Manganum. (Manganum Aceticum.)
By Constantine Hering — Die Leitsymptome unserer Materia medica
Acetat oder Carbonat des Mangans.
Entdeckt im Jahre 1774, in dem Jahr, in welchem Priestley den Sauerstoff entdeckte.
Eingeführt von Hahnemann und von ihm selbst und seinen Arzneiprüfern geprüft (siehe Chronische Krankheiten); ferner geprüft von Nenning (Hartlaub and Trinks' Annalen, Bd. 2, S. 201).
KLINISCHE AUTORITÄTEN.
- Schwerhörigkeit, Times Retros, Bd. 2, S. 63; Otalgie, Bowie, Trans. Hom. Med. Soc. Pa., 1874, S. 186; Ohrenleiden, Rück. Kl. Erf., Bd. 1, S. 367; Zungenleiden, Hansen, Allg. Hom. Ztg., Bd. 113, S. 13; Darmschmerz, Berridge, Hom. Clin., Bd. 3, S. 119; Kolik, Berridge, Raue's Rec., 1871, S. 122; Heiserkeit, Kehlkopfleiden, Hahnemann, Hartmann, Rück. Kl. Erf., Bd. 3, S. 169; Laryngitis, Lobethal, Rück. Kl. Erf., Bd. 5, S. 788; Leiden von Kehlkopf und Luftröhre, Müller, Rück. Kl. Erf., Bd. 5, S. 418; Husten, Ockford, Raue's Rec., 1875, S. 114; Martin, Trans. Hom. Med. Soc. Pa., 1886, S. 95; Hämoptyse, Farrington, Org., Bd. 3, S. 91; Pneumapostema, Ockford, Times Retros., Bd. 1, S. 68; Knöchelleiden, Guernsey, Trans. Hom. Med. Soc. Pa., 1881, S. 162; Podagra, Hauptmann, Raue's Rec., 1872, S. 205; Arthritis vaga, Gross, Rück. Kl. Erf., Bd. 3, S. 523; Periostitis der Gelenke, Hartmann, Rück. Kl. Erf., Bd. 4, S. 435; Wechselfieber, Elb, Rück. Kl. Erf., Bd. 4, S. 943; Anämie, Madden, B. J. H., Bd. 8, S. 195; Pityriasis, Cramoisy, N. A. J. H., Bd. 7, S. 235; Psoriasis, Cramoisy, N. A. J. H., Bd. 7, S. 234; Lichen, Cramoisy, N. A. J. H., Bd. 7, S. 234.
GEMÜT [1]
Ständiges Winseln, Jammern und Stöhnen.
Still, zurückhaltend, verdrießlich.
Missgestimmt, über Kleinigkeiten verärgert; Bitterkeit, Groll.
Niedergeschlagen, weinend, mutlos; plötzliches Herzklopfen.
Von fröhlicher Musik nicht angesprochen, aber von der traurigsten sofort ergriffen.
Alles, woran sie auch nur denkt, macht sie verdrießlich.
SENSORIUM [2]
Alle Sinne weniger scharf.
Der Kopf fühlt sich schwer an, er scheint größer zu sein.
Schwindel beim Sitzen oder Stehen; er ist dem Vornüberfallen nahe; schmerzhafte Erschütterung des Gehirns durch Schütteln des Kopfes, beim Gehen, mit dumpf schmerzender Empfindung im Kopf und gleichzeitig im Epigastrium; Blutandrang vom Nacken über den Scheitel zur Stirn während der Bewegung, mit Benommenheit und Verwirrung der Sinne beim Stehen.
INNERER KOPF [3]
Kopf so schwer, daß er ihn kaum aufrecht halten kann; verdrießlich.
Zusammenziehender stechender Schmerz hier und da in der ganzen Vorderpartie des Kopfes, besonders in den Schläfen, meist im Freien.
Drückender, bohrender Kopfschmerz in den Schläfen, gegen Augen und Stirn ausstrahlend, beim Vorbeugen nachlassend, beim Wiederaufrichten im Sitzen oder beim Rückwärtsbeugen des Kopfes zurückkehrend.
Stiche (wie von Nadeln) und einschießende Schmerzen in der linken Stirnseite.
Erschütterung des Gehirns durch Bewegung des Kopfes.
Ziehender, stechender oder spannungsartiger Kopfschmerz im Freien, > in geschlossenen Räumen.
Kopfschmerzen, die im Zimmer entstehen, > im Freien, oder umgekehrt.
Brennend-drückender Kopfschmerz, > im Freien.
ÄUSSERER KOPF [4]
Kältegefühl an einer kleinen Stelle am Scheitel.
Ziehender Krampf in den Muskeln in der Gegend des linken Warzenfortsatzes; er muß den Kopf nach rechts neigen.
SEHEN UND AUGEN [5]
Kurzsichtig.
Asthenopie, mit dumpf schmerzenden Schmerzen in den Augen beim Betrachten naher Gegenstände, so daß er sie schließen muß; < beim Blick auf ein nahes Licht.
