SINAPIS NIGRA.
By Timothy F. Allen — Enzyklopädie der reinen Materia Medica
Brassica nigra, Boiss. (Sinapis nigra, Linn.)
Natürliche Ordnung , Cruciferæ.
Gewöhnlicher Name , Schwarzer Senf.
Zubereitung , Verreibungen.
Quellen. (Nrn.
1 bis 10 , Arzneimittelprüfungen von Dr. Clarence W. Butler, N. Am. J. of Hom., 1872, S. 541.)
1 , C. S. F., nahm die 15. Verd. zweimal täglich drei Tage lang ohne Wirkung, dann die 2. Verd. zweimal täglich etwa zehn Tage lang; 2 , A. C., nahm die 15. Verd. zweimal täglich eine Woche lang; 3 , J. B. T., Dosen nicht angegeben; 4 , H. C. C., 1. Dezimalverd., zwei Dosen; 5 , G. S. H., nahm wiederholte Dosen neun Tage lang (Arzneiprüfer litt an Nasenrachenkatarrh); 5 a , derselbe, nahm 1. Dezimalverd., wiederholte Dosen, eine Woche lang; 6 , G. T. H., wiederholte Dosen drei Tage lang; 6 a , derselbe, nahm 10 Tropfen der 1/3-Verd.; 7 , A. H. H., Dosen nicht angegeben; 8 , G. W. R., nahm 1. Dezimalverd.; wiederholte Dosen, drei Tage lang; 9 , Miss J. S. S., nahm die 30. Verd. dreimal täglich drei Tage lang; 10 , D. M. B., nahm die 12. Verd. zweimal täglich fünf Tage lang, dann am sechsten Tag die 1. Verd.; 10 a , derselbe, einen Monat später, nahm die 1/3-Verd. mehrmals täglich; 10 b , derselbe, wiederholte Arzneiprüfung; 11 , Arneville, Lancet, 1850, 1, 33, tödliche Wirkungen von Senf, auf geschwollene Drüsen am Hals aufgelegt; 12 , Cattell, Br. J. of Hom., 11, 524, Symptome; 13 , Wirkung von Senfbädern, nach Trousseau (Butler).
GEMÜT
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Reizbare Gemütsverfassung; möchte nicht angesprochen werden, Untauglichkeit zu geistiger Anstrengung; schwer zu denken oder zu studieren, 7.
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Verstimmt und unzufrieden; gereizt über die unerquicklichste Kleinigkeit oder ganz ohne Ursache; antwortet kurz und schroff; ich merke, wie unvernünftig reizbar ich bin, aber wenn ich nicht ständig auf der Hut bin, bin ich ebenso gereizt wie zuvor, 10a.
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Geist arbeitete nachts rasch; konnte leichter studieren, Auffassung klarer; tagsüber etwa wie gewöhnlich, 10a.
KOPF
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Schwindel (erster und zweiter Tag), 4.
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Benommenheit (erster und zweiter Tag), 4.
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Dumpfer, schwerer Kopfschmerz den ganzen Morgen in Stirn und Schläfen, gelindert durch Schließen der Augen; verschwand nach einer kräftigen Mahlzeit gegen 2 Uhr (achter Tag), 10b.
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Dumpfes Gefühl im Kopf, vormittags (zweiter Tag), 10b.
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Während des Tages dumpfer, schwerer Kopfschmerz, der bei Beschäftigung oder Studium vergessen wurde, aber sofort zurückkehrte, wenn damit aufgehört wurde; etwas besser im Freien (zweiter Tag).
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Kopf wie gestern bis 11 Uhr vorm., dann ersetzt durch brennendes Prickeln im Gesicht, mit vollem, mäßigem Puls und dumpfem Gefühl oben am Kopf, als ob er leer wäre; dies hielt den ganzen Tag an, mit ausgeprägter Klarheit der Auffassung (dritter Tag). Eines der ausgeprägtesten Symptome, solange das Arzneimittel weitergenommen wurde, war der Kopfschmerz, der dumpf und schwer war, 1.
