Oxalicum Acidum
By Constantine Hering — Die Leitsymptome unserer Materia medica
Sauerkleesäure. H 2 C 2 O 4 , 2 H 2 O.
Eingeführt von Neidhard im Jahre 1844; von Reil im Jahre 1851.
Arzneimittelprüfungen von Koch, Neidhard, Dubbs, Smith, Floto, Williamson, Kitching, Hering, Reil, Honigberger, Pehrson und Gosewich. Siehe Herings Amerikanische Arznei Prüfungen. Toxikologische Berichte sind zahlreich.
KLINISCHE AUTORITÄTEN.
- Schmerz in der Nabelgegend, Moore, Organon, Bd. 3, S. 269; Brennen im Bauch, Okie, Amer. Arznei Prüf., S. 552; Kolik, Briry, Organon, Bd. 3, S. 362; Entzündung des Darms, Neidhard, Amer. Arnzei Prüf., S. 522; Erfolgloser Stuhldrang, Diarrhö, Farrington, Organon, Bd. 3, S. 99; Harninkontinenz, W. M. J., Hom. Phys., Bd. 6, S. 232; Beschwerden der Schwangerschaft, Williamson, Amer. Arznei Prüf., S. 548; Stauung der linken Lunge, Pneumonie, Burnett, B. J. H., Bd. 35, S. 321; Unregelmäßige Herztätigkeit, C. Hg., Amer. Arnzei Prüf., S. 561; Analyt. Therap., Bd. 1, S. 222; Herzklopfen, Hale, Organon, Bd. 2, S. 222; Angina pectoris, Dudley, Hah. Mo., Bd. 6, S. 70; Zerebrospinale Schmerzen (2 Fälle), Burnett, B. J. H., Bd. 35, S. 519.
GEMÜT [1]
Verminderte Fähigkeit, Gedanken zu konzentrieren.
Sehr stark gehoben; schnelleres Denken und Handeln.
Sobald er an die Schmerzen denkt, kehren sie zurück.
Manie.
Abneigung zu sprechen; mit Kopfschmerz, Fülle im Gesicht.
SENSORIUM [2]
Schwindel: mit Dunkelheit vor den Augen und Schweiß; Schwäche und Durst; Angst, Kopfschmerz und Schweiß; beim Hinausschauen aus dem Fenster; beim Aufstehen von einem Sitz; schwimmendes Gefühl beim Niederlegen.
Leeregefühl im Kopf, Ohnmachtsgefühl, als ob alles Blut das Gehirn verlassen hätte.
Der obere Teil des Körpers, besonders der Kopf, fühlt sich an, als ob das Blut nach oben und außen ströme.
INNERER KOPF [3]
Dumpfheit in der Stirn am Morgen.
Dumpfer Kopfschmerz am Scheitel und in der Stirn, mit Schweregefühl.
Brennen an der Stirn.
Kopfschmerz in kleinen Stellen; drückender Schmerz auf kleinen Stellen.
Kompression im Kopf, wie von einer Schraube hinter jedem Ohr.
Schmerz an einer Stelle zwischen Scheitel und Hinterhaupt, nach innen drückend.
Kopfschmerz < nach Wein, beim Niederlegen, nach Schlaf und beim Aufstehen; > nach Stuhl.
ÄUSSERER KOPF [4]
Kleine Stellen am Kopf bei Berührung schmerzhaft.
SEHEN UND AUGEN [5]
Beim Lesen verschwimmen die Buchstaben.
Schwinden des Sehens, mit Schwindel und Schweiß; mit Nasenbluten.
Kleine, besonders lineare Gegenstände erscheinen größer und entfernter.
Schmerz in beiden Orbitae, < links.
Trübe Augen.
GERUCH UND NASE [7]
Niesen, mit Frösteln; mit wässrigem Schnupfen.
Rote, glänzende Schwellung der rechten Nasenseite, an der Spitze beginnend und sich ausbreitend.
Stiche im rechten Nasenloch beim tiefen Einatmen.
Pickel an der rechten Nasenseite; Nasenflügel geschwollen.
Epistaxis, mit Schwinden des Sehens.
