Kali Permanganicum.
By John Henry Clarke — Der Neue Clarke – Eine Enzyklopädie für den homöopathischen Praktiker
Kali manganicum. Kali hypermanganicum. Kaliumpermanganat. KMnO 4 . Lösung in destilliertem Wasser. Verreibung.
Klinisches
Husten / Diphtherie / Gastritis / Ozæna / Speichelfluss / Hals, wund / Uvula, geschwollen / Warzen
Charakteristika
K. pm. ist das wohlbekannte Desinfektionsmittel und ist in der Medizin hauptsächlich als örtliche Anwendung bei Diphtherie und anderen Zuständen benutzt worden, bei denen übelriechende Absonderungen bestehen. Eine Arzneimittelprüfung durch H. C. Allen hat die Tatsache hervorgebracht, dass das Mittel beiden homöopathisch entspricht. Es bestand eine heftige Reizung von Nase, Hals und Kehlkopf, mit jauchigen und blutigen Absonderungen und ständigem Verlangen zu schlucken, obwohl das Schlucken große Schmerzen verursachte. Reichlicher Speichelfluss und ständiger Abgang von zähem, fadenziehendem Schleim aus dem Magen gehörten zu den bemerkten Wirkungen. Die Uvula war geschwollen und rot. Äußerster übler Geruch des Atems und jauchige Absonderungen aus der Nase sowie intensive Erschöpfung scheinen die führenden Anzeigen dafür bei Diphtherie zu sein. (Kraft, der es bei Diphtherie vielfach angewendet hat, gibt es auf diese Weise: Einige Gran werden in einem Glas Wasser gelöst, genug, um es sehr rot zu machen. Ein Teelöffel hiervon wird in ein weiteres Glas Wasser gegeben, und ein Teelöffel aus dem zweiten Glas wird jede Stunde oder alle zwei Stunden gegeben). Die geschwollene Uvula ist ebenfalls bemerkenswert. Die Außenseite des Halses ist sehr empfindlich. Ein Patient von mir machte eine merkwürdige äußere Anwendung von K. pm. Er hatte eine Warze auf der Nasenspitze, wofür ich ihm Thuja innerlich und äußerlich vergeblich gegeben hatte, und danach Causticum innerlich, ohne besseren Erfolg. Er trug auf eigene Rechnung eine starke Lösung von K. pm. in Form von Condy's fluid auf, und sie verschwand innerhalb einer Woche.
Beziehungen
Vergleiche: Andere oxydierende Salze, besonders K. bi.; auch Mang., Caust., K. ca.; bei ödematöser Uvula, Mur. ac., Apis.; bei Diphtherie, Diphth., Merc. cy., Ar. t., K. bi., K. m.; bei dickem, zähem, fadenziehendem Schleim, K. bi. K. pm. antidotiert Opium. Ein Fall von Opiumvergiftung ist berichtet (H. W., xxxiii. 380), in dem Genesung eintrat, nachdem irrtümlich eine halbe Unze Laudanum geschluckt worden war. Kali permang. in verdünnter Lösung (gr. ii. auf ein Pint) wurde wiederholt gegeben und wirkte prompt. Am nächsten Tag wurde nur Trockenheit von Mund und Hals empfunden.
2. Kopf
Kopf fühlt sich voll an.
3. Augen
Reichlicher Tränenfluss.
4. Ohren
Stechende, prickelnde Schmerzen, die vom Hals zum linken Warzenfortsatz ausstrahlen, offenbar entlang der Eustachischen Röhre.
5. Nase
Nasenausfluss brennt und reizt. Jauchige Absonderung; Nasenöffnungen fühlen sich verstopft und voll an wie bei Katarrh; Absonderung blutig gestreift, obwohl er zwei Stunden zuvor keine katarrhalischen Symptome hatte. Absonderung aus Nasenöffnungen und Kehlkopf blutig gestreift. Reichliches Nasenbluten; bei jedem Versuch, die verstopfte Nase freizumachen.
8. Mund
Mund und Lippen sehr trocken, Lippen brennen, wenn sie kalter Luft ausgesetzt sind. Reichlicher Speichelfluss, mit einem brennenden, wunden, brennend-stechenden, übelkeitserregenden Schmerz in Rachenenge, Rachen und Kehlkopf, der sich die Speiseröhre hinab bis zum Magen erstreckt. Ständiges Verlangen zu schlucken. Vermehrter Speichelfluss, läuft ständig aus dem Mund, mit mehr Schmerz und Schwierigkeit beim Schlucken. Sprechen schmerzhaft, schwierig; heiser wie bei Tonsillitis.