Pupillen sehr stark verengt; erweitert.
Brennen in den Augen und verschwommenes Sehen tagsüber.
Druck in den Augen beim Lesen bei Kerzenlicht.
Brennende Hitze und Trockenheit der Augen.
Augenlider geschwollen und berührungsschmerzhaft.
Verklebung der Augen am Morgen.
Die Augenlider schmerzen bei der geringsten Bewegung, und beim Blick auf ein helles Licht werden sie zu trocken, mit einem Gefühl wie beim Erwachen aus dem Schlaf.
GEHÖR UND OHREN [6]
Sausen und Brausen in den Ohren.
Krächzendes Geräusch im rechten Ohr beim Gehen.
Schwerhörigkeit, als wären die Ohren verstopft.
Dumpfes Gehör: > durch Schnäuzen; < bei kaltem und regnerischem Wetter.
Völlegefühl in den Ohren, mit Schwerhörigkeit und Knacken beim Schnäuzen oder Schlucken.
Plötzlicher stechender Schmerz im schwerhörigen Ohr.
Geschwüriger Schmerz in den Ohren.
Schmerzen strahlen aus anderen Teilen zum Ohr hin aus und konzentrieren sich dort.
Stiche im Ohr beim Sprechen, Schlucken, Lachen und Gehen.
Häufige Otalgie, mit Reißen und Stechen, bis zum Trommelfell ausstrahlend.
Äußeres Ohr berührungsschmerzhaft; Schmerz im rechten Ohr von den Zähnen her; Brennen der Ohren, als stünde man nahe am Ofen; Schmerz < am Morgen und im Freien; das Ohr ist so wund, daß sie nicht auf dieser Seite liegen kann. θ Otalgie.
Katarrh der Eustachischen Röhre, mit stechenden Schmerzen und sausenden Geräuschen in den Ohren.
Ziehender Krampf in den Muskeln in der Gegend des linken Warzenfortsatzes, er mußte den Kopf nach rechts neigen.
GERUCH UND NASE [7]
Trockener Schnupfen, vollständige Verstopfung der Nasenlöcher; krampfartiger Schmerz an der Nasenwurzel; < bei feuchtkaltem Wetter.
Zeitweise Verstopfung der Nase; zeitweise fließender Schnupfen.
Trockenheit und Verstopfung der Nase; morgens leichtes Heraufholen gelblicher oder grünlicher Klümpchen aus den hinteren Nasengängen.
Chronischer Nasenkatarrh; Nasenlöcher stark verstopft; bei Berührung wund und < am Abend; blutige Absonderungen.
Schmerzhaftes, krampfartiges Reißen zwischen Nasenwurzel und Augenbraue.
OBERE GESICHTSHÄLFTE [8]
Gesicht blaß, eingefallen; leidender Ausdruck.
Zuckende Stiche vom Unterkiefer zu den Schläfen beim Lachen.
UNTERE GESICHTSHÄLFTE [9]
Krampfschmerz im Ober- und Unterkiefer nach dem Essen.
Ausschläge und Geschwüre an den Mundwinkeln.
Trockene, ausgedörrte Lippen mit verschrumpfter Haut, ohne Durst.
Klare Bläschen an der Oberlippe.
ZÄHNE UND ZAHNFLEISCH [10]
Beißender Zahnschmerz, unerträglich, wenn etwas Kaltes den Zahn berührt.
Heftiger Zahnschmerz, plötzlich von einer Stelle zur anderen und hinauf in die Ohren ziehend.
GESCHMACK, SPRACHE, ZUNGE [11]
Öliger Geschmack im Mund.
Brennende Bläschen an der linken Seite der Zunge.
Knoten an der Zunge; Warzen.
Nach Vernarbung eines kleinen oberflächlichen Geschwürs an der linken Zungenseite, auf das Höllenstein aufgebracht worden war, heftige stechende, brennende Schmerzen längs der linken Zungenseite und an der inneren Seite der entsprechenden Wange; Kauen unmöglich; brennende Schmerzen, < in der Zunge, nachts im Zimmer, > im Freien.
MUNDHÖHLE [12]
Geruch aus dem Mund wie von Lehm oder Erde (frühmorgens nach dem Aufstehen).
Trockenheit von Gaumen und Lippen.
GAUMEN UND HALS [13]
Wund, wie wundgescheuert, mit schneidenden Schmerzen, unabhängig vom Schlucken; Gaumen und Lippen trocken, < im Freien; beim Schlucken Stiche in beiden Ohren; < beim Husten, mit rauher Stimme; Füße und Knöchel geschwollen.
Hals trocken, kratzend, mit dem Gefühl, als sei die Luftröhre durch ein Blatt verschlossen.
Schneidende Wundheit im Hals zwischen den Schluckakten.
Chronisches Halsweh.
APPETIT, DURST. VERLANGEN, ABNEIGUNGEN [14]
Abneigung gegen Nahrung infolge eines Sättigungsgefühls.
Durstlosigkeit.
