Amylenum Nitrosum
By Constantine Hering — Die Leitsymptome unserer Materia medica
Amylnitrit. C 10 H 11 O, NO 3 .
Entdeckt von Ballard im Jahre 1884, als Arznei vorgeschlagen von Guthrie im Jahre 1859, in die Materia Medica der alten Schule eingeführt 1866. In unsere Schule eingeführt 1871. Von T. F. Allen arzneilich geprüft und in seiner Encyclopædia 1874 veröffentlicht. Erneut geprüft von der Boston School und von C. Wesselhœft 1876 veröffentlicht, eine erstklassige Arzneimittelprüfung, auf die nicht verzichtet werden konnte. Es sind nur sehr wenige Heilungen verzeichnet, meist Palliationen unheilbarer Fälle; doch ist es von äußerster Bedeutung in bezug auf Euthanasie. Bevor dies in Druck ging, erhielten wir durch J. H. McClelland von S. B. Chanter eine ausgezeichnete Sammlung.
GEMÜT [1]
Geistige Verwirrung und traumähnlicher Zustand. θ Epilepsie.
Ein tranceähnlicher Zustand, alles erschien ihr unwirklich.
Bewußtlosigkeit, mit Unfähigkeit zu schlucken. θ Krämpfe eines Kindes.
Unfähig, irgendwelche Geschäfte zu erledigen; der Kopf in einem beständigen Zustand dumpfer Verwirrung. θ Nach lang anhaltenden Krämpfen.
Zunehmendes Gefühl von Benommenheit, mit Röte von Gesicht und Kopfhaut.
Der Ideenfluß wird lebhafter.
Häufige durchdringende Schreie. θ Kind in Krämpfen.
Melancholie.
Melancholie ohne Gefühl von Angst.
Wirklicher Schrecken über das Pochen im Kopf.
Kann nicht stillsitzen aus Furcht, es könnte etwas Schreckliches geschehen.
Angst, als könne etwas geschehen; muß frische Luft haben.
Viele Male am Tage von einer unbeschreiblichen Furcht und dem Gefühl eines herannahenden Anfalles heimgesucht, obwohl dieser nur ein- oder zweimal in der Woche kam. θ Epilepsie.
Schon bei der geringsten Gemütsbewegung Röte des Gesichts.
SENSORIUM [2]
Dumpfheit im Kopf und eigentümliche Verwirrung. θ Kopfschmerz.
Verwirrtes Gefühl nach Blutandrang zum Kopf.
Verwirrung des Kopfes mit Schwindel und Schläfrigkeit.
Schwindel, Kopfschmerz und Übelkeit beim Aufstehen.
Schwindelig; Gefühl wie betrunken.
Schwindel.
Schweregefühl des Kopfes.
Schwindel mit leichter Übelkeit, < beim Schließen der Augen.
Verursachte so viel Schwindel und Füllegefühl im Kopf, daß er Äther vorzog. θ Angina pectoris.
Schwindel, geistige Verwirrung, Schweregefühl im Kopf, Kopfschmerz und allgemeine Schwäche.
Schwindel, geistige Verwirrung und traumähnlicher Zustand.
Kongestiver Zustand des Kopfes.
Großer Blutandrang zu Kopf und Gesicht.
INNERER KOPF [3]
Dumpf-schwerer, dumpf schmerzender Schmerz durch den ganzen Kopf.
Während etwa drei Stunden dumpfen Kopfschmerz gespürt.
Kopfschmerz in der Stirngegend.
Starke dumpf-schwere Schmerzen quer über die Stirn, ohne ausgeprägte äußere Wärme.
Schweregefühl und nach außen drängender Druck in Stirn und Schläfen.
Wenn der Schmerz in der Stirn < war, war der Schmerz im Hinterkopf >.
Gefühl von Fülle, Druck, Spannung und Pochen in den Schläfen.
Schmerz in der rechten Schläfe.
Schmerzhafter, nach außen drängender Druck in den Schläfen, < links, mit dumpfem, schwerem, dumpf schmerzendem Schmerz in der Hinterhauptsgegend, bis in den Nacken ausstrahlend, beim Gehen.
Starker Schmerz in den Schläfen, im Hinterkopf und über den Augen, mit Brennen im Magen.
Sichtbares Pulsieren in den Schläfen.
Kopfschmerz auf der linken Seite, in der Scheitelbeingegend.
Hemicranie, besonders wenn die befallene Seite im Vergleich zur gesunden blaß erscheint.
Ein dumpf schmerzender Schmerz in der Halsregion, der sich morgens allmählich in die suboccipitale Region verlagert.
Gefühl, als steige etwas nach oben und pochte im Scheitel.
Kein Kopfschmerz wird verspürt, bis einige Zeit nach Beginn des Anfalles; dann ist er von dumpf schmerzendem Charakter im Scheitel, begleitet von ungewöhnlicher Blässe des Gesichts und Kälte der Füße und Hände.
Starker occipito-frontaler Kopfschmerz, am meisten in der suboccipitalen Region empfunden.
Schmerz in der rechten Hinterhauptsgegend.
Dumpfer Schmerz im Hinterkopf.
Schmerz im Hinterkopf < in Zimmerwärme und durch Schreiben.
