Capsicum. (Capsicum Annuum.)
By Constantine Hering — Die Leitsymptome unserer Materia medica
Cayenne- oder roter Pfeffer. Solanaceæ.
Diese Pflanze wird fast überall reichlich kultiviert.
Der Stengel ist glatt, dick und verzweigt und erreicht eine Höhe von zwei bis drei Fuß; die Blätter sind eiförmig und zugespitzt; die Blüten sind einzelnstehend und weiß und sitzen auf langen Blütenstielen; die Frucht ist eine herabhängende Kapsel, die zahlreiche flache, nierenförmige, ledergelbe Samen enthält.
Beim Ankauf der getrockneten, importierten Kapseln und Samen, aus denen die Tinktur bereitet wird, muss darauf geachtet werden, sie nicht mit den kleineren Schoten zu verwechseln, die unter demselben Namen und auch als Chillies verkauft werden, einem Namen, der auf zwei oder drei Arten angewandt wird.
Hahnemann bereitete eine Tinktur aus den gepulverten reifen Kapseln mit den Samen im Verhältnis von 20 Gran Pulver zu 400 Tropfen Alkohol.
GEMÜT [1]
Koma und Delirium. θ Typhus. θ Gelbfieber.
Vergesslichkeit.
Kinder werden ungeschickt, linkisch; besonders bei Kopfschmerz.
Benommenheit des Verstandes; Idiotie, Melancholie, Hypochondrie.
Von Neigung zum Selbstmord verfolgt.
Er ist schweigsam, verdrießlich und eigensinnig.
Abneigung gegen Denken und Arbeiten.
Er ist in zufriedener Stimmung, scherzt und singt, und dennoch wird er aus der geringsten Ursache zornig.
Heimweh: mit roten Wangen und Schlaflosigkeit; mit heißem Gefühl in der Rachenenge.
Melancholie oder Hypochondrie.
Furcht vor Tadel.
Ängstlichkeit.
Erwacht mit Schreck, schreit auf und bleibt voller Furcht.
Angst und Furcht, als ob er sterben müsse.
Verdrießlich, reizbar, zornig; leicht beleidigt, nimmt alles übel.
Eigensinn.
Nach Gemütsbewegungen Fieber mit roten Wangen.
SENSORIUM [2]
Rauschzustand.
Schwindel: Schwanken von einer Seite zur anderen; mit Hypochondrie und träger Verdauung; während des kalten Stadiums des Wechselfiebers.
Sinne abgestumpft.
INNERER KOPF [3]
Leeres, stumpfes Gefühl im Kopf.
Einschießende Schmerzen im Kopf; < in Ruhe; > beim Gehen.
Kopfschmerz, als ob der Schädel zerspringen würde, beim Bewegen des Kopfes, beim Gehen oder Husten.
Berstender Kopfschmerz oder Gefühl, als ob das Gehirn zu voll sei oder der Kopf zu groß.
Berstender Kopfschmerz am Abend, > durch Liegen mit hochgelagertem Kopf.
Berstender Schmerz und Klopfen im Kopf. θ Keuchhusten. θ Wechselfieber.
Kopfschmerz, als ob der Schädel geprellt wäre, beim Bewegen des Kopfes und beim Gehen.
Klopfender Kopfschmerz in Stirn und Schläfen.
Drückender Kopfschmerz in Stirn und Schläfen.
Ständiger drückender Kopfschmerz in der Stirn, oberhalb der Nasenwurzel, mit Stichen durch das Ohr und über das Auge hin.
Drückender Kopfschmerz in der Stirn, als ob ein Druck vom Hinterhaupt das Gehirn durch die Stirn herauspressen würde, begleitet von schneidendem Schmerz, der vom Hinterhaupt nach vorn kommt.
Drückender Kopfschmerz mit Übelkeit und Erbrechen.
Ziehend-reißender Schmerz in der linken Kopfseite.
Heftige, tief eindringende Stiche im Scheitel.
Ein Kopfschmerz, mehr stechend als reißend; < während der Ruhe; > bei Bewegung.
Kopfschmerz während des Frostes. θ Intermittens.
Chronischer Kopfschmerz bei Fehlen des Schweißes.
Migräne und hysterische Cephalalgie.
Gehirnsymptome bei Masern.
ÄUSSERER KOPF [4]
Der Kopf scheint zu groß.
Ziehend-reißender Schmerz im rechten Stirnbein.
Der Schädel fühlt sich geprellt an beim Bewegen des Kopfes oder beim Gehen.
Kopfflechte.
Frösteln der Kopfhaut, gefolgt von brennendem Juckreiz der Schädeldecken, > durch Kratzen.
Beißender Juckreiz auf dem behaarten Kopf, wie von Läusen, zwingt zum Kratzen; nach dem Kratzen fühlen sich Haarwurzeln und Kopfhaut schmerzhaft an, als ob die Haare ausgerissen würden.
Schweiß auf der Stirn; kalter Schweiß auf der Stirn, mit Ohnmachtsgefühl.
Schwellung am Warzenfortsatz hinter dem Ohr, bei Berührung schmerzhaft.
Periostitis und Karies des Warzenfortsatzes.
SEHEN UND AUGEN [5]
Flimmern vor den Augen, mit Kopfschmerz.
Gegenstände erscheinen schwarz; trübes Sehen; amblyopia amaurotica.
Brennen in den Augen, mit Rötung und Tränenfluss.
Drückender Schmerz in den Augen, wie von einem Fremdkörper.
Entzündung der Augen mit Erschlaffung der äußeren und inneren Häute.
Pupillen auffallend erweitert oder verengt.
Feiner stechender Schmerz in den Augen.
Augen sehr hervorstehend, bei Blässe des Gesichts.
