Agaricus muscarius. (Amanita.)
By Constantine Hering — Die Leitsymptome unserer Materia medica
Fliegenpilz. Nat. Ordnung, Pilze.
Einer der giftigsten bekannten Pilze, bekannt als Agaricus muscarius, von asiatischen Wildenstämmen in Form eines regelrechten berauschenden Getränks missbraucht, dessen Wirkungen von zahlreichen Reisenden berichtet worden sind.
Der gewöhnliche Name „Agaricus“, den Linné gab, ist zu unbestimmt.
Persoon und Fries haben diese Linnésche Gattung in sieben Familien gespalten, und die zahlreichen Arten erhielten vierundvierzig verschiedene Gattungsnamen, von denen Amanita einer ist. Vielleicht werden vor langer Zeit noch einige Verwandte eingeführt werden müssen wegen ihres wesentlichen Unterschiedes in der Wirkung.
Zuerst arzneilich geprüft von Schreter und E. Stapf und von letzterem 1828 veröffentlicht. Hahnemanns und seiner Schüler Arzneimittelprüfung wurde 1830 in den Archives mit einigen toxischen Symptomen veröffentlicht.
1831 erschien die beste Prüfung von allen, die von Apelt, zusammen mit vielen zuverlässigen Prüfungen an Kranken und einigen wertvollen geheilten Symptomen.
Im selben Jahr veröffentlichte Hartlaub im dritten Band seiner Materia Medica zwei Prüfungen durch sehr vertrauenswürdige Männer, die Ärzte Woost und Seidel, zusammen mit einigen Beobachtungen von Reisenden in Asien.
1835 nahm Hahnemann es in die zweite Auflage seiner Chronischen Krankheiten als eines der Antipsorika auf und übernahm dabei nur 715 Symptome.
1859 wurde in Clotar Müllers Quarterly, Bd. x, S. 217 bis 260, eine sogenannte kritische Übersicht gegeben; es genügt zu sagen, daß nahezu jedes dort zum Streichen verurteilte Symptom durch die seitdem veröffentlichten Wiener Prüfungen bestätigt worden ist; in der mit großem Anspruch gegebenen Liste toxischer Symptome wurde eine der Hauptquellen übersehen, der Bericht von Langsdorf (daher nicht bei Allen), und 15 seiner Symptome gehören zu einem ganz anderen Agaricus.
1869 veröffentlichte Zlatarowich die Prüfungen der Wiener Gesellschaft, mit großem Eifer und Mut unternommen. Man kann sagen, Amanita hat eine Überprüfung erlitten, ähnlich dem, was unser Thuya und Lycopodium durchmachen mußten.
Eine Ergänzung wurde aus Th. Rückerts Abhandlung aufgenommen, welche die Symptome dieses Mittels mit den Symptomen beginnender Tuberkulose vergleicht; diese sind gekennzeichnet.
Der sorgfältig getrocknete Hut (Pileus) wird in der üblichen Weise verrieben.
GEMÜT [1]
Kann das passende Wort nicht finden, gebraucht falsche Worte; < nach Anstrengung und schlaflosen Nächten.
Stumpfheit, fast bis zur Idiotie. θ Chorea.
Die ganze psychische Sphäre wie gelähmt, daher eine Art von Idiotie.
Ekstase, die Phantasie erregt; macht Verse; prophezeit.
Spricht zusammenhanglos; springt rasch von einem Gegenstand zum andern.
Fällt in ein Delir wie bei hohem Fieber; ist bald heiter, bald melancholisch.
Delirium: versucht aus dem Bett zu kommen; ständiges Rasen ohne Exazerbation ; andauernd, erkennt seine Angehörigen nicht und wirft seiner Wärterin Wein und Arznei an den Kopf. θ Typhus.
Delirium tremens.
Furchtlose, drohende, boshafte Raserei; Raserei, die ihn veranlaßt, sich selbst anzugreifen und zu verletzen, mit großer Kraftentfaltung.
Törichte Lustigkeit.
Große Geschwätzigkeit, krampfartige Bewegungen der Gesichts- und Nackenmuskeln, meist rechtsseitig, den Kopf zur Schulter hinabziehend; heiteres, zusammenhangloses Reden, gefolgt von Unwohlsein.
Singt, redet, beantwortet aber keine Fragen; Kraft vermehrt.
Lacht über seine Versuche zu stehen und zu gehen.
Unlust, Fragen zu beantworten.
Abneigung gegen Arbeit. θ Prolapsus uteri.
Unlust, irgendeine Arbeit zu verrichten, besonders geistige.
Sie ist gleichgültig, obwohl sie von Natur sehr besorgt ist.
Sehr übler Laune.
Nimmt leicht Anstoß.
(OBS :) Seelische Besorgnis über seinen Zustand. θ Beginnende Tuberkulose.
Mürrisch, eigenwillig, starrsinnig. θ Chronische Augenkrämpfe.
Gemüt stark niedergedrückt. θ Chorea.
Großer Egoismus. θ Nymphomanie.
Mürrisch, eigenwillig, starrsinnig, lernt langsam gehen und sprechen; beim Gehenversuch stolperte er in auffallender Weise oft. θ Nystagmus.
Längere geistige Anspannung oder aufregende Debatten riefen Schwindel hervor.
Beschwerden nach Ärger.
(OBS :) Epilepsie nach Schreck.
Beim Nachdenken: Schwindel.
Beim Denken an Schmerzen: unbestimmte unangenehme Empfindung.
SENSORIUM [2]
Schwindel: beim Gehen im Freien, Taumeln wie betrunken; lang anhaltend, mit großer Empfindlichkeit gegen kalte Luft; vorübergehend; durch starkes Sonnenlicht; mit Benommenheit und Brennen im Scheitel; verbunden mit taumelndem Gang und undeutlichem Sehen, sogar naher Gegenstände; > wenn er an etwas anderes denkt; anfallsweise; Gegenstände wirbeln; Neigung, nach vorn zu fallen; hervorgerufen durch längere geistige Anspannung oder aufregende Debatten.
Beim Gehen erreicht er den Punkt nicht, zu dem er aufgebrochen ist. θ Chorea.
Ständiger Schwindel. θ Von Überarbeitung am Schreibtisch.
Lag fast immer bewußtlos, obwohl er auf Befragen für eine Minute aufgerichtet werden konnte. θ Typhus abdominalis.
Verwirrung des Kopfes.
Schwere wie nach Trunkenheit.
Wie betrunken und stets schläfrig. θ Epilepsie.
Bewußtlos und sprachlos mit Krämpfen; t.
Ohnmacht nach Bewegen des Kopfes, beim Hören anderer reden, beim Riechen aromatischer Stoffe oder Parfüms, selbst beim Riechen von Essig.
INNERER KOPF [3]
Nervöser Kopfschmerz.
Große Schwere im Kopf, A. M. θ Chorea.
Klopfende, pochende Cephalalgie mit einem Steifigkeitsgefühl der Gesichtsmuskeln. θ Klimakterische Jahre.
Klopfender Schmerz, mit Verzweiflung, die an Wut grenzt.
Brennen im Kopf.
Schmerz, als berühre scharfes Eis den Kopf oder als durchbohrten ihn kalte Nadeln.
Dumpfer Schmerz, besonders in der Stirn; muß den Kopf ständig hin und her bewegen und die Augen zum Schlaf schließen.
Heftige drückende Schmerzen, vorwiegend in der Stirn, mit Delirium.
Fülle und Schmerz in den Schläfen. θ Von Überarbeitung am Schreibtisch.
In den Schläfen: bohrender Schmerz; Ziehen; einschießender krampfartiger Schmerz.
Drücken in der rechten Seite, als würde ein Nagel hineingestoßen; schlimmer beim ruhigen Sitzen; besser beim langsamen Umhergehen.
Reißen und Druck in der linken Gehirnhälfte.
Schwere oder Gefühl des Nachuntenziehens; Gewicht auf dem Scheitel, mit dem Gefühl, als werde das Gehirn zusammengedrückt.
Im Scheitel: Druck; Brennen; Klopfen.
Dumpfe Fülle nach dem Erwachen.
Schwere, Ziehen und Spannung; Schwere gegen den Nacken hin.
Dumpfer, ziehender Kopfschmerz am Morgen, bis in die Nasenwurzel ausstrahlend, mit Nasenbluten oder dickem Schleimabgang.
Kopfschmerz von einem Leiden der Wirbelsäule her.
Kopfschmerzen bei solchen, die zu Chorea neigen; oder die im Fieber oder bei Schmerzen leicht delirant werden; Zuckungen oder Grimassieren.
ÄUSSERER KOPF [4]
Verschiedene Empfindungen in der linken Hälfte des Hinterhauptbeins im Sitzen.
Gefühl von Kälte an der rechten Seite des Stirnbeins, obwohl warm bei Berührung.
Eisige Kälte in der Gegend der Kranznaht nach Jucken und Kratzen.
Gefühl eisiger Kälte am Kopf.
Zucken in der Stirnhaut über dem rechten Auge.
Zucken der Kopf- und Nackenmuskeln auf der rechten Seite; Ziehen des Kopfes zur Schulter. θ Schwangerschaft.
Ziehende oder stechende Schmerzen im Kopf, von Seite zu Seite wechselnd. θ Neuralgie.
Ein so heftiger Stoß durch den ganzen Kopf, ausgehend vom ersten Halswirbelgelenk, daß er sich unwillkürlich auf die Zunge biß.
Ziehen von beiden Seiten im Stirnbein bis zur Nasenwurzel.
Chronische Empfindlichkeit der Kopfhaut wie bei spinaler Reizung.
Choreaartige Muskelbewegungen der Galea aponeurotica (Kopfhaut), der Schläfenmuskeln in Wange und Unterkiefer.
Der Kopf fällt ständig nach hinten, als hinge ein Gewicht am Hinterhaupt.
Kopf in ständiger Bewegung. θ Chorea.
Schweiß überall, selbst auf der Kopfhaut.
Beißender Juckreiz auf der Kopfhaut und an anderen Teilen des Kopfes; wie Flechte auf einer kleinen Stelle am Rand der Stirn, links.
Kopfhaut empfindlich wie bei subkutaner Ulzeration.
Juckreiz der Kopfhaut, besonders früh am Morgen nach dem Aufstehen.
Juckende Nesselsucht auf der Kopfhaut mit Benommenheit und Schwindel. θ Klimakterische Jahre.
Tinea capitis mit Krusten, die sich mitunter auf andere Körperteile ausbreiten.
Rechte Hälfte des Kopfes bei der Geburt des Kindes höher und dicker.
Der Kopf erschien schief und verschoben; beide Hälften des Kopfes wurden fast gleich. θ Klonische Augenkrämpfe.
SEHEN UND AUGEN [5]
Lichtempfindlich, selbst gegen Kerzenlicht; Verwirrung, Schwindel davon.
Schwächegefühl in den Augen, ohne sie angestrengt zu haben.
Kurzsichtigkeit.
Verdunkeltes Sehen: beim Lesen wechselt die Brennweite, wird zunächst kürzer, dann länger; Dinge erscheinen wie durch trübes Wasser verschleiert; muscæ volitantes; vibrierende Spektren; mit Schwindel.
Liest mit Mühe, die Schrift scheint sich zu bewegen.
Flimmern vor den Augen beim Schreiben.
Wenn sie nach einem ihr vorgehaltenen Gegenstand griff, kam ihre Hand im allgemeinen nicht einmal in seine Nähe. θ Nystagmus.
Gelber, brauner oder schwarzer Fleck vor dem linken Auge.
Braune muscæ volitantes.
Erweiterte Pupillen; Licht blendet.
