Benzoesäure
By Constantine Hering — Die Leitsymptome unserer Materia medica
Benzoesäure. C 6 H 5 , CO,OH.
Seit 1838 geprüft und von Dr. Jeanes in vielen Fällen angewendet; von ihm geordnet und veröffentlicht, zusammen mit der zusätzlichen Arzneimittelprüfung von Dr. Lingen (1844), in den Transactions of American Institute, 1846, Bd. i, S. 13 bis 25. Chapman veröffentlichte 1849 im British Quarterly, Bd. vii, S. 390, einige Heilungen, ohne Jeanes die gebührende Anerkennung zu geben. C. Hering erhielt 1845 eine Arzneimittelprüfung von Dr. Nusser und veröffentlichte eine Übersetzung von Jeanes' Bericht in seinen Amerikanische Arzneiprüfungen, wobei er alle damals bekannten Heilungen und die Arzneimittelprüfung von Petroz aus dem Jahre 1847 hinzufügte. Diese erhielt die Ehre des Wiederabdrucks im berühmten Lehrbuch von Grauvogl, der in unserer medizinischen Schule das war, was Schopenhauer in der philosophischen Schule Kants war.
GEMÜT [1]
Benommener Kopf.
Läßt beim Schreiben Wörter aus.
Kann einen Gedanken nicht loswerden.
Geistige Regsamkeit bei der Arbeit, gefolgt von Angst.
Neigt dazu, bei unangenehmen Dingen zu verweilen; wenn er jemanden Mißgestalteten sah, schauderte ihn.
Traurigkeit.
Angst; beim Schwitzen.
Kind mürrisch, will auf dem Arm getragen werden.
Nach Gemütsbewegungen Kopfschmerz.
SENSORIUM [2]
Schwindel, mit Angst, seitwärts zu fallen, gewöhnlich nachmittags.
Benommenheit des Kopfes.
Gefühl, als sei Luft im Kopf.
Müdes Gefühl im Kopf, wie nach Nachtwachen.
INNERER KOPF [3]
Beim Sitzen Druck auf den ganzen unteren Teil des Kopfes und die ganze Wirbelsäule, als würden sie wie ein elastischer Körper zusammengedrückt, so daß er sich unwillkürlich streckte und nach vorn beugte; Angst.
Schmerz und Hitze in der Gegend der Organe der Ehrfurcht und Festigkeit.
Hammernder Schmerz in den Schläfen, muß sich niederlegen.
Druck auf den Scheitel, sich bis zur Wirbelsäule erstreckend, mit Angst.
Reißender Schmerz im Scheitel.
Furchtbarer Schmerz im Hinterhaupt oder Kleinhirn, der den jungen Mann drei Wochen ans Bett gefesselt hatte.
Kältegefühl im Kopf.
Erschütterungsgefühl im Kopf.
Rheumatische Schmerzen im Kopf.
Kopfbeschwerden schlimmer: durch Gemütsbewegungen; durch Zugluft; beim Entblößen des Kopfes; morgens beim Erwachen; in Ruhe; periodisch.
Mit den Kopfbeschwerden Niedergeschlagenheit, Mattigkeit und Appetitverlust.
ÄUSSERER KOPF [4]
Ameisenlaufen in der Stirn.
Rheumatischer Schmerz an der Außenseite des Kopfes.
Innerer Schmerz und Gefühl wie zerschlagen im Kopfinnern.
Kalter Schweiß am Kopf.
SEHEN UND AUGEN [5]
Brennende Hitze in den Augen und Lidern.
Klopfen in den Augäpfeln.
Schlimmer beim Lesen bei künstlichem Licht; beim Gehen im Freien.
Beschwerden in den Augen, wie von Schlafmangel.
Reizt die Bindehaut, verursacht ein drückendes Gefühl im Bulbus.
HÖREN UND OHREN [6]
Empfindung in den Ohren wie von einem Geräusch verworrener Stimmen, am meisten beim Schlucken oder beim Gehen im Freien.
Klopfen und Zischen in den Ohren, synchron mit den Herzschlägen.
Schwellung hinter den Ohren, die bis zum Periost zu reichen scheint.
GERUCH UND NASE [7]
Meint Staub, Kohl oder etwas Stinkendes zu riechen.
Geruchssinn vermindert.
