Crotalus Horridus.
By John Henry Clarke — Der Neue Clarke – Eine Enzyklopädie für den homöopathischen Praktiker
Klapperschlange. N. O. Crotalidae. Die Klapperschlange Nordamerikas. Symptome von C. Durissus wie auch von C. Horridus sind in der Pathogenese enthalten. Verreibung von mit dem Gift gesättigtem Milchzucker. Lösung des Giftes in Glycerin.
Klinisches
Amblyopie / Apoplexie / Appendizitis / galliges Fieber / Furunkel / Krebserkrankungen / Karbunkel / cerebrospinale Meningitis / Schanker / Ziliarneuralgie / Konvulsionen / Delirium tremens / Demenz / Diphtherie / Dysmenorrhö / Dyspepsie / Ohren, Absonderungen aus den / Ekchymose / Epilepsie / Augen, Affektionen der / Erysipel / Gesicht, Ausschlag im; Verzerrung des / Hämaturie / hämorrhagische Diathese / Kopfschmerz / Herz, Affektionen des / Herpes / Hydrophobie / Darmblutung / Gelbsucht / Keratitis / Leber, Störungen der / Lunge, Affektionen der / Mastitis / Masern / Milchbein / Meningitis / Eierstöcke, Affektionen der / Ozäna / Palpitation / Peritonitis / Perityphlitis / Phlebitis / Psoriasis palmaris / Purpura / Pyämie / remittierendes Fieber / Rheumatismus / Scarlatina / Schlaflosigkeit / Pocken / Stiche / Sonnenstich / Syphilis / Tetanus / Durst / Zunge, Entzündung der; Krebs der / Geschwüre / Urtikaria / Impfung, Folgen der / Varikosis / Varikozele / galliges Erbrechen / Weißes Bein / Keuchhusten / Gelbfieber
Charakteristika
Die erste regelrechte Arzneimittelprüfung von Crotalus wurde von Hering und unter seiner Leitung vorgenommen. Auch Stokes trug eine Prüfung bei; die vollständigste Darstellung des Mittels findet sich jedoch in der Monographie von J. W. Hayward, die einen Teil von Physiological and Applied bildet. Diese umfasst Prüfungen, die Hayward und seine Arzneiprüfer durchführten. Crotalus erzeugt tiefgreifenden nervösen Schock und Prostration mit Zittern, psychischer Entfremdung und Desorganisation der Flüssigkeiten und Gewebe. Er verursacht Blutungen aus allen Öffnungen und Oberflächen und entspricht der hämorrhagischen Diathese; Krankheiten, die durch vorherige niedrige Systemzustände, durch zymotische oder septische Vergiftung, durch Alkoholmissbrauch usw. verursacht sind. Niedrige, typhoide Zustände mit bedrücktem Nervensystem und herabgesetzter Blutversorgung erfordern ihn häufig. Neuralgie, die als Folge septischer, toxämischer oder sogar miasmatischer Krankheit auftritt; oder chronische gallige, klimakterische oder albuminurische Zustände. Heruntergekommene Konstitutionen. Der Crotal.-Patient ist leicht zu Tränen gerührt. Weinende Stimmung; Agonie, Verzweiflung. Bei einer Arzneiprüferin war die Wahrnehmung so getrübt, dass sie in Gefahr war, auf der Straße überfahren zu werden; und das Gedächtnis war so beeinträchtigt, dass sie beim Betreten eines Geschäfts vergaß, wozu sie gekommen war. Schläfrig, kann aber nicht schlafen. Knirscht mit den Zähnen. "Crotal. ist vorzuziehen bei flüssigen Hämorrhagien, gelber Haut (daher bei Gelbfieber mit schwarzem Erbrechen), Epistaxis bei Diphtherie. Naja hat mehr nervöse Erscheinungen. Lach. hat die Haut eher kalt-klamm als kalt und trocken; Hämorrhagie mit verkohltem-strohigem Bodensatz; und ausgeprägter Beschwerden der linken Seite. Elaps. ist vorzuziehen bei Otorrhö und bei Affektionen der rechten Lunge. Das Kobragift (Naja) lässt Blut zu langen Fäden gerinnen. Crotalus-Gift ist sauer; das der Viper neutral. Die Rotton-Schlange ["Birri"] verursacht mehr Verschorfung als jede andere" (Hering). Hayward beobachtete jedoch, dass Verschorfung eine starke Indikation