Anacardium Orientale
By Constantine Hering — Die Leitsymptome unserer Materia medica
Markierungsnuss. Anacardiaceen.
Die Nuss von Semecarpus Anacardium; nicht identisch mit Avicennia tomentosa, wie Hahnemann irrtümlich angab. Sie wird aus Ostindien eingeführt, und wenn Schwabe in seiner Pharmakopöe das weiche Harz des Samens zur Verreibung empfiehlt, so nur, um zu alte und trockene Nüsse zu vermeiden.
Die gewöhnliche Tinktur aus der ganzen Nuss wurde von Hahnemann und seinen ursprünglichen Schülern geprüft, weil sie in der alten arabischen Schule eines der berühmtesten Arzneimittel gewesen war, fast tausend Jahre lang aber vergessen blieb.
Die Prüfungen wurden von E. Stapf geordnet und 1823 im zweiten Band seines Archivs veröffentlicht. Die nächste Ausgabe besorgte Hahnemann 1835 in seinen Chronischen Krankheiten; dort verdichtete er die 484 Symptome der ersten Veröffentlichung und fügte, ohne einen weiteren Arzneiprüfer zu haben, 158 neue Symptome hinzu.
GEIST [1]
Alles erscheint wie im Traum. θ Melancholie.
Gefühl, als sei der Geist vom Körper getrennt.
Stupor.
Erkannte die Umstehenden nicht. θ Lähmung.
Gedächtnis und Sinne sind beeinträchtigt.
Am Nachmittag ist sein Gedächtnis > als am Vormittag, obwohl ihm seine Erinnerungen erst dann kommen, wenn er sie schon nötig gehabt hat; was er liest, merkt er sich jedoch leicht.
Schwaches Gedächtnis.
Gedächtnisverlust. θ Meningitis.
Gedächtnisverlust nach allgemeiner Lähmung. θ Apoplexie.
Vergesslichkeit. θ Hysterie.
Vergisst alles, was sie gesehen hat. θ Manie.
Ihre Vergesslichkeit beunruhigt sie so sehr, dass sie den Appetit verliert. θ Melancholie.
Nachdem sie ihren Mann oder ihr Kind liebkost hat, stößt sie sie wieder von sich, als wären sie nicht das, wofür sie sie hielt. θ Melancholie.
Nachdem sie ihren Mann oder ihr Kind liebkost hat, stößt sie sie wieder von sich, als wären sie nicht das, wofür sie sie hielt. θ Melancholie.
Er erinnert sich nur schwer; er behält nichts im Gedächtnis; ihm fehlen die Gedanken, und er verliert bald den Faden, ohne es zu merken.
Kann sich an nichts aus seinem früheren Zustand erinnern. θ Blödsinn.
Ein sehr intelligenter Mann, æt. 60, verlor, nachdem er sich einige Stunden in seinem Weintreibhaus aufgehalten hatte, in dem gepulverter Schwefel ausgestreut worden war, plötzlich seine ganze Erinnerungskraft so vollständig, dass selbst das, was wenige Minuten oder wenige Stunden zuvor geschehen war, aus seinem Gedächtnis verschwunden war, und er völlig blödsinnig wurde. Eine Gabe Anac., 2ø, stellte ihn sehr bald und dauerhaft wieder her.
Gedächtnis ganz unbrauchbar, besonders für einzelne Namen, morgens.
Geistesschwäche.
Stumpfheit des Geistes und Unfähigkeit zu denken.
Blödsinn. θ Nach Apoplexie.
Idiotie. θ Nach Vergiftung mit Stramonium-Samen.
Der Verstand bleibt schwach oder beeinträchtigt nach schweren Fiebern, Pocken usw.
Von 9 bis 10 Uhr abends zunächst äußerste Erregung der Phantasie und planender Ideen; später wird er allmählich stumpf und denkt überhaupt nicht mehr.
Meint, die Stimme der Mutter oder Schwester zu hören, die weit entfernt sind.
Hat einen Teufel im Ohr, der ihm gotteslästerliche Worte zuflüstert.
Vorstellung, als habe alles Wahrgenommene keine Wirklichkeit, alle Dinge erscheinen wie im Traum. θ Melancholie. θ Manie.
Glaubt, er sei doppelt.
Fixe Ideen: dass Geist und Körper getrennt seien; von der Erlösung der Seele und vom Teufel; dass fortwährend ein Fremder an seiner Seite sei; dass seltsame Gestalten ihn begleiten, eine zu seiner Rechten und eine zu seiner Linken.
Hat die fixe Idee, ihr Mann sei nicht ihr Mann, ihr Kind nicht ihr Kind; jetzt liebkost sie sie, dann stößt sie sie wieder fort. θ Manie.
Halluzination; ein Dämon sitzt ihm im Nacken und sagt ihm höchst beleidigende Dinge.
(OBS :) Delirierende Manie.
Zur Bosheit geneigt, wie auf Schlechtigkeit bedacht.
Unwiderstehliches Verlangen zu fluchen und zu schwören.
Spricht fortwährend in sinnlosen, törichten Redensarten.
Äußerste Heiterkeit, lacht, wenn er ernst sein sollte.
Fortwährendes Reden von sinnlosem Geschwätz. θ Nach einer Kränkung.
Seltsame Gemütsart, sie lacht über Ernstes und ist ernst bei lächerlichen Vorkommnissen.
Schreien und Weinen der Kinder. θ Fieber.
Alle fünf Minuten schreit er laut auf, als wolle er jemanden rufen. θ Wut.
Gebraucht gotteslästerliche Sprache, flucht, hält sich selbst für einen Dämon.
Wütend, muss in einer Zwangsjacke gehalten werden.
Stumpf und blöde, starrer Blick. θ Blödsinn.
Jede Bewegung äußerst ungeschickt und träge.
Es ist schwer, von ihm eine Antwort zu erhalten, es dauert lange; seine Antworten sind kurz und unvollständig, aber richtig. θ Blödsinn.
Abgeneigt zu sprechen. θ Kopfschmerz.
Entfremdung von einzelnen Personen und von der Gesellschaft, mit Furcht vor der Zukunft.
Kann zu nichts überredet werden. θ Blödsinn.
Abneigung gegen Arbeit.
Traurigkeit: sieht alles von der dunklen Seite.
Niedergeschlagen, mutlos. θ Dysmenorrhöe.