OBERE GESICHTSHÄLFTE [8]
Gesicht bleich und livid.
Blasse Farbe mit eingesunkenen Augen.
Hitzegefühl im Gesicht.
Gefühl von Fülle im Gesicht; das Gesicht röter.
Gesicht mit kaltem Schweiß bedeckt.
UNTERE GESICHTSHÄLFTE [9]
Ziehender Schmerz mit Starrheit nahe dem Winkel des Unterkiefers, zuerst und am längsten links, dann rechts.
ZÄHNE UND ZAHNFLEISCH [10]
Schmerz in einem kariösen Mahlzahn.
Zahnfleisch blutet, ist an einzelnen Stellen schmerzhaft.
Kleine Geschwüre am Zahnfleisch.
GESCHMACK, SPRACHE, ZUNGE [11]
Saurer Geschmack.
Zunge: geschwollen, empfindlich; rot, trocken, brennend; geschwollen, mit dickem weißem Belag; weiß belegt, mit Übelkeit, Durst und Geschmacksverlust.
MUNDHÖHLE [12]
Wässriger Speichel oder Schleim im Mund.
Aphthen.
GAUMEN UND HALS [13]
Trockenheit im Hals (morgens) nach Diarrhö.
Kratzen im Hals, dicker Schleim sammelt sich an.
Schlucken: besonders morgens schmerzhaft; erschwert, mit saurem Aufstoßen.
Schleimabsonderung im Hals vermehrt.
Chronische Halsentzündung.
Angina.
APPETIT, DURST. VERLANGEN, ABNEIGUNGEN [14]
Appetit: vermehrt; fehlend, mit Geschmacksverlust.
Durst, mit Schwindel, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Kolik.
ESSEN UND TRINKEN [15]
Schmerz im Magen, > nach dem Essen; Suppe lindert das Nagen im Magen.
Nach dem Essen Aufstoßen, Übelkeit, Schmerzen am Nabel, Kolik, Rumoren im Bauch, Stuhldrang, Schwäche.
Zucker verschlimmert den Schmerz im Magen; ebenso Wein den Kopfschmerz.
Zucker, Kaffee und Wein werden schlecht vertragen.
SCHLUCKAUF, AUFSTOSSEN, ÜBELKEIT UND ERBRECHEN [16]
Plötzlicher Schluckauf, mit Aufstoßen.
Sodbrennen < am Abend.
Aufstoßen: leer oder sauer; von geschmackloser Luft nach jeder Mahlzeit.
Übelkeit: und häufiges Erbrechen; während der Schwangerschaft; Durst und Kolik nach Diarrhö.
MAGENGEGEND UND MAGEN [17]
Leeregefühl, das zum Essen zwingt.
Brennender Schmerz im Magen und Hals.
Wacht nachts auf mit heftigem drückendem Schmerz, wie von einer schweren Last, in Zwischenräumen kommend und gehend; Abgang von Blähungen lindert.
Magen empfindlich; die geringste Berührung verursacht qualvolle Schmerzen.
Gastritis; Gastroenteritis.
HYPOCHONDRIEN [18]
Stiche in der Leber, durch tiefes Einatmen gelindert.
Anhaltender Schmerz im linken Hypochondrium, wie geprellt; Stiche; eingeklemmte Blähungen.
BAUCH UND LENDEN [19]
Kolik: schneidend im Bauch; Rumoren (abends und nachts); mit Tenesmus; < nachts, von Erbrechen begleitet; die Schmerzen scheinen eine kleine Stelle einzunehmen und von dort auszustrahlen; < durch Bewegung; durch Essen von Zucker.
Brennen und Schmerz im Bauch; in der Nabelgegend.
Brennen in kleinen Stellen im Bauch, kehrt beim Daran-Denken zurück.
Häufiger Schmerz und Wundheit um den Nabel.
Kolik um den Nabel, wie geprellt, mit Stichen und erschwertem Abgang von Blähungen; < beim Bewegen, > in Ruhe; < abends und nachts.