für Crotal. ist, und die Heilung seiner eigenen Tochter von Scarlatina maligna mit gangränös aussehenden Halsschmerzen durch dieses Mittel war ein dramatisches Ergebnis seiner Forschungen. Ein Fall von Klapperschlangenbiss und seine isopathische Heilung, berichtet von Dr. J. S. M. Chaffee in Hom. News, Sept. 1892, gibt eine gute allgemeine Vorstellung von der Wirkung des Giftes: "Ich wurde zu James Wright gerufen, 54 Jahre alt, der beim Binden von Weizen von einer Klapperschlange in den dritten Finger der rechten Hand gebissen worden war. Ich fand ihn blutend aus dem gebissenen Finger und aus Augen, Nase, Ohren, Mund, Rektum und Harnröhre; Puls 110, klein, drahtig; Atmung 40; Temperatur 105; verfallener Gesichtsausdruck; der ganze Körper in heißen Schweiß gebadet; Delir. Dieser Patient hatte sechsundneunzig Stunden lang die übliche Routinetherapie mit Whisky, Chinin und Ammoniumcarbonat erhalten, als die Behandelnden sich zurückzogen und den Fall für jenseits ärztlicher Hilfe erklärten. Ein ausgeprägtes charakteristisches Symptom war ein , mit scharlachroter Zunge und schwierigem Schlucken. Große Empfindlichkeit der Haut der des Körpers, so sehr, dass die geringste Berührung Zuckungen der Muskeln dieser Seite hervorrief. Ich verordnete . 30. Verreibung, 30 gr. in vier Unzen Wasser, stündlich einen Teelöffel bis zu meinem Rückbesuch vierundzwanzig Stunden später, als ich eine deutliche Besserung fand. Temperatur normal; Puls voll, weich und regelmäßig; Delir verschwunden; Speichel und Harn leicht blutig gefärbt; der Appetit kehrte zurück, er hatte zum ersten Mal seit dem Unfall um Nahrung gebeten." Das Arzneimittel wurde noch zwei Tage fortgesetzt, worauf die Genesung praktisch vollständig war. Die Wirkung auf die rechte Seite ist bemerkenswert, da . überwiegend ein rechtsseitiges Mittel ist (. mehr links); es wirkt stark auf die Leber und entspricht Gelbsucht und Gelbfieber. ist mit großem Erfolg in der Behandlung des Gelbfiebers verwendet worden, ebenso prophylaktisch dagegen. Hierfür ist eine Inokulation mit verdünntem Virus praktiziert worden. Die von wechseln rasch miteinander ab und kehren häufig wieder; sie treten auch (außer Kopfschmerz) plötzlich auf und verschwinden plötzlich, nachdem sie einige Zeit angehalten haben. Schwellung des ganzen Körpers. Fötor der Entleerungen und Absonderungen. Hämorrhagien aus allen Öffnungen und sogar aus den Hautporen. sind: wie von einem Schlag auf den Hinterkopf; als ob Zunge und alles um den Hals herum zugeschnürt wären; wie von einem Pfropf im Hals, der geschluckt werden müsse; von Ersticken; als ob sich das Herz überschlüge wie eine Tümmlertaube. Periodizität kennzeichnet viele der Symptome. Metastasierung eines Erysipels zum Gehirn. Viele Symptome sind morgens beim Erwachen; oder wecken den Patienten nachts auf. Orbitale Schmerzen abends. Ruhe , und Bewegung und Anstrengung . Im Freien Kopf- und Magensymptome. Kalte Luft Hals- und Atmungssymptome. Trockene Luft Husten.
Beziehungen
Antidotiert durch: Lach. Seine Wirkungen werden modifiziert durch Ammon., Camph., Opium, Coffea, Alcohol und Strahlungswärme. Vergleiche: C. Cascavella (Gedanken verweilen bei Toten und Träume von den Toten); Tarent-cub., Arsen., Lauroc. (Tetanus, Keuchhusten); Apis., Carb. v., Silic. (Impffolgen); Camphor (Kälte; Crotal. hat ausgeprägteren echten Kollaps mit verwirrter Sprache), Hyos. Op., Nux v., Cupr., Bell. (schläfrig, kann aber nicht schlafen); Cad. s. (Gelbfieber).
Verursachung
Schreck. Sonne. Blitz. Alkohol. Faules Wasser. Schädliche Ausdünstungen.