Beständiger Hinterkopfschmerz und dumpf schmerzender Schmerz quer über die Lenden, < durch Müdigkeit.
Occipito-frontaler Kopfschmerz mit dumpf schmerzendem Schmerz in der rechten Nierengegend.
Wärme und Pochen im Kopf; Gefühl von Fülle bis zum Bersten.
Ein rasches, etwas stechendes Pochen im Kopf.
Pochender Kopfschmerz mit gerötetem Gesicht und geistiger Verwirrung.
Schlagen und Pochen in Kopf und Ohren mit Einschnürung des Halses und des Herzens.
Ein Gefühl von Fülle und Ausdehnung des Kopfes, zuletzt bis zu starkem Schmerz steigernd, begleitet von intensiver Röte des Gesichts, wodurch Schweiß an Kopf, Gesicht und Hals hervorgerufen wird.
Druck im Kopf, in Stirn und Schläfen, mit feuchter Haut.
Starker Schmerz, begleitet von dem Gefühl der Ausdehnung des Kopfes.
Berstendes Gefühl in Kopf und Ohren, als dränge alles Blut zum Kopf.
Schmerz im Kopf mit stumpfem, schläfrigem Gefühl und Brennen im Magen und den Hals hinauf.
(OBS :) Hemicranie oder Migräne; Schmerz am heftigsten auf der linken Seite.
Migräne.
ÄUSSERER KOPF [4]
Beklemmung in der fronto-parietalen Naht, sich auf das Stirnbein erstreckend.
Rötung und Hitze von Kopf, Gesicht und Hals, mit heftigem Pochen am Oberkopf und in den Carotiden.
Intensiver zermalmender Schmerz im Kopf, der sich zu einem Gefühl von Verwirrung zusammenzuziehen schien und für einen Augenblick drohte, ihn bewußtlos zu machen.
Sichtbares Pulsieren in den Schläfen.
Schläfenarterie hervorstehend, hart, hörbar pulsierend.
Gefühl, als werde die Kopfhaut vom Hinterkopf nach vorn zur Stirn geruckt, kurz bevor dieser Punkt erreicht wird aufhörend, mehrere Male wiederholt.
Hitze und Schweiß an Kopf, Gesicht und Hals, während Hände und Füße sehr kalt sind und dies stundenlang bleiben.
Der Kopf fiel zuerst auf die eine Seite, dann auf die andere.
SEHEN UND AUGEN [5]
Wenn das Auge auf einen Punkt oder eine leere Wand fixiert wird, erscheinen der Punkt selbst und die umgebende Fläche gelblich, wobei der gelbe Kreis von einem violettblauen Hof mit wellenförmigen Linien am Rand umgeben ist.
Gegenstände erscheinen erbsengrün oder gelb.
Leichte Verschwommenheit der Buchstaben beim Lesen.
Alles erscheint wie zitternd, schwankend.
Dumpf schmerzende Schmerzen in den Augen im Sonnenlicht, mit reichlichem Tränenfluß, gefolgt von Niesen.
Beim Schließen der Augen: Schwindel <.
Schmerz hinter den Augen beim Betrachten naher Gegenstände.
Verschwommensehen.
Pupillen erweitert.
Dumpf-schwerer Druck über den Augen, als befände sich eine schwere Last darin.
Schmerz über beiden Augen.
Ciliarneuralgie; Auge injiziert; Gesicht oder Wange übergossen gerötet.
Plötzliches Brennen der Conjunctiven mit Injektion beider Augen, mit verschwommenem Sehen, als wäre es durch einen Schleier verursacht.
Conjunctiven brennend und blutunterlaufen.
Das Auge glänzt.
Augen glasig, hervortretend, mit starrem, unbeweglichem Blick. θ Kind in Krämpfen.
Augen hervorgetreten, starr.
Exophthalmischer Kropf.
Plötzlicher stechender Schmerz unter dem linken Auge.
Zucken unter dem äußeren linken Augenwinkel.
Zucken und Kriebeln unter dem linken Auge, vorübergehend.
Arterien der Papille klein, aber die Venen vergrößert und geschlängelt.
HÖREN UND OHREN [6]
Pochen in den Ohren; berstendes Gefühl, als würde das Trommelfell bei jedem Herzschlag herausgedrückt.
Brennen der Ohren.
Hitze im linken Ohr.
GERUCH UND NASE [7]
Beständiges Verlangen zu niesen.
Taubheitsgefühl der Nasenbeine, mehrere Stunden anhaltend.
Leichtes Nasenbluten aus der linken Seite, etwa eine Stunde nach der Inhalation, für ihn ganz ungewöhnlich.
OBERE GESICHTSHÄLFTE [8]
Die Gesichtszüge zeigen mehr Lebhaftigkeit.
Neuralgie des fünften Paares.
Kribbelndes Gefühl in der rechten Wange unterhalb des Jochbeins, vorübergehend.
Kriebeln in der linken Wange.
Intensives Andrängen des Blutes zu Gesicht und Kopf, Hitze und Röte; Gefühl, als würde das Blut durch die Haut brechen, mit Tränenfluß.
Gesicht scharlachrot gerötet und heiß.
Gesicht und sogar die Handrücken tief gerötet.