Ein Mann, der lange an Verdauungsstörung litt, wurde vor zwei Jahren wegen eingeklemmter Hernie operiert; seither zu Schmerz in der Nabelgegend geneigt, der zwei Stunden nach dem Essen eintritt, begleitet von viel Blähungen und bitterem, saurem Aufstoßen; der Schmerz < nachts, er wird davon gegen 3 Uhr morgens aufgeweckt und dadurch wach gehalten; brennendes Gefühl vom Hals abwärts bis zur Schmerzregion.
Enteritis; chronische Entzündung des Darms.
STUHL UND REKTUM [20]
Erschwerter Abgang von Blähungen.
Häufiger erfolgloser Stuhldrang, dem ein krankes, beklommenes Gefühl vom Nabel abwärts vorangeht; < beim Daran-Denken; zeitweise reichliche wässrige, schwallartige Diarrhö.
Plötzlich von einem quälenden Gefühl im ganzen Bauch befallen, drehend um den Nabel, nach unten drängend; dunkle, trübe, reichliche Entleerungen, 6 Uhr morgens.
Morgendliche Diarrhö; Stühle weich oder wässrig, mit Kolik um den Nabel und Drängen im Rektum; kehren zurück, sobald man sich wieder niederlegt. θ Phthisis.
Stuhl: aus Schleim und Blut; unwillkürlich.
Diarrhö: sobald man Kaffee trinkt; das Niederlegen verursacht Rückkehr.
Vor dem Stuhl: Kopfschmerz; drehende Kolik um den Nabel.
Während des Stuhls: Wasserlassen; (Ohnmacht, Erbrechen); Kolik um den Nabel; heftige drängend-kneifende Schmerzen im Anus, so schwer, dass sie Kopfschmerz und Hitze im Kopf verursachen.
Nach dem Stuhl: Übelkeit und Krampf in den Waden; Trockenheit im Hals; Linderung des Schmerzes im Kreuz.
Verstopfung.
Drücken und Pressen im Rektum; Tenesmus.
HARNORGANE [21]
Schmerz in der Nierengegend.
Reizung des Urogenitaltraktes mit Diurese.
Häufiges und reichliches Wasserlassen, sehr reichlich, klar, strohfarben.
Brennen in der Harnröhre, wie von scharfen Tropfen.
Beim Wasserlassen Schmerz in der Eichel.
Schon der Gedanke ans Wasserlassen verursacht Harndrang.
Nächtliche Harninkontinenz; scharfer, einschießender Schmerz in der linken Brust, nahe dem Brustbein und ihm parallel.
MÄNNLICHE GESCHLECHTSORGANE [22]
Große Zunahme des Geschlechtstriebes.
Beim Niederlegen Erektionen ohne jede Ursache, danach Schmerz in Hoden und Samensträngen.
Sexuelle Schwäche; Spermatorrhö.
Schreckliche neuralgische Schmerzen in den Samensträngen, < von der geringsten Bewegung.
Hoden fühlen sich gequetscht und schwer an; geprellter Schmerz im Kreuz.
Während eines Spaziergangs Schmerz und Schweregefühl in den Hoden, längs der Samenstränge einschießend.
SCHWANGERSCHAFT. GEBURT. STILLZEIT [24]
Übelkeit und schmerzhaftes Erbrechen; ein quälendes, krampfartiges Gefühl zwischen Magengrube und Nabel; saurer Geschmack, Sodbrennen und Wasserfluss im Mund.
STIMME UND KEHLKOPF. LUFTRÖHRE UND BRONCHIEN [25]
Nervöse Aphonie, mit Herzaffektion, heftigem Herzklopfen und unregelmäßiger Tätigkeit; Stimmveränderung, die Stimme wird schwach und heiser; keine Wundheit.
Heiserkeit; der Kehlkopf fühlt sich geschwollen, verengt, rauh an, mit Kitzeln darin.
Heiserkeit und Gefühl von Schleim im Kehlkopf während des Sprechens.
Veränderung der Stimme.
ATMUNG [26]
Große Atembeklemmung; leicht krampfhaft.
Atembeschwerden, mit einschnürendem Schmerz im Kehlkopf und Pfeifen; die Beklemmung mehr nach der rechten Seite hin. θ Angina pectoris.