1. Gemüt
Gedächtnis schwach; stumpfsinnig, kann sich nicht ausdrücken; macht lächerliche Fehler; mit Kälte der Haut. Unfähigkeit, den Geist bei einem Thema zu halten; Wahrnehmung getrübt, beim Gehen auf der Straße wäre sie überfahren worden, wenn ihre Schwester nicht wachsam gewesen wäre; beim Betreten eines Geschäfts vergaß sie, was sie kaufen wollte. Torpid, träge, zusammenhanglos, zögernd, stille Gleichgültigkeit. Delir: mit Benommenheit; mit weit geöffneten Augen; redselig mit Verlangen zu entkommen; Delirium tremens. Traurigkeit; Gedanken verweilen fortwährend beim Tod. Bedrückung des Gehirns, wie durch Kohlensäure. Übermäßige Empfindlichkeit, durch Lesen leicht zu Tränen gerührt. Weinen, mit Zaghaftigkeit, Furcht, Angst. Bissige Gemütsart.
2. Kopf
Schwindel: mit Schwächegefühl bis zur Ohnmacht; mit Schwäche und Zittern; mit bleichem Gesicht; epileptisch; auditiv-kardial mit weichem, schwachem Puls; > durch Abstützen des Kopfes; mit venöser Stauung und herabgesetztem Blut; mit erweiterten Pupillen durch Blitz, Anämie oder Sonnenstich; durch Schreck. Ohnmacht beim Einnehmen der aufrechten Stellung. Schwindel und Ohnmacht mit okzipitalem Kopfschmerz. Apoplektische Konvulsionen: zu Beginn zymotischer Krankheiten; bei Trinkern. Erwacht morgens mit Kopfschmerz über den Augen. Kopfschmerz erstreckt sich in die Augen. Dumpf-schwerer Schmerz und Hitze über den Augen und an den Seiten der Nase; > durch Gehen im Freien. Starke Schmerzen im r. Auge und am Scheitel, auf der r. Seite den Nacken hinab in Zwischenräumen. Beim Sitzen auf einem Stuhl trat ein solches Schweregefühl des Kopfes auf, dass der Kopf sich anfühlte, als würde er hin und her fallen, als ob die Halsmuskeln zu schwach wären, ihn zu tragen, und die Hilfe der Hände benötigten. Dumpf-schwerer, pochender okzipitaler Kopfschmerz, Ohnmachtsanfälle; Schmerz wie von einem Schlag im Hinterkopf. Heftiger Juckreiz der Kopfhaut; Ausschläge, Pusteln; Ausfallen der Haare.
3. Augen
Illusionen; blaue Farben; Schwinden des Sehens beim Lesen. Blut tritt aus dem Auge aus. Gelbe Farbe der Augen. Reißender, bohrender Schmerz, als sei ein Schnitt rings um das Auge gemacht worden, manchmal stechend, < morgens und abends.
4. Ohren
Völlegefühl in den Ohren. Schwerhörigkeit; Hörillusionen; auditiver Schwindel. Otorrhö. Blut sickert aus den Ohren.
5. Nase
Epistaxis; bei zymotischen Krankheiten; Blut dünn, dunkel, ungerinnbar; mit gerötetem Gesicht, Schwindel oder Ohnmacht. Ozäna nach Exanthemen oder Syphilis.
6. Gesicht
Akne; aller Arten; durch Masturbation; bei Trinkern. Gesicht, aufgedunsen; gelb; rot. Neuralgie von dumpfem Charakter, chronisch oder periodisch. Parotitis. Lippen geschwollen, steif, taub. Kiefersperre. Reichlicher, roter, juckender, papulöser Ausschlag im Gesicht, besonders am Kinn, mit verzögerter Menstruation.
8. Mund
Zähneknirschen während des Schlafs. Zunge und alles um den Hals herum fühlt sich während des Schlafs zugeschnürt an, kann kein Wort sprechen. Zunge sehr rot, glatt und poliert, fühlt sich geschwollen an. Zunge: enorm geschwollen; vorgestreckt; Entzündung der; Krebs der, mit starker Neigung zu Hämorrhagie; Syphilis der. Übelriechender Atem; eigentümlicher schimmeliger Geruch. Faulig wunder Mund. Speichelfluss, blutig oder schäumend.
9. Hals
Enge Einschnürung des Halses. Empfindung eines zu schluckenden Pfropfes; als ob das Zäpfchen geschwollen oder steif wäre; wie von einer trockenen Stelle oder Kitzeln, besonders l. Seite; < beim Erwachen. Unmöglichkeit, Festes zu schlucken. Gangränöser oder diphtheritischer Hals mit starker Schwellung; starke Schwellung der Drüsen, Kopf nach oben und rückwärts geworfen.