Schmerz in den Nasenbeinen.
Druck auf die Nasenwurzel.
Nasenbluten.
Niesen: mit Leichtigkeitsgefühl im Kopf, Erregung; mit Heiserkeit; morgens.
Kopfschnupfen entsteht leicht nach Kälteeinwirkung und kehrt jeden Tag wieder.
Empfindlichkeit der Nase.
Rötung an den Nasenwinkeln.
OBERE GESICHTSHÄLFTE [8]
Druckgefühl, als sei das Gesicht eingeschlafen.
Spannung in einer Gesichtshälfte.
Taubheitsgefühl im Gesicht.
Brennende Hitze des Gesichts; oder nur einer Seite.
Symptome > durch äußere Wärme, durch Druck oder Reiben.
Kalter Schweiß im Gesicht.
Umschriebene Rötung auf den Wangen.
Kupferfarbene Flecken im Gesicht.
Gesicht rot, mit kleinen Bläschen.
UNTERE GESICHTSHÄLFTE [9]
Zittern der Lippen.
Beißt beim Mittagessen unwillkürlich auf die Unterlippe.
Juckreiz am Kinn.
ZÄHNE UND ZAHNFLEISCH [10]
Zahnschmerz.
GESCHMACK, SPRACHE, ZUNGE [11]
Geschmack: nach Blut; bitter; mit Aufstoßen und Druck im Magen; beim Trinken von Kaffee oder Milch; Speisen salzig; schal, seifig nach dem Trinken von Wasser; Brot rauchig; Nachgeschmack der Speisen.
Zunge von leicht bläulicher Farbe.
Samtartiger Belag auf der Zunge, mit stark gefärbtem, stark riechendem Harn.
Zunge mit weißem Schleim belegt; morgens.
Wundheit des hinteren Teils der Zunge, besonders beim Schlucken empfunden.
Glossitis.
Die Oberfläche der Zunge ist schwammig, mit tiefen Schrunden und sich ausbreitenden Ulzera.
Ausgedehnte Ulzerationen der Zunge, mit tief aufgesprungenen oder fungösen Oberflächen.
MUNDHÖHLE [12]
Ein ulzerierter Tumor an der linken Seite des Mundes, an der weichen Kieferkommissur hinter dem letzten Mahlzahn.
Leicht saurer Schleim.
Hitze um den Mund.
GAUMEN UND HALS [13]
Schlucken erschwert, unvollständig; mit Geräusch in den Ohren; mit Wundheit am hinteren Teil der Zunge.
Gefühl von Schwellung oder von Einschnürung des Halses.
Mund- und Halssymptome werden durch Essen gelindert.
Hitze in der Speiseröhre, wie von saurem Aufstoßen.
Angina faucium und tonsillaris mit charakteristisch stark gefärbtem, stark riechendem Harn.
Schleimansammlung im Hals.
Die Schilddrüse fühlt sich geschwollen an.
APPETIT, DURST. VERLANGEN, ABNEIGUNGEN [14]
Appetit am Abend; morgens verloren; Übelkeit.
Durst mit Schläfrigkeit; abends.
ESSEN UND TRINKEN [15]
Die Halssymptome werden durch Essen gelindert.
Schweiß beim Essen.
SCHLUCKAUF, AUFSTOSSEN, ÜBELKEIT UND ERBRECHEN [16]
Widerwärtige Übelkeit im Magen, Schmerz und Unbehagen; mit Würgen.
Erbrechen einer salzigen oder bitteren Substanz.
Übelkeit: mit Würgen; mit Beschwerden im Kopf; mit Widerwillen; mit ständigem Unwohlsein.
Erbrechen: von einer salzigen Substanz; bitter.
MAGENGEGEND UND MAGEN [17]
Schwache Verdauung.
Brennen oder Wärme; Druck auf den Magen.
Magenbeschwerden nehmen beim Gehen zu, besonders beim Bergansteigen.
Gefühl wie eines Klumpens in der Halsgrube, als habe sich dort Speise festgesetzt.
Hitzegefühl im Magen.
HYPOCHONDRIEN [18]
Schwächegefühl in der Herzgrube.
In der Leberregion beständiges feines Stechen etwa in der Mitte ihres oberen Teils, durch Druck nicht vermehrt.