9. Hals
Der Hals war primär betroffen. Hals geschwollen und sehr schmerzhaft. Kleine ulzerierte Stellen hier und da an den Wänden des Halses, mit stechenden, brennenden Schmerzen. Alles, was hochgeräuspert wird, ist blutig gestreift. Ständiges, wirkungsloses Verlangen, etwas hochzuräuspern. Hals trocken, schmerzhaft, mit beinahe unaufhörlichen Schluckversuchen, von denen es fast unmöglich ist, Abstand zu nehmen. Anhaltende Trockenheit im Hals, mit einem leichten, reizenden, hackenden Husten beim Versuch zu schlucken. Der ganze Hals und Kehlkopf fühlen sich an, als wäre die Höhlung verengt, offenbar durch Verdickung der Schleimhaut. Eigentümlich einschnürendes, brennend-stechendes Gefühl in Hals und Rachenenge, mit dem heißen, brennenden Gefühl am kardialen Ende des Magens. Akuter Schmerz im Hals, der zu Ohren und Rachen ausstrahlt und einen kitzelnden Husten verursacht. Hals fühlt sich wund an und blutet beim Versuch, die Sekrete hochzuräuspern, die die Höhlung zu füllen scheinen. Hintere Nasenöffnungen schmerzhaft. Uvula, weicher Gaumen und Rachenenge dunkelrot gesprenkelt, mit lividen Flecken hier und da. Weicher Gaumen und Uvula geschwollen, ödematös, dunkelrot. Rachenenge und Rachen rot und schmerzhaft, Schluckversuche fast unaufhörlich, reichlicher Speichelfluss, der wegen der Schwierigkeit beim Schlucken aus dem Mund austritt. Schleimhaut fühlt sich verdickt an. Brennender, übelkeitserregender Schmerz in der Rachenenge, der sich die Speiseröhre hinab bis zum Magen erstreckt, mit Trockenheit und ständigem Verlangen zu schlucken. Ständiges, intensives, schmerzhaftes Verlangen zu schlucken. Muskeln des Halses fühlen sich wund an, besonders der Digastricus und Stylohyoideus, Drüsen gegenüber dem Zungenbein geschwollen und sehr schmerzhaft. Beträchtliche Schwierigkeit beim Öffnen des Mundes durch Wundheit der Ohrspeicheldrüse und der Halsmuskeln.
11. Magen
Appetit verloren. Durst, aber Unfähigkeit zu trinken. Fast ständiger Abgang von zähem, fadenziehendem Schleim aus dem Magen, der ohne Schmerz ausgeworfen wird, aber die Übelkeit in keiner Weise erleichtert. Übelkeit und ständiges Verlangen zu schlucken. Konnte von dem Arzneistoff nichts mehr nehmen wegen eines Widerwillens, der beinahe Erbrechen hervorrief, wenn er ihn nur ansah; begann vergeblich nach einem Gegenmittel zu suchen. Übelkeit und Erbrechen, zuerst von Mageninhalt, dann von dicker, zäher, fadenziehender Flüssigkeit, ohne Schwierigkeit in großen Mengen ausgeworfen, mit < der Halsschmerzen. Das Erbrechen, das gestern Abend aufgehört hatte, kehrte in verschlimmerter Form zurück, begleitet von einem brennenden, übelkeitserregenden Schmerz in Magen und Duodenum, der beinahe unerträglich wurde. Tiefsitzender, ekelerregender Schmerz im Magen, mit wunder Trockenheit im Hals und ständigem Verlangen zu schlucken. Heißer, brennender Schmerz im Magen, der über das ganze Epigastrium auszustrahlen scheint. Heißes, brennendes Gefühl am kardialen Ende des Magens, mit eigentümlich einschnürendem und brennend-stechendem Gefühl im Hals und Verlangen zu schlucken usw.; heißes, unbehagliches, einschnürendes Gefühl durch die ganze Länge der Speiseröhre, dauerte zwei Stunden, > durch Essen.
13. Stuhl
Hartnäckige Obstipation.
14. Harnorgane
Gezwungen, häufig Wasser zu lassen; Harn reichlich, klar, wässrig. Harn reichlich und wässrig.
17. Atmungsorgane
Dumpf schmerzendes Gefühl in der Gegend des Ringknorpels, < bei jedem Versuch zu schlucken. Wundes Gefühl im Kehlkopf. Kurzer, hackender Husten, mit ständigem schmerzhaftem Drang zu schlucken, der = Übelkeit und Neigung zum Erbrechen mit reichlichem Tränenfluss. Ständiger kurzer, schmerzhafter, hackender Husten, mit blutig gestreiftem Auswurf. Husten oder selbst Räuspern bringt eine jauchige Flüssigkeit herauf.
23. Untere Extremitäten
Beine fühlen sich an, als könne er sie nicht bewegen, zittern beim Versuch zu stehen.
24. Allgemeines
Schreckliche Schwäche und Mattigkeit; besonders der unteren Extremitäten, zwang ihn, sich hinzulegen.
26. Schlaf
Nachts unruhig. Schlaflos.
27. Fieber
Gesicht heiß. Reichlicher Schweiß.