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Ein dumpfes Gefühl im Kopf fehlte nie ganz, obgleich durch Liegen und im Freien sehr gelindert; es wurde vergessen, wenn der Geist beschäftigt war, störte nie Studium oder geistige Arbeit und war immer schlimmer, wenn daran gedacht wurde, auch schlimmer in einem warmen, besonders einem sehr engen Zimmer; dieses Gefühl war ein dumpfes Herabziehen oder Schweregefühl, stärker an der Stirn, dicht über den Augen, und in den Schläfen, gerade vor und etwas über dem Ohr; nie im Hinterkopf und nur gelegentlich am Scheitel empfunden; gelegentlich steigerte es sich zu deutlichem Schmerz, aber selten, 10a. [10.]
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Empfindung, als sei die Kopfhaut an den Schädelknochen festhaftend, nachmittags (dritter Tag), 10.
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Stirn.
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Gegen Mittag begann mein Kopf zu schmerzen; dumpfer Schmerz quer über die Stirn, etwa am äußeren Winkel jedes Auges beginnend und sich nicht nur über die Stirn ausdehnend, sondern anscheinend besonders stärker um die Ränder der Augenhöhlen bis zu den inneren Winkeln und über den Nasenrücken; scheint über dem Nasenrücken am stärksten zu sein; Stirn ziemlich heiß und trocken; Kopfschmerz schlimmer im warmen Zimmer und gelindert in kalter Luft im Freien; Kopfschmerz während des Essens teilweise gelindert, nach dem Essen aber zurückkehrend (dritter Tag), .
AUGE
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Augen wund, schwach; bei leichtem Druck auf den Augapfel fühlte es sich an, als ob Nadeln hineinstächen (vierter Tag), 3.
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Augen fühlen sich müde an, nachmittags (zweiter Tag), 10b.
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Schmerz im linken Auge, mit Brennen (erster und zweiter Tag), 4.
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Stechender Schmerz im linken Auge, nur wenige Augenblicke anhaltend, nachmittags (zweiter Tag), 10b.
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Augen brennen, mit reichlichem Tränenfluß, 10a.
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Tränen laufen aus den Augen, 6a. [30.]
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Augäpfel fühlen sich an, als würden sie von oben gedrückt, mit müdem Gefühl der Augen und etwas dumpfem Schmerz; große Mühe, die Augen offen zu halten; Augensymptome durch Schließen der Augen gelindert; verschwanden nach einer kräftigen Mahlzeit gegen 2 Uhr (achter Tag), 10b.
NASE
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Katarrhalische Symptome begannen sich zu entwickeln, und da ich meinte, mich schwer erkältet zu haben, brach ich die Arzneiprüfung ab; zwei oder drei Nächte lang hackenden Husten, mit leichtem Auswurf von Schleim in kleinen Klümpchen; der Husten trat nur abends auf und hörte beim Zubettgehen auf (nach zehn Tagen), 10.
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Unmittelbar beim Berühren mit der Zunge stieg ein stechender Geruch durch die Nasenlöcher zu den Augen hinauf, wodurch ich niesen mußte und zugleich Tränen hervorgerufen wurden (erster und zweiter Tag), 6.
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Trockenheit in beiden Nasenlöchern, links schlimmer, druckempfindlich und etwas getrockneten Schleim absondernd (fünfter Tag), 5a.
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Linkes Nasenloch nachmittags und abends verstopft (fünfter Tag), 10b.
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Linkes Nasenloch den ganzen Tag verstopft; spärlicher Ausfluß aus den vorderen Nasenöffnungen, scharf, die Haut brennend reizend (sechster Tag), 10b.
GESICHT
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Eingefallene Gesichtszüge, 13.
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Rötung um den Mund, mit Brennen der Lippen (sechster Tag), 10b.
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Empfindung, als werde die Wange knapp unter dem Jochbein durch eine Luftblase nach außen vorgewölbt, nachmittags (zweiter Tag), 10.
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Lippen trocken und mit dem Gefühl, als sei die Haut steif (sechster Tag), 10b. [40.]
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Brennendes Prickeln im Gesicht (dritter Tag), 1.
MUND
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Zähne.
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Die Zähne sind empfindlich gegen warme Getränke und gegen kalte Luft, besonders die gefüllten (achter Tag), 10b.
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Zunge.
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Eine Fissur entlang der Mittellinie der Zunge an der Stelle, an der ich die Gewohnheit hatte, das Arzneimittel aus der Flasche einzunehmen, verschwand auch bei anderer Einnahmeweise nicht, 10a.