Optische Täuschungen in dunklen Farben.
Diplopie; sieht die Dinge doppelt. θ Von Überarbeitung am Schreibtisch.
Myopie, abhängig von Krampf des Ziliarmuskels, besonders wenn mit Lidzuckungen kompliziert.
Muskuläre Asthenopie mit Schwäche der inneren geraden Muskeln und dadurch bedingter Unfähigkeit, die Augen beim Lesen fixiert zu halten (Verschwinden des Sehens), mit Schmerz um die Augen, Wundheitsgefühl der Bulbi, Zuckungen und ruckartigen Bewegungen der Augäpfel und Lider.
Muskuläre Asthenopie infolge Uterusleiden und spinaler Anämie; kann die Augen auch auf entfernte Gegenstände nicht lange fixieren, konnte sie nicht konvergieren; Lider schwer, als klebten sie zusammen, sind es aber nicht.
Pupillen erweitert, Augen matt, Tarsi gerötet; ständiges Tränen; Bulbi und Lider zucken. θ Chorea.
Pupillen eher verengt. θ Typhus.
Anstrengung der Augen verursacht Druck in den Bulbi; Flimmern und Nebligkeit.
Schwarze Mücken schweben vor den Augen, alles von Nebel umgeben, als mit Spinnweben bedeckt, die Augen schmerzen; schwindelig; geneigt, die Augen zu schließen. θ Kopfschmerz.
Zäher gelber Stoff verklebt die Lider; Schleim in den Augenwinkeln.
Hitze in den Augen.
Brennen besonders in den inneren Augenwinkeln; sie jucken, brennen und sind rot; < durch Berührung; kleben zusammen. θ Tränenfistel.
Häufiges leichtes Zucken der Augenlider.
Krampfartiges Zucken in Augen und Lidern, klares Wasser läuft aus ihnen heraus.
Zucken in den Augäpfeln; beim Lesen häufiges Zucken und Drücken im linken Augapfel.
Bewegen der Augen schmerzt, brennt und drückt, und die Brauen sind berührungsempfindlich.
Zuckungen und Drücken im linken Augapfel zu allen Tageszeiten und unter allen Umständen.
Rucke in den Augäpfeln in rascher Folge.
Beim Lesen häufiges Rucken und Drücken in den Augäpfeln.
Zittern und Zucken der Augenlider.
Das Kind starrte gewöhnlich leer und ohne auf Dinge zu achten, schielte auch. θ Klonische Augenkrämpfe.
Sobald sie morgens die Augen öffnet, beginnen sich beide Augäpfel, gleichviel ob auf einen Gegenstand gerichtet oder nicht, mit der Geschwindigkeit von einer halben Sekunde nach rechts und links zu drehen, und dies dauert den ganzen Tag mit nur wenigen Unterbrechungen. θ Klonische Augenkrämpfe.
Krämpfe mit dumpf schmerzendem Schmerz im linken Augapfel.
Verengung des Lidspaltes.
Klonische Krämpfe; Lider öffnen und schließen sich rasch nacheinander; Zittern der Lider.
Augen gerötet und überfüllt. θ Typhus.
Schwellung der Tränendrüsen.
Kleine Bläschen auf der Hornhaut; Geschwüre der Hornhaut; Augen entzündet, mit Tränenfluß, durch Gerüche, durch Husten.
GEHÖR UND OHREN [6]
Nach Anhören aufregender Debatten Schwindel.
Jedes geringe Geräusch verursacht Herzklopfen.
Gehör sehr scharf; t.
Wird schlechter vom Hören anderer sprechen.
Schwerfälligkeit des Gehörs.
Zunehmende Schwerhörigkeit, siebzehnter Tag. θ Typhus.
Knarren in beiden Ohren wie von einer Holzschraube bei jedem Schluckversuch.
Springen des M. tensor tympani, klingend wie ein lederüberzogenes Metallventil.
Zucken, Klirren, Flattern in der Paukenhöhle.
Reißen im rechten Ohr; zuckende Stiche.
Schmerzhafte Stiche im linken Ohr.
Jucken im linken äußeren Gehörgang, mit einem Stich im inneren Ohr, wie von einer eiskalten Nadel.
Stiche im linken Warzenfortsatz.
Stiche von der Rachenenge entlang der Eustachischen Röhre, rechts. Übermäßige Absonderung von Ohrenschmalz.
Rötung, brennender Juckreiz der Ohren, als wären sie erfroren.
(OBS :) Frostgeschädigte Ohren schmerzen und jucken.
GERUCH UND NASE [7]
Geruch von Essig unerträglich.
Geruch empfindlich; Schleimhaut sehr empfindlich.
Nasenbluten alter Leute, mit erschlafftem Zustand der Blutgefäße.
Reichlicher übelriechender Ausfluß aus der Nase; Epistaxis. θ Von Überarbeitung am Schreibtisch.
Häufiges Tropfen klaren Wassers aus der Nase, ohne Schnupfen.
Trocken- und Fließschnupfen, mit Niesen.
Häufiges Niesen, sogar ohne Schnupfen, morgens im Bett.
Reichlicher Abgang von dickem, zähem Schleim aus der Nase.
Gelegentlich dunkel und blutig im Abgang. θ Chronischer Nasenkatarrh.
Fließschnupfen mit schlechtem Geruch aus der Nase und Tränenlaufen.
Ansammlung von trockenem Schleim in der Nase, mit dem Gefühl, als sei die Nase ganz davon ausgefüllt.
Verstopfung der Nase, besonders beim Bücken.
Ständiger, reichlicher und widerlicher Ausfluß aus der Nase; niemand konnte seinen Atem ohne Ekel einziehen. θ Chronischer Nasenkatarrh.
Nase wird bläulich.
Chronische Entzündung der äußeren Nase.
(OBS :) Frostgeschädigte Nase mit Juckreiz.
Kleine harte Pickel an der Seite der Nase und an den Lippen.
Kopfschmerz bis in die Nasenwurzel.
Ziehen in der Nase (s. 3), mit Nasenbluten oder viel dickem Nasenschleim, gefolgt von Wassertropfen aus der Nase.
OBERES GESICHT [8]
Gesicht rot und heiß. θ Kopfschmerz.
(OBS :) Hitze im Gesicht und am oberen Teil des Körpers in Anfällen von fünf bis zehn Minuten Dauer. θ Beginnende Tuberkulose.
Aufgedunsen, bleich; blau unter den Augen; Nase und Lippen bläulich.
Gesicht blau und aufgedunsen. θ Epilepsie.
Reißen im Gesicht und in den Kieferknochen.
Zucken in der rechten Wange.
Pulsieren und Klopfen in den Wangen.
Zucken der Gesichtsmuskeln. θ Chorea.
Einschießender, reißender und ziehender Schmerz in der rechten Wange.
Gesichtsschmerz mit Zahnschmerz.
Jucken im Gesicht, mit Rötung und Brennen, als ob frostgeschädigt.
Lähmung der Gesichtsmuskeln, so daß ein oder beide Mundwinkel herabhängen und Speichel herausläuft. θ Typhus.
Gesichtsausdruck etwas idiotisch; das Kind hatte einen blöden Starrblick geradeaus und schielte mitunter. θ Nystagmus.
Der Gesichtsausdruck trug das Gepräge von Idiotie. θ Klonische Augenkrämpfe.
UNTERES GESICHT [9]
Schaum vor dem Mund, Gesicht bläulich und aufgedunsen. θ Epilepsie.
Kiefer zusammengepreßt.
Gefühl, als seien Splitter in den rechten Unterkiefer getrieben worden.
Zitternde Vibration in Lippen und Unterkiefermuskeln; krampfartiges Schütteln.
Stechen im Kinn, wie von Nadeln.
Beim Erwachen so heftiger Schmerz im linken Kiefergelenk, daß er kaum den Mund öffnen konnte.
Heftiges Reißen in der rechten Seite des Unterkiefers.
(OBS :) Schrunden und Risse der Lippen.
Herpetischer Ausschlag vorwiegend an der Oberlippe.
Viele kleine Bläschen auf der Haut.
ZÄHNE UND ZAHNFLEISCH [10]
Schmerzen in den Oberkieferknochen und Zähnen.
Die Zähne fühlen sich zu lang an.
Zähne empfindlich gegen Berührung, Druck oder beim Kauen.
Schmerzhafter Ruck in den Zähnen jedesmal, wenn er kaltes Wasser trinkt.
Reißen in den unteren Backenzähnen, schlimmer durch kalte Luft.
Schwellung und Bluten des Zahnfleisches, mit Schmerz.
Blutendes Zahnfleisch.
Schießen von den rechten unteren Zähnen zur rechten Seite des Kopfes hinauf.
(OBS :) Entzündung der Auskleidung der Alveolarfortsätze.
GESCHMACK, SPRACHE, ZUNGE [11]
Geschmack: süßlich, unerquicklich, unerquicklich-übel; unerquicklich; fade; bitter; scharf und bitter; metallisch; unerquicklich, klebrig, süß nach dem Frühstück; süßlich-bitter beim Rauchen; schlecht an der Zungenwurzel, mit leichter Übelkeit; salzig wie nach Hering; ranzig.
Artikulationslose Sprache. θ Chorea.
Artikulationslose Sprache, wie vom Trismus. θ Typhus abdominalis.
Lernte mit Mühe sprechen. θ Klonischer Augenkrampf.
Linke Seite der Zunge taub, mit Schwindel.
Zunge: morgens weiß belegt; Brennen und Wundsein an der Spitze wie von Pfeffer; morgens mit dickem, zähem Schleim belegt.
Zunge sehr zitternd und ganz trocken und bläulich. θ Typhus.
Zunge trocken. θ Typhus.
Wundsein der Zunge.
(OBS :) Zungenspitze mit kleinen schmutzig-gelben Aphthen besetzt. θ Beginnende Tuberkulose.
Papillen vergrößert, Gefühl von Trockenheit und Zusammenziehung wie nach einem Adstringens, Zunge mit zähem klebrigem Schleim bedeckt, besonders morgens.
Phagedänische Geschwüre am Zungenbändchen.
MUNDHÖHLE [12]
Übler Geruch wie nach dem Essen von Meerrettich.
Übler Geruch aus dem Mund. θ Beginnende Tuberkulose. θ Katarrh.
Trockenheit des ganzen Mundes und seines hinteren Teils.
Vermehrter Fluß von scharfem Speichel.
Wasser sammelt sich im Mund, mit Schmerz im Bauch.
Mercurielle Aphthen am Gaumen und auf der Zunge.
Manchmal gerät beim Aufrichten des Kopfes Speichel in die Luftröhre und verursacht heftigen auswerfenden Husten.
Leidet häufig an Aphthen, Appetitlosigkeit, Diarrhöe. θ Klonische Augenkrämpfe.
GAUMEN UND HALS [13]
Gefühl von Trockenheit der Rachenenge, sich in den Rachen fortsetzend und Zusammenziehung verursachend, wie beim Trinken eines Adstringens.
Große Schluckbeschwerden bei Heißhunger. θ Chorea.
Wirft einige Flocken oder feste Klumpen von Schleim fast ohne Husten auf.
Druck in der Rachenenge, als stecke dort ein Fremdkörper, der durch Schlucken nicht entfernt werden könne.
Angina tonsillaris mit großer Trockenheit im Hals und allgemeiner Schwäche. θ Geheilt durch Pulsat.
Verhärtung der Tonsillen, des Thymus und anderer Drüsen.
Äußerlich Spannungsgefühl in der Gegend der Schilddrüse.
Hals aufgetrieben; der Halstuchknoten scheint zu eng.
