Agnus Castus
By Timothy F. Allen — Enzyklopädie der reinen Materia Medica
Vitex Agnus Castus, L.
Nat. Ordnung, Verbenaceæ.
Gebräuchlicher Name (engl.), Keuschbaum; (dt.) Keuschlamm; (frz.) Gattilier, Pommes d'apis.
Bereitung, Tinktur aus den reifen Beeren.
Quellen.
1 , Hahnemann, Archive, 10, 1, 178; 2 , Franz, ibid.; 3 , Gross. ibid.; 4 , Herrmann, ibid.; 5 , Seidel, Archive, 13, 2, 186; 6 , Stapf, Archive, 10, 1, 178; 7 , Helbig, Heraclides, 1, 43; 8 , Sn., in Stapf's Beitrage.
GEMÜT
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Melancholische, hypochondrische Stimmung den ganzen Tag; er fühlt sich, als existiere nichts um ihn herum; er ist fortwährend mit sich selbst unzufrieden; er ist unfähig, irgendeinem Geschäft nachzugehen; die Dinge um ihn herum sind ihm vollständig gleichgültig; während der Beschäftigung mit seinen Geschäften verfällt er leicht in eine gedankenlose Stimmung, 2.
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Er fühlt bisweilen, als wäre er niemand, und möchte lieber tot sein, als dieses Gefühl zu haben; wenn ihn dieses Gefühl beherrscht, hat er keinen Mut, etwas zu unternehmen; ist er frei davon, so fühlt er sich gehoben und möchte wie ein Redner lesen usw., 1.
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Sie ist sehr traurig und wiederholt fortwährend, daß sie bald sterben werde ("A," in Stapf's Beiträge).
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Düstere Empfindung im Kopf über den Augen (dieses Symptom wurde bei einem fünfundzwanzigjährigen Mann beobachtet, dessen Genitalorgane gewohnheitsmäßig schwach waren), 6.
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Äußerste Geistesabwesenheit; er ist unfähig, sich Dinge ins Gedächtnis zurückzurufen; zum Beispiel beim Kartenspielen, das er liebte und gut kannte, wußte er nicht, welche Karte er ausspielen sollte oder was er überhaupt tun sollte, 6.
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Er findet das Lesen schwierig; er muß manche Dinge zweimal lesen; er ist unfähig, seine Aufmerksamkeit festzuhalten, 4.
KOPF
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Schwindel; Empfindung, als drehe sich alles im Kreise; nach wenigen Tagen, 4.
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Verwirrung im Kopf, wie ein Ziehen durch den ganzen Kopf, 3.
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Der Kopf fühlt sich verwirrt an, 5. [10.]
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Schweregefühl des Kopfes mit Druck im Nacken; Empfindung, als wolle der Kopf nach vorn fallen, 3.
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Zusammenziehender Kopfschmerz beim Lesen, 2.
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Spannungsartig-reißender Schmerz in der Stirn (etwa eine halbe Stunde), 3.
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Reißen mit Druck in der linken Stirnhöckergegend, 3.
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Reißen mit Druck in den Schläfen und der Stirn, im Gehirn; heftiger bei Bewegung (etwa zwei Stunden), 4.
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Zusammenziehender Kopfschmerz oberhalb der Schläfen (etwa zwölf Stunden), 2.
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Reißen und Stechen in den Schläfen, besonders über dem rechten Auge, und in den übrigen Teilen des Gehirns; heftiger bei Bewegung (etwa eine Stunde), 1.
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Reißen mit Druck in der rechten Schläfe, außen und im Innern des Gehirns; heftiger bei Bewegung, 4.
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Reißen in der linken Schläfe, 5.
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Schmerz im oberen Teil der rechten Kopfseite, mehr von brennend-stechender Art; mehr äußerlich, gleichsam im Knochen, und sich von hinten nach vorn erstreckend, in einem Winkel der Stirn endend; der Schmerz tritt besonders in den Abendstunden auf und befällt ihn sogar im Schlaf; mehrere Tage lang, 7. [20.]
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Druck in der Gegend der linken Scheitelbeine, 5.
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Beißender Juckreiz an mehreren Stellen der behaarten Kopfhaut; vergeht augenblicklich durch Kratzen, .
AUGEN
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Brennen der Augen am Abend beim Lesen, 7.