Druck in den Augenlidern, so dass er sie nicht weit genug öffnen kann.
Schmerzhaftes Zucken unter dem rechten Augenlid.
Augen > nach Reiben.
Die Augen treten aus den Höhlen hervor, mit Brennen und Tränenfluss. θ Keuchhusten.
GEHÖR UND OHREN [6]
Kann Geräusch nicht ertragen. θ Wechselfieber.
Schwerhörigkeit nach vorherigem Brennen und Stechen im Ohr.
Katarrhalische Schwerhörigkeit.
Stechende Schmerzen in den Ohren, mit Brennen und Stechen; Schwerhörigkeit.
Ein drückender Schmerz im Ohr bei jedem Husten, als ob ein Abszess aufbrechen würde. θ Keuchhusten.
Ein drückender Schmerz sehr tief in den Ohren.
Drückender, später juckender Schmerz tief im Ohr.
Dumpf schmerzendes Gefühl in einem oder beiden Ohren beim Husten.
Juckender Schmerz sehr tief im Ohr. θ Otitis.
Trommelfell perforiert, und die Höhle mit dickem, gelbem Eiter gefüllt. θ Otitis.
Reißen in der Ohrmuschel.
Ohren sehr heiß. θ Keuchhusten.
Reißender Schmerz hinter dem linken Ohr.
Schwellung hinter dem Ohr, bei Berührung schmerzhaft.
Schmerzhafte Schwellung hinter dem Ohr; Periostitis und Karies des Warzenfortsatzes.
Tiefsitzende Schwellung unter dem Ohr. θ Otitis.
GERUCH UND NASE [7]
Verminderte Schärfe des Geruchssinnes.
Nasenbluten morgens im Bett.
Blutig-schleimiger Ausfluss aus der Nase beim Husten. θ Keuchhusten.
Ansammlung von dickem Schleim in Nase und Hals. θ Scharlach.
Verstopfung der Nase.
Schnupfen und Influenza.
Kribbelndes Kitzeln in der Nase, wie bei verstopftem Schnupfen.
Kribbeln, Kitzelgefühl in der Nase. θ Heiserkeit. θ Schnupfen.
Niesen mit Rauheit im Hals. θ Scharlach.
Nasenspitze sehr heiß und rot, < gegen Abend. θ Keuchhusten.
Zusammenziehende, ruckartige Schmerzen in der linken Nasenseite und über dem linken Auge.
Schmerzhafte Akne unter den Nasenlöchern.
Juckreiz mit Stichen in der Nase.
Beim Husten oder Niesen schneidender Schmerz in einer oder der anderen Extremität.
OBERE GESICHTSHÄLFTE [8]
Vermehrte Hitze des Gesichts.
Wangen rot, nicht heiß, wechselnd mit Blässe. θ Scharlach. θ Intermittens.
Schmerz im Gesicht, < durch Berührung und am Abend. θ Prosopalgie.
Schmerz im Gesicht, teils wie Knochenschmerz, durch äußere Berührung erregt; teils wie feine, die Nerven durchbohrende Schmerzen, die beim Einschlafen quälend sind.
Druck im Jochbein, < durch Berührung und am Abend.
Gesichtsschmerz.
Neuralgia facialis. θ Fothergillsche Krankheit.
Geschwollenes Gesicht mit Zahnschmerz.
Schmerzhaftes Zucken unter dem rechten Augenlid.
Rote Punkte im Gesicht und Herpes auf der Stirn, mit Beißen und Juckreiz.
Erythematöser Ausschlag auf der Innenseite der Wangen und auf der linken Gesichtshälfte, mit beizendem Gefühl wie von Salz.
UNTERES GESICHT [9]
Lippen: geschwollen; rissig; wundbrennend; brennend. θ Diarrhöe. θ Scharlach.
Brennende, schmerzhafte Bläschen im Mund. θ Cancrum oris.
Akne um die Lippen.
ZÄHNE UND ZAHNFLEISCH [10]
Die Zähne fühlen sich verlängert und stumpf an.
Ziehender Schmerz in den Zähnen; kariöser Zahnschmerz mit oder ohne Schwellung der Wangen.
Zähne schmutzig und schmerzhaft. θ Stomatitis.
Zahnfleisch: heiß, brennend, geschwollen, entzündet und empfindlich; schwammig, von den Zähnen zurückgezogen. θ Stomatitis.
GESCHMACK, SPRACHE, ZUNGE [11]
Geschmack: sauer; fade, wässrig, gefolgt von Sodbrennen; faulig, wie fauliges Wasser . θ Diarrhöe. θ Intermittens. θ Dysenterie.
Beim Husten verursacht die Luft aus der Lunge einen seltsamen, widerwärtigen Geschmack im Mund.
Kleine brennende Bläschen auf der Zunge. θ Scharlach.
Zunge und Innenseite der Lippen voll von flachen, empfindlichen, sich ausbreitenden Geschwüren, mit speckigem Zentrum. θ Stomatitis.
Gefühl von Trockenheit der Zunge ohne Durst.
MUNDHÖHLE [12]
Übelriechender Geruch, unerträglich, aasartig. θ Stomacace.
Speichel: zäh, übelriechend, reichlich. θ Stomatitis. θ Scharlach.
Speichelfluss während des Frostes. θ Intermittens.
Brennende Bläschen im Mund. θ Scharlach.
Kleine, flache, brennende Geschwüre im Mund und in der Rachenenge.
Zäher Schleim im Mund oder Trockenheit.
Cancrum oris.
GAUMEN UND HALS [13]
Schmerz im oberen Teil der Rachenenge zwischen den Schluckakten, als ob die Teile wund wären und krampfartig zusammengezogen würden, wie beim Wasserbrechen.
Brennende Wundheit mit Geschwüren auf der Rachenenge. θ Angina faucium.