Ein brennend-kühlendes Gefühl längs des Ösophagus bis in den Magen, wie nach dem Essen von Kresse.
Kratzgefühl im Hals, bei jedem Gesangsversuch erneuert. θ Bei einer Berufssängerin nach epidemischer Influenza.
APPETIT, DURST. VERLANGEN, ABNEIGUNGEN [14]
Viel Hunger, aber kein Appetit.
Gegen Abend plötzlich von wahnsinnigem Hunger befallen; Körper mit Schweiß bedeckt; Zittern und Müdigkeit der Glieder.
Heißhunger, aber erschwertes Schlucken. θ Chorea.
Viel Hunger, aber kein Appetit; früh am Morgen; Magen fühlt sich leer an.
Heftiger Durst.
Brennender Durst. θ Typhus.
Durst eher selten, besonders im Hals während des Frostelns.
ESSEN UND TRINKEN [15]
Vor dem Frühstück: besser.
Während des Frühstücks: Übelkeit; sehr bald satt beim Essen, und Druck sowie Nachuntenziehen im Magen.
Nach dem Frühstück: Kopfschmerz, sehr widerlicher Geschmack, Trockenheit, Brennen im Hals, Übelkeit und Erbrechen sowie Druck im Magen.
Vor dem Mittagessen: bitterer Geschmack; ißt aber mit Appetit.
Nach dem Mittagessen: Unfähigkeit zu denken; innere Unruhe; Ekel vor der Arbeit; Drücken in Stirn und Schläfen; schmerzhaftes Ziehen im Hinterhaupt; ebenso in den Augäpfeln; Summen in den Ohren; Ohrenschmerz; Unruhe in den Muskeln des Unterkiefers und der Lippen; unangenehmer Geschmack; Beißen hinten am linken Zungenrand; ein reißendes Gefühl im Rachen beim Schlucken von Speichel; sehr bald wieder hungrig; Aufstoßen; Übelkeit und Würgen; Erbrechen; wundes Gefühl unter den Rippen; Fülle im Magen, selbst nach mäßigem Genuß leichter Speisen; Druck und Fülle im Bauch; Ausdehnung; Blähung; Abgang von Wind; ein Stuhl mit Schmerz im Anus; kurzer trockener Husten oder Niesen, heftigen Schmerz verursachend; Spannung in den Brustseiten und Brennen; Rückenschmerz; krampfartiges Schütteln der linken Schulter; ein Kältegefühl wie von Quecksilber an der linken Nates, in der Kniekehle, auf einer kleinen Stelle gegen rechts hin; reißender Schmerz in der linken Tibia; Prostration der unteren Extremitäten; Brennen in den Schenkeln; heftiges Brennen in einem Hühnerauge an der rechten kleinen Zehe, das ihm die Siesta unmöglich macht.
Nach dem Mittagessen sehr schläfrig, ganz ungewöhnlich; er schläft sehr tief und erwacht mit Schmerzen in allen Gliedern.
Nach dem Abendessen: belästigende Fülle im Bauch, Rückenschmerz, Frostschauer.
Schläfrig während des Essens, aufgetriebener Bauch; Kneifen um den Nabel; breiige Stühle; Spannung quer über die Brust; nervöse Empfindung durch den Körper laufend.
Eine Stunde nach dem Essen besser, obwohl er so erschöpft ist; große Schläfrigkeit bleibt aber.
Nach einer Mahlzeit: Übelkeit, Aufstoßen; Bauch aufgetrieben (selbst nach mäßigem Essen).
Essen wird fast immer von Sodbrennen gefolgt; Pflaumen von Druck im Magen.
Nach einem Schluck kalten Wassers Übelkeit; dasselbe beruhigt das Erbrechen von Schleim; Wein macht unlustig zur Arbeit; Kaffee beschleunigt den Puls.
Täglich ungefähr drei Stunden nach einer Mahlzeit hat sie ein Brennen im Magen, das in dumpfen Druck mit Übelkeit übergeht.
Nach dem Rauchen: Abschälen der Lippeninnenseite; salzig-bitterer, überaus widerlicher Geschmack; Aufstoßen und Schluckauf abwechselnd; plötzliche Übelkeit und Erbrechen; Anfälle heftigen Hustens.
SCHLUCKAUF, AUFSTOSSEN, ÜBELKEIT UND ERBRECHEN [16]
Schluckauf wechselnd mit Aufstoßen.
Mit Schluckauf: brennende Schmerzen in der Herzgegend.
Aufstoßen: mit Geschmack der Speisen.
Aufstoßen: leer; Geschmack nach faulen Eiern; Geschmack nach Äpfeln.
Übelkeit: mit Angst, Niedergeschlagenheit, Schwindel, Niesen, unangenehmer Empfindung im Magen, Stichen in der Leber, Schneiden im Bauch, rascher Atmung, großer Schwäche; in der Brust.
Sodbrennen.
Brechneigung und große Prostration, Ohnmacht.
Erbrechen: abends; mitten in der Nacht; von Ingesta.
Bitteres Erbrechen, mit Stichen im Rektum und in den Lenden, gefolgt von Kopfschmerz und Niesreiz.
MAGENGEGEND UND MAGEN [17]
Druckempfindlich in der Magengrube. θ Chorea.
Krampfartiges Ziehen von der Magengrube in die Brust hinauf.
Einziehen der Magengrube.
Brennen unter dem Brustbein.
Beklemmungsgefühl in der Herzgegend, als sei die Brusthöhle verengt.
(OBS :) Gallige Dyspepsie bei sehr nervösen Personen.
Cardialgie drei Stunden nach einer Mahlzeit.
Brennen im Magen, in dumpfen Druck wie von einem Fremdkörper übergehend, mit Übelkeit.
Schweres Gefühl im Magen; Ohnmachtsgefühl mit Leeregefühl, manchmal abwechselnd mit einer ruckartigen Empfindung wie von einem schweren Gegenstand. Siehe 29.
Von 12 bis 2 Uhr mittags täglich Krampf von der Mitte der Wirbelsäule durch bis in den Magen; starkes Würgen und Erbrechen; die Beine fühlen sich an, als würden sie überall von eiskalten Nadeln gestochen.
HYPOCHONDRIEN [18]
Leber vergrößert, gestaut.
Schmerz- und Ziehempfindung im rechten Hypochondrium, als hätte die Leber an Gewicht zugenommen und zöge an ihren Bändern.
Scharfe Stiche wie von Nadeln in der Lebergegend; dumpfe Stiche beim Atmen.
Stiche unter den kurzen Rippen, links.
Schmerz in Magen und Leber, Brennen von Säure her.
(OBS :) Vergrößerung der Leber.
Schmerz im linken Hypochondrium, mit Rumoren in der Gegend der linken oberen Kolonflexur.
BAUCH UND LENDEN [19]
Heftige Kolik, Schneiden, Kneifen, Zwicken.
(OBS :) Volksmittel bei Kolik bei den Korjäken.
Große Geräusche im Bauch.
Rumoren mit ständigem Schmerz tief in der Nabelgegend; < durch Druck.
Lautes Rollen und Rumoren im Darm, mit Verstopfung. θ Während der Schwangerschaft.
(OBS :) Blähungen von Magen und Darm.
Zwicken unterhalb des Nabels, begleitet von aufgetriebenem Bauch.
Schmerz im Bauch mit übelriechenden Entleerungen. θ Typhus.
Brennen im Bauch.
(OBS :) Ulzeration von Magen und Darm. θ Typhus abdominalis.
Große Schwere wie von einem Gewicht, besonders unterhalb des Nabels.
Ein Druck wie von einer Schwellung vom linken Unterbauch zum Rücken.
In der Blinddarmgegend heftige Stiche, mit Niesen.
Gefühl von Leere, Hohlheit oder Kälte im Bauch.
Aufgetriebenheit des Bauches.
Wellenförmiges Springen der oberen Bauchmuskeln.
Zucken, Spannung, Reißen und Stiche in den Lenden.
Subsultus der Bauchmuskeln.
Geprelltes Gefühl in den Lenden im Sitzen und Liegen.
Lähmungsartige Schmerzen in den Lenden, < Gehen und Stehen.
(OBS :) Abdominale Plethora.
Schwäche in den Lenden. θ Rheumatismus.
In den Leisten eigentümliches Spannungsgefühl wie verstaucht, geringer beim Gehen, Zittern in der linken.
STUHL UND REKTUM [20]
Im Rektum: scharfes Jucken, veranlaßt zum Hinaufziehen, wird aber nur durch Niederdrücken gelindert; Brennen und Blutverlust; Beißen nach Windabgang; Nachuntenziehen, Tenesmus.
Prickeln, Jucken im Rektum und Anus wie von Würmern.
Geht täglich wochenlang viel geruchloser Wind ab; mehr nach dem Frühstück.
Winde riechen wie Aas; wie Knoblauch.
Stuhl dünn, gelb, fäkal, schleimig.
Stuhl breiig, am meisten nach dem Frühstück, häufiger als gewöhnlich.
Stuhl pappig, unter Abgang großer Mengen von Wind.
Der Stuhl hat einen abscheulichen Gestank; t.
Übelriechende Stühle.
Diarrhöe meist morgens, nach dem Aufstehen und Essen, mit viel Rumoren; krampfartige Kolik und Windabgang.
Diarrhöe bei Kindern; Leber beteiligt, mit grasgrünen, galligen Stühlen.
Diarrhöe mit Schneiden im Bauch; Darm locker, Stühle hell und unerquicklich. θ Typhus.
Lockerheit beginnt morgens sofort nach dem Aufstehen, kehrt nach jeder Mahlzeit mit viel Rumoren, Windabgang und krampfartigem Bauchweh zurück; krampfartige Kolik. θ Chronische Diarrhöe.
Sehr harter Stuhl; zunächst hart und knotig, dann weich, zuletzt diarrhöisch.
Verstopfung. θ Rheumatismus.
Vor dem Stuhl: Kneifen und Schneiden im Bauch; dringender Tenesmus; schmerzhaftes Pressen im Rektum.
Während des Stuhls: Kolik und Windabgang; brennende Wundheit, Brennen und Schneiden im Anus; Schweiß; Schmerz von den Lenden in die Beine, nach dem Stuhl fortdauernd.
Nach dem Stuhl: Kopfschmerz >; Beißen im Anus; Pressen im Rektum; schneidender Schmerz im Anus; Grimmen im Unterbauch; Bauchauftreibung; Schwere im Bauch und um den Nabel; Schmerz in der Brust.
Im Anus: periodische heftige Stiche am Nachmittag; reißender Schmerz bei hartem Stuhl; Schwere und Fülle; Drücken, mittags; Drang dorthin von Wind her; sehr unangenehmes Trockenheitsgefühl, mußte ihn hinaufziehen; Gefühl, als sei er völlig geschlossen ; paralytische Schwäche des Sphinkters; warmes Gefühl, Brennen mit aasartig riechenden Winden; Hitze und Jucken, Jucken und Brennen; Kriebeln wie von Würmern, muß kratzen; Feuchtigkeit und Nässen; Schleim erscheint ohne Stuhl.
Ein reichlicher breiartiger Stuhl, gefolgt von Brennen im Anus.
Hämorrhoidalknoten brennend, entzündet, geschwollen.
HARNORGANE [21]
Drückender Schmerz in der Nierengegend, stört den Schlaf.
Stich in der rechten Niere.
Lähmungsgefühl in der linken Niere, berührungsempfindlich, mit Krampf bis in die Schenkel.
Spannender Schmerz beim Reiten.
Zuckender Schmerz in der Harnblase.
Paralytische Schwäche des Sphinkters, kann den Harn kaum halten.
Sphincter vesicae schwach, mit Nachträufeln.