Melancholie. θ Amenorrhöe. θ Nach der Entbindung.
Hypochondrische Stimmung am Vormittag, niedergedrückt und mutlos, mit törichten, ungeschickten Handlungen.
Hypochondrie. θ Hämorrhoiden und Verstopfung.
Angst: mit wogendem Gefühl im Epigastrium; mit Benommenheit; mit unruhigen Beinen.
Ängstlich und hypochondrisch, meidet Menschen.
Beim Gehen wurde ihm angst, als verfolge ihn jemand; er misstraute allem um ihn her.
Furcht, der Tod sei nahe.
Ängstlichkeit.
Furcht vor Lähmung.
Innere Angst und Hitze. θ Angina.
Angst und Gefühl eines drohenden Unglücks.
Innere Angst, die ihm keine Ruhe ließ; er war um jede Kleinigkeit besorgt, als könne daraus großes Unheil entstehen; mit Besorgnis um die Zukunft.
Mutlosigkeit und Furcht vor nahem Tod. θ Keuchhusten.
Ängstlichkeit; verzweifelt an seiner Genesung. θ Apoplexie.
Er ist sehr gleichgültig und gefühllos; weder angenehme noch unangenehme Gegenstände erregen sein Interesse.
Er ist von der ganzen Welt getrennt und hat so wenig Vertrauen zu sich selbst, dass er daran verzweifelt, das leisten zu können, was von ihm verlangt wird.
Widerspruch zwischen Vernunft und Willen. θ Kopfschmerz. θ Keuchhusten.
Fühlt, als habe er zwei Willen, von denen der eine befiehlt, was der andere verbietet.
In einem Ohr spornt ihn ein Teufel, im anderen ein Engel zu Mord oder zu Wohltaten an.
Verlust der Willenskraft. θ Nach Apoplexie.
Feigheit.
Mürrisch und unruhig.
Seine große Vergesslichkeit macht ihn sehr mürrisch. θ Melancholie nach Typhus.
Hypochondrisch verdrießliche Stimmung.
Übermäßig mürrisch und übelgelaunt. θ Kopfschmerz.
Äußerste Reizbarkeit.
Reizbar, leidenschaftlich und widersprechend.
Er nimmt alles übel und wird heftig.
Ungesellig, klagt über schwaches Gedächtnis. θ Schnupfen.
Eine geringe Kränkung macht ihn übermäßig zornig, sodass er zu tätlicher Gewalt ausbricht.
Mangel an sittlichem Gefühl; Verderbtheit, Gottlosigkeit, Unmenschlichkeit und Herzenshärte.
Boshaft, schlecht und grausam.
Erregte Stimmung.
Stumpfe Unempfänglichkeit.
Schlechte Wirkung geistiger Anstrengung.
Geistige Anstrengung verursacht reißend-drückenden Kopfschmerz in Stirn, Schläfen und Hinterhaupt.
Weinen erleichtert die Beklemmung der Brust.
Melancholie nach Streit mit ihrem Mann.
Folgen von Schreck oder Kränkung. θ Gedächtnisverlust.
SENSORIUM [2]
Übermäßige Schärfe der Sinne.
Sinne weniger scharf; Abnahme von Sehvermögen, Gehör, Geruch und Geschmack.
Taubheitsgefühl und Druck im Kopf, besonders beim Schreibenanstrengen. θ Apoplexie.
Benommenheit des Kopfes und bleiches Gesicht. θ Manie.
Fühlt sich stumpf und niedergeschlagen.
Schwäche der besonderen Sinne. θ Folgen von Meningitis.
Schwäche aller Sinne.
Benommenheit und Verwirrung im Kopf.
Schwindel: Schwarzwerden vor den Augen; beim Gehen; als schwankten die Umgebung oder er selbst.
Gefühl, als bewege sich alles ringsum.
Schwindel beim Bücken und Aufrichten aus dem Bücken, als drehe er sich nach links; mit Schwindel und verschwommenem Sehen.
Schwindel wie betrunken im Freien. θ Kopfschmerz.
INNERER KOPF [3]
Druck: in der Stirn, morgens beim Erwachen und abends.
Dumpfer Druck wie von einem Pfropf am oberen Rand der rechten Augenhöhle, der sich ins Gehirn erstreckt, mit Benommenheit der ganzen Kopfseite.
Der meiste Kopfschmerz in den Schläfen.
Heftiger Druck in den Schläfen.
Dumpfer Druck wie von einem Pfropf an der linken Seite des Scheitels.
Zusammenschnürender Kopfschmerz in der Stirn mit sehr reizbarer Stimmung; die Schmerzen nehmen stündlich zu; augenblicklich durch starken Druck gelindert; schließlich ist der ganze Kopf betroffen; später Schmerzen im ganzen Kopf, als spanne sich ein straffes Band vom Nacken bis zu den Ohren; muss sich hinlegen.
Drücken von den Schläfen gegen die Augen.
Stiche: über dem rechten Auge; in der linken Kopfseite.
Klopfender Kopfschmerz.
Heißer Kopf, mit eisig kalten Händen und Füßen.
Bohrende und klopfende Schmerzen in der rechten Kopfseite und längs des Orbitarandes; beim Essen vollständig gelindert , und beim nächtlichen Liegen im Bett sowie beim Einschlafen; < bei Bewegung und Arbeit.
Stiche im Gehirn. θ Keuchhusten.
Nervöser Kopfschmerz. θ Hypochondrie.
Drückender Schmerz am Scheitel beim Husten oder tiefen Einatmen.
Drückender Kopfschmerz meist in den Schläfen von außen nach innen, mit vermindertem Sehen und Hören; < einige Stunden nach einer Mahlzeit, bei geistiger Anstrengung oder festem Auftreten.
Reißender Kopfschmerz bei schwerer Arbeit.
Reißendes Klopfen im Scheitel.
Reißen und Drücken in Stirn und Schläfen.
Reißender Schmerz im Hinterhaupt.
Klopfen im Hinterhaupt.
Kopfschmerz im Hinterhaupt, < durch Fehltritt und durch lauten Lärm.
Blutandrang zum Kopf, mit Schmerz im Kleinhirn. θ Keuchhusten.
Druck: in der rechten Seite des Hinterhaupts; von außen, ruckweise, sich von der Stirn über den ganzen Kopf ausbreitend; von innen nach außen; von der Stirn nach hinten.
Magen- und nervöse Kopfschmerzen.