ESSEN UND TRINKEN [15]
Während des Essens: Drücken in Magen und Bauch, stärker von kalter Nahrung, besonders bei schwächlichen Frauen.
Nach dem Essen: Krampfschmerz in den Kiefern; Schmerz im Rektum (nach dem Mittagessen).
SCHLUCKAUF, AUFSTOSSEN, ÜBELKEIT UND ERBRECHEN [16]
Aufsteigen aus dem Magen, wie Sodbrennen.
Übelkeit und Erbrechen.
MAGENGEGEND UND MAGEN [17]
Brennen im Magen, bis in die Brust ausstrahlend; manchmal mit großer Unruhe.
Drückende Wundheit im Epigastrium.
Viel Schmerz im Magen nach dem Essen; bei schwächlichen Personen.
Ziehen in der Magengegend, mit dem Gefühl, als sei die Magengrube vergrößert, mit Übelkeit.
Gastrodynie und Sodbrennen.
HYPOCHONDRIEN [18]
Druck in den Hypochondrien.
Gelbsucht infolge Entzündung der Leber.
Gallensteine.
BAUCH UND LENDEN [19]
Warme Kontraktion, von der Mitte des Bauches zur Brust ausstrahlend, mit Übelkeit.
Schneidender Schmerz in der Nabelgegend bei tiefer Einatmung.
Drückende Wundheit im Oberbauch und in der Magengrube.
Heftiger Schmerz, als würden die Därme zusammengezogen, beginnend im Magen und abwärts in den Bauch ziehend, hauptsächlich auf der linken Seite; beginnt eine Stunde und eine Viertelstunde nach dem Essen, erreicht seinen Höhepunkt in zwei Stunden; > beim Zusammenkrümmen, besonders im gebeugten Sitzen am Feuer, auch durch Nahrung und Aufstoßen; < in einem kalten Zimmer oder bei kaltem Wetter; der Schmerz konzentriert sich um und oberhalb des Nabels; dauerte länger als drei Wochen.
Beim Gehen Gefühl, als seien die Därme locker und würden durchgeschüttelt.
Bauch aufgetrieben, aufgedunsen; reichliche Blähungen.
STUHL UND REKTUM [20]
Viel Abgang von Blähungen.
Stuhl: locker und zäh; breiig; gelb, körnig, mit Tenesmus und Verengung des Anus; verstopft; selten, trocken, knotig, schwierig.
Zusammenziehender Schmerz im Anus beim Sitzen.
HARNORGANE [21]
Häufiger Harndrang.
Schneidender Schmerz in der Mitte der Harnröhre zwischen den Harnentleerungen.
Harn reichlich; Sediment violett, erdig.
Einschießender Schmerz in der Harnröhre beim Abgang von Blähungen.
(OBS :) Pityriasis nigra oder Addisonsche Krankheit der Nebennierenkapseln.
MÄNNLICHE GESCHLECHTSORGANE [22]
Sexuelle Schwäche, mit Schmerz im Samenstrang und Harndrang.
Schwächegefühl in den Genitalien, mit Brennen und Ziehen in den Samensträngen, bis zur Eichel ausstrahlend.
Zeitweise brennendes Ziehen von den Samenblasen bis zur Eichel.
Juckreiz: an der Corona glandis; an der Innenseite des Skrotums, nicht > durch Kneifen und Reiben.
WEIBLICHE GESCHLECHTSORGANE [23]
Menstruation: zu früh und spärlich bei anämischen Personen; starkes Druck-nach-unten-Gefühl; sechs Tage zu früh, spärlich, nur zwei Tage dauernd.
Blutabgang zwischen den Perioden, Drücken in den Genitalien.
Plötzliche Hitzewallungen im Klimakterium.
STIMME UND KEHLKOPF. LUFTRÖHRE UND BRONCHIEN [25]
Heiserkeit: mit Schnupfen; mit kitzelndem Husten; rauhe Sprache am frühen Morgen oder in der Abendluft im Freien; begleitend zu oder lange nach einem Schnupfenanfall anhaltend; bei chronischen Kehlkopfleiden.
Stimme nicht klar, wie von Schleim belegt, morgens rauh.
Wundheitsgefühl im Kehlkopf; Stimme heiser; Atem heiß, brennend.
Dumpfe Stiche auf beiden Seiten des Kehlkopfes, beim Schlucken zum Ohr ziehend.
Rauhigkeit und Verengung des Kehlkopfes.
Laryngitis, Schmerzen mäßig, starke Schleimansammlung und lang anhaltende Heiserkeit; bei Sängern.
Kehlkopfkatarrh bei schwachen, anämischen Personen oder bei solchen mit tuberkulösen Ablagerungen in den Lungen; morgens heisere Stimme, die nach Auswurf von Klumpen zähen Schleims allmählich klar wird.
Tuberkulose des Kehlkopfes.
Chronische Erkrankung des Kehlkopfes, mit eustachischer Schwerhörigkeit.
Wundheit im Hals, mit dem Gefühl, als werde die Luftröhre beim Räuspern durch eine Membran verschlossen.
