Amygdalæ Amaræ Aqua
By John Henry Clarke — Der Neue Clarke – Eine Enzyklopädie für den homöopathischen Praktiker
Amygdalus communis. Bittere Mandel. N. O. Rosaceæ. Eine Unze Alkohol wird zu einem Pfund bitterer Mandeln gegeben; dann sechs Pfund Wasser hinzufügen und auf drei Pfund herabdestillieren. (Blausäure entsteht durch die Einwirkung des Wassers auf das Öl der Amygdaloide.)
Klinisch
Asthma / Koma / Diphtherie / Epilepsie / Kopfschmerz / Synkope / Tetanus / Urtikaria
Charakteristika
Die Symptome von Amygdala sind von denen der Hydrocyanic acid nicht sehr deutlich zu unterscheiden, doch können die folgenden als Hinweise für seinen Gebrauch gelten: Ein übermäßig glänzendes Aussehen der Augen ohne entsprechenden psychischen Ausdruck. Schweregefühl in der Stirn (auch Lauro.). Dumpfheit der linken Kopfhälfte (Hydro. ac., rechts). Kopf nach hinten gezogen. Augen nach links gezogen. Brennende Hitze in der laryngo-pharyngealen Region. Einschießende Schmerzen durch die Tonsillen (Farrington). Gaumen und Rachenenge dunkelrot. Schlucken unmöglich. Erbrechen unverdauter Speisen und von Galle. Krampfhafte und zeitweise sehr kurze Atmung, mit Furcht vor Erstickung. Zuckende, stockende Sprache: „Was . ist los . los mit mir?“ Husten mit Wundheit der Brust, bis zum Magen hinabreichend. Stiche unter der linken Brustwarze, tief nach innen gehend, wodurch die Ausatmungen erschwert werden. Opisthotonus. Schnarchen. Oberfläche kalt, klebrig-feucht, blass oder blau. Urtikaria.
Beziehungen
Vergleiche: Die Prunæ und Pomæ der Rosaceæ; Laurocerasus, Ac. hydrocy., Opi. (Krämpfe, Stertor, langsamer Puls, Stupor), Stram., Tabac., Ant. t., Lach., Naja (Herz). Antidotiert durch: Opi. (Konvulsionen); starken Kaffee; kaltes Wasser über den Kopf gegossen.