Ruckartiges Einatmen und plötzliches, erzwungenes Ausatmen, als ob er eine plötzliche Anstrengung mache, um intensiven Schmerz durch Ausstoßen von Luft aus den Lungen zu lindern. θ Angina pectoris.
Anfälle von kurzer, gehetzter Atmung, mit Intervallen von Erleichterung.
HUSTEN [27]
Husten: von Kitzeln im Kehlkopf beim Gehen im Freien; der Kehlkopf fühlt sich geschwollen an; trocken bei heftiger körperlicher Bewegung; mit Wundheit, stechendem, reißendem Schmerz im Brustbein.
Schleim wird ausgeräuspert, dick, gelblichweiß, mit zentralem schwarzem Klümpchen von Erbsengröße.
BRUSTINNERES UND LUNGEN [28]
Scharfer einschießender Schmerz in der linken Lunge und Lebergegend.
Plötzliches Lanzinieren in der linken Lunge, das ihm den Atem nimmt.
Rheumatische Schmerzen in der linken Lunge; > beim Niederlegen.
Beim Atmen Stiche in der Brust und oberhalb der Hüfte.
Dumpf-schwerer, wunder Schmerz in der Brust.
Schmerz in der Mitte der Brust, durch bis in den Rücken.
Stauung oder Entzündung, auf die Basis der linken Lunge lokalisiert.
Phthisis pulmonalis.
HERZ, PULS UND KREISLAUF [29]
Schmerz im Herzen; Wundheit, Stiche von hinten nach vorn oder von oben nach unten.
Scharfes Einschießen im Herzen und in der linken Lunge, bis ins Epigastrium reichend. θ Angina pectoris.
Schmerz beginnend in der Praekordialgegend, sich das Brustbein hinauf und quer über die Brust erstreckend, besonders nach der linken Seite hin; scharfe Stiche oder lanzinierende Schmerzen durch die Brust, die ihn zwingen, vollkommen ruhig in einer Stellung zu bleiben, die Arme über die Brust gefaltet; Gesicht verfallen; der Rumpf kerzengerade auf dem Stuhl, und die ganze Haltung und Erscheinung weist auf intensives Leiden hin; Krämpfe in den Muskeln der Extremitäten; kurze, scharfe, schneidende Schmerzen in den Extremitäten, besonders in den Armen und im Deltoidteil der Schultern; Erstickungsgefühl; Dyspnoe, die sich in kurzen, ruckartigen Einatmungen zeigt, wobei die eingeatmete Luftmenge bei jedem folgenden Versuch geringer und geringer wird, bis bei größter Heftigkeit des Anfalls die Funktion vollkommen aufgehoben zu sein schien; die Anfälle dauerten etwa eine Minute, mit Zwischenräumen von etwa zwei Minuten, während deren fast vollkommene Erleichterung von den Schmerzen bestand; Puls beschleunigt, im Rhythmus etwas unregelmäßig; starke Überzeugung, dass er im nächsten Anfall sterben werde; macht einen schwachen Versuch, vom Stuhl aufzustehen, indem er sagt: „jetzt muss ich gehen;“ dieser Ausdruck wird während jedes Anfalls zwei- oder dreimal wiederholt; hat nahezu sein ganzes Leben an Askariden gelitten, jetzt stärker als gewöhnlich; Lähmung der unteren Extremitäten während des ganzen Anfalls; scharfer, stechender Schmerz im Deltoid, auf einen kleinen Raum beschränkt; Verstopfung; große Prostration; Schmerzen meist auf der rechten Seite; Schmerzen durch Bewegung hervorgerufen oder <; ruckartige Schmerzen wie kurze Stiche, auf einen kleinen Raum beschränkt und nur wenige Sekunden dauernd; ruckartiges Einatmen und erzwungenes Ausatmen, als ob er einen plötzlichen Versuch mache, sich von intensivem Schmerz durch Ausstoßen von Luft aus den Lungen zu befreien. θ Angina pectoris.
Herz in fortwährendem Flattern.