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Zunge in der Mitte schmutzig weiß belegt, mehr nach hinten zu, während Ränder und Spitze normal waren, 10a.
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Sie machte meine Zunge sehr wund und rauh, und ich konnte das Gewicht der Zähne darauf kaum ertragen; binnen vierundzwanzig Stunden war auch das Zahnfleisch sehr wund und berührungsempfindlich, so daß ich nichts Hartes essen konnte; es tat ihm so weh; dies dauerte beinahe eine Woche, 6a.
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Brennendes, wie verbrühtes Gefühl auf der Zunge, 10a.
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Zunge vorne sehr wund; fühlt sich an, als hätte ich eine kleine Blase an der Zungenspitze (dritter Tag), 6.
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Zunge fühlt sich trocken und klebrig an, 7.
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Allgemeiner Mund.
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Atem übelriechend, wie der Atem eines Menschen nach dem Essen von Zwiebeln; schlimmer kurz nach Einnahme des Arzneimittels, 10.
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Große Trockenheit der Schleimhaut des Mundes, 7. [50.]
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Brennen im Mund, bis zum Magen hinabreichend (nach der ersten Dosis, zweiter Tag), 1.
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Beim Kosten war ich ganz sicher, es sei Meerrettich; es verdrehte mir den Mund so, daß ich den Kopf hochhalten mußte, um es nicht auszuspucken; es ließ meine Zunge sich anfühlen, als sei sie mit heißem Tee verbrüht worden, ein rauhes, verbrühtes Gefühl (erster und zweiter Tag), .
HALS
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Trockenes Gefühl in den hinteren Nasenöffnungen und im Rachen, das durch Schlucken oder durch teilweise Hustenversuche gelindert wird; dabei wird etwas weißer, zäher Schleim, der sich nicht leicht lösen läßt und in kleinen Klümpchen heraufkommt, heraufbefördert (sechster Tag), 5a.
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Rauhes, kratzendes Gefühl im Hals, scheinbar im Kehlkopf gelegen und sich bis in die Luftröhre erstreckend; dieses Gefühl ist ständig vorhanden und verursacht das Verlangen, Anstrengungen zu machen, um es zu erleichtern; es ist so stark, daß es einen hackenden Husten hervorruft; heute Abend ist es schlimmer (achter Tag); Hals besser; beträchtliche Schleimabsonderung; Halssymptome zwischen 7 und 9 Uhr abends schlimmer, nicht so schlimm wie gestern Abend (neunter Tag), 5a.
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(Hals etwas besser (zweiter Tag); sehr viel gebessert, keine Wundheit, weniger Absonderung und in jeder Hinsicht viel besseres Befinden (dritter Tag); fast wohl (vierter Tag); ich fühle mich in jeder Hinsicht wohl; ich habe mich seit drei Monaten nicht so wohl gefühlt (fünfter Tag); der Hals beginnt wieder etwas wund zu werden (sechster Tag); besser (achter Tag); ich fühle mich so wohl wie schon lange nicht mehr; habe zugenommen), (neunter Tag), 5.
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Hals begann links wund zu werden (fünfter Tag); nur beim Schlucken von Speichel und beim Herauspressen von Schleim aus den hinteren Nasenöffnungen empfunden; der ganze Hals hinter der Uvula palati stark injiziert, von intensiver Rötung; Wundheit beim Trinken oder Essen nur leicht empfunden (sechster Tag), 10b. [60.]
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Leichte Wundheit des Halses auf der rechten Seite, bald nach links übergehend (dritter Tag); der Hals schlimmer (vierter Tag); hielt an (fünfter Tag), 9.
MAGEN
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Aufstoßen.
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Aufstoßen war ein ständiger Begleiter der Prüfung; kurz nach Einnahme des Arzneimittels schmeckte es nach Meerrettich; später war es geschmacklos; nur gelegentlich laut, obwohl die Gasentleerung beträchtlich war, 10a.
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Aufstoßen und Abgang von Blähungen (nach der zweiten Dosis, zweiter Tag), 5a.
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Verlangen aufzustoßen (dritter Tag), 4.
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Gelegentliche Anfälle von Schluckauf, jeweils nur wenige Minuten anhaltend, 10a.