Der Harn geht stoßweise ab und träufelt fort, mit kaltem zusammengeschrumpftem Penis.
Der Harn geht unter Unterbrechungen ab; fließt und stockt.
Ständiger Harndrang.
Harnmenge sehr stark vermehrt, selbst bei Diarrhöe.
Wasserlassen mit Kälte die Beine hinab, Taubheitsgefühl und Zuckungen.
Nach dem Wasserlassen geht Harn unwillkürlich ab.
Der Harn geht langsam in kleinem Strahl oder tropfenweise ab, muß pressen, um den Fluß zu fördern.
Harn: wäßrig, klar, zitronenfarben, hellgelb; dunkelgelb und heiß; rot; rotes, flockiges oder pulveriges Sediment; vormittags wäßrig, nachmittags milchig; wie Molke; trüb; mit rotem oder weißem Sediment (Phosphat von Magnesia); irisierend auf der Oberfläche.
Harn reichlich, farblos. θ Chorea.
Wasserlassen vermindert. θ Rheumatismus.
Ein kleines schimmerndes Häutchen auf dem Harn.
Harn mit rotem, flockigem Sediment; Sediment weiß, aus Phosphat von Magnesia.
Beim Wasserlassen: krampfartiges Ziehen in der linken Leiste; Brennen in der Harnröhre, nachts an der Mündung; Gefühl, als ginge ein kalter Tropfen Harn hindurch; schmerzhaftes Drängen längs der Harnröhre.
Harnröhre: brennende Stiche; Stich wie von glühendem Eisen; mehrere feine Stiche, meist an der Mündung; Kriebeln, Jucken, Kitzeln an der Mündung, durch kaltes Wasser gemildert; Abgang von Prostatasaft oder eines zähen klebrigen Schleimes; vorübergehendes Brennen an der Mündung während der Nacht.
Zäher, klebriger Schleim aus der Harnröhre.
MÄNNLICHE GESCHLECHTSORGANE [22]
Gesteigertes sexuelles Verlangen, meist morgens.
Nach der Siesta unwiderstehlicher Drang und nach der Emission spannender Druck in den Hypochondrien.
Erektionen nachts und morgens.
Großes Verlangen nach Koitus, mit schlaffem Penis.
Pollutionen: mehrere Nächte; in der Siesta.
Nach der Emission Schmerzen und Schwäche in den Schenkeln.
Sexualkraft stark vermindert, Apathie, nichts kann eine Erektion hervorrufen.
Während des Koitus: Brennen in der Harnröhre; am schmerzhaftesten bei der Ejakulation; ungenügende Ejakulation oder sehr verspätet; wollüstige Ekstase fehlt.
Nach dem Koitus: Appetitlosigkeit; jedesmal große Erschlaffung für mehrere Tage, Mattigkeit; Nachtschweiße; zwei Nächte lang brennender Juckreiz der Haut, mit Schweiß auf oberer Brust und Schultern, später am Bauch und an den Armen.
Beschwerden nach sexuellen Ausschweifungen.
Ziehen in den Hoden, mit Unbehagen, Schwere und Schläfrigkeit; abends.
Krampfartiges Ziehen im linken Hoden und Samenstrang.
Übermäßiges und schmerzhaftes Zurückziehen der Hoden gegen den Leistenring, muß es durch Herabdrücken mit den Fingern lindern.
Unangenehme Empfindung in der Harnröhre, nur im vorderen Teil des Penis, wie ein Kriebeln; muß den Penis drücken.
Penis kalt und zusammengeschrumpft.
Juckreiz am Penis, an der Vorhaut und am Skrotum.
An der linken Seite des Skrotums rote Schwellung, kitzelt und juckt.
Alte chronische Harnröhrenausflüsse und andere Folgen der Gonorrhöe.
Übermäßiger Juckreiz der Genitalien, am Mons veneris; mehrere Tage unerträglich.
Jucken und Brennen nachts oberhalb der Genitalien, Lichen pilaris urticatus.
WEIBLICHE GESCHLECHTSORGANE [23]
Entsetzlicher, fast unerträglicher Herabdrängungsschmerz.
Krämpfe, als müsse sie ein Kind bekommen, gezwungen sich hinzulegen.
Juckreiz und Reizung der Teile, mit starkem Verlangen nach Umarmung.
Menstruation zu reichlich, mit reißenden, drückenden Schmerzen in Rücken und Bauch.
Zu Beginn der Menstruation: nächtliche Unruhe wegen lästigen Frostschauern; Zahnschmerz und Schlaflosigkeit.
Während der Menstruation: Kopfschmerz, Zahnschmerz, Schmerz und Jucken im l. Ohr, durch Bohren gelindert; Schmerzen wie Wehen in Bauch und Rücken; Schmerzen im linken Arm; Jucken hier und da, besonders an den Genitalien; Frostschauer; Herzklopfen; Wasserlaufen aus dem Mund.
Schwellung der Vagina und mehrere Knoten (bei Pferden).
Nach der Menstruation: Schmerz wie von Erschöpfung; Herzklopfen; Kopfschmerz und Schwindel; Prolaps nach Aufhören der Menstruation; unterbrochener Schlaf mit Angst.
Fluor sehr reichlich, dunkel gefärbt. θ Prolapsus uteri.
Fluor mit viel Juckreiz innerlich und äußerlich.
SCHWANGERSCHAFT. GEBURT. LAKTATION [24]
Verstopfung mit Rumoren im Darm während der Schwangerschaft.
Vier Wochen nach der Geburt ein drückender Schmerz wie von einer Schwellung von der linken Seite des Unterbauchs gegen den Rücken sich erstreckend; Bewegung verschlimmert; Durst; Appetitlosigkeit.
Metastasierung der Milch zum Gehirn. θ Epilepsie.
Brustwarzen jucken, brennen, sehen rot aus.
STIMME UND KEHLKOPF. LUFTRÖHRE UND BRONCHIEN [25]
Schlimmer vom Singen.
Beim Singen Kratzen im Hals; nach „Grippe“.
Beklemmung und Einschnürung des Kehlkopfes; er fürchtet zu ersticken.
Kitzeln längs der Luftröhre, mit heftigem, rauhem, trockenem Husten.
Kitzeln in der Luftröhre. θ Laryngo-Phthise.
(OBS :) Häufiger kitzelnder Reiz in der Luftröhre. θ Beginnende Tuberkulose.
Nachts war die Atmung behindert infolge Verschlusses der Nase durch dicken Schleim. θ Chronischer Nasenkatarrh.
Beklemmung der Brust mit Schmerz im Magen.
Während des Einatmens: Stiche in der linken Seite und unter den kurzen Rippen; zunehmender Druck auf die Mitte des Brustbeins; dumpfe Stiche in der Leber.
Bei tiefer Inspiration: Schmerzen in verschiedenen Teilen von Brust und Bauch; Schießen vom Herzen zum Schulterblatt.
Häufige tiefe Inspirationen.
Rasche Atmung abends, mit Hitze überall und Schweiß, besonders im Gesicht.
Große Neigung zu Seufzen, unwillkürlich, mit raschem Herzklopfen.
Erstickungsanfälle mit Angst und Ohnmacht; t.
Atembeschwerden, als sei die Brust zu voll; er muß tiefer atmen.
Brust wie zu eng, Druck auf beide Seiten des Brustbeins.
Schwierige und geräuschvolle Atmung.
(OBS :) Kurzer Atem beim Gehen, muß stehenbleiben, um Luft zu bekommen. θ Beginnende Tuberkulose.
Einschnürung der Brust, zeitweise mit tiefen Atemzügen, und sichtbares Herzklopfen sowie eine Art Beklemmung, besonders hinter den beiden Rändern des Brustbeins, seiner ganzen Länge nach.
In der Zwerchfellgegend schmerzhaftes Ziehen mit erschwerter Atmung.
HUSTEN [27]
Trockener Husten mit Pfeifen hinter dem Brustbein.
(OBS :) Häufiger trockener Husten nach Mahlzeiten. θ Beginnende Tuberkulose.
Husten mit Schleimrasseln, ohne Auswurf.
Trockener Husten nachts durch Kitzeln in der Luftröhre, den ganzen Körper heftig erschütternd.
Ständiger Hustenreiz, der meist unterdrückt werden kann; kann er ihm aber nicht widerstehen, so folgen mehrere heftige krampfartige Hustenstöße aufeinander, die sehr schmerzhaft sind; Tränen laufen aus den Augen, und er muß sich zusammenkrümmen.
Heftiger Husten in einzelnen Anfällen, endigend in wiederholtem Niesen.
(OBS :) Hackender Husten. θ Beginnende Tuberkulose.
Krampfartiger, hackender Husten, mit beklemmendem Schweiß.
Plötzliche krampfartige Hustenanfälle, < vormittags oder tagsüber.
Heftiger krampfartiger Husten nachts.
Husten am meisten nachts, weniger morgens, am Vormittag, < gegen Abend.
Trockener Husten nach dem Mittagessen.
Während des Hustens: Brennen in der Brust; Stiche in der linken Seite; Herzklopfen.
Krampfartiger Husten mit angstvollem Schweiß.
Muß sich im Bett aufsetzen, sonst nimmt ihm der Husten den Atem.
Mit dem Husten Druck in der linken Kopfseite, Laufen in der Kopfhaut; Brennen in den Augen, Tränen laufen aus den Augen.
Krampfartige Zusammenziehung der Brust, Erstickung drohend; Wundheit der Brust, Schießen in der linken Brustseite; etwas Speichel fliegt aus dem Mund; Übelkeit, Würgen; Brennen im Magen; Schwere im Bauch; kolikartiger Schmerz behindert das Husten.
Husten gegen Abend mit häufigem Puls (100), aussetzend.
Nach jedem Husten heftiges Niesen; mitunter so rasch, daß er nicht weiß, ob er hustet oder niest.
Häufiges Räuspern und Heraufbringen kleiner fester Schleimklümpchen, ohne Husten. θ Laryngo-Phthise.
Schleimiger Auswurf am meisten morgens.
(OBS :) Schleim wird durch leichtes Räuspern gelöst und kommt in kleinen harten runden Bällchen herauf. θ Beginnende Tuberkulose.
(OBS :) Auswurf kleiner Schleimflocken, fast ohne Husten hervorgebracht. θ Beginnende Tuberkulose.
Sputa bisweilen aus großen braunen Klumpen bestehend.
Lang anhaltender Husten und eiterartiger Auswurf.
Schleimrasseln in der Brust, < morgens und in Rückenlage.
Chronischer Katarrh.
Loser Husten; mit Bauchauftreibung; Schwere besonders in der Nabelgegend; Geräusch im Bauch; Windabgang.
BRUSTINNERES UND LUNGEN [28]
Plötzliche Stiche in der Mitte der Brust.
(OBS :) Beginnende Tuberkulose.
Stechend hinter dem Brustbein, am meisten am Ende der Exspiration.
Sehr schmerzhafter stechender Druck in der Brust, unterhalb der Schulterblätter und an den entsprechenden Stellen vorn; muß tief atmen.
Stiche: in der rechten Lunge beim Gehen; bei jedem Atemzug in der l. Brust; zwischen Brustbein und Brustwarze, Puls 90, hart und voll, 3 Uhr nachmittags.
Ruckartige Stiche durch die rechte Lunge.
Beklemmung der Brust in der Zwerchfellgegend, mit ziehenden Schmerzen. θ Angina pectoris.
Druck auf die Brust und Schweregefühl.
(OBS :) Gefühl der Einschnürung in der Herzgegend, als sei die Brust zu eng oder zu voll Blut. θ Beginnende Tuberkulose.
