Calotropis.
By John Henry Clarke — Der Neue Clarke – Eine Enzyklopädie für den homöopathischen Praktiker
gigantea. (Ostindien.) Die Wurzelrinde wird Mudar, Mirdar, Yercum genannt. N. O. Asclepiadaceæ. Tinktur oder Verreibung der Rinde der Wurzel. Tinktur des Milchsaftes.
Klinisches
Füße, Schmerz in / Fieber / Hände, Schmerzen in / Lepra, tuberkulöse / Lupus / Syphilis
Charakteristik
Der eingedickte Saft, die Wurzel und die Rinde sind im Osten wegen ihrer brechenerregenden, schweißtreibenden, umstimmenden und abführenden Eigenschaften ausgedehnt verwendet worden. Der frische Saft gilt als wertvolles Mittel bei Hautleiden. Eine kurze Arzneimittelprüfung brachte die folgenden Symptome hervor: Schwaches, müdes Gefühl; Kälte; Schwindel; Schmerz und Verwirrung im Kopf; Übelkeit und Erbrechen von Galle; häufige Miktion; Schmerz, Wundheit und Rötung des Oberschenkels; Schmerz in beiden Beinen, Schwellung der Knie, Steifigkeit und Unfähigkeit zu gehen; Schmerzen in Händen und Füßen; zuerst links, dann rechts, Schmerzen < Bewegung oder wenn Gewicht darauf gelegt wird. Dr. Gramm aus Philadelphia (Minn. H. Mag., Aug., 1897) hat die Tinktur mit großem Erfolg in Fällen von Syphilis angewandt, wenn Quecksilber nicht mehr gegeben werden kann; bei der Anämie der Syphilis; bei sekundärer Syphilis. Ein Wärmegefühl im Scrobiculus cordis ist eine führende Indikation für das Mittel. In einem Fall schwerer und fortgeschrittener Syphilis, mit enormer Verdickung der Enden aller Nägel, bewirkte Calo. eine Heilung. Das Mittel wurde in Dosen von einem bis fünf Tropfen der Tinktur gegeben, oder in Kügelchen, die mit gleichen Teilen der Tinktur und 95-prozentigem Alkohol gesättigt waren.
Beziehungen
Vergleiche: Asclep. syr., Asclep. tub. (botanische Beziehungen). Ipec. (brechenerregend). Berb. aquifol. (Syphilis). Kaffee verursachte Erbrechen, wo vorher nur Übelkeit bestanden hatte, hob aber viele Wirkungen auf. Camph. hob ebenfalls auf.
1. Gemüt
Niedergeschlagenes, müdes Gefühl.
2. Kopf
Schwindel. Dumpfer okzipitaler Kopfschmerz von 11 Uhr vormittags bis Mitternacht, zeitweise abends sehr schlimm. Kopf schmerzhaft, pochend, und Verwirrung. Kopf und Gesicht heiß.
6. Gesicht
Wangen brennend wie Feuer. Lippen und Hals trocken.
8. Mund
Leichte Wundheit und Schwellung des r. Gaumens, schmerzhaft beim Bewegen der Kiefer. Atem übelriechend.
11. Magen
Ständiges Aufstoßen. Schwach und schwindlig mit Neigung zum Erbrechen; nach starkem Kaffee erbrach er ein Weinglas voll gelber Galle.
14. Harnorgane
Häufiges Wasserlassen. Harn dunkelrot, wie selbstgebrautes Bier, und mit starkem Geruch, aber ohne bemerkbaren Bodensatz.
17. Atmungsorgane
Beklemmung an der Brust und kurze Atmung.
19. Herz
Puls beschleunigt.
20. Rücken
Häufige Frostschauer, die die Wirbelsäule hinaufziehen.
22. Obere Extremitäten
Krampfartiger Schmerz in der Mitte der r. Handfläche beim Ergreifen von etwas, viele Tage anhaltend; Schmerz im Handgelenk beim Bewegen desselben.
23. Untere Extremitäten
Leichter Schmerz beim Bewegen an der Innenseite des r. Oberschenkels, gerade unterhalb der Leiste: zwei Tage später war die Rückseite des Oberschenkels sehr wund und hart, wodurch das Umdrehen beschwerlich wurde; am nächsten Morgen war der Oberschenkel wund, geschwollen und schmerzhaft, so dass er das Bein beim Gehen nicht beugen konnte, was ihm bei jedem Schritt Schmerz bereitete. Leichter Schmerz im l. Fuß bei Bewegung oder beim Auftreten darauf; mit tiefer Druckempfindlichkeit, als ob sie bis zum Fußwurzelknochen hinaufreiche. Aussetzender krampfartiger Schmerz, muss den Fuß im Bett in Bewegung halten. Schmerz im Fuß in Ruhe so heftig, dass er Schmerz in die Augen treibt; > nach Kaffee; später Spann leicht gerötet und geschwollen, aber nicht druckempfindlich; unfähig, den Fuß auf den Boden zu setzen, außer ganz allmählich, konnte dann ohne Schmerz stehen, doch kehrt der Schmerz zurück, wenn das Gewicht wieder weggenommen wird. Einige Tage danach begann der r. Fuß zu schmerzen und wurde der schlimmere von beiden.
26. Schlaf
Unruhig und fiebrig; Hin- und Herwerfen von einer Seite zur anderen.
27. Fieber
Körper kalt, häufige Frostschauer, die die Wirbelsäule hinaufziehen; gleichzeitig Kopf und Schläfen heiß, Wangen brennen wie Feuer. Frostschauer kehrten gegen die Bettzeit zurück, obwohl er nahe am Feuer war; hielten im Bett an, liefen von den Füßen die Wirbelsäule hinauf, Bewegung der Füße schien sie hervorzurufen. Schweißausbrüche, abwechselnd mit Frostschauern.