Baryta Carbonica
By Constantine Hering — Die Leitsymptome unserer Materia medica
Bariumcarbonat. Ba Co 3 .
Im Jahre 1824 veröffentlichte Stapf in seinem Archiv, Bd. iii, Nr. 3, S. 183, die von ihm selbst und seinen Freunden Gross, Hartman, Hartlaub sen., Adams und Rückert sen. geprüfte Baryta acetica. Es fanden sich zweihundertvierundfünfzig Symptome und einige zusätzliche Beobachtungen und Sammlungen Hahnemanns zu Baryta muriatica.
Seitdem sind nur sehr wenige Heilungen veröffentlicht worden, ungeachtet der meisterhaften Analyse Stapfs in seiner Vorrede.
1828 erschienen in der ersten Auflage der "Chronischen Krankheiten", Bd. ii, S. 32, Arzneimittelprüfungen von Baryta carbonica; die Symptome, einhundertacht an der Zahl, wurden mit den früheren von acetica vereinigt,
so daß sich insgesamt zweihundertsechsundachtzig ergaben. In der zweiten Auflage, 1835, stieg die Zahl der Symptome durch Hinzufügung einer zweiten Prüfung Hartlaubs und der zahlreichen Prüfungen, die Nenning an einer ganzen Schar von Mädchen vornahm, sowie einer Prüfung Rummels auf sechshundertachtzehn. Weder Gross noch Rückert machten eine Prüfung der carbonica; die Symptome waren irrtümlich von denen aufgenommen worden, welche die Anordnung vornahmen; ebenso Dr. Neumanns wertvolle Beobachtungen, die nach Verordnung großer Dosen von Baryta muriatica
für zwei Schulkinder gemacht und durch Wiederholung bestätigt worden waren. Sie fanden sogar Eingang in Jahrs Handbücher und Repertorien, aus denen sie gestrichen werden müssen.
Da wir es hier hauptsächlich mit den geheilten Symptomen zu tun haben und nur sehr wenige von Baryta acetica erwähnt worden sind, wird Hahnemanns Beispiel gefolgt und acetica
und carbonica vereinigt, ersteres mit (bar. a) bezeichnet.
Diese vereinigte Sammlung wird zeigen, daß der Unterschied zu muriatica zwar groß ist, zwischen den beiden anderen aber kaum einer besteht, und gewiß keiner in den geheilten Symptomen.
GEMÜT [1]
Mangel an klarem Bewußtsein. θ Greisenalter.
Fühlt sich benommen; wie betäubt; das Gehirn scheint sich beim Bewegen des Körpers hin und her zu bewegen, als ob es lose wäre.
Schwaches Gedächtnis.
Gedächtnis mangelhaft; das Kind kann nichts lernen, weil es sich nichts merken kann; ist unaufmerksam.
Vergißt, was eben gesagt, eben getan wurde oder was er gerade tun oder holen wollte.
Vergesslich; mitten in einer Rede fehlen ihm die geläufigsten Worte.
(bar. a) Wie geistesabwesend; Zerstreutheit. θ Apoplexie.
(bar. a) Hat keine klare Auffassung. θ Apoplexie.
Große geistige und körperliche Schwäche; Kindlichkeit. θ Alte Leute.
Idiotie.
Bildet sich ein, auf den Knien zu gehen.
Beim Gehen auf der Straße bildet sie sich ein, die Männer lachten sie aus und kritisierten sie zu ihrem Nachteil; das macht sie so schüchtern, daß sie nicht aufzusehen oder jemand anzusehen wagt, und sie schwitzt am ganzen Körper.
Delirium, mit furchtbaren Gestalten und Bildern vor den Augen.
Redselige Manie; < während der Menstruation; gelbe Gesichtsfarbe; weiß belegte Zunge mit roten Rändern, kleine Geschwüre auf der Zunge; Übelkeit, ohne erbrechen zu können; feine Haut, die leicht wund wird. θ Junge
Mädchen.
Manie; spricht viel und verworren; will aus dem Hause gehen. θ Während der Schwangerschaft.
Neigung zu vergeblichen Gedächtnisanstrengungen; versucht, sich vergangener Ereignisse zu erinnern.
Geschwätzigkeit.
Stöhnen und Murmeln. θ Greisenalter.
Kindisches und gedankenloses Benehmen. θ Alte Leute. θ Apoplexie.
Abgeneigt gegen Fremde und Gesellschaft.
Trägheit, Abneigung gegen körperliche oder geistige Arbeit.
Das Kind will nicht spielen, sondern sitzt untätig in der Ecke.
Weinerliche Stimmung.
Traurigkeit, Niedergeschlagenheit, Kummer über Kleinigkeiten.
Hoffnungslosigkeit; Mißtrauen.
Ängstlich wegen der unbedeutendsten Angelegenheiten.
Sie wird plötzlich von einer schlimmen Vorahnung überwältigt; sie bildet sich z. B. ein, ein geliebter Freund sei plötzlich erkrankt und liege im Sterben.
Besorgnis: um seine Zukunft; um häusliche Angelegenheiten.
Eigentümliche Furcht vor Männern.
Ängstlich, leicht erschreckt.
Nervöse Angst, Unruhe, Verlangen zu entfliehen.
Unentschlossen, ändert fortwährend seine Meinung.
Der höchste Grad von Unentschlossenheit; sie schlägt eine kleine Reise vor, aber sobald sie die Vorbereitungen trifft, ändert sie ihre Meinung; sie schwankt zwischen entgegengesetzten Entschlüssen; alles Selbstvertrauen ist verschwunden; große Schüchternheit und Feigheit.
Verlust des Selbstvertrauens; mutlos: kleinmütig.
Jammernde Stimmung.
Plötzliche Ausbrüche von Zorn, aber mit Feigheit verbunden.
Sehr leicht erschreckt; ein geringes Geräusch auf der Straße erscheint ihr wie Feuerrufe; es erschreckte sie so, daß alle Glieder zitterten.
Dumpfer Schmerz an den Erhebungen der Festigkeit und Konzentrationsfähigkeit, mit entsprechenden Gemütssymptomen.
Das Denken an seine Beschwerden macht sie schlimmer.
Schlimmer in Gesellschaft; besser allein.
SENSORIUM [2]
Überempfindlichkeit aller Sinne.
Nachts im Bett schwankt alles in ihm, wie in einem Schiff.
Wenn sie sich aufrichtet, ist es ihr, als würde ihr der Kopf nach innen umgestülpt.
Empfindung, als sei das Gehirn lose; scheint sich bei Bewegung des Körpers hin und her zu bewegen; fühlt sich benommen, wie betäubt.
(bar. a) Er hat nicht sein volles Bewußtsein; ist kindisch und stumpfsinnig. θ Apoplexie.
Schwindel: mit Übelkeit; vom Bücken; beim Heben der Arme; bei alten Leuten.
INNERER KOPF [3]
Kopfschmerz am Abend; jedes Geräusch, besonders Männerstimmen, greift das Gehirn schmerzhaft an.
Kopfschmerz gerade über den Augen.
Druck auf die Stirn und über den Augen; nachdem Bismut versagt hatte.
Druck im Gehirn unter dem Scheitel, gegen das Hinterhaupt, beim Erwachen, mit Steifigkeit des Nackens.
Drückend-stechender Schmerz im Scheitel, der sich durch den ganzen Kopf ausbreitet, sooft er in der Sonne steht.
Stechender Kopfschmerz nahe einem warmen Ofen.
Kopfschmerz, als wäre der Kopf in einen Schraubstock eingespannt.
Drückender Schmerz, als wolle der Schädel zerspringen.
Drückender Kopfschmerz, dicht über den Augen und an der Nasenwurzel.
Spannender Schmerz in Kopf und Nase.
Pulsation in den Schläfen.
Kopfschmerz < im Freien.
Migräne.
Schmerz im Kopf mit Hitze der Haut. θ Angina tonsillaris.
Der Schmerz zieht vom Kopf in den Nacken.
Kopfschmerz, Spannung im Hinterhaupt, gegen den Nacken hin.
Schweregefühl im Hinterhaupt, mit Schläfrigkeit und rheumatischen Schmerzen.
Blutandrang zum Kopf; das Blut scheint nicht zirkulieren zu können.
Apoplexie; bei alten Leuten.
Kopfschmerz bei alten Leuten, die kindisch sind; Sensorium nicht klar; Sprachverlust; Zittern der Glieder; bei Trunkenbolden.
Apoplexia serosa.
Stiche in den Seiten des Kopfes nach dem Mittagessen; im Kopf in einem warmen Zimmer; Druck im Scheitel beim Gehen in der Sonne.
Kopfschmerz bei Personen, die geistig und körperlich zwergwüchsig sind.
