Calcarea Sulphurica
By John Henry Clarke — Der Neue Clarke – Eine Enzyklopädie für den homöopathischen Praktiker
Calciumsulfat. Gips. Pariser Gips. Ca SO 4 . Verreibung.
Klinisch
Abszess / Anus, Abszess nahe am / Furunkel / Bubonen / Verbrennungen / Karbunkel / Frostbeulen / Hornhaut, Ulzeration der / Husten / Crusta lactea / Zysten / Wassersucht / Dysenterie / Ekzem / Fistel / Drüsenschwellungen / Gonorrhö / Hämorrhagien / Verletzungen, Folgen von / Pneumonie / Polypen / Scharlach / Spermatorrhö / Syphilis / Tonsillitis / Tumoren / Geschwüre
Charakteristika
Calc. sulph. steht in enger Beziehung zu Hepar sulph. calc., das ein unreines Calciumsulfid ist, hat aber einen weiteren Wirkungskreis und eine tiefere Wirkung bei eitrigen Prozessen. Es ist Schüsslers "Bindegewebssalz", und die meisten Indikationen für seinen Gebrauch leiten sich aus seiner klinischen Erfahrung ab. In der letzten Ausgabe seiner Biochemic Therapy verwirft Schüssler Calc. sul., weil es kein wirklicher Bestandteil der Gewebe ist, und verteilt seine Funktionen zwischen Silicea und Nat. Phos. Homöopathen, die keine biochemische Theorie zu stützen haben, können seinen Gebrauch ohne Bedenken fortsetzen, zumal es von Hering und anderen arzneilich geprüft worden ist. Es ist angezeigt in allen Arten von Fällen nachdem der Eiter einen Abfluss gefunden hat. Nash hat damit einen Fall einer eiternden Niere geheilt. Es unterscheidet sich von Hepar in der Empfindlichkeit gegen Luft: Hepar kann die geringste Exposition nicht ertragen; Calc. sul. hat > im Freien; besser beim Gehen darin; Verlangen danach. Beide haben < durch Wetterwechsel. Calc. sul. hat nicht die übermäßige Berührungsempfindlichkeit, die bei Hepar gefunden wird. Hansen empfiehlt es bei trockenem Ekzem bei Kindern. Zystische Tumoren, Fibrome und Polypen sind mit Calc. sul. geheilt worden.
Beziehungen
Vergleiche: Calend., Hep., Kali mur., Nat. sul. (Wassersucht nach Scharlach); Sil. (harte oder eiternde Drüsen, Geschwüre der Hornhaut, Tonsillitis, Mastitis, Frostbeulen). Folgt gut auf: Kali m., Nat. sul., Sil.
2. Kopf
Empfindung rings um den Kopf, als hätte er seinen Hut auf. Schmerzhafte Pickel; harte Schwellungen am Rand der Haare, blutend beim Kratzen. Crusta lactea. Cranio-tabes.
3. Augen
Sieht nur die Hälfte eines Gegenstandes. Ophthalmie mit eitrigem Ausfluss. Ulzeration der Hornhaut. Augen treten hervor.
5. Nase
Schnupfen, mit dickem, gelbem, klumpigem, eiterartigem Ausfluss. Influenza und Niesen > im Freien; Schnupfen r. Seite nach einem Bad, > draußen. Ränder der Nasenlöcher wund, exkoriiert.
6. Gesicht
Geschwollene Wange mit Zahnschmerz. Herpetische Ausschläge; Pickel; Pusteln. Äußerst bleiches, kränkliches Aussehen (Gipsarbeiter). Blasenartige Wunden an der Unterlippe.
7. Zähne
Rheumatischer Zahnschmerz; geschwollenes, empfindliches, leicht blutendes Zahnfleisch.
8. Mund
Geschmack seifig. Zunge an der Wurzel gelb belegt. Glossitis.
9. Hals
Diphtherie des weichen Gaumens; scharlachbedingte Halsentzündung. Tonsillitis mit Eiterung.
13. Stuhl und Anus
Diarrhö mit Abgang von Eiter oder blutigem Eiter. Dysenterie mit eiterartigem Schleim. Schmerzhafte Abszesse um den Anus in Fällen von Fistel. Verstopfung mit hektischem Fieber; mit erschwertem Atmen.
14. Harnorgane
Chronische Nephritis. Roter Harn mit hektischem Fieber.
15. Männliche Sexualorgane
Spermatorrhö mit Impotenz. Gonorrhö im eitrigen Stadium. Chronische Syphilis.
17. Atmungsorgane
Krupp. Katarrh mit dickem, klumpigem, weißgelbem oder eiterartigem Sekret. Asthma oder Husten mit hektischem Fieber. Schmerz in der Brust und Kopfschmerz. Pneumonie im dritten Stadium. Emphysem.
22. Obere Extremitäten
Panaritium, wenn die Eiterung beginnt.
23. Untere Extremitäten
Juckreiz und Podagra. Schmerz im Knie durch einen Schlag. Stiche im Knie. Beine berührungsempfindlich, Füße leicht geschwollen. Brennen und Juckreiz in den Fußsohlen.
25. Haut
Eiternde Frostbeulen. Verbrennungen und Verbrühungen, wenn Eiterung eintritt. Scharlachartiger Ausschlag. Hautleiden mit grünlichen, bräunlichen oder gelblichen Krusten. Gräulich bleifarbene Haut. (Trockenes Ekzem bei Kindern.)