Verstauchungsgefühl in der Brust, verstärkt durch tiefes Einatmen, abends.
Spannung im unteren Teil der Brust während der Bewegung und im Sitzen, nimmt ihm den Atem.
Spannung, Druck, Schwere und Einschnürung der Brust.
Spannung über die ganze Brust, besonders vorn nach dem Frühstück.
Beklemmung hinter dem Brustbein mit seltsamem Herzklopfen.
Ängstliche Empfindung in der Brust.
Brennen in der linken Brust, schlimmer nach dem Mittagessen.
(OBS :) Starkes Brennen in der Brust. θ Beginnende Tuberkulose.
Gefühl von wundem Schmerz tief in der Brust, zuerst links, dann rechts.
Lungenentzündung.
(OBS :) Alle Symptome beginnender Phthise.
(OBS :) Stechen unter der Brustwarze. θ Beginnende Tuberkulose.
(OBS :) In rascher Folge über die Brust laufende Zuckungen, begleitet von Prickeln. θ Beginnende Tuberkulose.
Lungenschwindsucht; tuberkulöse Schwindsucht.
HERZ, PULS UND KREISLAUF [29]
Stechender Schmerz an der Herzspitze.
Stiche in der Herzgegend bis zum Schulterblatt; < durch Husten.
Heftige Stiche in der Herzgegend, mit aussetzendem Puls und großer Schwäche.
Brennende, einschießende Schmerzen in der Herzgegend, nach dem linken Schulterblatt ausstrahlend; durch tiefe Inspiration verursacht und viel schlimmer durch Husten, Niesen und Schluckauf.
Beklemmungsgefühl in der Herzgegend, als sei die Brusthöhle verengt; eingeengtes Gefühl.
Ständiges Gefühl eines Klumpens im Epigastrium, mit Schmerz unter dem Brustbein; Ziehen in der Zwerchfellgegend, stechende Schmerzen in der linken Seite. θ Angina pectoris, gastralgische Form.
Wenn er sich nachts niederlegte, fühlte er mehrere Schläge im Herzen mit Zittern in der Magengrube und Angst, ausgelöst durch jedes geringe Geräusch.
Mehrere zuckende Stöße des Herzens.
Nachts vorübergehende schmerzhafte Stöße am Herzen, mit Angst.
Beklemmung am Herzen beim Niederbeugen des Körpers, mit heftigem Herzklopfen.
Das rechte Herz mit Blut überfüllt; t.
Beim Erwachen Zittern des Herzens.
Herzklopfen am meisten abends. θ Echte convulsio cordis.
Nach einem Gefühl von Kompression mit Aussetzen der Herzschläge einige sehr schnelle unregelmäßige Schläge.
Herzklopfen heftig, stark fühlbar, < abends, mit Gesichtsrötung; beim Niedersetzen einige unregelmäßige starke Schläge; ängstliche Beklemmung.
Anfall von heftigem Herzklopfen, mit Angst, die Schweiß ausbrechen läßt.
Kräftige Herzschläge, die die auf der Brust liegende Hand anhoben und eine Zeitung, die sie in der Hand hielt, auf und nieder bewegten.
Der Arzneiprüfer hört die Herzschläge.
Begleitend zum Herzklopfen: Angst; Zittern in der Magengrube; dumpfer Kopfschmerz; Schwindel; rotes Gesicht; Beklemmung.
Gelähmtes Gefühl im linken Arm und in der Hand; schaudert, kribbelt; Wasser läuft im Mund zusammen; alle Glieder sind müde.
Puls: häufig, 100 in der Minute, gereizt, voll, stark; schlägt rasch, 87; schwach, klein, 60; in allen Teilen des Körpers fühlbar, am meisten im Epigastrium; setzt nach 30 oder 40 Schlägen aus; dicrot; schwach, klein; klein, unregelmäßig; t. außerordentlich schwach; t.; klein (beginnende Tuberkulose); schwach, kaum wahrnehmbar; wird im Laufe des Tages langsamer, morgens häufiger; klein, ungleichmäßig, sehr ungleich, unregelmäßig, zeitweise aussetzend; schwach, zitternd (von Überarbeitung).
Puls sehr häufig und klein, 140; erster Herzton kaum hörbar. θ Typhus.
Allgemeine Trägheit des Kreislaufs.
ÄUSSERE BRUST [30]
Eigentümliches Zusammenziehungsgefühl des Brustbeins.
Zucken, Subsultus aller Brustmuskeln.
Druck auf die rechte Brust nahe der Brustwarze, klopfend wunder Schmerz.
(OBS :) Schmerzhafter Druck auf die Mitte des Brustbeins, < beim Einatmen. θ Beginnende Tuberkulose.
Scharfe Stiche: wie Splitter im Pectoralis nahe der Brustwarze, zuerst rechts, dann links, später an den untersten Rippen; an verschiedenen Teilen des Thorax.
Schmerz in den linken Zwischenrippenmuskeln.
Zuckungen der Brustmuskeln.
Einschießend reißende Schmerzen auf kleinen Stellen.
(OBS :) Klopfend dumpf schmerzender Schmerz auf kleinen Stellen der Brust. θ Beginnende Tuberkulose.
Wundheit tief in der Brust an zwei Stellen, vier Zoll zu beiden Seiten des Brustbeins; es schmerzt oder schwächt sie beim Atmen oder Sprechen.
Reichlicher Schweiß auf der Brust während der Nacht.
Brennende, beißende Pickel auf der äußeren Brust.
HALS UND RÜCKEN [31]
Spannung in der Gegend der Thymusdrüse.
(OBS :) Struma.
Halsdrüsen geschwollen. θ Chorea.
Die Muskeln im Hals fühlen sich wie zerschlagen an.
Stiche in den Halswirbeln.
Zucken der Nackenmuskeln.
Steifer Hals.
Spannung und Steifigkeit der Halsmuskeln.
Gefühl wie verstaucht im Hals beim Drehen des Kopfes nach links.
Sich bis in den Nacken erstreckend: Hexenschuß im Rücken.
Juckende Pickel am Hals.
Im Rücken unter den Schulterblättern nagender, einschießender, reißender Schmerz.
(OBS :) Stechen zwischen den Schulterblättern. θ Beginnende Tuberkulose.
Häufige scharfe Stiche wie von Splittern an den Brustwirbeln.
Fühlt sich an, als würden große Splitter in den Rücken gestoßen.
Heftige einschießende, brennende Schmerzen tief in der Wirbelsäule.
Krampfartiger, drückender, ziehender Schmerz beginnt vom Rücken aus und erstreckt sich bis zur Mitte der Brust und in den Ösophagus.
Schmerzhafte Pulsation im Spinalkanal.
Die Rückenmuskeln fühlen sich wie zerschlagen oder geprellt an; beim Vorbeugen fühlen sie sich verkürzt an.
Rückenschmerzen, die nachts den Schlaf stören; kann keine Lage zum Liegen finden, mit Hitze.
Dumpf schmerzender Schmerz längs der Wirbelsäule und in den Gliedern.
Schmerz im Rücken wie nach fortgesetztem Bücken.
Schmerz längs der Wirbelsäule, < beim Bücken.
Jede Bewegung, jede Drehung des Körpers verursacht Schmerz in der Wirbelsäule.
Krepitation in den Halswirbeln beim Bücken und Knacken längs der ganzen Wirbelsäule bei Bewegung des Körpers, in den Lenden beim Bücken.
Hexenschuß im Rücken, sich vom Kreuzbein bis zum Nacken erstreckend.
Nach dem Mittagessen Schmerz in der Wirbelsäule, besonders an einer handtellergroßen Stelle in der Mitte der Wirbelsäule; sehr berührungsempfindlich, ebenso bei jeder Körperbewegung.
Einschießende Schmerzen in einzelnen Wirbeln.
Heftige Stöße, ausgehend von einem der unteren Wirbel.
Empfindlichkeit einzelner Wirbel gegen den heißen Schwamm. θ Chorea.
Die ganze Wirbelsäule ist sehr berührungsempfindlich, selbst gegen einen Schwamm oder gegen das Anlehnen an einen Stuhl.
Beißendes Brennen an einer kleinen Stelle der Wirbelsäule.
Wirbelsäule berührungsempfindlich; < morgens.
Schmerz längs der Wirbelsäule an mehreren Stellen, druckempfindlich.
Gefühl, als breite sich kalte Luft von der Wirbelsäule über den Körper aus, wie eine Aura epileptica.
Kälte unter dem Schulterblatt, als wäre es von einem Stück Eis berührt worden.
Frösteln über den ganzen Rücken.
Kriebeln über Rücken und Glieder.
Laufende Hitze durch die Glieder.
Gefühl von Wundheit und großer Schwäche im Rücken.
Taubheitsgefühl und Schwäche im Rücken. θ Chorea.
Große Unruhe und Schwäche in der Wirbelsäule, mit Zuckungen.
Große Schwäche in den Rückenmuskeln, kann kaum gerade sitzen.
Eigentümliches Gefühl von Schwäche und Steifigkeit zwischen den Schultern; erstreckt sich in den Hals.
Beim Bücken schmerzt die Wirbelsäule, als sei sie zu schwach zum Tragen.
Gefühl, als kröchen Ameisen längs der Wirbelsäule.
Brennen, Beißen am Rücken.
Jucken am Rücken; eiternde Pickel.
Heftige Schmerzen im ersten und zweiten Lendenwirbel beim Drehen.
Schmerz in den ersten beiden Lendenwirbeln, mit Kältegefühl in den Glutäalmuskeln, sich die Beine hinab verbreitend, und Formikation in den Füßen.
Wirbelsäule empfindlich gegen Druck eines heißen Schwammes in der Gegend des zweiten und dritten Lendenwirbels. θ Chorea.
Empfindlichkeit der Lendenwirbel. θ Chorea.
Schmerz in der Lendengegend und im Kreuzbein , besonders bei Anstrengung am Tage und im Sitzen; Schmerz, wund, dumpf schmerzend; Rücken nicht berührungsempfindlich.
Druck im Kreuzbein wie eine schwere Last, als wolle es bersten.
Schmerz im Kreuzbein: eine Art Hexenschuß; erstreckt sich längs der Wirbelsäule bis zum Nacken; < abends oder geht in die unteren Extremitäten.
Plötzlicher heftiger Stich im Kreuzbein beim Gehen im Freien.
Schmerz in Rücken und Kreuzbein so heftig, daß er im Bett bleiben muß; etwas Herzklopfen, kein Appetit, kein Stuhl, aber häufiger Abgang von blaßgelbem Harn.
Wie zerschlagen im Kreuzbein oder Gefühl wie ausgerenkt.
Fühlt Herzklopfen sogar im Os coccygis.
Trockenes Gefühl im Os coccygis.
OBERE EXTREMITÄTEN [32]
Schultergelenk wie ausgerenkt.
Krampfartiges Schütteln der linken Schulter.
Reißen in der rechten Schulter.
Schießen in der Axilla.
Eisiges Gefühl in der rechten Axilla und am linken inneren Knöchel.
Rheumatismus des rechten Deltoideus, schlimmer beim Rückwärtsbewegen des Gelenkes, mit großer Schwäche in den Lenden, Verstopfung und vermindertem Wasserlassen.
Krampfartige Schmerzen im linken Oberarm unterhalb des Deltoideus, gefolgt von ähnlichem Schmerz im rechten Oberschenkel.
Verstauchungsgefühl im Deltoideus und als seien tausend Splitter darin beim Heben des Armes; um 5 Uhr nachmittags.
Ziehender Schmerz: vom linken Oberarm in den Unterarm; in den Muskeln des linken Unterarmes.
