Taraxacum
By John Henry Clarke — Der Neue Clarke – Eine Enzyklopädie für den homöopathischen Praktiker
Leontodum taraxacum. Taraxacum Dens-leonis. N. O. Compositæ. Tinktur der ganzen Pflanze kurz vor der Vollendung der Blüte.
Klinisches
Wechselfieber / Gallige Anfälle / Schwäche / Diabetes / Gallensteine / Kopfschmerz, gastrisch / Gelbsucht / Leber, Affektionen der / Neuralgie / Nachtschweiße / Rheumatismus / Zunge, landkartenartig / Typhusfieber
Charakteristika
Die jungen Blätter des Löwenzahns werden bisweilen in Salaten gegessen. Sie haben einen bitteren, chicoréeartigen Geschmack, ebenso die Wurzel. Kinder essen die Blüten, obwohl sie meinen, diese verursachten Bettnässen. Daraus ist einer der volkstümlichen Namen der Pflanze entstanden. Ihre wichtigsten traditionellen Anwendungen sind als Mittel gegen Gelbsucht, Leberverstopfung, bei Dysenterie, unwillkürlichen Samenabgängen und bei Schwierigkeiten beim Wasserlassen. Hahnemanns Arzneimittelprüfungen brachten diese Leitsymptome hervor: "Schmerzloser Drang zum Wasserlassen;" und "häufiger Drang zum Wasserlassen mit reichlicher Harnentleerung." Hahnemann weist darauf hin, dass dies, zusammen mit dem Durst, in manchen Diabetesfällen auf Trx. hinweisen kann. Trx. hat Schmerzen sowohl in der Milz- als auch in der Lebergegend verursacht und Gelbsucht mit vergrößerter, verhärteter Leber geheilt. Cooper gibt mir folgenden Fall: Ein alter indischer Offizier litt, als er in Indien war, sehr an Gallensteinen und erhielt den Rat, täglich einen Löwenzahnaufguss einzunehmen. Dies tat er, und bald verließen ihn die Symptome, und er blieb über zwanzig Jahre lang frei davon. Ein Symptom im Zusammenhang mit gestörter Verdauung, das sich in manchen Fällen als guter Wegweiser für Trx. erwiesen hat, ist die "landkartenartige Zunge". Die Zunge ist weiß belegt und reinigt sich fleckenweise, wobei dunkelrote, sehr empfindliche Stellen zurückbleiben. Treas. of Bot. weist darauf hin, dass "die leuchtend gelben Blüten von Trx. sich morgens zwischen 5 und 6 Uhr öffnen und abends zwischen 8 und 9 schließen. Daher war dies eine der Pflanzen, die Linnæus auswählte, um seine Blumenuhr zu bilden." Die Symptome von Trx. sind nachts <. Hände und Nase kalt um 8 Uhr abends. "Kalte Fingerspitzen" ist ein Leitsymptom. Eigentümliche Empfindungen sind: Als ob das Gehirn zusammengeschnürt wäre. Als ob die Zähne stumpf gemacht wären. Als ob der Kehlkopf zusammengedrückt würde. Als ob sich Blasen im Bauch bildeten und platzten. Wie Rollen und Gurgeln im rechten Schulterblatt. Als ob die Extremitäten wie eingeschnürt oder kraftlos wären. Einige leitende Indikationen sind: Gastrische und gallige Anfälle, besonders gastrische Kopfschmerzen; die Kopfschmerzen sind im Allgemeinen drückend. Druck im unteren Hinterhaupt nach dem Hinlegen ist charakteristisch. Schwäche, Appetitlosigkeit, reichliche Nachtschweiße, besonders bei Rekonvaleszenz nach galligem oder typhoidem Fieber. Unruhe der Extremitäten bei Typhus. Schweiß zwischen den Zehen. Die Symptome sind: > Durch Berührung (Zucken in der rechten Wade). Ruhe <. (Fast alle Symptome treten beim Sitzen, Liegen, Ruhen auf.) Bewegung >. > Im Freien. Brennen im Hals ist > durch Trinken. Hahnemanns Dosierung war ein einzelner Tropfen der Ø-Tinktur (M. M. P.).