Obstruktion der Leber.
Schmerz unter den linken kurzen Rippen.
BAUCH UND LENDEN [19]
Hitze durch den Bauch.
Schneidender Schmerz um den Nabel; gelindert durch Stuhl.
Der Druck der Kleidung macht ihn müde.
Reißendes Bauchweh.
Spannungsartige Schmerzen in Lenden und Leisten.
STUHL UND REKTUM [20]
Stechen im Rektum.
Stuhldrang mit erfolglosem Pressen.
Gefühl von Einschnürung am unteren Ende des Rektums.
Schauder oder Frösteln vor dem Stuhl.
Stuhl: reichlich, wässrig, grauweiß, wie schmutzige Seifenlauge; äußerst übelriechend, das ganze Haus verpestend; von stark stechendem Geruch, wie der des Harns; faulig, blutig; schäumend; unzureichend.
Weiße, stinkende, flüssige Stühle. θ Diarrhö der Kinder.
Wässrige, hellfarbige, sehr übelriechende Stühle (bei Kindern), mit ungewöhnlich stark riechendem Harn.
Übelriechende, wässrige, weiße Stühle, sehr reichlich und erschöpfend, bei Säuglingen; der Harn ist tiefrot.
Diarrhö der Kinder, der Ausfluß reichlich, wässrig, hellfarbig, sehr übelriechend; profus, wässrig, durch die Windel laufend; Harn ungewöhnlich tiefrot und der harnige Geruch sehr stark.
Ameisenlaufen am Anus.
Leicht erhabene, warzenartige, runde Flächen um den Anus, von einem halben bis zu eineinhalb Zoll im Durchmesser wechselnd; mit brennender Wundheit; Harn stark riechend und stark gefärbt; nach Gebrauch von Copaiva gegen Schanker.
HARNORGANE [21]
Wundschmerz im Rücken; Brennen in der linken Niere, mit Ziehen beim Bücken; dumpfer Schmerz in den Nieren, Lenden steif; rechtes Knie geschwollen.
Nierenschmerzen, die beim tiefen Atemholen in die Brust eindringen. θ Nephritis.
Nierenkolik; Harn tiefrot, von starkem Geruch.
Reizbarkeit der Harnblase: schleimig-eitrige Absonderungen, vergrößerte Prostata; Konkremente von harnsaurem Ammoniak; Steinbildung.
Schmerzen in der Harnblase.
Senile Dysurie, wenn der Gries gering ist und der reizbare Zustand der Harnblase und die Schmerzen durch andere Ursachen hervorgerufen sind.
Zu häufiger Drang, die Harnblase zu entleeren, Harn normal.
Reichlicher Harn, sehr schwächend.
Harn vermindert; dick; blutig.
Harn dunkel, der harnige Geruch hochgradig verstärkt. θ Halsschmerzen; Diarrhö; Menstruationsstörungen; Hypochondrie; Rheumatismus; Nierenkolik; nach Gonorrhö; chronischer Harnröhrenausfluß oder Syphilis; Prolapsus uteri.
Brauner Harn, riecht sauer, brennend beim Wasserlassen.
Macht den Harn sauer; Hippursäure.
Harn von aromatischem Geruch und salzigem Geschmack, stark gefärbt, bisweilen von der Farbe von Branntwein; harniger Geruch außerordentlich stark; Harnmenge vermehrt, von sehr tiefroter Farbe, ohne Sedimentablagerung.
Weißes flockiges Sediment unmittelbar nach dem Harnlassen, aus Phosphat und kohlensaurem Kalk zusammengesetzt, ohne Harnsäure; bleich, matt; schwache Lenden.
Eine körnige Art von Schleim, im Sediment mit Phosphat vermischt; Harn dunkel, rötlichbraun; saure Reaktion oder sehr übelriechend; flüchtige Schmerzen in der Harnblase, nicht beim Wasserlassen, sondern zu anderen Zeiten. θ Blasenkatarrh, nach unterdrückter Gonorrhö, durch Konkremente oder Gicht.
Krankhafter Zustand des Harns wie bei Personen mit steiniger oder gichtischer Diathese.
Der Harn enthält Schleim und Eiter. θ Vergrößerung der Prostata.
Enuresis nocturna der Kinder.
Harn mit Konkrementen von harnsaurem Ammoniak.