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Magen gestört, Sodbrennen und Aufstoßen von Luft, den ganzen Abend (erster und zweiter Tag), 4.
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Übelkeit und Erbrechen.
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Übelkeit am Abend (erster Tag), anhaltend bis zum Frühstück; stark am Abend (zweiter Tag), bis ich gefrühstückt hatte, und am Abend (dritter und folgende Tage) etwa eine Stunde anhaltend, 1.
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Flauheit im Magen, mit dem Kopfschmerz (vierter Tag), 8.
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Um 4 Uhr nachm. reichlich erbrochen, ohne starkes Würgen; Übelkeit etwas gelindert (vierter Tag), 8.
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Magen.
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Last im Magen; Sodbrennen (dritter Tag), 4. [70.]
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Ulzeration von Magen und Darm, 12.
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Starker Schmerz in der Magengegend, mit Ohnmachtsgefühl, der mich zwang, mich vornüber zu beugen und eine sitzende Stellung einzunehmen, was Erleichterung brachte; dies verging in fünf oder zehn Minuten (unmittelbar nach der zweiten Dosis); derselbe Schmerz in der Magengegend (nach der dritten Dosis, zweiter Tag); diese Magenschmerzen waren kurz nach Einnahme des Arzneimittels brennend, später aber stechend und intermittierend (dritter Tag), .
BAUCH
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Hypochondrien.
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Sehr ausgeprägter dumpfer Schmerz in der linken hypochondrischen Gegend; ich bemerkte diesen Schmerz jeweils besonders kurze Zeit nach Einnahme einer Dosis (zweiter Tag), 6.
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Etwas Schmerz im linken Hypochondrium (dritter Tag), 6.
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Nabel und Seiten. [80.]
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Schwerer dumpfer Schmerz unterhalb des Nabels, als läge dort ein Gewicht, nachmittags (dritter Tag), 10b.
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Schweregefühl in der Nabelgegend, wie von einem Gewicht, vormittags (fünfter Tag), 10b.
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Dumpfer Schmerz im Bauch, in der Nabelgegend, vormittags (dritter Tag), 10b.
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Mitunter krampfartiges Winden in der Nabelgegend (vierter und fünfter Tag), 5a.
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Schmerz links vom Nabel, sich bis zur linken Iliakalgegend erstreckend; dies war während der Prüfung ziemlich beständig; von hier aus ging er in die linke Iliakalgegend über und ließ dann nach; er hatte denselben Charakter wie der Schmerz in der Iliakalgegend und schien stetig von seinem Ausgangspunkt in jene Gegend hinabzusteigen; am fünften Tag erstreckte sich der Schmerz nach rechts bis zum Colon ascendens, 5a.
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Allgemeiner Bauch.
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Häufiger Abgang von Blähungen, gelegentlich laut, meist aber geräuschlos und geruchlos, 10a.
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Ansammlung von Blähungen im Darm, mit gelegentlichen schmerzhaften Stichen um den Nabel, die sich bis zur linken Iliakalgegend erstreckten; alle Schmerzen hörten bald nach dem Zubettgehen auf (dritter Tag), 8.
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Etwas Rumoren im Darm (zweiter Tag); vor dem Stuhl (dritter Tag), 5a.
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Rumoren im Darm, durch Ansammlung von Blähungen verursacht (vierter Tag), .
REKTUM UND ANUS
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Brennender, schneidender Schmerz tief unten im Rektum und im Anus nach einem Stuhlgang (achter Tag), 10b.
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Stechende, brennende Schmerzen am Anus und im unteren Rektum nach einem Stuhlgang (fünfter Tag), 10b.
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Stuhldrang ohne Entleerung (vierter Tag), 8.
STUHL. [100.]
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Diarrhö, 12.
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Entleerungen übelriechend, 12.