11. Magen
Hunger mit Zittern, Schwäche und okzipitalem Kopfschmerz. Unstillbarer brennender Durst. Aufstoßen, scharf, sauer, ranzig. Übelkeit bei Bewegung, galliges Erbrechen. Dunkelgrünes Erbrechen sofort beim Liegen auf r. Seite oder Rücken. Schwarzes Erbrechen. Häufiges schwaches Absinken, Hungergefühl im Bereich des Epigastriums mit Zittern und Flattern weiter unten. Verlangen nach Stimulanzien. Qualvoller Schmerz, Unruhe, Kälte, schwacher Puls. Kann Kleidung um Magen oder Hypochondrien nicht ertragen. Hämatemesis, Blut gerinnt nicht.
12. Bauch
Stiche in der Leberregion beim tiefen Einatmen, < durch Druck. Dumpf schmerzendes Gefühl in der Leber, Erbrechen, Kälte. Heftiger Schmerz in l. Seite nahe den letzten Rippen, als ob im Zwerchfell. Gelbsucht; maligne Gelbsucht mit Hämorrhagie. Hitze und Druckempfindlichkeit des Bauches, kann Kleidung kaum darauf ertragen. Schwellung. Heftiger Schmerz im Verlauf des Kolons; in der Region des Appendix. Bubo.
13. Stuhl und Anus
Stühle: schwarz, dünn, wie Kaffeesatz, übelriechend; dunkelgrün, gefolgt von Entkräftung; gelb, wässrig mit Stechen im Bauch; gedrückte Stimmung und Gleichgültigkeit gegen alles. Schauder mit Diarrhö; Aphonie. Diarrhö durch schädliche Ausdünstungen; durch septische Stoffe in Speise oder Getränk; durch abgehangenes Wild; Sommerdiarrhö. Dysenterie; septisch; durch faules Wasser, Nahrung usw.; übermäßiger Abgang dunklen flüssigen Blutes oder unwillkürliche Entleerungen; große Entkräftung und Ohnmachtsneigung. Verstopfung mit Stauung zum Kopf und Kopfschmerz. Erbrechen, Purgieren und Miktion gleichzeitig, verursacht durch krampfartige Kontraktionen mit Tenesmus und Strangurie. Weiße Stühle. Hämorrhagie, dunkel, flüssig, ungerinnbar. Hämorrhoiden: große Neigung zu bluten, beim Gebrauch von Papier, bei geringem Pressen beim Stuhl oder beim Stehen; bei schwangeren Frauen; mit menstruellen Unregelmäßigkeiten; mit Herz- oder Leberkrankheit; bei Trinkern.
14. Harnorgane
Hämaturie. Unterdrückung oder schmerzhafte Retention des Harns. Harn: spärlich, dunkel und rot durch Blut; geleeartig; grüngelb durch viel Galle; reichlich und hell gefärbt.
15. Männliche Sexualorgane
Sexualtrieb vermehrt bei völliger Erschlaffung des Penis. Scharfes Schneiden in der Glans.
16. Weibliche Sexualorgane
Menstruation eine Woche zu früh, zuerst vorangegangen von Gewicht im Kopf und in den Ohren, begleitet von Schmerzen in Bauch und Rücken und kalten Füßen. Die Schmerzen dauern einige Stunden länger als gewöhnlich und vergehen nach zwei Tagen mit intensivem frontalem Kopfschmerz, der von 22 Uhr bis 1 Uhr anhält. Fünf Tage vor der Menstruation viel Schmerz im Unterbauch und abwärts in die Oberschenkel; in der Herzregion, l. Arm und Schulterblatt; mit kalten Füßen. Abends, starker, scharfer, einschießender, eher brennender Schmerz, in kurzen Zwischenräumen wiederholt; scheinbar beginnend an der l. Seite des Uterus, aufsteigend zur Region des Colon transversum, dort einschießend oder schneidend von beiden Seiten zur Mitte hinüber; von dort aufsteigend an der l. Seite des Rumpfes zur l. Seite des Gesichts und der Schläfe als scharfer, schneidender, intermittierender, neuralgischer Schmerz; und quer über die Mitte der Stirn bestand ein schwerer, dumpfer, anhaltender Schmerz; der scharfe Schmerz in der Schläfe dauerte eine Stunde; der dumpfe Schmerz hörte erst beim Einschlafen auf. Wallungen und Absinken in der Menopause. Puerperalfieber oder Konvulsionen, mit albuminösen und septischen Zuständen. Übelriechende Lochien. Entzündete Brüste. Phlegmasia alba dolens, < durch geringste Berührung.