ÄUSSERER KOPF [4]
Reißende Kopfschmerzen, die sich in die Muskeln von Nacken und Hals erstrecken.
Beim Rückwärtsbeugen des Kopfes Verschlimmerung des Schmerzes im Hinterhaupt.
Heftiger Juckreiz der Kopfhaut.
Juckreiz an der Stirn.
Viele linsengroße Furunkel auf der Kopfhaut, mit Wundschmerz bei Berührung oder Kratzen.
Kleiner pusteliger Ausschlag am Kopf.
Trockene Hitze am ganzen Kopf.
Kahlheit.
Viele kleine Furunkel auf der behaarten Kopfhaut, sehr berührungsempfindlich und von der Größe eines Leinsamens.
SEHEN UND AUGEN [5]
Große Lichtempfindlichkeit.
Das Licht scheint von einem Hof umgeben.
Flimmern vor den Augen am Tage, nachts blind.
Optische Täuschungen in dunklen Farben.
Lichthof um das Licht.
Pupillen zuerst verengt, später erweitert.
Schwäche des Sehens. θ Apoplexie.
Sehen undeutlich.
Schwäche und Verdunkelung der Augen. θ Schnupfen.
Schwarzwerden vor den Augen mit Schwindel.
Augen eingesunken.
Kurzsichtigkeit.
Nach einer halben Stunde Schlaf erschien jeder Gegenstand sehr weit entfernt.
Gegenstände erscheinen zu weit entfernt.
Stiche über dem rechten Auge.
Schmerz im linken Auge mit einem Zucken darin.
Seltsamer, unheimlicher Blick. θ Manie.
Tränenfluss mit Schnupfen; auch mit zusammenziehendem Schmerz in der Nase.
Augenlider so geschwollen, dass er kaum sehen konnte.
Augenlider fühlten sich geschwollen an, aber ohne Schmerz.
Druck wie von einem Pfropf am oberen Rand der rechten Orbita.
Druck auf den Augapfel von vorn nach hinten oder von oben nach unten.
Blaue Ringe um die Augen.
HÖREN UND OHREN [6]
Spricht von einem Teufel, der ihm Gotteslästerungen ins Ohr flüstert.
Summen in den Ohren.
Brausen vor den Ohren.
Das Gehör zeitweise sehr schwach, zu anderen Zeiten sehr scharf.
Schwerhörigkeit.
Gefühl von Verstopfung wie durch Watte oder einen Pfropf im Ohr.
Mangel an Ohrenschmalz. θ Schnupfen.
Otorrhöe.
Zerrende Schmerzen bei Ohrpolyp.
Reißende oder stechende Schmerzen im linken Ohr; < beim Schlucken.
Wundschmerz im Ohr beim Zusammenbeißen der Zähne.
Juckreiz in den Ohren.
Schmerzhafte Schwellung des äußeren Ohres.
Ohr entzündet mit Kopfschmerz.
GERUCH UND NASE [7]
Schlimmer durch starke Gerüche. θ Kopfschmerz.
Geruchssinn zu scharf. θ Schnupfen.
Empfindlicher Geruchssinn und bitterer Geschmack.
Trügerischer Geruch wie von brennendem Zunder, morgens beim Aufstehen.
Ständig ein Geruch vor der Nase wie Tauben- oder Hühnerkot, besonders beim Riechen an seinen Kleidern oder am eigenen Körper.
Der Geruchssinn scheint ganz verloren, obwohl die Nase nicht verstopft ist. θ Schnupfen.
Nasenbluten.
Gefühl von Trockenheit in der Nase.
Verstopfung der Nase; des linken Nasenlochs. θ Schnupfen.
Chronischer Schnupfen und Abgang von Schleim aus der Nase.
Chronischer trockener Schnupfen, mit Anosmie und Absonderung von eitrigem Schleim.
Fließschnupfen, mit Niesen und Tränenfluss.
Rote Pustel im rechten Nasenloch am Septum, mit Wundschmerz bei Berührung.
Viel Niesen und lang anhaltende Neigung dazu. θ Keuchhusten.
Niesreiz mit Husten.
OBERE GESICHTSHÄLFTE [8]
Seltsamer Ausdruck im Gesicht. θ Manie.
Gesicht entstellt, Blick wild, kindisch, ohne Ausdruck. θ Lähmung.
Reißende Schmerzen im Gesicht. θ Kopfschmerz.
Heftiges Brennen im Gesicht.
Klagt über Hitze im Kopf und rote Wangen, Stirn kalt.
Gesicht rot, Puls häufiger. θ Manie.
Hitze im Gesicht mit großer Mattigkeit.
Blässe des Gesichts.
Bleich, verfallen aussehend; blaue Ringe um die Augen. θ Kopfschmerz.
Weiße schuppige Herpesflecken auf der rechten Wange nahe der Oberlippe.
Seltsamer Ausdruck. θ Melancholie.
Gesicht geschwollen, beginnend von den Augen.
Linke Gesichtshälfte geschwollen und mit kleinen pockenartigen Bläschen bedeckt.
Wiederholtes Reißen in der rechten Gesichtshälfte und im Hals. θ Gesichtsschmerz.
Juckreiz im Gesicht. θ Kopfschmerz.
Akutes Ekzem des Gesichts und Halses, mit Rötung und Ausschlag kleiner Bläschen mit heftigem Juckreiz.
UNTERE GESICHTSHÄLFTE [9]
Raue, schuppige Haut um den Mund, mit kriechendem Juckreiz.
Brennende Trockenheit am äußeren Lippenrand, fast wie von Pfeffer.
Heftiges Brennen am Kinn.
Zucken des Mundes im Schlaf.
Kleine Bläschen am Kinn, die beim Aufbrechen Flüssigkeit entleeren.
ZÄHNE UND ZAHNFLEISCH [10]
Reißen in den Zähnen der linken Seite.
Zahnschmerz beim Einnehmen von etwas Warmem in den Mund.
Zahnschmerz in einem unteren Schneidezahn, < durch Berührung mit der Zunge und im Freien.
Die Zähne des Unterkiefers scheinen am meisten betroffen.
Schwellung des Zahnfleisches.
Bluten des Zahnfleisches schon bei leichtem Reiben.
GESCHMACK, SPRACHE, ZUNGE [11]
Bitterer Geschmack im Mund nach dem Rauchen von Tabak.
Alles schmeckt wie Heringslake.