Chronisches Leiden von Kehlkopf und Luftröhre; Wundheit und Heiserkeit; trockener Husten, < nach Sprechen; Auswurf grünlicher Massen oder rötlichen Schleims; starke Anämie; Patient tuberkulös.
Venöse Erweiterung in Hals und Rachen; partielle Injektion der Taschenbänder; morgens heisere Stimme, > nach Abhusten klumpigen Schleims. θ Chronische katarrhalische Laryngitis.
ATMUNG [26]
Atem heiß und brennend, mit unangenehmer Hitze in der Brust.
Schmerz in der zweiten linken Rippe durch Sprechen.
Schmerzen in Kopf, Ohren, Armen, Magen, < beim Atmen, Sprechen oder Lachen.
HUSTEN [27]
Husten: verursacht einschießende Schmerzen in den Scheitelbeinen; trocken, unaufhörlich, von Reizung in der Mitte des Brustbeins; > im Liegen, trockener Husten durch lautes Lesen, mit schmerzhafter Trockenheit, Rauhigkeit und Verengung des Kehlkopfes; < durch Sprechen, Lachen, Gehen und tiefe Einatmung.
Auswurf spärlich, klumpig, gelb, klebrig, verursacht langes Husten zur Entleerung. θ Bronchitis.
Tiefer Husten mit Auswurf, der sich im Liegen verliert.
Husten gegen 5 Uhr nachmittags, hält fast ununterbrochen bis zum Niederlegen an, was Erleichterung bringt; Reizung um die Mitte des Brustbeins; schwieriger Auswurf von Klumpen zähen Schleims; morgens leichter Auswurf gelblich-grünlicher Klümpchen, sogar ohne Husten.
Sputum: grünliche oder gelbe Klumpen; schwierig, aus zähem Schleim; rötlicher Schleim; blutig.
BRUSTINNERES UND LUNGEN [28]
Unangenehme Hitze in der Brust, Atem heiß und brennend.
Stiche in Brust und Brustbein, auf- und abgehend.
Klopfen in der Brust.
Warme Kontraktion von der Mitte des Bauches zur Brust, mit Übelkeit.
Schmerz wie geprellt im oberen Brustkorb beim Bücken, > durch Aufrichten des Kopfes.
Lungenabszess und Husten.
Hämoptyse; mit stechenden Schmerzen durch die rechte Lunge und trockenem Husten, der im Liegen immer aufhört; mit starker Anämie und Herzklopfen.
HERZ, PULS UND KREISLAUF [29]
Herzklopfen, stark, unregelmäßig, zitternd, ohne abnorme Geräusche.
Plötzliche Stöße am Herzen und in der linken Brustseite von oben nach unten.
Puls: sehr ungleich und unregelmäßig, kaum fühlbar, bald schnell, bald langsam, aber ständig weich und schwach.
HALS UND RÜCKEN [31]
Roter, geschwollener Streifen an der linken Halsseite.
Steifigkeit des Nackens.
Reißen in der ganzen Wirbelsäule von oben nach unten.
Schmerz im Kreuz beim Rückwärtsbeugen.
OBERE EXTREMITÄTEN [32]
Schmerz wie nach Verstauchung im Schultergelenk.
Rheumatische Schmerzen, von den Schultern bis zu den Fingern ausstrahlend.
Nagen und Bohren im Humerus, als säße es im Knochenmark.
Juckreiz an der Außenseite des rechten Oberarms, gerade oberhalb des Ellenbogens, > durch Kratzen.
Spannung im Ellenbogengelenk, als sei es zu kurz.
Herpes am Unterarm.
Spannungsartiger Schmerz in den Gelenken der Arme und Handgelenke.
Rhagaden in den Fingerbeugen.
Beim Schließen und Strecken fühlen sich die Hände geschwollen an.
Chronische Schwellung und Eiterung des kleinen Fingers.
Bösartiges Geschwür mit blauem Rand nach einem leichten Kratzer mit dem Fingernagel.
Bösartiges Geschwür am Finger nach einem leichten Kratzer.
UNTERE EXTREMITÄTEN [33]
Pickel am Oberschenkel mit Schorf an den Spitzen.
Spannungsartige, ziehende Stiche im Oberschenkel.
Zucken der Muskeln in den Beinen bei der geringsten Anstrengung.
Ruckartiger stechender Schmerz oberhalb des Knies.
Zittern und Unsicherheit der Knie.
Reißen in den Knien.
Juckreiz an Knien und Schienbein.
Spannung und Steifigkeit in den Beinen.
Wollüstiger Juckreiz am unteren Teil der rechten Wade; nach dem Kratzen erscheinen mehrere tiefsitzende Pickel, die bald aufhören zu jucken, wenn man sie bis zum Bluten kratzt; dann bleibt die Stelle noch lange juckend und brennend.
Entzündung und Schwellung beider linken Malleolen, mit Stichen im Bein, die vom äußeren Knöchel aufwärts ziehen, immer beim Gehen und zuweilen auch ohne Gehen. θ Knöchelleiden.