Gesichtsröte bei der geringsten Gemütsbewegung. θ Klimakterium. θ Herzerkrankung usw.
Intensive Rötung der Oberfläche mit großem subjektivem Hitzegefühl in Gesicht und Kopf.
Linke Gesichtshälfte und linkes Ohr werden intensiv rot, treten plötzlich auf und verschwinden plötzlich in den Intervallen der Kopfschmerzanfälle; besonders nach psychischen Symptomen.
Intensive Rötung und Hitze im Gesicht, oft mit einem Gefühl von Schwindel.
Intensives Glühen des Gesichts, mit allgemeinem Schweiß, am stärksten an den Handflächen.
Brennendes Gefühl im Gesicht.
Brennen der rechten Wange, sich in das Auge hinauf und um das rechte Ohr herum erstreckend.
Äußerst heißes und rotes Gesicht; nach dem Abklingen blasser als gewöhnlich.
Wurde totenblaß, fühlte sich sehr schwindelig, wurde für zehn Minuten teilweise bewußtlos.
Linke Gesichtshälfte blaß und verhärmt. θ Kopfschmerz.
UNTERES GESICHT [9]
Ein Schmatzen der Lippen, als ob sie koste.
Eine kurze kauende Bewegung des Unterkiefers, der gesenkt und gehoben wurde, als ob gekaut würde.
MUNDHÖHLE [12]
Mund trocken, Hals wund.
GAUMEN UND HALS [13]
Erwachte um 5 Uhr morgens mit einem äußerst trockenen, ausgedörrten Gefühl in Hals und Mund; stand auf, um den Mund mit Wasser auszuspülen; ausgeprägte Steifigkeit und Trockenheit der Lippen.
Als ob sich ein Dampf vom Hals durch den Kopf verbreitete und sie für ein oder zwei Sekunden völlig kraftlos machte.
Halsweh.
Gefühl der Einschnürung im Hals.
Erstickendes Gefühl beiderseits der Luftröhre, längs der Carotiden; Gefühl der Einschnürung.
Unfähigkeit zu schlucken, mit Bewußtlosigkeit. θ Kind in Krämpfen.
Hitze im Kopf und längs des Ösophagus bis zum Magen, dreißig Minuten anhaltend.
Kitzeln im Hals.
Linke Tonsille geschwollen und entzündet.
Katarrh und Dysphagie (Folgezustand eines kürzlichen Diphtherieanfalles) während der Wirkung des Mittels vollständig gelindert, kehrten aber nach dem Nachlassen der Wirkung zurück.
Der Kragen scheint zu eng; möchte ihn lockern.
APPETIT, DURST. VERLANGEN, ABNEIGUNGEN [14]
Appetitverlust.
SCHLUCKAUF, AUFSTOSSEN, ÜBELKEIT UND ERBRECHEN [16]
Schluckauf.
Aufstoßen.
Übelkeit mit Trockenheit im Hals.
Große Übelkeit.
Übelkeit und unangenehmes Gefühl im Magen.
Übelkeit und Hitze im Magen, mit Schmerzen.
Leichte Übelkeit, gefolgt von Neigung zum Erbrechen.
MAGENGEGEND UND MAGEN [17]
Krampfartige Schmerzen in der epigastrischen Region.
Fülle und Druck im Magen, mit Aufstoßen.
Cardialgie.
Heißes Brennen im Magen, mit leerem Aufstoßen.
Hitze hauptsächlich im Magen, feuchte Haut.
Brennen im Magen und hinauf bis in den Hals; Übelkeit.
HYPOCHONDRIEN [18]
Gefühl der Beklemmung nahe der Leber.
BAUCH UND LENDEN [19]
Krampfartige, kolikartige Schmerzen in der Nabelgegend und im Bauch, im Liegen zunehmend.
Rumoren im Darm.
Leichte Aufgetriebenheit des Bauches, mit dumpfem Schmerz.
STUHL UND REKTUM [20]
Stuhlgang um 7.40 Uhr morgens mit Rumoren, gefolgt von einem Gefühl der Leere.
HARNORGANE [21]
Harn, spez. Gew. 1012, 1014.
Harn klar, sauer, spez. Gew. 1014; frei von Albumin und Phosphaten.
Leichte Wolke von Oxalat und deutliche Spuren von Zucker.
Harn klar, reichlich, sauer, spez. Gew. 1016, zuckerhaltig.
Harn klar, sauer, spez. Gew. 1020, Spur von Oxalat und Zucker in ausgeprägter Menge.
Vermehrter Harnfluß, der reichlich Zucker enthält.
WEIBLICHE GESCHLECHTSORGANE [23]
Kontraktion der Muskeln im unteren Teil des Bauches, als würden sie alle über der Gebärmuttergegend zusammengezogen.
Gegend von Gebärmutter, Eileitern und Eierstöcken bei Druck sehr hart empfunden.
Während der Katamenien äußerst heftiger linksseitiger Kopfschmerz, morgens beginnend; am heftigsten mittags, bis zum Abend anhaltend, mit häufigem Erbrechen.
Neuralgie während der Katamenien.
Chronisches Erröten in klimakterischen Jahren; Erröten bei Erkrankung des rechten Herzens beim Mann.