Enuresis seit der Kindheit, Mädchen, æt. 15.
Empfindlichkeit der Harnblase mit schleimig-eitrigem Ausfluß. θ Vergrößerung der Prostata.
Harn stark gefärbt, bisweilen von der Farbe französischen Branntweins, der harnige Geruch außerordentlich stark.
Harn von höherem spezifischem Gewicht; wenn er in demselben Gefäß gelassen wird, bleibt er unter gesundem Harn an seinem Platz, ohne Vermischung, und setzt, obwohl von sehr tiefroter Farbe, kein Sediment ab.
Heißer, brennender Harn, tiefrot, von starkem Geruch, verursacht beim Abgang so viel Leiden, daß er nur einmal täglich gelassen wurde.
Dunkler oder stark gefärbter, übelriechender Harn nach unterdrückter Syphilis oder Gonorrhö.
Übelriechender Harn bei Prolapsus uteri.
Der Harn klarer nach einer Dosis und bald frei von Schleimablagerungen.
Überschuß an Harnsäure.
Enuresis nocturna der Kinder, wo Nitrum versagte.
Harn von sehr widerwärtigem Geruch, wechselnder Farbe, bräunlich, trüb, alkalisch reagierend; auf Salzsäure aufbrausend; weißes flockiges Sediment bald nach dem Abgang; Phosphat und kohlensaurer Kalk, ohne Harnsäure. θ Ein bleicher, matter Patient, mit Schwäche in den Lenden.
Der Harngeruch ist sehr stark ammoniakalisch.
Harn dunkelbraun, von fauligem, leichenhaftem Geruch.
MÄNNLICHE GESCHLECHTSORGANE [22]
Schmerz in den Genitalien; Druck; wunder Schmerz; spaltende Schmerzen.
Chronischer Harnröhrenausfluß; Harn übelriechend.
Gonorrhö unterdrückt (durch Copaiva); mit übelriechendem Harn.
Wundbrennen des Frenulum præputii.
Juckreiz im Sulcus hinter der Corona glandis.
Ein schauerndes, fast schmerzhaftes Gefühl an der linken Seite der Eichel, endend in einem Gefühl von Kitzeln und Juckreiz.
WEIBLICHE GESCHLECHTSORGANE [23]
Menstruation zu früh oder verzögert.
Schwäche nach der Menses.
Amenorrhö.
Prolapsus uteri mit übelriechendem Harn.
SCHWANGERSCHAFT. GEBURT. LAKTATION [24]
Magenstörungen beim Hinaufsteigen auf eine Höhe. θ Schwangere Frauen.
Harnverhaltung bei Säuglingen.
Lochien dauern zu lange an.
STIMME UND KEHLKOPF. LUFTRÖHRE UND BRONCHIEN [25]
Leichte Heiserkeit am Morgen; Niesen.
ATMUNG [26]
Atembeschwerden beim Erwachen.
Asthma mit entzündlich-rheumatischen Beschwerden.
Schleimige Beklemmung der Lungen.
HUSTEN [27]
Husten: nach einer leichten Erkältung; durch Einatmen erregt; hervorgerufen durch etwas Scharfes oder Trockenes in der Brust.
Trockener, ständiger Reizhusten. θ Nach unterdrückter Gonorrhö.
Trockener, quälender Husten; große Schwäche; Schweiß; komatöser Zustand.
Dem Husten folgt Auswurf von grünem Schleim.
Reichliche Schleimabsonderung in den Bronchien.
INNERE BRUST UND LUNGEN [28]
Schmerzhaftes Zittern in der Brust.
Krankhafte Erregung und Unruhe in der Brust.
Druck auf die Rippen.
Gefühl in der Brust von Schwellung; Rauheit; schmerzhaftem Auffahren; Schneiden.
Die Schmerzen wechseln oft plötzlich ihren Ort und verursachen trockenen Husten und Asthma.
Stechen in der rechten Brustseite.
Stechende Schmerzen in der Brust, besonders beim tiefen Atmen; abends.
Schmerz an der dritten Rippe rechts, etwa in der Mitte zwischen Brustbein und Seite, < durch Atmen.
Schmerz in der linken Seite, etwa an der sechsten Rippe, vermehrt durch tiefes Einatmen und Beugen nach beiden Seiten.