Beziehungen
Verträglich: Ars. (Nachtschweiße). Vergleiche: Bei gastrischen und galligen Affektionen, Bry., Chel., Hydr., Nux. Landkartenartige Zunge, Ars., Nat. m., Ran. s. Unruhe der Extremitäten mit reißenden Schmerzen, Rhus.
1. Gemüt
Unentschlossenheit und Abneigung gegen Arbeit. Redseligkeit und Neigung zum Lachen.
2. Kopf
Schwindel, mit Schwindelgefühl und Taumeln beim Gehen im Freien. Ziehender Schmerz in der l. Schläfe beim Sitzen, der beim Gehen oder Stehen aufhört. Reißender Schmerz im Hinterhaupt. Druck und Schweregefühl im unteren Teil des Hinterhaupts, nach dem Hinlegen. Kopfschmerz, wie von Kontraktion oder Ausdehnung des Gehirns. Schweregefühl und Druck im Kopf. Stechende, einschießende Schmerzen in Stirn und Schläfen. Heftiger Kopfschmerz, nur beim Stehen oder Gehen empfunden. Spannung der Kopfhaut.
3. Augen
Schmerz in den Augen, als ob ein Sandkorn im inneren Augenwinkel wäre. (Abneigung gegen Licht) Brennen und brennende, einschießende Schmerzen in den Augen. Brennen im l. Augapfel. Entzündung der Augen mit Tränenfluss und Photophobie. Nächtliches Verkleben der Lider.
4. Ohren
Einschießende Schmerzen in den Ohren. Ziehender Schmerz im äußeren Ohr. Schwerhörigkeit am Abend.
6. Gesicht
Eitrige Pickel im Gesicht, auf den Wangen, den Nasenflügeln und an den (r.) Lippenkommissuren. Hitzegefühl und Rötung im Gesicht. Einschießende Schmerzen und Druck in den Wangen. Oberlippe rissig.
7. Zähne
Zahnschmerz, mit ziehendem Schmerz in kariösen Zähnen, bis zu den Augenbrauen reichend. Drückende Schmerzen in den Zähnen. Zähne stumpf wie von Säuren. Abfluss von saurem Blut aus kariösen Zähnen. Stumpfheit der Zähne. Hochräuspern von saurem Schleim, wodurch sich die Zähne stumpf anfühlen.
8. Mund
Ansammlung von saurem Speichel im Mund (mit Empfindung, als ob der Kehlkopf zusammengedrückt würde). Zunge mit einem weißen Belag überzogen, mit Abschilferung (sie reinigt sich fleckenweise, dunkelrot, und diese Stellen sind sehr empfindlich). Zunge trocken, beim Erwachen am Morgen mit einem braunen Belag überzogen.
9. Hals
Halsschmerzen, mit drückendem Schmerz wie von innerer Schwellung. Trockenheit, einschießende Schmerzen und bitterer Schleim im Hals. Hochräuspern von saurem Schleim.
10. Appetit
Bitterer Geschmack im Mund, bei natürlichem Geschmack der Speisen. Salziger oder saurer Geschmack der Speisen, hauptsächlich von Butter und Fleisch. Tabakrauch ist unangenehm, verursacht Sodbrennen und unterbricht die Atmung. Starkes Frösteln nach dem Trinken oder Essen.
11. Magen
Bitteres Aufstoßen (Aufstoßen und Schluckauf). Leeres Aufstoßen, bes. nach dem Trinken. Übelkeit (mit Neigung zum Erbrechen oder Erbrechen) von sehr fetter Nahrung, mit Angst und drückendem Kopfschmerz, > im Freien.
12. Bauch
Kneifen im Bauch. Drückende, einschießende Schmerzen im Bauch und an den Seiten des Bauches, hauptsächlich auf der l. Seite; im Hypogastrium. Kollern und Bewegungen (plötzliche Empfindung) im Bauch, als ob Blasen darin platzten.
13. Stuhl und Anus
Erfolgloser Drang zum Stuhl. Entleerungen mehrmals täglich, aber mit Schwierigkeit vollbracht (auch wenn der Stuhl nicht hart ist). Stuhl von breiiger Konsistenz, gefolgt von Tenesmus. Wollüstiger Juckreiz im Perineum (zwingt zum Kratzen).
