Digitalis Purpurea
By Constantine Hering — Die Leitsymptome unserer Materia medica
Fingerhut. Scrophulariaceæ.
Digitalis wird in Gärten kultiviert und kommt auch wild in ganz Europa vor, wo sie kieselhaltigen Boden bevorzugt und Kalkgegenden im allgemeinen meidet. Diese Tatsache wurde von Wm. Lewis schon 1768 in seiner Materia Medica erwähnt, wo er bemerkt: „Es ist bei dieser Pflanze bemerkenswert, daß sie nur auf kiesigen Böden wächst; selten oder nie auf solchen, unter denen Schichten kalkhaltiger Erde oder Steine liegen.“
Dieses Arzneimittel wurde von Hahnemann und seinen Arzneiprüfern ausgedehnt geprüft (siehe Chronische Krankheiten, Bd. 3), ebenso von späteren Prüfern. Toxikologische Berichte und Wirkungen bei Kranken sind zahlreich; doch werden, wie gewöhnlich in unserer Anordnung, durch Heilungen bestätigte Symptome bevorzugt wiedergegeben.
Die Symptome von Digitalin und Digitoxinum, den wirksamen Prinzipien der Digitalis, sind so ähnlich, daß keine gesonderte Klassifikation versucht wird; von letzterem besitzen wir eine fragmentarische Arzneimittelprüfung von Kopfe, siehe Allen's Encyclopædia, Bd. 4, S. 121, und ersteres wurde von Baehr geprüft (siehe Baehr's Monograph), dessen Symptome zusammen mit anderen aus allgemeinen Experimenten und Vergiftungen in Allen's Anordnung, Encyclopædia, Bd. 4, S. 75, enthalten sind.
Die Tinktur wird aus den frischen Blättern der unkultivierten Pflanze bereitet.
Anmerkung.- „Digitalis ist wenigstens in unserer Zeit und in diesem Lande kein Polychrest; kein Arzneimittel, das täglich und in der Mehrzahl der Fälle anwendbar wäre; aber es ist ein unentbehrliches Mittel in sehr ernsten Fällen, in denen uns alle Polychreste im Stich lassen würden.“ C. Hering.
KLINISCHE AUTORITÄTEN.
- Delirium tremens, Kurtz, Rück. Kl. Erf., Bd. 5, S. 63; 66 Fälle als geheilt berichtet, B. J. H., Bd. 2, S. 139; Zerschmetterungsgefühl im Kopf, Dudgeon, Raue's Rec., 1870, S. 97; Cerebro-spinale Meningitis, Adams Raue's Rec., 1870, S. 96; Hydrocephalus acutus, Battmann, Rück. Kl. Erf., Bd. 5, S. 42; Magenstörungen, Schmid, B. J. H., Bd. 5, S. 267; Gage, Organon, Bd. 1, S. 324; Ascites, Wolf, Rück. Kl. Erf., Bd. 4, S. 344; Eingeklemmte Hernie, 3 Fälle, Frank, Allg. Hom. Ztg., Bd. 16, S. 353; Diarrhöe, Rockwith, Hom. Clin., Bd. 4, S. 65, auch Raue's Rec., 1872, S. 138; Pollutionen, 6 Fälle, Polle, Hom. Clin., Bd. 3, S. 36; Folgen häufiger Pollutionen, 2 Fälle (Digitalin), Bähr, Rück. Kl. Erf., Bd. 5, S. 531; Spermatorrhöe und Folgen der Onanie, Bähr, Rück. Kl. Erf., Bd. 5, S. 531; Hydrozele, Trinks, Altmüller, Cretin, B. J. H., Bd. 14, S. 170; Preston, Med. Inv., Bd. 6, S. 33; Emansio mensium, Bicking, Rück. Kl. Erf., Bd. 2, S. 230; Metrorrhagie (Digitalin), Bähr, Rück. Kl. Erf., Bd. 5, S. 624; Asthma, Bähr, Rück. Kl. Erf., Bd. 5, S. 798; Keuchhusten, Deventer, Ægidi, Rück. Kl. Erf., Bd. 5, S. 717; Herzsymptome, Hale, Am. Hom. Obs., Bd. 7, S. 531; Angina pectoris, Ball, N. A. J. H., Bd. 5, S. 373; Bähr, Rück. Kl. Erf., Bd. 5, S. 852; Perikarditis, Bähr, Rück. Kl. Erf., Bd. 5, S. 853; Herzklopfen, Nankivell, Analytical Therap., Bd. 1, S. 216; 2 Fälle, Bähr, Rück. Kl. Erf., Bd. 5, S. 854; Funktionelle Störungen des Herzens, mit Herzklopfen, 2 Fälle, Black, B. J. H., Bd. 4, S. 277; Herzhypertrophie, Teller, Rück. Kl. Erf., Bd. 2, S. 855; Affektion der Trikuspidalklappen, mit Ödem, Schrön, Rück. Kl. Erf., Bd. 3, S. 444; Herzerkrankung und Blutstauung zur Lunge, Sterling, B. J. H., Bd. 22, S. 316; Fettige Entartung des Herzens, 2 Fälle, Bönninger, Rück. Kl. Erf., Bd. 5, S. 856; , Chalmers, Raue's Rec., 1870, S. 197; , Schüler, B. J. H., Bd. 4, S. 277; , Schüler, Rück. Kl. Erf., Bd. 3, S. 444; , Kreussler, Allg. Hom. Ztg., Bd. 9, S. 187; , Berridge, Organon, Bd. 1, S. 438; Lobethal, Rück. Kl. Erf., Bd. 4, S. 49; Newton, Raue's Rec., 1871, S. 208; Trinks, Rück. Kl. Erf., Bd. 4, S. 344; , Knorre, Allg. Hom. Ztg., Bd. 5, S. 161; , Lobethal, Rück. Kl. Erf., Bd. 1, S. 694; , Knorre, Rück. Kl. Erf., Bd. 1, S. 694.
GEMÜT [1]
Schwäche des Gedächtnisses.
Denken schwierig, vergißt alles sofort.
Benommenheit des Kopfes wie von Trunkenheit, mit gesteigerter geistiger Tätigkeit.
Delirium tremens; in Fällen, die sich langsam entwickeln, mit allmählich zunehmendem Schmerz in der Magengrube, anhaltender Übelkeit, Durst, Herzklopfen, Kopfschmerz, Schwindel und Blässe des Gesichts.
Anfallsweise Manie mit Wut, begleitet von hochgradigem Delir, Verdauungsstörung und Melancholie, gefolgt von Kopfschmerz.
(OBS :) Epileptische Manie; zu Beginn der Erregung gegeben, schneidet den Anfall häufig ab.
Wollüstige Phantasien Tag und Nacht.
Will allein sein; unlustig zu sprechen; Neigung zu Mattigkeit.
Weinerlichkeit, gedrückte Stimmung.
Tiefe Melancholie, < durch Musik, mit häufigem Seufzen und Weinen, was Erleichterung bringt; düster, mürrisch, üble Laune, große Furcht vor der Zukunft; wahnsinniger Eigensinn und Ungehorsam, mit dem Wunsch zu entfliehen.
Melancholisch, mutlos und ständig von Todesfurcht oder Furcht vor dem Verlust des Verstandes gequält. T Tertianes Wechselfieber.
Mutlos und unentschlossen.
Große Angst, wie von belastetem Gewissen.
Düster, verdrießlich und mißtrauisch.
SENSORIUM [2]
Sopor; Bewußtlosigkeit; Pupillen erweitert, gegen Licht unempfindlich; Blindheit; eine Gesichtshälfte krampfhaft verzogen; Puls sehr langsam, oft hart, mit entsprechend kräftigem Herzstoß, zuweilen intermittierend und klein; Atmung schwer, langsam und tief; Schlaf mit häufigem Auffahren und Träumen vom Fallen; allgemeine Krämpfe.
Ohnmacht, mit langsamem, unregelmäßigem Puls; kalter Schweiß; todesähnlicher Gesichtsausdruck.
Allgemeine Schwäche, mit Ohnmachtsanfällen.
Schwache Herztätigkeit, so daß es das Gehirn nicht hinreichend anregen kann, welches sich müde und schwach anfühlt; starker Schwindel.
Schwindel, mit ängstlichem Gefühl, als ob Ohnmacht eintreten werde, beim Stehen oder Anlehnen an einen Stuhl.
Schwindel: beim Aufstehen vom Sitzen, und bemerkbare Schwäche der Extremitäten beim Gehen oder Fahren; mit Zittern; mit sehr langsamem Puls.
Ständiger Schwindel des Kopfes und Klingeln in den Ohren. θ Angina.
Verwirrung des Kopfes.
Benommenheit des Kopfes, mit beschränkter Denkfähigkeit.
Jede Nacht beim Einschlafen wird er plötzlich durch einen lauten metallischen Krach im Kopf mit einem Ruck aufgeweckt; dies geschieht mehrere Male, bevor er in ruhigen Schlaf fallen kann.
INNERER KOPF [3]
Pochender Kopfschmerz in der Stirn oder am Boden der Augenhöhlen.
Druck: in der Stirn bei geistiger Anstrengung; anfallsweise, bald in den Schläfen, bald im ganzen Kopf.
Stiche: in der Stirn, sich in die Nase erstreckend, besonders nach dem Trinken von etwas Kaltem; in den Schläfen (abends und nachts).
Kopf schwer, verwirrt, als ob er voll wäre.
Kopfschmerz, Druck und Schwere, als durch Blutandrang zum Kopf verursacht.
Kopfschmerz wie von Wellen, die von einer Seite schlagen, < im Liegen, Blut drängt hinein, blubbert und schwappt, doch ist es nicht heiß.
Ziehen in den Seiten des Kopfes, das schwindlig macht.
Gehirn fühlt sich locker an.