Asthenische Pneumonie eines jungen Mannes; nachdem die Kräfte täglich gesunken waren, nahm die Atemnot stündlich in furchtbarem Grade zu.
Pneumonie, asthenische Form.
Große Schwäche; erschwerte Atmung, stündlich zunehmend.
Fördert den Auswurf.
Schleimige Beklemmung der Lungen.
Katarrhalische Erkrankungen der Lungen, Husten und asthmatische Anfälle.
Puerperale Albuminurie, Urämie und Konvulsionen.
Im letzten Stadium der einfachen Pneumonie, wenn große Schwäche vorherrscht.
Typhoide Pneumonie.
HERZ, PULS UND KREISLAUF [29]
Die Schmerzen wechseln unaufhörlich ihren Ort, sind aber am beständigsten um das Herz.
Schmerzen in der Herzgegend.
Wogende oder aussetzende Herzschläge.
Herzklopfen mit Zittern.
Herzklopfen im Sitzen; < nach dem Trinken; nachts.
Erwacht nach Mitternacht mit heftigem Herzklopfen und hartem Schlagen der Schläfenarterien.
Erwacht mit Atembeklemmung; mit Herzklopfen (nach Mitternacht); mit Hitze und hartem Puls.
Erwacht nach Mitternacht mit heftigen Pulsationen des Herzens und der Schläfenarterien, 110 in der Minute; innere, aber keine äußere Hitze; kann nicht einschlafen.
Herzklopfen < nachts im Liegen; zeitweise reißende rheumatische Schmerzen in den Extremitäten, die das Herz erleichtern.
Gicht oder Rheumatismus, das Herz betreffend.
Puls beschleunigt; voll; langsamer und schwächer; intermittierend.
Harter, häufiger Puls; Fieberhitze; Schweiß.
ÄUSSERE BRUST [30]
Brustbein berührungsempfindlich.
Der Druck der Kleidung auf die Brust ist lästig.
Brennen in den Brustwarzen.
Gefühl von Schwellung in den Brustdrüsen; auch in der Schilddrüse.
HALS UND RÜCKEN [31]
Steifigkeit des Halses nur auf einer Seite.
Druck im Nacken.
Heftiger Juckreiz im Nacken.
Tiefer, eindringender Schmerz im hinteren Teil der linken Seite, etwa an der sechsten Rippe.
Schmerz an der rechten Rückenseite zwischen dem zehnten Brustwirbel und der Seite.
Dumpfer Schmerz in der Gegend der Nieren; Steifigkeit in den Lenden.
Zittern in der Lendengegend.
Myelitis.
Kältegefühl am Kreuzbein.
OBERE EXTREMITÄTEN [32]
Gefühl von Schwellung unter den Achseln.
Reißende Schmerzen, anscheinend in den Knochen der oberen Extremitäten.
Kalte Hände, mit Kopfbeschwerden.
Lähmungsartiger Schmerz der Finger.
Finger geschwollen; reißende und feine stechende Schmerzen in verschiedenen Teilen der Extremitäten.
Ausschlag roter Flecken an den Fingern.
Gichtische Ablagerungen in beiden Handgelenken, zwischen den Mittelhandknochen; Schwellung der Ellenbogengelenke.
Juckreiz in der Handfläche der rechten Hand; leichtes, aber tiefes Reißen im oberen Teil der Mittelhandgelenke des kleinen und des Ringfingers. θ Gicht.
Panaritium.
UNTERE EXTREMITÄTEN [33]
Mattigkeit in den unteren Extremitäten.
Gefühl, als seien die unteren Extremitäten fest bandagiert.
Reißender Schmerz an der Vorderfläche des Oberschenkels.
Schmerz in linker Hüfte, Knie und Zehen; von dort in die Wadenmuskeln und dann ins Knie; nachdem er diese Teile verlassen hat, erscheint er im rechten Oberschenkel und Knöchel.
Schwellung des rechten Knies; ulzerativer Schmerz im ganzen Bein; mit Schmerzen in den Nieren.
Schmerz im rechten Knie; dann im linken.
Knacken oder Trockenheitsgefühl in den Kniegelenken.
Ziehender Schmerz in den Knien nach dem Trinken von Wein.
Kalte Füße und kalter Fußschweiß.