(OBS :) Nervöse Dysmenorrhö.
SCHWANGERSCHAFT. GEBURT. STILLZEIT [24]
Krämpfe unmittelbar nach der Entbindung auftretend.
STIMME UND KEHLKOPF. LUFTRÖHRE UND BRONCHIEN [25]
Das Gefühl der Einschnürung im Hals erstreckte sich auf die Brust und verursachte Dyspnoe und asthmatisches Gefühl im Kehlkopf und in der Luftröhre, mit Verlangen aufzustoßen.
ATMUNG [26]
Auf die Inhalation folgten sofort Schwindel und Übelkeit.
Nach der Inhalation: Blut wird zum Kopf getrieben; Röte des Gesichts, später sehr blaß, mehr als gewöhnlich. θ Kopfschmerz.
Schmerzen zuweilen begleitet von sinkender Atmung.
Sehr tiefe, nicht häufigere Atmung.
Beklemmte, erschwerte und rasche Atmung.
Beschleunigt und vertieft die Atmung.
Auf zwei oder drei volle Inspirationen folgte eine von äußerster Tiefe, begleitet von Senkung des Unterkiefers und Hebung der Rippen und Schulterblätter.
Keuchende Atmung im tranceähnlichen Zustand.
Erstickendes Gefühl in Hals und Brust.
Zunehmende Dyspnoe, mit Niesen, Nasenkatarrh und seufzender Atmung.
Konnte etwa eine Minute lang kaum atmen.
Kardiale Dyspnoe mit äußerster Anasarka, infolge eines dilatierten und hypertrophierten Herzens.
Asthma; unterbricht den Anfall, doch kehrte nach dem Nachlassen der Wirkung die Dyspnoe zurück.
Dyspnoe, Einschnürung von Hals und Herz; durch wirklichen Schrecken ans Fenster getrieben, um frische Luft zu bekommen.
Gefühl der Erstickung durch Herzklopfen.
Dyspnoe und asthmatisches Gefühl im Kehlkopf und in der Luftröhre.
Erstickung und Husten in anfallsweisen Paroxysmen von mehreren Minuten Dauer. θ Herzerkrankung.
HUSTEN [27]
Leichte Atemnot und Husten.
Gefühl im Hals, das einen Hustenreiz hervorruft, ähnlich dem durch die Dämpfe eines brennenden Zündholzes verursachten.
Etwas Neigung zu husten.
Bronchialreizung, Husten.
Hackender Husten fünf Minuten nach der Inhalation, fünfundvierzig Minuten später wiederholt.
(OBS :) Keuchhusten.
BRUSTINNERES UND LUNGEN [28]
Leichter, dumpfer, dumpf schmerzender Schmerz in der rechten Brust, nach einer Weile stärker.
Bewegtheit in der Brust.
Eigentümliches Gefühl in der rechten Lunge oder Brust.
Ziehende Schmerzen in der linken Seite zwischen der siebenten und neunten Rippe, kurz, aber häufig.
Gefühl, als sei ein Band fest um die Brust gezogen.
Gefühl der Beklemmung in der Brust, < am unteren Teil des Brustbeins, < beim Hinuntergehen von Treppen.
Gefühl, als laste ein Gewicht auf dem Brustbein.
Beklemmung der Brust beim Umhergehen.
HERZ, PULS UND KREISLAUF [29]
Angina pectoris.
Präcordiale Angst.
Herzbeklemmung und stürmische Herztätigkeit.
Ängstliches Gefühl in der Präcordialgegend mit Ohnmachtsgefühl und Beklemmung des Kopfes.
Stechende Schmerzen in der Herzgegend und Gefühl der Einschnürung (kein Herzklopfen).
Dumpf schmerzendes und eingeschnürtes Gefühl um das Herz.
Heftiges Schlagen des Herzens und Pochen der Arterien mit einem Gefühl der Einschnürung.
Das dumpf schmerzende Gefühl und die Einschnürung des Herzens hielten mehr oder weniger mindestens drei Wochen an, als sie nach Einnahme von Cact. grand. gelindert wurden.
Herabsetzung der Herztätigkeit.
Stechender Schmerz in der Herzgegend < durch Aufstoßen, mehrere Tage lang.
Schmerz in der linken Seite, in der Herzgegend, nach hinten zum Rücken ausstrahlend.
Schnellerer Kreislauf.
Rasche Erweiterung der Arterien, mit beschleunigtem, aber geschwächtem Kreislauf.
Erschlafft das ganze arterielle System und vermindert den arteriellen Druck sehr.
Große Erweiterung der Arteriolen.
Bewirkt eine Erweiterung der Capillaren, besonders des Kopfes.
Heftiges Pulsieren der Carotiden.
Sichtbare Arterien, wie die temporalen, werden oft bemerkenswert groß, manchmal doppelt so groß.
Plötzliches Schlagen der Carotiden, das sich auf Kopf und Schläfen erstreckt, begleitet von intensiver Röte des Gesichts, die dem erschöpfenden Schweiß vorausgeht.
Pochen von Herz und Carotiden, bis hinauf zu den Ohren fühlbar. θ Angina pectoris.
Beschleunigte Herztätigkeit, mit vermehrten Herzpulsationen.