Gefühl, als ob beim Bücken etwas im Kopf nach vorn falle.
Plötzliches knackendes Geräusch im Kopf während des Mittagsschlafes, mit erschrockenem Auffahren.
Aus dem Schlaf erschreckt erwacht durch einen Krach im Kopf, als ob das Gehirn aus feinem Glas bestünde und durch einen Schlag zerschmettert würde.
Knall im Kopf, wie der Schuß einer Pistole.
Gefühl von Juckreiz im Kopf (innen, einseitig).
Heftiger, einschießender Kopfschmerz, besonders im Hinterhaupt und Scheitel.
Plötzliches und schrilles Schreien mit Greifen nach den Haaren oder dem Gesicht der Wärterin, Schielen und dem Verlangen, den Kopf so weit wie möglich zurückzubiegen; kann keine Nahrung zu sich nehmen, ohne zu erbrechen; häufiger quälender und außerordentlich übelriechender Stuhl; Bauch flach und kahnförmig; Extremitäten kalt, und wenn sie nicht ständig eingehüllt werden, breitet sich die Kälte bis zum Rumpf aus. θ Cerebro-spinale Meningitis.
Gesicht blaß; Augen eingefallen, trübe; Pupillen sehr weit erweitert; Sehvermögen ganz aufgehoben; Lider geschlossen, in seltenen Zwischenräumen halb geöffnet; Gehör beeinträchtigt; Tränenfluß und Absonderung von dickem Schleim aus dem linken Auge; plötzliches schrilles Schreien mit vielem Umherwerfen, < nachts; Haut heiß und trocken; unwillkürliches Wasserlassen; völliges Fehlen von Stuhl; Puls schnell, ruckweise, intermittierend; Zunge braun, nach der Basis hin trocken; Lippen und Zähne mit braunen Sordes bedeckt. θ Hydrocephalus acutus.
Gefühl, als ob Wasserwellen gegen den Schädel schlagen; < beim Stehen, Sprechen, Kopfschütteln und Zurückbeugen des Kopfes; > im Liegen oder beim Vorbeugen des Kopfes.
Hydrocephalus mit spärlichem Harn; Kopf fällt wegen schwachem Hals zurück; schielt; zieht an den Haaren; langsamer, schwacher Puls; kalte Oberfläche und kalter Schweiß; bohrt den Kopf ins Kissen; eigentümlicher schriller Schrei; erbricht leicht, besonders wenn irgend etwas in den Magen kommt.
Apoplexia nervosa oder serosa; Schlaganfall häufiger als Lähmung.
ÄUSSERER KOPF [4]
Kopf fällt beim Sitzen oder Gehen ständig nach hinten, als ob die vorderen Halsmuskeln gelähmt und kraftlos wären. θ Hydrocephalus.
SEHEN UND AUGEN [5]
Sehschwäche.
Schmerzlose Trübung der Linse; Katarakt.
Amaurotische Blindheit während drei Tagen.
Gegenstände erscheinen blasser und haben einen grünlichen Ton; grün, rot oder gelb; Hemianopsie, als ob der obere Teil des Gesichtsfeldes abends beim Gehen von einer dunklen Wolke bedeckt wäre.
Morgens beim Erwachen erscheinen ihm alle Gegenstände wie mit Schnee bedeckt; Gesichter erscheinen totenblaß; eine Art flimmerndes Licht aus Rot, Grün und Gelb.
Optische Täuschungen in hellen oder prismatischen Farben; sieht Haare vor den Augen oder dunkle Körper wie Fliegen.
Beide Augen neigen dazu, sich nach links zu drehen; beim Drehen nach rechts fühlen sie sich schmerzhaft an, und er sieht alles doppelt oder dreifach.
Diplopie.
Pupillen erweitert und unempfindlich.
Pupillen nicht sehr rege; im allgemeinen verengt.
Netzhautablösung; flimmernd, alles erscheint grün oder gelb.
Oberflächliche Entzündung des Auges und seiner Adnexe; Blepharo-Adenitis.
Katarrhalische Entzündung des Auges nach Verschwinden des Schnupfens; Conjunctiva rot, Lider geschwollen, große Lichtscheu, ständiger Tränenfluß, < im Licht oder in kalter Luft, reichliche Absonderung von eitrigem Schleim, der sich nachts in den Augenwinkeln ansammelt, Brennen in den Augen, Sandgefühl darin und hindurchschießende Stiche, mit Verstopfung und Trockenheit der Nase.
Meibom'sche Drüsen entzündet.
Tränenfluß < im Zimmer; Augen trübe, heiß, kongestiv, mit drückendem Schmerz; Schleim in den Augenwinkeln.
Lidränder leicht geschwollen und blaßrot; Innenseite der Lider gelblichrot; Brennen des Lidrandes; Lichtscheu; Tränenfluß und schleimige Absonderung.
Blaufärbung der Augenlider.
Gelbliche Rötung der Conjunctiva palpebrarum.
Verklebung der Lider am Morgen.
Chronische Entzündung der Conjunctiva.
Schlimmer beim Blick in die Ferne.
Brennender Schmerz in der rechten Augenbraue.
HÖREN UND OHREN [6]
Geräusch vor den Ohren wie kochendes Wasser.
Zischen vor den Ohren, mit Schwerhörigkeit.
Plötzliches zerschmetterndes Geräusch im Kopf beim Einschlafen, mit erschrockenem Auffahren.
Einzelne Stiche hinter den Ohren.
Schmerzhafte Schwellung der Ohrspeicheldrüse und hinter dem Ohr.
GERUCH UND NASE [7]
Der Geruch von Speisen erregt heftige Übelkeit, bei sauberer Zunge, Durst nach Wasser, ohne jedes Fieber.
Schmerz über der Nasenwurzel.
Schnupfen: mit Heiserkeit; häufiger trocken als fließend.
Nasenbluten.
OBERE GESICHTSHÄLFTE [8]
Gesichtsausdruck auffallend krankhaft.
Gesicht blaß; von todesähnlichem Aussehen; bläulich-rot.
Blaßes Gesicht; bläulicher Ton unter der blassen Haut; blaue Lippen und Augenlider.
Kalte blaue Haut. θ Gastritis.
Aufgetriebenheit und Blässe des Gesichts.
Gelbe Farbe des Gesichts und der Bindehaut.
Konvulsionen an der linken Gesichtshälfte.
Schwarze Poren in der Haut, eitern und ulzerieren.
UNTERE GESICHTSHÄLFTE [9]
Lippen trocken, rissig.
ZÄHNE UND ZAHNFLEISCH [10]
Entsetzlicher Zahnschmerz in einem hohlen Zahn, drei Tage dauernd.
GESCHMACK, SPRACHE, ZUNGE [11]
Geschmack: fade, schleimig; süßlich, mit ständigem Speichelfluß; Brot schmeckt bitter.
Bitterer Geschmack. θ Icterus.
Saubere Zunge mit Übelkeit vom Geruch der Speisen.
Zunge mit weißem Schleim bedeckt; Übelkeit selbst nach dem Erbrechen. θ Icterus.
Zunge weiß belegt.
Blaufärbung der Zunge; Schwellung; Geschwür.
MUNDHÖHLE [12]
Mund und Hals wund; abgeschabtes Gefühl.
Reichlicher Fluß von schäumendem Speichel; nächtlicher Speichelfluß.
Heftiger übelriechender Speichelfluß; Speichelfluß bei nervösem Fieber.
Übelriechender oder süßlicher Speichelfluß mit Wundheit von Mund, Zahnfleisch und Zunge; Aphthen; Stomatitis.
GAUMEN UND HALS [13]
Erstickungsgefühl, wenn er zu schlucken versucht, Krampf der Glottis, Diarrhöe und Durst.
Stechen im Hals zwischen den Schluckakten.
APPETIT, DURST. VERLANGEN, ABNEIGUNGEN [14]
Appetitlosigkeit.
Kein Appetit, Zunge sauber, Magen leer.
Durst; anhaltend, mit trockenen Lippen.
Verlangen nach sauren Getränken und bitterer Speise; nach Bier.
ESSEN UND TRINKEN [15]
Besser bei leerem Magen; < nach dem Frühstück.
Schlimmer: nach Mahlzeiten; von kalter Kost; nach dem Trinken; von geistigen Getränken.
SCHLUCKAUF, AUFSTOSSEN, ÜBELKEIT UND ERBRECHEN [16]
Übelkeit: todesartig, als ob sie sterben müßte; anhaltend und nicht > durch Erbrechen; mit Qual und großer Mutlosigkeit.
Der Geruch von Speisen erregt heftige Übelkeit und Würgen, bei sauberer Zunge, Durst nach Wasser und Abwesenheit von Fieber.
Übelkeit, Neigung zum Erbrechen, mit häufigem leerem Würgen. θ Icterus.
Übelkeit früh beim Aufstehen; bitterer Geschmack im Mund; Durst; schleimiges Erbrechen; diarrhoischer Stuhl und große Schwäche.
Anhaltende Übelkeit selbst nach dem Erbrechen.
Erbrechen: morgens; von Speisen; von Galle; von Schleim.
Übelkeit und Erbrechen von Speisen, sobald er ißt.
Übelkeit; krampfartige Brechanstrengungen.
Wenn sie ausspuckt, muß sie das, was sie gegessen hat, erbrechen.
Hinunterschlucken einer scharfen oder geschmacklosen Flüssigkeit.
Appetit auf Speisen, aber sobald er ißt, beginnt er sie mundvoll wieder auszuspucken, „saurer als jeder Essig“; nachdem der Magen entleert war, furchtbarer Schmerz und Unruhe ein bis zwei Stunden lang; Darm nicht verstopft; langsamer Puls.
Erbrechen bisweilen begleitet von äußerer Hitze, mit Frostschauern vermischt und gefolgt von Schweiß mit Frösteln.