Schmerzhafter Druck im harten und weichen Gaumen beim Schlucken. θ Scharlach. θ Angina aphthosa.
Zäher geronnener Schleim in den hinteren Nasengängen beim Aufstehen am Morgen, der nur durch vieles Räuspern loszubringen ist.
Zäpfchen verlängert, fühlt sich an, als drücke es auf etwas Hartes.
Anhaltende Stiche im Hals, die trockenen, krampfhaften Husten erregen. θ Keuchhusten.
Stechen, das nächtlichen Husten verursacht.
Fortgesetztes Stechen im Hals, in der Gegend der Epiglottis, verursacht einen trockenen Husten ohne Erleichterung.
Tonsillitis mit brennendem, wundbrennendem Schmerz.
Linke Tonsille entzündet; rechte schmerzhaft. θ Asthma.
Große Wundheit im Hals, mit Wundbrennen. θ Scharlach.
Krampfhafte Kontraktion des Halses. θ Angina faucium.
Zuschnürung des Halses, mit Brennen; weißlicher Belag. θ Scharlach. θ Diphtherie.
Brennen und andere Schmerzen im Hals < zwischen den Schluckakten.
Schmerz im Hals nur beim Husten, wie von einer einzelnen Schwellung.
Drückender Schmerz im Hals, als ob ein Abszess durchbrechen würde, während eines Hustenanfalls. θ Keuchhusten.
Gefühl von Rauheit im Hals.
Hals entzündet, dunkelrot, brennend, drückend.
Weißliche Flecken im Hals, mit rotem Hof.
Halsentzündung, dunkel purpurrot gefärbtes Gaumensegel rechts, nahe der Eustachischen Röhre, mit äußerst heftigen Schmerzen, Angst verursachend; Speichelfluss und Verlangen nach kaltem Wasser; Hitze, mit Schaudern und kalten Fingerspitzen; Puls unverändert; < morgens und gegen Abend.
Erschlaffte Halsaffektion mit Husten; subakute Halsentzündung mit Trockenheit und Wundbrennen; erschlafftes Zäpfchen bei Rauchern und Trinkern.
Schmerz beim Schlucken, wie bei Halsentzündung, aber außerhalb des Schluckens ziehender Schmerz im Hals.
Schluckbeschwerden, Zunge belegt; verfallenes Aussehen.
Dysphagia paralytica.
Torpidität von Rachenenge, Rachen und Ösophagus.
Aphthöse Angina.
Tonsillitis.
Angina pharyngea maligna, gangrenosa.
Beläge, die einen beträchtlichen Teil der Rachenenge bedecken, mit Wundbrennen. θ Diphtherie.
Bei scharlachartigen Anginen mit Gesichtsröte wie bei Trunksüchtigen, kleinen roten Flecken im Gesicht, brennenden Bläschen im Mund und auf der Zunge.
APPETIT, DURST. VERLANGEN, ABNEIGUNGEN [14]
Appetit vermehrt, wechselnd mit Abneigung gegen Nahrung und vollständiger Anorexie.
Durstlosigkeit oder heftiger Durst mit abdominaler Unruhe, aber ohne Druckempfindlichkeit.
Durst nur während des Fiebers auf große Mengen.
Durstig, wenn der Frost einsetzt. θ Intermittens.
Durst nach dem Stuhl. θ Dysenterie.
Verlangen nach Kaffee, aber er macht Übelkeit. θ Diarrhöe.
Dipsomanie; morgendliches Erbrechen, Sinken in der Magengegend.
ESSEN UND TRINKEN [15]
Speisen schmecken sauer. θ Diarrhöe.
Besser während des Essens; < danach.
Nach dem Essen: Brennen im Magen.
Gemüse verursacht Blähungen.
Wasser verursacht: Durchfall; Schaudern; Tenesmus und dünnen Stuhl; Fröste.
Trinken von kaltem Wasser > Husten.
Übelkeit und Anfälle von Erstickung nach Kaffee, dabei dennoch Verlangen danach.
SCHLUCKAUF, AUFSTOSSEN, ÜBELKEIT UND ERBRECHEN [16]
Aufstoßen mit Stich in der Seite beim Gehen.
Sodbrennen; Wasserbrechen. θ Magenkatarrh.
Übelkeit und Erbrechen mit Kopfschmerz.
Nervöses, krampfartiges Erbrechen.
Erbricht Schleim mit Frost. θ Intermittens.
Erbrechen bei malignen Fiebern. θ Gelbfieber.
MAGENGEGEND UND MAGEN [17]
Drückender Schmerz in der Magengegend.
Stiche in der Magengegend beim tiefen Atmen, durch Sprechen und durch Berührung.
Ansammlung von Schleim und Säuren im Magen.
Brennen im Magen. θ Gastralgie. θ Kolik.
Empfindlichkeit und dumpf schmerzendes Gefühl in der Gegend von Magen und Duodenum nach Kolik. θ Dysenterie.
Gefühl, als sei kaltes Wasser im Magen.
Magen eisig kalt oder Brennen darin.
Verdorbener Magen mit Fieber.
Dyspepsie aus Torpidität, besonders bei alten Leuten.
Gastralgie und Gastromalazie.
HYPOCHONDRIEN [18]
"Fangender" Schmerz in der Leberregion oder im unteren Teil der rechten Lunge bei jedem Husten. θ Pleuropneumonie.
Milz empfindlich, geschwollen, besonders nach Missbrauch von Chinin.
Schmerzhafte Vergrößerung der Milz. θ Intermittens.
BAUCH UND LENDEN [19]
Brennende oder schneidende Schmerzen im Bauch. θ Hämorrhoiden.
Schneidender und drehender Schmerz im Darm, wie von Wind; vor dem Stuhl. θ Dysenterie.