Flattern am Herzen bei der geringsten Erregung.
Heftiges Herzklopfen.
Stürmische Herztätigkeit, mit großer präcordialer Angst und rascher Atmung. θ Herzerkrankung.
Während des Hustenanfalls konnten die Pulsationen des Herzens nicht gezählt werden; auch war es nicht möglich, die Radialpulsationen zu zählen. θ Herzerkrankung.
Das unregelmäßige rumplende Geräusch des Herzens konnte fast augenblicklich in ein regelmäßigeres Pulsieren übergehen. θ Herzerkrankung.
Das Herz gab einen starken Schlag, und aus dem Zustand der Agonie ging der Patient in einen Zustand vollkommener Ruhe und Frieden über. θ Angina pectoris.
Aorteninsuffizienz mit übermäßiger Hypertrophie des Herzens; mit starkem frontalem Kopfschmerz.
Puls langsam und sehr stark, dann schneller und ruckartig, beschleunigt.
Schlagen des Pulses deutlich in den Fingern gespürt.
Puls beschleunigt, voll und hart.
Puls leicht beschleunigt. θ Angina pectoris.
Beschleunigt den Puls in sehr verschiedenem Grade.
Puls etwa zwölf Schläge in der Minute vermehrt, konnte aber zunächst wegen der Verwirrung im Kopf nicht gezählt werden.
Puls stieg um zwanzig Schläge, blieb einige Minuten so und kam allmählich auf den normalen Stand zurück.
Puls in der Zahl der Schläge vermehrt, aber nicht in der Kraft.
Puls nicht beschleunigt, aber im Schlag unregelmäßig, fast unmöglich zu zählen.
Zunahme des Pulses um 20 bis 30 Schläge in der Minute, wobei die Spannung der Radialarterie sehr vermindert ist.
Puls, im Sitzen: 78 bis 84, schwach; 66, regelmäßig, schwach; 68, klein, schwach.
Puls vor der Einnahme 83, in 25 Minuten 63, in 2 Stunden 73, nicht eher in den gewöhnlichen Zustand zurückkehrend als zwei Tage später.
Bei einigen sank der Puls unter das Mittelmaß, bei den meisten stieg er höher, wurde rasch, voll und hart.
Die Pulskurve des Sphygmographen endet abrupt in einem sehr plötzlichen Abfall.
Wie der Schmerz im Arm zunimmt, wird die Kurve des Sphygmographen niedriger, sowohl Anstieg als auch Abfall allmählicher, und die Dikrotie verschwand. θ Angina pectoris.
Wenn nach dem Schröpfen kein Blut fließt, beginnen die Schnitte unmittelbar nach der Inhalation frei zu bluten.
HALS UND RÜCKEN [31]
Stiche nahe den Rückenwirbeln.
Schmerz und Schwäche in der unteren Lendengegend.
OBERE EXTREMITÄTEN [32]
Leichtes Unbehagen in der rechten Schulter.
Lahmheitsgefühl im rechten Schulterblatt.
Wundheit im rechten Arm und in der Schulter.
Lahmheitsgefühl der Beugemuskeln des rechten Arms.
Starker präcordialer Schmerz, in den rechten Arm ausstrahlend. θ Angina pectoris.
Schmerz und Steifigkeit im rechten Arm, am meisten nahe dem Handgelenk, < durch Bewegung; der Versuch, den Arm zu beugen oder zu schreiben, sehr schmerzhaft.
Ziehende, spannungsartige Schmerzen im Handgelenk und in den Fingergelenken der linken Hand.
Venen der Hände erweitern sich auf das Doppelte der vorherigen Größe.
Hände zitternd und nach eingebildeten Gegenständen greifend. θ Kind in Krämpfen.
Hände zittern.
Zittrigkeit der Hände und Steifigkeit und leichtes Taubheitsgefühl der Finger.
Pulsationen deutlich in den Fingerspitzen gespürt.
Reichlicher Schweiß an den Händen.
UNTERE EXTREMITÄTEN [33]
Steifigkeit der unteren Extremitäten.
Rheumatische Schmerzen im linken Knie und Bein.
Stechende Schmerzen in der linken Wade.
Kalte Füße, zuweilen kalte Hände.
EXTREMITÄTEN IM ALLGEMEINEN [34]
Schmerz und Steifigkeit in oberen und unteren Extremitäten.
Schwäche in den Extremitäten.
Lahmheitsgefühl und Wundheit in den Muskeln der Arme und Oberschenkel.
Müdes Gefühl in den Extremitäten.
Steifigkeit und Schmerz auf der rechten Seite des Halses und in der rechten Schulter, sich den rechten Arm hinab bis zum Handgelenk erstreckend, neuralgisch oder rheumatisch.
RUHE. LAGE. BEWEGUNG [35]
Die geringste Anstrengung brachte intensiven Schmerz hervor. θ Angina pectoris.
Nach dem Aufstehen dreimal heftig geniest.
Suboccipitaler und Lendenschmerz, dumpf schmerzend, < durch Müdigkeit.
Während und nach einem Spaziergang von einer Meile (zwei Stunden nach der Inhalation) blieben Schweregefühl und Druck im Kopf und beklemmte Atmung bestehen, verschwanden zwei Stunden später.