ÄUSSERER KOPF [4]
Die behaarte Kopfhaut und besonders Schläfen und Stirn fühlen sich an, als wäre etwas ganz leicht über die Teile gezogen, mit einem Gefühl von Kälte im Gesicht.
Taubheitsgefühl in der Haut der Stirn bis zur Nasenwurzel.
Die rechte Seite des Kopfes fühlt sich brennend heiß an, ist aber tatsächlich kalt beim Berühren.
Der Kopf ist kälteempfindlich; neigt dazu, sich beim Waschen des Kopfes zu erkälten.
Die Kopfhaut ist sehr berührungsempfindlich, besonders auf der Seite, auf der er liegt, mit einem Gefühl wie zerschlagen; < durch Kratzen.
Kribbeln über die Kopfhaut, stellenweise wie von Ameisen.
(bar. a) Sehr unangenehmes Ameisenlaufen und Stechen unter der Haut des Kopfes und des Gesichts.
Crusta lactea, trockene Schuppenkruste; feuchte Krusten; Juckreiz; Brennen; verursacht Haarausfall; Halsdrüsen hart, geschwollen.
Trockene oder feuchte Schuppen auf dem Kopf.
(bar. a) Vom ganzen Kopf reichlicher Ausfluß, mit Schwellung der Halsdrüsen; Mädchen, æt. 11. θ Tinea capitis.
Trockene Tinea nach Scharlach.
Ausschläge am Kopf.
Impetigo larvalis.
Eingekapselte Geschwülste auf der Kopfhaut.
Gefühl, als stellten sich die Haare auf, mit Frösteln.
Haarausfall; Kahlheit, besonders auf dem Scheitel.
Kahlheit bei jungen Leuten.
SEHEN UND AUGEN [5]
Licht blendet und schmerzt in den Augen; feurige Funken vor den Augen im Dunkeln.
Besser im Dunkeln: Empfindlichkeit des Kopfes.
Optische Täuschungen, meist in lebhaften Farben.
Doppeltsehen.
Kann es nicht ertragen, längere Zeit auf einen Gegenstand zu sehen.
Sieht beim Schließen der Augen und Drücken auf die Augäpfel alles wie im Nebel.
Schwäche der Augen; < abends bei Kerzenlicht; tagsüber eine Wolke vor dem linken Auge; bei Kerzenlicht ein Schimmern.
Gefühl wie ein Schleier vor den Augen am Morgen nach einer Mahlzeit.
Fliegende Mücken und schwarze Flecken vor den Augen.
Schwachsichtig, kann nicht lesen.
Sehschwäche im Greisenalter.
Morbus Basedowii.
Katarakt.
Brennen und Druck in den Augen, wenn er etwas aufmerksam betrachtet.
Druck tief in den Augen; < beim starren Hinsehen oder beim Auf- und Seitwärtssehen; > beim Abwärtssehen.
Rascher Wechsel von Erweiterung und Verengerung der Pupillen; Pupille unregelmäßig.
(bar. a) Unbewegliche Pupillen. θ Apoplexie. θ Greisenalter.
Hornhauttrübung; Augenentzündung mit Trockenheitsgefühl; scheut das Licht.
Pannus.
Ulzeration der Hornhaut. θ Skrofulöse Ophthalmie.
Die Augen sehen den ganzen Tag schläfrig aus.
Augen matt, etwas gerötet. θ Greisenalter. θ Apoplexie.
Rötung im Weiß des Auges und ein weißes Bläschen nahe der Hornhaut.
Augenentzündung mit Trockenheitsgefühl.
Rötung der Bindehaut, mit geschwollenen Lidern.
Subakute Ophthalmie mit dem Gefühl von Sand in den Augen.
Skrofulöse Entzündung mit Phlyktänen und Geschwüren auf der Hornhaut; Drüsen geschwollen.
Augäpfel und Lider entzündet, mit Lichtscheu.
Lider verklebt.
Juckreiz in den Augen.
Gerstenkorn im inneren Winkel des linken Auges.
Tarsaltumoren.
Schwere über den Augen. θ Typhus.
HÖREN UND OHREN [6]
Summen und Klingeln in den Ohren.
Geräusche im Ohr, Echoeindrücke, Knacken, Knallgeräusche, Nachhallen.
Brausen im rechten Ohr wie das Meer, bei jeder Einatmung.
Knacken im Ohr beim Niesen, Schlucken oder schnellen Gehen.
Schwerhörigkeit.
Ziehender Schmerz in den Ohren; eine Art zuckender Ohrenschmerz.
Heftiges Klopfen im linken Ohr. θ Zahnschmerz.
Reißen mit Bohren und Ziehen in den Knochen vor dem r. Ohr.
Juckreiz in den Ohren.
Ausschlag auf und hinter den Ohren.
Skrofulöse Ohrenkrankheiten.
Knotige Schwellungen hinter den Ohren.
Kleine flache Tuberkel hinter den Ohren.
Drüsenschwellung und Ausschlag hinter den Ohren. θ Skrofulöse Ophthalmie.
Schorfe hinter den Ohren.
Ausschlag an den Ohrläppchen.
Parotitis nach Scharlach.
GERUCH UND NASE [7]
Geruch äußerst empfindlich.
Sie riecht Kiefernrauch. θ Nach Pneumonie.
Häufiges Nasenbluten, besonders bei skrofulösen, vollblütigen Personen.
Nasenbluten vor der Menstruation.
Quälende Trockenheit in der Nase.
Niesen verursacht erschütternden Schmerz im Gehirn.
Fließender Schnupfen.
Absonderung von dickem, gelbem Schleim aus der Nase.
Blut und Schleim werden aus der Nase geschnäuzt.
Schnupfen < morgens; Nase und Oberlippe geschwollen, Nasenlöcher gerötet, wund, verkrustet; Absonderung von unangenehmem Geruch; (wie Calc. und Grap.).
Schnupfen: Nase und Oberlippe geschwollen; Kinder mit großem Bauch.
Katarrh der hinteren Nasenöffnungen, besonders wenn der Patient häufig von Nasenbluten geplagt wird.
Bildung von Schorfen in den hinteren Nasenöffnungen und hinter der Uvulabasis.
Beschwerden an der äußeren Nase.
Entzündung der Ränder.
Spitze und Ränder der Nase schmerzhaft; Pickel an den Nasenflügeln.
Schuppen unter der Nase.
OBERES GESICHT [8]
Spannung wie von einem Spinngewebe über Gesicht, Schläfen und Kopfhaut.
Spannungsgefühl des ganzen Gesichts, als wäre Eiweiß darauf getrocknet, mit Ekel und Diarrhö.
(bar. a) Leichenblässe.
(bar. a) Bleiches Gesicht; eingefallene Gesichtszüge; Augenbrauen eher herabhängend.
Bleiches, aufgedunsenes Gesicht.
Abmagerung mit aufgedunsenem Gesicht; geschwollener Bauch.
Gefühl, als sei das Gesicht geschwollen.
Linke Wange geschwollen, auch hinter dem Ohr, mit Schmerz in der Schläfe. θ Zahnschmerz.
Rötung des Gesichts. θ Angina tonsillaris.
Dunkelrote Gesichtsfarbe, mit Blutandrang.
(bar. a) Umschriebene dunkle Röte der Wangen. θ Apoplexie. θ Greisenalter.
Gesicht abends rot.
Gesicht sehr rot; Lippen purpurfarben.
Entzündliche Prosopalgie.
Raue, trockene Stelle an der rechten Wange.
Herpes faciei.
Ausschläge im Gesicht.
UNTERES GESICHT [9]
Nach dem Essen so müde, daß sie die Hände nicht heben kann; zu schwach zum Kauen.
Schmerz im Gelenk beim Schließen des Kiefers. θ Halsschmerzen.
Der Kiefer konnte nicht genügend gesenkt werden, um den Hals zu untersuchen. θ Angina tonsillaris.
(bar. a) Mund zu einer Seite verzogen. θ Apoplexie.
Spannung im Unterkiefer zieht bis zum Zungenbein.
Lippen dunkelrot.
Schwellung der Oberlippe mit brennendem Schmerz; Schnupfen.
Lippen und Zahnfleisch trocken, durch Trinken nicht gebessert.
Schmerzhafte Schwellung der Submandibulardrüsen mit Verhärtung. θ Nach Scharlach.
ZÄHNE UND ZAHNFLEISCH [10]
Unwillkürliches Klappern der Zähne.
Ziehender, zuckender, klopfender Zahnschmerz; die rechten Zähne fühlen sich gespannt an.
Einzelne Zuckungen in den Zähnen.
Krümeln in einem faulen Zahn während des Tages.
Zahnschmerz: < wenn man daran denkt; verschwindet, wenn der Geist abgelenkt wird.
Brennende Stiche in einem hohlen Zahn bei Berührung durch warme Speisen; linke Seite.
