Antimonium Crudum
By Constantine Hering — Die Leitsymptome unserer Materia medica
Natürliches Schwefelantimon. SbS 3 .
Das Schwefelantimon, ein Mineral, heimisch in Frankreich und Deutschland, findet sich auch in den Vereinigten Staaten, siehe Danas Stibnit, S. 29. Das im Handel Erhältliche wird durch bloßes Schmelzen des Erzes gewonnen. Von den Alten zum Färben von Haaren und Augenbrauen benutzt. Zuerst als Schwefelverbindung erkannt von Hohenheim Paracelsus (nicht von der eingebildeten Person namens Basilius Valentinus) im Jahre 1430. Seitdem von den Anti-Galenisten in zahlreichen Zubereitungen verabreicht und von der Académie Française von 1566 bis 1666 verboten, späterhin aber als wirkungslos angesehen, weil es nicht löslich ist.
Arzneilich geprüft von Caspari im Jahre 1826, herausgegeben und veröffentlicht von Hartlaub im Jahre 1828. Von Hahnemann 1835 mit vielen Zusätzen unter seine Antipsorika eingereiht.
GEMÜT [1]
Unempfindlich; es bildeten sich Dekubitalgeschwüre, doch beklagte er keinen Schmerz.
Geistesschwäche häufiger als Wahnsinn.
Delirium.
Kind delirierend, schläfrig mit Übelkeit, heißem und rotem Gesicht; Puls unregelmäßig; fieberhafte Hitze; schreit beim Waschen mit kaltem Wasser; > beim Waschen mit warmem Wasser.
Lebensüberdruss.
Zum Selbstmord durch Erschießen geneigt; nachts ist er gezwungen, aus dem Bett zu gehen, weil er sich von diesem Gedanken nicht befreien kann.
Ängstliche, weinerliche Stimmung, das Geringste ergreift sie. θ Wechselfieber.
Üble Laune; Reizbarkeit. θ Kopfschmerz.
Verdrossen, will mit niemand sprechen.
Kind unerquicklich und weinerlich, wendet sich ab und schreit, wenn man es berührt. θ Diarrhö. θ Kolik.
Abneigung gegen Arbeit, dumpfe Stimmung. θ Kolik.
Niedergeschlagenheit.
Abneigung gegen Arbeit und Schmerz im Magen, mit Aufstoßen.
Heiterkeit und Regsamkeit von Geist und Körper.
Traurige, reizbare Stimmung; der Klang einer Glocke ebenso wie der Anblick der Umstehenden reizt ihn zu Tränen; er atmet müde und kurz.
Größte Traurigkeit und jammervolle Stimmung. θ Wechselfieber.
Traurigkeit mit Weinen und Empfindsamkeit.
Angst in Beziehung auf seinen gegenwärtigen und zukünftigen Zustand.
Gefühl von Kummer.
Wird zur Verzweiflung getrieben, entschlossen, sich zu ertränken.
Geschlechtstrieb.
Empfindsame Stimmung im Mondschein, besonders ekstatische Liebe.
Ekstase und gesteigerte Liebe, mit großer Angst um sein Schicksal und Neigung, sich zu erschießen; < beim Gehen im Mondschein, und dann ist sein Benehmen wie das eines Wahnsinnigen.
Empfindsame oder mißtrauische Stimmung. θ Diarrhö.
Verdrossenheit. θ Chlorose.
Unwiderstehliches Verlangen, in Reimen oder Versen zu sprechen. θ Wechselfieber.
Unruhig, geneigt, durch die geringste Störung erregt zu werden.
Folgen enttäuschter Liebe.
Angst erzeugt Schweiß, mit Kopfschmerz.
SENSORIUM [2]
Blutandrang zum Kopf.
Schwindel, Übelkeit, Nasenbluten.
Schwäche im Kopf.
Schweregefühl in der Stirn.
Schwindel mit Übelkeit und verwirrtem Gefühl, wie betrunken. θ Kopfschmerz.
Schwindel von Magenverstimmung her.
INNERER KOPF [3]
Kopfschmerz, meist in der Stirn, linksseitig.
Leichter, dumpfer Kopfschmerz in der Stirn und Schwindel; verstärkt beim Treppensteigen.
Betäubender, dumpfer Kopfschmerz in der Stirn, so heftig, daß aus Angst Schweiß ausbrach; > beim Gehen im Freien.
Betäubender Kopfschmerz mit Übelkeit im Hals, < abends, < vom Rauchen, > beim Gehen im Freien. θ Kopfschmerz.
In der linken Schläfengegend: Druck nach innen; Ziehen; langsame Pulsation mit feinem Prickeln.
Heftiger Kopfschmerz nach dem Baden im Fluß, mit Schwäche der Glieder und Abneigung gegen Nahrung.
Spaltendes Gefühl in der Stirn.
Reißender Schmerz im ganzen Kopf.
Kopfschmerz über einem Auge, an einer umschriebenen Stelle; < mittags, > nachts; nicht > durch Erbrechen.
Dumpf schmerzendes Gefühl in der Stirn. θ Wechselfieber.
Blutandrang zum Kopf, gefolgt von Nasenbluten.
Vorübergehendes Ziehen und Bohren in den Schläfen.
Dumpfer, frontaler Kopfschmerz beim Erwachen.
Zahnschmerz dringt in den Kopf ein.
Nach Kopfschmerz mit Schwindel Nasenbluten.
Dumpfer Kopfschmerz, als wolle die Stirn bersten, von Katarrh der Stirnhöhle, mit Verstopfung der Nase.
Reißen in Stirn, Schläfen und Scheitel.
Kopfschmerz: nach dem Baden im Fluß, von Magenverstimmung, vom Trinken alkoholischer Getränke, nach einem Frostschauer, nach unterdrücktem Ausschlag, durch Erkältung; mit Abneigung gegen Nahrung, Übelkeit, Ekel, Neigung zum Erbrechen, dumpf schmerzenden Gliedern, Schwäche.
Magenkopfschmerz von Obst, Säuren oder Fett.
ÄUSSERER KOPF [4]
Nagender Schmerz oben auf dem Kopf, wie im Periost.
Wundheit des Periosts am Scheitel mit Schwellung; ein Gefühl, als seien die Knochen geschwollen; < durch Wärme, > in offener, kühler Luft.
Wundheit an einer kleinen Stelle des linken Scheitelbeins, als sei das Periost geschwollen; schmerzhaft bei Berührung.
Linsengroße, flache Knötchen hier und da auf der Kopfhaut, druckschmerzhaft, mit kriechendem Gefühl darum.
Juckreiz mit Ameisenkriechen auf der Kopfhaut; Haarausfall.
Neigung, sich am Kopf zu erkälten, nach Naßwerden oder Baden in kaltem Wasser; < abends und beim Warmwerden; > im Freien und in Ruhe.
Kopf empfindlich gegen Kälte, Naßwerden oder kaltes Baden, < abends und beim Überhitzen, > in Ruhe und in kühler Luft.
Lästiger Juckreiz am Kopf, mit Ausfallen der Haare.
SEHEN UND AUGEN [5]
Lichtscheu.
Blick ins Feuer vermehrt den Husten.
Augen rot, entzündet, mit Juckreiz und nächtlichem Verkleben sowie morgendlicher Lichtscheu.
Augen < vom Schneeglanz.
Rötung des linken Auges, mit Lichtscheu.
Wundheit in den Augenwinkeln.
Wundheit der äußeren Augenwinkel.
Rötung und Entzündung der Augenlider.
Kleine feuchte Stellen im äußeren Augenwinkel, sehr schmerzhaft, wenn Schweiß sie berührt.
Schleim in den Augenwinkeln morgens, mit trockenen Krusten auf den Lidern.
Lider rot, mit feinen Stichen im Augapfel.
Juckreiz in den Augenwinkeln.
Chronische Augenentzündung.
Chronische Blepharophthalmie der Kinder.
Ophthalmo-Blennorrhö.
Entzündung der Tränendrüse und der Tränengänge.
(OBS :) Metastatische Ophthalmie.
Schmerz an einer kleinen Stelle über einer der Augenbrauen. θ Migräne.
HÖREN UND OHREN [6]
Schon geringe Geräusche schrecken auf.
Klingeln vor den Ohren, Brausen in den Ohren.
Eine Art Schwerhörigkeit des rechten Ohres, als läge ein Blättchen vor dem Trommelfell; Bohren mit dem Finger lindert es nicht.
Ziehender Schmerz durch das rechte Ohr und in die Eustachische Röhre nach dem Mittagessen.
Rötung, Brennen und Schwellung des linken Ohres.
Otorrhö.
Schmerzen in den Ohren. θ Masern.
Ziehen durch das rechte Ohr und die Eustachische Röhre.
Am äußeren Ohr und hinter den Ohren feuchter Ausschlag. θ Skrofulöse Otorrhö.
GERUCH UND NASE [7]
Nasenbluten mit Schwindel.
Verstopfung der Nase.
Nasenbluten: abends; nach Kopfschmerz, mit Schwindel; nach Blutandrang zum Kopf.
Schnupfen: fließend oder trocken.
Nase schmerzhaft beim Atmen, wie vom Einatmen kalter Luft oder scharfer Dämpfe.
Wunde, rissige und borkige Nasenlöcher.
Kältegefühl in der Nase beim Einatmen von Luft.
OBERE GESICHTSHÄLFTE [8]
Trauriger Ausdruck.
Gesicht rot und heiß, bei einem Kind.
Zuckungen in den Gesichtsmuskeln.
Hitze und Juckreiz auf den Wangen.
Pickel, Pusteln und Furunkel im Gesicht.
Ausschlag wie Nesselsucht.
Gelb verkrusteter Ausschlag auf der linken Wange, schmerzhaft bei Berührung und leicht ablösbar.
Eiternder und lang anhaltender Ausschlag auf den Wangen.
Sommersprossen im Gesicht.
UNTERE GESICHTSHÄLFTE [9]
Trockenheit der Lippen.
Risse in den Mundwinkeln.
Brennen, Stechen am Kinn, wie von einem heißen Funken.
Kleine honigfarbene Körnchen am Kinn, mit wundem Gefühl bei Berührung.
ZÄHNE UND ZAHNFLEISCH [10]
Zahnschmerz von hohlen oder kariösen Zähnen; < durch Bettwärme, kalte Getränke, kalte Luft, abends und im Bett; > im Freien.
Zahnschmerz in hohlen Zähnen, der Schmerz dringt bisweilen in den Kopf ein; < nachts nach dem Essen und von kaltem Wasser; Berührung des Zahnes mit der Zunge verursacht Schmerz, als sei der Nerv zerrissen; > beim Gehen im Freien.
Stiche im Zahn beim Einziehen von Luft in den Mund.
Ruckender Schmerz in hohlen Zähnen.
Das Zahnfleisch löst sich von den Zähnen und blutet leicht.
Nagender Schmerz in kariösen Zähnen; nach jeder Mahlzeit.
Zahnschmerz nach dem Essen; vor der Menstruation.
GESCHMACK, SPRACHE, ZUNGE [11]
Geschmack vermindert.
Bitterer Geschmack im Mund. θ Wechselfieber.
Zunge belegt: dick und weiß; milchweiß; gelb. θ Apyrexie.
Viel salziger Speichel im Mund.
Wundes Gefühl und Rötung am Zungenrand, bitterer Mund. θ Apyrexie.
Weiße Zunge. θ Magenkatarrh.
MUNDHÖHLE [12]
Trockenheit des Mundes.
Ptyalismus, mit salzig schmeckendem Speichel. θ Diarrhö.
GAUMEN UND HALS [13]
Wundheitsgefühl am Gaumen, mit Auswurf von viel Schleim beim Räuspern.
Muß Mengen von dickem gelblichem Schleim aus den hinteren Nasengängen in den Hals herabziehen und ausspucken.
Gefühl, als habe sich ein Fremdkörper im Hals festgesetzt, der ein ständiges Schluckbedürfnis verursacht. θ Chronische Angina.
APPETIT, DURST. VERLANGEN, ABNEIGUNGEN [14]
Großes Verlangen zu essen, aber er bekommt keine Kraft davon. θ Skrofulöse Kinder.
Guter Appetit, mit Brennen in der Magengrube.
Verminderter Appetit im Sommer infolge der Hitze, Ekel vor Speisen, mit bitterem Geschmack.
Lang anhaltende Appetitlosigkeit, mit Widerwillen gegen alle Nahrung. θ Magenkatarrh. θ Kopfschmerz. θ Kolik.
Hunger früh beim Erwachen, ohne Appetit; Essen > es nicht; zugleich Gefühl von Leere in der Magengrube und Mangel an tierischer Wärme.
Heftiger Durst, mit Trockenheit der Lippen; mehr nachts. θ Kopfschmerz.
Durstlos. θ Cholera infantum. θ Rheumatismus. θ Ovaritis. θ Wechselfieber. θ Magenbeschwerden (Übelkeit, Erbrechen usw.).
Verlangen nach Säuren, nach sauren Gurken. θ Diarrhö.
Verlangen nach Bier, mit Frösteln.
Vollständiger Appetitverlust, mit Verstopfung und dumpfem Kopf.
Völliger Mangel an Appetit, Schwere und Fülle im Magen, Verstopfung. θ Magenfieber.
ESSEN UND TRINKEN [15]
Brot und Backwerk verursachen besonders Übelkeit und schneidende Kolik.
Unmittelbar nach den Mahlzeiten viel Blähungen, Winde gehen nicht ab.
Trägheit, mit Verlangen sich hinzulegen, nach dem Essen; Mattigkeit.
Fülle und Spannung nach dem Essen, abwechselnd mit Leichtigkeit, Heiterkeit und Regsamkeit von Geist und Körper.
Nach schlechtem, saurem Wein Erbrechen. θ Magenkatarrh.
Nach dem Stillen Diarrhö.
Stillkinder werfen, sobald sie die Brust oder Flasche nehmen, etwas saure Milch auf.
Schlimmer von Schweinefleisch; von Säuren ; besonders Essig. θ Diarrhö. θ Keuchhusten.
Schlimmer von alkoholischen Getränken; nach einem Glas Wein Übelkeit.
Nach Essig oder saurem Wein lockerer Stuhl.
Verschlimmerung der Magenbeschwerden durch Wein, selbst wenn er mit Wasser verdünnt ist.
Nach dem Essen: Ziehen durch das rechte Ohr in die Eustachische Röhre; Zahnschmerz; Gefühl der Leere im Darm verschwindet; tiefes Seufzen beim Atmen; Fülle der Brust.
Magen-Darm-Affektionen während der Schwangerschaft.
SCHLUCKAUF, AUFSTOSSEN, ÜBELKEIT UND ERBRECHEN [16]
Schluckauf nach dem Rauchen von Tabak.
Ständiger Abgang von Winden nach oben und unten, seit Jahren sofort wieder neu entstehend.
Aufstoßen, mit Geschmack des Gegessenen. θ Kolik. θ Tertianfieber. θ Kopfschmerz.
Brennen in der Magengrube wie Sodbrennen, bei gutem Appetit.
Übelkeit: nach dem Trinken eines Glases Wein ; mit Schwindel, von Überladung des Magens.
Ekel, Übelkeit und Verlangen zu erbrechen.
In der Apyrexie Übelkeit, Erbrechen, dumpf schmerzender Magen, Verlangen nach sauren Getränken, bitterer Geschmack, Aufstoßen und Appetitlosigkeit. θ Tertiana.
Magensymptome vorherrschend; Widerwillen gegen Trinken und Essen, bitterer Mund und bitteres Erbrechen. θ Apyrexie.
Übelkeit und Erbrechen. θ Magenkatarrh. θ Kopfschmerz.
Sie werfen etwas saure Milch auf. θ Stillkinder.
Erbrechen : von Schleim und Galle; nur von Getränken; bei Keuchhusten; durch Nahrung oder Trinken erneuert; anhaltend, Zunge weiß, kein Durst (Marasmus der Kinder); Magenkatarrh; Krämpfe.
Heftiges Erbrechen und Diarrhö.
Übelkeit hört auf, Erbrechen dauert fort.
Nicht gelindert durch Erbrechen. θ Kopfschmerz.
Magenbeschwerden mit Aufstoßen, Übelkeit und Erbrechen. θ Wechselfieber.
Erbrechen wird beim Nehmen von Speise oder Getränk erneuert. θ Diarrhö.
Übelkeit und Erbrechen nach Überhitzung, nach Magenverstimmung, mit Schwindel.
Gastrische Sordes. θ Zahnschmerz.
Magenverstimmung nach Erkältung.
MAGENGEGEND UND MAGEN [17]
Magenverstimmung durch gleichzeitiges Essen von Unverträglichem, besonders wenn die Zunge sehr stark belegt ist, mit Aufstoßen nach Speise schmeckend und Abneigung gegen jede Art von Nahrung; nach saurem Wein; nach frischem Bier; mit Fieber.
Magenverstimmung, die Aufstoßen mit Geschmack des Genossenen und besonders Übelkeit und Neigung zum Erbrechen verursacht.
Leere in der Magengrube.
Chronische Magenschwäche, viel Aufstoßen, häufiges Erbrechen, Säuren werden nicht vertragen, mit Schwindel und Benommenheit im Kopf.
Gewohnheitsmäßiges Gefühl im Magen, als sei er überladen.
Schmerzhafte Fülle des Magens, der auf Druck wund ist.
Schmerz im Magen, (Kopfschmerz); wie nach zu vielem Essen, mit aufgetriebenem, aber nicht hartem Bauch. θ Kolik.
Krampfartige Schmerzen im Magen.
Brennender, krampfartiger Schmerz in der Magengrube, treibt zur Verzweiflung, entschlossen, sich zu ertränken.
Magen schwach, Verdauung leicht gestört.
Magenkatarrh: weiße Zunge, Übelkeit und Erbrechen; Husten; Darm locker oder Stühle in Klumpen. Verursacht durch Überessen, sauren Wein, heißes Wetter, Baden; während der Masern; durch Metastasierung von Gicht oder Rheumatismus.
Dyspepsie mit scharfen Absonderungen; rheumatische oder gichtische Schmerzen in den Füßen.
Gichtmetastasierung auf Magen und Darm.
Rückfälle durch Magenverstimmung. θ Wechselfieber.
HYPOCHONDRIEN [18]
Leichte Spannung in den Hypochondrien.
BAUCH UND LENDEN [19]
Völlegefühl und Auftreibung, wie nach Überessen.
Bauch sehr stark aufgetrieben; nach vielem Essen.
Eingeklemmte Blähungen; verstopft.
Rumoren im Bauch.
Zwicken und das Gefühl, als wolle Diarrhö eintreten.
Gefühl von Leere im Darm, das nach einer Mahlzeit verschwindet.
Kolik, mit Appetitlosigkeit, hartem Stuhl, rotem Harn; das Kind will nicht angesehen werden.
Heftiges Schneiden im Bauch, Gefühl von Beklemmung, die vom Magen ausgeht, Abneigung gegen Arbeit, dumpfe Stimmung und Schmerz im Magen mit Aufstoßen.
Harte Drüse in der linken Leiste, druckschmerzhaft.
Schneiden im Darm, mit wäßriger Diarrhö.
Wie aus dem Bauch aufsteigend: Husten.
STUHL UND REKTUM [20]
Sommerbeschwerde oder Diarrhö und Erbrechen der Kinder; heiße trockene Haut; Erbrechen, das Getränke wieder auswirft; gelbliche, sehr übelriechende Stühle.
Stinkende Blähungen.
Lockerer Darm. θ Magenkatarrh.
Diarrhö nach dem Stillen.
Diarrhö wäßrig, mit verdorbenem Magen, weiß oder gelb belegter Zunge, Aufstoßen mit Geschmack der Speise, Schneiden im Bauch.
Scharfe Diarrhö.
Stühle: wäßrig, mit Erbrechen; wäßrig, reichlich; wäßrig; mit kleinen harten Klümpchen, oder unverdautes Essen enthaltend; flüssig, feste Bestandteile enthaltend; morgens schleimig.
Schneidender Schmerz vor lockerem Stuhl.
Diarrhö, < von Essig und anderen Säuren; saurem Wein; Überhitzung; nach kaltem Baden; nachts und frühmorgens.
Diarrhö alter Leute.
Wechsel von Diarrhö und Verstopfung bei alten Leuten.
Harte Stühle mit Kolik.
Schwieriger, harter Stuhl; Fäzes zu groß ; verstopft bei eingeklemmten Blähungen.
Stühle weiß, trocken, unregelmäßig.
Harte Quarkklümpchen. θ Stillkinder.
Gefühl von reichlichem Stuhl, aber es entweichen nur Blähungen, schließlich sehr harter Stuhl; Stühle in Klumpen. θ Magenkatarrh.
Schmerz im Rektum während des Stuhls; Wundheitsgefühl, als sei ein Geschwür aufgerissen worden.
Reichliche Blutung aus dem Darm, bei festen Fäzes. θ Hämorrhoiden.
Schleimige Hämorrhoiden, prickelnd, brennend; fortdauernder Schleimabgang, gelb färbend; bisweilen sickert Jauche heraus.
Schmerz im Rektum während losen Stuhls.
Vorfall des Rektums bei losem Stuhl.
Hämorrhoiden; aus dem Anus wird fortwährend viel Schleim abgesondert.
Ständige Absonderung eines gelblichweißen Schleimes am Anus.
Hämorrhoiden. θ Während der Schwangerschaft.
Verstopfung: in der Sommerhitze; im Wochenbett.
Diarrhö nach dem Stillen.
Verstopfung und Diarrhö. θ Wechselfieber.
Nützlich nach Mißbrauch von Abführmitteln.
Diarrhö: nach Magenverstimmung; nach Säuren; nach einem Gelage; alter Leute; im Wechsel mit Verstopfung; wäßrig; mit Übelkeit und Erbrechen; mit Kolik; mit vielem Aufstoßen.
HARNORGANE [21]
Häufige und reichliche Harnentleerung, mit lockerem Darm.
Tenesmus der Harnblase weckt ihn nachts aus dem Schlaf.
Häufiges Wasserlassen, mit viel Schleim, heftigem Brennen in der Harnröhre und Kreuzschmerz während der Entleerung.
Schneiden in der Harnröhre beim Wasserlassen.
Harn: goldgelb, mit kaum wahrnehmbarer Wolke; braunrot; mit kleinen roten Körperchen nach vierundzwanzigstündigem Stehen; rot, mit Kolik.
Unwillkürliches Wasserlassen.
Unwillkürliches Entweichen von reichlichem Harn beim Husten.
Chronischer Katarrh der Harnblase.
MÄNNLICHE GESCHLECHTSORGANE [22]
Geschlechtstrieb und Schlaflosigkeit.
Erregter Geschlechtstrieb, mit Unruhe des ganzen Körpers, die ihn hindert, lange zu sitzen.
Impotenz.
Nächtliche Pollutionen, mit oder ohne wollüstige Träume.
Juckreiz: des Penis; an der Spitze der Eichel.
Beißender Juckreiz, wie von Salz, an der linken Seite des Skrotums.
(OBS :) Gonorrhö.
WEIBLICHE GESCHLECHTSORGANE [23]
Nymphomanie nach Unterdrückung der Menstruation.
Druckempfindlichkeit über der Ovarialgegend, nachdem die Menstruation durch ein Bad unterdrückt worden ist. θ Nymphomanie.
Druck in der Gebärmutter, als wolle etwas herauskommen.
Die Menstruation beginnt frühzeitig, ist reichlich und hört dann auf; nachfolgend Chlorose.
Menstruelle Molimina.
Vor der Menstruation Zahnschmerz, mit Bohren in die Schläfen.
Abgang von scharfem Wasser aus der Vagina, das ein Wundbrennen an den Oberschenkeln verursachte.
Leukorrhö wäßrig und Klumpen enthaltend.
SCHWANGERSCHAFT. GEBURT. LAKTATION [24]
Übelkeit, Erbrechen und Diarrhö während der Schwangerschaft.
Während der Schwangerschaft Magen-Darm- und hämorrhoidale Affektionen; fühlt sich voll und aufgetrieben wie nach Überessen. θ Diarrhö.
Hautkrankheiten während der Schwangerschaft.
STIMME UND KEHLKOPF. LUFTRÖHRE UND BRONCHIEN [25]
Stimme weg, kaum imstande, ein einziges Wort hervorzubringen. θ Laryngitis der Sänger.
Aphonie durch Überhitzung, sei es durch das Wetter oder in einem warmen Zimmer; > nach Ruhe.
Schwäche der Stimme.
Heftige Krämpfe in Kehlkopf und Rachen, als sei der Hals mit einem Pfropf gefüllt, der abwechselnd dicker und dünner wird, begleitet von einem Gefühl von Wundheit.
(OBS :) Bronchialkatarrh.
Larynxphthise mit trockenem Husten.
ATMUNG [26]
Kurze, schwere Atmung; Dyspnoe.
Tiefes, seufzendes Atmen, wie von Fülle der Brust, nachmittags und nach dem Essen.
Beklemmung, die vom Magen ausgeht.
Zusammenschnürung bis fast zum Ersticken.
Beim Ausatmen stechende Stiche in der Brust.
Tiefes seufzendes Atmen nach dem Essen.
Anfälle von Seufzen.
Heißer Atem. θ Keuchhusten.
HUSTEN [27]
Häufiger trockener Husten.
Husten erschüttert den ganzen Körper, mit unwillkürlichem Abgang von reichlichem Harn.
Husten: nach dem Aufstehen am Morgen, anfallsweise; als ob er aus dem Bauch käme ; der erste Anfall ist immer der schwerste, die folgenden immer schwächer, bis der letzte nur noch einem Räusperhusten gleicht. θ Keuchhusten. θ Magenhusten.
Husten: in heißer Sonne; beim Eintritt in ein warmes Zimmer aus kalter Luft.
Blick ins Feuer vermehrt den Husten. Siehe 5 , 27 .
Keuchhusten als Folge der Masern.
Keuchhusten < durch Überhitzen in warmer Atmosphäre, in brennender Sonne und durch Ausstrahlung eines Feuers.
Husten mit Brennen in der Brust.
Husten mit Beklemmung auf der Brust.
INNERES DER BRUST UND LUNGEN [28]
Beklemmung und drückende Schmerzen in der Brust, mehr rechts.
Stiche in der Brust.
Schmerz in der Brust mit Hitze. θ Wechselfieber.
Brennen und Stechen in der Brust; mit Husten.
Lungenblennorrhö oder Schleimphthise.
HERZ, PULS UND KREISLAUF [29]
Heftiges Herzklopfen.
Puls äußerst unregelmäßig; bald beschleunigt und bald wieder langsam, alle paar Schläge wechselnd; bei einem Kind. Siehe 40 .
Langsame Pulsation mit feinem Prickel-Kopfschmerz.
ÄUSSERE BRUST [30]
Starker Juckreiz auf der Brust den ganzen Tag anhaltend.
Brustkorb gehoben, mit Dyspnoe.
HALS UND RÜCKEN [31]
Rheumatische Schmerzen im Nacken und in den Lenden.
Schwellung der Halsdrüsen.
Krampfartiger ziehender Schmerz in den Nackenmuskeln, bis zu den Schulterblättern reichend, abends nach dem Hinlegen und morgens; < durch Bücken, Anstrengung der Arme und Drehen des Kopfes nach links.
Juckreiz des Halses und Rückens.
Krampfartige Stiche im rechten Schulterblatt beim Sitzen.
Heftiger Schmerz im Kreuz beim Aufstehen aus dem Sitzen; verschwand beim Gehen.
Kreuzschmerz. θ Variola.
Am Steißbein ein schweres Gewicht.
Ziehen im Kreuzbein. θ Wechselfieber.
OBERE EXTREMITÄTEN [32]
Schultern hochgezogen bei erschwerter Atmung.
Knacken im Ellbogengelenk bei Bewegung.
Ziehender Schmerz: in den Armen; in den Fingern und ihren Gelenken.
Muß die Arme sinken lassen.
Schmerzhafte Entzündung der Bänder des Ellbogens, mit intensiver Rötung und Kontraktion des Armes.
Paralytisches Zittern der Hände bei jeder Bewegung und beim Schreiben.
Zittern der Hände mit Erbrechen.
Arthritische Schmerzen in den Fingern.
Fingernägel wachsen nicht mehr so rasch wie früher, und die Haut unter den Nägeln ist schmerzhaft empfindlich.
Gequetschte Fingernägel wachsen gespalten nach, warzenartig, mit hornigen Stellen.
Ein horniges Gewächs unter dem Nagel.
Hornige Warzen an den Händen.
UNTERE EXTREMITÄTEN [33]
Pusteln an den Oberschenkeln.
Die Beine werden beim ruhigen Sitzen taub.
Schmerzhaftes Ziehen in den Hüftgelenken.
Schmerzhafte Steifigkeit des Knies; Knie schmerzen.
Schmerz unmittelbar unter dem Knie, als sei es zu fest gebunden.
Ziehender Schmerz: in den Knien; im unteren Teil der linken Tibia; in der linken Ferse; und Reißen durch den rechten großen Zeh. θ Gicht.
Heftige Schmerzen in den unteren Extremitäten.
Wundbrennen an den Oberschenkeln durch scharfes Wasser aus der Vagina.
Reißender ziehender Schmerz in den unteren Extremitäten.
Taubheitsgefühl der Beine in Ruhe und beim Sitzen.
Tumor des Knies; weiße Schwellung.
Knöchel schmerzen.
Ferse entzündet und rot.
Große hornige Stellen auf den Fußsohlen, nahe den Zehen.
Hühneraugen an Sohlen und Zehen.
Entzündete Hühneraugen.
Große Empfindlichkeit der Fußsohlen beim Gehen.
GLIEDMASSEN IM ALLGEMEINEN [34]
Krämpfe und Zittern der Gliedmaßen.
Mattigkeit, zitternde Ermüdung und Schwere aller Gliedmaßen, als kämen sie aus dem Bauch; Zittern der Hände beim Schreiben, nachfolgend Abgang von viel stinkenden Blähungen; Bauch aufgetrieben, nach dem Mittagessen.
Rheumatische oder gichtische Schmerzen, meist mit Magenbeschwerden.
Schwere in den Gliedmaßen.
Schwäche der Glieder. θ Kopfschmerz.
Dumpf schmerzende Glieder.
RUHE. LAGE. BEWEGUNG [35]
Kann während der Schwangerschaft wegen der Hämorrhoiden kaum stillhalten.
Ruhe: äußerer Kopf >; Kälte im Kopf >; Verlust der Stimme >.
Verlangen sich hinzulegen: nach dem Essen.
Liegen: Ziehen in den Nackenmuskeln.
Muß stundenlang liegen. θ Chlorose.
Sitzen: Stiche im rechten Schulterblatt, Beine schlafen ein.
Aufstehen: < Husten am Morgen; < Schmerzen im Kreuz; > nach dem Aufstehen aus dem Bett.
Bücken: verschlimmert das Ziehen in den Nackenmuskeln.
Treppensteigen: < Kopfschmerz und Schwindel.
Drehen des Kopfes nach links: verschlimmert das Ziehen in den Nackenmuskeln.
Anstrengung der Arme: verschlimmert das Ziehen in den Nackenmuskeln.
Bewegung des Ellbogens: Knacken im Gelenk.
Schreiben: Hand zittert.
Gehen: Sohlen empfindlich; Schmerz im Kreuz >.
Gehen im Freien: Kopfschmerz <; Zahnschmerz >.
Bewegung: steigert Hitze, besonders Anstrengung in der Sonne; Frösteln mit Husten; kalter, klammer Schweiß.
NERVEN [36]
Übermäßige Niedergeschlagenheit und Erschöpfung.
Unruhe des ganzen Körpers.
Ruhelosigkeit mit Husten.
Zittern und Schütteln mit Frösteln.
Großes Muskelzucken. θ Puerperalkrämpfe.
Krämpfe mit Erbrechen; mit Schleimrasseln.
Neigung zusammenzufahren, schon bei leichten Geräuschen.
Zucken der Muskeln, an vielen Teilen des Körpers.
Große Mattigkeit.
Unbehagliches Gefühl nach dem Essen.
Erschöpfung und Entkräftung nach schwerer Krankheit, wenn der Appetit nicht zurückkehrt.
Ohnmachtsgefühl mit Übelkeit.
Große Entkräftung nach dem Erbrechen.
Nützlich nach nächtlichen Ausschweifungen; nach Trunkenheit.
Kollaps mit Diarrhö.
Wie gelähmt. θ Pneumonie.
SCHLAF [37]
Gähnen nach dem Husten; Dösen der Kinder, mit Husten.
Schläfrigkeit: mit Zittern des Kopfes; mit Kurzatmigkeit; mit Husten.
Schläfrigkeit. θ Remittierendes Fieber.
Somnolenz: tagsüber; mit Hitze; mit Taubheitsgefühl im Kopf; mit Frösteln.
Schläfrig nach dem Essen, nach dem Erbrechen, mit Bauchschmerz.
Während des Schlafs ungleiche Atmung.
Schlaf unruhig, mit Gefühl im Magen.
Große Schläfrigkeit während des Tages; meist vormittags.
Um 7 Uhr abends von Schlaf überwältigt.
Koma.
Tiefer, nicht erquickender Schlaf. θ Chlorose.
Leichtes Delirieren im Schlaf.
Unruhiger Schlaf. θ Anosmie.
Wachheit, mit Frösteln über die linke Seite, auf der er nicht liegt; oder mit Geschlechtstrieb und Erektionen beim Warmwerden.
Schlaflos, mehr nach Mitternacht.
Häufiges Erwachen, wie aus Schreck; aus ängstlichen Träumen, verwundet zu werden.
Träume: vom Streiten; wollüstig; entsetzlich, von Verstümmelung von Menschen.
Unruhiger Schlaf, häufig durch Juckreiz hier und da geweckt.
Beschwerden von nächtlichen Ausschweifungen.
Wird nachts aus dem Schlaf geweckt: durch Tenesmus der Harnblase.
Beim Erwachen: dumpfer frontaler Kopfschmerz; Schweiß.
ZEIT [38]
Nacht: < selbstmörderische Stimmung; Kopfschmerz; Zahnschmerz <; trockene Lippen und Durst <; lose Stühle; Tenesmus der Harnblase; Pollutionen; Hitze im Bett; Hitze vor Mitternacht.
Nach Mitternacht: Schlaflosigkeit <.
Morgen: Verkleben der Augenlider; Lichtscheu; Schleim in den Augenwinkeln; Zahnschmerz; Schnupfen; Hunger; schleimige Diarrhö; loser Husten nach dem Aufstehen; Ziehen im Nacken; Schweiß; Stühle; Mattigkeit beim Erwachen.
Vormittags Schläfrigkeit.
Gegen Mittag: Frostschauer.
Mittag: < Kopfschmerz.
Ekstase während des Tages, morgens beginnend. θ Migräne.
Den ganzen Tag: Zahnschmerz >; Juckreiz auf der Brust; Schläfrigkeit; Frösteln überwiegt.
Nachmittag: Summen im Ohr, tief seufzende Atmung; Fülle in der Brust.
Um 7 Uhr abends: vom Schlaf überwältigt.
Abend: verdrießlich; äußerer Kopf schmerzt; Kälte im Kopf <; Nasenbluten; Ziehen in den Nackenmuskeln; Durst; nach dem Hinlegen Schmerz im Nacken.
TEMPERATUR UND WETTER [39]
Im Mondschein sind die psychischen Symptome schlimmer.
Bettwärme: < Juckreiz der Pickel.
Schlimmer beim Warmwerden: Kopfschmerz.
Wärme: verschlimmert Kälte im Kopf; verursacht Geschlechtstrieb und Erektionen.
Warmes Wetter: <; erschöpft ; Nachtschweiße; schläfrig; Übelkeit; Erbrechen.
Heißes Wetter verursachte Magenkatarrh.
Überhitzt in warmer Atmosphäre. θ Keuchhusten.
Warmes Zimmer: Husten entsteht beim Hineinkommen aus kalter Luft; Frösteln.
Beschwerden durch brennende Sonne.
Sonnenhitze: Husten <; Keuchhusten; vermehrte Hitze; kann die Sonnenhitze nicht ertragen; < von Anstrengung in der Sonne.
Beim Heißwerden durch Überhitzung: Verlust der Stimme.
Sommerhitze unerträglich.
Schlimmer durch Überhitzung nahe dem Feuer, durch Ausstrahlung des Feuers. θ Keuchhusten.
Nach Überhitzung: Diarrhö.
Kind ist > nach warmem Waschen.
Freie Luft: Kopfschmerz > oder <; äußerer Kopf >; Kälte im Kopf >; Zahnschmerz > beim Gehen; Neigung zur freien Luft.
Empfindlich gegen Kälte: Einatmen kalter Luft; Stiche in die Zähne beim Einziehen von Luft in den Mund; nach Erkältung.
Abneigung gegen Entblößen bei Frösteln oder Schweiß.
Kaltes Wasser: vermehrt Zahnschmerz; Diarrhö.
Kaltes Waschen: < Keuchhusten.
Kaltes Baden: verursacht heftigen Kopfschmerz; äußeren Kopfschmerz; Kälte im Kopf davon; verursachte Magenkatarrh; verursacht Diarrhö; unterdrückte Menstruation.
Kind schreit beim Waschen oder Baden mit kaltem Wasser.
Nach Naßwerden: Kopfschmerz.
Ohnmacht durch Sommerhitze oder in heißen, überfüllten Räumen.
Schädigung durch Sonne, warmes Wetter, nach Überhitzung am Feuer.
Von Einwirkung übermäßiger Hitze. θ Kopfschmerz. θ Lose Stühle.
Kann Wärme im Sonnenschein nicht ertragen. θ Ekstasen. θ Kopfschmerz.
Empfindlichkeit gegen Kälte.
Schlimme Folgen von: Erkältung; Waschen; Baden.
Erkältung nach dem Baden in einem Fluß.
Schlimmer von kaltem Wasser oder kalter Speise. θ Lose Stühle.
FIEBER [40]
Kalt bei Berührung: Glieder.
Kälte: bei Cholera; in den Blutgefäßen.
Mangel an tierischer Wärme.
Haut blaß und kalt. θ Krämpfe.
Frösteln bei jeder Bewegung, mit Husten.
Frösteln nach dem Erbrechen.
Frösteln überwiegt während des Tages, selbst in warmem Zimmer.
Heftiger, schüttelnder Frost gegen Mittag, mit Durst (nach Bier).
Frösteln über dem Rücken; Füße kalt wie Eis, Schweiß am übrigen Körper.
Nach Schüttelfrösten: Husten.
Kälteschauer: vor der Menstruation; und Schmerz in den Leisten.
Frösteln und Bauchschmerz.
Frösteln über die linke Seite.
Fieberhitze mit Frösteln.
Heißer Körper, aber kalte Glieder, mit Husten.
Hitze von Schweiß begleitet. θ Wechselfieber.
Fieber, mit Verlangen zu schlafen und Mangel an Durst.
Hitze, mit Schmerz in der Brust.
Schweiß bricht während der Hitze aus, verschwindet aber bald wieder und wird von trockener Hitze gefolgt.
Hitze nachts, meist vor Mitternacht, mit kalten Füßen.
Große Hitze von der geringsten Bewegung, besonders in der Sonne.
Schweiß morgens beim Erwachen, der ein Schrumpfen der Fingerspitzen verursacht.
Schweiß, der genau zur selben Stunde wiederkehrt, gewöhnlich jeden zweiten (dritten) Morgen.
Schweiß während der Hitze. θ Wechselfieber.
Kalter, klammer Schweiß durch Bewegung.
Kalter Schweiß an den Händen mit Husten.
Nach reichlichem Schwitzen Husten.
Schweiß: mit rheumatischen Schmerzen; mit Kopfschmerz; beim Erwachen; macht die Augenwinkel berührungsschmerzhaft.
Das Kind ist delirierend, schläfrig, mit Übelkeit; rotem, heißem Gesicht, unregelmäßigem Puls und fieberhafter Hitze, schreit beim Waschen oder Baden mit kaltem Wasser.
Heftiger Frost ohne Durst; Hitze mit Durst, gefolgt von Schweiß.
Nachdem der Schweiß vorüber ist, kehren Hitze und Durst zurück.
Tägliches oder tertiäres Wechselfieber mit Ekel, Übelkeit, Erbrechen, Schneiden im Darm und Lockerheit.
Keine Magenbeschwerden. θ Wechselfieber.
Magenfieber.
ANFÄLLE, PERIODIZITÄT [41]
Schweiß zur selben Stunde, jeden zweiten Tag.
Symptome wiederholen sich alle fünf, sechs oder zwölf Wochen.
Periodisch wiederkehrend; Koma, Ohrenschmerz.
Zu- und abnehmender Kopfschmerz.
Remittierende Typen. Siehe 40 .
Husten in Anfällen, zuerst schwer, die folgenden immer schwächer.
Anfallsweise: Leukorrhö.
Ohnmachtsanfälle.
LOKALISATION UND RICHTUNG [42]
An einer kleinen Stelle über der Augenbraue, r. oder links: Schmerz.
Durch die Oberschenkel bis zu den Knien: wehenartige Schmerzen.
Rechts: Schwerhörigkeit; Ziehen durch das Ohr; Beklemmung und drückende Schmerzen in der Brustseite; Stiche im Schulterblatt; Reißen durch den großen Zeh; Rücken; Arm.
Links: Schmerzen in der Schläfengegend; Wundheit am Scheitelbein; Rötung des Auges; geschwollenes rotes Ohr; verkrusteter Ausschlag auf der Wange; Hypochondrien; harte Drüse in der Leiste; linker Bauchring; Juckreiz an der Seite des Skrotums; Ziehen in Tibia und Ferse; Frösteln über die Seite; kann nicht darauf liegen.
Die linke Seite überwiegt, besonders unten links und oben rechts.
Symptome gehen von einer Körperseite auf die andere.
Von außen nach innen: Schmerz in der linken Schläfe.
EMPFINDUNGEN [43]
Kopf wie betrunken; als wolle die Stirn bersten; Nagen wie im Periost; als seien die Knochen des Scheitels geschwollen; als läge ein Blättchen vor dem Trommelfell; Stechen am Kinn wie von einem heißen Funken; als sei der Zahnnerv zerrissen; als habe sich ein Fremdkörper im Hals festgesetzt; Magen, als sei er überladen; als wolle Diarrhö eintreten; Husten, als käme er aus dem Bauch; als sei im Rektum ein Geschwür aufgerissen worden; Beißen wie von Salz an der linken Seite des Skrotums; als wolle etwas aus der Gebärmutter herausdrücken; als sei der Hals mit einem Pfropf gefüllt; Schmerz im Knie, als sei es umgebunden; als käme die Schwere der Glieder aus dem Bauch; wie gelähmt.
Schmerz: über der Augenbraue; im Magen, mit Abneigung gegen Arbeit; dumpf, im Kopf; dumpf, in der Stirn; in den Ohren; in der Nase beim Atmen; von den Zähnen dringt in den Kopf; am Magen, wie nach zu vielem Essen; im Rektum während des Stuhls; in der Brust; im Kreuz; unterhalb des Knies; in den Knöcheln; in den Leisten.
Zitternde Müdigkeit und Schwere der Glieder.
Heftiger Schmerz: im Kopf; im Kreuz; in den unteren Extremitäten.
Stiche: im Augapfel; im Zahn; in der Brust beim Ausatmen; im rechten Schulterblatt.
Schneiden: im Bauch; vor losem Stuhl; in der Harnröhre.
Reißen im Kopf.
Reißen in Stirn, Schläfen und Scheitel; im rechten großen Zeh.
Rucken: in hohlen Zähnen.
Bohren: in die Schläfen.
Spaltendes Gefühl: in der Stirn.
Nagen: oben auf dem Kopf; in kariösen Zähnen.
Zwicken: im Bauch.
Stechen: in der Brust.
Prickeln: fein, in der linken Schläfe.
Brennen: und Stechen am Kinn; in der Magengrube; krampfartiger Schmerz in der Magengrube; in der Harnröhre; in der Brust.
Wundbrennen: die Oberschenkel hinab, von scharfem Vaginalausfluß.
Wundheit: des Gaumens.
Wundheit: des Periosts am Scheitel; an einer kleinen Stelle am linken Scheitelbein; in den Augenwinkeln; der Nasenlöcher und Mundwinkel; des Ausschlags im Gesicht und am Kinn; am Rand der Zunge; im Magen; bei Druck; der Sohlen beim Gehen; der Haut beim Kratzen.
Dumpf schmerzend: in der Stirn, als wolle sie bersten; in den Gliedern, mit Kopfschmerz; in den Gliedern.
Drückender Schmerz: in der Brust.
Arthritischer Schmerz: in den Fingern.
Ziehen: in der linken Schläfe; und Bohren in den Schläfen; durch das r. Ohr und die Eustachische Röhre; in den Nackenmuskeln; in Armen und Fingern; in den Hüftgelenken; in den Knien; im unteren Teil der linken Tibia; in der linken Ferse; und Reißen durch den rechten großen Zeh; im Kreuzbein.
Druck: nach innen, in der linken Schläfengegend; in der Gebärmutter; in der Brust.
Krampfartiger Schmerz: in der Magengrube; Ziehen in den Nackenmuskeln.
Krampfartiger Schmerz: im Magen.
Rheumatischer oder gichtischer Schmerz: in den Füßen mit Dyspepsie; im Nacken und in den Lenden; mit Magenbeschwerden.
Reißende ziehende Schmerzen: in den unteren Extremitäten.
Zucken: in den Gesichtsmuskeln; in den Muskeln vieler Teile.
Kriebeln: um die Knötchen auf der Kopfhaut.
Pulsation: langsam in der linken Schläfe.
Taubheitsgefühl: der Beine; des Kopfes.
Fülle: nach dem Essen, mit Spannung; der Brust; des Magens.
Schwere: in der Stirn und Fülle im Magen; in den Gliedmaßen.
Leere: in der Magengrube.
Beklemmung: vom Magen aus; in der Brust.
Steifigkeit: des Knies, schmerzhaft.
Spannung: nach dem Essen; in den Hypochondrien.
Trockenheit: der Lippen; des Mundes.
Hitze: im Gesicht, und Rötung; in den Wangen.
Kälte: in der Nase beim Einatmen; der Füße wie Eis.
Frösteln: über die linke Seite; über den Rücken.
Juckreiz: auf der Kopfhaut, mit Ameisenkriechen; in den Augen; auf den Wangen; am Penis; an der Spitze der Eichel; beißend an der linken Seite des Skrotums; auf der Brust; am Hals und Rücken; der Haut; des Ausschlags.
Schmerz an einer kleinen Stelle über einer der Augenbrauen.
GEWEBE [44]
Außerordentlich blutarmer Zustand des Körpers.
(OBS :) Rheumatismus und Gicht, wenn die Teile entzündet oder geschwollen sind.
Akute Gicht, die Ablagerungen zurückgelassen hat, mit Magenbeschwerden.
Eingewurzelte (chronische) Gicht ohne Fieber.
Blutungen dunkel.
Wassersüchtige Schwellungen des ganzen Körpers.
Schleimhäute allgemein betroffen.
Schwellung, Schmerz und Rötung der Drüsen.
Äußere Teile werden schwarz; trockener Brand.
Fettleibigkeit junger Leute.
Marasmus der Kinder.
(OBS :) Drüsenverhärtungen.
(OBS :) Skrofulose.
Fungus articularis.
Metastasierung von Gicht und Rheumatismus, die Magenkatarrh verursacht.
Trockener Brand.
Abmagerung.
Anasarka.
Nützlich nach unterdrückten Absonderungen.
BERÜHRUNG. PASSIVE BEWEGUNG. VERLETZUNGEN [45]
Kind kann es nicht ertragen, berührt oder angesehen zu werden.
Berührung: Kind kann sie nicht ertragen; vermehrt den Schmerz am Scheitelbein; macht den Ausschlag im Gesicht und am Kinn schmerzhaft; vermehrt Zahnschmerz.
Berührungsempfindlich: Lebergegend.
Schmerzhaft bei Berührung: Kehlkopf.
Druck: Schmerz in den Knötchen auf der Kopfhaut <; verursacht wundes Gefühl im Magen, Erbrechen; mindert den Schmerz in der harten Drüse in der Leiste; Kopfschmerz.
Kratzen: verursacht Wundheit der Haut.
HAUT [46]
Vor dem Hervorbrechen des Ausschlags Kreuzschmerz. Siehe 31 .
Zurückgedrängte oder nicht erscheinende Ausschläge. θ Krämpfe.
Ausschläge wie Furunkel und Blasen.
Pusteln wie Varizellen.
Juckreiz der Haut, fühlt sich wund an beim Kratzen.
Pickel und Bläschen wie von Insektenstichen, besonders im Gesicht und an den Gelenken der Glieder.
Ausschläge wie Insektenbisse.
Pusteln über Körper und Gliedmaßen ausgebreitet; von den Fauces ausgehend.
Roter, juckender Ausschlag am Körper.
Häßliche bläulichrote Narben.
Akne; bei Menschen von nervöser Konstitution.
Sogenannte Leberflecken; bräunliche Flecken.
Flechten bei skrofulösen Menschen.
Tiefe, schwammige Geschwüre; besonders mit Magenbeschwerden.
Fistelnde Geschwüre.
Ausschlag mit dicken, harten Borken; oft honiggelb; hier und da ein Riß, aus dem eine grüne, jauchige Flüssigkeit sickert; er litt, als sei er in brennende Glut getaucht; große Entkräftung.
Hornige Auswüchse.
Glatte Warzen, die oft weich sind.
Geschwüre, die rings um eine Warze ausbrechen.
Chronische Haut- (und andere) Affektionen, zurückzuführen auf unterdrückte Ausschläge oder Geschwüre.
Urtikaria, weiße Quaddeln mit roter Areola, die jucken; kommt und geht; < nach Fleisch; macht ihn reizbar, sehr heiß und durstig.
Dekubitalgeschwüre.
Masernähnliche Ausschläge; verzögert, während der Masern tritt Erbrechen ein.
Während der Masern. θ Magenkatarrh.
Masern und Folge von Keuchhusten.
Vor dem Erscheinen der Pocken große Beklemmung.
Pocken und andere Ausschläge mit Diarrhö.
(OBS :) Chronische Hautaffektionen, Favus, Lichen, Kopfgrind, Geschwüre im Gesicht.
LEBENSALTER, KONSTITUTION [47]
Hydrogenoide Konstitution.
Stillkinder: Stuhl in harten Klumpen; Husten und Gähnen.
Kinder: Ausschlag und remittierende Fieber.
Junge Menschen werden dick.
Alte Leute: Wechsel von Diarrhö und Verstopfung; Puls hart und schnell.
Ältere Personen mit Diarrhö werden plötzlich verstopft.
Trinker: Diarrhö; Pneumonie; Zittern; skrofulöse Lichtscheu.
BEZIEHUNGEN [48]
Ähnlich Apis (Haut); Arsen . (Magenkatarrh, brennender Ausschlag, Wassersucht); Amm. mur . (Schleimfluß); Bryon . (Rheumatismus, Magenbeschwerden, Folgen von Hitze usw.); Chamom. ; Hepar ; Ipec .; (Magenleiden); Mercur. ; Nux vom. ; Pulsat . (Magensymptome, Besserung in der Luft, Gemüt, Frösteln und Fieber usw.); Ran. bulb . (hornige Exantheme); Rhus tox. ; Sulphur ; Scilla .
Verwandt mit: Ipec ., noch mehr mit Lycop . (Teste).
Ähnlich bei Magenschwindel Pulsat .; Magenkopfschmerz von sauren Dingen Pulsat . oder Arsen .; entzündete Augen Acon., Euphras .; bei Zahnschmerz in hohlen Zähnen Pulsat .; bei vermindertem Appetit durch Sommerhitze Bryon., Carb. veg .; Magenkrampf Pulsat . oder Ipec .; wäßrige Diarrhö Ferrum ; nach Überhitzung Magenbeschwerden Bryon .
Nützlich nach Ipec . oder Pulsat .; beim Wechselfieber.
Polypen mit Pulsat . und Mercur .
Nach Ant. crud . folgen gut: Pulsat., Mercur., Sulphur .
Gegenmittel zu Ant. crud .: Calcar., Hepar., Mercur .
Ant. crud . antidotiert: Insektenstiche.
Komplementär: Squilla .