Die geringste Anstrengung oder Erregung kann "Hitzewallungen" hervorrufen.
Heftige Bewegung während einer Minute verursachte dumpfen Kopfschmerz.
Nach Bewegung schlägt das Herz heftiger.
Schwach, abgemagert, mit taumelndem Gang gehend, mit Neigung, beim Gehen nach einer Seite abzuschweifen. θ Nach lang anhaltenden Krämpfen.
Kann nicht stillsitzen.
Beim Aufstehen: Schwindel, Kopfschmerz und Übelkeit.
Schlimmer durch Bewegung: Schmerzen und Steifigkeit im rechten Arm; Schmerzen auf dem Dorsum der rechten Hand.
Schlimmer durch Schreiben: Schmerz im Hinterkopf.
Schlimmer beim Hinuntergehen von Treppen: Beklemmung in der Brust.
Beim Gehen: schmerzhafter, nach außen drängender Druck in den Schläfen und Schmerz im Hinterkopf; Beklemmung der Brust.
NERVEN [36]
Große Unruhe und Rastlosigkeit.
Zitterndes Gefühl überall.
Zittern der Extremitäten mit Schwächegefühl.
Jeder Muskel scheint in Bewegung zu sein. θ Chorea.
Epileptiforme Krämpfe.
Krämpfe. θ Ein Kind.
(OBS :) Eklampsie.
Epilepsie.
Beim Auftreten der Aura oder vor Beginn des Anfalles (Inhalation). θ Epilepsie.
Tetanus.
Aufeinanderfolge von Anfällen, durch dazwischenliegende Bewußtlosigkeit miteinander verknüpft, die Anfälle mit zunehmender Häufigkeit wiederkehrend, bis schließlich kaum ein Anfall beendet ist oder noch bevor er zu Ende ist, ein anderer beginnt. θ Status epilepticus.
Nach einer ausgedehnten Verbrennung heftiger akuter Tetanus, am vierten Tage beginnend und innerhalb von vierzig Stunden rasch fortschreitend, Temperatur 102, Puls 133, Atmung 32 in der Minute, ausgeprägter Opisthotonus, Trismus, gräßliches tetanisches Grinsen; Schlucken behindert; fünf Tropfen zweimal täglich inhaliert, in sechsundvierzig Tagen wiederhergestellt, nachdem eine Unze inhaliert worden war.
Allgemeine Mattigkeit, hatte keine Lust, irgend etwas zu tun.
Erschlafftes Gefühl in allen Muskeln und Schweregefühl, am meisten beim Aufstehen, mit Unsicherheit.
Allgemeine Schwäche mit Neigung, bei geringer Anstrengung leicht zu schwitzen.
Schwächegefühl im ganzen Körper.
SCHLAF [37]
Gähnen, tief und wiederholt im Koma während eines bewußtlosen Zustandes. θ Status epilepticus.
Schläfrigkeit.
Schlaf unruhig, voll ängstlicher Träume.
Unruhig, erwacht mit Schmerzen in den Schläfen, im Magen usw.
Schlaf oft sehr unterbrochen, Erwachen mit häufigem Auffahren, fühlt sich morgens nicht erquicklich. θ Hitzewallungen.
Häufiges Erwachen mit starken Schmerzen in Schläfen, Magen und Darm.
Beim Erwachen kehrten die Schmerzen mit gesteigerter Intensität zurück, am meisten in Wirbelsäule, Lungen und Conjunctiven, mit wechselnden Schmerzen, die durch Bewegung auf dem Dorsum der rechten Hand, an der linken Patella und vom linken Daumen bis zur Axilla verursacht wurden, mit katarrhalischen Symptomen und starker fronto-orbitaler Cephalalgie.
ZEIT [38]
Hemicranie morgens beginnend, am heftigsten mittags, bis zum Abend anhaltend.
Viele Symptome kehrten im Laufe des Tages mit wechselnder Intensität zurück.
Am stärksten während der Abende.
Nachts unruhig.
Hitzewallungen treten zuweilen hauptsächlich nachts auf.
Um 5 Uhr morgens: erwachte mit ausgedörrtem Gefühl.
Um 7.40 Uhr morgens: Stuhlgang.
Morgens: dumpf schmerzender Schmerz in Hals und Hinterkopf.
TEMPERATUR UND WETTER [39]
Warmer Raum verursacht dumpfen Schmerz von der Schläfe zum Hinterkopf, < links, zwei oder drei Stunden lang.
Muß frische Luft haben.
Alle Symptome > durch Bewegung im Freien.
Kaltes Wasser und Luft lindern die Symptome.
Öffnen ihre Kleider oder entfernen den größeren Teil der Bettbedeckung und reißen selbst bei kältestem Wetter das Fenster auf.
Starkes Brennen über den Lenden, gefolgt von Schweiß, das Brennen so unerträglich, daß sie gezwungen war, nachts selbst im Winter das Fenster zu öffnen, manchmal ins Freie hinauszustürzen; während drei Jahren mehrere Male täglich.
FIEBER [40]
Häufiges fröstelndes Rieseln über den ganzen Körper, das Gesicht den ganzen Tag blaß.