Qualvolle Schmerzen in der stark geschwollenen linken Großzehe, aufwärts ausstrahlend; Schmerzen nachts unerträglich; < bei der geringsten Berührung; muß ständig die Lage wechseln; Appetit- und Schlafverlust. θ Podagra.
Rheumatismus in den Füßen; kann kein Gewicht auf die Ferse setzen.
Brennen der Fußsohlen.
Wundheit zwischen den Zehen.
EXTREMITÄTEN IM ALLGEMEINEN [34]
Ziehen und Spannung in den Extremitäten wie durch Verkürzung der Sehnen, besonders beim Strecken.
Schwäche und Zittern, besonders der Gelenke.
Rheumatismus springt von Gelenk zu Gelenk, meist kreuzweise; rote, glänzende Schwellungen; < durch Berührung oder Bewegung oder nachts.
Arthritis vaga; brennende Flecken um die Gelenke; verursacht ständiges Jammern und Stöhnen.
Schmerzhafte Periostitis und Entzündung der gelenkbildenden Knochenenden; bohrendes oder nagendes Gefühl im Humerus, als säße es im Knochenmark; nachts sind die Schmerzen unerträglich; < bei Berührung der Teile; > im Freien.
Unerträgliche Schmerzen in der Haut der unteren Extremitäten und Gelenke.
Extremitäten sehr druck- und berührungsempfindlich; der betroffene Teil, dem die Lahmheit zugeschrieben wird, ist druckempfindlich. θ Lahmes Becken.
RUHE. LAGE. BEWEGUNG [35]
Liegen: Husten >; tiefer Husten hört auf; kann nicht auf der Seite des schmerzhaften Ohrs liegen.
Kopf rückwärts beugen: Kopfschmerz in den Schläfen kehrt zurück.
Muß den Kopf nach rechts neigen; Krampf in der Gegend des Warzenfortsatzes.
Kopf aufrichten: Schmerz wie geprellt in der Brust >.
Sitzen: Schwindel; Kopfschmerz in den Schläfen <; zusammenziehender Schmerz im Anus.
Stehen: Schwindel; Benommenheit und Verwirrung der Sinne.
Bücken: Schmerz wie geprellt im oberen Brustkorb.
Vorbeugen: Kopfschmerz in den Schläfen >.
Zusammenkrümmen: Bauchschmerz >.
Rückwärtsbeugen: Schmerz im Kreuz.
Beim Schließen und Strecken der Finger fühlen sie sich geschwollen an.
Muß ständig die Lage wechseln: Schmerz in der Großzehe.
Bei der geringsten Anstrengung: Zucken in den Beinmuskeln.
Bewegung: Blutandrang zum Kopf; Bewegung des Kopfes verursacht Erschütterung des Gehirns; bei der geringsten Bewegung sind die Augenlider schmerzhaft; Schwellungen an den Gelenken <.
Lachen: Stiche im Ohr; zuckende Stiche vom Unterkiefer zu den Schläfen; Schmerzen in Kopf, Ohren, Armen, Magen <; Husten <.
Sprechen: Stiche im Ohr; Schmerz in der zweiten linken Rippe; Schmerzen in Ohren, Kopf, Armen, Magen <; Husten <.
Schlucken: Stiche in den Ohren; schneidende Wundheit im Hals dazwischen.
Kauen: unmöglich, Schmerz in der Zunge.
Strecken: Ziehen und Spannung in den Extremitäten.
Gehen: Erschütterung des Gehirns; Krächzen im rechten Ohr; Stiche im Ohr; Gefühl, als seien die Därme locker und würden durchgeschüttelt; Husten <; Stiche im Bein; Kinder können nicht gehen.
NERVEN [36]
Schwäche und Zittern, besonders der Gelenke.
Lähmung infolge Zerfalls des vorderen Teils des Rückenmarks.
SCHLAF [37]
Viel Gähnen.
Früh am Abend schläfrig.
Viele lebhafte Träume, die gut erinnert werden.
ZEIT [38]
Morgen: Verklebung der Augen; Schmerz im Ohr <; Heraufholen gelblich-grünlicher Klümpchen aus den hinteren Nasengängen; früh nach dem Aufstehen Geruch aus dem Mund wie von Lehm oder Erde; rauhe Sprache; heisere Stimme; leichter Auswurf.
Tagsüber: Brennen in den Augen und verschwommenes Sehen.
Nach dem Mittagessen: Schmerz im Rektum.
Um 5 Uhr nachm.: Husten.
Abend: chronischer Nasenkatarrh <; früh schläfrig; Frösteln.
Nacht: brennender Schmerz in der Zunge <; Schmerzen in der Großzehe unerträglich; rote, glänzende Gelenkschwellungen <; Knochenschmerzen unerträglich; Schweiße; bohrende Schmerzen in den Gelenken; Periostentzündung äußerst schmerzhaft; Juckreiz in den Papeln am Hals <.
TEMPERATUR UND WETTER [39]
Am Feuer: gebeugtes Sitzen, > Schmerz im Bauch.
In geschlossenen Räumen: Kopfschmerz >; Brennen in der Zunge <.