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Schmerz in der Schläfe gegen das Auge hin, als hätte sie einen Schlag auf das Auge erhalten; verstärkt durch Berührung, 4.
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Die Augen tränen im Zimmer, 2.
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Beißender Juckreiz an den oberen Augenlidern, 3.
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Brennend-stechende Stiche im rechten Augapfel, die durch Reiben des Auges vergehen, 6.
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Beißender Juckreiz unter den Augen, 5. [30.]
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Erweiterte Pupillen den ganzen Tag, 5.
OHREN
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Beträchtliche Hitze im linken äußeren Ohr, bald nach Einnahme des Mittels, 5.
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Schwerhörigkeit, 8.
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Klingeln in den Ohren, vielmehr Brausen, 6.
NASE
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Starker dumpfer Schmerz auf dem Nasenrücken, am rechten Nasenbein und zwischen der rechten Augenbraue und der Nasenwurzel, als drücke dort ein Stein; vergeht, wenn man auf die Teile drückt (etwa dreißig Stunden), 2.
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Beißender Juckreiz an der Nasenspitze, 5.
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Viel Niesen mit Trockenheit der Nase, 8.
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Geruchstäuschung; er riecht bisweilen Hering und bisweilen Moschus, ohne daß eines von beiden vorhanden wäre (einen Tag), 6.
GESICHT
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Stechender Juckreiz an verschiedenen Stellen des Gesichts, an jeder Stelle beginnend mit einem langen Stich, 2.
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Lähmend-reißender Schmerz im rechten Jochbein, 5. [40.]
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Kribbeln in der rechten Wange, das ihn zum Kratzen nötigt, 5.
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Beißender Juckreiz in beiden Wangen, der ihn zum Kratzen nötigt, 5.
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Beißender Juckreiz auf der rechten Seite nahe dem Kinn, 5.
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Reißen mit Druck im rechten Ast des Unterkiefers, 5.
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Tiefes Reißen im rechten Ast des Unterkiefers unterhalb der Zahnfächer, 5.
MUND
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Die Zähne schmerzen, wenn sie mit warmer Speise oder warmem Getränk berührt werden, 7.
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Kupferiger Geschmack im Mund, als wäre der Mund galvanisiert worden (nach sechs Stunden), 2.
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Der Mund ist sehr trocken; der Speichel so zäh, daß er sich zu Fäden ausziehen läßt; das Gaumensegel und das Zäpfchen sind rot; er verspürt ein Kratzen im Hals, das ihn zum Husten nötigt; beim Husten erscheint ihm der Schleim, den er aushusten möchte, sehr zähe, als hinge ein Stück Tuch in seinem Hals, 7.
HALS
- Beißender Juckreiz in der Halsgrube, 5.
MAGEN
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Hunger und Appetit sind sehr stark, 7. [50.]
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Sein Appetit ist gut, und der Hunger eher vermehrt, 7.
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Sein Magen ist verdorben; die Speisen schmecken ihm, bekommen ihm aber nicht, 8.
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Abneigung gegen Trinken, 5.
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Fehlen von Durst (sechs Stunden), 4.
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Vermehrter Durst (nach dreißig Stunden), 4.
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Die Speisen bekommen ihm nicht; sie machen ihn unerquicklich und voll, 8.
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Häufiger Schluckauf mit Neigung zu Verstimmung, 1.
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Aufstoßen, 1.
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Die Luft, die er aufstößt, und die, die per Rektum abgeht, riecht wie alter Harn in Kleidern, 7.
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Gefühl von Übelkeit in der Magengrube, 5.
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Übelkeit in der Magengrube beim Stehen, worauf er ein flaues Gefühl im Bauch hat, als sänken alle Eingeweide herab (nach einer Stunde), 2. [60.]
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Kneifen in der Magengrube beim Sitzen in gebeugter Haltung (nach fünf Tagen), 1.
BAUCH
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Lautes Rumoren im Bauch während des Schlafes, 1.
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Wechselnder Druck und Schneiden im Oberbauch, 5.
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Vorübergehendes Schneiden im Unterbauch, unmittelbar oberhalb des linken Darmbeins, 5.
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Juckend-stechender Schmerz in der Leistengegend, der ihn zum Kratzen nötigt, 6.