Brennende Stiche in kariösen Zähnen, wenn sie von etwas Warmem berührt werden.
Zahnschmerz in faulen Zähnen vor der Menstruation.
Zahnschmerz mit großer Neigung, sich zu erkälten.
Schmerz in kariösen Zähnen stets nach Erkältung, mit blasser Schwellung des Zahnfleisches, geschwollener Wange, ausstrahlendem Schmerz nach Nase, Augen und Schläfe; heftiges Klopfen in den Ohren; < nachts.
Zahnfleisch um einen hohlen Zahn geschwollen.
Zahnfleisch blutet, ist geschwollen, blaßrot, mit dunkelrotem Saum.
Das Zahnfleisch schmerzt bei Berührung.
Zahnfistel; Abszesse an den Wurzeln.
GESCHMACK, SPRACHE, ZUNGE [11]
Geschmack: fein; bitter; widerlich; adstringierend.
Aussprache unvollkommen.
Lähmung der Zunge. θ Alte Leute.
Sprachlos; Zunge gelähmt. θ Apoplexie.
Zunge gelähmt, kann nicht sprechen, scheint aber bei Bewußtsein zu sein. θ Apoplexie.
Trockenheit der Zunge früh am Morgen, mit dem Gefühl einer Schwellung des Halses.
(bar. a) Kalte Zunge, etwas schwarz.
Zunge belegt, wie pelzig.
Verhärtung in der Mitte der Zunge, brennend bei Berührung; brennendes Wundheitsgefühl an der Spitze; Fissur am linken Rand, mit Wundheitsgefühl.
Spitze Bläschen in der Mitte der Zunge.
Zunge rissig, fühlt sich sehr wund an.
Bläschen in der Mitte, an der Spitze oder unter der Zunge.
Brennende Blasen an der Zungenspitze von langer Dauer.
Schmerz an der Seite der Zunge, wie von Blasen.
MUNDHÖHLE [12]
Die Mundhöhle fühlt sich taub an.
Trockenheit des Mundes früh nach dem Aufstehen.
Räuspern von Schleim; den ganzen Tag läuft Wasser aus dem Mund; schläft nur eine Stunde und liegt dann wach bis eine Stunde vor Morgen. θ Hypochondrie.
Sehr von zähem Schleim geplagt; der Mund wird trocken, mit einer Art Durst.
Speichel läuft im Schlaf bei Tagesanbruch aus dem Mund.
Reichlicher Speichelfluß. θ Angina tonsillaris.
Speichelfluß; Unfähigkeit zu schlucken; Erstickungsgefühl; Hals eiternd; Fieber. θ Angina tonsillaris.
Unerträglicher Gestank aus dem Mund, von ihm selbst nicht bemerkt.
Der ganze Mund mit Bläschen erfüllt, besonders an den Innenseiten der Wangen.
GAUMEN UND HALS [13]
Schorfe hinter der Uvula und in den hinteren Nasenöffnungen.
Gefühl im Rachen, als läge ein feines Blatt vor den hinteren Nasenöffnungen; morgens nach dem Erwachen.
Morgens: zäher Schleim in der Rachenenge. θ Tonsillitis.
Entzündung des Zellgewebes der Rachenenge und Tonsillen, mit Fieber; erschwertes Schlucken und Sprechen. θ Angina tonsillaris.
Der Hals ist blaß statt der hellen Röte von Bellad.; die submandibulären und Parotisdrüsen sind geschwollen und schmerzhaft; der Atem ist faulig; das Kind skrofulös und zwergwüchsig. θ Scharlach.
θ Diphtheritis.
Stiche in der rechten Tonsille.
Entzündete und vergrößerte Tonsillen.
Tonsillen entzündet bei Pocken oder Scharlach, besonders wenn Mercur. und Bellad. unzureichend sind.
Akute Tonsillitis.
Eiternde Tonsillen.
Halsschmerzen und geschwollene Tonsillen mit Speichelfluß; brachte rasche Erleichterung, wenn die Symptome von rechts nach links gingen.
Angina tonsillaris.
Schwellung der Parotiden, Tonsillen und Submandibulardrüsen, mit viel Speichel. θ Halskrankheit. θ Hautkrankheiten.
Neigung zu Tonsillitis; nach jeder leichten Erkältung oder nach unterdrücktem Fußschweiß.
Anlage zu akuter Tonsillitis mit Eiterung.
Chronische Angina mit großer Neigung zum Wiederkehren.
Chronische Verhärtung der Tonsillen; Gefühl wie von einem Pfropf im Hals; < nach dem Schlucken fester Speisen.
Tonsillen neigen zur Eiterung, besonders rechts; Gaumen geschwollen; dunkelbrauner Harn; Schlaflosigkeit.
Tonsillen zugleich hypertrophisch und verhärtet, livid und voll variköser Venen.
Angina nach Erkältung, sogar phlegmonös.
Schlimmer beim Schlucken von Speise oder Speichel.
Beim Schlucken das Gefühl, als müsse sich die Speise über eine wunde Stelle hinwegzwängen.
Gefühl in der Speiseröhre, als sei dort ein Bissen stecken geblieben.
Wundbrennen im Hals beim Schlucken; < durch Leerschlucken; Hals bei Berührung wund.
Stechen beim Schlucken von Speichel und beim leeren Schlucken.
Drückend-stechender Schmerz beim Schlucken. θ Hautkrankheit.
Anfälle von Würgen im Hals nach dem Mittagessen, beim Sitzen und Schreiben, mit einem Gefühl, als werde die Schilddrüse eingedrückt; behindert die Atmung.
Unfähig zu schlucken; in den Mund genommene Flüssigkeiten wurden durch die Nasenlöcher ausgestoßen. θ Angina tonsillaris.
Unfähigkeit, etwas anderes als Flüssigkeiten zu schlucken. θ Krampfartige Verengerung der Speiseröhre.
Ständige Schluckbeschwerden; < nach vielem Sprechen. θ Tonsillitis.
Ösophagusspasmus bei alten Leuten; können nur Flüssigkeiten schlucken.
APPETIT, DURST. VERLANGEN, ABNEIGUNGEN [14]
Hungrig, kann aber nicht essen; oder fühlt, als brauche sie Nahrung, wolle sie aber nicht.
Im allgemeinen Appetitverlust.
Abneigung gegen: Obst, besonders Pflaumen; Süßigkeiten.
Plötzlicher Ekel vor Speisen während des Essens.
Ständiger Durst. θ Angina tonsillaris.
Durst mit Trockenheit des Mundes, durch Trinken nicht gebessert.
Durst, besonders während des Frostes.
ESSEN UND TRINKEN [15]
Ist hungrig und kann nicht essen, ist schläfrig und kann nicht schlafen.
Zu schwach zum Kauen, zu träge zum Essen.
Nach dem Essen so müde, daß sie die Hände nicht heben kann; sie ist zu schwach zum Kauen.
Während des Essens: plötzliche Übelkeit; schmerzhaftes Winden, während die Speise hinabgeht, als ginge sie über wunde Stellen hinweg.
Schweiß vermehrt während des Essens.
Schwäche im Magen verschwindet.
Druck wie von einem Stein im Magen nach dem Essen von Brot; Völlegefühl nach wenig Speise.
Schlimmer nach den Mahlzeiten, besonders nach einer sättigenden Mahlzeit.
Magenschmerz auch nach dem Essen.
Verdauungsschwäche nach dem Essen, Druck im Magen; und Schmerz in hartem, geschwollenem Bauch.
Nach den Mahlzeiten: Trägheit; Hitze und Unruhe; Ohnmachtsgefühl; Aufstoßen; Drang zum Stuhl; Druck auf die Harnblase; Angst in der Lendengegend; Schmerz in hartem, geschwollenem Bauch.
Husten durch warme Speisen.
Besser durch kalte Diät.
SCHLUCKAUF, AUFSTOSSEN, ÜBELKEIT UND ERBRECHEN [16]
(bar. a) Übelkeit.
Plötzliche Übelkeit während des Essens.
Langanhaltende Übelkeit.
Übelkeit, Herzklopfen und Angst früh am Morgen.
Morgenübelkeit und Erbrechen.
Aufstoßen nach den Mahlzeiten.
Aufstoßen: als ob sich Luft durch den Magen hindurchdränge und dabei ein Gefühl von Wundheit verursache.
Saures Aufstoßen.
Aufstoßen; ein Kloß bewegt sich auf und ab.
Wasserbrennen.
Plötzlich sammelt sich Wasser im Mund.
(bar. a) Würgen.
(bar. a) Übelkeit, gefolgt von plötzlichem und sehr reichlichem Erbrechen von Galle und einer bräunlichen Substanz (zweifellos bestehend aus der an jenem Morgen genommenen Schokolade), nach zehn Stunden.
