MENTHA PIPERITA
Pfefferminze
By William Boericke — Handbuch der homöopathischen Materia medica
Reizt die kälteempfindenden Nerven, so daß unmittelbar nach der Einnahme ein Luftzug von gewöhnlicher Temperatur kalt erscheint. Ausgeprägte Wirkung auf Atmungsorgane und Haut. Nützlich bei Gastrodynie und Erkältungen mit Blähungen.
Bauch
Aufgetriebenheit, den Schlaf störend. Säuglingskolik. Gallige Kolik mit starker Gasansammlung.
Atmung
Stimme heiser. Nasenspitze kalt bei Berührung. Hals trocken und wund, als stecke eine querliegende Stecknadel darin. Trockener Husten, schlimmer durch in den Kehlkopf einströmende Luft, Tabakrauch, Nebel, beim Sprechen; mit Reizung in der Jugulargrube (Rumex). Luftröhre bei Berührung schmerzhaft.
Haut
Jeder Kratzer wird wund. Juckreiz an Arm und Hand beim Schreiben. Vaginaler Pruritus. Herpes zoster (Ars; Ran bulb).
Beziehungen
Vergleiche: Rumex; Laches; Mentha pulegium --Europäische Poleiminze--(Schmerzen in den Knochen der Stirn und der Extremitäten). Mentha viridis -Grüne Minze--(spärlicher Harn mit häufigem Harndrang).
Dosis
Tinktur, 1 bis 20 Tropfen, bis zur dreißigsten Potenz. Lokal bei Pruritus vaginæ.