Herzklopfen: mit in Stärke und Rhythmus unregelmäßiger Herzaktion, wechselnd mit Aphonie; eine halbe Stunde nach dem Niederlegen im Bett nachts; beim Daran-Denken; von rheumatischem Leiden.
Gelegentliches Aussetzen eines Herzschlags, als „ein Anhalten“ empfunden, wodurch der Patient Herzerkrankung und plötzlichen Tod fürchtet; nach einem durch Chinin geheilten Choleraanfall trat dieses Aussetzen auf, sobald er davon sprach oder daran dachte.
Endokarditis; Perikarditis; Klappeninsuffizienz.
Puls: an Frequenz vermehrt, fast unmerklich, mit Kälte, klammem Schweiß, lividen Nägeln; morgens rascher, langsamer, unregelmäßig, schwach.
HALS UND RÜCKEN [31]
Schmerz unter der Spitze des Schulterblattes, zwischen den Schultern, bis in die Lenden reichend.
Stiche aus der Brust in die Schulterblätter.
Akuter Schmerz im Rücken, allmählich die Oberschenkel hinabziehend, mit großer Qual; sucht Erleichterung im Wechsel der Stellung.
Schmerz im Kreuz, Taubheitsgefühl oder als ob es gebrochen oder geprellt wäre.
Taubheitsgefühl, Prickeln, ein Kältegefühl verursachend; der Rücken fühlt sich zu schwach an, um den Körper zu tragen. θ Angina pectoris.
Schwäche in Lenden und Hüften, bis in die unteren Extremitäten reichend.
Zunge und Mund wund; zeitweise Schmerz in der rechten Kopfseite, im Hinterhaupt, im Kreuz und in den Waden; was ihn am meisten quält, sind kalte Fröstelanfälle über den unteren Teil des Rückens und in den Waden, beginnend in der Wirbelsäule unmittelbar oberhalb des Kreuzbeins; die Fröstelanfälle sind tagsüber vorhanden und werden nachts durch Hitze ersetzt, als ob warmes Wasser zwischen Fleisch und Knochen wäre; die Schmerzen schießen zum Hinterhaupt und Kopf hinauf.
Dumpf schmerzender Schmerz im unteren Teil des Rückens seit drei Monaten; Schmerz zwischen den Schultern; Schmerz und Druckempfindlichkeit längs der Halswirbel; Schmerz im Hinterhaupt, Scheitel und in der Stirn, mit Unterbrechungen seit Wochen; alle diese Schmerzen werden durch jede Art von Bewegung oder Anstrengung hervorgerufen oder < gemacht. θ Zerebrospinale Schmerzen.
Intensive entzündliche Schmerzen durch den ganzen Rücken; Meningitis.
Lähmung infolge Entzündung des Rückenmarks, Glieder steif; Anfälle von Dyspnoe.
OBERE EXTREMITÄTEN [32]
Zucken zuerst im linken, später im rechten Deltoid, mit Neigung, sich zu bewegen.
Taubheitsgefühl von den Schultern bis zu den Fingerspitzen.
Scharfe lanzinierende Schmerzen in den Armen. θ Angina pectoris.
Rechtes Handgelenk ständig schmerzhaft, als ob verstaucht oder ausgerenkt.
Rechtes Handgelenk fühlt sich verstaucht an, möchte es strecken; kann nichts halten.
Schmerz im (r.) Metakarpus und im fleischigen Teil des rechten Daumens, mit Gefühl von Fülle, Hitze und Taubheit.
Hände fühlen sich schwer an, kann die Finger aber nur langsam bewegen.
Hände kalt, wie tot.
Arthritische Schmerzen in den Fingern, die gebeugt sind.
Zucken der Finger.
Finger und Nägel livid; dunkle Nägel.
UNTERE EXTREMITÄTEN [33]
Unruhe in den Beinen.
Lahmheit und Steifigkeit in den unteren Extremitäten.
Beine steif, taub, schwach.
Beine kalt, kraftlos. θ Angina pectoris.
Blaufärbung, Kälte und fast vollständige Unbeweglichkeit der unteren Extremitäten.
Knie fühlen sich müde an.