(bar. a) Fast regelmäßig jede Stunde Erbrechen während vierundzwanzig Stunden.
(bar. a) Schwere Anfälle von sehr reichlichem Erbrechen.
Erbrechen von Flüssigkeit, Wasser und Kreide, gefolgt von Prostration.
MAGENGRUBE UND MAGEN [17]
Empfindlichkeit der Magengrube; beim festen Auftreten fühlt er jeden Schritt darin schmerzhaft.
Der Magen schmerzt bei Berührung des Epigastriums.
Gefühl von Wundheit im Magen; selbst in Ruhe.
Der Magen schmerzt nüchtern und nach dem Essen.
Druck im Magen, auch nach dem Essen.
Druck wie von einem Stein; besser durch Aufstoßen.
Krampf im Magen, der sich bis in den Hals hinauf ausbreitet, gefolgt von erleichterndem Aufstoßen. θ Kardialgie.
Gefühl von Wundheit des Magens; beim Essen ist es, als müsse sich die Speise hindurchzwängen.
Gastralgie.
Schmerz im Magen, als wäre er zu voll und gespannt.
Gefühl von Spannung und Schwere in der Magengrube; wie von Blähung und Herzklopfen.
Ausgeprägte Härte in der Magengegend.
Es ist, als hinge der Magen schlaff herab.
Dyspepsie mit Wundheitsgefühl im Magen.
Magenerweichung bei Skrofulose.
HYPOCHONDRIEN [18]
Dumpf schmerzende Stelle im rechten Hypochondrium beim tiefen Einatmen oder durch Druck.
(bar. a) Gefühl wie von einer Kugel in der Leber.
(bar. a) Gefühl von Schwellung und Kälte in der Lebergegend.
BAUCH UND LENDEN [19]
Gefühl von Wundheit um den Bauch herum, im Rücken beginnend.
Schmerzen im Bauch, um und unter dem Nabel, die sich nach unten in den Oberschenkel erstrecken, mit heftigem Schmerz auf der linken Seite, der von der Hüftspitze nach vorn ausstrahlt; Schmerz in der Gegend der rechten Leiste; nach drei Tagen.
Beim Umdrehen im Bett ist es, als fielen die Därme von einer Seite auf die andere.
(bar. a) Rumoren im Darm; Borborygmus.
Pulsieren hier und da im Bauch.
Bauch hart, gespannt. θ Skrofulöse Kinder.
Die Mesenterialdrüsen waren geschwollen und hart tastbar, mit dickem Bauch; Bauchmuskeln bei Berührung wund.
Tabes mesenterica.
Auftreibung und Fülle oberhalb der Schambeine, als wollten die Teile bersten, beim Liegen auf dem Rücken.
Bauch berührungsempfindlich.
Schmerz in hartem, geschwollenem Bauch.
Verdauungsschwäche nach dem Essen; Druck im Magen.
Spannung und Empfindlichkeit der Bauchdecken.
STUHL UND REKTUM [20]
Wirkungsloser Stuhldrang.
Plötzlicher unwiderstehlicher Stuhldrang mit schmerzhafter Wundheit in der Lendengegend, gefolgt von häufigen diarrhoischen Stühlen.
Häufige kleine Stühle, mit Gefühl großer Erleichterung.
(bar. a) Diarrhö.
Diarrhö: mit Schmerzen im Kreuz; nachts mit Hämorrhoidalschmerzen; gegen Morgen, vorangegangen von Schmerz im Bauch; später am Tag plötzlich gelber Stuhl mit Schleim und Blut.
(bar. a) Unwillkürliche Stühle.
(bar. a) Halbflüssiger Stuhl nach einigen Stunden, gefolgt von Verstopfung.
Stuhl hart und unzureichend.
Schwieriger, knotiger Stuhl.
Spärlicher, harter oder klumpiger Stuhl, mühsam entleert.
Verstopfung. θ Kardialgie. θ Greisenalter.
Häufiger Abgang von Blut, mit aufgetriebenem Bauch.
Hellfarbige Stühle, bisweilen mit Blut gemischt.
Vor dem Stuhl: Kolik.
Während des Stuhls: Brennen in Anus und Rektum.
Nach dem Stuhl: Brennen im Anus; Nässen aus den Hämorrhoiden; Aufstoßen.
Abgang von Spulwürmern.
Kleine Madenwürmer gehen mit dem Stuhl ab; bei einem Erwachsenen.
Kribbeln im Rektum. θ Askariden.
Entzündung des subkutanen Zellgewebes an der linken Seite des Anus, sich 2 bis 3 Zoll über die linke Gesäßbacke und nach vorn längs des Dammes erstreckend, mit Erweichung, umgeben von einer harten, brennenden, empfindlichen und schmerzhaften Zone.
Brennen und Wundheit um den Anus, wie wundgescheuert.
Anus wund und feucht.
Hämorrhoiden treten nicht nur beim Stuhl, sondern auch beim Wasserlassen hervor.
Hämorrhoidalleiden.
HARNORGANE [21]
Reizung der Harnblase, am stärksten nachts im Bett.
Großes Verlangen zu urinieren; kann den Harn nicht halten.
Ständiger Drang und häufige Harnentleerungen; jeden zweiten Tag.
Drang zum Wasserlassen und häufiges Wasserlassen.
Häufiges Wasserlassen. θ Greisenalter.
Harn häufig und reichlich.
(bar. a) Macht häufig Wasser; kein Stuhl. θ Apoplexie.
(bar. a) Als der Appetit sich besserte und der Durst nachließ, wurde die Harnabsonderung sehr beträchtlich.
Setzt nachts viel Harn ab.
(bar. a) Klarer und reichlicher Harn.
Der Harn ist beim Abgehen klar, wird aber bald trübe.
Dunkelbrauner Harn. θ Tonsillitis.
Beim Urinieren Brennen in der Harnröhre.
Vor dem Wasserlassen: dringender Harndrang.
Während des Wasserlassens: Brennen in der Harnröhre.
Nach dem Wasserlassen: erneutes Pressen, mit Harnträufeln.
Harn spärlich.
(bar. a) Fast vollständige Harn- und Stuhlinkontinenz.
MÄNNLICHE GESCHLECHTSORGANE [22]
Vermindertes sexuelles Verlangen und Vermögen.
Impotenz.
Schlaffer Penis und vorzeitiger Samenerguß.
Samenerguß bei einem alten Mann, gefolgt von Trockenheitsgefühl im ganzen Körper.
Übermäßige nächtliche Pollutionen.
Samenergüsse bei einem Mann, æt. 30, dergleichen nie gehabt hatte.
Ungenügender Samenabgang.
Erektionen nur morgens vor dem Aufstehen.
Erektionen beim Reiten. θ Impotenz.
Hypertrophierte Prostata.
Vermehrter eitriger chronischer Harnröhrenausfluß.
Chronischer Harnröhrenausfluß, gelblich vor dem Wasserlassen; Schmerz in der Fossa navicularis beim Drücken darauf und beim Beginn des Wasserlassens.
Kleine, zurückgezogene Hoden, mit Pulsation zwischen den Schultern. θ Impotenz.
Chronische Verhärtung der Hoden.
Zucken in der Eichel.
Taubheitsgefühl der Genitalien mehrere Minuten lang.
Wundheit und feuchte Exkoriation zwischen Skrotum und Schenkeln.
Schweiß am Skrotum.
WEIBLICHE GESCHLECHTSORGANE [23]
Menstruation spärlich und von langer Dauer.
Menses spärlich, dauern nur einen Tag.
Vor der Menstruation: Zahnschmerz; Schwellung der Wangen und des Zahnfleisches; Schmerz im Bauch und Rücken; Leukorrhö; Schwellung der Drüsen; Schwere der Füße.
Zahnschmerz; Schwellung der Glieder.
Während der Menstruation: Zahnschmerz; Schwere über den Schambeinen; Schmerz wie geprellt im Kreuz; Kolik in jeder Lage.
Amenorrhö; Menostase und Chlorose, besonders bei skrofulösen Mädchen.
Reißen in der Vulva oder in den betroffenen Teilen, zeitweise so heftig, daß sie aufschreien möchte.
Blutige, schleimige Leukorrhö, mit ängstlichem Herzklopfen, Rückenschmerz; Unruhe und Schwäche bis zur Ohnmacht.
Leukorrhö unmittelbar vor der Menstruation.
STIMME UND KEHLKOPF. LUFTRÖHRE UND BRONCHIEN [25]
Gefühl im Kehlkopf, als atme man Rauch oder Pech ein.
Heiserkeit und Stimmverlust durch zähen Schleim im Kehlkopf und in der Luftröhre.
Stimme unvollkommen, Aphonie; von zähem Schleim in der Rachenenge und im Kehlkopf. θ Alte Leute.
Stimme heiser, rauh. θ Tonsillitis.
(bar. a) Stimme völlig weg.
Heiserkeit mit Nachthusten.
Katarrh der Luftröhre.
Krampfartiger Husten (wie Keuchhusten) durch Rauhigkeit und Kitzeln im Hals und in der Magengrube.
ATMUNG [26]
Fauliger Atem. θ Hautkrankheit.
Kurzatmigkeit durch Fülle in der Brust beim Hinaufsteigen; Stiche in der Brust beim Einatmen.
(bar. a) Atmung allmählich mehr und mehr behindert.
(bar. a) Atmung unvollkommen und sehr häufig; Atemgeräusch fast unhörbar.
Gefühl, als seien die Lungen voll Rauch. θ Nach Pneumonie.
Beklemmung: mit Qual; abends, muß ihr Kleid lockern; mit Rückenschmerz; mit trockenem Husten.
(bar. a) Unfähigkeit zu husten, auszuwerfen, Wörter mit mehr als zwei Silben auszusprechen (infolge Versagens der Exspiration) oder den Kopf vom Kissen zu heben.
(bar. a) Asthma.
Altersasthma (nach Ant. tart.).
Erstickende Atmung, besonders im Liegen. θ Chronische Vergrößerung der Tonsillen; bei einem Knaben, æt. 6.
Erstickender Katarrh alter Leute, mit drohender Lähmung der Lungen.
HUSTEN [27]
Krampfartiger Husten, hervorgerufen durch Kitzeln und Rauhigkeit im Hals und Epigastrium; schlimmer abends bis Mitternacht, im Liegen auf der linken Seite, bei aktiver Bewegung, beim Hinaufsteigen, Bücken, in kalter Luft; durch daran denken; beim Essen, nach Erkältung der
Füße.
Husten in Gegenwart von Fremden.
Nachthusten, mit asthmatischer Atmung.
Husten, ausgelöst durch Reizung, die in der Herzgegend empfunden wird.
Husten, besonders abends bis Mitternacht.
Nächtlicher Husten, Brust voll Schleim.
Husten und Schnupfen.
Husten mit eitrigem Auswurf.
Auswurf vorherrschend, besonders am Abend.
Chronischer Husten bei skrofulösen Kindern, mit geschwollenen Drüsen und vergrößerten Tonsillen ; < nach leichter Erkältung.
Schleimkatarrh.
Husten und Kurzatmigkeit bei alten, phlegmatischen Personen; fühlt Enge im Hals und auf der Brust, Schleim bald locker, bald fest; > morgens beim Aufstehen, aber sobald er in das Zimmer unten kommt, bekommt er einen heftigen Anfall und
muß ins Freie gehen; > nach dem Frühstück; Husten und Rasseln < im Liegen, außer beim Liegen auf dem Bauch, was erleichtert; muß sich nachts häufig aufsetzen; < bei feuchtem Wetter und nach Trinken von kaltem Wasser.
BRUSTINNERES UND LUNGEN [28]
Gefühl, als seien die Lungen voll Rauch; sie riecht Kiefernrauch. θ Nach Pneumonie.
Gefühl von Wundheit in der Brust beim Husten.
Erbrechen vom Husten.
Brust voll Schleim.
Schwere in der Brust; < im Liegen. θ Kardialgie.
Gefühl, als sei etwas in der Brust herabgefallen.
Pneumonie mit äußerst heftigen Schmerzen in der Brust und geröteten Wangen; in zwei Fällen rechts, in einem links.
Erstickender Katarrh und Lungenlähmung bei alten Leuten.
HERZ, PULS UND KREISLAUF [29]
Herzklopfen; fühlt das Herz schlagen.
(bar. a) Dumpfe, tiefe Herztöne.
Heftiges, lang anhaltendes Herzklopfen.
Herzklopfen im Liegen auf der linken Seite, mit Wundheit in der Herzgegend; große Angst, erneuert durch daran denken.
Blutwallung mit Angst; Kongestion zum Gesicht, mit dunkler Röte.
Herzklopfen wird im Kopf empfunden, mit klopfendem Schmerz in den Schläfen, beim Aufstehen und Gehen.
Herzklopfen chlorotischer oder hysterischer Mädchen.
Puls kräftig und hart.
Puls im allgemeinen beschleunigt, aber schwach. θ Apoplexie. θ Greisenalter.
(bar. a) Puls 125-130, sehr klein und häufig.
Voller, beschleunigter Puls, mit Hitze der Haut. θ Angina tonsillaris.
(bar. a) Puls blieb ziemlich regelmäßig, aber bemerkbar verlangsamt, 56 statt 70; in ähnlichen Fällen hat man ihn bis auf 25 sinken sehen.
(bar. a) Ausgeprägte, aber sehr kurz dauernde Unregelmäßigkeit des Pulses bei einer Gelegenheit.
ÄUSSERE BRUST [30]
Brust druckempfindlich. θ Kardialgie.
Brennendes Stechen und Juckreiz in feuchtem, pustulösem Ausschlag auf der Brust.
Knoten in der Brust, druckschmerzhaft, bisweilen mit Stichen; bei einem fetten alten Mann.
(bar. a) Ausschlag von Aknepickeln auf der Brust, die in wenigen Tagen verschwinden.
HALS UND RÜCKEN [31]
Stechende Schmerzen im Hals.
(bar. a) Feine Stiche im Hals, gefolgt von eiternden Pickeln.
Spannung im Hals und in den Schulterblättern; Schmerzen in den Lenden in kalter Luft.
Krampf im Hals und in der linken Seite des Halses.
Steifigkeit des Nackens.
Schwellung im Nacken, die sich nach und nach über den ganzen Kopf ausbreitet; mit Rötung und Schmerz der Haut, wie von Ulzeration; begleitet von beträchtlicher Schwellung der Drüsen in dieser Gegend.
Schwellung des Zellgewebes des Halses; Drüsen geschwollen; viel Schmerz in Ohren und Kopf. θ Scharlach.
Schwellung der Drüsen im Nacken und Hinterhaupt.
Chronische Entzündung der Halsdrüsen, rechte Seite; war sehr hartnäckig und hatte anderer Behandlung widerstanden.
Schwellung und Verhärtung der Drüsen, besonders der Halsdrüsen, selbst nachdem die Eiterung begonnen hatte.
Fettgeschwülste, besonders am Hals.
Sarkom am Hals, mit Brennen.
Klopfen im Rücken, in Ruhe und durch Gemütsbewegungen.
Brennen im Rücken.
Rheumatische Reizung der Wirbelsäule.
Morgens beim Aufstehen Schmerz zwischen den Schultern, so daß er davon ganz steif ist und sich nicht wenden kann; nachher erstrecken sich die Schmerzen in den Nacken und die linke Schulter, wo sie sehr heftig sind, von dort in den Scheitel und quer über die Brustmuskeln bis zur linken Brustwarze.
Schlagen und Pulsieren im Rücken.
Mangel an Beweglichkeit der Brustwirbelsäule; bei langem Sitzen fühlt es sich an, als wolle sie einsinken.
Steifigkeit im Rücken, kann sich kaum von einem Stuhl erheben. θ Chronische Gicht.
(bar. a) Wirbelsäulenleiden mit Tinea capitis.
Schmerzhafte Wundheit in der Lendengegend, gefolgt von häufigen diarrhoischen Stühlen.
Schmerz in der Lendengegend der Wirbelsäule, gefolgt von Apoplexie und Lähmung.
Schmerz in den unteren Wirbeln, mit Schmerz in der Brust.
Schmerz im Kreuz. θ Diarrhö.
Schmerzhaftes Ziehen im Kreuz, als bewege sich ein schwerer Körper nach unten.
Spannungsartiger Schmerz im Kreuz; < am Abend; er kann sich weder aufrichten noch rückwärts bücken.
Steifigkeit im Kreuz, am Abend, besonders beim Sitzen, die weder Aufrichten noch Rückwärtsbeugen erlaubt.
Juckreiz im Kreuz und zwischen den Nates; muß es roh kratzen.
OBERE EXTREMITÄTEN [32]
Eine große Drüsenschwellung in der rechten Axilla; in letzter Zeit sehr empfindlich, schmerzhaft, hart und rot.
Eingekapselte Geschwulst in der Achselhöhle.
Schmerzen in den Armen, mit harten, geschwollenen Achseldrüsen.
Schmerz im Deltoidmuskel beim Heben des Armes.
Wenn er auf dem Arm liegt, schläft er ein.
Der rechte Arm kann nicht bewegt werden. θ Apoplexie.
(bar. a) Schwere des linken Armes, er wird nur mühsam bewegt; nur die Schulter scheint zu wirken; Hand und Unterarm sind gelähmt; nach sieben Stunden.
Spannung an kleinen Stellen der Arme.
Blutbeulen am Oberarm.
Venen und Hände aufgetrieben.
Heiße Hände; taucht sie häufig in kaltes Wasser.
Haut der Hände trocken und rauh.
Kalte Hände mit blauen Flecken. θ Greisenalter.
Finger taub, als wären sie eingeschlafen.
Haut an den Fingerspitzen rissig, schält sich ab.
Panaritium mit nächtlichem Klopfen und Ulzeration, von einem Splitter her.
Warzen.
UNTERE EXTREMITÄTEN [33]
Vom linken Fuß innere Stiche durch den ganzen Oberschenkel bis in die Hoden, hindern das Gehen.
Sie sagte, sie habe Schmerzen im Oberschenkel während des Schlafes.
Reißen von oben nach unten in der rechten Gesäßbacke, periodisch zunehmend und abnehmend.
Ziehen in den Oberschenkeln, besonders beim Treppensteigen, infolge gelähmten Gefühls in der Mitte des Oberschenkels.
Übermäßiges Gefühl wie zerschlagen in den Oberschenkeln.
Starker Juckreiz an den Oberschenkeln.
Plötzliche Anfälle momentanen Schmerzes im rechten Knie, als würden die Teile mit einem Messer aufgerissen, wodurch das Bein lahm wird.
Plötzliche stechende Schmerzen, die durch das Knie schießen, zwingen sie, sich niederzusetzen, machen das Knie lahm, nach harter Arbeit; meist bei Mädchen.
Beim Niederknien heftiges Einschießen im Knie, und bald darauf eine eigentümliche Spannung in der rechten Kniescheibe; konnte nicht gut gehen.
Die Knie wanken. θ Apoplexie.
Brennende Wundheit in den Kniekehlen.
Schmerzen in Knien und Beinen.
Krämpfe in den Waden.
Kälte des rechten Fußes und Spannung in der Wade während eines Ganges im Freien.
Ziehender und reißender Schmerz in den Beinen.
Ziehender Schmerz das ganze linke Bein hinab.
Schmerzen in den Beinen nachts, wie nach übermäßigem Gehen oder Tanzen.
Spannung, als wären die Sehnen zu kurz; > im Liegen; < im Stehen.
Zittern der Füße beim Stehen, muß sich an etwas halten, um sich zu stützen. θ Apoplexie. θ Sclerotis.
(bar. a) Versagen des rechten Beines, dann des linken; nach acht Stunden.
Lähmung der Fußbeuger, mit Spannung in den Sehnen.
Lahmheit spattiger Pferde.
Geschwüre an den Füßen.
Pickel an den Füßen, die sich ausbreiten.
Fußsohlen fühlen sich nachts wie geprellt an und halten wach; > nach dem Aufstehen und Gehen.
Reißen und Stechen in der linken großen Zehe, mit Verdruß.
Schmerzhafte lymphatische Schwellung am Ballen der großen Zehe.
Hühneraugen, Brennen und Stechen.
Übelriechender Fußschweiß.
Fußschweiß; Zehen und Sohlen werden wund; Geruch anstößig; (nach Silic.).
Unterdrückter Fußschweiß.
Nach Unterdrückung eines übelriechenden Fußschweißes durch ein kaltes Fußbad Angina tonsillaris; (nachdem Bellad. und Mercur. wirkungslos geblieben waren).
EXTREMITÄTEN IM ALLGEMEINEN [34]
Stiche in den Gelenken, sie fühlen sich schlaff an.
Reißen in den Gliedmaßen, mit Frösteln.
RUHE. LAGE. BEWEGUNG [35]
Ruhe: Klopfen im Rücken.
Sitzen: Schmerz im Kreuz.
Stehen: Husten <; Spannung, als wären die Sehnen zu kurz <; Zittern der Füße.
Liegen: Schwere in der Brust <; Spannung, als wären die Sehnen zu kurz, besser.
Liegen auf der linken Seite: Husten <; Herzklopfen schlimmer.
Liegen auf dem Bauch: Husten besser.
Bücken: Husten <; Schwindel.
Arm heben: Schmerz im Deltoid.
Bewegung des Körpers: Gehirn scheint sich hin und her zu bewegen.
Aktive Bewegung: Husten <; Frösteln <.
Gehen: Herzklopfen im Kopf empfunden.
Hinaufsteigen: Kurzatmigkeit.
NERVEN [36]
Nervosität; übermäßige Reizung aller Nerven.
Zuckungen und Rucke des Körpers während des Tages.
Um 8 Uhr morgens plötzlicher Anfall, als sei der Kreislauf stehen geblieben, und Kribbeln im ganzen Körper, bis in Zunge und Fingerspitzen ausstrahlend, mit Angst; dauerte fünfzehn Minuten, gefolgt von Prostration.
(bar. a) Unbeschreibliches Unwohlsein; nach 3 bis 4 Stunden.
Matt, mit schläfrig aussehenden Augen den ganzen Tag.
Schwere des ganzen Körpers.
Die obere Hälfte des Körpers fühlt sich taub und steif an.
Allgemeine Schwäche der Nerven und des Körpers.
(bar. a) Zunehmende Schwäche, konnte kaum den linken Arm ausstrecken, um die Klingel zu ziehen.
Kraftverlust.
(bar. a) Beängstigende Schwäche; nach 2 Stunden.
(bar. a) Allgemeine Schwäche; nach 3 oder 4 Stunden.
(bar. a) Nach dem ersten Erbrechen befiel muskuläre Erschlaffung die hinteren Rumpfmuskeln; zu erschöpft, um in seinem Lehnstuhl zu bleiben, mußte er zu Bett gehen.
(bar. a) Die muskuläre Erschlaffung dauerte 24 Stunden, nahm dann allmählich, aber ziemlich rasch ab, in demselben Verlauf, wie sie gekommen war; in weniger als 20 Stunden nach den ersten leichten Bewegungen der Füße und Hände war er imstande, sich in einem Stuhl zu halten und sich im Bett aufzusetzen, und konnte bald einige
Schritte auf dem Fußboden seines Zimmers tun.
Ständig schwach und müde, möchte sich an etwas lehnen, sich setzen oder hinlegen, und fühlt sich doch weiterhin schwach und müde.
Zu schwach, selbst die Nahrung zu kauen.
Große Schwäche, kann sich kaum im Bett aufsetzen; versucht er es, so wird der Puls sofort rasch und etwas hart, nach einer Weile unfühlbar.
Große geistige und körperliche Schwäche alter Männer.
(bar. a) Das Allgemeinbefinden blieb mehr als einen Monat schwach; die Verfärbung der Gewebe und die Abmagerung hielten noch länger an, und der Schlaf wurde erst nach acht oder zehn Wochen wieder ruhig und erfrischend.
Lahmheit nach Rheumatismus.
Lahmheit nach Unterdrückung des Fußschweißes.
Prostration, kann nicht stehen, die Knie versagen.
(bar. a) Liegt auf dem Rücken im Bett; der willkürlichen Bewegung beraubt.
Allgemeine Lähmung alter Leute; Gedächtnisverlust; Kindlichkeit; Zittern der Glieder. θ Nach Apoplexie.
Lähmung und Paralyse bei bejahrten Personen.
Lähmung nach Apoplexie.
(bar. a) Die Lähmung breitet sich rasch von oben nach unten aus.
Lähmung, die zuerst die Bauchmuskeln, dann jene, die ihre Ansätze am Brustkorb haben, danach jene des Halses und zuletzt die Sphinkteren von Harnblase und Rektum befällt.
(bar. a) Tod etwa zwölf Stunden nach Einnahme des Giftes, bei ungestörtem Intellekt und ohne sich aus der Rückenlage gerührt zu haben.
SCHLAF [37]
Große Schläfrigkeit während des Tages.
Schläfrigkeit Tag und Nacht.
Schläfrig und kann nicht schlafen; hungrig und kann nicht essen.
(bar. a) Koma. θ Apoplexie.
Sopor. θ Greisenalter.
Schlaflosigkeit. θ Tonsillitis. θ Alte Leute. θ Hypochondrie.
Erwacht nachts oft; fühlt sich zu heiß; die Sohlen fühlen sich wie geprellt an.
Schlaf voll innerer Unruhe.
(bar. a) Will immer schlafen, aber im Schlaf innere Unruhe; Stöhnen und Murmeln. θ Apoplexie.
Sprechen im Schlaf; alte Männer.
Im Schlaf delirierend und phantastisch.
Phantastisches Reden in der Nacht und Benommenheit.
Ohnmachtsgefühl in der Nacht, sie mußte erbrechen.
Zucken der Muskeln des ganzen Körpers im Schlaf.
Die ganze Nacht unruhig wegen innerer Hitze; ein Kind.
Nachtschweiß.