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Zwei Stühle während des Tages; der erste normal, der zweite ziemlich locker; nicht ganz so reichlich wie gewöhnlich und, obwohl locker, nur mit Mühe entleert; auch nach der Entleerung nicht das Gefühl, vollständig fertig zu sein (dritter Tag); den ganzen Tag Drang zum Stuhl; Stühle mit Mühe entleert, klumpenweise ausgeschieden, zunächst groß und dann spitz zulaufend; dasselbe Gefühl, nach der Entleerung nicht fertig zu sein, wie zuvor; manche Versuche, Stuhl zu entleeren, blieben erfolglos (vierter Tag); mein Darm war zu Beginn regelmäßig, jetzt ist Verstopfung eingetreten, mit Abgang kleiner harter Klümpchen, die nur mit Mühe entleert werden, mit dem Verlangen, lange auf dem Stuhl sitzen zu bleiben (fünfter Tag); Darmentleerung natürlich erfolgt (siebter Tag), 5a.
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Stuhlgang (der erste seit Beginn der Prüfung), normal an Menge und Beschaffenheit; vor der Entleerung zwei oder drei Stunden lang ein unruhiges Gefühl im Rektum, ohne eigentlichen Stuhldrang, aber doch so, daß ich sicher war, bald Stuhlgang zu haben; nach dem Stuhl das Gefühl, als sei nicht alles abgegangen, mit stechenden, brennenden Schmerzen am Anus und im unteren Rektum (fünfter Tag); Stuhlgang normal an Menge und Beschaffenheit; nach einem Stuhl das Gefühl, als würde noch mehr abgehen, und brennender, schneidender Schmerz tief unten im Rektum und im Anus (achter Tag), 10b.
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Seit gestern 8 Uhr vorm. kein Stuhlgang (zweiter Abend); große Darmentleerung; Stuhl ziemlich groß und hart, und ohne ausgeprägte Schwierigkeit gegen 11 Uhr abends entleert (dritter Tag); danach etwa alle drei Tage Stuhl, reichlich, ziemlich hart, aber ohne Schwierigkeit bei der Entleerung, 1.
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Mein Darm, der zu Beginn verstopft war, mit einigen hämorrhoidalen Beschwerden, ist regelmäßig, und keine Hämorrhoiden mehr (zehnter Tag), 10.
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Verstopft; Stuhl hart, wie Kugeln (fünfter Tag), 3.
HARNORGANE
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Schmerz in der Harnblase morgens vor dem Wasserlassen (erster und zweiter Tag), 4.
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Häufigerer Drang zum Wasserlassen (vierter Tag), 8.
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Harn vermehrt, 12. [110.]
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Übermäßiger Harnfluß (fünfter Tag), 5a.
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Vermehrter Harnfluß; der Harn ist bleich, wird in größeren Mengen und häufiger als gewöhnlich gelassen; manchmal anhaltendes Verlangen zu urinieren nach der Entleerung (sechster und neunter Tag), 5.
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Häufig blasser, strohfarbener Harn; Menge bei jeder Entleerung etwa normal (achter Tag), 10.
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Häufig Harn gelassen, in großer Menge, klar und bernsteinfarben; nachts große Mengen, stets von starken Erektionen vorausgegangen, die mich weckten (zweiter Tag); große Menge und häufige Entleerung den ganzen Tag hindurch (dritter und folgende Tage), 1.
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Während der ganzen Prüfung wurde der Harn sehr häufig gelassen, bei jeder Entleerung etwa in normaler Menge; Harn bleich, strohfarben, klar und beim Stehen keinen Bodensatz absetzend, mit einem spezifischen Gewicht von etwa 1025; nach der Entleerung scheint es, als käme noch mehr, und kurze Zeit (etwa eine halbe Minute) danach träufeln noch ein paar Tropfen nach; nie großer Harndrang, und ich konnte den Harn ohne großes Unbehagen zurückhalten, 10a.
GESCHLECHTSORGANE
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Männlich.
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Heftige Erektionen mehrmals an jedem Tag und nachts, 2.
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Starke Erektionen, die mich weckten (zweite Nacht); hartnäckig und anhaltend (dritte und folgende Nächte), 1.
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Ich erwachte in der Nacht dreimal mit heftigen, ja schmerzhaften Erektionen (siebter Tag), 10.
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Mitunter Erektionen ohne Träume, mitunter mit Träumen wollüstiger Natur, 10a.
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Zweimal mit Erektionen erwacht (erste Nacht), 10b. [120.]
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Erregung des Geschlechtstriebes; tagsüber viele wollüstige Gedanken, mit Erektionen; nachts häufige Erektionen, mit wollüstigen Träumen und Samenergüssen, 7.