Reißen im linken Oberarm, in den unteren Zähnen und im linken Ohr, mit heftigem Juckreiz im Ohr; Schmerzen < durch Liegen auf der schmerzhaften Seite; von 2 Uhr nachmittags bis zum Abend.
Unregelmäßige und gehetzte Bewegungen der Arme.
Zucken und Krämpfe in den Armen, aufhörend bei harter Arbeit mit den Händen.
Heftiger Stoß des linken Armes, gefolgt von wellenförmigen Zuckungen der Bauchmuskeln; während der Siesta.
Oberarm erschüttert wie von einem elektrischen Schlag.
Subsultus tendinum am Oberarm.
So ständige Bewegungen der oberen Extremitäten, daß der Puls nicht gefühlt werden kann; die unteren Extremitäten an den Rumpf angezogen; t.
Unregelmäßige schnelle Bewegungen der oberen Extremitäten; t.
Spannung im linken Oberarm.
Muß die Arme oft in eine andere Lage bringen.
Heftiger lähmender oder paralytischer Schmerz in linker Hand und Arm fünf Minuten nach Beginn des Herzklopfens.
Kann seinen Arm nicht heben; Arme steif.
Prostration, Müdigkeit und gelähmtes Gefühl im linken Arm.
Brennen oberhalb des linken Ellenbogens.
Juckreiz an den Armen.
Brennender Juckreiz an beiden Händen, als wären sie erfroren; Teile heiß, geschwollen, rot.
Brennend juckende, hirsekorngroße Pickel an den Armen.
Ein kleiner schmerzhafter Abszeß in der Mitte des rechten Deltoideus.
Heftige rheumatische Schmerzen im Unterarm, bis in den Daumen reichend; nachmittags, in Ruhe.
Ziehen im Unterarm, links oder in beiden.
Reißend ziehende Schmerzen im linken Ellenbogengelenk.
Rheumatische oder gichtische Steifigkeit der linken Hand und des Ellenbogengelenkes.
Elektrische Stiche im Olecranon jedes Armes.
An der Ellenbogenspitze Kälte wie von Eis.
Unterarm: Reißen in den Knochen des linken; Reißen zwischen den Knochen; starke schmerzlose Pulsation nahe und oberhalb des rechten Olecranon; Spannung, Lahmheitsgefühl und Taubheitsgefühl; Auffahren und Zittern auf der Oberseite der rechten Hand, sich bis zum Handballen erstreckend; drückendes Zittern in der rechten Hand.
An der Streckseite des rechten Unterarms plötzlicher entsetzlicher Schmerz wie tausend Splitter, mit vorübergehendem Gefühl, als werde er das Bewußtsein verlieren.
Gefühl wie von Splittern in der Spitze des linken Ellenbogens.
Brennen an der Vorderseite des linken Unterarmes nahe dem Handgelenk, als hätte er sich verbrannt.
Brennender Juckreiz am rechten Unterarm; nach Kratzen weiße Knötchen, hirsekorngroß, und kleienförmiges Abschälen.
Juckreiz an der Ellenbogenspitze.
Reißen: im linken Handgelenk; in beiden Händen.
Brennend wunder Schmerz in der Haut der rechten Hand vom Handgelenk bis zum Daumen und Zeigefinger; geringste Berührung mit dem Finger schmerzhaft.
Zittern und Kälte der Hände. θ Von Überarbeitung am Schreibtisch.
Zittern der Hände. θ Typhus.
Rechte Hand unsicher beim Schreiben; Arm fühlt sich vom vielen Schreiben gelähmt an.
Linke Hand bis zum Unterarm nachts im Bett eingeschlafen; nachdem er beim Spaziergang einen kleinen Jungen geführt hatte.
Kalte Hände.
Hände fröstelig, Nägel blau, mit kleinem hartem Puls und Prostration des ganzen Körpers, mittags.
Gesicht und Hände blau und eisig kalt.
Manchmal warmer Schweiß auf den Handflächen.
Juckreiz am rechten Handgelenk.
Juckreiz, Rötung und Brennen in den Händen wie Frostbeulen.
Reißendes Brennen in den Daumen, Stiche wie Nadeln.
Krampfartiger Schmerz im Daumen.
Reißen zwischen Daumen und Zeigefinger.
Ziehendes Reißen im linken Zeigefinger wie von Splittern.
Brennen und Kriebeln im rechten Zeigefinger, als käme ein Panaritium.
Eisig kalte Empfindung im Gelenk des Mittelfingers; etwas gerötet und berührungsempfindlich; heftiges Reißen.
Finger werden oft taub und bleiben lange empfindlich gegen Kälte.
Reißen im linken kleinen Finger.
Häufige plötzliche Bewegungen der rechten Finger.
Reißen in den Gelenken und Ziehen wie im Periost aller Finger.
Steifigkeit der Finger von Gicht.
Finger jucken, brennen und sehen rot aus, als wären sie erfroren.
Fingerspitzen blau; t.
Nägel blau.
UNTERE EXTREMITÄTEN [33]
Schmerzen über beiden Hüftgelenken, er steht steif auf.
Spannend-drückendes Reißen in den Hüftgelenken, als würden die Knochenköpfe aus ihren Pfannen gezogen.
Heftiger ischiadischer Schmerz; weder Berührung noch Druck, weder Gehen noch Ruhe haben Einfluß, aber < durch Bücken oder Lagewechsel.
Dehnungsschmerz in den Acetabula.
Stiche, Druck und Gefühl der Ausrenkung oder wie zerschlagen im Hüftgelenk.
Kälte in der Gegend des Trochanter; in Zwischenräumen erschütternde, stoßende Erschütterungen bald in der linken Hüfte, bald in der rechten Hand, beginnend in den Gelenken der unteren Extremitäten.
Schmerzen in den Beinen, besonders in der Gegend des rechten Hüftgelenks, wie von Ermüdung.
Juckreiz an den Kondylen des Hüftbeins.
Heftige Schmerzen in den Gliedern, besonders in der linken Hüfte unter den Glutäalmuskeln.
Im linken Gesäß heftiges Reißen mit Kältegefühl, weckt ihn aus dem Schlaf.
Zucken der Glutäalmuskeln.
Eisige Kälte von den Glutaeen bis zu den Füßen, am meisten in den großen Zehen, mit Taubheitsgefühl und Zuckungen.
Furunkel am rechten Gesäß, hühnereigroß, sehr schmerzhaft, entleert am siebenten Tag schwarzes Blut, mit heftigsten brennenden Schmerzen; dauerte fünf Tage.
Drücken in den Schenkeln, < rechts.
Gefühl eines Pfropfes an der Außenseite des Schenkels, oberhalb des Knies.
Reißend ziehend im Schenkel, bis zum Knie reichend.
Sehnen des Schenkels wie gespannt.
Von der Leiste bis zur Mitte des vorderen Schenkels heftige Kontraktion in den Beugern.
Reißen vom Hüftgelenk bis zum Knie, mit Taubheitsgefühl.
Übereinanderschlagen der Beine verursacht Schmerz in den Schenkeln.
Die Schenkel schmerzen wie nach einer langen Fußreise.
Schmerzhafte Müdigkeit und Schwere in den Schenkeln.
Elektrische Stiche oder krampfartiger Schmerz in der Vorderseite des Schenkels.
Brennen, Jucken an der inneren und vorderen Schenkelfläche.
Beißende und brennende Pickel oberhalb des Knies.
Längs der ganzen Beugeseite des Schenkels heftiges Brennen und später ein dicker Ausschlag wie von Nesseln.
Vorn am Schenkel und an den Gesäßbacken sehr schmerzhafte Furunkel.
Im Kniegelenk: Ziehen, Reißen, Stechen; Schwäche; Verstauchungsgefühl.
Reißendes Ziehen im Knie; < Sitzen, > Gehen.
Heftige Stiche in beiden Knien, gefolgt von Schwäche.
Muskelzuckungen oder Schwäche in den Knien, sie schlagen aneinander.
Juckreiz, heftiger Schmerz, zitteriges Gefühl oder Kälte an einer kleinen Stelle der Kniekehle.
Schmerz in den Knochen der Unterschenkel, bisweilen wie im Periost.
Schmerzen in den Beinknochen, wie im Mark.
Heftige drückende Schmerzen in der linken Tibia, morgens beginnend, < mittags, > nachmittags und abends.
Schmerzen ähnlich syphilitischem Knochenschmerz, nicht schlimmer in der Wärme des Bettes, eher besser.
Reißend ziehende Schmerzen in den Schienbeinen, < Sitzen, > Gehen.
Brennen in der Tibia.
Schmerzen in den Beinen am deutlichsten beim Stehen oder Sitzen; > beim Gehen oder durch Bewegung.
Dumpfer Schmerz längs der Tibia; ziehende Schmerzen im Schienbein.
In den Waden: Reißen; schmerzhafte Kontraktion; Stiche; Brennen; Schwere.
Beim Gehen abwechselnde Streckung und Beugung der unteren Extremitäten, ein seltsames Heben und Senken des Körpers verursachend, begleitet von heiterem, zusammenhanglosem Reden; t.
Schwere, Müdigkeit oder Reißen mit paralytischem Taubheitsgefühl in den Unterschenkeln.
Schmerzhafte Prostration in den Beinen, kann keine Treppe hinaufgehen.
Die Beine schmerzen wie nach einer erschöpfenden Krankheit.
Untere Extremitäten schwach, müde, können den Körper nicht tragen, kann nicht stehen, muß sitzen.
Schwere: als hänge Blei an den Beinen; mit Mattigkeit.
Gewicht in den Beinen; sie fühlen sich müde an und als wären sie unter ihm weg geschlagen worden.
Schwach und schwer in den Beinen den ganzen Tag; gelber Harn.
Beim Übereinanderschlagen der Schenkel fühlt er heftigen Schmerz darin.
Zittern der unteren Extremitäten.
Elektrischer Schlag durch die unteren Extremitäten, besonders links, weckt ihn plötzlich auf.
Ruckartige Bewegung in den unteren Extremitäten.
Plötzliche Erschütterungen in den Beinen.
Muskelzucken, gefolgt von beißendem Juckreiz an den Fußsohlen.
In den unteren Extremitäten: Kälte, Brennen, abends und nachts reichlicher Schweiß.
Nachts in der Wärme des Bettes Jucken, zum Kratzen zwingend, blutige Striemen hinterlassend.
Brennen am rechten Unterschenkel.
Brennender Juckreiz, Haut trocken und schuppend oder kleine Knötchen.
Schwitzt viel am Unterschenkel.
Ziehende, drückende Schmerzen in den Beinen; besonders in den Knöcheln.
Schmerz < im Stehen, muß gehen oder sitzen.
Schmerzen im Sprunggelenk wecken ihn um 2 Uhr morgens.
Krampfartiger Schmerz in den Sprunggelenken, bis über die Fersen reichend; einschießend brennende Schmerzen.
Kriebeln und Jucken auf den Fußrücken.
Schießen in den Mittelfußknochen und Füßen beim Gehen.
Füße bis zu den Knöcheln eiskalt.
Brennen in den Füßen, als glühe das Blut in den Venen.
Große Schwäche, Schwere oder Formikation in den Füßen.
Steifigkeit der Achillessehne.
Fersen wie zerschlagen beim Stehen.
In den Sohlen: Reißen, Schießen, wie Splitter, beißender Juckreiz.
Krampf in den Sohlen nachts.
Rechte kleine Zehe schmerzt wie von engen Schuhen, in der linken zweiten Zehe dieselbe Empfindung in einem Hühnerauge.
In der großen Zehe: Reißen, ruckartiger Schmerz, Bohren, plötzliche Stiche wie Splitter.