Kalte Schauer den Rücken hinablaufend, während des Schweißes.
Leichter Frost kroch nach Hitze und Feuchtigkeit über Rücken und Seiten.
Mitunter betreffen Wärme und Schweiß die ganze Oberfläche, oder während die Oberfläche glüht, können Hände und Füße sehr kalt werden.
Hitzewallungen zuweilen eigentümlich und plötzlich begrenzt, bis zu Oberschenkeln, Knien oder Ellenbogen reichend, während alle Teile darüber brennend heiß, die darunter eisig kalt sind. θ Klimakterium.
Nach dem Abklingen der Hitzewallungen wird die Haut zuweilen kalt und klamm und kann sehr blaß werden.
Trockene Hitze.
Hitzewallungen oder "Hitzen", von verschiedenen Teilen ausgehend, wie Gesicht, Epigastrium usw., und sich von dort über den größeren Teil des Körpers ausbreitend.
Auf die Hitzewallungen folgen Schweiße, oft sehr reichlich.
Hitzewallungen mit starkem Pochen im ganzen Körper und gefolgt von großer Prostration, so daß sie sich kaum aufraffen zu können scheint.
Hände feucht, Kopf und Körper warm, besonders der Bauch, später größere Wärme in der Brust.
Obwohl nicht warm, brach Schweiß reichlich hervor.
Haut feucht, freier Schweiß bei mäßiger Bewegung.
Allgemeiner plötzlicher Schweiß mit großer Schwäche.
Senkt die Temperatur durch Hemmung der Oxydation.
Vermindert die tierische Wärme.
LOKALITÄT UND RICHTUNG [42]
Nach außen drängender Druck: in Stirn und Schläfen.
Rechte zu linker Wange und zum linken Auge.
Rechts: Schmerz in der Schläfe; in der Hinterhauptsgegend; dumpf schmerzender Schmerz in der Nierengegend; kribbelndes Gefühl in der Wange; Brennen der Wange, sich in Auge und Ohr erstreckend; Herz betroffen; Schmerz in der Brust; eigentümliches Gefühl in der Lunge; Lahmheitsgefühl im Schulterblatt; Wundheit in und um die Schulter; Schmerz und Steifigkeit im Arm; präcordialer Schmerz in den Arm ausstrahlend; Steifigkeit und Schmerz an der Innenseite des Halses und in der Schulter, sich in den Arm erstreckend; Schmerzen auf dem Dorsum der Hand.
Links: Kopfschmerz; nach außen drängender Druck in der Schläfe; stechender Schmerz unter dem Auge; zuckender Schmerz unter dem äußeren Augenwinkel und Kriebeln unter dem Auge; Hitze im Ohr; Nasenbluten; Kriebeln in der Wange; Röte von Gesicht und Ohr; Gesicht blaß und verhärmt; Tonsille geschwollen und entzündet; Kopfschmerz während der Katamenien; ziehende Schmerzen in der Brust; Einschnürung des Herzens; Schmerzen in der Herzgegend; ziehender, spannungsartiger Schmerz im Handgelenk und in den Fingergelenken; rheumatischer Schmerz im Knie; stechender Schmerz in der Wade.
EMPFINDUNGEN [43]
Als steige etwas nach oben und pochte im Scheitel; Fülle bis zum Bersten im Kopf; rasches, stechendes Pochen im Kopf; als dränge alles Blut zum Kopf; ein stumpfes schläfriges Gefühl; Verwirrung, die droht, bewußtlos zu machen; als würde die Kopfhaut nach vorn geruckt; als läge eine schwere Last über den Augen; als würde das Trommelfell bei jedem Herzschlag herausgedrückt; als würde das Blut durch die Gesichtshaut brechen; als breite sich ein Dampf vom Hals durch den Kopf aus; unangenehmes Gefühl im Magen; eigentümliches Gefühl in der rechten Lunge oder Brust; als sei ein Band fest um die Brust gezogen; als läge ein Gewicht im Brustbein; Angst in der Präcordialgegend; Unbehagen in der rechten Schulter.
Schmerz: in der rechten Schläfe; im rechten Hinterkopf; im Hinterkopf; hinter den Augen; über den Augen; in der Herzgegend; in der unteren Lendengegend; im rechten Arm, nahe dem Handgelenk.
Dumpfer Schmerz: im Hinterkopf.
Stechender Schmerz: unter dem linken Auge; in der Herzgegend.
Stiche: in der Herzgegend.
Stiche: nahe den Rückenwirbeln.
Rheumatische Schmerzen: im linken Knie und Bein.
Brennen: der Ohren; im Gesicht; der rechten Wange; im Magen und den Hals hinauf.
Brennen: der Conjunctiven.
Wundheit: im rechten Arm und in der Schulter; in den Muskeln der Arme und Oberschenkel.
Dumpf schmerzender Schmerz: durch den ganzen Kopf; im Scheitel; in den Augen; in der Halsregion; quer über die Lenden; in der rechten Nierengegend; in der rechten Brust.
Wundheit: des Halses; der Streckmuskeln.
Ziehen: in der linken Seite; im linken Handgelenk und in den Fingergelenken.
Druck: im Kopf; über den Augen; in Stirn und Schläfen, nach außen; im Magen; auf dem Brustbein.