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Weiblich.
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Die Menstruation tritt in mehreren Fällen binnen weniger Stunden ein, lange vor der Zeit, 12.
ATMUNGSORGANE
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Stimme.
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Heiserkeit, gegen 4 Uhr nachm. beginnend und den ganzen Abend anhaltend, mit häufigen Versuchen, sich zu räuspern (dritter Tag), 10b.
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Heiserkeit am Abend (vierter und fünfter Tag), 10b.
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Husten und Auswurf.
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Husten den ganzen Abend (vierter Tag), 10b.
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Leichter Husten und Symptome, die meinem alten katarrhalischen Leiden ähneln; der Husten ist kurz, hackend und erschüttert den Körper kaum; verursacht durch ständigen Drang, sich zu räuspern (sechster Tag), 5a.
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Tagsüber selten Husten; der Husten beginnt abends, gewöhnlich gegen 7 oder 8 Uhr; ist kurz und hackend, manchmal mit dem Gefühl, als säße tief in der Luftröhre etwas, das losgelöst werden müsse, und manchmal ohne dieses Gefühl; abends wurden mitunter kleine Brocken von zähem weißem Schleim gelöst, meist war er aber trocken; schlimmer durch kalte Luft; gelindert im Liegen und vorübergehend durch Essen; hervorgerufen durch Lachen; tagsüber, besonders vormittags, ständige Versuche, sich zu räuspern, wobei kleine Klümpchen weißen Schleims mit einiger Mühe gelöst werden; nachts dasselbe Gefühl, mit größerer Schwierigkeit, Schleim zu lösen; viel Schleimabgang aus den hinteren Nasenöffnungen, der sich dort ansammelt und nur mit Anstrengung entfernt werden kann; fühlte sich kalt an; war geschmacklos und weiß und wurde in zähen Massen entleert, 10a.
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Atmung.
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Atmung an der Basis der linken Lunge rauh, mit Schmerz an der Stelle (siebter Tag), 5a.
BRUST
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Furchtbare Eiterung und gangränöse Entzündung traten ein und reichten bis zum Brustbein hinab; Muskeln, Gefäße und Nerven der betreffenden Stelle lagen bloß, 11.
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Umherschweifende Schmerzen in der Brust (vierter Tag), 8. [130.]
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Einige umherschweifende Schmerzen in Brust und Bauch (sechster und siebter Tag), 5.
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Leichter stechender Schmerz in der Brust und rechten Seite, 7.
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Schmerzen in der linken Brustseite in der Herzgegend; die Herzschmerzen waren stechend und, nachdem sie eine kurze Zeit angehalten hatten, vergingen sie wieder; sie waren während der ganzen Prüfung ein ziemlich ständiger Begleiter, 5a.
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Dumpfer Schmerz in der linken Seite, etwa von der Größe einer großen Walnuß und einen Zoll oberhalb sowie einen Zoll rechts vom Herzspitzenstoß; dies hielt einige Zeit an (wenige Minuten nach dem ersten Tag), 6.
HERZ UND PULS
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Dumpfer, anhaltender Schmerz im Herzen gegen die Spitze hin, abends (fünfter Tag); nicht so ausgeprägt; anscheinend in der Substanz des Herzens gelegen (siebter Tag), 10b.
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Gelegentliche dumpfe Schmerzen in der Herzgegend; sie schienen in der Substanz des Herzens zu liegen; nachmittags seltener (achter Tag), 10.
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Gefühl von Unruhe um das Herz; mit gelegentlichem dumpfem Schmerz in der Herzgegend, nicht durch Druck, tiefes Atmen oder Bewegung verändert (vierter Tag), 10b.
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Ich fühlte zuweilen diese Empfindung in der Herzgegend; ein Gefühl von Beklemmung und eine Art Prickeln, das immer nach kurzer Zeit verging (siebter Tag), 2.