Im Freien: zusammenziehender Schmerz im Kopf <; Blutandrang zum Kopf >; ziehender, stechender, spannungsartiger Kopfschmerz; brennend-drückender Kopfschmerz >; Ohrenschmerz; brennende Schmerzen in der Zunge >; Trockenheit von Lippen und Gaumen <; abends rauhe Sprache; Knochenschmerzen >.
Kaltes und regnerisches Wetter: dumpfes Gehör <; krampfartiger Schmerz an der Nasenwurzel <.
Kälte: Berührung der Zähne macht den Schmerz unerträglich; kalte Nahrung, Drücken in Magen und Bauch <; kaltes Zimmer oder kaltes Wetter, Bauchschmerz <.
FIEBER [40]
Frösteln meist am Abend, einschießender Kopfschmerz, eisig kalte Hände und Füße.
Schüttelfrost mit Hitze des Kopfes, Stechen in der Stirn, nach dem Frost fortdauernd.
Plötzliche Hitzewallungen im Gesicht, auf der Brust und über den Rücken.
Häufiges Aufsteigen von Hitze in den Kopf, mit Durst.
Reichlicher Schweiß, mit kurzer, ängstlicher Atmung.
Nachtschweiße; Juckreiz oft nur am Hals und an den Unterschenkeln.
Unvollständiges Wechselfieber, nur aus Hitze und Schweiß bestehend, mit mäßigem Durst.
Typhusfieber, wenn die Ohrspeicheldrüse geschwollen ist und die Knochen sehr berührungsempfindlich sind.
ANFÄLLE, PERIODIZITÄT [41]
Eine Stunde und eine Viertelstunde nach dem Essen: Bauchschmerz beginnt und erreicht zwei Stunden danach seinen Höhepunkt.
Sechs Tage zu früh: Menstruation, dauerte nur zwei Tage.
Mehr als drei Wochen: Bauchschmerz.
Zwischen den Menses: Blutabgang.
Im Klimakterium: plötzliche Hitzewallungen.
Sechs Wochen Dauer: Lichen circumscriptus; vier Wochen später zwei kreisförmige Gruppen rosafarbener, leicht zugespitzter Papeln.
LOKALISATION UND RICHTUNG [42]
Rechts: muß den Kopf nach dieser Seite neigen, bei Krampf im linken Warzenfortsatz; krächzendes Geräusch im Ohr; Schmerz im Ohr; stechender Schmerz durch die Lunge; Juckreiz an der Außenseite des Oberarms; wollüstiger Juckreiz am unteren Teil der Wade.
Links: Stiche und einschießende Schmerzen in der Stirnseite; ziehender Krampf in den Muskeln in der Gegend des Warzenfortsatzes; brennende Bläschen an der Zungenseite; kleines oberflächliches Geschwür an der Zungenseite; brennender Schmerz an der Zungenseite und an der inneren Seite der Wange; heftiger Schmerz in der Bauchseite; Schmerz in der zweiten Rippe; plötzliche Stöße in der Brustseite; roter geschwollener Streifen an der Halsseite; Entzündung und Schwellung beider Malleolen; qualvolle Schmerzen in der Großzehe; kleine Knötchen an der Gesäßhälfte; dunkelrote, scharf begrenzte Flecken, mit kleinen, locker haftenden Schuppen bedeckt, an der Schulter.
Von oben nach unten: plötzliche Stöße in Herz und Brust; Reißen in der ganzen Wirbelsäule.
Auf und ab: Stiche in Brust und Brustbein.
Aufwärts: Schmerzen strahlen in der linken Großzehe aus.
Abwärts: heftiger Schmerz vom Magen zum Bauch.
EMPFINDUNGEN [43]
Kopf wie größer; Gefühl wie beim Erwachen aus dem Schlaf; als wären die Ohren verstopft; Hals wie wundgescheuert; als sei die Luftröhre durch ein Blatt oder eine Membran verschlossen; als sei die Magengrube vergrößert; als würden die Därme zusammengezogen; als seien die Därme locker und würden durchgeschüttelt; Stimme nicht klar, wie von Schleim belegt; Schmerz wie nach Verstauchung im Schultergelenk; Bohren wie im Knochenmark; Ellenbogengelenk wie zu kurz; als wären die Sehnen verkürzt.
Schmerzen: strahlen aus anderen Teilen zum Ohr hin aus und konzentrieren sich dort; im rechten Ohr von den Zähnen her; im Rektum; im Magen; um und oberhalb des Nabels; im Samenstrang; im Kehlkopf; in der zweiten linken Rippe; in Kopf, Ohren, Armen, Magen; im Kreuz; im Schultergelenk.
Qualvolle Schmerzen: in der stark geschwollenen linken Großzehe.
Unerträglicher Schmerz: in der Großzehe.
Unerträgliche Schmerzen: in der Haut der unteren Extremitäten und Gelenke.
Unerträglicher Schmerz: in den Zähnen; bohrend, in den Knochen.