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Scharfes Stechen am oberen vorderen Darmbeinstachel links (nach einer halben Stunde), 5.
STUHL UND ANUS
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Lockerer Stuhl, mehrere Tage nacheinander, 1.
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Die Stühle sind lockerer als gewöhnlich, mit dumpfem Schmerz im Bauch, 7.
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Mehrere diarrhöische Stühle, 7.
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Schwieriger Stuhlabgang; die Stühle waren nicht hart, mußten aber herausgepreßt werden und schienen geneigt, wieder ins Rektum zurückzugehen, 7.
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Abgang von Prostatasaft beim Pressen zum Stuhl, 1.
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Verstopfung (nach zweiundsiebzig Stunden), 1. [70.]
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Zucken in den Schließmuskeln, 5.
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Beißender Juckreiz des Dammes, 5.
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Eine Stelle nahe dem Anus, im Fleisch, die beim Gehen schmerzhaft ist, wie bei subkutaner Eiterung; nicht beim Sitzen, 2.
HARNORGANE
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Unangenehmes Gefühl im hinteren Teil der Harnröhre nach der Miktion, 7.
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Er muß häufig und reichlich Wasserlassen; während der ganzen Arzneimittelprüfung ist der Harn etwas dunkler gefärbt, 1.
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Der Harn, an Menge vermehrt, scheint in stärkerem Strahl abzugehen, 7.
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Eine Art gelber Ausfluß aus der Harnröhre, 1.
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Beim Liebkosen von Frauen sondert er etwas Schleim aus der Harnröhre ab, 1.
GESCHLECHTSORGANE
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Juckreiz der Genitalorgane, der ihn zum Kratzen nötigt, 1.
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Ziehen längs der Samenstränge, 5.
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*Die Hoden fühlen sich nachts für andere kalt an, subjektiv jedoch nicht (bei einem gesunden Mann), 6. [80.]
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Kribbelndes Gefühl in den Hoden, 5.
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Beißender Juckreiz an den Häuten des Penis, 3.
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Schwache Erektionen, ohne daß das sexuelle Verlangen erregt ist (nach fünf bis sechs Stunden), 5.
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*Der Penis ist so erschlafft, daß nicht einmal wollüstige Vorstellungen ihn erregen, 6.
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Abnahme und Trägheit der sexuellen Kräfte, die sonst sehr leicht und kräftig erregbar sind; der Penis ist klein und schlaff (bei einem sehr gesunden Mann), 6.
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Es fehlt die gewöhnliche morgendliche Erektion mit Verlangen nach Beischlaf; die Teile waren ohne Reizung, schlaff und nicht zum Beischlaf geneigt (nach sechzehn Stunden), (bei einem gesunden Mann), 6.
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Um das Kinderzeugen zu verhindern, nahm ein Mann drei Monate lang morgens und abends zwölf Gran Agnus castus, wodurch die Teile so weit geschwächt wurden, daß nicht nur die Erektionen mangelhaft wurden, sondern er auch, wie beabsichtigt, seinen Samen verlor und niemals Kinder zeugte. (Lindron, Venus-spiegel, S. 119.)
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Verminderter Geschlechtstrieb; nach einem Beischlaf fühlt sich der Körper leicht und unbeschwert an (zweite Nacht), 5.
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Kein sexuelles Verlangen zwei Tage lang; die Erektionen und das sexuelle Verlangen kehrten am dritten Tage zurück (bei einem gesunden Mann), 6.
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Schmerzhafte Erektionen früh am Morgen (nach vierzehn Stunden), . [90.]
ATMUNGSORGANE
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Gefühl, als säße zäher Schleim im Hals fest; er ist unfähig, ihn heraufzubringen, 5.
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Seine Stimme klingt, als ginge sie durch Wolle; sie hat keinen charakteristischen Ton, 7.
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Husten vor dem Einschlafen, abends im Bett, 1.
BRUST. [100.]
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Druck in der Gegend des Brustbeins, äußerlich, besonders bei tiefer Einatmung, 1.
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Dumpfer Schmerz in der Brust, 7.
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Starker Druck oberhalb der rechten Brustwarze, heftiger während der Ausatmung und beim Berühren der Teile, 3.
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Starker Druck in der Gegend der letzten echten und der ersten Rippe der rechten Seite; heftiger beim Berühren, 4.