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Ich spürte die Wirkung auf das Herz fast sofort; die Schmerzen um das Herz kehrten jeden Tag gegen 10 Uhr vorm. sowie von 4 bis 6 Uhr nachm. wieder; sie dauerten jeweils nur kurze Zeit an; dies geht nun seit zehn Tagen so und hält noch immer an; manchmal ist der Schmerz ziemlich hartnäckig und von einem Gefühl der Bangigkeit und Beklemmung begleitet; er kommt auch manchmal nachts beim Studieren auf und belästigt mich nicht wenig; diese Symptome wurden begleitet, wenn auch nicht annähernd so regelmäßig, von einem eigentümlichen Schmerz in meiner rechten Seite, der mich, wenn ich es nicht besser wüßte, denken ließe, mein Herz läge auf der rechten Seite und ich nähme sein Schlagen wahr; auch dieses Gefühl bleibt nur kurze Zeit, 6a.
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Puls etwas beschleunigt, 13. [140.]
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Voller, mäßiger Puls (dritter Tag), 1.
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Der Puls lag zwischen 70 und 75 Schlägen in der Minute; war stets rasch und gewöhnlich weich, 10a.
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Der Puls wurde allmählich seltener; fiel von 64 auf 52 Schläge (dritter Tag); später wieder schneller, von 52 auf 68 gestiegen (fünfter Tag), 3.
RÜCKEN
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Dumpfer, aber ziemlich starker Schmerz direkt unter dem unteren Winkel des linken Schulterblatts, pochend im Charakter, anscheinend in den Interkostalmuskeln, vormittags (vierter Tag), 10b.
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Schmerz, dumpf aber stark, unter dem unteren Winkel des linken Schulterblatts, pochend im Charakter, nachmittags (fünfter Tag), 10b.
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Leichter Kreuzschmerz im unteren Rücken, der gegen die Bettzeit unerträglich wird; die ganze Nacht unruhig und konnte vor Schmerz im Rücken und in den Hüften nicht schlafen (vierter Tag); Schmerz im Rücken und durch die Hüften hindurch; durch Bewegung gelindert (fünfter Tag), 9.
EXTREMITÄTEN
- Müdigkeit der Extremitäten, mit Krämpfen in den Waden, 7.
OBERE EXTREMITÄTEN
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Gelegentliche dumpfe Schmerzen im linken Schultergelenk (achter Tag), 10.
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Ziehende Empfindung an der vorderen Ansatzstelle des rechten Musculus biceps brachialis, bei Beugung und Streckung des Arms (erster Tag), 2.
UNTERE EXTREMITÄTEN
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Schwäche der Wadenmuskeln (dritter Tag), 3. [150.]
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Dumpfer, schwerer Schmerz im Bein (dritter Tag), 3.
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Ständige Schmerzen in den Knöcheln und Waden (vierter Tag), 3.
ALLGEMEINES
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Es schien mich völlig zusammenzukrümmen; ich konnte kaum stehen; Tränen liefen aus den Augen, und ich hatte heftigen Schmerz quer durch die epigastrische Gegend, 6a.
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Stand spät auf und fühlte mich überall wund und steif (fünfter Tag), 9.
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Müdes Gefühl überall (vierter Tag), 9.
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Schwaches und mattes Gefühl, mit Verlangen, tagsüber zu schlafen, 7.
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Große Schwäche in allen Muskeln (dritter Tag); wurde schwächer (vierter Tag), 3.
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Der Organismus scheint mit dem Arzneimittel gesättigt zu sein (siebter Tag), 5a.
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Ich fühlte mich so schlecht, daß ich Rhus tox. 200 nahm (fünfte Nacht); stand völlig frei von allen schlimmen Symptomen auf (sechster Morgen), 9.
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Die Symptome verließen mich allmählich etwa fünf Tage nach Absetzen des Arzneimittels, 1. [160.]
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Die Symptome allgemein schlimmer von 7 bis 9 Uhr abends; gelindert durch nächtliches Liegen, außer den Träumen, 5a.
HAUT
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Die Haut wird rot, 13.
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Rötung der Haut, 12.
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Beim Verlassen des Bades Empfindung von Brennen, Hitze und Stichen in der Haut, 13.
SCHLAF
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Schläfrigkeit (zweiter Tag), 3.
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Verlangen, tagsüber zu schlafen; Schlaflosigkeit nachts vor 12 Uhr, mit großem Schlafbedürfnis am Morgen; liegt morgens lange im Bett, 7.