Ziehen und Drehen im Bauch, mit und ohne Diarrhöe.
Eigenartiges Gefühl im Bauch, eine Art Ziehen; er muss sich zusammenkrümmen.
Kolik mit schneidend-drehendem Schmerz um den Nabel und Abgang von zähem Schleim wie bei Diarrhöe, zuweilen mit schwarzem Blut vermischt; nach jedem Stuhl Durst, und nach jedem Trinken Frösteln.
Blähungen und Windkolik.
Bauch bis zum Bersten aufgetrieben. θ Dysenterie.
Wie wund schmerzende Schmerzen in Bauch und Lenden.
Ein spannungsartiger Schmerz, der vom Bauch zur Brust ausstrahlt, wie von Aufblähung im Bauch; er kann Kleidung nicht ertragen.
Eine drückende Spannung im Bauch, besonders in der epigastrischen Region, zwischen Magengrube und Nabel, < bei Bewegung, zusammen mit einer drückenden Spannung im unteren Teil des Rückens.
Bauch aufgetrieben; erstickendes Stocken des Atems. θ Dysenterie. θ Zystitis.
Schmerz in der Leistengegend.
Hernia ventosa.
STUHL UND REKTUM [20]
Stühle: häufig, klein, mit Tenesmus und Brennen im Rektum und in der Harnblase; blutig, schleimig, faserig; grünlich, schäumend, < nachts; zäher Schleim, mit schwarzem Blut vermischt.
Schleimige Diarrhöe mit Tenesmus.
Dysenterie: Tenesmus und Strangurie; Schmerz < durch Luftzug, selbst wenn er warm ist.
Nach einem Trunk muss er zu Stuhl, obwohl er verstopft war; es ging nur wenig Schleim ab.
Vor dem Stuhl: schneidende, blähende Kolik, drehende Schmerzen um den Nabel.
Während des Stuhls: Tenesmus; Schneiden und Drehen.
Nach dem Stuhl : Tenesmus; Brennen am Anus; Durst, Trinken verursacht Schaudern; ziehende Schmerzen im Rücken.
Wundbrennender und brennender Schmerz im Anus und Rektum. θ Diarrhöe. θ Dysenterie.
Beißend-stechender Schmerz im Anus, mit diarrhöeartigem Stuhl.
Heftiger Tenesmus. θ Dysenterie.
Tenesmus von Rektum und Harnblase zugleich.
Hämorrhoiden: Brennen, als ob Pfeffer darauf gestreut wäre, geschwollen, juckend, klopfend; mit wundem Gefühl im Anus; blutend oder blind; mit Schleimabgang; mit blutigen, schleimigen Stühlen; mit ziehendem Schmerz im Kreuz und schneidendem Schmerz im Bauch.
Unterdrückter hämorrhoidaler Fluss, Melancholie verursachend.
HARNORGANE [21]
Nierenschmerzen, mit oder ohne Steinleiden. θ Nephritis.
Brennen in der Harnblase. θ Dysenterie. θ Gonorrhöe.
Kolik mit Krampf der Harnblase.
Brennen an der Mündung der Harnröhre unmittelbar vor, während und noch eine Minute nach dem Wasserlassen.
Stiche, wie mit Nadeln, im vorderen Teil der Harnröhre, wenn nicht uriniert wird.
Druck gegen die Harnblase zu und einige von innen nach außen ausstrahlende Stiche in der Gegend des Blasenhalses beim Husten und noch einige Zeit danach.
Tenesmus vesicæ; Strangurie. θ Dysenterie.
Häufiger erfolgloser Harndrang. θ Diarrhöe.
Häufige Miktion, brennender, wundbrennender, stechender Schmerz in der Harnröhre, Tenesmus und selbst Chordee; (wenn die Entzündung nachlässt, wird der Ausfluss geringer und dünner). θ Gonorrhöe.
Brennen, Wundbrennen nach dem Wasserlassen.
Brennend-beißender Schmerz in der Harnröhre nach dem Wasserlassen.
Harnverhaltung, Krampf der Harnblase. θ Zystitis bei Pferden.
Harn rot oder blutig.
Entzündung des Blasenhalses. θ Zystitis.
Eitriger Ausfluss aus der Harnröhre, zuweilen blutend. θ Gonorrhöe.
Männliche Geschlechtsorgane
MÄNNLICHE GESCHLECHTSORGANE [22]
Schmerzhafte Erektionen nachts; rahmartiger Ausfluss aus der Harnröhre; Brennen beim Wasserlassen; sonst schneidendes, stechendes Gefühl in der Harnröhre.
Ausfluss aus der Harnröhre: eitrig; blutig, Harnröhre bei Berührung schmerzhaft; rahmartig.
Gonorrhöe: zweites Stadium; weißer Ausfluss wie Rahm; übermäßige Empfindlichkeit der Teile gegen Berührung; Chordee, die nur in kaltem Wasser beschwichtigt oder gedämpft werden kann.
Langwieriger chronischer Harnröhrenausfluss.
Kälte des Skrotums und Impotenz; Schwinden der Hoden und Erlöschen des Geschlechtstriebes; Schrumpfen der Samenstränge; Abmagerung; Ausfallen des Bartes und Sehschwäche.
Vorhaut geschwollen.
Krampfartige Hodenschmerzen nach Pollutionen.
Schmerz in der Prostatadrüse. θ Gonorrhöe.
Kälte des Skrotums morgens beim Gehen.
WEIBLICHE GESCHLECHTSORGANE [23]
Abgang von übelriechendem Schleim aus der Vagina.
Während der Menstruation: Übelkeit; Druck im Epigastrium.
Gestörte Menstruation, mit drängendem oder stechendem Gefühl in der linken Ovarialregion.
