck: im Magen und Bauch.
Kompression: von beiden Seiten des Kopfes.
Schweregefühl: vorn oder hinten im Kopf; des Kopfes; im Arm beim Heben.
Wundheit: hinter dem Ohr, wie nach einem Schlag; in der Harnröhre; an Kinn, Oberlippe und Wangen bei Milchschorf; am unteren Ende des Brustbeins.
Spannung oder Krampf in den Halsmuskeln.
Enge: in der Brust.
Taubheitsgefühl: der Finger.
Kribbeln: der Finger.
Juckreiz: Bläschen an der Oberlippe; Ausschlag an Gesicht, Händen und Brust; im Rektum; im unteren Teil des Rektums; der Haut am ganzen Körper; Ausschlag auf der Kopfhaut; Krusten am Kinn.
Hitze: im Magen; am ganzen Körper.
Kälte: in der Brust.
Trockenheit: des Halses.
GEWEBE [44]
Wirkt besonders auf das Nervensystem.
Zerebrospinales Reizmittel, das Tetanus, epileptische und epileptiforme Konvulsionen, Trismus sowie örtliche tonische und klonische Krämpfe im Allgemeinen hervorruft.
Blutandrang zum Gehirn und Rückenmark, auch zu den Lungen und den abdominalen Eingeweiden.
Tonische Krämpfe der Strecker und Beuger.
Strikturen (krampfartig) nach Entzündungen.
Affektionen, verursacht durch das Eindringen von Splittern ins Fleisch; Trismus und Tetanus; schädliche Folgen von Gehirnerschütterungen.
Wurmbeschwerden bei Kindern, mit Konvulsionen.
BERÜHRUNG. PASSIVE BEWEGUNG. VERLETZUNGEN [45]
Schädliche Folgen von Gehirnerschütterungen des Gehirns und der Wirbelsäule.
Berührung: Nase sehr empfindlich gegen; Nasenbluten schon durch leichte; beantwortet im bewusstlosen Zustand Fragen, wenn sie berührt wird; verursacht das Gefühl wie geprellt im Hals; erneuert den tonischen Krampf schon durch die geringste; Bläschen am rechten Schulterblatt schmerzhaft bei; verursacht Schmerz im Ausschlag an den Händen.
Reiben: brennender Schmerz im Anus danach.
HAUT [46]
Haut brennend heiß. θ Verletzte Speiseröhre.
Brennen, Juckreiz der Haut am ganzen Körper.
Rotes Bläschen am rechten Schulterblatt, bei Berührung sehr schmerzhaft.
Erhabener Ausschlag, erbsengroß, an beiden Händen, sogar an den Fingerballen, mit brennendem Schmerz bei Berührung; später wurde er konfluierend.
Pusteln, die zusammenlaufen und dicke gelbe Schorfe im Gesicht und an anderen Körperteilen bilden.
Eiternde Ausschläge, mit gelber Borke und brennendem Schmerz.
Ekzem: kein Juckreiz; das Exsudat trocknet zu einem harten zitronenfarbenen Schorf ein.
Impetigo; wabenartige Krusten, die abfallen und eine leuchtend rote glatte Fläche hinterlassen.
Unterdrückte Ausschläge verursachen zerebrale Krankheit.
Schuppiger, feuchter, juckender Ausschlag auf der Kopfhaut, mit zahlreichen harten Knoten am Kinn im ganzen Bart; aus diesen Knoten entsteht ein Schub von Bläschen, die den Bart bald mit gelben Krusten füllen, das Haar verfilzen und von Brennen und Juckreiz begleitet sind.
LEBENSALTER, KONSTITUTION [47]
Alte Menschen und Kinder.
Skrofulöses Kind, Wirbelsäulenverkrümmung; klonische und tonische Krämpfe.
Knabe, æt. 10 Monate; Epilepsie.
Kind, æt. 22 Monate; hat seit ein oder zwei Wochen die Gewohnheit, Kohle zu essen.
Knabe, æt. 2 1/2, heller Teint und helles Haar, blaue Augen, fleischig; Konvulsionen durch zerebrale Reizung.
Knabe, æt. 8: Konvulsionen.
Mädchen, æt. 9; Ophthalmie.
Kind, æt. 11; Chorea.
Knabe, æt. 11; Helminthiasis.
Knabe, æt. 13; Gehirnerschütterung.
Kräftiger Knabe, æt. 15; tetanische Konvulsionen.
Mädchen, æt. 17, groß, stark, braunes Haar, rote Wangen, hat nicht menstruiert; tetanische Krämpfe.
David Gray, æt. 17, fünf Wochen lang allopathisch und erfolglos behandelt; drei Kinder der Familie starben an derselben Krankheit; zerebrospinale Meningitis.
Frau, æt. 23, in der zweiten Niederkunft; puerperale Krämpfe.
Mann, æt. 40, dünn, schwache Konstitution; Tetanus.
Frau, æt. 76; verletzte Speiseröhre.
Mann, fast 90; Lähmung der Harnblase.
Herr J. E. M., blond, Haare feucht, ölige Haut, Komedonen auf Wangen und Nase, hypochondrische Gemütsart, zu Dyspepsie und Schwindel geneigt; Ausschlag auf Kopfhaut und Haut.
Mann, bekam einen Splitter ins Knie und wurde dann von kaltem Regen völlig durchnässt; Krämpfe.
Mann; nach Operation erneuter Lippenkrebs.
BEZIEHUNGEN [48]
Gegenmittel: Arnic, Opium; Tabak bei massiven Dosen.
Es antidotiert: Opium.
Verträglich: nach Laches, nach Arsen. und Conium. (Lippenkrebs), Cuprum (Aphasie bei Chorea).
Vergleiche: Hydr. ac. und Strychnia.