Zermalmender Schmerz: im Kopf.
Spannung: in den Schläfen; im linken Handgelenk und in den Fingergelenken.
Einschnürung: des Halses und des Herzens; der Bauchmuskeln über der Gebärmutter.
Erstickendes Gefühl: vom Hals zur Brust; beiderseits der Luftröhre längs der Carotiden.
Krampfartige Schmerzen: in der epigastrischen Region; im Bauch; in der Nabelgegend.
Zucken: unter dem äußeren linken Augenwinkel; unter dem linken Auge.
Ausdehnung: im Kopf.
Berstendes Gefühl: im Kopf; in den Ohren.
Pochen: im Kopf; in den Schläfen; am Oberkopf; in den Ohren; in den Carotiden; des Herzens; in den Fingerspitzen.
Fülle: im Kopf; in den Schläfen; im Magen.
Dumpf-schwere Schmerzen: quer über die Stirn; im Hinterkopf.
Schweregefühl: des Kopfes; in Stirn und Schläfen.
Beklemmung: in der fronto-parietalen Naht; nahe der Leber; in der Brust; am unteren Teil des Brustbeins.
Lahmheitsgefühl: im rechten Schulterblatt; in den Beugemuskeln des rechten Arms; in den Muskeln der Arme und Oberschenkel.
Müdes Gefühl: der Extremitäten.
Schwäche: in der unteren Lendengegend; in den Extremitäten.
Kriebeln: unter dem linken Auge; in der linken Wange; in der rechten Wange unter dem Jochbein.
Taubheitsgefühl: der Nasenbeine.
Steifigkeit: der Lippen; im rechten Arm nahe dem Handgelenk; in den unteren Extremitäten.
Hitze: von Kopf, Gesicht und Hals; im linken Ohr; längs des Ösophagus; im Magen.
Ausgedörrtes Gefühl: in Hals und Mund.
Trockenheit: des Mundes; der Lippen.
Kälte: der Hände und Füße.
Kitzeln: im Hals.
Kribbelndes Gefühl: in verschiedenen Teilen des Körpers.
Subakutes Brennen in der Präcordialgegend, dann in der Nierengegend, dann in der rechten Axilla, dann in der Mitte des Brustbeins, dann in der Lendengegend, dann im unteren Lappen der rechten Lunge, an der Herzspitze und im unteren Lappen der rechten Lunge, mit Druckempfindlichkeit bei Druck.
Das Brennen wechselte rasch die Stelle, am anhaltendsten in den Augen, an den Lungenbasen und in der Wirbelsäule.
GEWEBE [44]
Intensives Andrängen von Blut zu Gesicht und Kopf; später Venen gestaut.
Erweitert rasch die Arterien und beschleunigt, aber schwächt den Kreislauf.
Venöses und arterielles Blut haben dieselbe Färbung.
Starre der Muskeln der Extremitäten. θ Kind in Krämpfen.
Schwach und abgemagert. θ Ein Mann nach Krämpfen.
Ein grüner Fleck an der Stelle der subcutanen Injection.
Menge des Harns vermehrt und 2 Prozent Zucker darin.
BERÜHRUNG. PASSIVE BEWEGUNG. VERLETZUNGEN [45]
Der Kragen fühlt sich zu eng an.
Seekrankheit.
HAUT [46]
Nervöse, empfindliche Frauen werden von ihm weit stärker beeinflußt als Männer.
Ein Mann, æt. 60, mit Vergrößerung und Erweichung des Herzens, hervorgerufen durch jahrelange Niedergeschlagenheit, Sorge und Angst; > nur, aber wunderbar.
BEZIEHUNGEN [48]
Ringer vergleicht es mit Glonoine, hinsichtlich der wechselnden Wirkung selbst kleiner Dosen auf verschiedene Personen, doch die größte Ähnlichkeit ist der zunächst beschleunigte und später verlangsamte Puls.
Es besteht eine bemerkenswerte Übereinstimmung zwischen diesem Mittel und Glonoine, das erste charakterisiert die alte Schule, das zweite die unsere.
In manchen Fällen nützlicher als täglich 20, 30 gr. Bromkalium. Alte Schule.
Manchmal kehrt der Schmerz zurück, sobald die Wirkung des Mittels nachläßt. θ Angina pectoris.
In manchen Fällen verliert es seine Wirkung und muß in größeren Mengen und in kürzeren Zwischenräumen genommen werden, bis zu einer Unze wöchentlich. θ Angina pectoris.
Zwei Drachmen alle vierzehn Tage während eines Jahres noch immer unfehlbare Linderung. θ Angina pectoris.
Ähnlich: Glonoine (Blutkreislauf, Kongestion usw.); Acon.; Ether; Cactus (Einschnürung des Herzens; Pulsationen usw.); Nitr. dulc. spir. (Herz, Lungen usw.); Laches. (Hitzewallungen im Klimakterium; Coca (Röte bei Erregung, wie in Gesellschaft); chloroform; Bellad. (Neuralgie mit rotem Gesicht).
Gegenmittel bei Versagen der Atmung durch Chloroform; und gegen Krämpfe durch Strychnin.
Antidotiert durch: Cactus (Herzeinschnürung).