SCHWANGERSCHAFT. GEBURT. LAKTATION [24]
Während der Schwangerschaft: Ohrenaffektionen; Sodbrennen, Erbrechen; schleimige Diarrhöe; Hämorrhoiden; Brennen im Anus.
STIMME UND KEHLKOPF. LUFTRÖHRE UND BRONCHIEN [25]
Heiserkeit durch Überanstrengung der Stimme bei Sängern, Predigern usw.
Heiserkeit, Nase verstopft, Hals fühlt sich rau an. θ Scharlach.
Übermäßiges Kribbeln und Kitzeln im Kehlkopf, < nach dem Niederlegen, am Abend. θ Keuchhusten.
Kribbeln und Kitzeln in Kehlkopf und Luftröhre, mit trockenem, hackendem Husten, abends nach dem Niederlegen.
Kitzlige Empfindlichkeit in der Luftröhre, wodurch er einige Male heftig niesen muss.
Chronische Halsaffektion. θ Bronchitis maligna.
ATMUNG [26]
Die Ausatmung aus der Lunge verursacht beim Husten einen starken widerwärtigen Geschmack im Mund.
Es scheint, als könne sie die Luft nicht tief genug in die Lunge bekommen.
Tiefes Atmen, fast wie ein Seufzer. θ Keuchhusten.
Atmung langsam.
Asthma: mit rotem Gesicht, Aufstoßen, Brust fühlt sich ausgedehnt an; pfeifende Einatmung; Atmung < beim Umhergehen, Steigen oder Gehen.
Pfeifende Rasselgeräusche meist links hinten während der Einatmung; schwammiger Klang während der Ausatmung; ständige Dyspnoe; Beklemmung an der Teilungsstelle der Bronchien, > durch erfolgreichen Husten. θ Asthma.
Dyspnoe, die aus dem Magen oder aus Fülle der Brust aufzusteigen scheint.
HUSTEN [27]
Schmerzhafter Husten.
Häufiger trockener, hackender Husten.
Trockener, harter Abendhusten, mit Schmerzen in entfernten Teilen.
Abend- und Nachthusten, mit hektischem Fieber.
Nervöser, krampfartiger Husten.
Husten in plötzlichen Anfällen, erschüttert den ganzen Körper.
Husten, mit Kopfschmerz, als ob der Kopf in Stücke fliegen würde.
Weint nach dem Husten. θ Keuchhusten.
Bei jedem explosiven Hustenstoß (und zu keiner anderen Zeit) entweicht eine Menge scharfer, übelriechender Luft. θ Pleuropneumonie.
Husten oder Niesen verursacht einen plötzlichen Schmerz in einer oder der anderen Extremität.
Husten mit Ziehen von der Brust in den Hals.
Husten mit Gefühl von Aufwärtsziehen aus dem Magen durch die Brust bis zur Halsgrube.
Stiche in leidenden Teilen beim Husten.
Während des Hustens: spaltender Schmerz im Kopf; Ziehen oder Stechen in den Brustseiten; Stiche in Rücken und Harnblase; drückender, geschwüriger Schmerz im Hals oder Ohr; berstender Schmerz in Kopf, Brust und Harnblase; Abgang von Harn; Druck um die Schenkel; Neigung zum Erbrechen oder Erbrechen; übler Atem; Schmerz in Knien oder Beinen, Ohren und Hals.
Husten <: nach Ärger; nach warmen Getränken; abends, nachts; beim Liegen; nach scharfen Winden; bei trockenem, kaltem Wetter; durch jeden Luftzug, warm oder kalt.
Auswurf selten; besonders morgens.
Sputum schmutzig braun, nicht rostfarben. θ Pleuropneumonie.
BRUSTINNERES UND LUNGEN [28]
Stiche in der Seite, besonders links.
Schmerz in Brust und Rücken; während der Hitze. θ Wechselfieber.
Ziehen in einer oder beiden Brustseiten bis zum Hals hinauf. θ Keuchhusten.
Klopfender Schmerz in der Brust.
Schmerz in der Brust beim Sitzen, als ob die Brust zu voll wäre und nicht genug Raum darin wäre.
Schmerz, als wäre die Brust eingeschnürt, der die Atmung hemmt und < selbst bei geringer Bewegung ist.
Hämoptyse mit Dyspnoe.
Pneumonie, kompliziert mit Bronchitis.
Pleuritische Schmerzen. θ Quotidiane Intermittens.
HERZ, PULS UND KREISLAUF [29]
Pektorale Angst.
Fettige Entartung des Herzens und Atherom bei fettleibigen Personen.
Puls: unregelmäßig, oft intermittierend; langsam, aussetzend.
Puls voll, stark, am häufigsten am Abend. θ Dysenterie.
Ungewöhnlich heftige Pulsation der Arterien des Bauches.
Kluckende, rasche Pulsationen in einigen der größeren Arterien.
ÄUSSERE BRUST [30]
Schmerzen im Brustbein, mit Schweiß, beim Gehen.
HALS UND RÜCKEN [31]
Ruckartig-reißender Schmerz in den rechten Halsdrüsen.
Halsdrüsen schmerzhaft, geschwollen. θ Stomatitis.
Qualvolle, reißende Schmerzen im Rücken, die Schreie auspressen und ihn während des Frostes zusammenkrümmen lassen. θ Intermittens.
Ziehend-reißender Schmerz in Rücken und Wirbelsäule.
Einschießen in Rücken und Brust. θ Husten.
Schmerz im Kreuzbein und im Kreuz. θ Hämorrhoiden. θ Dysenterie.
Schmerz im Rücken, der nach dem Stuhl anhält. θ Diarrhöe.
Frösteln zwischen den Schulterblättern. θ Asthma.
Kälte, die im Rücken beginnt. θ Intermittens.