Fader, widerlicher Geschmack im Mund und an der Speise.
Geschmack verloren.
Schwere der Zunge und Gefühl, als sei sie geschwollen; behindert die Sprache.
Erschwerte Sprache. θ Apoplexie.
Sprache am Nachmittag fester und sicherer als am Vormittag.
War unfähig zu sprechen und brachte nur unverständliche Laute hervor. θ Lähmung.
Zunge weiß und rau wie eine Reibe.
MUNDHÖHLE [12]
Übelriechender Geruch aus dem Mund, ohne dass er ihn selbst bemerkt. θ Kopfschmerz.
Schmerzhafte Bläschen im Mund.
Geschwüre im Mund.
Wasser sammelt sich im Mund an, bis es Erbrechen hervorruft; auch mit heftigem Durst und rotem Gesicht.
Wasser läuft im Mund zusammen und fließt heraus. θ Apoplexie.
GAUMEN UND HALS [13]
Rauhigkeit und Kratzen im Hals.
Gefühl von Wundheit im Hals beim Husten, nach dem Essen.
Fester zäher Schleim in der Rachenenge; das Heraufbringen verursacht Würgen und Brechreiz. θ Schnupfen.
Eiterung der Tonsillen.
APPETIT, DURST. VERLANGEN, ABNEIGUNGEN [14]
Appetitlosigkeit und Fiebergefühl, mit Hautsymptomen.
Die quälende Vergesslichkeit macht sie niedergeschlagen, und sie verliert den Appetit. θ Manie.
Alle Speisen unerquicklich und fade.
Zu Zeiten heftiger Hunger, zu anderen kein Appetit.
Ständiger Durst; doch verschlägt ihm das Trinken den Atem; muss während eines Zuges häufig innehalten.
Durst während der Hitze.
Durst nach Milch bei Schweiß am ganzen Körper.
ESSEN UND TRINKEN [15]
Neigung, sich beim Essen und Trinken zu verschlucken.
Schlingt Speise und Trank hastig hinunter. θ Wut.
Die Symptome verschwinden während des Mittagessens, beginnen aber nach zwei Stunden von neuem. θ Kopfschmerz, trockener Hals, Dyspepsie usw.
Schlimmer nach dem Essen: Kopf-, Magen- und Darmsymptome; rauer Hals; Übelkeit; Druck in der Leber; Kurzatmigkeit; heftiger Husten (nach dem Trinken); Sodbrennen; fliegende Hitze über das Gesicht.
Warme Speisen verursachen Zahnschmerz.
Schweiß vermindert sich während des Essens.
Schwache Verdauung bei Hypochondrikern.
Hypochondrische Stimmung nach dem Essen.
SCHLUCKAUF, AUFSTOSSEN, ÜBELKEIT UND ERBRECHEN [16]
Schluckauf.
Aufstoßen: leer; flüssig, mit Erstickungsgefühl; mit krampfartigem Schmerz im Magen.
Sodbrennen nach dem Essen von Suppe.
Brennen, das vom Magen zum Hals aufsteigt.
Übelkeit am Morgen, mit Leeregefühl im Magen.
Übelkeit mit Würgen, kurz nach dem Trinken von kaltem Wasser wiederkehrend; Erbrechen von Wasser mit Schmerz, als sei die Speiseröhre durch eine große Kugel ausgedehnt.
Nach dem Husten Erbrechen von Speisen, was Erleichterung gibt.
MAGENGEGEND UND MAGEN [17]
Gefühl des Nüchternseins in der Magengrube, gefolgt von Druck im Magen; < beim Erwachen am Morgen.
Stich in der Magengrube während der Einatmung.
Rumoren und Gärung in der Magengrube.
Schwache Verdauung, mit Fülle und Auftreibung des Bauches und hypochondrischer Verstimmung.
Krampfartiger Schmerz im Magen, mit Aufstoßen.
Jeder Schritt erschüttert den Magen.
Magenkatarrh mit Zusammenziehen und einschießenden Schmerzen.
Ziehender Schmerz im Magenmund beim schnellen Gehen.
HYPOCHONDRIEN [18]
Stiche in den Hypochondrien.
Druck in der Leber.
Schmerz in der Milz mit Fieber.
BAUCH UND LENDEN [19]
Schmerz um den Nabel, als werde ein stumpfer Pfropf in den Darm gedrückt.
Fortwährendes Rumoren im Bauch, besonders in der Nabelgegend.
Kneifen und Grimmen im Bauch.
Berstender Schmerz im Bauch. θ Keuchhusten.
Härte des Bauches.
Ohnmachtsartige Schwäche im Bauch und in den Knien.
Fülle und Auftreibung des Bauches.
STUHL UND REKTUM [20]
Stuhl von sehr blasser Farbe.
Stuhl breiig, blutig, braun, leberartig; schmerzlos.
Großer und dringender Stuhldrang, doch beim Bemühen verschwindet der Drang ohne Entleerung; das Rektum scheint kraftlos, mit dem Gefühl, als sei es verstopft.
Diarrhöeartige Stühle.
Sommerdiarrhöe mit Stupor, Durst, Erbrechen, Fieber.
Häufige starke Blutung beim Stuhlgang. θ Hämorrhoiden.
Juckreiz am Anus.
Feuchtigkeit aus dem Rektum.
Trägheit des Rektums, selbst weicher Stuhl geht nur mit Schwierigkeit ab.
Erfolgloser Stuhldrang.
Schmerzhafte hämorrhoidale Knoten.
Innere Hämorrhoiden, besonders wenn sie fissuriert sind.
HARNORGANE [21]
Ständiger Harndrang.
Häufiger Drang, mit nur geringer Entleerung.
Harn: klar wie Wasser; beim Abgehen trübe, mit schmutzigem Sediment; beim Schütteln sieht der Harn lehmfarben aus; geht unwillkürlich ab.
Häufiges Wasserlassen in der Nacht. θ Apoplexie.
Prostatasaft selbst bei weichem Stuhl; auch nach dem Wasserlassen.
MÄNNLICHE GESCHLECHTSORGANE [22]
Heftiges geschlechtliches Verlangen.
Erektionen tagsüber.
Samenabgänge nachts, ohne wollüstige Träume.
Kein Genuss beim Koitus.
Schneidender Schmerz längs des Penis.
Wollüstiger Juckreiz des Skrotums, das geschlechtliches Verlangen erregt.