In allen Zehen: Ziehen, Bohren, Schießen, Kriebeln oder Prickeln; schmerzhafte Schwellungen, wie eingewachsene Nägel; Juckreiz, Brennen und Rötung, als wären sie erfroren.
Schmerz und Entzündung frostgeschädigter Zehen.
Frostbeulen.
Heftige Schmerzen in einem Hühnerauge an der rechten kleinen Zehe.
EXTREMITÄTEN IM ALLGEMEINEN [34]
Reißen im linken Unterarm und rechten Schenkel.
Reißen in den Gliedern, < in Ruhe oder im Sitzen, > bei Bewegung.
Einschießende Schmerzen: in allen Gliedern; am meisten in Knien und Nacken; rechtes Knie < beim Treppensteigen; in Fingern und Zehen.
Heftige Schmerzen die ganze Nacht längs des Rückens, auf der Brust, in den Lenden und Beinen.
Schmerz im rechten Knie und in der linken Hand; der Schmerz wechselt etwa jeden dritten Tag seinen Ort; während des Anfalls Husten nur beim Umhergehen; Schmerzen < wenn er morgens zu gehen beginnt. θ Rheumatismus.
Reißen und Ziehen in Röhrenknochen, < an ihren Enden.
Schmerzen in den Knochen der Beine und des Unterarms, abwechselnd mit ähnlichen Schmerzen in der rechten Tibia.
Knacken und andere Geräusche in den Gelenken.
Zittern der Glieder.
Unruhiges, zitteriges Gefühl in oberen und unteren Extremitäten, mit Schütteln und Zucken.
Subsultus tendinum.
Alle Glieder wie zerschlagen nach geringer Anstrengung.
Nach wiederholter und starker Epistaxis große Wundheit und geprelltes Gefühl in den Gelenken der Glieder.
Muskuläre Wundheit, wie sie in manchen Fällen nach Fieber zurückbleibt, in Influenzaanfällen.
Heftige ulzerative Schmerzen in den Gliedern verhindern nachts den Schlaf, vom linken Ellenbogen bis zum kleinen Finger und von den Waden bis zur Ferse, mit klopfenden Schmerzen in der kleinen Zehe; allgemeine Hitze. θ Ein junges, lepröses lahmes Mädchen.
Fühlt, als gehörten ihr die Glieder nicht zu.
Schmerzen in den Gliedern mit Lahmheitsgefühl und Taubheitsgefühl.
Schwäche und Kälte in den Gliedern. θ Chorea.
Glieder kalt, blau; t.
Livide Glieder. θ Typhus.
Formikation in oberen und unteren Extremitäten, als wären sie eingeschlafen.
RUHE. LAGE. BEWEGUNG [35]
In Ruhe: Schmerzen in Unterarm, Mittelfuß, Zehen; Symptome im allgemeinen <.
Im Stehen: Schwindel; Kopfschmerz; Druck im Magen; Spannung in der Leiste; Prostration in der Brust; sehr schmerzhaftes Herzklopfen; Schmerz im Kreuzbein, in den Lenden, im Daumen, in Beinen, Knien, Fersen und Zehen; Beine schwach.
Unsicherer Stand beim Stehen. θ Von Überarbeitung am Schreibtisch.
Bücken: Nase verstopft; Stiche unter den Rippen; Beklemmung am Herzen; Schmerz in der Wirbelsäule.
Nach Gebrauch der Beuger, besonders nach Bücken oder Vorbeugen, schmerzhafte Spannung und Wundheit an verschiedenen Stellen.
Im Sitzen: Schwindel; Kopfschmerz; Druck im Magen; Schneiden im Zwerchfell; kolikartiger Krampf im Magen; Spannung in der Leiste; Juckreiz am Skrotum; trockener Husten; Druck auf die Brust; plötzliche heftige Stiche in der Brust; Spannung im unteren Teil der Brust; ängstliche, unregelmäßige Herzschläge; wund wie zerschlagen in Hals, Lenden, Rücken, Kreuzbein, Hüften, Schenkeln, Knien, Schienbein, Gesäß und unteren Extremitäten; Stiche am äußeren Knöchel; Reißen in der inneren Ferse, im Fuß, in der großen Zehe, kleinen Zehe und in Hühneraugen; Krämpfe in den Muskeln; schmerzhafte Empfindungen im Anus verschwinden.
Muß sich hinsetzen, wenn der Husten kommt.
Nach Lagewechsel, besonders beim Aufstehen vom Sitzen und beim Gebrauch der Streckmuskeln, verschiedene schmerzhafte und andere Empfindungen in den Gliedern.
Rückenlage: Rasseln in der Brust; Schmerz im Hinterhaupt bis zur Glabella.
Schmerz in Kreuzbein und Lenden beim Liegen auf der rechten Seite, > beim Drehen auf die linke. Schlechter beim Liegen auf der leidenden Seite.
Im Bett liegend: Kopfschmerz, bis zum linken Ohr reichend.
Liegen: Sausen im rechten Ohr; Herzklopfen; Stöße am Herzen; Schmerzen in Lenden, Kreuzbein, Knien; Schüttelfrost; Zucken der Muskeln.
Mit jedem Versuch willkürlicher Bewegung nehmen die Zuckungen zu; nachts keine Zuckungen. θ Chorea.
Mäßige Bewegung: lindert Schmerzen in den Gliedern, im Kopf und in den Gliedern, im Kreuz, in den Knien, im Hühnerauge, auch Schwäche.
Bewegung: Bewegen des Kopfes, Hals schmerzt; jede Bewegung des Körpers, Rückenschmerz; fröstelig; Gelenke knacken; Druck in den Augen; Augäpfel brennen; Hände zittern; Spannung im unteren Teil der Brust.
Von geringster Anstrengung: reichlicher Schweiß.
Beim Treppensteigen: größte Müdigkeit in den unteren Extremitäten.
Bergaufgehen: macht ihn ohnmächtig.
Schlechter beim Gehen: Schwindel; Kopfschmerz; Durst; Stiche in der Brust; Schmerz in den Knien, sie geben nach; Schmerz in den unteren Extremitäten, im Sprunggelenk, in der Ferse, im Mittelfuß, in den Sohlen.
Vom Gehen: Schwindel; Magenbeklemmung; Kolik; Atembeschwerden; Stiche in der Lunge; Stiche im Kreuzbein; Druck im oberen Teil der Brust.
Unsicherheit beim Gehen, stößt an alles, was im Wege ist.
Unsicherer Gang. θ Chorea.
Beim Gehen verschwinden die Schmerzen in den unteren Extremitäten und Leisten.
Schenkel am meisten betroffen und schmerzhaft nach dem Gehen.
Beim Schreiben: Lahmheitsgefühl im Oberarm; Müdigkeit im Unterarm; Unsicherheit in der Hand; Krampf im Daumenballen.
Wenn sie nach einem Gegenstand greift, verfehlt sie gewöhnlich ihr Ziel. θ Klonische Augenkrämpfe.
Unsicherheit in seiner Haltung und beim Gehen. θ Chorea.
Er stolpert über alles, was ihm im Wege steht.
Lernte mit Mühe und spät gehen und sprechen. θ Klonische Augenkrämpfe.
Beim Umdrehen: Schmerz in Rücken oder Hals.
NERVEN [36]
Kraftzunahme während des Deliriums; t.
Der geringste Einfluß des Willens scheint die stärkste Wirkung zu haben; t.
Alle Bewegungen sind viel leichter und werden mit viel größerer Geschicklichkeit ausgeführt; t.
Außerordentliche Muskelkraft. θ Epilepsie.
Sie heben schwere Lasten auf und tragen sie mit großer Leichtigkeit weit fort; t.
Es scheint, als tanzten sie; sie machen mit den Händen die seltsamsten Pantomimen; t.
Sie laufen an Orte, wohin sie gar nicht gehen wollten; t.
Nervöse Erregung bis an die Grenze von Krämpfen.
Äußerste Schlaflosigkeit und Unruhe und fortdauerndes Fieber.
Nachts, 3 Uhr, erwacht er mit innerer Unruhe in allen willkürlichen Muskeln, gefolgt von Zittern und schließlich unwiderstehlichem Spielen und Zucken aller Muskeln.
Sehr unruhig. θ Typhus.
Zittern von Unterkiefer und Lippen.
Klappern der Kiefer und Zittern der Glieder. θ Typhus abdominalis.
Große Schwäche und Zittern. θ Prolapsus uteri.
Zitteriges Gefühl im ganzen Körper.
Zittern des ganzen Körpers. θ Typhus.
Zittern einzelner Teile oder überall. θ Chorea.
Zittern mit Ängstlichkeit und Prostration.
Zittern der Beine und Hände mit Schwäche; Wundheit der Wirbelsäule; < bei Herannahen eines Gewitters.
Zucken der Muskeln an verschiedenen Stellen, bald hier, bald dort; Subsultus tendinum.
Zucken und Krämpfe während des Schlafes.
Muskelzuckungen werden heftiger; nur wenige Stunden Schlaf. θ Chorea.
Zuckungen: der Augenlider und Augäpfel; der Wangen; hinten in der Brust; im Bauch.
Zucken der Arme hörte auf, wenn der Kranke sie bei seiner Schusterarbeit gebrauchte. θ Chorea.
Unwillkürliche Bewegungen (besonders bei Kindern) im Wachen; hören im Schlaf auf. θ Chorea.
Sobald sie morgens die Augen öffnete, begannen sich die beiden Augäpfel in Zwischenräumen von einer halben Sekunde nach rechts und links zu drehen, und dies dauerte den ganzen Tag.
Krampfartige Bewegungen, von einfachen unwillkürlichen Bewegungen und Rucken einzelner Muskeln bis zu einem Tanzen des ganzen Körpers. θ Chorea. θ Hysterie.
Eklampsie.
Häufige Anfälle leichter Konvulsionen. θ Klonische Augenkrämpfe.
Krämpfe in Händen und Füßen; Körper zuckend, als sei eine galvanische Batterie an die Wirbelsäule angelegt.
Konvulsionen und Tremor.
Konvulsionen, Fieber mit heißem Kopf, liegt in lethargischem Zustand; Verdrehung der Augen und Aufschreien im Schlaf. θ Nystagmus.
Katalepsie.
Epilepsie: mit großer Kraftanstrengung; nach Schreck, alle sieben Tage; er fällt hin und liegt fast regungslos; von unterdrückten Ausschlägen; zwei oder drei Anfälle in der Woche, nach Unterdrückung der Tinea capitis; Anfälle nehmen zuerst zu und dann allmählich ab.
Unbehagen und Schwere im ganzen Körper; allgemeines unbeschreibliches Unwohlsein.
Große Schwäche.
Kraftlosigkeit und große Müdigkeit, mußte wegen großer Schwäche im Bett bleiben.
Große Prostration und Unfähigkeit zu denken.
Erschöpfung mit Delirium; t.
Schwäche: nach Koitus; mit Zittern der Glieder; von geringster Anstrengung, mit häufigem Herzklopfen; mit Schwindel.
Wird von einem kurzen Spaziergang müde.
(OBS :) Größte Mattigkeit mit unwiderstehlicher Schläfrigkeit, > nach dem Essen.
Große Mattigkeit und Schwere in den Gliedern nach einem kurzen Spaziergang oder selbst im Bett, begleitet von Angst und Zittern. θ Beginnende Tuberkulose.
Große Schwäche und klebrige Schweiße; t.
Gefühl von Mattigkeit, als sei der Körper zerschlagen und die Gelenke ausgerenkt. θ Kopfschmerz.
Gefühl von Unruhe und Schwäche längs der ganzen Wirbelsäule. θ Kopfschmerz.