Gefühl, als ob kaltes Wasser den Rücken hinablaufe. θ Intermittens.
OBERE EXTREMITÄTEN [32]
Ziehend-reißender Schmerz in den Armen.
UNTERE EXTREMITÄTEN [33]
Einschießend-reißender Schmerz von der Hüfte zum Knie und Fuß, besonders beim Husten.
Stechend-reißender Schmerz von den Hüftgelenken zu den Füßen, besonders beim Husten.
Ziehender Schmerz im Hüftgelenk (Schmerz wie bei steifem Hals), < durch Berührung und durch Rückwärtsbeugen des Rumpfes.
Karies der rechten Hüfte; linkes Bein atrophisch und schmerzhaft.
Spannungsartiger Schmerz im Knie.
Ein innerer Schmerz im linken Bein, zusammengesetzt aus Ziehen und Stechen.
Einzelne Stiche im rechten großen Zeh, hervorgerufen durch Aufstampfen des Fußes.
Kalter Schweiß am oberen Teil der Beine.
Kalte Füße.
Heftige Schmerzen im linken atrophischen Bein. θ Wirbelsäulenverkrümmung mit Coxarthrocace.
Lähmung der unteren Extremitäten.
EXTREMITÄTEN IM ALLGEMEINEN [34]
Rheumatischer Schmerz in den Extremitäten. θ Husten.
Reißen in den Extremitäten; sie werden während des Frostes angezogen. θ Intermittens.
Schwäche und Schweregefühl der Extremitäten, gefolgt von Zittern der oberen Extremitäten und der Knie; die Hände verweigern das Schreiben.
Steifigkeit und Schmerzhaftigkeit aller Gelenke beim Beginn des Gehens.
Schmerzen in den Gelenken durch Verkühlung.
RUHE. LAGE. BEWEGUNG [35]
Ruhe: < einschießende Schmerzen im Kopf; < Kopfschmerz.
Liegen: Husten schlimmer.
Sich niederlegen: großes Verlangen.
Er scheut jede Bewegung.
Neigung, sich vornüberzubeugen.
Bewegen: des Kopfes, Kopfschmerz, als ob der Schädel zerspringen würde und als ob er geprellt wäre; Asthma; Frösteln; Gelenke steif, knacken weiter.
Sprechen: Stiche in der Magengegend.
Gehen: > einschießende Schmerzen im Kopf; Kopf wie geprellt; Asthma; Schmerzen im Brustbein.
Steigen: Asthma.
NERVEN [36]
Alle Sinne sind schärfer.
Große Unruhe. θ Masern.
Mangel an körperlicher Reizbarkeit.
Mangel an Reaktionskraft, besonders bei fetten Leuten.
Großes Verlangen, sich niederzulegen und zu schlafen; will sich nicht im geringsten anstrengen. θ Angina faucium. θ Diphtherie.
Schwach, erschöpft; Lebenskraft gesunken. θ Lähmung. θ Gangrän. θ Meteorismus. θ Typhus.
Taumeln beim Gehen.
Ischias.
Lähmung von Zunge, Rachenenge, Rachen, Ösophagus, Magen und Darmkanal.
SCHLAF [37]
Große Schläfrigkeit nach dem Essen.
Gähnen. θ Diarrhöe.
Ständiges Verlangen, sich niederzulegen und zu schlafen. θ Halsschmerzen.
Schlaflos durch Gemütsbewegungen, durch Heimweh oder durch Husten.
Schreien im Schlaf. θ Keuchhusten.
Schlaf voll Träume, unruhig. θ Keuchhusten.
Lethargie.
Sopor bei Hospitalbrand.
ZEIT [38]
Nachlass während des Tages und vor Mitternacht.
Nacht: schmerzhafte Erektionen.
Morgen: im Bett Nasenbluten; Kälte des Skrotums.
Um 10.30 Uhr vormittags: Frost.
Um 11 Uhr vormittags: Fieber.
Abend: Nasenspitze sehr heiß und rot; Schmerz im Gesicht; Druck im Jochbein; Husten <; Puls voll und stark; Frost; berstender Kopfschmerz.
TEMPERATUR UND WETTER [39]
Scheut das Freie; sitzend lebend; unsauber; Frost im Freien.
Fürchtet das Aufdecken, selbst im heißen Stadium.
Im Allgemeinen besser in Wärme.
Große Empfindlichkeit gegen kühle Luft, besonders gegen Zugluft.
Erhöhte Temperatur des Darmkanals.
Kühle Luft, besonders Zugluft, wird sehr unerquicklich; die Körperwärme nimmt mehr und mehr ab und die Unverträglichkeit gegen kühle Temperatur wird immer größer.
Im Verhältnis, wie die Kälte des Körpers zunimmt, nehmen Niedergeschlagenheit und Verengung der Pupillen zu.
Hitze der Hände, aber nicht des übrigen Körpers.
FIEBER [40]
Fieberhitze mit heftigem Brennen und Kopfschmerz.
Fehlen von Durst während der Hitze. θ Intermittens.
Hitze, gefolgt von Frost, mit Durst.
Große Schläfrigkeit nach dem Fieber; sie konnte sich kaum vom Einschlafen abhalten; besonders nach dem Essen.
Hitze durch Bewegung gemindert.
Fieber um 11 Uhr vormittags (nach Frost um 10.30 Uhr vormittags), die ganze Nacht dauernd, mit großem Durst.
Haut kühl, Puls langsam, Appetitmangel. θ Dysenterie.
Kälte über den ganzen Körper; die Glieder sind kalt ohne Frösteln.
Frösteln und Kältegefühl nach jedem Trinken.
Äußerlich fröstelig; innerlich brennend.
Frost beginnt im Rücken, mit Durst, < nach dem Trinken, gemildert beim Gehen im Freien.