Sehr heftiger, zusammenziehender Schmerz in der äußeren Sehne des l. Knies.
EXTREMITÄTEN IM ALLGEMEINEN [34]
Extremitäten schwer, kraftlos, taub, schwach. θ Myelitis acuta.
Brennen in Händen und Füßen.
Gelenkrheumatismus.
RUHE. LAGE. BEWEGUNG [35]
Bewegung und Anstrengung steigern die Schmerzen.
Ruhe: Kolik <.
Niederlegen: schwimmende Empfindungen; Kopfschmerz <; Kolik und Diarrhö kehren zurück; Erektionen; Schmerz in der linken Lunge >; Herzklopfen.
Arme über die Brust gefaltet, Rumpf kerzengerade auf einem Stuhl; Angina pectoris.
Möchte das Handgelenk strecken.
Wechsel der Stellung: Schmerzen im Rücken >.
Bewegung: Kolik; schreckliche Schmerzen in den Samensträngen <; Schmerzen <.
Neigung zur Bewegung: mit Zucken im Deltoid.
Aufstehen von einem Sitz: Schwindel; Kopfschmerz <.
Kann die Finger nur langsam bewegen: Schweregefühl.
Geringste Anstrengung: Hitze.
NERVEN [36]
Muskuläre Zuckungen. θ Myelitis acuta.
Zitternde Krämpfe.
Taubheitsgefühl des ganzen Körpers; Ameisenlaufen.
Eigentümliches Taubheitsgefühl, gegen Lähmung hinneigend. θ Angina pectoris.
Verlust der motorischen Kraft.
Lähmung der linken Seite.
Lähmung infolge Entzündung des Rückenmarks; Glieder steif; Anfälle von Dyspnoe.
SCHLAF [37]
Gähnen; tagsüber schläfrig.
Wacht nachts auf: mit Herzklopfen; mit heftigem drückendem Schmerz, wie von einer schweren Last, in Zwischenräumen kommend und gehend; > durch Abgang von Blähungen.
Träume, mit Schreck und Furcht; richtet sich auf und schaut umher.
ZEIT [38]
Morgen: Dumpfheit in der Stirn; Trockenheit im Hals; Schlucken schmerzhaft; Diarrhö; Puls rascher; flüchtige Hitze und Schweiß.
Um 3 Uhr morgens: durch Schmerz im Darm aufgeweckt.
Um 6 Uhr morgens: Entleerungen.
Vormittag: Hitze im Gesicht.
Während des Tages: schläfrig; Frösteln.
Nachmittag: Diarrhö.
Abend: Sodbrennen <; Rumoren im Bauch; Kolik <; Niesen; Schüttelfrost mit rotem Gesicht.
Nacht: heftiger Schmerz im Magen; Rumoren im Bauch; Kolik <; Herzklopfen; Hitze; Schweiß klamm und kalt.
TEMPERATUR UND WETTER [39]
Im Freien: beim Gehen Kitzeln im Kehlkopf.
FIEBER [40]
Extremitäten kalt, Nägel livid.
Frösteln: mit Niesen (abends); nach Diarrhö (nachmittags).
Schüttelfrost, mit rotem Gesicht (abends).
Kribbelnder Frost die Wirbelsäule hinauf.
Frösteln den ganzen Tag, aber Hitze schon von der geringsten Anstrengung.
Schüttelfrost am Abend, mit kleinem, zusammengezogenem Puls, rotem Gesicht und einem Hitzegefühl ohne äußere Wärme, Hände kalt, wie tot.
Hitze: nach jeder Anstrengung; besonders im Gesicht und an den Händen; zuerst im Gesicht, danach im linken Bein.
Hitzewallungen, mit Schweiß.
Gefühl einer inneren Hitze, besonders im Gesicht, am Vormittag.
Flüchtige Hitze und Schweiß am Morgen, mit Schmerz in Stirn und Scheitel.
Schweiß: klamm, mit Schwäche; mit Schwindel; nachts, klamm und kalt.
Kalter Schweiß bedeckt Gesicht, Hände und Füße, Zunge kühl.
Typhoidfieber, mit Delir und unwillkürlichen diarrhoischen Stühlen.