Schmerz in der rechten, später in der linken Achillessehne.
Starker Schmerz in der linken Achillessehne, nahe dem Fersenbein, wenn sie beim Gehen nur einen geringen Teil des Körpergewichts trägt.
Reißen und Stechen, besonders in den Mittelfußgelenken der r. großen Zehe. θ Gicht.
Während der Nacht beginnt die Gicht in der rechten großen Zehe; seine Gicht geht von links nach rechts.
Ein nach oben durch die rechte große Zehe gehender Stich, gefolgt von Brennen, das bis zu einem Stich zunimmt; nachher erscheint er in der linken großen Zehe, aus der er mit einem Schauer verschwindet.
Taubheitsgefühl in den Zehen.
Schmerz in den großen Gelenken der großen Zehe, mit Anschwellung und Rötung.
EXTREMITÄTEN IM ALLGEMEINEN [34]
Gichtische Konkremente.
Knoten an den Gelenken der oberen und unteren Extremitäten, Knacken und Schnappen bei Bewegung.
Reißen, feine Stiche in verschiedenen Teilen der Extremitäten.
Syphilitischer Rheumatismus.
Schmerz von der rechten Hand zum linken Arm hinab bis in den Ellenbogen und von dort in die Herzgegend; später im rechten Oberschenkel und Knöchel.
In beiden Handgelenken, zwischen den Mittelhandknochen, reichliche gichtische Ablagerungen mit Schwellung der Ellenbogengelenke.
RUHE. LAGE. BEWEGUNG [35]
Ruhe: Kopfbeschwerden schlimmer.
Sitzen: Herzklopfen schlimmer.
Beugen nach beiden Seiten: Schmerz in der linken Seite etwa an der sechsten Rippe schlimmer.
Liegen: Herzklopfen <; Zahnschmerz schlimmer.
Sich im Bett drehen: Symptome schlimmer.
Bücken: Ziehen in der linken Niere.
Gehen: Klopfen in den Augäpfeln <; verworrenes Stimmen-Geräusch im Ohr <; Magenbeschwerden <; Schmerz in der linken Achillessehne; Schweiß.
Bewegen: Knacken der Gelenke.
Bewegung nach langem Sitzen: Symptome schlimmer.
Hinaufsteigen: Magenbeschwerden schlimmer.
NERVEN [36]
Zittern: mit Herzklopfen; in den Lenden.
Müdigkeit, Mattigkeit.
Äußerste Schwäche; Schweiß und komatöser Zustand.
Hysterie.
SCHLAF [37]
Schläfrigkeit mit Benommenheit des Kopfes.
Erwacht: mit Atembeschwerden; mit Herzklopfen.
Fährt aus dem Schlaf auf.
Pulsation der Schläfenarterien beim Wieder-Einschlafen.
Er erwacht jeden Morgen gegen zwei Uhr durch starke innere Hitze und einen harten, springenden, aber nicht beschleunigten Puls.
ZEIT [38]
Um 2 Uhr morgens: durch starke innere Hitze geweckt.
Morgens: Kopfbeschwerden <; Niesen und Heiserkeit; weiße Zunge; Appetit verloren; Schweiß im Bett.
Nachmittags: Schwindel.
Abends: Appetit >; Durst mit Schläfrigkeit; Stiche in der Brust.
Nachts: Enuresis; Herzklopfen; Gicht in der rechten großen Zehe.
Nach Mitternacht: erwacht mit Herzklopfen; Atembeklemmung.
TEMPERATUR UND WETTER [39]
Im Freien: Klopfen in den Augäpfeln <; das Geräusch verworrener Stimmen in den Ohren schlimmer.
Zugluft: Kopfbeschwerden <, besonders beim Entblößen des Kopfes.
Kälteeinwirkung: Schnupfen im Kopf.
Äußere Wärme: Symptome besser.
FIEBER [40]
Kalte Hände, Füße, Rücken, Knie, wie von kaltem Wind.
Kälte mit Hitzegefühl.
Kälte, dann Hitze und Schweiß.
Hitzegefühl in der Speiseröhre; im Magen; im Bauch.
Hitze: mit Schweiß; mit Kälte im Kopf; mit nächtlichem Herzklopfen.