MAGENGEGEND UND MAGEN [17]
Gefühl äußerster Angst, auf das Epigastrium bezogen.
Äußerste Empfindlichkeit in der epigastrischen Gegend, häufig tiefe Seufzer verursachend.
Ohnmachtsgefühl oder Sinken im Magen, als ob er sterben werde, mit todesartiger Übelkeit und Erbrechen.
Wundheit und Aufgetriebenheit der Magengrube.
Stiche in der Magengrube, sich in die Seiten und den Rücken erstreckend.
Brennen im Magen, sich die Speiseröhre hinauf erstreckend.
Schmerzen im Magen.
Appetitmangel; Unbehagen nach dem Essen selbst einer kleinen Menge leichter Speise; Aufblähung und Druckempfindlichkeit der Magengegend; allmählicher Rückgang von Kraft und natürlicher Körperwärme; unruhiger, nicht erquickender Schlaf; seelische Niedergeschlagenheit; intensive Gelbsucht; Widerwille gegen Speisen, häufige Übelkeit, Würgen und selbst Erbrechen kleiner Mengen geschmackloser wäßriger Flüssigkeit; Darm verstopft; Harn spärlich und dunkel; große Entkräftung und Kälte des Körpers; melancholisch, zum Weinen geneigt.
Magenkatarrh, mit Gefühl äußerster Mattigkeit.
Dyspepsie, mit langsamem Puls oder schnellem, zitterndem und schwachem Puls.
Schwächegefühl (Sinken) im Magen, fühlt sich wie sterbend.
HYPOCHONDRIEN [18]
Druckempfindlichkeit und Druck im Präcordium und in der Leberregion. θ Icterus.
Wundheit und Härte in der Leberregion.
Empfindlichkeit gegen Druck in der Leberregion.
Vergrößerte Leber infolge organischer Herzerkrankung.
BAUCH UND LENDEN [19]
Völle des Bauches.
Auftreibung des Bauches. θ Ascites. θ Icterus.
Schneidender und krampfartig zusammenziehender Schmerz im Bauch.
Kolik, mit Übelkeit und Erbrechen.
Wassersucht, mit dumpfem Perkussionsschall bis zur dritten Interkostalraumhöhe; begann in den Füßen.
Eingeklemmte Hernie; verursachte eine Erschlaffung des Bauchringes.
STUHL UND REKTUM [20]
Verstopfung; Stühle grau, lehmartig.
Häufige, quälende und außerordentlich übelriechende Stühle; Bauch vollkommen flach und kahnförmig. θ Cerebro-spinale Meningitis.
Häufiger Drang zur Darmentleerung, zugleich mit Harndrang; sehr kleine, weiche Stühle, ohne Erleichterung.
Jeden zweiten Tag zur gleichen Stunde, früh am Morgen, Kälte, leichte Frostschauer, sofort gefolgt von erschöpfenden, wäßrigen, graugefärbten Stühlen, die ins Braune und Geronnene übergehen, Kaffeesatz ähnlich; keine Synchronie zwischen Radialarterie und Herz oder zwischen den größeren Arterien untereinander; Puls langsam und intermittierend; kalter, reichlicher, dünner Schweiß über den ganzen Körper; Brust- und Darmsymptome scheinen zu alternieren, Husten eines Krankheitsanfalles gefolgt von Diarrhöe im nächsten, und umgekehrt. θ Wassersucht.
Heftige Diarrhöe von wäßrigen, aschgrauen Stühlen, mit schneidenden und reißenden Schmerzen und dem Gefühl eines Sinkens im Magen, als ob man sterben müsse.
Diarrhöe begleitet von heftigem Herzschlagen, nicht rasch, aber zu heftig.
Diarrhöe: wäßrig; aus Kot und Schleim bestehend.
Stühle: aschfarben oder sehr hell; verzögert, kreidig; sehr hell, fast weiß; gelblichweißer Kot; unwillkürlich.
Weiße Entleerungen, mit galligem Erbrechen, Gelbsucht und Sinken im Magen.
Stuhl abends, unter Abgang großer Mengen Fadenwürmer.
Vor dem Stuhl: schneidende oder reißende Kolik; Frösteln; Ohnmacht; Erbrechen.
Während des Stuhls: schneidender Schmerz im Bauch.
Nach dem Stuhl: erneuter Drang; Drängen im Rektum; Ohnmachtsgefühl.
HARNORGANE [21]
Nephritis nach Desquamation, mit Anasarka und Lungenödem. θ Scarlatina.
Pochender Schmerz in der Gegend des Blasenhalses, während angestrengter Bemühungen, Wasser zu lassen.
Druck auf die Harnblase, mit dem Gefühl, als sei sie zu voll, nach der Miktion fortbestehend.
Krampfartig zusammenziehender Schmerz in der Harnblase während der Miktion; Harn wird in liegender Stellung leichter zurückgehalten.
Miktion schwierig, als ob fast kein Harn in der Harnblase wäre, und doch großer Drang zu urinieren; nach der Miktion Druck in der Harnblase und Brennen in der Harnröhre eine halbe Stunde lang.
Entzündung der Harnblase (Blasenhals).
Vergebliche Bemühung zu urinieren.
Ständiger Harndrang, mit spärlichem Abgang.
Erschwertes Wasserlassen, als ob die Harnröhre verengt wäre.
Gefühl von Fülle, nach dem Wasserlassen fortbestehend.
Vermehrter Harndrang, nachdem einige Tropfen abgegangen sind, so daß der Kranke in Bekümmernis umhergehen muß, obwohl Bewegung den Drang verstärkt; gleichzeitig häufiger Drang zum Stuhl; sehr kleine weiche Stühle gehen ohne Erleichterung ab.
Ständiger Harndrang nachts.
Reichlicher und häufiger Abgang von klarem, blassem Harn.
Nach reichlichem Harnabgang folgt Harnverhaltung mit Übelkeit, Erbrechen und Diarrhöe.
Wechsel von verminderter Harnabsonderung mit reichlicher Absonderung von wäßrigem Harn; Enuresis, Erbrechen und Diarrhöe.
Harn: dick, trübe, gelblichbraun, schwärzlich, scharf.
Ziegelmehlsediment im Harn.
Fortwährender Harndrang; jedesmal werden nur wenige Tropfen entleert; Harn dunkelbraun, heiß und brennend.
Tröpfelnder Harnabgang. θ Vergrößerte Prostata.
Hohes spezifisches Gewicht des Harns.
Wassersucht mit unterdrücktem Harn.
Urämische Vergiftung mit Schläfrigkeit, Bewußtlosigkeit und furchtbaren Krämpfen. θ Schrumpfniere.
Bright'sche Krankheit; allgemeine nervöse Prostration; Ergüsse infolge Gefäßschwäche und verminderter Zirkulationskraft; Gelbsucht und leichtes Erbrechen; langsamer und intermittierender Puls.
MÄNNLICHE GESCHLECHTSORGANE [22]
Liebesverlangen ohne Fähigkeit, den Beischlaf auszuführen.
Große Reizbarkeit und Schwäche der Genitalorgane; nach einer Pollution ein Gefühl in der Harnröhre, als ob etwas aus ihr herauslaufe; häufiges Herzklopfen und Zittern der Extremitäten; im Gespräch mit Fremden beginnt er zu stottern und wird verlegen. θ Prostatabeschwerden.
Große Reizbarkeit der Genitalorgane; häufige, entkräftende Pollutionen; Muskelkraft vermindert; Gedächtnis beeinträchtigt; Appetit verloren; Verstopfung; Herzklopfen; selbst Delir und Krämpfe; bedrängte Atmung; unruhiger Schlaf; Schmerz in der Präcordialgegend; Hitzewallungen; schwacher Puls.
Spermatorrhöe; Reizung der Geschlechtsorgane, mit schmerzhaften Erektionen, Tag und Nacht; Pollutionen stets begleitet von unzüchtigen Träumen und nachfolgenden Schmerzen im Penis; heftiges Herzklopfen bei der geringsten Bewegung; Mutlosigkeit und Furcht vor der Zukunft.
Senile Hypertrophie der Prostata; Herzsymptome ausgeprägt.
Nächtliche Pollutionen, mit großer Schwäche der Genitalien.
Übermäßige Pollutionen infolge Onanie; Pollutionen nachts drei- bis viermal jede Woche; Prostration und üble Laune am folgenden Tag; Patient abgemagert.
Nach dem Beischlaf nächtliche Pollutionen 8-12 Nächte lang.
Infolge übermäßigen Genusses des Beischlafs und eines ausschweifenden Lebens große Schwäche, beeinträchtigte Verdauung, übler Geschmack im Mund; völliger Appetitverlust; Herzklopfen, vorübergehende Hitzewallungen, Ohnmacht, Klingeln und Brausen in den Ohren, nächtliche Dyspnoe, starker Schmerz in der Präcordialgegend mit fieberhafter Störung; Pollutionen Tag und Nacht.
Infolge Onanie Schmerz in der Brust, Herzklopfen, Kopfschmerz, Arbeitsunlust, Gedächtnisschwäche, Schwäche der Beine.
Mehrere Pollutionen während der Nacht; große Prostration der Kräfte; Appetit vollständig verloren; Schmerz im Rücken; Schlaf durch Alpdrücken gestört. θ Spermatorrhöe.
Gonorrhöe.
Balanitis, Phimose, mit großem Brennen beim Wasserlassen; Wassersucht der Vorhaut.
Wassersüchtige Schwellung der Genitalien.
Kontusionsschmerz im rechten Hoden; Hoden geschwollen.
Hydrozele; das Skrotum sieht aus wie eine mit Wasser gefüllte Blase.
Hydrozele; linke Seite am meisten betroffen; Puls sehr langsam.
WEIBLICHE GESCHLECHTSORGANE [23]
Wollüstiger Zustand der Phantasie Tag und Nacht; auffallend langsamer Puls; Stühle von sehr heller Farbe. θ Nymphomanie.
Wassersucht der Gebärmutter; das Herz ist stark mitbeteiligt; Puls beschleunigt oder intermittierend; hellfarbige Stühle.
Menorrhagie.
Wehenartige Schmerzen im Bauch und Rücken vor der Menstruation.
Katamenien spärlich und zu spät.
Unterdrückte Menstruation mit Husten und vikariierender Menstruation aus den Lungen.
Seit mehreren Jahren Menstruation unregelmäßig, bald halb normal, dann wieder sehr reichlich, zuweilen wochenlang als Blutung anhaltend; Appetitlosigkeit, schlechter Geschmack im Mund, äußerster Durst, Schwäche, Abmagerung; Gesicht wachsgelb, blaß, gelblich und Ausdruck größter Angst und Leiden; Atmung schnell, bedrängt, Stimme kaum hörbar, Sprechen sehr ermüdend; Puls sehr schnell und kaum wahrnehmbar; größte Mattigkeit; ständige eisige Kälte trotz warmer Bedeckung und hoher Zimmertemperatur; Harn vermindert; Stühle wäßrig, diarrhoisch; starke undefinierbare Schmerzen durch den ganzen Körper; ständige Unruhe; Todesfurcht; Ödem, ausgeprägter Ascites, enorme Schwellung der Labien, so daß die Harnblase kaum entleert werden kann; starke Pulsationen der Jugularvenen, laute venöse Geräusche, ausgeprägte organische Veränderungen am Herzen vorhanden.
Gesicht dunkelrot, in eine bläuliche Farbe übergehend; Venen um Augen, Ohren, Lippen und Zunge aufgetrieben; Hände blau und geschwollen wie erfroren; Wärme der Haut vermindert, Frösteln; Puls klein, schwach, 60-70; auf einen Schnitt oder eine Wunde folgt ein äußerst träger Austritt dunklen, dicken Blutes; Kopf schwer, dumpf, verwirrt, mit häufigem pochendem, drückendem Schmerz in der Stirn, der nur > sein kann durch ruhiges Liegen auf dem Rücken; trockener, kitzelnder Husten in der Brust; krampfartige Einschnürung in der Brust mit Dyspnoe, langsamer und mühsamer Atmung, ständigem Gähnen und heftigen Pulsationen des Herzens, besonders nachts, wenn die große Angst und Furcht vor Erstickung sie aus dem Bett treiben; Appetit vermindert; Übelkeit, gelegentlich Erbrechen am Morgen; drückende Krämpfe und Gefühl, als hinge ein Gewicht am Magen; Stühle unregelmäßig, bald hart, bald diarrhoisch; häufiger Harndrang; reichlicher, scharfer Fluor albus; keine menstruellen Molimina; Reißen in den Gliedern; große Schwäche; lähmendes Gefühl in den Schenkeln; Füße und Knöchel geschwollen. θ Emansio mensium.
Leukorrhöe.
STIMME UND KEHLKOPF. LUFTRÖHRE UND BRONCHIEN [25]
Heiserkeit früh am Morgen.
Häufige schmerzlose Heiserkeit.
Gehetzte, abgerissene Sprache.
Stimme heiser oder kreischend, selten versagend.
Erstickungsgefühl beim Versuch zu schlucken (Krampf der Glottis).
ATMUNG [26]
Atmung unregelmäßig und unter häufigem tiefem Seufzen ausgeführt.
Ständiges Verlangen, sehr tief zu atmen, aber beim Versuch dazu scheint die Brust nur halb gefüllt werden zu können, oder als bestünde ein Hindernis tief in der Brust; trockener Husten bei tiefer Einatmung.
Atmung erschwert, langsam und tief.
Atmung langsam, asthmatisch; Anfall früh am Morgen, besonders bei kaltem Wetter.
Bedrängte Atmung beim Gehen und in liegender Stellung.
Quälende Dyspnoe.
Atemgeräusch schwach.
Wenn sie einschläft, schwindet der Atem und scheint weg zu sein, dann wacht sie mit einem Schnappen auf, um ihn zu fassen; Beine ödematös, besonders das linke.
Furcht vor Erstickung nachts mit Verlangen nach freier Luft.
Zwischen 10 und 12 Uhr vormittags und 4 und 6 Uhr nachmittags plötzlich Beklemmung der Atmung und Gefühl, als würden die Wände der Brust zusammengeschnürt; große Angst und Unruhe; keine Hitze; zeitweise, wenn der Anfall seinen Höhepunkt erreicht, das Gefühl, als würde das Brustbein in Stücke gerissen; ruhige horizontale Lage bringt schließlich Erleichterung. θ Asthma.
Konnte nur schnappend atmen, jeder Atemzug schien der letzte zu sein; mußte sich aufsetzen. θ Wassersucht.
Asthma, mit viel rasselndem Schleim in den Lungen.
Schmerzhaftes Asthma, schlimmer beim Gehen.
Asthma, besonders wenn es von einer Herzerkrankung abhängt.
Entzündung seröser Häute, besonders Pleuritis, mit resultierender Anämie; Würgen oder Erbrechen; Beklemmung im Zentrum der Brust; erschwerte Atmung; Puls im Anfang unterdrückt, schnell; Nägel blau; Gesicht eingefallen und kalt; trotz der Anämie kann der Patient selbst während der Reaktion hohe Temperatur nicht vertragen; sitzt lieber als daß er liegt. θ Diaphragmitis.
HUSTEN [27]
Hohler, tiefer, krampfartiger Husten, erregt durch Rauheit und Kratzen am Gaumen und in der Luftröhre; morgens ohne, abends mit spärlichem, gelbem, geleeartigem Schleim, der nur schwer ausgeworfen wird.
Husten < um Mitternacht und gegen Morgen; durch Erhitzen; vom Essen; vom Trinken kalter Flüssigkeiten; vom Sprechen oder Gehen im Freien.
Auswurf wie gekochte Stärke; große Prostration nach dem Husten.
Husten verursacht durch Sprechen, Gehen, Trinken von etwas Kaltem, Vorbeugen des Körpers oder nach dem Essen.
Husten, mit reichlichem lockerem eitrigem Auswurf.
Während des Hustens: zusammenziehender Schmerz in der Brust; Asthma; spannungsartiger Druck in Arm und Schulter; Erbrechen; Hitze; Schweiß.
Auswurf von süßlichem Geschmack; manchmal mit etwas dunklem Blut.
Zäher Schleim im Hals, durch Husten gelöst.
Eigentümlicher Husten und Strangulationsgefühl, das sie beinahe zu ersticken schien; der Anfall dauerte eine Stunde oder länger und endete mit Auswurf einer leberfarbenen Sputummasse; die Anfälle wiederholen sich häufig und kommen gewöhnlich vor den Katamenien, mit Schmerzen in der Brust, Schwierigkeit, die Arme zu gebrauchen, Schmerz in der Lebergegend und durch den Rücken bis zu den Knien ausstrahlend; Schmerz in der Schulterblattgegend und der rechten Hand, mit lähmenden Empfindungen; Husten nachts, erstickend und krampfartig, so daß sie aus dem Bett springen muß, mit Erstickungsanfällen und einer klappenartigen Einschnürung im Hals vor dem Abgang des Sputums; Auswurf einer festen blutigen Schleimmasse, die beim Abgang sofort Erleichterung verschafft; gelegentlich Fluor albus vor den Katamenien, auch Nasenbluten; Wetterwechsel ruft den Anfall hervor, gefolgt von Auswurf zähen, fadenziehenden Schleims nachts; Husten zuweilen wie Keuchhusten; Halsschmerzen und Wundheit der Speiseröhre; große Schwierigkeit, den Schleim loszulösen; oft rostig, schwarz und gerinnselartig erscheinend. θ Vikariierende Menstruation.
Keuchhusten mit anhaltendem Fieber, das den Patienten in einem Zustand ständiger nervöser Erregung hält, bei heißer und trockener Haut; Auswurf blutig; schabendes Gefühl bis in den Kehlkopf hinauf und Gefühl der Einschnürung in Brust und Hals.
BRUSTINNERES UND LUNGEN [28]
Zittern in der Brust.
Große Schwäche in der Brust, kann Sprechen nicht ertragen.
Schweregefühl und Dyspnoe in der Brust.
Erstickung; schmerzhafte Einschnürung der Brust, als ob die inneren Teile zusammengewachsen wären.
Gefühl von Wundheit in der Brust.
Hämoptyse: vor der Menstruation mit Schmerzen in Brust, Rücken und Oberschenkeln; durch Behinderung des Lungenkreislaufs infolge Herzerkrankung und Tuberkulose; aufgetriebene Venen am Kopf, blaß livider Teint, Kälte der Haut mit kaltem Schweiß, unregelmäßiger Puls und Herzklopfen.
Passive Stauung der Lungen, abhängig von einem geschwächten, erweiterten Herzen.
Eigentümliche, scheinbar rheumatische Schmerzen und katarrhalische Affektionen der Lungen, mit seröser Exsudation.
Plötzlicher schwerer Asthmaanfall während der Nacht; Patient im Bett aufgerichtet, fürchtet sich zu bewegen oder zu sprechen; starker Schmerz quer über die Vorderseite der Brust; häufiges Würgen, zeitweise so heftig, daß es mit der schmerzhaft mühseligen Atmung beinahe den sofortigen Tod androht; Puls fast unfühlbar; Herzaktion so stürmisch, daß es schwierig ist, zwischen erstem und zweitem Ton zu unterscheiden; beide Töne schärfer als natürlich; keine Herzgeräusche; Gesicht von kaltem Schweiß bedeckt; Füße und Beine kalt; vergleichsweise Dämpfung über der unteren Hälfte der rechten Lunge; bronchiales Atmen in der oberen Hälfte der Lunge; Atemgeräusche in der unteren Hälfte nur hörbar beim Versuch, tief einzuatmen; ausgedehnte Stauung vorhanden und klar auf behinderte Zirkulation zurückführbar; Husten mit Hämoptyse; jede Nahrung verweigert oder zurückgewiesen; Harn spärlich, nicht albuminös; Beine ödematös; Ascites.
Chronische Katarrhe bei tuberkulösen Kranken, bei phthisischen Subjekten und besonders bei Phthisis florida; Kurzatmigkeit, Angst und Beklemmung der Brust, mit drückenden Schmerzen in der Brust; kann nicht in gebückter Haltung sitzen; trockener Husten oder spärlicher Auswurf, kleine Teilchen harten gelben Schleims enthaltend; auch blutiger Auswurf mit stechenden Schmerzen in der Brust; Unregelmäßigkeiten der Herztätigkeit; > im Freien.
Senile Pneumonie; Broncho-Pneumonie, mit Lähmung des Pneumogastricus; feuchte Rasselgeräusche über der ganzen Brust, und doch Husten trocken, ermüdend und unerquicklich; kleiner fadenförmiger Puls; manchmal purpurfarbener Auswurf; Oberfläche (besonders Gesicht und Extremitäten) blau und kalt; intensive Schwäche und Prostration; Lungen fühlen sich eingeschnürt und bündelweise zusammengebunden an.
Emphysem, in Komplikation mit Herzerkrankung, fühlt sich > beim völlig ruhigen Liegen in horizontaler Lage; Anfälle früh am Morgen, besonders bei kaltem Wetter; < beim Gehen.
Pleuritis, seröse Form; besonders in einem rheumatischen Fall, begleitet von Bright'scher Krankheit aus Hyperämie der Nieren.
Hydrothorax.
HERZ, PULS UND KREISLAUF [29]
Dumpfes Unbehagen in verschiedenen Teilen der Herzgegend, mit Schwächegefühl im Unterarm.
Abnorme Herztätigkeit; Gefühl von Beklemmung mit Neigung zur Ohnmacht; schwacher oder krampfartiger Puls, mit Qual; Beklemmung der Brust; Schmerz bis in den Kopf und den linken Arm ausstrahlend.
Ständiger Schmerz oder Qual in der Herzgegend, mit mehr oder weniger Herzklopfen; zeitweise Schmerz und Herzklopfen stark verschlimmert, < durch körperliche Anstrengung und seelische Erregung; doch waren die Leiden zeitweise stark < ohne erkennbare Ursache, während ruhigen Sitzens; Anfälle begleitet von Sinkgefühl, Gesicht purpurrot; Synkope, glaubt zu sterben; ständiger Schwindel des Kopfes und Klingeln in den Ohren; stechender Schmerz in linker Schulter und linkem Arm, Kribbeln in Arm und Fingern; Kriebeln über die ganze Haut; bisweilen treten die Anfälle nachts auf, wenn es scheint, als ob sie ersticke, erwacht in großer Qual; erschreckende Träume.
Drückend einschnürende Herzschläge, mit Angst und krampfartigem Schmerz im Brustbein und zwischen den Rippen.
Starke Pulsationen des Herzens, mit undeutlichem und dumpfem Herztön; gehetzte Atmung. θ Rheumatismus.
Metallisch klingender Herzschlag.
Heftiges, hörbares Herzklopfen, mit Angst und kontrahierendem Schmerz unter dem Brustbein.
Heftiges, aber nicht sehr rasches Herzschlagen.
Schnelles, stoßendes, intermittierendes Herzschlagen; Schwindel beim Gehen oder Aufstehen; Puls 90, intermittierend; Schlaflosigkeit und Gefühl großer Angst nachts.
Plötzlich heftiges Herzschlagen, mit gestörtem Rhythmus; ein Gefühl des drohenden Todes, mit Schrecken und Angst, die geringste Bewegung verstärkt Angst und Herzklopfen.
Herzklopfen, mit großer Gemütsdepression und ständiger Furcht, den Verstand zu verlieren; ängstlich, sich selbst Vorwürfe machend; Anfälle kurz und nicht sehr schwer, aber angstvoll.
Herzklopfen aus Kummer entstanden; Schmerz in linker Brust und Arm; Vergrößerung des Herzens.
Vermehrte Herztätigkeit, mit langsamem Puls.
Herzschläge zwölf bis zwanzigmal stark und dann vier- oder fünfmal sehr schwach.
Plötzliches Gefühl, als ob das Herz stillstände, mit großer Angst und der Notwendigkeit, den Atem anzuhalten.
Drei oder vier schnelle kleine Schläge, gefolgt von mehreren langsamen, starken und vollen Schlägen.
Flattern am Herzen nach plötzlichen und energischen Bewegungen, besonders der Arme in aufwärts gerichteter Richtung, oder beim Liegen auf der linken Seite.
Das Herz hat seine Kraft verloren; seine Schläge sind häufiger und intermittierend, zuweilen unregelmäßig.
Herzschlag kleiner und weniger energisch oder kaum wahrnehmbar.
Atemlosigkeit mit Husten; Herzaktion unregelmäßig und schwach, keine Herzgeräusche oder andere Zeichen struktureller Veränderung.
Die geringste Muskelanstrengung macht die Herzaktion mühsam und intermittierend.
Das Herz ist so geschwächt, daß tödliche Synkope dadurch hervorgerufen worden ist, daß der Patient seine Lage änderte oder in eine aufrechte Stellung gebracht wurde.
Geschwächtes Herz ohne Klappenkomplikationen.
Muskuläre Angina, mit schlaffer Dilatation des Herzens.
Ziehend reißende Schmerzen in der linken Brustseite und am linken Rand des Brustbeins, sich bis in den Nacken und die Schulter erstreckend; große Angst und Todesfurcht; langsamer Puls. θ Angina.
Plötzlicher Anfall von Angina pectoris, hervorgerufen durch unbedachte schnelle Bewegungen, besonders der Arme nach oben, oder ohne bestimmte Ursache; unaussprechliche Angst, mit Ohnmacht; einen Augenblick scheint das Herz stillzustehen, dann folgen mehrere schnelle und heftige Pulsationen mit dem Gefühl, als habe sich das Herz losgerissen und schwanke an einem dünnen Faden hin und her; diese Empfindungen wiederholen sich in unregelmäßigen Zwischenräumen, und der Anfall endet schließlich in einer Prostration, die beinahe bis zur Bewußtlosigkeit geht; keine organische Läsion.
Herzaktion kräftiger als der Puls; todesartige Angst in der Magengrube; Schwindel und Ohnmacht; Puls schwach, unregelmäßig, langsam. θ Angina pectoris.
Häufige Anfälle von Bewußtlosigkeit; Puls voll, stark, aber nur 28 in der Minute; keine apoplektischen Symptome vorhanden. θ Herzhypertrophie.
Dilatation des Ventrikels infolge Klappenläsionen, mit Herzklopfen.
Herzwassersucht und große Anasarka; Extremitäten kalt und blau; sinkendes Gefühl am Herzen.
Große Atemnot, zeitweise bis an Orthopnoe grenzend, mit kurzem, trockenem, kitzelndem Husten; häufige Ohnmachtsanfälle; große Anasarka, Beine, Penis und Skrotum besonders geschwollen; Füße kalt und dunkel; Beine und Schenkel bleiben bei Druck tief eingedrückt; Zunge weiß und feucht; Harn spärlich; Puls nicht fühlbar; Herzaktion sehr schwach und unregelmäßig, die gewöhnlichen Töne unhörbar; quälendes sinkendes Gefühl in der Herzgegend; Gesicht blaß und ängstlich; Lippen livide; kann kaum sprechen; kein Appetit; großer Durst; Atemgeräusche schwach. θ Herzwassersucht.
Rheumatische Endokarditis, Herzrhythmus unregelmäßig, Symptome von Hydrothorax vorhanden, Harn setzt Ziegelmehlsediment ab.
Rauschende, blasende regurgitierende Geräusche, mit dem Stoß des Herzens synchron; alle vier Wochen nach der Menstruation ödematöse Schwellung des Gesichts und der unteren Extremitäten, mit fast vollständiger Apnoe, die geringste Bewegung droht Erstickung und verursacht Blau- und Gelbfärbung des Gesichts; große Angst und Leiden; Harn spärlich, dunkel und trübe; Puls schwach, intermittierend und sehr schnell, so daß er nicht gezählt werden kann; gezwungen, mit hohem Kopf zu liegen; kann kaum sprechen; Schlaflosigkeit; Stühle selten; bei Perkussion vergrößerte Herzdämpfungsfläche; Pulsation fast unhörbar.
Rheumatismus des Herzens mit unregelmäßigem Puls.
Pneumonia senilis, Herzaktion versagend; passive Hyperämie des Gehirns, passive Kongestionen der Lungen, abhängig von einem geschwächten, erweiterten Herzen.
Puls zuerst langsam, später schneller und verhältnismäßig schwächer.
Fadenförmiger, langsamer und intermittierender Puls.
Puls sehr langsam und schwach.
Unregelmäßiger, kleiner Puls.
Puls sehr langsam, oft hart, mit entsprechend kräftigem Herzstoß, zuweilen intermittierend und klein; Atmung schwer, langsam und tief; schläft mit häufigem Auffahren und Träumen vom Fallen.
Während des Umhergehens ist der Puls beschleunigt und sinkt bald wieder auf seine gewohnte Langsamkeit zurück, wenn Ruhe eintritt.
Die geringste Bewegung macht den Puls sofort schneller; beim Aufrichten aus liegender in sitzende Stellung wurde der Puls im Augenblick ruckweise und viel kleiner und schwächer.
Keine Synchronie zwischen Radialarterie und Herz, noch synchrones Pulsieren zwischen den größeren Arterien (Cruralis, Carotis und Radialis) selbst; Puls niedrig und intermittierend. θ Diarrhöe.
Wallen in der Brust und hörbares Herzklopfen.
Venöse, passive Stauung, mit blasser oder livider Gesichtsfarbe; Kälte der Haut; Schwellung und Schmerzhaftigkeit der Füße; alles infolge kardialer Anomalien.
Zyanose durch Offenbleiben des Foramen ovale; > Symptome.
Kind kann kaum umgedreht oder seine Lage verändert werden, ohne Ohnmacht oder beinahe Ohnmacht hervorzurufen, und fast immer Erbrechen zu verursachen; Augenlider, Lippen, Zunge und Nägel werden sehr blau; Puls ungleich oder sehr langsam. θ Zyanose.
Aufgetriebene Venen an Augen, Ohren, Lippen und Zunge; dunkelrote, bläuliche Gesichtsfarbe; unregelmäßige Herzaktion; zur Zeit der Pubertät.
ÄUSSERE BRUST [30]
Dumpfe, krallende Stiche längs des unteren Rippenrandes unterhalb der rechten Axilla.
HALS UND RÜCKEN [31]
Reißende scharfe Stiche, dumpf schmerzende und schneidende Schmerzen im Nacken.
Ziehen mit Druck im Nacken.
Steifigkeit im Nacken und an der Seite des Halses.
Reißende und scharfe Stiche im Kreuz.
OBERE EXTREMITÄTEN [32]
Scharfer Schmerz in linker Schulter und linkem Arm, Kribbeln in Arm und Fingern. θ Angina pectoris.
Schwere oder lähmige Schwäche des linken Arms.
Schwellung der rechten Hand und Finger, mit spärlichem hochfarbigem Harn. θ Nach scharlachöser Wassersucht.
Die Finger „schlafen“ häufig und leicht ein.
UNTERE EXTREMITÄTEN [33]
Schmerz im Hüftgelenk.
Lähmiges Gefühl in den Extremitäten.
Schwäche und Mattigkeit der unteren Extremitäten.
Taumeln.
Mattigkeit in Beinen und Knien.
Engegefühl in den Kniekehlen; Schwellung des Knies, mit stechendem Schmerz.
Infiltration der unteren Extremitäten.
Schwellung und Schmerzhaftigkeit der Füße.
Schwellung der Füße während des Tages, nachts vermindert.
EXTREMITÄTEN IM ALLGEMEINEN [34]
Schmerzen in der Brust; Schwierigkeit, die Arme zu gebrauchen; Schmerz in der Lebergegend und durch den Rücken bis zu den Knien ausstrahlend; Schmerz in der Schulterblattgegend und der rechten Hand, mit lähmigen Empfindungen. θ Vikariierende Menstruation.
Neuralgische Schmerzen nach Scharlach.
Prickelnder Schmerz in den Muskeln der oberen und unteren Extremitäten.
Kälte der Glieder.
Elastische Schwellung der Beine und dann der Hände und Arme.
Kälte der Hände und Füße.
RUHE. LAGE. BEWEGUNG [35]
Sitzen: Kopf fällt ständig rückwärts; Dyspnoe >; Schmerz in der Herzgegend und Herzklopfen zeitweise stark <.
Liegen: Kopfschmerz <; Gefühl, als schlügen Wasserwellen an den Schädel >; Harn wird leichter zurückgehalten; asthmatische Anfälle >; Herzklopfen <.
Liegen auf dem Rücken: Schmerzen in der Stirn nur >; liegt lieber mit tiefem Kopf auf dem Rücken oder ist gezwungen, mit hohem Kopf zu liegen.
Liegende Stellung: bedrängte Atmung; Emphysem >.
Stehen: Schwindel, mit ängstlichem Gefühl; Gefühl, als schlügen Wasserwellen an den Schädel <.
Anlehnen: Schwindel, mit ängstlichem Gefühl.
Lagewechsel: tödliche Synkope.
Bewegung: heftiges Herzschlagen; Herzklopfen und Angst <; Herzflattern nach plötzlicher und energischer; Erstickung droht; Puls beschleunigt; Zyanose <; Bewegung ruft Angina pectoris hervor.
Bücken: als ob etwas im Kopf nach vorn falle; kann nicht sitzen.
Vorbeugen des Kopfes: Gefühl, als schlügen Wasserwellen an den Schädel >.
Zurückbeugen des Kopfes: Gefühl, als schlügen Wasserwellen an den Schädel <.
Kopfschütteln: Gefühl, als schlügen Wasserwellen an den Schädel <.
Vorbeugen des Körpers: verursacht Husten.
Beim Aufstehen vom Sitzen: Schwindel und Schwäche der Extremitäten.
Beim Aufstehen aus liegender Stellung: Puls wird ruckweise, kleiner und schwächer.
Gehen: Schwindel; Kopf fällt ständig rückwärts; als ob der obere Teil des Gesichtsfeldes abends von einer dunklen Wolke bedeckt wäre; Harndrang und Stuhldrang zwingen zum Gehen; Harndrang und Stuhldrang <; bedrängte Atmung; schmerzhaftes Asthma <; Husten <; emphysematöse Anfälle <.
Anstrengung: Schmerz in der Herzgegend und Herzklopfen <.
Bewegung der Arme nach oben: Herzflattern; ruft Angina pectoris hervor.
Fahren: Schwindel.
NERVEN [36]
Unruhe und große nervöse Schwäche.
Mattigkeit, geistig und körperlich.
Ohnmachtsgefühl und Schwäche, mit Schweiß.
Anfälle großer Schwäche, besonders nach Frühstück und Mittagessen.
Ohnmachtsgefühl; Erschöpfung; äußerste Prostration.
Krämpfe, mit Zurückziehung des Kopfes, Synkope und Zusammenbruch der Lebenskräfte. θ Petechialfieber.
Epilepsie durch Onanie verursacht.
Schock: sehr langsamer Puls; Ohnmachtsgefühl und Schwäche mit Schweiß; bläuliche Blässe; Trägheit der Pupille, optische Täuschungen.
Synkope.
SCHLAF [37]
Lethargie, große Schläfrigkeit.
Gefühl großer Leere des Magens, häufig vor dem Einschlafen.
Unruhiger Schlaf nachts, wegen beständigen Harndrangs; bei nervösen Personen.
Häufiges Erwachen nachts mit Schrecken, durch Träume vom Fallen aus der Höhe oder ins Wasser.
Häufiges erschrockenes Erwachen, nachts.
Häufiges Erwachen, wie aus Angst, und als ob es Zeit wäre aufzustehen.
Schlaf unruhig und nicht erquicklich.
Liegt am liebsten auf dem Rücken mit tiefem Kopf.
ZEIT [38]
Morgen: beim Erwachen erscheinen alle Gegenstände wie mit Schnee bedeckt, Gesichter erscheinen blaß; flimmerndes Licht vor den Augen; Verklebung der Lider; Übelkeit beim Aufstehen; Erbrechen; Diarrhöe; früh Heiserkeit; früh asthmatischer Anfall; trockener Husten; Anfälle von Emphysem früh.
Während des Tages: Schwellung der Füße.
Mittag: plötzliches knackendes Geräusch im Kopf während des Schlafes.
Zwischen 10 und 12 Uhr vormittags und 4 und 6 Uhr nachmittags: Asthma.
Abend: Stiche in den Schläfen; als ob der obere Teil des Gesichtsfeldes von einer dunklen Wolke bedeckt wäre; Stuhl und Abgang von Würmern; Husten mit Auswurf.
Nachts: plötzliches Erwachen durch Krach im Kopf; Stiche in den Schläfen; Symptome beim Hydrocephalus acutus <; Ansammlung eitrigen Schleims im Auge; Speichelfluß; ständiger Harndrang; Pollutionen; Dyspnoe; Gähnen und heftige Herzpulsationen <; Angst und Furcht vor Erstickung treiben sie aus dem Bett; Auswurf von zähem, fadenziehendem Schleim; plötzlicher asthmatischer Anfall; Anfälle von Herzklopfen und Schmerz um das Herz; Schlaflosigkeit und Gefühl großer Angst; unruhiger Schlaf; häufiges Erwachen mit Schrecken, Träume vom Fallen; häufiges erschrockenes Erwachen; kalter Schweiß.
Gegen Mitternacht: Husten <.
TEMPERATUR UND WETTER [39]
Erhitzen: Husten <.
Im Zimmer: Tränenfluß <.
Freie Luft: Furcht vor Erstickung mit Verlangen nach; Husten < beim Gehen im; Katarrhsymptome >.
Kälte: große Empfindlichkeit gegen.
Kalte Nahrung: < danach.
Kalte Getränke: Stiche in der Stirn, sich in die Nase erstreckend < danach; Husten <.
Kalte Luft: Tränenfluß <.
Kaltes Wetter: asthmatische Anfälle <; Anfälle beim Emphysem <.
Wetterwechsel: Husten dadurch hervorgerufen.
FIEBER [40]
Frösteln und Schaudern über den ganzen Rücken.
Frost beginnt in den Fingern, Handflächen und Fußsohlen und breitet sich von dort über den ganzen Körper aus.
Kälte zuerst der Hände und Arme.
Kalte Extremitäten.
Übermäßige Kälte der Hände und Füße, mit kaltem Schweiß.
Innere Kälte des ganzen Körpers.
Große Kälte der Haut.
Frost früh am Morgen und bis 10 Uhr anhaltend, gefolgt von Hitze und übelriechendem Schweiß gegen Mittag; vollständiger Appetitverlust, mit Widerwillen gegen Speisen, üblen Aufstößen, bitterem Geschmack, gelb belegter Zunge und schwierigem Stuhl; Schlaf unruhig und nicht erquickend; Puls schwach und langsam; Gesicht gelb; Lippen und Augenlider bläulich. θ Tertianes Wechselfieber.