Fröstelig bei Bewegung.
Frost um 10.30 Uhr vormittags, beginnt zwischen den Schultern und läuft den Rücken hinab.
Abendfrost.
Frösteln beim Lüften des Bettes.
Frost im Freien, besonders in Zugluft.
Durst unmittelbar vor und während des Frostes.
Während des Frostes Kälte quer über die Brust, mit dem Gefühl, als ob Wasser den Rücken hinabtropfe.
Während des Frostes: Angst, Schwindel und Benommenheit des Kopfes; Unverträglichkeit von Geräusch; kann ihre Gedanken nicht sammeln und ist so ungeschickt, dass sie gegen alles anrennt; reißende Schmerzen in Rücken und Gliedern, die Schreie auspressen und den Kranken zusammenkrümmen lassen; > durch Anlegen heißer Dinge an den Rücken.
Frost, gefolgt von Schweiß; oder von Hitze, mit Schweiß und Durst.
Schweiß: heftig, reichlich; durch Bewegung vermindert.
Schweiß tritt bald nach Beginn des Fiebers auf und dauert mit ihm an.
Starker Schweiß nach dem Fieber die ganze Nacht hindurch.
Intermittens mit Torpidität der abdominalen Nervenzentren und schmerzhafter Vergrößerung der Milz.
Wechselfieber, bei dem der Frost vorherrscht, begleitet von Durst, ohne viel Hitze.
Hektisches Fieber nach Gemütsbewegungen und bei Heimweh.
Fauliger Typhus mit äußerster Prostration und schwarzem Erbrechen.
ANFÄLLE, PERIODIZITÄT [41]
Periodizität ausgeprägt.
Der Frost breitet sich allmählich aus, bis die äußersten Punkte erreicht sind, und nimmt dann ebenso allmählich wieder ab. θ Intermittens.
LOKALITÄT UND RICHTUNG [42]
Wechselnde Schmerzen, die sehr heftig waren, bald hier, bald dort.
Rechts: Stirnbein, ziehend, reißend; schmerzhaftes Zucken unter dem Auge; Halsentzündung; fangender Schmerz in der Lunge; Halsdrüsen, ruckartig reißend; Hüfte, Karies; großer Zeh, Stiche.
Links: Kopfseite, ziehend-reißend; Gesichtsseite, erythematöser Ausschlag; Ovar, drängend oder stechend; pfeifende Rasselgeräusche; Bein atrophisch und schmerzhaft.
EMPFINDUNGEN [43]
Als ob Cayennepfeffer auf die Teile gestreut wäre.
Heftige Schmerzen an verschiedenen Stellen; bald hier, bald dort. θ Neuralgie der Kinder.
Gefühl, als ob Teile einschlafen würden.
Äußerste Mattigkeit; alle Glieder fühlen sich geprellt an; alle Glieder betroffen.
Als ob der Schädel geprellt wäre, bei Bewegung; als ob der Hals wund wäre und krampfartig zusammengezogen würde; als ob die Brust eingeschnürt wäre; als ob kaltes Wasser den Rücken hinabtropfe; als ob der Schädel zerspringen würde; als ob das Gehirn zu voll sei oder der Kopf zu groß; das Zäpfchen fühlt sich an, als drücke es auf etwas Hartes; als ob kaltes Wasser im Magen wäre; als ob Pfeffer auf die Hämorrhoiden gestreut wäre.
Brennen: Zahnfleisch; im Hals; im Magen; im Bauch; im Rektum und in der Harnblase; im Anus; in der Harnröhre; nach dem Wasserlassen; im Kopf; in der Haut; in Brust und Gesicht; Bläschen im Mund; in den Augen; in den Ohren; in den Lippen; über den ganzen Körper.
Reißen: Schmerz im rechten Stirnbein; in den rechten Halsdrüsen; Schmerz im Rücken; in den Armen; in den Gliedern; hinter dem linken Ohr.
Einschießende Schmerzen: im Kopf.
Schneiden: Schmerz im Darm; vor dem Stuhl; in der Harnröhre; nach vorn vom Hinterhaupt.
Einschießen: in Rücken und Brust; von der Hüfte zum Knie und Fuß.
Stiche: wie mit Nadeln in der Harnröhre; linke Ovarialregion; beim Husten; im hinteren Teil der Harnblase; in der Brustseite; Brust und Gesicht; durch das Ohr und über das Auge; im Scheitel; in der Nase; im linken Bein; im rechten großen Zeh; über den ganzen Körper.
Stechen: reißender Schmerz von den Hüftgelenken zum Fuß; in den Augen; im Hals; in der Harnröhre.
Stechende Schmerzen: in den Armen; in der Harnröhre; Schmerz im Kopf; in den Ohren; im Hals; in der Brust.
Rucken: Schmerz in den rechten Halsdrüsen; in der Nase und über dem Auge.
Ruckartig-reißend: in den rechten Halsdrüsen.
Ziehen: Schmerz im rechten Stirnbein; Schmerz in den Zähnen; im Bauch; im linken Bein; im Rücken; im Kopf; in einer oder beiden Brustseiten; in Rücken und Wirbelsäule; in den Armen; im Hüftgelenk; reißend, linke Kopfseite; im Hals.
Wundbrennen: in der Rachenenge; im Anus; in den Lippen; im Hals; in der Harnröhre.
Beißen: in den Armen; Juckreiz auf dem behaarten Kopf; des Herpes im Gesicht.
Beißend-stechender Schmerz: im Anus.
Brennender Schmerz: in der Harnröhre.
Wundheit: im Hals.
Wundschmerz: in der Harnröhre.
Spaltend: im Kopf.
Berstend: im Kopf.
Tenesmus: von Rektum und Harnblase.