14. Harnorgane
Häufiges Bedürfnis zu urinieren (Druck ohne Schmerz), mit reichlicher Entleerung. Enuresis somni (?).
15. Männliche Sexualorgane
Schmerz in den Hoden. Dauernde Erektionen. Häufige Pollutionen; in abwechselnden Nächten.
16. Weibliche Sexualorgane
Unterdrückte Menses.
17. Atmungsorgane
Empfindung, als ob der Kehlkopf zusammengedrückt würde.
18. Brust
Druck an der Brust. Einschießende Schmerzen in Brust und Brustseiten. Zuckungen in den Muskeln der Seiten.
20. Hals und Rücken
Drückende Zuckungen und einschießende Schmerzen in den Muskeln des Halses, (Rachens), und Nackens. Reißender Schmerz vom Ohr abwärts zum Hals. Drückende Schmerzen in den Lenden. Drückende und spannungsartige, einschießende Schmerzen in Rücken und Lenden, beim Liegen, mit behinderter Atmung. Drückend-stechender Schmerz in Wirbelsäule und Kreuzbein mit Dyspnoe. Gurgeln und Schwellung in Schulterblättern und Schultern, mit Frösteln über den ganzen Körper. Vibration und Zittern im r. Schulterblatt.
22. Obere Extremitäten
Pulsierendes Klopfen und Zucken in Schultern und Armen. Zuckungen der Armmuskeln. Zucken in den Muskeln des l. Unterarms. Einschießende Schmerzen in Armen und Ellenbogen. Ziehende und reißende Schmerzen in Unterarm und Handgelenk. Ausbruch von Pickeln an Händen und Fingern. Eisige Kälte der Fingerspitzen. Drückender Schmerz in den drei letzten Fingern der r. Hand.
23. Untere Extremitäten
Einschießende Schmerzen in Oberschenkeln, Knien, Waden, Fußsohlen und Zehen. Stechender Schmerz im l. Oberschenkel. Drückender Schmerz in der l. Wade. Zuckender Schmerz in der r. Wade, der bei Berührung schnell aufhört. Ziehender Schmerz auf dem Rücken des r. Fußes; beim Stehen; Stiche beim Sitzen. Starke oder feine stechende Schmerzen in der r. Fußsohle. Brennen in Knien, Beinen und Zehen. Reichlicher Schweiß zwischen den Zehen.
24. Allgemeines
Dieses Mittel wirkt gut bei allen Affektionen der Leber; saurer Geschmack; pfeilartig einschießende Schmerzen in äußeren Teilen. Affektionen der l. oberen Seite; r. unteren Seite; Fußrücken; Fußsohle. < Beim Liegen; von fetter Nahrung; beim Ruhen. > Durch Bewegung; beim Gehen. Schmerzhaftes Druckempfinden aller Extremitäten, bes. bei Berührung und wenn sie sich in einer falschen Lage befinden. Die Extremitäten sind beweglich, aber es fühlt sich an, als ob die Kraft, sie zu bewegen, gehemmt wäre. Gefühl von Schwäche und Unruhe im ganzen Körper, mit ständigem Bedürfnis, sich hinzulegen oder zu sitzen. Fast alle Symptome erscheinen, während der Patient sitzt, und werden durch Gehen zerstreut.
25. Haut
Ungesunde, pickelige, sykotische Haut. Stechen auf der Haut. Ausschlag über Körper und Extremitäten, stark juckend, und er scheint eine Mischung aus Lichen und Urtikaria zu sein. Beißen in der Haut mit Schweiß.
26. Schlaf . . Schläfrigkeit und Einschlafen beim Zuhören eines wissenschaftlichen Vortrags. Schläfrigkeit am Tage und Gähnen beim Sitzen. Lebhafte, nicht erinnerte Träume; häufiges Erwachen und Sich-Herumwerfen.
27. Fieber
Frösteln, bes. nach Essen und Trinken. Frösteln, Schaudern, am ganzen Körper, mit drückendem Kopfschmerz. Frösteln im Freien. Hitze nachts beim Erwachen, bes. im Gesicht und an den Händen. Heftige Nachtschweiße, meist vor Mitternacht, gerade beim Einschlafen. Sehr schwächender Schweiß, der Beißen auf der Haut verursacht.