Brennen in der Eichel vor und nach dem Wasserlassen.
WEIBLICHE GESCHLECHTSORGANE [23]
Schmerz im Bauch mit Drücken auf die Gebärmutter.
Menstruation spärlich, aber häufig. θ Dysmenorrhöe.
Krampfartige Schmerzen tief im Bauch. θ Dysmenorrhöe.
Leukorrhöe, mit Wundheit und Juckreiz.
SCHWANGERSCHAFT. GEBURT. LAKTATION [24]
Übelkeit in der Schwangerschaft, < vor und nach dem Essen, besser während des Essens.
Großer Blutverlust nach einem Abort.
Melancholie nach dem Wochenbett.
STIMME UND KEHLKOPF. LUFTRÖHRE UND BRONCHIEN [25]
Stimme heiser und tief, mit Rauhigkeit im Hals.
Sprechen erregt Husten.
Druck oder dumpf schmerzende Empfindung nahe dem Kehlkopf.
Druck in der Halsgrube.
Rasseln in der Luftröhre beim Liegen auf der Seite.
ATMUNG [26]
Der Atem hat einen üblen Geruch.
Durch tiefes Atmen oder Husten: Schmerz im Scheitel.
Kurzatmigkeit, Beklemmung in der Gegend des Brustbeins.
Angst in der Brustbeingegend, ohne Schmerz; fühlt, als müsse er ins Freie gehen und sich beschäftigen.
Atemnot beim Beginn des Hustens.
Beklemmung der Brust, mit innerer Hitze und Angst, die ihn ins Freie treibt.
Erstickungsanfälle. θ Keuchhusten.
HUSTEN [27]
Husten erregt durch: Sprechen; Kitzeln in der Luftröhre.
Husten schlimmer, nicht während des Essens, sondern nach dem Essen, mit Erbrechen der Speisen.
Husten schlimmer nach Mahlzeiten. θ Apoplexie.
Anfälle alle drei oder vier Stunden; heftiger jeden zweiten oder dritten Tag.
Heftiger Husten, mit Verlust von Geruch und Geschmack.
Beim Husten: Schmerz im Hinterhaupt; der Bauch fühlt sich an, als wolle er bersten.
Tiefer hohler Husten, weckt ihn nachts.
Heftiger, erschütternder Husten. θ Keuchhusten.
Gähnen und Schläfrigkeit nach dem Husten.
Auswurf: von süßlichem, fade schmeckendem Schleim; zäh, graugelb; eitrig.
Auswurf nur tagsüber.
BRUSTINNERES UND LUNGEN [28]
Brust beklemmt mit Angst und innerer Hitze.
Dumpfer Druck wie von einem Pfropf in der rechten Brustseite.
Scharfe Stiche in der Herzgegend, von dort bis ins Kreuz.
Wundheit und Kratzen in der Brust.
Heftiger Druck in der Brust. θ Keuchhusten.
Brust beim Gehen zusammengezogen. θ Kopfschmerz.
HERZ, PULS UND KREISLAUF [29]
Unruhiges Gefühl am Herzen.
Rheumatische Affektionen des Perikards.
Stich in der Herzgegend während der Einatmung, nachts.
Das Herz von durchbohrenden Stichen durchsetzt; jedesmal zwei rasch aufeinanderfolgende.
Puls im Allgemeinen beschleunigt, mit Klopfen in den Blutgefäßen.
Puls häufig, Gesicht rot. θ Melancholie.
BRUSTWAND [30]
Juckreiz auf der Brust.
Heftiges Ekzem an Brust und Hals.
Rötung der Haut, mit kleinen, unerträglich juckenden Bläschen.
HALS UND RÜCKEN [31]
Schmerz im Nacken und Hinterhaupt.
Steifigkeit des Nackens.
Gefühl wie von einem straff gezogenen Band von Ohr zu Ohr.
Dumpfer intermittierender Druck, wie von einer schweren Last auf der rechten Halsseite und am linken Akromion.
Schmerzhaftes Reißen zwischen den Schulterblättern.
Dumpfe Stiche im linken Schulterblatt.
Rückenschmerz, der obere Teil fühlt sich wie zerschlagen an. θ Kopfschmerz.
Steifigkeit im Kreuz.
OBERE EXTREMITÄTEN [32]
Dumpfe Stiche im linken Schulterblatt, kehren langsam zurück und strahlen nach allen Seiten aus.
Gefühl von Schwäche in den Armen, mit Zittern.
Sehr schmerzhafte Schläge, als träfe ein schwerer Körper die Mitte des l. Oberarms.
Linker Arm schläft ein, ebenso die Finger.
Stiche und Schweregefühl im Unterarm.
Spannungsartiger Schmerz und Schwäche in den Armen.
Kleine Bläschen auf dem Handrücken.
Schweiß an den Innenseiten der Hände; links schlimmer.
Finger zucken im Schlaf.
Krampfartiger Schmerz an den Metakarpophalangealgelenken; krampfartige Zuckungen in den Fingern.
Großes Gefühl von Trockenheit der Hände.
Hände, selbst die Handflächen, mit Warzen bedeckt.
Taubheitsgefühl in den Fingern.
Der vierte und fünfte Finger schlafen bei Kühle ein. θ Anosmie.
Schreibkrampf.
Panaritium.
Zittern der rechten Hand.
Pusteln an den Fingern.
UNTERE EXTREMITÄTEN [33]
Schmerz im Hüftkopf, bis in die Leiste ziehend.
Einschießendes Brennen vom Oberschenkel bis zum Fuß, zeitweise aufhörend und plötzlich wiederkehrend. θ Rheumatismus.
Dumpfer Druck wie von einem Pfropf in der linken Gesäßmuskulatur.
Schmerzhafter stumpfspitziger Druck im Oberschenkel, zuweilen in rhythmischen Unterbrechungen.
Beine gespannt, als wären sie zu kurz.
Beine steif, wie bandagiert, mit schmerzhafter Unruhe darin.
Beine lahm nach Apoplexie.
Schmerzhafte Unruhe um das Knie, mit Steifigkeitsgefühl, wie bandagiert oder gespannt, beim Sitzen.
Wellenförmige Zuckungen hier und da in den Beinen.
Knie fühlen sich gelähmt an, mit Steifigkeit, großer Mattigkeit und Schläfrigkeit; kann kaum gehen.
