Cocainum Hydrochloricum

Ein Alkaloid aus Erythroxylon Coca

von William BoerickeHandbuch der homöopathischen Materia medica

(COCAINA)

Neben der großen Brauchbarkeit des Cocains als Lokalanästhetikum hat es spezifische homöopathische Anwendungen, obwohl die Symptome hauptsächlich nur klinischer Natur sind.

Empfindung, als ob kleine Fremdkörper oder Würmer unter der Haut wären.

Gemüt

Gesprächig. Ständiges Verlangen, etwas Großes zu tun, gewaltige Kraftleistungen zu unternehmen. Gesteigerte zerebrale Tätigkeit. Furchtbare Verfolgungshalluzinationen; sieht und fühlt Ungeziefer und Würmer. Das sittliche Empfinden abgestumpft. Äußeres vernachlässigt. Meint, unangenehme Bemerkungen über sich zu hören. Gehörshalluzinationen. Unbegründete Eifersucht. Schlaflosigkeit.

Kopf

Klopfendes und berstendes Gefühl. Erweiterte Pupillen. Gehör sehr gesteigert. Brausen und Geräusche im Kopf.

Augen

Glaukom, erhöhte Spannung, verminderte Hornhautempfindlichkeit. Augen starr, ausdruckslos.

Hals

Trockenheit, Brennen, Kitzeln, Engegefühl, Lähmung der Schluckmuskeln. Sprechen erschwert.

Magen

Appetitlosigkeit auf feste Nahrung. Mag Süßigkeiten. Blutungen aus Darm und Magen.

Nervensystem

Chorea; Schüttellähmung; alkoholisches Zittern und seniles Zittern. Lokale Sensibilitätslähmung. Ameisenlaufen und Taubheitsgefühl in Händen und Unterarmen.

Schlaf

Unruhig, kann nach dem Zubettgehen stundenlang nicht schlafen.

Fieber

Kälte mit hochgradiger Blässe.

Beziehungen

Vergleiche: Stovain (ein Analgetikum, ein vasomotorischer Dilatator). Gegenmittel gegen unangenehme Wirkungen, die gelegentlich nach Injektion von Cocain in Haut oder Zahnfleisch auftreten: Nitroglycerin in Tropfengaben. 1%ige Lösung.

Dosis

Niedrige Potenzen. Zur lokalen Anwendung auf Schleimhäuten 2-4 %.

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