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Nachts nur wenig Schlaf, aber in den letzten drei Tagen in je vierundzwanzig Stunden drei oder vier Stunden, und doch überhaupt kein Leiden durch den Schlafverlust (dritte Nacht); später konnte ich die ganze Nacht aufbleiben, ohne unter Schlafverlust zu leiden, 1.
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Saß bis 1 Uhr nachts auf, und dann kein Verlangen, zu Bett zu gehen, oder nach dem Zubettgehen kein Verlangen einzuschlafen (etwas Ungewöhnliches); ging zu Bett und schlief, soweit ich weiß, ebenso gut wie gewöhnlich (erste Nacht); als ich um 7 Uhr morgens erwachte, stand ich sofort auf (gewöhnlich bleibe ich gern noch eine Weile im Bett) (zweiter Morgen); ging um 11 Uhr abends zu Bett und war überhaupt nicht schläfrig (wäre länger aufgeblieben, wenn Feuer da gewesen wäre; hatte Lust zu studieren); schlief gut (zweite Nacht); stand wie gestern auf (dritter Morgen), 6.
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Schlaflosigkeit nachts; meine Gewohnheit war, gegen 11 Uhr abends zu Bett zu gehen; während der Prüfung ging ich selten vor 12 oder 1 Uhr zu Bett, oft noch später; selbst dann fühlte ich mich nie schläfrig und verspürte am folgenden Tag keinerlei Benommenheit oder sonstige Unannehmlichkeit durch diesen Schlafverlust; stand morgens etwa zu meiner gewöhnlichen Zeit auf (7.30 Uhr); beim Zubettgehen schlief ich stets leicht ein; schlief leicht; der Schlaf während jeder Nacht häufig durch lebhafte Träume gestört; diese waren mitunter wollüstiger Natur, wobei ich mit heftiger und hartnäckiger Erektion erwachte, 10a.
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Schlaf durch lebhafte Träume gestört (nicht wollüstig) (siebter Tag), 10. [170.]
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Wollüstige Träume, 7 ; (zweite Nacht), 5a ; (zweite und dritte Nächte), 8.
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Lebhafte Träume (zweite Nacht), 10b.
FIEBER
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Personen, die ein Senfbad von 28° bis 36° C. nehmen, bekommen starken Frost, als befänden sie sich in einem sehr kalten Bad, Zähneklappern, Frösteln, ein Gefühl allgemeiner Kälte, mit eingefallenen Gesichtszügen, 13.
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Hitze durch den ganzen Körper, besonders längs der Wirbelsäule, 10a.
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Quartanfieber und entzündliches Fieber, 12.
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Schweiß beim Einnehmen und Gefühl von heißem Wasser in allen Blutgefäßen, das verschwand, als die Übelkeit auftrat (nach der zweiten Dosis, zweiter Tag); das Blut heiß wie zuvor, verschwindend, wenn die Übelkeit auftrat (nach der ersten Dosis, dritter und folgende Tage), 1.
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Schweiß bricht am ganzen Körper aus; stärker an Stirn und Oberlippe, 10a.
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Neigung, bei der geringsten Anstrengung (geistig oder körperlich) und durch äußere Wärme frei zu schwitzen, 10a.
BEDINGUNGEN
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Verschlimmerung.
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( Vormittag ), 10 Uhr vorm., Schmerz um das Herz.
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( Nachmittag ), 4 bis 6 Uhr nachm., Schmerz um das Herz.
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( Abend ), Übelkeit; Heiserkeit; 7 bis 9 Uhr abends, die Symptome.
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( Nacht ), Geist arbeitete rasch.
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( Kalte Luft ), Husten.
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( Vorbeugen ), Schmerz quer durch die epigastrische Gegend.
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( Lachen ), Husten.
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( Bewegung ), Kopfschmerz.
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( Daran denken ), Dumpfes Gefühl im Kopf.
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( Bücken ), Kopfschmerz.
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( In einem warmen Zimmer ), Dumpfes Gefühl im Kopf; Kopfschmerz.
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Besserung.
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( Nacht ), Im Liegen, die Symptome.
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( Im Freien ), Dumpfes Gefühl im Kopf; Kopfschmerz.
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( Liegen ), Dumpfes Gefühl im Kopf; Husten.
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( Bewegung ), Schmerz im Rücken und durch die Hüften.
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( ), Augensymptome.