Klagt über Schmerz im Oberschenkel während des Schlafes.
Liegt während des Schlafes auf der Seite.
Beim Erwachen Druck in den Gliedern; müde, erschöpfte Glieder.
Fühlt sich schwer, zerschlagen, stumpf nach einem Mittagsschlaf.
ZEIT [38]
Tagesanbruch: Speichel läuft im Schlaf aus dem Mund.
Morgen: Erektionen vor dem Aufstehen; Schnupfen <; Trockenheit der Zunge; Gefühl im Rachen, als läge nach dem Erwachen ein feines Blatt vor den hinteren Nasenöffnungen; zäher Schleim in der Rachenenge; Übelkeit, Herzklopfen und Angst <; Übelkeit; Husten < beim Aufstehen;
Schmerz zwischen den Schulterblättern; Husten >.
Um 8 Uhr morgens: plötzlicher Anfall, als sei der Kreislauf stehen geblieben.
Den ganzen Tag: Augen sehen schläfrig aus; Müdigkeit; Wasser läuft aus dem Mund.
Während des Tages: Krümeln im faulen Zahn; Zuckungen und Rucke des Körpers; große Schläfrigkeit; Schläfrigkeit; Hitzewallungen.
Abend: Kopfschmerz; Gesicht rot; Beklemmung, muß Kleid lockern; Auswurf vorherrschend; Schmerz im Kreuz <; Frost abwechselnd mit Hitze.
Abend bis Mitternacht: krampfartiger Husten.
Nacht: im Bett schwankt alles in ihm wie in einem Schiff; Zahnschmerz <; Diarrhö; Reizung der Harnblase; viel Harnabgang; Pollutionen; Husten <; Klopfen im Panaritium; Schmerzen in den Beinen; Schläfrigkeit; häufiges Erwachen;
phantastisches Reden und Benommenheit; Ohnmachtsgefühl, sie mußte erbrechen; Unruhe; Schweiße; Frost abwechselnd mit Hitze; Hitzewallungen; unerträgliches Kribbeln über den Körper.
TEMPERATUR UND WETTER [39]
Kalte Luft: Husten <; Schmerz in den Lenden; Kopf empfindlich.
Kalte Speisen: im allgemeinen besser.
Kaltes Wasser: Husten <.
Kaltes Waschen: Neigung, sich zu erkälten.
Im Freien: Kopfschmerz <; Spannung in der Wade.
Feuchtes Wetter: Husten schlimmer.
In der Sonne: Schmerz am Scheitel.
Nahe einem warmen Ofen: Kopfschmerz schlimmer.
Warme Speisen: Husten schlimmer.
FIEBER [40]
Frösteln.
Reißen in den Gliedmaßen, mit Frösteln.
Örtlicher Frost am oberen Teil des Körpers.
Frost vom Gesicht oder von der Magengrube den Körper hinab; oder in den Füßen beginnend.
Häufig als ob kaltes Wasser über einen gegossen würde; > durch äußere Wärme; Durst während des Frostes.
Frost im allgemeinen einseitig (links).
Frösteln gebessert durch äußere Wärme.
Frost verstärkt durch Bewegung; > in warmem Zimmer.
Zuerst Frost, dann Hitze.
Frost abwechselnd mit Hitze; abends und nachts.
Kalte Hände und Füße, mit heißen Wangen.
Hitzewallungen, mehr nachts, mit großer Unruhe.
Häufige Wallungen während des Tages; nächtliche Anfälle mit großer Angst und Unruhe.
Hitze gegen Abend, mit wenig Durst; heftige Pulsation äußerlich bis in den Kopf; beim Aufstehen Schwindel, selbst bis zum Fallen; Hitze die ganze Nacht, mit gestörtem Schlaf; am nächsten Tag heftiger Durst; gießt ganze Gläser Wasser hinunter; hat einen sehr dicken weißen
Belag auf der Zunge.
Heiße Hände, taucht sie oft in kaltes Wasser.
Schweiß vermehrt in Gegenwart von Fremden.
Hitze einzelner äußerer Teile.
Ängstlicher Schweiß.
Übelriechender Schweiß einer (meist linken) Seite.
Schweiß vermehrt durch Essen.
Schweiß kehrte jeden zweiten Abend wieder.
Hektisches Fieber.
ANFÄLLE, PERIODIZITÄT [41]
Wiederkehrend um 4 Uhr nachmittags: Druck in den Knochen des Hinterhauptes.
Jeden zweiten Abend: Schweiß.
Periodisch zunehmend und abnehmend.
LOKALITÄT UND RICHTUNG [42]
Rechts: Kopf heiß; Brausen im Ohr; raue, trockene Stelle an der Wange; Zähne fühlen sich gespannt an; Stiche in der Tonsille; Tonsille neigt zur Eiterung; Schmerz in der Leiste; Pneumonie; chronische Entzündung der Halsdrüsen; Drüsenschwellung in der
Axilla; Arm kann nicht bewegt werden; Reißen in der Gesäßbacke; Schmerz im Knie; Spannung in der Kniescheibe; Kälte des Fußes; Bein versagt.
Links: Wolke vor dem Auge; Gerstenkörner am Lid; Klopfen im Ohr; Entzündung des Unterhautzellgewebes über der Gesäßbacke; Liegen auf der Seite, Husten <; Pneumonie; Krampf in der Halsseite; Schmerz in der Schulter; Schmerz in der Brustwarze; Schwere des Armes;
Stiche im Fuß; Schmerz das Bein hinab; Bein versagt; Stechen in der großen Zehe; übelriechender Schweiß der Seite.
Rechts nach links: Halssymptome wandern.
Von oben nach unten: Reißen in der rechten Gesäßbacke; Schmerz im Bein.
Von unten nach oben: Stiche im linken Fuß.
EMPFINDUNGEN [43]
Als ob der Kopf nach innen umgestülpt würde; als sei das Gehirn lose; als sei der Kopf in einen Schraubstock eingespannt; als wolle der Schädel zerspringen; als könne das Blut nicht zirkulieren; als sei etwas leicht über die Kopfhaut gezogen worden; als stünden die Haare zu Berge; als sei
Eiweiß auf dem Gesicht getrocknet; als sei das Gesicht geschwollen; Zunge wie pelzig; als schwölle der Hals an; wie von Blasen an der Seite der Zunge; als läge ein feines Blatt vor den hinteren Nasenöffnungen; wie von einem Pfropf im Hals; als müsse sich die Speise über eine
wunde Stelle in der Speiseröhre hinwegzwängen; wie von einem Stein im Magen; als werde die Schilddrüse eingedrückt; als dränge Luft durch den Magen; als fielen die Därme beim Umdrehen im Bett von einer Seite auf die andere; als atme man Rauch oder Pech ein; als bewege sich ein schwerer Körper nach unten
im Rücken; als seien die Lungen voll Rauch; wie von einer Kugel in der Leber; als sei etwas in der Brust herabgefallen; als wollten die Schambeine bersten; als wolle die Wirbelsäule einsinken; als würde mit einem Messer aufgerissen, rechtes Knie; als werde kaltes Wasser über einen gegossen.
Bohrend: vor dem rechten Ohr.
Stiche: in der Seite des Kopfes; brennend im hohlen Zahn; in der rechten Tonsille; in Knoten der Brust; im Hals; durch den Oberschenkel bis in die Hoden; in der linken großen Zehe; in den Gelenken; in der Brust.
Stechend: im Hals; Ausschlag auf der Brust; im Hals; in den Hühneraugen.
Prickelnd: Kopfschmerz; Kopf und Gesicht; in der Haut.
Drückend-stechend: im Scheitel.
Einschießend: im Knie.
Zuckend: Zahnschmerz; in der Eichel des Penis.
Reißend: vor dem rechten Ohr; in der rechten Gesäßbacke; in den Beinen; in der linken großen Zehe; in den Gliedmaßen; in den langen Knochen; in der Vulva.
Ziehend: in den Ohren und zuckender Zahnschmerz; im Kreuz; in den Beinen.
Brennend: rechte Seite des Kopfes; in den Augen; in der Oberlippe; Stiche in hohlen Zähnen; an Zunge und Spitze; im Anus; in der Harnröhre; Ausschlag auf der Brust; im Rücken; in den Kniekehlen; in den Hühneraugen; im Rektum.
Wundbrennend: im Hals.
Spannender Schmerz: in Kopf und Nase.
Krümelnd: in einem faulen Zahn.
Druck: auf der Stirn; über den Augen; im Gehirn; unter dem Scheitel; im Scheitel; in den Augen; im Hals; im Magen; auf der Harnblase; in den Gliedern.
Dumpf schmerzend: im rechten Hypochondrium; im Magen.
Erschütternder Schmerz: im Gehirn.
