Carbo Vegetabilis
Pflanzliche Holzkohle
By H.C. Allen — Leitsymptome wichtiger Mittel der homöopathischen Materia Medica
Bei den üblen Folgen erschöpfender Krankheiten, bei Jungen wie Alten (Cinch., Phos., Psor.); kachektische Personen, deren Lebenskraft geschwächt oder erschöpft worden ist. Personen, die sich von den erschöpfenden Folgen einer vorherigen Krankheit nie vollständig erholt haben; Asthma nach Masern oder Keuchhusten der Kindheit; Verdauungsstörung nach einem Trinkgelage; üble Folgen einer lange zurückliegenden Verletzung; hat sich von den Folgen eines Typhus abdominalis nie erholt (Psor.). Beschwerden: von Chinin, besonders bei unterdrücktem Wechselfieber; durch Missbrauch von Quecksilber, Salz, Salzfleisch; von verdorbenem Fisch, Fleisch oder Fetten; durch Überhitztwerden (Ant. c.). Üble Folgen von Verlust vitaler Säfte (Caust.); Blutung bei jedem zerfallenden Zustand der Schleimhäute (Cinch., Phos.). Gedächtnisschwäche und Langsamkeit des Denkens. Epistaxis in täglichen Anfällen, wochenlang, schlimmer durch Anstrengung; das Gesicht ist sowohl vor als auch nach einer Blutung bleich. Blutung aus jeder Schleimhautöffnung; bei heruntergekommenen, entkräfteten Konstitutionen; das Blut sickert aus geschwächten Geweben; Lebenskraft erschöpft. Hippokratisches Gesicht; sehr bleich, graugelb, grünlich, kalt mit kaltem Schweiß; nach Blutungen. Lockerung der Zähne, leicht blutendes Zahnfleisch. Patienten verlangen nach Dingen, die sie krank machen; alte Trinker verlangen nach Whisky oder Branntwein; wollen die Kleidung um den Bauch locker haben. Schwache Verdauung; selbst die einfachste Nahrung bekommt nicht; übermäßige Ansammlung von Gas in Magen und Darm < im Liegen; nach Essen oder Trinken Gefühl, als ob der Magen platzen würde; Folgen einer Zecherei, später Abendmahlzeiten, üppiger Speisen. Aufstoßen verschafft vorübergehende Erleichterung. Erkrankungen des venösen Systems überwiegen (Sulph.); Symptome unvollkommener Oxidation (Arg. nit.). Mangelhafte kapillare Zirkulation verursacht Blaufärbung der Haut und Kälte der Extremitäten; die Lebenskräfte nahezu erschöpft; Verlangen, ständig befächelt zu werden. Heiserkeit: < abends; feuchte Abendluft; warmes, nasses Wetter; die Stimme versagt bei Anstrengung (< morgens, Caust.). Erwacht oft durch Kälte der Extremitäten und leidet nachts an kalten Knien (Apis). Häufige, unwillkürliche, leichenartig riechende Stühle, gefolgt von Brennen; weicher Stuhl wird nur schwer entleert (Alum.). Im letzten Stadium der Krankheit kann dieses Mittel bei reichlichem kaltem Schweiß, kaltem Atem, kalter Zunge, Stimme verloren ein Leben retten.
Beziehungen . - Ergänzend: Kali carb. Mangel an Empfänglichkeit für wohlgewählte Mittel (Opium, Val.). Vergleiche: Cinch., Plumb., bei vernachlässigter Pneumonie, besonders bei "alten Trinkern"; Ant. t. bei drohender Lähmung infolge Unfähigkeit, gelockerten Schleim auszuhusten. Opium: bei fehlender Reaktion, wenn wohlgewählte Mittel keine dauerhafte Besserung bewirken (Val.). Phos. bei leicht blutenden Geschwüren. Puls., üble Folgen von fetter Nahrung und Backwerk. Sulph., scharf riechender Menstruationsfluss und Erysipel der Mammae.
Verschlimmerung . - Durch Butter, Schweinefleisch, fette Nahrung; Missbrauch von Chinin, Chinarinde und Quecksilber; durch Singen oder lautes Lesen; bei warmem, feuchtem Wetter.
Besserung . - Durch Aufstoßen; durch Befächeltwerden.