Erwacht jeden Morgen um 2 Uhr mit heftiger innerer Hitze und hartem, schlagendem Puls, der ihn zwingt, auf dem Rücken zu liegen, weil das Schlagen der Schläfenarterien ein Summen in den Ohren verursacht und ihn am Einschlafen hindert.
Schweiß: beim Essen; beim Gehen; morgens im Bett, besonders im Gesicht; mit Angst.
Kalter Schweiß: am Kopf; im Gesicht; an den Füßen.
Schweiß mit Juckreiz.
Schweiß mit aromatischem Geruch.
Haut bleich, kühl, mit Schweiß, Schwäche, Koma.
ANFÄLLE, PERIODIZITÄT [41]
Kopfbeschwerden kehren periodisch wieder.
LOKALITÄT UND RICHTUNG [42]
Rechts: Knie geschwollen; Stechen in der Brustseite; Schmerz an der dritten Rippe der Seite; Schmerz an der Rückenseite zwischen dem zehnten Brustwirbel und der Seite; Juckreiz in der Handfläche; Schmerz im Knie; Reißen und Stechen in der großen Zehe; Gicht in der Zehe.
Von rechts nach links: Schmerz in der rechten, später in der linken Achillessehne; Schmerz von der rechten Hand zum linken Arm, später im rechten Oberschenkel und in den Knöcheln; Schmerz im rechten Knie, dann im linken Knie.
Von links nach rechts: Schmerz in linker Hüfte, Knie und Zehen, erscheint im rechten Oberschenkel und Knöchel; Gicht.
Links: ulzerierter Tumor an der Mundseite; Schmerz unter den kurzen Rippen; Brennen in der Niere; schauerndes Gefühl an der Seite der Eichel; Schmerz in der Seite, etwa an der sechsten Rippe; Schmerz in Hüfte, Knie und Zehen; Schmerz in der Achillessehne.
Bei Kranken gehen die Symptome meist von rechts nach links und von unten nach oben, besonders bei Rheumatismus und Gicht.
EMPFINDUNGEN [43]
Als sei Luft im Kopf; als würden Wirbelsäule und Kopf wie ein elastischer Körper zusammengedrückt; als sei das Gesicht eingeschlafen; wie von Schlafmangel in den Augen; wie von verworrenen Stimmen in den Ohren; wie von einem Klumpen in der Halsgrube; als seien die unteren Extremitäten fest bandagiert.
Schraubende Schmerzen.
Schneidend: um den Nabel; in der Brust.
Tiefer, eindringender Schmerz: im hinteren Teil der linken Seite.
Stechend: im Rektum; in der rechten Brustseite; in der rechten großen Zehe.
Feines Stechen: in der Lebergegend; in verschiedenen Teilen der Extremitäten.
Reißend: im Scheitel; Bauchweh; in den Knochen der oberen Extremitäten; in verschiedenen Teilen der Extremitäten; im oberen Teil des Mittelhandgelenks des kleinen und des Ringfingers; an der Vorderfläche des Oberschenkels; in der rechten großen Zehe.
Ziehend: in der linken Niere; in den Knien.
Spaltend: in den männlichen Genitalien.
Brennend: in der linken Niere; in den Brustwarzen; in der rechten großen Zehe.
Brennend beim Harnlassen.
Wundbrennend: am Frenulum præputii.
Wundheit: am hinteren Teil der Zunge; im Rücken.
Wunder Schmerz: in den männlichen Genitalien.
Druck: auf den unteren Teil des Kopfes; auf die Wirbelsäule; im Augapfel; auf die Nasenwurzel; im Magen; in den männlichen Genitalien; auf die Rippen; im Nacken.
Gefühl wie zerschlagen: im Kopfinnern.
Rheumatischer Schmerz: im Kopf; an der Außenseite des Kopfes; in den Extremitäten.
Ulzerativer Schmerz: im ganzen Bein.
Lähmungsartiger Schmerz: der Finger.
Furchtbarer Schmerz: im Hinterhaupt oder Kleinhirn.
Flüchtige Schmerzen: in der Harnblase.
Schmerzhaftes Zittern: in der Brust.
Schauerndes Gefühl: an der linken Seite der Eichel; in den großen Zehen.
Dumpfer Schmerz: in den Nieren.
