Nyctanthes arbor tristis

von John Henry ClarkeDer Neue Clarke – Eine Enzyklopädie für den homöopathischen Praktiker

Historische Referenz für Behandelnde und Studierende. Die nachstehenden Aussagen spiegeln die homöopathische Lehre des genannten Autors wider und belegen keine Wirksamkeit einer Behandlung. Dieser Text stellt keine medizinische Beratung dar und darf eine angemessene Diagnose oder Behandlung nicht ersetzen.

Arbor-tristis. Sephalika (Sanskrit). Harsinghar (Hindi). (Wälder Zentralindiens.) Nachtjasmin Indiens. N. O. Jasminaceæ. Tinktur aus frischen Blättern, gesammelt von März bis April.

Klinisches

Fieber, gallige; remittierende / Rheumatismus / Ischias

Charakteristika

Nyctanthes ist ein kleiner Baum aus der Familie der Jasmingewächse, mit leuchtenden, stark duftenden Blüten, weiß und gelb, die sich erst am Abend öffnen und etwa bei Sonnenaufgang abfallen. So verliert der Baum während des Tages all seine Leuchtkraft und wird daher "Der traurige Baum" (Arbor tristis) genannt. "Nyctanthes" bedeutet "nachtblühend". S. C. Ghose hat einen Bericht über die medizinischen Eigenschaften dieser Pflanze gegeben (H. W., xxxvi. 24). Er hat sie ausgiebig bei Fällen von galligen und remittierenden Fiebern, Rheumatismus und Ischias sowie bei Verstopfung von Kindern angewandt. Sie ist "bitter, tonisierend und expektorierend, und ein mildes Abführmittel". Beim Fieber besteht Durst vor und während des Frostes, und bitteres Erbrechen am Ende des Frostes. Nicht viel Schweiß. Ghose vergleicht sie mit Eupat. perf. Er hat eine kurze Arzneimittelprüfung damit durchgeführt.

1. Gemüt

Ängstlich und ruhelos.

2. Kopf

Kopfschmerz.

8. Mund

Zunge von dickem, weißlichem oder gelblichem Eiter überzogen.

11. Magen

Heftiges Brennen im Magen, > durch kalte Anwendungen. Galliges Erbrechen tritt jedes Mal auf, wenn er etwas trinkt.

12. Bauch

Leber druckempfindlich. Stiche in der Lebergegend, die sehr berührungsempfindlich ist.

13. Stuhl

Reichliche gallige Stühle mit Übelkeit; oder es kann Verstopfung bestehen.

14. Harnorgane

Harn stark gefärbt.

27. Fieber

Unstillbarer Durst vor und während Frost und Fieber. Bitteres Erbrechen am Ende des Frostes. Ständige Übelkeit kann vorhanden sein oder auch nicht. Trinken = Erbrechen; Patient sehr ruhelos. Verstopfung oder gallige Stühle. Schweiß im Allgemeinen nicht ausgeprägt.

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