Lähmung der unteren Extremitäten, mit leichten Krämpfen der Arme.
Lähmung der oberen und unteren Extremitäten. θ Beginnende Erweichung des Rückenmarks.
Paraplegie von Stauung im Lendenteil des Marks.
Ein Kind von 15 Monaten, überall gelähmt, Augen verdreht, Gesicht bläulich-bleich, aufgeschwollen, kleiner unregelmäßiger Puls, leichtes Reißen und Zuckungen in den oberen Extremitäten; t.
In allen gelähmten Teilen heftige Schmerzen.
SCHLAF [37]
Sehr häufiges Gähnen den ganzen Tag.
Gähnen: jedesmal gefolgt von unwillkürlichem Lachen; macht ihn schwindelig; und Niesen, mit Schmerz im Kiefergelenk; mit Dehnen, vor allem der Arme; und Schüttelfrost.
Häufiges Gähnen: vor Krämpfen oder Kopfschmerzparoxysmen.
Schläfrigkeit, kann dem Schlaf nicht widerstehen, selbst bald nach dem Aufstehen.
Unwiderstehliche Schläfrigkeit am Tage. θ Prolapsus uteri.
Früh am Abend sehr schläfrig; muß zu Bett gehen, aber eine eigentümliche Furcht, als ob jemand käme und ihn störe, hindert ihn stundenlang am Einschlafen.
Große Schläfrigkeit und Müdigkeit tagsüber; nachts hindert ein Ideenstrom am Schlaf.
Schläfrig und schwer im Kopf, Nebel vor den Augen, Druck in den Augen, untere Extremitäten sehr müde.
Schläfrigkeit, besonders nach oder selbst während des Essens.
Nachmittags schläfrig und müde, mit sexuellem Verlangen.
Tagsüber müde und schläfrig, nachts schlaflos. θ Von Überarbeitung am Schreibtisch.
Beim Einschlafen fährt er zusammen, zuckt; plötzlich völliges Erwachen. θ Chorea.
Sopor und Konvulsionen; t.
Koma, mit Lähmung von Gesicht und Gliedern. θ Typhus.
Krampfhafte Zustände, die während des Schlafes aufhören.
Im Schlaf bemerkt man keinerlei Augenbewegung. θ Klonische Augenkrämpfe.
Unruhiger, ruheloser Schlaf; von heftigem Jucken und Brennen der Haut.
Unruhige Nacht und Frösteln.
Wirft sich wegen lästigen Kriebelns über den ganzen Körper, Kopf, Brust, Bauch und Füße herum.
Unruhige Nächte, leidet an Schmerzen in Rücken, Brust, Lenden und Schenkeln.
Unruhige Nacht, ein brennend juckender Schmerz an verschiedenen Teilen weckt ihn.
Unruhige Nacht, eine Schwere im ganzen Körper, in Kopf, Brust, Bauch und Füßen veranlaßt ihn zum Herumwerfen.
Unangenehme Träume, die ihn aus dem Schlaf wecken.
Träumt, er könne den Mund wegen Schmerzes im Kiefergelenk nicht öffnen, und man lasse ihn Ätzammoniak riechen, wodurch er erwachte.
Träume, als gehe er in seinem Zimmer auf und ab und lese, während er sicher weiß, daß er in seinem Bett ist; konnte es nicht überwinden.
Im Traum Angst, als ob er ersticke.
ZEIT [38]
Nachts: häufig ängstliches Erwachen; reißender Schmerz in der Kopfhaut; Sausen in den Ohren; Niesen im Schlaf; Schmerz in der rissigen Lippe; Zahnschmerz nach Mitternacht; Zähneknirschen (bei einem alten Mann).
Um 2 Uhr morgens: Schmerz im Sprunggelenk.
Morgen: Jucken der Kopfhaut; Augenkrampf; Zunge belegt; Hunger ohne Appetit; Diarrhöe; gesteigertes sexuelles Verlangen; Husten >; schleimiger Auswurf; Schleimrasseln in der Brust; Puls häufiger; Wirbelsäule empfindlicher; Schmerzen in der Tibia beginnen; Schmerz im rechten Knie und der linken Hand <.
Gegen Mittag: Kopfschmerz; Stich wie eine Nadel über der linken Braue; Zittern des linken Oberlides; Übelkeit; Drücken um den Nabel; unerquickliches volles, schweres Gefühl im Anus; Stechen und Spannung in der Brust; Rückenschmerz; Schmerz in beiden Tibiae; üble Laune.
Mittags: Kopfschmerz; Druck wie ein Sandkorn unter dem Oberlid; Zittern des linken Oberlides; sehr unerquicklicher salziger, bitterer, süßlich-metallischer Geschmack, am meisten an der Zungenwurzel; Magenkrampf; plötzlicher Stich in der Lebergegend; Kolik; Druck, Hitze und Juckreiz im Anus; Husten mit Niesen; Schmerz in der Brust, in der Herzgegend; Stich im Kreuzbein; in der linken Tibia; Brennen läuft das ganze Hühnerauge der kleinen Zehe entlang.
Nachmittags: Schwindel und dumpfer Kopf; Schmerz über den Augen, im Scheitel, im Hinterhaupt; schmerzhafte Empfindlichkeit im oberen Teil der Nase; Schnupfen; Zahnschmerz und Schmerz im Unterkiefer; unerquicklich süßlicher Geschmack; heftiger Durst; häufiges Aufstoßen; Druck oder Brennen und bohrender Schmerz im Epigastrium; dumpfer Druck im Hypochondrium; Stiche in der Milzgegend; Rumoren im Bauch; Schneiden zuerst im Ober-, später im Unterbauch; weicher, dunkelgrüner Stuhl; Stuhl mit reichlichem Wasserlassen; Harn milchig, feurig; Ziehen in beiden Hoden; heftiger Husten; Druck hier und da in der Brust; plötzliche Stiche tief in der Brust; Wundheit in der Brust <; ständiger Druck nahe dem Herzen und ununterbrochenes Herzklopfen; unregelmäßige Herzschläge; Hals aufgedunsen; plötzlicher heftiger Stich im Kreuzbein; Schmerz und Lahmheitsgefühl im Arm; Schmerzen im Ellenbogen und Unterarm; Brennen im rechten Daumen; im rechten Hüftgelenk und längs der Außenseite des Unterschenkels lästige Schmerzen; Ziehen, Reißen im Schenkel; elektrischer Schlag durch die Beine; Nachgeben des Knies mit schmerzhaftem Ziehen an der Rückseite des linken Unterschenkels; Stechen in der rechten kleinen Zehe; Schmerzen in Hühneraugen; epileptischer Stoß des Körpers; Schläfrigkeit; Kriebeln überall.
Abends: allgemeines Unwohlsein; Schwindel mit Verlust des Sehens und Schwäche; Doppeltsehen; momentaner Ruck in der Kopfseite; zähe gelbe Feuchtigkeit in den inneren Augenwinkeln; blubberndes Geräusch im rechten Ohr und Klang, als läuteten in der Ferne Glocken; Wärme im Gesicht; Vorderzähne wie zu lang und empfindlich; schlechter Geschmack kehrt zurück, mit Brust- und Bauchsymptomen; Zungenspitze fühlt sich wund an; mehr Appetit, sogar Heißhunger; plötzliche Übelkeit und Erbrechen von Speisen; Brennen in der Magengegend, mit krampfartigem Ziehen in die Brust hinauf; Bohren, Kneifen, Schneiden im Bauch; schneidender Juckreiz im Rektum; Spannung in der rechten Leiste; unangenehme Empfindung in der Harnröhre; Ziehen in den Hoden, < Husten bei Schneuzen oder Auswurf von Schleim; Stiche in der Lunge; heftiges Herzklopfen; Brennen oder Jucken am Brustbein; Zittern in den Muskeln der rechten Lende; Spannung längs der ganzen Wirbelsäule; Schmerzen im Rücken des Kreuzbeins; Jucken am Rücken und entzündete Knötchen; Reißen im linken Oberarm; nadelartige Stiche im linken Daumen; im rechten Hüftgelenk und an der Außenseite des rechten Unterschenkels sehr quälende Schmerzen; elektrischer Schlag in den unteren Extremitäten; Schmerzen in den unteren Extremitäten; Brennen im oberen Teil des Fußes und heftige Schmerzen in der kleinen Zehe; Schmerzen in Hühneraugen; Gähnen; Schwäche; Kriebeln und Frösteln, Schüttelfrost; Hitzeanfall; Schweiß ohne Hitze.
TEMPERATUR UND WETTER [39]
Sehr empfindlich gegen kühle Luft.
Kalte Luft: verstärkt Ohrenschmerz und Zahnschmerz; beim Hinaussehen aus einem offenen Fenster Zahnschmerz und Schmerzen in den Gliedern; friert leicht, die geringste kühle Luft macht „Gänsehaut“.
Friert leicht bei geringer Bewegung und in kühlerer Luft oder wenn ein kalter Finger eine warme Körperstelle berührt.
Sehr empfindlich gegen Kälte, vor allem Hände und Füße; sein Gesicht ist blaß und eingefallen.
Bei kaltem Wetter <, besonders Kopfschmerz.
Wenn nachts die Bettdecke gehoben wird, Kriebeln und Schüttelfrost.
Kaltes Wasser zu trinken steigert nachher seine Wirkung und verlängert sie; t.
Nach einem Schluck kalten Wassers: Zahnschmerz; Übelkeit.
Waschen oder Baden lindert.
Juckreiz, Brennen und Rötung der Finger, Zehen und anderer Teile, als wären sie erfroren.
Beschwerden durch Frost. θ Kopfschmerz. θ Frostbeulen.
Frostbeulen, Erfrierungen und alle Folgen der Einwirkung von Kälte, besonders im Gesicht.
Im Freien: Schwindel > oder <; Drücken im Auge; vorübergehende Anfälle von Betrunkenheit; Kopfschmerz; Übelkeit; Kolik, Stiche im Kreuzbein; Stumpfheit; Schläfrigkeit.
Gehen im Freien: Taumeln; dabei ein blitzartiger Stich durch das Gehirn; halbseitiger bohrender Kopfschmerz; Verschwinden des Sehens; Singen im rechten Ohr; Druck im Magen; Gefühl wie Ausrenkung in der Leiste; plötzliche heftige Stiche im Kreuzbein; schmerzhaftes Ziehen im rechten Fuß; müde in den Füßen, schwach; ein schmerzhafter Druck in der Gegend der rechten Brustwarze, als würde ein tiefer Atemzug seine Ursache beseitigen; häufiges Gähnen.
Nach einem Gang im Freien: so plötzliche Schwäche, daß er kaum weiterkommt; starke flüssige Stühle mit Brennen im Anus und reichlicher Schweiß sogar auf der Kopfhaut; Puls häufig und klein.
Im Zimmer: Schwindel < oder >; Übelkeit; Frösteln; alle Symptome < in geschlossenen Räumen und in Ruhe.
Im hellen Sonnenschein: wie betrunken. Hitze der Sonne: verursachte heftigen Schwindel.
In der Wärme des Bettes: Füße brennen.
Wirbel empfindlich gegen einen heißen Schwamm. θ Chorea.
Schlechter vor einem Gewitter. θ Chorea.
FIEBER [40]
Fröstelgefühle über den Körper, laufen von oben nach unten.
Schauder: mit bitterem Erbrechen nach dem Abendessen, dauert die ganze Nacht.
Fröstelt mit Kopfschmerz, Schwindel, kalten Händen und Füßen; Frösteln läuft die Glieder entlang.
Fröstelgefühl: mit Gähnen; blauen Händen; