Bovista
By Constantine Hering — Die Leitsymptome unserer Materia medica
Stäubling. Pilze.
Hartlaub sen. prüfte 1828 die Sporen dieses Pilzes nach dem Beispiel Hahnemanns zusammen mit Lycopodium. Er veröffentlichte sie 1831 als ein Antipsorikum; 640 Symptome. Es gehört zu den wichtigsten Mitteln für die Behandlung chronischer Krankheiten. Ægidis Fall von Urtikaria, dessen Übersetzung von Knerr in der Mai-Nummer des North Amer. Journal, 1880, veröffentlicht wurde, ist eine Musterheilung, und die Symptome sind entschieden bestätigend, besonders die des Gemüts. Die Symptome sind in unsere Sammlung aufgenommen.
GEMÜT [1]
Geistesabwesenheit und Schwierigkeit, seine Aufmerksamkeit festzuhalten. θ Urtikaria.
Verwechselt Wörter beim Sprechen oder Schreiben.
Ungeschicklichkeit, die ihn Dinge aus den Händen fallen lässt. θ Urtikaria.
Langsamkeit des Verständnisses und Auffassens; hört nicht gut.
Leeres, gedankenloses Starren. θ Urtikaria.
Traurig, niedergeschlagen und mutlos, wenn allein.
Trübsinnig; unruhig; bedrängt.
Empfindlichkeit; große Reizbarkeit; nimmt alles übel. θ Urtikaria.
Verdrossenheit; üble Laune; Abneigung gegen alles. θ Urtikaria.
Streitsüchtig und zänkisch. θ Urtikaria.
Schwaches Gedächtnis.
SENSORIUM [2]
Geistesabwesenheit, Zerstreutheit.
Geistige Stumpfheit.
Benommener Schwindel, mit Schwinden der Sinne.
Starrt gedankenlos ins Leere.
Schwindel früh am Morgen, fällt zu einer Seite hinüber, verliert für eine Weile die Sinne.
Plötzliche Anfälle von Schwindel und Gefühl von Benommenheit im Kopf beim Stehen; sie verliert einen Augenblick das Bewusstsein; gehen einem Kopfschmerz am Morgen voraus und folgen ihm.
INNERER KOPF [3]
Große Empfindlichkeit.
Gefühl, als sei der Kopf stark vergrößert; tief sitzender Kopfschmerz.
Der Kopf scheint innerlich wie zerschlagen.
Klopfen im Kopf, als wäre dort ein Abszess, begleitet von einem Gefühl wilder Verwirrung; das Klopfen wird durch kalte Luft erregt, besonders früh am Morgen, oder nur in der r. Seite.
Benommend machender Schmerz, besonders in Stirn und Scheitel.
Drückende Schmerzen im Kopf.
Druck von Seite zu Seite.
Kopfschmerz: rechte Seite morgens, linke abends; nachts; um 3 Uhr morgens; < beim Heben des Kopfes, mit vermehrter Harnabsonderung; < durch Aufsitzen; < durch Druck.
Schmerzen im Kopf, nach innen drückend; Schmerzen von Seite zu Seite, nach außen drückend.
Dumpfer Kopfschmerz mit Müdigkeit.
Dehnender Schmerz im Kopf.
Schmerz im Hinterkopf, als würde ein Keil hineingedrückt.
Reißender Schmerz im Vorderhaupt und in der Stirn.
Beim Erwachen Kopfschmerz, wie von zu vielem Schlaf.
ÄUSSERER KOPF [4]
Gefühl, als vergrößere sich der Kopf.
Kopfhaut berührungsempfindlich.
Wunde Stellen am Kopf.
Klopfen an einer kleinen Stelle der linken Seite; Juckreiz in der behaarten Kopfhaut, besonders wenn man im Bett warm wird, zwingt zum Kratzen, bis die Stellen bluten, aber nicht > durch Kratzen, besonders früh am Morgen.
Juckreiz über die ganze Kopfhaut, sich bis zum Hals erstreckend, besonders wenn ihm warm wird, so dass er gezwungen ist, die Stirn zu kratzen, was durch Kratzen nicht gelindert wird.
Pickel oder rötliche Bläschen auf der behaarten Kopfhaut mit Juckreiz; schmerzhafte Blase an der Schläfe; juckende, eiternde Blase an der Stirn; Gegenstände scheinen dem Auge zu nahe.
Haarausfall.
SEHEN UND AUGEN [5]
Blindheit des rechten Auges infolge Lähmung des Sehnerven.
Gegenstände erscheinen zu nahe.
Senkrechte Halbseitenblindheit.
Druck in den Augenhöhlen, in den Knochen.
Starren auf einen Punkt.
Augen trübe, ohne Glanz.
Entzündung der Augenlider, mit nächtlicher Verklebung. θ Urtikaria.
GEHÖR UND OHREN [6]
Hört undeutlich, missversteht vieles, was gesprochen wird.
Jucken in den Ohren, gebessert durch Bohren mit dem Finger im Ohr.
Abgang von übelriechendem Eiter aus den Ohren.
Furunkel im rechten Ohr, mit Schmerz beim Schlucken.
Dicke nässende Borken an den Ohren.
GERUCH UND NASE [7]
Jedesmal beim Schneuzen gehen Blutstropfen aus der Nase ab.
Einige Tropfen Blut aus der Nase bei jedem Niesen.
Nasenbluten am Morgen.
Nasenbluten während des Morgenschlafes, mit Schwindel.
Wässriger Schnupfen, mit Schwindel.
Verstopfung der Nase bei fließendem Schnupfen.
Nase verstopft, kann nicht atmen.
Wundheit und Rötung des Nasenseptums; Schorfen und Krusten um die Nasenlöcher; schorfige Pusteln unter der Nase.
OBERE GESICHTSHÄLFTE [8]
Das Gesicht ist morgens beim Aufstehen sehr bleich.
Ausgeprägter Wechsel der Gesichtsfarbe, bald sehr rot, dann bleich.
Wangen heiß, fühlen sich an, als würden sie bersten.
Krampfartige Bewegungen der Gesichtsmuskeln. θ Vor Asthma.
Blasse Schwellung der Wange nach Zahnschmerz.
Ausschlag im Gesicht und auf den Wangen.
UNTERES GESICHT [9]
Blasse Schwellung der Oberlippe. θ Nach Zahnschmerz.
Stechen wie von einer Nadel oder einem Splitter in den Lippen.
Aufgesprungene oder blasige Lippen.
Mundwinkel wund, aufgesprungen.
Lippen rissig, an einigen Stellen borkig. θ Urtikaria.
ZÄHNE UND ZAHNFLEISCH [10]
Reißen im Unterkiefer vor den Ohren; Drüsen unter dem Kiefer geschwollen und pochend.
Heftiger ziehend-dumpfer Schmerz in kariösen Zähnen; > in Luft und in Wärme; < abends.
Nach Zahnschmerz blasse, geschwollene Wangen.
Heftiger ziehender Schmerz in hohlen hinteren Zähnen des Unterkiefers an zwei Abenden hintereinander im Bett.
Skorbutisches Zahnfleisch; blutet leicht. θ Urtikaria.
GESCHMACK, SPRACHE, ZUNGE [11]
Geschmack: faulig; bitter.
Stammelnde, stotternde Sprache.
Schneidender Schmerz in der Zunge, wie mit einem Messer. θ Vor Asthma.
Wunden oder Geschwüre am Rand der Zunge.
MUNDHÖHLE [12]
Gefühl, als sei das Mundinnere morgens beim Erwachen taub (markig) und spröde, bisweilen mit Trockenheit des Mundes und bitterem, schleimigem Geschmack.
Fauliger Geruch aus dem Mund.
Vermehrter Speichelfluss.
Große Trockenheit des Mundes, als wäre Sand darin; Brennen an der Zungenspitze und Taubheitsgefühl des hinteren Teils der Zunge früh am Morgen beim Erwachen; tiefe Geschwüre am rechten Rand der Zunge, schmerzhaft wie wund; Stottern, besonders beim Lesen, mit Unfähigkeit, mehrere Worte rasch auszusprechen.
GAUMEN UND HALS [13]
Brennen im Hals.
Halsschmerzen, mit Kratzen und Brennen im Ösophagus.
Große Trockenheit im Hals; beim Erwachen am Morgen fühlt sich die Zunge fast wie Holz an.
Stechen im Hals. θ Vor Asthma.
APPETIT, DURST. VERLANGEN, ABNEIGUNGEN [14]
Kein Appetit auf Frühstück, aber Lust auf andere Mahlzeiten.
Wenig Appetit. θ Urtikaria.
Hunger, selbst nach den Mahlzeiten.
Verlangen nach kaltem Getränk.
Kein Appetit auf gekochte Speisen, nur Verlangen nach Brot.
Durstlosigkeit.
Verlangen: nach Branntwein; nach Wein; nach Milch.
Schlimmer von: Spirituosen, Wein, kalten Speisen.
Besser von warmen Speisen.
ESSEN UND TRINKEN [15]
Besser nach dem Frühstück. θ Diarrhö.
Schluckauf vor und nach dem Essen.
Während des Essens: Stechen durch die Brust; müde; schläfrig; Kriebeln oder Wallungen.
Nach dem Essen: Stechen in der Brust; müde; schläfrig; Kolik; Würgen gebessert; Schneiden im Bauch.
SCHLUCKAUF, AUFSTOSSEN, ÜBELKEIT UND ERBRECHEN [16]
Schluckauf vor und nach dem Mittagessen.
Häufiges leeres Aufstoßen.
Übelkeit mit Frösteln den ganzen Vormittag.
Übelkeit am Morgen. θ Diarrhö.
Erbricht eine wässrige Flüssigkeit; Übelkeit > durch Frühstück. θ Morgenübelkeit.
MAGENGEGEND UND MAGEN [17]
Druck und Fülle in der Magengrube; Spannung in den Schläfen; seelische Angst.
Kältegefühl im Magen, als läge ein Klumpen Eis darin, mit Schmerz, meist morgens.
Unverträglichkeit enger Kleidung um die Taille.
HYPOCHONDRIEN [18]
Stechen in der Gegend der letzten Rippe, beiderseits.
BAUCH UND LENDEN [19]
Schneidende Schmerzen um den Nabel.
Kneifen; > in Ruhe.
Stechen im Bauch.
Schneidende Kolik mit Kälte, Zähneklappern, Zittern der Extremitäten; < nach Stuhl.
Kolik; mit hellrotem Harn; gebessert durch Essen.
Bauch: aufgedunsen; an einzelnen Stellen aufgetrieben.
Auftreibung des Bauches; mit Weichheit, Flatulenz oder Rumoren; mit Verstopfung.
Bauch empfindlich, am meisten morgens.
Kälte, die im Bauch herumwandert.
Aufgetriebenheit des Bauches mit Rumoren, Wandern der Blähungen und Abgang von viel Flatus. θ Diarrhö.
Kolik, die den Kranken zwingt, sich zusammenzukrümmen; bisweilen mit Abgang von rotem Harn (nicht bei Coloc.), und Besserung durch Essen (nicht bei Coloc.).
STUHL UND REKTUM [20]
Stinkende Blähungen.
Neigung zu Diarrhö, häufige Anfälle, jede Entleerung gefolgt von Tenesmus. θ Urtikaria.
Diarrhö vor und während der Menstruation.
Erfolgloser Stuhldrang.
Diarrhö mit schneidenden Schmerzen.
Stuhl zunächst hart und erschwert; zuletzt dünn, selbst wässrig. θ Affektionen der Prostata.
Stuhl anfangs hart, der letzte Teil dünn, mit Schmerz im Bauch.
Nach dem Stuhl Tenesmus und Brennen am Anus.
Juckreiz im Rektum, wie von Würmern.
Einschießend vom Damm zum Rektum und zu den Genitalien.
Juckreiz an der Spitze des Steißbeins; muss die Stellen wund und roh kratzen.
Stuhl: flüssig, gelb, fäkal.
Morgendliche Diarrhö mit drängendem Schmerz.
Vor dem Stuhl: Drang; Kolik. θ Diarrhö.
Während des Stuhls: drehender Schmerz im Bauch. θ Diarrhö.
Nach dem Stuhl: matt; Tenesmus; Brennen am Anus; Brennen und Juckreiz im Anus, als kröchen Würmer.
HARNORGANE [21]
Häufiger Harndrang, selbst unmittelbar nach dem Wasserlassen, mit Abgang weniger Tropfen.
Harn: hellrot; gelbgrün; wird trübe; hellgelb, mit sich langsam bildender Wolke; trübe, wie Lehmwasser, mit violettem Sediment.
Diabetes mellitus.
Stechend-juckendes Brennen in der Harnröhre; die Öffnung entzündet, fühlt sich verklebt an.
Harter Knoten in der Harnröhre.
Chronischer Harnröhrenausfluss.
MÄNNLICHE GESCHLECHTSORGANE [22]
Pollutionen.
Nach Koitus Taumel und Verwirrung im Kopf.
Beschwerden nach sexuellem Exzess.
WEIBLICHE GESCHLECHTSORGANE [23]
Wollüstiges Gefühl in den Genitalien.
Brennen in den Genitalien.
Menstruation: vier Tage zu früh und reichlicher als gewöhnlich; alle zwei Wochen viel dunkles und geronnenes Blut; zu spät und spärlich; nur nachts oder nur morgens; zu spät und spärlich; nur nachts oder nur morgens; in den Zwischenzeiten gelegentlich etwas Blut.
Ovarialzyste, innerhalb weniger Monate zweimal punktiert.
Alle paar Tage ein Blutabgang zwischen den Menstruationen.
Die Menstruation fließt morgens am reichlichsten, tagsüber und nachts aber spärlich.
Nach Mitternacht schmerzhafter Drang nach den Genitalien, mit großer Schwere im Kreuz, die am nächsten Tage durch Abgang von Menstruationsblut etwas gelindert wurde.
Diarrhö häufig vor und während der Menstruation.
Vor den Katamenien: Krampf in der Brust; schmerzhaftes Herabdrängen in den Genitalien; Diarrhö.
Vor, während und nach der Menstruation: wie zerschlagener Schmerz und Müdigkeit in Kreuz, Bauch und Schenkeln, erschwert das Treppensteigen.
Leukorrhö einige Tage vor oder einige Tage nach der monatlichen Blutung; beim Gehen wie Eiweiß; gelbgrün, scharf, ätzend, grüne Flecken in der Wäsche hinterlassend; dick, schleimig, zäh.
Wundheit zwischen Schamlippen und Oberschenkeln.
SCHWANGERSCHAFT. GEBURT. STILLZEIT [24]
Gelbsucht der Neugeborenen.
STIMME UND KEHLKOPF. LUFTRÖHRE UND BRONCHIEN [25]
Heiserkeit am Morgen.
Rauheit im Hals, morgens, mit katarrhalischer Stimme.
Kratzgefühl im Kehlkopf, mit zähem Schleim.
ATMUNG [26]
Kurzatmigkeit bei jeder Anstrengung mit den Händen.
Beklemmung der Brust, möchte die Kleidung lockern.
Krampfartiges Lachen und Weinen, mit Asthma, Gesicht dunkelrot.
HUSTEN [27]
Abends locker; morgens trocken.
Trockener Husten von Kitzeln im Hals.
Husten von Kitzeln in der Brust, morgens, nach dem Hereinkommen aus kalter Luft ins Zimmer.
Husten mit so zähem Auswurf, dass er kaum entleert werden kann.
BRUSTINNERES UND LUNGE [28]
Stechen an verschiedenen Stellen der Brust.
Stechen in der linken Seite, bis in den Rücken durchgehend.
HERZ, PULS UND KREISLAUF [29]
Wallungen mit viel Durst.
Herzklopfen: mit Zittern der Hände; Unruhe; Schwindel; Frösteln; Migräne; reichlicher Menstruation.
Sichtbares Herzklopfen, nach dem Treppensteigen; als arbeite das Herz im Wasser; nach Überanstrengung.
Puls beschleunigt.
BRUSTWAND [30]
Brennen an der Brustwand.
NACKEN UND RÜCKEN [31]
Stechen im Nacken.
Steifigkeit des Nackens am Morgen.
Rückenschmerz mit Steifigkeit nach dem Bücken.
Einschießende und andere Schmerzen zwischen den Schultern, längs der Ränder der Schulterblätter; muss sich zur Erleichterung aufrichten.
Unerträglicher Juckreiz an der Spitze des Steißbeins; muss kratzen, bis die Stellen roh und wund werden.
OBERE EXTREMITÄTEN [32]
Schweiß in den Achselhöhlen, nach Zwiebeln riechend.
Spannung im Schultergelenk, kann nicht schreiben.
Stechende, bohrende und reißende Schmerzen in den oberen Extremitäten.
Gelenke der Arme und Hände fühlen sich kraftlos und verrenkt an.
Juckreiz an den Armen.
Affektionen der Handgelenke.
Stechende Stiche im rechten äußeren Knöchel.
Zittern der Hände, mit Herzklopfen und drückender Angst.
Große Müdigkeit in Händen und Füßen den ganzen Tag.
Sie hat keine Kraft in den Händen, besonders in der rechten, und ließ vor Schwäche beinahe die leichtesten Gegenstände fallen.
Hygrom an der Hand.
Feuchte Flechte auf dem Handrücken.
Die Haut der Finger wird von den Werkzeugen, mit denen sie arbeitete, ungewöhnlich tief eingedrückt.
Die Hände sind mit kleinen, trockenen, rötlichen Pickeln bedeckt, die nach einigen Tagen allmählich verschwinden.
Umlauf oder Panaritium an den Fingern.
UNTERE EXTREMITÄTEN [33]
Wundheitsgefühl in den Hüftgelenken.
Die Extremitäten schlafen ein, kann nicht darauf stehen.
Stechender Schmerz in den Knien.
Die Muskeln der Waden fühlen sich zu kurz an; Krampf am Morgen.
Ödematöse Schwellung des (r.) Fußes noch Jahre nach einer Verstauchung.
Heftiges Stechen im äußeren Knöchel des rechten Fußes, mit Schmerzhaftigkeit des inneren.
Krampf im Bein.
Ausschlag an beiden Füßen von kleinen, roten, ausschlagartigen Pickeln, mit einem juckend-brennenden Schmerz, womit die Füße bis zur Hälfte der Waden bedeckt sind, zwei Tage dauernd; Kratzen beeinflusst sie nicht.
EXTREMITÄTEN IM ALLGEMEINEN [34]
Große Schwäche der Gelenke.
Gefühl: wie geschlagen; lahm, dumpf schmerzend; reißend; Spannung, Stiche.
Rheumatische Parese und ausgeprägte muskuläre Atrophie des betroffenen Beines. θ Urtikaria.
RUHE. LAGE. BEWEGUNG [35]
Ruhe: Kneifen schlimmer.
Aufsitzen: Kopfschmerz schlimmer.
Muss sich aufrichten, um die Schmerzen zwischen den Schulterblättern zu lindern.
Kolik zwingt den Kranken, sich zusammenzukrümmen.
Beim Bücken: Kopf dumpf und schwer; Stechen im Bauch.
Nach dem Bücken: Rückenschmerz und Steifigkeit; Schwindel schlimmer.
Anstrengung mit den Händen: Kurzatmigkeit.
Gehen: Leukorrhö wie Eiweiß.
NERVEN [36]
Rheumatische Lahmheit.
Allgemeine Mattigkeit und Entkräftung, besonders in den Gelenken.
Lässt Dinge aus den Händen fallen, wie aus Schwäche.
Hysterie, mit abdominalen Symptomen.
SCHLAF [37]
Große Schläfrigkeit früh am Abend.
Krampfhaftes Gähnen vor Asthma; morgendlicher Schweiß im Bett.
Große Benommenheit am Nachmittag und früh am Abend.
Nachtruhe gestört durch Brennen und Juckreiz der Nesselsucht.
Unruhiger Schlaf, mit vielen ängstlichen, furchtbaren Träumen.
Beim Erwachen Kopfschmerz wie von zu vielem Schlaf; beim Aufstehen Gesicht bleich.
ZEIT [38]
Um 3 Uhr morgens: Kopfschmerz.
Von 5 bis 6 Uhr morgens: Schweiß.
Früher Morgen: Stuhl.
Morgen: Schwindel; rechtsseitiger Kopfschmerz; Jucken der Kopfhaut <; Nasenbluten; Gesicht bleich; Gefühl, als sei der Mund taub; Zunge fühlt sich wie Holz an; Übelkeit; Kältegefühl im Magen; Bauch empfindlich; Menstruation am reichlichsten; Heiserkeit; Rauheit im Hals; trockener Husten; Steifigkeit des Nackens; Krampf in den Waden; Schweiß im Bett.
Vormittag: Übelkeit und Frösteln.
Tagsüber: Menstruation spärlich.
Den ganzen Tag: Müdigkeit der Hände und Füße.
Nachmittag: Schläfrigkeit; abwechselnd Schaudern und fliegende Hitze.
Abend: linksseitiger Kopfschmerz; Zahnschmerz <; Husten locker; große Schläfrigkeit; Frösteln; Stuhl.
Um ... P. M.: Frost mit Durst.
Nacht: Kopfschmerz; Menstruation spärlich; Ruhe durch Nesselsucht gestört; Verklebung der Augen; Stuhl.
TEMPERATUR UND WETTER [39]
Kalte Luft: Klopfen im Kopf schlimmer.
Luft: Zahnschmerz besser.
Bettwärme: Jucken der Kopfhaut <; Zahnschmerz besser.
Heißes Wetter: roter, schorfiger Ausschlag erscheint an den Schenkeln und Kniebeugen und wieder bei Vollmond.
Warme Speisen: Symptome besser.
Kalte Speisen: Symptome schlimmer.
Beim Hereinkommen ins Zimmer aus kalter Luft: Husten schlimmer.
Sehr empfindlich gegen Zugluft.
FIEBER [40]
Frösteln vorherrschend, selbst nahe an einem warmen Ofen, morgens und abends und sogar nachts; gewöhnlich mit Durst.
Frostschauer mit den Schmerzen.
Frösteln am Abend, vom Rücken ausgehend; ziehende Schmerzen im Darm.
Frostschauer: unmittelbar nach dem nächtlichen Zubettgehen, im Rücken beginnend; jeden Abend um 7 Uhr mit Durst, gefolgt von ziehenden Schmerzen im Bauch. θ Intermittierendes Fieber.
Wechselndes Schaudern und fliegende Hitze, am meisten am Nachmittag, mit brennendem Durst, stärker beim Schaudern.
Hitze, mit Durst, Angst, Unruhe; Beklemmung der Brust.
Fieberhitze im Schlaf.
Jeden Morgen Schweiß, 5-6 Uhr, am stärksten auf der Brust.
Schweiß in der Axilla riecht nach Zwiebeln.
Frösteln den ganzen Abend.
ANFÄLLE, PERIODIZITÄT [41]
Vollmond: roter, schorfiger Ausschlag erscheint an den Schenkeln und Kniebeugen; auch bei heißem Wetter.
LOKALITÄT UND RICHTUNG [42]
Rechts: Klopfen im Kopf; morgendlicher Kopfschmerz; Furunkel im Ohr; tiefe Geschwüre am Zungenrand; Stiche im äußeren Knöchel; keine Kraft in der Hand; ödematöse Schwellung des Fußes.
Links: abendlicher Kopfschmerz; Klopfen an einer kleinen Stelle der Seite; Schmerz in der Seite; Schwellung in der Leiste.
Von rechts nach links: Kopfschmerzen, rechts vormittags, links nachmittags.
EMPFINDUNGEN [43]
Als wäre der Kopf vergrößert; als wäre ein Abszess im Kopf; als wäre Sand im Mund; als läge ein Klumpen Eis im Magen; als würde ein Keil hineingedrückt; als arbeite das Herz im Wasser.
Reißend: in der Stirn; im Vorderhaupt.
Schneidend: in der Zunge; um den Nabel; im Bauch; mit Diarrhö.
Einschießend: vom Damm zum Rektum und zu den Genitalien.
Stechend: in den Lippen; im Hals; durch die Brust; in der Gegend der letzten Rippen; im Bauch; in der Brust; in der linken Seite bis in den Rücken; im Nacken; in den oberen Extremitäten; im rechten äußeren Knöchel; in den Knien; im äußeren Knöchel; in den Extremitäten.
Stiche: in der Brust; im Nacken.
Einschießend: zwischen den Schultern.
Bohrend: in den oberen Extremitäten.
Reißend: im Unterkiefer; in den oberen Extremitäten; in den Extremitäten.
Klopfend: im Kopf.
Drehend: im Bauch.
Kneifend: im Bauch.
Gefühl wie verrenkt: in den Gelenken der Arme und Hände.
Gefühl wie zerschlagen: im Kopf; in Kreuz, Bauch und Schenkel.
Gefühl wie geschlagen: in den Extremitäten.
Drückend: im Kopf; von Schläfe zu Schläfe; in den Augenhöhlen; in der Magengrube.
Dehnender Schmerz: im Kopf.
Keilschmerz: im Hinterkopf.
Ziehend: in den unteren Mahlzähnen; im Darm.
Ziehend-dumpf schmerzend: in kariösen Zähnen.
Brennend: an der Zungenspitze; im Hals; im Ösophagus; am Anus; an der Brustwand; Nesselsucht; in den Genitalien.
Stechend-juckendes Brennen: in der Harnröhre.
Wundheit: in den Hüftgelenken; zwischen Schamlippen und Oberschenkeln; der Nase.
Krampf: in den Waden; im Bein.
Kratzen: im Kehlkopf; im Ösophagus.
Rauheit: im Hals.
Pochend: im Kopf, wie von einem Abszess; in den Unterkieferdrüsen.
Fülle: in der Magengrube.
Schweregefühl: in Armen und Händen.
Spannung: in den Schläfen; im Schultergelenk; in den Muskeln der Wade; in den Extremitäten.
Steifigkeit: des Nackens; des Rückens.
Kriebeln: im Anus.
Kitzeln: im Hals; in der Brust.
Taubheitsgefühl: im Mund; des hinteren Teils der Zunge.
Müdigkeit: in Händen und Füßen.
Kälte: im Magen; im Bauch herumwandernd.
Juckreiz: über die Kopfhaut; in den Ohren; im Rektum; an der Spitze des Steißbeins; im Anus; an den Armen; Nesselsucht.
Trockenheit: im Hals; des Mundes.
GEWEBE [44]
Der Schleim aus Nase, Bronchien und Vagina ist sehr zäh, klebrig; ebenso der Eiter aus Geschwüren.
Schwäche aller Gelenke.
Als wären die Muskeln in den unteren Extremitäten zu kurz.
Zu Flechten neigende Konstitution, Ausschläge feucht oder trocken.
BERÜHRUNG. PASSIVE BEWEGUNG. VERLETZUNGEN [45]
Berührung: Kopfhaut empfindlich.
Kratzen: lindert das Jucken der Kopfhaut nicht; verursacht Wundheit am Steißbein; das Jucken dauert fort.
Druck: Kopfschmerz schlimmer.
Bohren im Ohr mit dem Finger: Jucken besser.
Heben des Kopfes: Kopfschmerz schlimmer.
Anstrengungen mit den Händen: Kurzatmigkeit.
Überanstrengung: Herzklopfen.
Ungewöhnlich tiefer Eindruck an den Fingern durch Gebrauch stumpfer Instrumente (wie Schere oder Messer).
Empfindlichkeit gegen Berührung, Druck mit der Hand ist schmerzhaft.
Kann Kleidung nicht ertragen.
(OBS :) Bei blutendem Zahnfleisch nach Zahnextraktion Stückchen des Pilzes in die Höhle legen; zwei oder drei Anwendungen heilen den schlimmsten Fall von Blutung; bei jeder anderen Art von Wunde wird ein Stück, groß genug, um die Wunde zu bedecken, fest darauf gehalten oder aufgebunden, den Blutfluss stillen; bei Epistaxis ein ausreichend großes Stück des Pilzes dicht an die Nasenlöcher halten und den Kranken anweisen, die unter dem Druck der Hand daraus aufsteigenden Dämpfe mit aller möglichen Kraft einzuatmen.
HAUT [46]
Urtikaria, fast den ganzen Körper bedeckend; einige Flecken nahezu zwei Zoll im Durchmesser, verursacht durch Teer.
Ausschlag, Pickel, mit brennendem Juckreiz.
Warzen und Hühneraugen, mit einschießenden Schmerzen.
Jucken beim Warmwerden, dauert nach dem Kratzen fort.
Roter schorfiger Ausschlag an den Schenkeln und Kniebeugen, erscheint bei heißem Wetter und bei Vollmond.
Feuchter oder trockener Herpes.
Flechte auf dem Handrücken; nach hellroten Pickeln raue, dunkelrote, feuchte Flecken.
Urtikaria, mit rheumatischer Lahmheit; Neigung zu Diarrhö, jede Entleerung gefolgt von Tenesmus; skorbutisches Zahnfleisch; Entzündung der Augen und nächtliche Verklebung; morgendlicher Schweiß im Bett, zusammen mit übler Laune, Verdrossenheit, Reizbarkeit, Empfindlichkeit, großer Erregbarkeit; nimmt alles übel; Abneigung gegen alles; streitsüchtig und zänkisch; starrt gedankenlos ins Leere; Ungeschicklichkeit, die ihn Dinge fallen lässt; Geistesabwesenheit und Schwierigkeit, seine Aufmerksamkeit festzuhalten.
Unerträglicher Juckreiz an der Spitze des Steißbeins; er muss kratzen, bis die Stellen roh und wund werden.
LEBENSALTER, KONSTITUTION [47]
Frau, æt. 36, verheiratet; nach Darmentzündung eine Schwellung in der linken Leiste; aus einer Ovarialzyste wurde eine Pinte Flüssigkeit punktiert; nach einiger Zeit wieder fünf, sechs Pinten; nach einiger Zeit hielt man eine dritte Punktion für notwendig, aber Bovista [6] heilte. θ Einkammerige Ovarialzyste.
Alte Jungfern; Herzklopfen.
Kinder: Stottern.
BEZIEHUNGEN [48]
Gegenmittel zu Bovista: Camphor.
Bovista antidotiert die schlechten Wirkungen von äußerlich angewandtem Teer.
Nützlich, wenn Rhus tox. bei Urtikaria versagt.
Alumina folgte gut bei rheumatischen Schmerzen nach Asthma. Calc. ostr., Rhus tox. und Sepia folgen Bovista mit guter Wirkung.
Erstickung durch Kohlendämpfe.
Der Rauch von verbrannter Bovista wirkt auf Bienen stärker als anderer Rauch. (Wie würde Rauch von Rhus tox. auf Bienen wirkene)
Vergleiche: Calc. ostr., Rhus tox., Sepia, Phosphor., Pulsat., Staphis., Sulphur, Veratr., Bellad., Bryon., Carb. veg., Caustic., Kali carb., Lycop., Mercur., Natr. mur., Silica, Spigel., Strontian, Valer.
Unverträglich: Kaffee.