Drückend: Schmerz im Hals; in der Magengegend; Spannung im Bauch; Schmerz im Hals oder Ohr; in Stirn und Schläfen; in den Augen.
Druck: gegen die Harnblase; im Epigastrium; um die Schenkel; im Jochbein.
Drängen: in der linken Ovarialregion.
Ziehen nach oben: aus dem Magen.
Drehen: Schmerz im Darm; im Bauch.
Fangender Schmerz: in der Leberregion.
Dumpf schmerzend: in den Ohren.
Spannungsartig: Schmerz, der vom Bauch zur Brust ausstrahlt; im Knie.
Rheumatisch: Schmerzen in den Gliedern.
Schmerz: in der Prostatadrüse; in der Brust; im Kreuzbein; im Rücken; in den Gelenken; ziehend-stechend im linken Bein; in der Leistengegend; in Knien oder Beinen; in Ohren und Hals.
Schmerzhaft: Vergrößerung der Milz.
Klopfend: Kopfschmerz in der Stirn; Schmerz in der Brust; der Hämorrhoiden.
Zittern: obere Extremitäten und Knie.
Krampfartig: Hodenschmerzen nach Pollutionen.
Zuschnürung: des Halses.
Ausgedehnt: die Brust fühlt sich an.
Verlängert: die Zähne fühlen sich an.
Schweregefühl: der Glieder.
Leeres, stumpfes Gefühl: im Kopf.
Schwäche: der Glieder.
Rauheit: im Hals.
Heiß: Zahnfleisch.
Hitze: Vermehrung der, im Gesicht; gefolgt von Frost und Durst.
Kälte: des Skrotums, morgens beim Erwachen; beginnend im Rücken; über den ganzen Körper.
Frösteln: zwischen den Schulterblättern; Schaudern nach jedem Trinken.
Fröstelig: äußerlich bei Bewegung.
Kribbeln: im Kehlkopf.
Kitzeln: im Kehlkopf; in der Nase.
Krabbeln: im Kehlkopf; in der Nase.
Juckreiz: Brust und Gesicht; tief im Ohr; Hämorrhoiden; über den ganzen Körper.
Trockenheit: auf der Zunge.
GEWEBE [44]
Reizung und Entzündung der Schleimhäute.
Erschlaffte Faser: Fettleibigkeit.
Gelenke: knacken; steif, schmerzhaft beim Beginn der Bewegung; Schmerz, wie gelähmt.
Chronischer Muskelrheumatismus bei Patienten mit sitzender Lebensweise.
Gicht, Steifigkeit, Schmerzhaftigkeit und Knacken der Gelenke.
Drüsenschwellungen; Skrofulose.
Marasmus.
Wassersucht, mit Torpidität.
Seekrankheit; Cholera; Cachexia Africana; Gelbfieber; typhus ictorodes.
Wechselfieber.
BERÜHRUNG. PASSIVE BEWEGUNG. VERLETZUNGEN [45]
Schlimmer durch Berührung; Haut empfindlich, bei vielen inneren Leiden.
Seekrankheit.
Berührung: Schmerzen im Gesicht <; dadurch erregt; Harnröhre schmerzhaft gegen.
HAUT [46]
Brennen in der Haut.
Stechender, brennender, juckender Schmerz über den ganzen Körper, < an Brust und Gesicht.
Haut aufgedunsen, schlaff.
Ameisenlaufen.
Juckreiz < durch Kratzen.
Akne rosacea.
Scharlachroter Ausschlag an Hals und Brust, Gesicht äußerst rot, zuweilen wechselnd mit fleckigem Aussehen; Lippen geschwollen und rissig, brennende Bläschen im Mund und auf der Zunge; Speichel sehr schleimig und wenig an Menge vermehrt; Kitzeln und Rauheit im Hals, mit Niesen und hackendem Husten. θ Scharlach.
Herpesartiger Ausschlag auf der Stirn, im Gesicht juckend-brennend.
Herpes.
Skrofulöse Geschwüre; Karbunkel.
LEBENSALTER, KONSTITUTION [47]
Helles Haar, blaue Augen.
Häufig angezeigt bei Personen mit schlaffer Faser und Muskulatur, seltener bei solchen mit gespannter Faser.
Nervös, aber von voller Konstitution.
Phlegmatisch, ungeschickt, leicht beleidigt; träge, melancholisch; mangelnde Reaktion. θ Magenleiden.
Faule, fette, unsaubere Personen, die das Freie scheuen.
Kinder, die immer fröstelig, widerspenstig, ungeschickt sind.
Gichtische Individuen.
Hämorrhoidale Konstitutionen.
Blondes Mädchen, æt. 17; Asthma.
Frau, æt. 67, nervöses Temperament und volle Konstitution; Pleuropneumonie.
BEZIEHUNGEN [48]
Antidotiert durch: Calad., Camphor., Cina, Cinchon., Sulph. ac., oder Dampf von brennendem Schwefel (Gefühl, als ob Teile "eingeschlafen" wären).
Es antidotiert: Wirkungen von Alkohol, Kaffee, Opium, Chinin (Fieber nach Missbrauch davon), Manihot (kaltes Gefühl in den Gliedern, Muskeln lahm, Anschwellung des Bauches).
Verträglich: Bellad., Lycop., Pulsat., Silica.
Vergleiche: Arnic., Bellad. (Kopfschmerz usw.), Bryon. (Kopfschmerz, Husten usw.), Calad., Chelidon., Cina, Cinchon., Crot. tig. (nach dem Trinken Drang zum Stuhl), Helleb. (Kolik mit Blasenkrampf), Ignat., Lycop., Natr. carb. (Tenesmus von Rektum und Harnblase), Nux vom., Pulsat., Silica, Stramon., Veratr. und Viola od.