Wundheit: im Magen; um den Bauch; in der Lendengegend; um den Anus; in der Brust; in den Kniekehlen; in der Herzgegend.
Klopfend: Zahnschmerz; in den Ohren; in den Schläfen; im Rücken; im Panaritium; im Bauch.
Schlagen und pulsierend: im Rücken.
Schmerz wie geprellt: im Kreuz; in den Oberschenkeln; in den Sohlen.
Dumpfer Schmerz: an den Erhebungen der Festigkeit und Konzentrationsfähigkeit.
Beklemmender Kopfschmerz: über den Augen und an der Nasenwurzel.
Krampf: im Magen; in Hals und Kehle; in den Waden.
Spannung: im Hinterhaupt; über Gesicht, Schläfe und Kopfhaut; im Unterkiefer; in den Zähnen; im Magen; im Bauch; in Hals und Schulterblatt; im Kreuz; an kleinen Stellen der Arme; in der rechten Kniescheibe; in der rechten Wade; in den Beinen; in den
langen Knochen; in der Haut.
Unbestimmter Schmerz: im Kopf; im Gelenk; auf der Zunge; im Bauch; im Kreuz; zwischen den Schultern; in den unteren Wirbeln und in der Brust; in den Armen; im Deltoidmuskel; im Oberschenkel; in den Knien und Beinen; in der rechten Leiste; in der
Fossa navicularis; in den Lenden.
Schwere: im Hinterhaupt; der Füße; in der Brust; des linken Armes; des ganzen Körpers.
Gewicht: über den Augen; über den Schambeinen.
Kribbeln: über den ganzen Körper.
Ameisenlaufen: über die Kopfhaut; im Gesicht, im Rektum.
Gelähmtes Gefühl: im Oberschenkel.
Taubheitsgefühl: in der Haut der Stirn bis zur Nasenwurzel; der Genitalien; der Finger; der oberen Hälfte des Körpers.
Kitzeln: im Hals.
Juckreiz: in den Augen; in den Ohren; Ausschlag auf der Brust; im Kreuz; zwischen den Nates; an den Oberschenkeln.
Trockenheit: der Augen; in der Nase; der Lippen und des Zahnfleisches; der Zunge; im ganzen Körper.
Kälte: im Gesicht; der Zunge; des rechten Fußes; in der Lebergegend.
GEWEBE [44]
Zwergwüchsigkeit, mangelhafte geistige und körperliche Entwicklung.
Viele der Symptome deuten auf Sklerose von Gehirn und Rückenmark, besonders bei Kindern und Alten. Vergleiche Bar. m
Schwellung im Nacken, die sich allmählich über das Ganze ausbreitet, mit Rötung und Schmerz der Haut, wie von Ulzeration, begleitet von beträchtlicher Schwellung der Drüsen in dieser Gegend mehrere Tage lang.
Schwellung und Verhärtung der Drüsen.
Fistelnde Geschwüre in den Drüsen; meist Drüsen des Halses; Gefühl von Spannung.
Adenitis.
Beginnende Eiterung in Drüsen (Achseldrüsen) und im Zellgewebe irgendeines Körperteils.
Drüsige Nachkrankheiten nach Scharlach.
Skrofulose.
Spannung und Verkürzung der Muskeln.
Reißen und Spannung in den langen Knochen; Bohren in den Knochen.
(bar. a) Röhrenknochen.
(bar. a) Gelenke.
Wassersucht nach Scharlach.
Abmagerung mit aufgedunsenem Gesicht, geschwollenem Bauch und schwerem Auffassungsvermögen bei Kindern.
Große Abmagerung bei Skrofulose und Hautkrankheiten.
Atrophie, große Schwäche; Gesicht rot und Bauch aufgetrieben; Drüsen geschwollen; Schwierigkeiten, gehen zu lernen.
Skrofulöse Atrophie (nach Calc. ostr.).
Marasmus senilis
Verhärtung der Gewebe.
Steatom.
Sarkom, mit Brennen.
Fettgeschwülste.
Eingekapselte Geschwülste.
Lupoide (tuberkuloide) und zystische Geschwülste.
Zystische Wucherungen, besonders auf dem Schädel.
BERÜHRUNG. PASSIVE BEWEGUNG. VERLETZUNGEN [45]
Berührung: Kopfhaut empfindlich; Zahnfleisch schmerzt; Zunge brennt; Hals wund; Bauch wund.
Berührung des Epigastriums: Magen schmerzt.
Druck: Brust empfindlich; Knoten in der Brust empfindlich.
Kleine Wunden ulzerieren und werden sehr wund.
HAUT [46]
Hautkrankheiten.
Spannung in der Haut.
Haut heiß und trocken.
(bar. a) Haut kühl und eher feucht; oder von reichlichem Schweiß bedeckt.
Juckreiz, Prickeln, Brennen, hier und da; nicht durch Kratzen oder Reiben erleichtert.
Kratzen verursacht Prickeln; Pickel.
Unerträgliches Kribbeln über den ganzen Körper, besonders an Rücken, Hüften, Beinen, Knöcheln, Fußrücken und Fingern, weckt ihn nachts und zwingt ihn, unaufhörlich zu kratzen.
Juckreiz, verschlimmert durch Kratzen.
Juckreiz der Haut, Ausschlag unsichtbar.
Trockene Exantheme.
Scarlatina miliaris.
Flechten.
Wunde und feuchte Haut.
Eine kleine Wunde, wie von einem Splitter, klopft und ulzeriert.
Pickel an den Füßen eitern und breiten sich wie Geschwüre aus.
Rote, exkoriierte, feuchte, brennende Stellen zwischen Skrotum und Oberschenkel.
Die Haut heilt nicht leicht.
Geschwüre, mit spärlicher Absonderung.
Wundheit und Nässen zwischen Skrotum und Schenkeln.
Panaritien.
Warzen.
LEBENSALTER, KONSTITUTION [47]
Hysterische Personen und solche, die leicht zur Erkältung neigen.
Geeignet für Leiden der ersten Kindheit, vor allem aber des Greisenalters, mit geistiger oder körperlicher Schwäche.
Ist besonders geeignet für zwergwüchsige Frauen.
Beschwerden zwergwüchsiger Kinder, solcher, die nicht wachsen.
Mädchen, æt. 7, nach Crusta lactea, Schuppen am Hals.
Mädchen, æt. 13, wenig entwickelt, skrofulös, häufige Tonsillitis, jedesmal mit Eiterung.
Skrofulöse Kinder; zwergwüchsig; Geist und Körper schwach; Schuppen an Kopf, Ohren, Nase; Augen entzündet, Hornhaut getrübt; Kolik, Bauch geschwollen; Gesicht aufgedunsen; allgemeine Abmagerung.
Personen, die zu Angina tonsillaris neigen; besonders solche, die bei der geringsten Erkältung an Halsentzündung und Tonsillenschwellung leiden.
Frauen in den klimakterischen Jahren, die Menstruation stets spärlich. θ Kardialgie.
Besonders geeignet bei Krankheiten alter Männer.
Leiden der Trinker nach Erkältung nach Überhitzung, verzogener Mund; Zunge gelähmt; Aphonie; klares Bewußtsein; Beweglichkeit der Arme beeinträchtigt.
(bar. a) Ein alter Trunkenbold nach einer Erkältung. θ Apoplektisch.
Alte Leute, durch Aderlaß geschwächt. Apoplexie.
Mann, æt. 84. θ Apoplexie.
Alte Leute, nachdem sie lange schwach und wankend gewesen waren. θ Apoplexie. θ Lähmung.
(bar. a) Alte kachektische Menschen von skrofulöser Konstitution, besonders wenn sie an gichtischen Beschwerden leiden.
Alte Leute, besonders wenn sie fett sind.
BEZIEHUNGEN [48]
Die mit '(bar. a)' bezeichneten Symptome stammen von Bar. ac.
Gegenmittel: Ant. tart., Bellad., Camphor., Dulcam., Mercur., Zincum.
Nützlich nach: Scilla (pneumonia notha); nach Arsen. (Skrofulose).
Häufig nützlich vor oder nach Sulphur.
Unverträglich: Calc. ostr. (Skrofulose).
Ähnlich: Alum., Ant. tart. (Lähmung der Lungen); Bellad., Calc. ostr. (Skrofulose, Schnupfen usw.); Calc. jod. (große Tonsillen); Caustic.
(paretische Symptome); Chamom., Cinchon., Conium (alte Leute); Dulcam. (Neigung, sich zu erkälten); Fluor. ac. (alte Leute); Iodium
(Drüsen); Laches., Lycop. (Tonsillen); Magn. carb., Mercur. (Erkältungen, Drüsen, Diarrhö); Natr. carb., Phosphor., Pulsat., Sepia (Flechten); Silic.
(Drüsen, Fußschweiß usw.); Sulphur., Tellur.