Heftiger Schmerz: vom Magen zum Bauch, < links.
Heftiger Schmerz: in den Zähnen, von einer Stelle zur anderen und hinauf in die Ohren ziehend.
Äußerst schmerzhaft: Periostentzündung.
Reißen: in der ganzen Wirbelsäule; in den Knien.
Reißen und Stechen: bis zum Trommelfell ausstrahlend.
Heftiges Stechen, Brennen: längs der linken Zungenseite und an der inneren Seite der Wange.
Stechender Schmerz: in den Ohren; durch die rechte Lunge.
Plötzlicher stechender Schmerz: in den Ohren.
Spannung, ziehende Stiche: im Oberschenkel.
Schneidende Schmerzen: im Hals; in der Nabelgegend; in der Mitte der Harnröhre.
Schneidende Wundheit: im Hals.
Pochen: im Kopf.
Klopfen: in der Brust.
Geschwüriger Schmerz: im schwerhörigen Ohr.
Einschießende Schmerzen: in der linken Stirnseite; in der Harnröhre; in den Scheitelbeinen.
Zuckende Stiche: vom Unterkiefer zu den Schläfen.
Nadelartige Stiche: in der linken Stirnseite.
Stiche: im Ohr; in Brust und Brustbein; im Bein.
Ruckartiger stechender Schmerz: oberhalb des Knies.
Dumpfe Stiche: auf beiden Seiten des Kehlkopfes bis zum Ohr.
Schmerzhaftes, krampfartiges Reißen: zwischen Nasenwurzel und Augenbraue.
Krampfartige Schmerzen: an der Nasenwurzel; im Ober- und Unterkiefer.
Ziehender Krampf: in den Muskeln in der Gegend des linken Warzenfortsatzes.
Nagen und Bohren: im Humerus.
Drückender, bohrender Kopfschmerz: in den Schläfen, bis zu Augen und Stirn.
Zusammenziehender stechender Schmerz: in der Vorderpartie des Kopfes, < in den Schläfen.
Zusammenziehender Schmerz: im Anus.
Dumpf schmerzend: im Kopf; im Epigastrium; in den Augen.
Rheumatische Schmerzen: von den Schultern bis zu den Fingern; in den Füßen; springen von Gelenk zu Gelenk.
Druck-nach-unten-Schmerz: mit der Menstruation.
Ziehender, stechender oder spannungsartiger Schmerz: im Kopf.
Schmerzhafte Erschütterung: des Gehirns, beim Gehen.
Beißender Schmerz: in den Zähnen.
Brennendes Ziehen: von den Samenblasen bis zur Eichel.
Brennende Hitze: in den Augen.
Brennend, drückend: Kopfschmerz.
Spannungsartiger Schmerz: in den Gelenken der Arme und Handgelenke.
Drückende Wundheit: im Epigastrium; im Oberbauch und in der Magengrube.
Schmerz wie geprellt: im oberen Brustkorb.
Plötzliche Stöße: am Herzen und in der linken Brustseite.
Erschütterung: des Gehirns.
Wundheit: im Hals.
Wundheit: im Kehlkopf; im Hals; zwischen den Zehen.
Brennen: in den Augen; der Ohren; in den Bläschen auf der Zunge; Schmerz in der Zunge; im Magen bis zur Brust; im Samenstrang; am unteren Teil der rechten Wade; der Fußsohlen; in Flecken um die Gelenke, Brust, Arme, Hände und Füße.
Hitze: des Kopfes.
Drücken: in den Genitalien; in Magen und Bauch.
Ziehen: in der Magengegend; im Samenstrang; in den Extremitäten.
Gefühl von Schwellung: in den Händen.
Reizung: in der Mitte des Brustbeins.
Druck: in den Augen; in den Hypochondrien.
Schweregefühl: im Kopf.
Völlegefühl: der Ohren.
Verengung: des Anus; des Kehlkopfes.
Spannung: im Ellenbogengelenk; in den Beinen; in den Extremitäten.
Zucken: der Muskeln der Beine.
Unangenehme Hitze: in der Brust.
Warme Kontraktion: von der Mitte des Bauches zur Brust.
Steifigkeit: des Nackens; in den Beinen.
Zittern und Unruhe: der Knie; der Gelenke.
Schwäche: in den Genitalien; der Gelenke.
Trockenheit: der Augen; der Nase; schmerzhafte Trockenheit im Hals.
Wollüstiger Juckreiz: am unteren Teil der rechten Wade.
Juckreiz: an der Corona glandis; an der Innenseite des Skrotums; an der Außenseite des rechten Oberarms; an Knien und Schienbein; am unteren Teil der rechten Wade; am Hals und an den Unterschenkeln; in der Kniekehle und am Schienbein; an den Handflächen.
Kältegefühl: an einer kleinen Stelle am Scheitel.
GEWEBE [44]
Anämie; Kehlkopfschwindsucht; Tuberkulose.
Chlorose, wenn Magenbeschwerden und Appetitlosigkeit überwiegen.
Jeder Teil des Körpers fühlt sich bei Berührung äußerst wund an.