Große Empfindlichkeit gegen Kälte.
Frost mehr innerlich, mit Wärme des Gesichts, beginnend mit kalten Extremitäten, dann sich über den Körper ausbreitend.
Innerer Frost, mit äußerer Hitze.
Frost, mit Hitze und Röte des Gesichts.
Frösteln abwechselnd mit Hitze. θ Icterus.
Eine Hand heiß, die andere kalt.
Körperhitze, mit kaltem Schweiß des Gesichts.
Plötzliche Hitzewallungen, gefolgt von großer Schwäche.
Hitze ohne Durst.
Allgemeine heftige Hitze, mit geschwollenen Venen und schnellem Puls.
Hitze, zugleich mit reichlichem Schweiß.
Schweiß sofort nach dem Frost, ohne dazwischen eintretende Hitze.
Mit reichlichem Schweiß bedeckt, ohne Erleichterung der Herzsymptome.
Schweiß nachts, gewöhnlich kalt und etwas klamm.
Kalter Schweiß am Körper, warmer Schweiß an den Handflächen.
Schweiß: am oberen Teil des Körpers; im Gesicht.
Typhus, mit üblem Geruch aus der Nase und Schwerhörigkeit.
ANFÄLLE, PERIODIZITÄT [41]
Anfallsweise: Manie mit Wut; Druck in den Schläfen und im Kopf; Durst.
Vorübergehend: Hitzewallungen.
Eine halbe Stunde lang: Druck in der Harnblase und Brennen in der Harnröhre nach der Miktion.
Eine Stunde lang: Hustenanfall.
Ein bis zwei Stunden lang: furchtbarer Schmerz und Unruhe im Magen nach dem Erbrechen.
Ständig: Furcht vor dem Tod oder Verlust des Verstandes; Schwindel des Kopfes und Klingeln in den Ohren; Rückwärtsfallen des Kopfes; Tränenfluß; Übelkeit; Harndrang; eisige Kälte; Unruhe; Gähnen und heftige Herzpulsationen; Verlangen tief zu atmen; nervöse Erregung; Schmerz oder Qual in der Herzgegend; Furcht, den Verstand zu verlieren; hackender Husten mit Dyspnoe.
Tag und Nacht: wollüstige Phantasien; schmerzhafte Erektionen; Pollutionen.
Drei Tage lang: amaurotische Blindheit; Zahnschmerz.
Acht bis zwölf Nächte lang: nach dem Beischlaf Pollutionen.
Plötzlich: Erwachen nachts durch Krach im Kopf; knackendes Geräusch im Kopf während des Mittagsschlafs; schrilles Schreien und Greifen nach den Haaren oder dem Gesicht der Wärterin, mit Schielen und Rückwärtsziehen des Kopfes; asthmatische Anfälle; heftiges Herzschlagen; Gefühl, als ob das Herz stillstände; Anfall von Angina pectoris; Hitzewallungen.
Allmählich: zunehmender Schmerz in der Magengrube; Nachlassen von Kraft und Körperwärme.
Jede Nacht: durch Krach im Kopf geweckt; Pollutionen.
Jeden zweiten Tag: zur gleichen Stunde am Morgen, Diarrhöe.
Tertian: intermittierend.
Drei- oder viermal die Woche: Pollutionen.
Alle vier Wochen: nach der Menstruation; ödematöse Schwellung des Gesichts und der unteren Extremitäten.
Mehrere Jahre lang: Menorrhagie.
Chronisch: Entzündung der Bindehaut; Katarrhe bei tuberkulösen Kranken.
LOKALITÄT UND RICHTUNG [42]
Rechts: schmerzhaftes Gefühl beim Drehen der Augen nach rechts; Brennen in der Augenbraue; Kontusionsschmerz im Hoden; Schmerz in Schulterblattgegend und Hand; Dämpfung über der unteren Hälfte der Lunge; Stiche längs des unteren Rippenrandes unterhalb der Axilla; Schwellung der Hand und Finger.
Links: Tränenfluß und Schleimabgang aus dem Auge; beide Augen zum Drehen nach links geneigt; Konvulsionen an der Gesichtshälfte; Hoden bei Hydrozele am stärksten betroffen; Bein besonders von Ödem betroffen; Beklemmung der Brust bis in den Arm; scharfer Schmerz in Schulter und Arm, Kribbeln in Arm und Fingern; Schmerz in Brust und Arm; Herzklopfen < beim Liegen auf der Seite; ziehend, reißend in der Brustseite und am Rand des Brustbeins, sich in den Nacken und die Schulter erstreckend; scharfer Schmerz in Schulter und Arm; Kribbeln in Arm und Fingern; Schwere oder lähmige Schwäche des Arms.
Eine Hälfte: des Gesichts krampfhaft verzogen.
Einseitig: Jucken im Kopf.
EMPFINDUNGEN [43]
Als ob Ohnmacht eintreten werde; als ob der Kopf voll wäre; als ob Wellen von einer Seite zur anderen im Kopf schlügen; als ob Blut im Kopf blubbere und schwappt; als ob das Gehirn locker wäre; als ob beim Bücken etwas im Kopf nach vorn falle; als ob das Gehirn aus feinem Glas bestünde und mit einem Schlag zerschmettert würde; als ob Wasserwellen an den Schädel schlügen; als ob Sand in den Augen wäre; als ob die Harnblase zu voll wäre; als ob die Harnröhre verengt wäre; als ob etwas aus der Harnröhre herauslaufe; als hinge ein Gewicht am Magen; als ob die Brust beim Atmen nur halb gefüllt werden könne oder als bestünde ein Hindernis tief in der Brust; als würden die Wände der Brust zusammengeschnürt; als würde das Brustbein in Stücke gerissen; als ob jeder Atemzug der letzte wäre; als ob die inneren Teile zusammengewachsen wären; als ob die Lungen eingeschnürt und bündelweise zusammengebunden wären; als ob das Herz stillstände; als habe sich das Herz losgerissen und schwanke an einem dünnen Faden hin und her; als ob der Magen in den Bauch hineinsinken würde.
Schmerz: über der Nasenwurzel; furchtbar nach dem Erbrechen; im Magen; in der Präcordialgegend; im Penis; in der Brust; im Rücken; stark, undefinierbar, durch den ganzen Körper; in der Lebergegend und durch den Rücken bis zu den Knien ausstrahlend; in der Schulterblattgegend und der rechten Hand; quer über die Vorderseite der Brust; in der Herzgegend; krampfartig, im Brustbein und zwischen den Rippen; in der linken Brust und im Arm; scharf, in linker Schulter und Arm; im Hüftgelenk; in der Lebergegend und durch den Rücken bis zu den Knien ausstrahlend; in der Schulterblattgegend und der rechten Hand.
Qual: in der Herzgegend.
Schneidend: im Bauch; mit Diarrhöe; Kolik vor dem Stuhl; im Bauch während des Stuhls; im Nacken.
Reißend: mit Diarrhöe; Kolik vor dem Stuhl; in den Gliedern; in der linken Brustseite und am Rand des Brustbeins, sich in den Nacken und die Schulter erstreckend.
Zerreißend: im Kreuz.
Durchbohrender Schmerz: in den Gelenken.
Einschießend: Kopfschmerz im Hinterhaupt und Scheitel.
Stiche: in der Stirn, sich in die Nase erstreckend; in den Schläfen; durch die Augen schießend; hinter den Ohren; in der Magengrube, sich in die Seiten und den Rücken erstreckend; in der Brust; dumpf, krallend, längs des unteren Rippenrandes unterhalb der rechten Axilla; reißend, scharf, im Nacken; scharf, im Kreuz.
Stechen: im Hals.
Ziehen: in den Seiten des Kopfes; in der linken Brustseite und am Rand des Brustbeins, sich in den Nacken und die Schulter erstreckend; im Nacken.
Nagend: in äußeren Teilen.
Einschnürung: in Brust und Hals; erstickend, schmerzhaft, der Brust.
Drückend einschnürende Herzschläge.
Drückende Krämpfe: im Magen.
Zusammenziehender Schmerz: in der Brust.
Kontrahierender Schmerz: im Bauch, in der Harnblase; unter dem Brustbein.
Wehenartige Schmerzen: im Bauch; Rücken.
Neuralgische Schmerzen: nach Scharlach.
Entsetzlicher Schmerz: in einem hohlen Zahn.
Pochend: in der Stirn oder am Boden der Augenhöhlen; in der Gegend des Blasenhalses; in jedem Teil des Körpers bei Berührung.
Zerschmetternd: im Kopf.
Kontusionsschmerz: im rechten Hoden.
Prickelnd: in den Muskeln der oberen und unteren Extremitäten.
Brennend, prickelnd: in der Haut.
Brennen: in den Augen; am Lidrand; in der rechten Augenbraue; im Magen; in der Harnröhre; beim Wasserlassen.
Drückender Schmerz: in den Augen.
Drückender Schmerz: in der Brust.
Spannungsartiger Druck: in Arm und Schulter.
Druck: in der Stirn; in den Schläfen; im Kopf; im Präcordium und in der Leberregion; auf die Harnblase; im Nacken.
Wundheit: von Mund und Hals; Zahnfleisch und Zunge; der Magengrube; in der Leberregion; der Speiseröhre; in der Brust.
Rheumatische Schmerzen: in der Brust.
Dumpf schmerzend: im Nacken.
Kriebeln: über die ganze Haut.
Rauheit: am Gaumen und in der Luftröhre.
Abgeschabtes Gefühl: in Mund und Hals.
Schabendes Gefühl: bis in den Kehlkopf reichend.
Kratzen: am Gaumen und in der Luftröhre.
Beklemmung: im Zentrum der Brust; um das Herz; der Brust, sich in den Kopf und den linken Arm erstreckend.