Unbestimmter Schmerz: in der Gegend der Ehrfurcht und Festigkeit; in den Nasenbeinen; unter den linken kurzen Rippen; in der Harnblase; in den Genitalien; an der dritten Rippe rechts; an der sechsten Rippe links; in der Herzgegend; im Rücken; in linker Hüfte, Knie und Zehen; im rechten Oberschenkel und Knöchel; in der linken und rechten Achillessehne; in den Nieren; im großen Gelenk der großen Zehe.
Kälte: im Kopf; am Kreuzbein.
Klopfen: in den Augäpfeln; in den Ohren.
Hammernd: in den Schläfen.
Schwellung: im Hals; in der Brust; in den Brustdrüsen; in der Schilddrüse; unter den Achseln.
Schmerzhaftes Auffahren: in der Brust.
Erschütterungsgefühl: im Kopf.
Steifigkeit: an einer Halsseite; in den Lenden.
Spannung: in einer Gesichtshälfte; in Lenden und Leisten.
Einschnürung: oder Schwellung des Halses; am unteren Ende des Rektums.
Zittern: in der Lendengegend; in den Lenden.
Müdes Gefühl: im Kopf.
Ameisenlaufen: in der Stirn; am Anus.
Taubheitsgefühl: im Gesicht; in den Zehen.
Rauheit: in der Brust.
Schwäche: in der Herzgrube; nach der Menses.
Hitze: in der Gegend der Ehrfurcht und Festigkeit; um den Mund; durch den Bauch; innerlich beim Erwachen; in der Speiseröhre; im Magen; im Bauch.
Brennende Hitze: in den Augen und Lidern; des Gesichts; im Magen.
Juckreiz: am Kinn; im Sulcus hinter der Corona glandis; an der l. Seite der Eichel; im Nacken; in der Handfläche der rechten Hand; mit Schweiß.
Kitzeln: an der linken Seite der Eichel.
Trockenheit: in den Kniegelenken.
GEWEBE [44]
Schleimige Zustände.
Gichtische Diathese; arthritis vaga.
Befällt alle Gelenke, besonders das Knie, das es anschwellen macht.
Gicht mit arthritischen Knoten.
Syphilitischer Rheumatismus.
Abmagerung.
BERÜHRUNG. PASSIVE BEWEGUNG. VERLETZUNGEN [45]
Berührung: Brustbein empfindlich.
Druck: Symptome >; Druck der Kleidung um Brust und Bauch ist lästig.
Reiben: Symptome besser.
HAUT [46]
Juckreiz an verschiedenen Teilen, der beim Kratzen ein ziemlich angenehmes Gefühl gewährt, aber ein Brennen zurückläßt.
Schweiß mit Juckreiz.
Syphilitische Flecken und Zeichen.
Ulzera.
Leicht erhabene runde Flächen von warzenartigem Aussehen und kreisförmiger Gestalt, im Durchmesser von einem halben Zoll bis zu 1 1/2 Zoll wechselnd; stellenweise ineinander übergehend; bedeckten nahezu beide Seiten und den Boden des Sulcus ani und verursachten viel Brennen und Wundheit des Teils; mit stark riechendem und stark gefärbtem Harn; nach Mißbrauch von Copaiva.
LEBENSALTER, KONSTITUTION [47]
Gichtische Diathese.
Rheumatische Diathese bei syphilitischen oder gonorrhöischen Patienten.
Frau, æt. 38, hielt sich bei Gebärmutterbeschwerden für dem Tode nahe.
BEZIEHUNGEN [48]
Nützlich bei Gicht, wenn Colchic. versagt.
Nützlich nach Mißbrauch von Copaiva bei Unterdrückung der Gonorrhö; oder bei Warzen um den Anus, die auftraten, nachdem Copaiva gegen Schanker gebraucht worden war.
Nützlich bei Enuresis nach Versagen von Nitrum .
Wurde bei Dysuria senilis infolge vergrößerter Prostata zusammen mit Copaiva angewendet.
Von Natr. benz. wurde berichtet, daß es in Wien viele scheinbar hoffnungslose Fälle von Schwindsucht geheilt habe.
Ähnlich: Copaiva, Ferrum, Zincum.
Unverträglich: Wein, der Nierenschmerzen, Ziehen in den Knien usw. verschlimmert (vergleiche Zincum).