Entzündung der Knochen oder Gelenke, mit nächtlichen unerträglichen bohrenden Schmerzen.
Entzündliche Schwellungen und Eiterung.
Knochen sehr empfindlich; rote Flecken auf der Haut infolge Knochenentzündung; besonders die Knöchel betroffen; Kinder können nicht gehen.
Periostentzündung nachts äußerst schmerzhaft.
Bösartige Geschwüre mit blauem Rand nach leichter Verletzung.
BERÜHRUNG. PASSIVE BEWEGUNGEN. VERLETZUNGEN [45]
Berührung, passive Bewegungen, Verletzungen
Berührung: Augenlider schmerzhaft; äußeres Ohr schmerzhaft; Nasenlöcher wund; Schmerz in der Zehe <; rote, glänzende Schwellungen an den Gelenken <; Knochenschmerzen <; Extremitäten sehr druck- und berührungsempfindlich; Knochen empfindlich; jeder Teil des Körpers äußerst wund.
Kann die Ferse nicht belasten; Rheumatismus.
Druck: Extremitäten empfindlich.
Kratzen: Juckreiz am rechten Oberarm >; läßt tiefsitzende Pickel an der rechten Wade erscheinen.
Kneifen und Reiben: bessert den Juckreiz an der Innenseite des Skrotums nicht.
Leichter Kratzer: gefolgt von bösartigem Geschwür.
Leichte Verletzung: es folgen bösartige Geschwüre mit blauem Rand.
HAUT [46]
Juckreiz hier und da, > durch Kratzen.
Juckreiz in der Kniekehle und am Schienbein, < beim Schwitzen.
Juckreiz an den Handflächen, mit roten Flecken; Lippen wund.
Brennen in kleinen roten Flecken an Brust, Armen, Händen und Füßen, begleitend zu Rheumatismus.
Rhagaden in den Gelenkbeugen, mit Wundheit.
Juckender Herpes.
Die Haut will nicht heilen.
Kleine Bläschen oder tiefsitzende kleine Flecken nach dem Kratzen.
Kleine Knötchen an der Mamma und an der linken Gesäßhälfte.
Chronische Eiterungen der Haut, besonders um die Gelenke.
Pityriasis rubra bei einem Mann, æt. 22, gesund aussehend, mäßig lebend und nie Syphilis gehabt; vor drei Wochen begann ein Ausschlag aus dunkelroten, scharf begrenzten Flecken, bedeckt mit kleinen, locker haftenden Schuppen, die sich über Thorax und linke Schulter ausbreiteten; die Epidermisschuppen schälen sich in ungeheuren Mengen ab und legen eine rote, trockene Fläche frei.
Lichen circumscriptus von sechswöchiger Dauer am Hals einer kräftigen Frau, æt. 44; begann mit Juckreiz; vier Wochen später zwei kreisförmige Gruppen rosafarbener, leicht zugespitzter Papeln, an der Basis zusammenfließend und ohne jede Sekretion; Juckreiz nachts stärker als tagsüber und nach dem Kratzen aufhörend.
Psoriasis inveterata bei einem Mann, æt. 45, dem übermäßigen Branntweingenuß ergeben; vor acht Jahren durch Elektrizität von Amaurose geheilt, und sechs Monate später begann das Hautleiden; kränkliches Aussehen; muskulös, aber mager, dunkler Teint; hatte Gonorrhö, Schanker und Bubonen und war bei der ersten Konsultation betrunken; der Ausschlag erschien zuerst an den Ellenbogen, dann an Knien und Waden; an den erkrankten Stellen verdickte sich die Haut zunächst, dann entstanden Rhagaden und schließlich weiße, glänzende, harte, haftende Schuppen, die sich fortwährend neu bildeten; kaum Juckreiz und gelegentlich rheumatische Schmerzen.
Lepra vulgaris, Psoriasis und Pityriasis.
LEBENSALTER, KONSTITUTION [47]
Knabe, æt. 8; Schwerhörigkeit.
Mädchen, æt. 13, anämisch, tuberkulöse Ablagerungen in der Spitze beider Lungen; Leiden von Kehlkopf und Luftröhre.
Mann, æt. 22; Pityriasis.
Frau, seit mehr als drei Wochen leidend; Darmschmerz.
Frau, seit drei Wochen leidend; Kolik.
Frau, æt. 44, gesund; Lichen.
Mann, æt. 45, Trinker, hatte Gonorrhö, Schanker und Bubonen; Psoriasis.
Mann, æt. 60, keine Syphilisanamnese, nach Aufbringen von Höllenstein auf ein kleines Geschwür an der Zunge, an dem er zuvor drei Monate gelitten hatte; Schmerzen in Zunge und Wange.
Alter Mann; Podagra.
BEZIEHUNGEN [48]
Antidotiert durch: Coffea, Merc. sol.
Verträglich: Pulsat., Rhus. tox., Sulphur.
Vergleiche: Am. mur. (Rheumatismus); Arg. nitr. (Kehlkopfhusten, Tuberkulose).