ANFÄLLE, PERIODIZITÄT [41]
Symptome kehren anfallsweise wieder; setzen für Stunden oder einen Tag aus.
Wechselnd: Herzklopfen und Aphonie.
Dauern etwa eine Minute, mit Zwischenräumen von etwa zwei Minuten.
Schmerzanfälle bei Angina pectoris.
Eine halbe Stunde nach dem Niederlegen nachts: Herzklopfen.
Zwei Stunden nach dem Essen: Schmerz in der Nabelgegend.
Seit drei Monaten: Schmerz im Rücken.
LOKALISATION UND RICHTUNG [42]
Schmerzen erscheinen in kleinen länglichen Stellen oder nehmen eine Stelle von einem Zoll oder weniger im Umfang ein.
Rechts: Schwellung der Nasenseite; Stiche im Nasenloch; Pickel an der Nasenseite; Beklemmung < auf der Seite; Schmerzen < auf der Seite; Schmerz an der Kopfseite; Handgelenk fühlt sich verstaucht an; Verstauchungsgefühl im Daumen.
Links: Schmerz in der Orbita; Schmerz im Hypochondrium; scharfer einschießender Schmerz in der Brust; Lanzinieren in der Lunge; rheumatischer Schmerz in der Lunge; Entzündung an der Basis der Lunge; sehr heftiger Schmerz in der Kniesehne; Lähmung der Seite; Hitze im Bein.
Zuerst links, dann rechts: ziehender Schmerz im Kiefer; Zucken im Deltoid.
Von hinten nach vorn: Stiche im Herzen.
Von oben nach unten: Stiche im Herzen.
Nach innen: Schmerzen im Kopf.
EMPFINDUNGEN [43]
Ruckartige Schmerzen, wie kurze Stiche, auf kleine Stellen beschränkt, nur wenige Sekunden dauernd.
Schmerzen: durch Daran-Denken sehr verschlimmert.
Als ob alles Blut das Gehirn verlassen hätte; als ob das Blut im Kopf nach oben und außen ströme; wie von einer Schraube hinter jedem Ohr; wie von einer schweren Last im Magen; Hypochondrium wie geprellt; Nabel wie geprellt; Rücken wie gebrochen oder geprellt; Handgelenk wie verstaucht; Hände wie tot; beim Rasieren wie von Wundreiben.
Schmerz: zwischen Scheitel und Hinterhaupt; in beiden Orbitae; in einem kariösen Mahlzahn; im Magen; am Nabel; im linken Hypochondrium; im Bauch um den Nabel; in der Nierengegend; in der Eichel; in Hoden und Samensträngen; in der Mitte der Brust; durch bis in den Rücken; im Herzen; in der Praekordialgegend; das Brustbein hinauf und quer über die Brust; unter der Spitze des Schulterblattes, bis in die Lenden reichend; im Kreuz; in der rechten Kopfseite, im Hinterhaupt, im Kreuz und in den Waden; zwischen den Schultern; längs der Halswirbel; im rechten Metakarpus und im fleischigen Teil des Daumens.
Heftiger zusammenziehender Schmerz: in der äußeren Sehne des linken Knies.
Intensive entzündliche Schmerzen: durch den ganzen Rücken.
Akuter Schmerz: im Rücken, dann die Oberschenkel hinab.
Schreckliche neuralgische Schmerzen: in den Samensträngen.
Scharf einschießend: im Herzen und in der linken Lunge.
Lanzinierend: in der linken Lunge; durch die Brust; in den Armen.
Scharf stechender Schmerz: im Deltoid.
Schneidend: im Bauch; in den Extremitäten.
Reißender Schmerz: im Brustbein.
Einschießender Schmerz: in der linken Brust; längs der Samenstränge; in der linken Lunge und Lebergegend.
Stiche: im rechten Nasenloch; in der Leber; in der Brust und oberhalb der Hüfte; im Herzen; durch die Brust; aus der Brust in die Schulterblätter.
Einschnürender Schmerz: im Kehlkopf.
Drehende Kolik: um den Nabel.
Kneifende Schmerzen: im Anus.