Gewicht: im Kopf.
Schweregefühl: des Kopfes; in der Brust.
Unbehagen: im Magen nach dem Erbrechen.
Dumpfes Unbehagen: in verschiedenen Teilen der Herzgegend.
Verwirrung: des Kopfes.
Angst: im Epigastrium.
Sinkgefühl: im Magen, als ob er sterben werde; mit Herzklopfen und Schmerz um das Herz; am Herzen.
Leere: im Magen vor dem Einschlafen.
Schwäche: im Unterarm.
Mattigkeit: in den unteren Extremitäten; in Beinen und Knien.
Unbehagen: nach wenig Essen.
Benommenheit: des Kopfes.
Lähmiges Gefühl: in den Schenkeln; in der Schulterblattgegend und der rechten Hand; in den Extremitäten.
Juckreiz: im Kopf; der Haut; korrosiv, schießend, in der Haut; nagend, in der Haut.
Kitzeln: in den betroffenen Teilen.
GEWEBE [44]
Abgehendes Blut gerinnt langsam oder gar nicht.
Haut und Muskeln schlaff.
Stärkt und regelt die Herztätigkeit, wenn sie ihre Energie verloren hat und unregelmäßig wird.
(OBS :) Es ist ein Herztonikum und nützlich bei Delirium tremens aus Anämie des Gehirns oder aus geschwächter Herztätigkeit; bei hysterischen Ohnmachten aus denselben Ursachen; bei Schock, mit Kollaps.
Es ist an sich kein Diuretikum, aber durch vermehrte Tätigkeit des linken Ventrikels erzeugt es vermehrte Fluxion zu den Nieren und dadurch Diurese.
Wirkt tiefgreifend auf die Muskelsubstanz des Herzens und der Arterien über Pneumogastricus- und vasomotorische Nerven, wodurch Schwäche dieser Gewebe bis zur Lähmung erzeugt wird, was eine Depression des Kreislaufs und eine Intermission der Pulsschläge verursacht; es erzeugt auch sekundär funktionelle Störungen des Gehirns, der Nieren und des Verdauungsapparates; Hauptcharakteristikum ist sein äußerst langsamer, intermittierender Puls.
(OBS :) Klappenfehler, bei denen im Stadium der Kompensationsstörung die Radialarterien eine abnorm niedrige Spannung zeigen; es darf jedoch nur gegeben werden, bis die Spannung erhöht ist; dann setzt normale Diurese ein, und die Wassersucht mit ihren Begleiterscheinungen verschwindet.
Aufgetriebene Venen an Augen, Ohren, Lippen und Zunge.
Blaufärbung der Haut, besonders der Augenlider, Lippen, Zunge und Nägel; Zyanose.
Bei Trunksüchtigen Blutstauung zum Kopf und Herzen.
Hat eine spezifisch venöse Beziehung zu den Nieren und kann bei Morbus Brightii palliativ wirken.
Harn häufig, spärlich und schwarz gefärbt; untere Augenlider aufgedunsen, Bauch aufgetrieben und Beine ödematös; Puls 120 und klein; Zunge schmutzigweiß; ständiger hackender Husten mit Dyspnoe; Ödema pulmonum. θ Scarlatinöse Wassersucht.
Alle Arten von Wassersuchten, mit erschwerter Miktion, blaßem Gesicht, intermittierendem Puls, teigiger Schwellung, die dem Fingerdruck leicht weicht; zyanotische Symptome, mit Ohnmacht, wenn organische Affektionen des Herzens vorhanden sind.
Wassersucht innerer und äußerer Teile.
Schlaffe, ödematöse Schwellung überall.
Durchbohrende Schmerzen in den Gelenken.
Skrofulöse Drüsenvergrößerungen.
Gichtige Knoten.
BERÜHRUNG. PASSIVE BEWEGUNG. VERLETZUNGEN [45]
Berührung: Haut schmerzhaft bei; Pochen im Körper bei.
Druck: Leberregion empfindlich gegen; Beine und Schenkel bleiben eingedrückt.
Beim Aufrichten in senkrechte Stellung: tödliche Synkope.
Fahren: Schwindel.
Nach Schnitt oder Wunde: träger Austritt von dunklem, dickem Blut.
HAUT [46]
Oberfläche, besonders der Extremitäten, kalt; langsamer Puls.
Allgemeine Blässe der Haut.
Gelbfärbung des Körpers, besonders der Bindehäute.
Stühle fast weiß; spärlicher brauner Harn, häufiges leeres Würgen; große Schwäche. θ Gelbsucht.
Zyanose.
Elastische weiße Schwellung des ganzen Körpers.
Juckreiz der Haut.
Korrosiver, schießender Juckreiz; nagender Juckreiz, steigernd bis zu unerträglichem brennendem Prickeln, abwechselnd zu- und abnehmend; Haut bei Berührung schmerzhaft; Kitzeln in den betroffenen Teilen.
Kriebeln über die ganze Haut. θ Angina pectoris.
Schwarze Poren in der Haut; Talgfollikel ulzerieren.
Pickel auf dem Rücken; Ausschlag an den Händen; Abschuppung.
LEBENSALTER, KONSTITUTION [47]
Während des Klimakteriums plötzliche Hitzewallungen, gefolgt von großer Schwäche, unregelmäßigem Puls; schwache Herztätigkeit; die geringste Bewegung bringt Herzklopfen hervor.
Nervöse lymphatische Konstitutionen.
Kinder mit sehr weißem Teint, hellem Haar und mehr oder weniger Neigung zur Skrofulose; nach scharlachöser Wassersucht.
Mädchen, æt. 1 1/2 Jahre, skrofulös; nach scharlachöser Wassersucht.
Mädchen, æt. 3, gut genährt und gesund, nach 8 Tagen allgemeinen Unwohlseins; akuter Hydrocephalus.
Mann, æt. 18; häufige nächtliche Pollutionen.
Junge Dame, æt. 19, kräftig, gut gebaut; Emansio mensium.
Mann, æt. 20, Folgen übermäßigen Beischlafs und Ausschweifung.
Mann, æt. 20, Bildhauer, klein von Gestalt, aber kräftig, sonst gesund; Asthma.
Mrs. R. R., æt. 26, blond, guter Körperbau, pulmonale Neigung erblich; vikariierende Menstruation.
Mrs. B., junge verheiratete Dame, zu häufigen Anfällen von Herzklopfen geneigt, war Nässe und Kälte ausgesetzt, bekam heftigen Schmerz im Hüftgelenk, der etwa zwölf Stunden dauerte und dann, wie sie sich ausdrückte, „ihr in den Kopf stieg“, und war die folgenden 6 oder 8 Wochen mit Angina pectoris behaftet.
Josepha N., æt. 30; Magenstörung.
Frau, æt. 30, lymphatisches Temperament; intermittierendes Fieber.
Frau, æt. 41, innerhalb von 5 Jahren zweimal verheiratet, ein Kind aus erster Ehe, zweite kinderlos, hat Herzhypertrophie und Dilatation des rechten Ventrikels, mit Mitral- und Trikuspidalinsuffizienz; Metrorrhagie.
Frau, æt. 48, unverheiratet, gichtische Diathese, hatte zwei Gichtanfälle, infolge deren sich Anomalien in den Trikuspidalgebieten entwickelten.
Frau, æt. 50, unverheiratet, sentimental und sehr erregbar, rheumatische Neigung; Herzklopfen.
Mann, æt. 60; Herzhypertrophie.
John F. C., æt. 65, durch häufige Krankheit geschwächt; Diarrhöe.
JT., æt. 65, von unmäßigen Gewohnheiten, seit 3 Monaten ans Haus gefesselt und viel allopathisch behandelt; Herzwassersucht.
Frau, æt. 66; seit einem Monat Zyanose.
Frau, æt. 66, seit 6 Wochen krank; Morbus ceruleus.
Sarah H., æt. 66; Herzklopfen aus Kummer entstanden.
Mrs. F., æt. 69; Herzerkrankung, mit ausgedehnter Stauung zur Lunge.
BEZIEHUNGEN [48]
Antidotiert durch: Süße Milch mit Fœnum græcum; Pflanzensäuren, Essig, Galläpfelinfus, Äther, Camphor., Serpentaria. Den Patienten liegend halten und Alkohol geben. Tannin wurde empfohlen, um Digitalin im Magen auszufällen. Die Wirkungen kleiner Dosen können durch Nux vom., Opium beseitigt werden.
Es antidotiert: Wein; Myrica cerifera (die dadurch verursachte Gelbsucht).
Verträglich: Bellad., Bryon., Chamom., Cinchon., Lycop., Nux vom., Opium, Phosphor., Pulsat., Sepia, Sulphur, Veratr.
Unverträglich; Cinchon. (verstärkt die Angst), Spir. nitr. dulc.
Vergleiche: Alkaloide mit ähnlicher Wirkung, wie Oleandrin, Scilliain, Adonidin, Neriin, Convalamarin, Antiarin, Helleborein. Acon. (Angst, Puls); Ant. tart. (todesartige Übelkeit); Apocynum (Herzwassersucht); Arsen. (Angst, Schwäche); Bellad. (pochender Kopfschmerz, erweiterte Pupillen); Bryon. (Magen, Durst); Camphor. (Kälte); Cinchon. (Angst, Atmung); Conium (Herz intermittierend und häufig); Ferrum (Harnblase); Kalmia (Herz, Rheumatismus); Laches. (Schlaf); Lobelia, Lycop. (schwaches Herz); Natr. mur. (häufiges und intermittierendes Herz); Nux vom. (antidotisch); Phosphor. (Genitalien); Pulsat. (Traurigkeit und Depression); Spigel. (Herz); Sulphur (Schwindel, Augen); Tabac. (todesartige Übelkeit); Veratr. (Schwäche, Kälte).