Ein Geschwür unterhalb des Knies.
Glieder fahren beim Niederlegen heftig zusammen; bei einer alten Frau.
Krampf in den Waden beim Gehen , oder beim Aufstehen vom Sitzen; besser im Liegen.
Schmerzhaftes Ziehen in der Tibia.
Krampfartiger Druck in den Waden, äußerlich, gegen die Tibia hin.
Krampfartiges, unterbrochenes Ziehen von der Ferse hinauf in die Waden.
Schmerz im Knöchel wie verstaucht, beim Auftreten auf den linken Fuß.
Stiche im Fußrücken.
Krampfartiges Ziehen und reißende Schmerzen von den Zehen zum Fußrücken.
Brennen in den Fußsohlen beim Sitzen.
Kälte der Füße am Morgen.
Frostbeulen.
EXTREMITÄTEN IM ALLGEMEINEN [34]
Müdes Gefühl in den Gliedern, Zittern, mit fieberhafter Unruhe.
Wiederholte reißende Schmerzen in Anfällen gleichzeitig durch obere und untere Extremitäten. θ Kopfschmerz.
Schwere in den Gliedern, besonders in den Knien.
Schwäche in Armen und Knien, mit Zittern.
RUHE. LAGE. BEWEGUNG [35]
Liegen: Kopfschmerz gelindert; Glieder fahren heftig zusammen; Wadenkrampf >.
Liegen auf der Seite: Rasseln in der Luftröhre.
Muss sich hinlegen: wegen Kopfschmerz.
Sitzen: schmerzhafte Unruhe und Steifigkeit der Knie; Brennen in den Sohlen; Schwitzen.
Aufstehen vom Sitzen: Krampf in der Wade.
Aufrichten aus dem Bücken: Gefühl, als drehe er sich nach links.
Bücken: Gefühl, als drehe er sich nach links.
Beginn des Gehens: beschwerlich, doch bei weiterem Gehen wird es besser.
Gehen: wird ängstlich; Schwindel; ziehender Schmerz im Magen; Krampf in der Wade; Schmerzen in den unteren Extremitäten.
Auftreten: Kopfschmerz <; der Magen wird erschüttert; Schmerz im Knöchel.
Treppensteigen: wird ohnmächtig.
Bewegung: Kopfschmerz <; verursacht Zittern.
Klavierspielen: Schwere und Fülle des ganzen Körpers.
Nach schwerer Arbeit: Kopfschmerz.
NERVEN [36]
Lähmung einzelner Teile.
Unvollständige Lähmung der dem Willen unterworfenen Muskeln.
Unruhe.
Müdes Gefühl in allen Gliedern.
Will fortwährend liegen oder sitzen; kann kaum eine Hand bewegen.
Zittern: durch jede Bewegung.
Zittrige Schwäche der Glieder. θ Apoplexie.
Sehr schwach beim Treppensteigen.
Schwere und Fülle des ganzen Körpers vom Klavierspielen.
Heftige Erschütterung des ganzen Körpers. θ Keuchhusten.
Tetanus.
Epilepsie.
SCHLAF [37]
Gähnen und Schläfrigkeit nach dem Husten. θ Keuchhusten.
Kopfschmerz besser nach dem Einschlafen.
Schlaflos vor Unruhe, kann nicht still liegen.
Konnte vor Juckreiz nicht gut schlafen.
Tiefer Schlaf bis 9 Uhr morgens.
Lebhafte Träume in der Nacht, die ihm tagsüber wieder in den Sinn kamen, als seien die geträumten Dinge wirklich geschehen.
Träume: vom Geruch brennenden Zunders oder Schwefels, der nach dem Erwachen anhält; von Feuer; von Leichen.
Beim Niederlegen zum Schlafen: Beine fahren zusammen.
Kopfschmerz < nach dem Erwachen am Morgen.
ZEIT [38]
Die auffallendsten Zeiten der Verschlimmerung: morgens und abends bis Mitternacht.
Nach Mitternacht und tagsüber Nachlass.
Tag: Flimmern vor den Augen; Auswurf beim Husten; Erektionen.
Nacht: Blindheit; Samenabgänge; Husten; lebhafte Träume.
Morgen: Gedächtnis beeinträchtigt; Druck in der Stirn; Geruch von Zunder beim Aufstehen; Übelkeit; Gefühl des Nüchternseins und Druck im Magen; kalte Füße; tiefer Schlaf bis 9 Uhr.
Vormittag: Gedächtnis schwach; hypochondrische Stimmung; Sprache weniger fest als am Nachmittag.
Nachmittag: Gedächtnis > als am Vormittag; Sprache fester als am Vormittag.
Um 3-4 Uhr nachm.: täglich Hitze.
Abend: Druck in der Stirn; Hitze von 4 Uhr nachm.; Schweiß auf Bauch und Rücken; Juckreiz.
Um 9 bis 10 Uhr abends: Erregung der Phantasie; später stumpf.
Nach 10 Uhr abends: stumpf, denkt nicht.
TEMPERATUR UND WETTER [39]
Empfindlich gegen Zugluft; neigt dazu, sich zu verkühlen.
Im Freien: Zahnschmerz <; fühlt, als müsse er hinaus; Frösteln; Bläschen härten zu einer Kruste aus.
Sonnenschein: lindert Frösteln.
Warmes Zimmer: inneres Frösteln.
FIEBER [40]
Frösteln besonders im Freien, > im Sonnenschein.
Inneres Frösteln, selbst in einem warmen Zimmer.
Schüttelfrost, mit übler Laune und Unruhe.
Kalte Stirn und rote Wangen.
Äußere Hitze, mit innerem Frösteln.
Frösteln über den Rücken, als würde kaltes Wasser darüber gegossen, mit Hitze im Gesicht.
Hitze des oberen Körperteils, mit kalten Füßen; inneres Frösteln und heißer Atem.
Innere Hitze mit kaltem Schweiß.
Äußere und innere Hitze, mit Durst und Wimmern im Schlaf.
Hitze von 4 Uhr nachm. bis zum Abend, täglich; vergeht nach dem Abendessen.
Hitze der linken Seite.
Heftige Fieberhitze; Kopfschmerz und großer Durst. θ Pemphigus.
Schweiß auf Kopf, Bauch und Rücken, abends.
Nachtschweiß auf Bauch und Rücken.
Klebriger Schweiß in den Handflächen, besonders links.