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Druck im Schwertknorpel, unmittelbar über der Magengrube, 3.
HERZ UND PULS
- Der Puls ist langsamer und weniger wahrnehmbar; 60 Schläge, 3.
HALS UND RÜCKEN
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Beißender Juckreiz des Nackens und verschiedener anderer Teile, 3.
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Übermäßig heftige, tiefe, stechende Stiche im Steißbein, 3.
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Tiefe, kommend und gehend auftretende Stiche auf der linken Seite nahe dem Kreuzbein und dem Steißbein (nach drei Stunden), 3.
OBERE EXTREMITÄTEN
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Dumpf reißende Stiche auf der Spitze der linken Schulter, 3. [110.]
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Reißen mit Druck im rechten Schultergelenk, eine Art Verrenkungsschmerz, heftiger bei Bewegung und Einatmung (nach drei Stunden), 4.
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Starker Druck in der rechten Axilla, durch Berührung heftiger (nach einer halben Stunde), 4.
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Beißender Juckreiz hinter der Axilla, 3.
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Starker Druck im Oberarm, oben, innen, durch Berührung heftiger (nach drei Viertelstunden), 4.
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Scharfes Stechen unmittelbar oberhalb des Ellenbogengelenks an der Außenseite des linken Oberarms, 3.
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Druck im rechten Ellenbogengelenk, heftiger bei Bewegung (nach dreizehn Stunden), 4.
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Zucken in der Gegend des rechten Ellenbogens, das durch Bewegen des Armes verschwindet, 4.
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Dumpfer Stich an der Außenseite des rechten Olekranonfortsatzes, einige Zoll oberhalb des Handgelenks (nach anderthalb Stunden), 3.
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Lähmender Schmerz im linken Handgelenk, nur bemerkbar beim Drehen der Hand, 4.
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Lähmend-zuckendes Ziehen in den Mittelhandknochen des linken Zeigefingers, heftiger bei Berührung, 4. [120.]
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Langer, scharfer Stich in der Hervorragung des unteren Gelenks des Zeigefingers, 3.
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Schwellung eines Fingergelenks mit gichtisch-reißendem Schmerz, 7.
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Sausen und Summen im rechten Zeigefinger, 2.
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Stechen in den Fingern der rechten Hand; am Abend des fünften Tages, .
UNTERE EXTREMITÄTEN
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Einschießender Schmerz im rechten Hüftgelenk, zuweilen oberhalb und unterhalb des Hüftgelenks sich ausbreitend, heftiger bei Bewegung, in Ruhe nachlassend, wo er eher einem Reißen mit Druck gleicht, begleitet von Schwäche und Müdigkeit, die ihn nötigen, sich zu setzen; eine Art Verrenkungsschmerz (nach sechsunddreißig Stunden), 4.
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Scharfes Stechen hoch oben an der rechten Seite des rechten Oberschenkels, 3.
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Krampfschmerz im linken Oberschenkel, außen und oben nahe der Hüfte, nur beim Gehen, 2.
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Einschießender Schmerz in der rechten Kniekehle beim Stehen, 3. [130.]
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Stechend-ziehende Schmerzen in den Kniekehlen beiderseits, sich in Oberschenkel und Bein erstreckend, mit Schwäche, heftiger bei Bewegung; in Ruhe verwandelt es sich in eine Art Ziehen mit Druck, als wären die Teile verrenkt, 4.
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Reißen an der Innenseite des linken Beins vom Knie bis zum Fuß hinab (sofort), 3.
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Gefühl im oberen Teil der linken Wade, als werde an der Haut mit einer Schnur gezogen, 2.
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Scharfer Stich an der Außenseite der linken Fibula, etwas oberhalb des Fußes, der auf Druck verschwindet, 7.
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Lähmend-zuckendes Ziehen in den Muskeln des linken Beins, sich vom Knie bis zum Fuß erstreckend, gleich beim Gehen wie beim Berühren der Teile (nach sechs Stunden), 4.
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Beißender Juckreiz verursacht Kratzen an der Vorderfläche der linken Wade; eine Handbreit unterhalb des Knies, 3.
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Beißender Juckreiz an der Vorderfläche der Tibia, 3.
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Drückender Schmerz in der rechten Tibia beim Stehen, 2.