Krampf: in den Waden; in den Muskeln der Extremitäten.
Quälendes krampfartiges Gefühl: zwischen Magengrube und Nabel.
Geprellter Schmerz: im Kreuz.
Rheumatischer Schmerz: in der linken Lunge.
Arthritische Schmerzen: in den Fingern.
Ziehender Schmerz: nahe dem Winkel des Unterkiefers.
Dumpf schmerzend: im Scheitel und in der Stirn; im unteren Teil des Rückens.
Drückender Schmerz: auf kleinen Stellen des Kopfes; im Magen.
Dumpf-schwerer, wunder Schmerz: in der Brust.
Stechen: im Brustbein.
Prickeln: im Rücken.
Wundheit: im Brustbein; im Herzen; an Zunge und Mund; um den Nabel.
Brennen: in der Stirn; in Magen und Hals; im Bauch; in der Nabelgegend; vom Hals bis zur Nabelgegend; in der Harnröhre; in Händen und Füßen.
Hitze: im Gesicht; im rechten Daumen.
Drängen: im Rektum.
Fülle: im Gesicht; im rechten Daumen.
Dumpfheit: in der Stirn.
Kratzen: im Hals.
Krankes, beklommenes Gefühl: vom Nabel abwärts.
Kitzeln: im Kehlkopf.
Trockenheit: im Hals.
Steifigkeit: der unteren Extremitäten.
Lahmheit: der unteren Extremitäten.
Leere: im Kopf.
Taubheitsgefühl: von den Schultern bis zu den Fingerspitzen; im r. Daumen; in den Beinen; am ganzen Körper.
Kältegefühl: im Rücken.
Kälte: der Hände; der Beine.
Juckreiz: am Hals und an den Fingern.
BERÜHRUNG. PASSIVE BEWEGUNG. VERLETZUNGEN [45]
Berührung: kleine Stellen am Kopf schmerzhaft; die geringste verursacht qualvolle Schmerzen.
Rasieren: Haut empfindlich.
HAUT [46]
Empfindlich beim Rasieren, wie von Wundreiben.
Überaus empfindliche Haut, mit Bläschenausschlag; < durch Schweiß.
Juckreiz: am Hals oder an den Fingern; Ausschlag, mit Röte.
Brennen und Wundheit.
Haut in kreisförmigen Flecken gesprenkelt; marmorierte Haut.
Warzen.
LEBENSALTER, KONSTITUTION [47]
Kind, æt. 5; chronische Entzündung des Darms.
Knabe, æt. 10, heller Teint, blaue Augen, ist seit mehreren Jahren unter allerlei Behandlung gewesen und hat viel Patentmedizin eingenommen; Harninkontinenz.
Ann W., æt. 16, seit mehreren Monaten leidend; zerebrospinale Schmerzen.
Mann, æt. 36, Arbeiter, hatte vor drei Jahren Hygrom der Patella, hervorgerufen durch viel Knien bei der Arbeit, hat sich nie wieder als „derselbe Mann“ gefühlt, seitdem dies durch örtliche Anwendungen zurückgedrängt wurde; zerebrospinale Schmerzen.
Mann, æt. 45, Zimmermann, schmächtig gebaut, nervös-galliges Temperament, im Allgemeinen von guter Gesundheit, in allen seinen Gewohnheiten mäßig; Angina pectoris.
Frau, æt. 50; Stauung der linken Lunge; später Pneumonie.
Mann, æt. 50, fleischig; unregelmäßige Herztätigkeit.
Mann, der lange an Verdauungsstörung litt, vor zwei Jahren wegen eingeklemmter Hernie operiert, leidet seither; Schmerz in der Nabelgegend.
Herr F., wohlhabender Mann; Aussetzen des Herzschlags.
BEZIEHUNGEN [48]
Antidotiert durch: Carbonate von Kalk und Magnesia.
Vergleiche: Arsen., Ipec. und Veratr. bei cholera infantum; Colchic. bei Gastralgie; Kreosot. bei Magenbeschwerden; Argent. met., Phos. ac. und Picric ac. bei spinaler Erkrankung.