Schweiß vermindert sich während des Essens.
Schwitzt beim Sitzen.
ANFÄLLE, PERIODIZITÄT [41]
Die Anfälle setzen ein oder zwei Tage aus und dauern dann wieder einige Tage fort.
Tertiäre und quartäre Wechselfieber.
Hustenanfälle alle drei bis vier Stunden, heftiger jeden zweiten oder dritten Tag.
Zwei Stiche folgen schnell aufeinander. Siehe 29.
Dumpfe, ausstrahlende Stiche kehren langsam zurück. Siehe 32.
Hört auf und kehrt plötzlich zurück. Siehe 33.
Tägliche Hitze von 4 Uhr nachm. bis zum Abend.
LOKALISATION UND RICHTUNG [42]
Rechts: dumpfer Druck, bohrende und klopfende Schmerzen am oberen Orbitarand; Druck in der Schläfe; Benommenheit der ganzen Kopfseite; bohrende und klopfende Schmerzen in der Kopfseite; Druck in der Seite des Hinterhaupts; Pustel im Nasenloch; Herpes auf der Wange; Reißen in Gesicht und Hals; Druck in der Brust; dumpfer Druck an der Halsseite; Zittern der Hand.
Links: Druck in der Schläfe; Druck in der Scheitelseite; Stiche in der Kopfseite; Verstopfung im Ohr; Reißen oder Stechen im Ohr; verstopftes Nasenloch; Gesicht geschwollen und mit Bläschen bedeckt; Reißen in den Zähnen; scharfe Stiche in der Brust; Druck am Akromion; dumpfe Stiche im Schulterblatt; Schmerzhaftigkeit der Mitte des Oberarms; Arm und Finger schlafen ein; dumpfer Druck in der Gesäßmuskulatur; Schmerz im Knöchel; Hitze; klebriger Schweiß in der Handfläche.
Von außen nach innen: drückender Schmerz in den Schläfen.
Von vorn nach hinten: Druck auf den Augapfel.
Von oben nach unten: Druck auf den Augapfel.
Von unten nach oben: krampfartiges Ziehen in den unteren Extremitäten.
Diagonal: Stiche von der Herzgegend bis ins Kreuz.
EMPFINDUNGEN [43]
Als bewege sich alles ringsum; Druck wie von einem Pfropf am oberen Rand der rechten Orbita ins Gehirn; wie von einem straffen Band vom Nacken zu den Ohren; wie von Watte oder einem Pfropf im Ohr; wie von Pfeffer am Lippenrand; wie von Nüchternsein in der Magengrube; als werde ein stumpfer Pfropf in den Darm gedrückt; als wolle der Bauch beim Husten bersten; wie von einem Pfropf in der linken Gesäßmuskulatur; Beine gespannt, als wären sie zu kurz; wie von einem Pfropf in der rechten Brustseite; unruhiges Gefühl am Herzen; als würde kaltes Wasser über den Rücken gegossen; wie von einem Reif oder Band um einen Teil; wie verstopft.
Das Brennen geht in einen äußerst schmerzhaften Juckreiz über, verbunden mit Stechen wie von Insektenstichen.
Stiche: über dem rechten Auge; in der linken Kopfseite; im Gehirn; im linken Ohr; in der Magengrube während der Einatmung; in den Hypochondrien; in der Herzgegend bis ins Kreuz; in der Herzgegend während der Einatmung; das Herz durchbohrend; dumpf im linken Schulterblatt; im Unterarm; im Fußrücken.
Schneidend: längs des Penis.
Kneifend und grimmend: im Bauch.
Bohrend: in der rechten Kopfseite und längs des Orbitarandes.
Reißender Schmerz: im Scheitel; in Stirn und Schläfen; im Hinterhaupt; Kopfschmerz, der sich in die Muskeln von Nacken und Hals erstreckt; im linken Ohr; im Gesicht; wiederholt in der rechten Gesichtshälfte und im Hals; in den Zähnen; zwischen den Schulterblättern; von den Zehen zum Fußrücken; anfallsweise durch die Glieder.
Einschießendes Brennen: vom Oberschenkel bis zum Fuß.
Brennen: im Gesicht; Trockenheit der Lippen; am Kinn; vom Magen zum Hals; in der Eichel, vor und nach dem Wasserlassen; und einschießend vom Oberschenkel zum Fuß; in den Sohlen; Herpes; in der Haut.
Wundheit: in den Furunkeln der Kopfhaut; im Ohr beim Zusammenbeißen der Zähne; in der Pustel im rechten Nasenloch bei Berührung; durch Leukorrhöe.
Wundheit und Rauhigkeit: im Hals; in der Brust.
Druck: im Kopf; in der Stirn; wie von einem Pfropf an der linken Scheitelseite und am oberen Rand der rechten Orbita; in den Schläfen; von den Schläfen gegen die Augen; am Scheitel; von außen nach innen in den Schläfen; in der rechten Seite des Hinterhaupts; von außen nach innen von der Stirn über den Kopf; von innen nach außen von der Stirn nach hinten; auf den Augapfel, von vorn nach hinten; im Magen, dem Leeregefühl vorausgehend; in der Leber; wie von einem Pfropf um den Nabel; im Rektum; auf die Gebärmutter; nahe dem Kehlkopf; in der Halsgrube; wie von einem Pfropf in der rechten Brustseite; in der linken Gesäßmuskulatur; im Oberschenkel.
Ziehender Schmerz: im Magenmund; in der Tibia; krampfartig, von der Ferse in die Waden.
Zerrender Schmerz: bei Ohrpolyp.
Spannungsartiger Schmerz: im Arm.
Krampfartiger Schmerz: im Magen; tief im Bauch.
Dumpf schmerzend: nahe dem Kehlkopf.
Schmerz: im linken Auge; in der Milz; im Bauch; im Hüftkopf bis in die Leiste.
Krampfartiger Schmerz: an den Metakarpophalangealgelenken; in den Waden; von den Zehen zum Fußrücken; in den Muskeln; von der Ferse in die Waden.
Krampf: in den Waden beim Gehen.
Zusammenziehender Schmerz: in der Nase.
Zusammenschnürung: in der Stirn; wie ein Band um den Kopf.
Verstauchungsgefühl: im Knöchel.
Lahmheit: in den Beinen; in den Knien.
Gelähmtes Gefühl: in den Knien.