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Unterbrochen auftretende scharfe Stiche in der Gegend, wo Fibula und Tibia vorn mit dem Tarsus zusammentreffen (nach sieben Stunden), 4.
ALLGEMEINES
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Große Schwäche, wie sie aus heftiger Qual hervorgeht, mit dem Gefühl, als wolle beim Stehen Diarrhö einsetzen, 7.
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Fühlt sich am ganzen Körper wie zerschlagen, 7.
HAUT. [150.]
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Juckend-stechende Empfindungen an verschiedenen Teilen des Körpers, die ihn zum Kratzen nötigen (nach achtundzwanzig Stunden), 4.
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Juckreiz um das Geschwür am Abend, 1.
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Der beißende Juckreiz weicht dem Kratzen, kehrt aber ebenso schnell zurück, 3.
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Kribbeln unter der Haut der Hände und Juckreiz am Körper, besonders den Rücken hinauf, wie von Flöhen, 7.
FIEBER
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Frösteln ohne Durst oder nachfolgende Hitze, 4.
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Ständiges Zittern des ganzen Körpers aus innerem Frösteln, wobei sich der Körper für die Hände warm anfühlt, 3.
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Frösteln des ganzen Körpers ohne Durst; die Hände sind jedoch die einzigen Teile des Körpers, die sich bei Berührung kalt anfühlen, 3.
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Frösteln und Schaudern und dann Hitze (nach einer Viertelstunde); dies wechselt häufig ab, ohne Durst (nach fünfzig Stunden), 4.
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Häufiger Wechsel von Frösteln und Hitze ohne Durst; die Hände sind jedoch die einzigen Teile des Körpers, die sich bei Berührung kalt anfühlen, 3.
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Hitze im Gesicht und Trockenheit des Mundes eine Stunde lang; der Durst erscheint erst, wenn die Hitze vorüber ist, 2.
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Hitze des ganzen Körpers mit kalten Knien, am Abend im Bett; er fühlt, als krieche Feuer über ihn hin, 6. [160.]
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Schweiß der linken Hand, besonders an den Innenseiten der Finger, im Freien, vor der Hitze, 2.
SCHLAF UND TRÄUME
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Macht schläfrig und berauscht (Zwinger, herbar, 227).
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Macht den Kopf verwirrt und verursacht Schläfrigkeit (Diosc.).
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Unruhiger Schlaf; er wirft die Bettdecke fort und träumt ständig, ohne zu wissen, wovon, 2.
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Sie fährt bisweilen im Schlaf auf wie aus Schreck und erwacht, 1.
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Ängstliche Träume, an die er sich nicht erinnert, 1.
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Wollüstige Träume, 6.
BEDINGUNGEN
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Verschlimmerung.
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( Morgens ), Früh schmerzhafte Erektionen; früh knicken die Füße beim Gehen leicht um.
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( Abends ), Schmerz in der rechten Kopfseite; beim Lesen Brennen der Augen; im Bett vor dem Einschlafen Husten; Stechen in den rechten Fingern; Juckreiz um das Geschwür; im Bett Hitze des ganzen Körpers.
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( Beim Sitzen in gebeugter Haltung ), Schmerz in der Magengrube.
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( Berührung ), Schmerz im Auge; lähmend-zuckendes Ziehen im Knochen des linken Zeigefingers.
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( Während der Ausatmung ), Druck oberhalb der rechten Brustwarze.
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( Während der Einatmung ), Reißen usw. im rechten Schultergelenk.
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( Tiefe Einatmung ), Druck in der Gegend des Brustbeins.
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( Nach der Miktion ), Unangenehmes Gefühl in der Harnröhre.
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( Bewegung ), Reißen in den Schläfen usw.; Reißen usw. in den Schläfen usw.; Reißen usw. in der rechten Schläfe usw.; Reißen usw. im rechten Schultergelenk; Druck im rechten Ellenbogengelenk; Schmerz im rechten Hüftgelenk; Schmerzen in den Kniekehlen.
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( Beim Lesen ), Zusammenziehender Kopfschmerz; abends Brennen der Augen.
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( Im Zimmer ), Tränen der Augen.
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( Beim Stehen ), Übelkeit; einschießender Schmerz in der Kniekehle; Schmerz in der rechten Tibia; große Schwäche.
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( Beim Drehen der Hand ), Schmerz im linken Handgelenk.