17. Atmungsorgane
Heiserkeit, mit schwacher, rauer Stimme. Schmerz wie geprellt vom Kehlkopf zur Brust. Husten mit Stich in l. Seite und blutigem Auswurf. Trockener Husten beim Sprechen, < in trockener oder kalter Luft. Nervöser Husten, besonders laryngeal; trockenes Kitzeln, ständiges Würgen, wie durch trockene, reizende Dämpfe oder Salz oder Pfeffer oder durch eine trockene Stelle im Kehlkopf, < l. Seite; hervorgerufen durch: kalte oder trockene Luft; tiefes Einatmen; Sprechen; durch äußeren Druck, der nicht ertragen werden kann, < beim Erwachen. Keuchhusten, mit Blaufärbung oder Blässe, die lange braucht, um zu vergehen, Anfälle gefolgt von Aufgedunsenheit des Gesichts und hämorrhagischen Flecken, blutunterlaufenen Augen, Epistaxis, schäumenden, fadenziehenden, blutigen Expektorationen; drohendem Ödem und Lähmung der Lunge. Übermäßige Beklemmung der Brust. Brennen in der Brust mit Hitze in der Stirn. Pneumonie mit Neigung zu Gangrän. Lungen erscheinen passiv. Stiche in r. Brust nahe dem Sternum.
19. Herz
Viel Schmerz im Herzen, durch das l. Schulterblatt und den l. Arm hinab. Palpitation mit wundem Schmerz im und um das Herz; Gefühl, als ob sich das Herz überschlüge. Herz druckempfindlich beim Liegen auf l. Seite. Puls kaum wahrnehmbar. Phlebitis; Varikosis; Varikozele.
20. Hals und Rücken
Reißende Schmerzen von der (r.) Schulter zum Hals, < beim Bewegen des Arms. Schmerz oben auf der Schulter und in der Aorta ascendens. Dumpf schmerzendes Gefühl in r. Niere und im Magen.
21. Extremitäten
Schmerzhaftes paralytisches Gefühl. Rheumatische und neuralgische Schmerzen. Schmerz wie geprellt in Gelenken und Knochen. Schweregefühl, als wären die Knochen aus schwerem Holz gemacht. Tauber Schmerz wie nach Krampf an der Vorderseite der Finger und in den Zehen. Kontraktion der Beuger.
22. Obere Extremitäten
Schmerzen wie geprellt im Knochen der Schulter in Paroxysmen. Großer entzündeter Furunkel am r. Oberarm nahe dem Ellenbogen. Enges, strangartiges Gefühl, das sich von der Vorderseite des l. Ellenbogens die Vorderseite des Unterarms hinab erstreckt, mit "runden Flecken" von Schmerz hier und da entlang der Vorderseite des Unterarms. Tuberkel am Handgelenk, nahe dem Ende des Radius, Größe einer großen halbierten Erbse, und eher blau durch Insektenstich einige Jahre zuvor, stärker ausgeprägt in den Sommermonaten. Vesikulärer und pustulöser Ausschlag um die Handgelenke. Zittern der Hände. Hände (besonders l.) sterben bei geringster Anstrengung ab. Heftige krampfartige Schmerzen in l. Handfläche wie von Bienenstich. Juckreiz und Hitze der Handflächen. Aussickern von Blut unter den Nägeln.
23. Untere Extremitäten
Auffahren, ruckartige Zuckungen, Zittern, Krämpfe, Taubheit. Plötzliches Ziehen von l. Hüfte zum Fuß. Während und nach dem Gehen fühlt es sich an, als ob eine Sehne von der Sohle des r. Fußes durch den Knochen des Beins zöge. Kleine purpurne Flecken an den Beinen.
25. Haut
Juckendes Stechen überall; Urtikaria. Haut trocken, steif wie dünnes Pergament; gewöhnlich kalt. Gelbe Farbe des ganzen Körpers (eher hämatische als hepatische Gelbsucht). Petechien. Bläschen; Herpes; Pickel; Furunkel; Karbunkel; Verbrennungen; Stiche; Pemphigus; Geschwüre; Gangrän; Panaritien; Anthrax. Alte Narben brechen wieder auf. Peliosis rheumatica. Wassersuchten.
26. Schlaf
Gähnen; Torpor; Sopor. Benommenheit mit Unfähigkeit zu schlafen. Auffahren im Schlaf. Träume vom Reisen, von Streitigkeiten; von den Toten.
< nach Schlaf.
27. Fieber
Oberfläche kalt, besonders Extremitäten. Hitzewallungen überall. Schweiß: kalt; gefärbt, besonders axillär; blutig. Maligne Scarlatina, mit Infiltration der Gewebe, besonders des Halses. Niedrige, gallige Remittensfieber des Südens. Gelbfieber, hämorrhagisch, Aussickern von Blut aus jeder Pore, blutiges und galliges Erbrechen und Purgieren; Ohnmacht. Septische oder purpurische Fieber. Cerebrospinale Meningitis.