Steifigkeit: im Nacken; im Kreuz; in den Beinen, wie bandagiert; um die Knie.
Geschwollenes Gefühl: in den Augenlidern; der Zunge.
Benommenheit: des Kopfes.
Betäubung: der Kopfseite.
Müdes Gefühl: in den Gliedern.
Klopfen: Kopfschmerz; in der rechten Kopfseite; im Scheitel; im Hinterhaupt.
Berstender Schmerz: im Bauch beim Husten.
Schwäche: in Bauch und Knien; in Armen und Knien mit Zittern.
Schweregefühl: der Zunge; im Unterarm; in den Gliedern, besonders in den Knien.
Beklemmung: in der Brustbeingegend; der Brust.
Taubheitsgefühl: im Kopf; im linken Arm; in den Fingern.
Juckreiz: der Kopfhaut; an der Stirn; der Ohren; im Gesicht; und kriechend im Ausschlag um den Mund; am Anus; des Skrotums, geschlechtliches Verlangen erregend; auf der Brust; der kleinen Bläschen an Brust und Hals.
Kriechen: um den Mund.
Zittern: in den Gliedern.
Zucken: im linken Auge; des Mundes im Schlaf; der Finger im Schlaf.
Wellenförmige Zuckungen: hier und da in den Beinen.
Schmerzhafte Unruhe: in Knien und Beinen.
Schmerzhafte Schläge in der Mitte des linken Oberarms.
Trockenheit: in der Nase; der Hände; der Lippen.
Hitze: im Kopf; im Gesicht; innerlich mit Angst; im oberen Körperteil, während die Füße kalt sind; innerlich, mit kaltem Schweiß; von 4 Uhr nachm. bis zum Abend, täglich; der linken Seite.
Kälte: an der Stirn; der Füße am Morgen; als würde kaltes Wasser über den Rücken gegossen.
GEWEBE [44]
Krampfartige Schmerzen in den Muskeln.
Kontraktion der Gelenke.
Beschwerden äußerer Teile.
Abmagerung.
So starke Schwellung der befallenen Teile, dass der Kranke wie ein Fass aussieht (vom Tragen der Nuss).
BERÜHRUNG. PASSIVE BEWEGUNG. VERLETZUNGEN [45]
Berührung: Wundschmerz der Furunkel auf der Kopfhaut <; Wundschmerz der Pustel in der Nase <; Zahnschmerz <.
Druck: lindert den Schmerz in der Stirn eine Zeitlang.
Kratzen: Juckreiz im Allgemeinen <, doch zuweilen > oder wechselt den Ort; Furunkel auf der Kopfhaut <.
Reiben: Zahnfleisch blutet.
Verletzte Sehnen.
HAUT [46]
Leuchtend scharlachrote Ausschläge am ganzen Körper, besonders an den Schenkeln in Berührung mit der Nuss und am Bauch.
Zerstörung der Epidermis, wobei eine entzündete Oberfläche zurückbleibt, die mit kleinen miliaren Pusteln bedeckt ist, mit unerträglichem Juckreiz und Absonderung einer gelben Flüssigkeit, die Krusten bildet (durch Auftragen des Saftes).
Intensive Rötung der Haut, mit Ausschlag kleiner Bläschen und unerträglichem Juckreiz.
Brust, Hals, Axillen, Oberarme, Bauch, Skrotum und Schenkel waren nicht nur mit erhabenen Krusten bedeckt, die eine dicke gelbliche Flüssigkeit absonderten, sondern diese hatten sich teilweise in warzenartige Wucherungen mit verdickter Epidermis umgewandelt, während die ganze dazwischenliegende Haut erythematös gerötet war, und der Juckreiz war furchtbar (vom Tragen der Nuss).
Weiße herpetische Flecken, schuppend.
Mangel an Reizbarkeit der Haut; Sinapismen reizen sie nicht.
Juckreiz < am Abend und beim Zu-Bett-Gehen.
Brennender und stechender Herpes.
Übermäßig juckende Ausschläge.
Bläschen, die eine gelblich klare Flüssigkeit entleeren und im Freien zu einer Kruste erhärten.
Wirkungen auf die Haut wie von der Pflanze Rhus tox.
Warzen selbst auf den Handflächen.
Die Haut brennt ihr sehr. θ Pemphigus.
Scharlachrote Rötung über den ganzen Körper. θ Pemphigus.
Am ganzen Körper mit Bläschen bedeckt, von Stecknadelkopf- bis Erbsengröße. θ Pemphigus.
Furunkel.
Gedächtnis beeinträchtigt nach Pocken.
LEBENSALTER, KONSTITUTION [47]
Übellaunige Kinder mit Keuchhusten.
Alte Leute.
Häufig angezeigt bei nervösen und hysterischen Frauen.
Frauen während der Schwangerschaft, mit Magen- und Nervenleiden.
Hypochondriker.
Mann, æt. 72, Apoplexie; danach Bellad., Opium und Anac. und danach Baryta.
Witwe, æt. 69, redselig nach Kränkung. θ Geisteskrankheit.
BEZIEHUNGEN [48]
Ähnlich: Ant. tart. (Husten bei jähzornigen Kindern; Gähnen, Schläfrigkeit nach Husten); Apis. (Haut); Coriaria ruscifolia (Gedächtnisverlust usw.); Ferrum (Hinterhauptschmerzen beim Husten); Iodium; Juglans; Lycop.; Nitr ac. (Fluchen); Nux vom.; Phosph. ac. (Gehirn); Platin.; Pulsat.; Urt. ur. (Haut); Zincum (Gehirn); Pulsat., Natr. mur. (trockener Schnupfen); Caustic. (bei Schreibkrampf).
Verwandte: Anac. occid., Comoc., Rhus glab., Rhus rad., Rhus tox., Rhus ven.
Gegenmittel: Coffea und Juglans.
Anac. antidotiert Rhus tox., besonders wenn Magensymptome vorhanden sind oder die Symptome von rechts nach links gehen.
Es folgt gut nach Lycop., Pulsat. und Platin.
Nach Anac.: Platin. folgt gut.
Gehört zu derselben Familie wie Rhoes, und es besteht eine Ähnlichkeit mit den Terebinthineæ.
Weder Camphor. noch Spir. nitr. dulc. antidotieren seine Wirkungen; aber gegen Zorn und Heftigkeit des Gemüts ist das Riechen an rohem Kaffee ein sehr wirksames Gegenmittel.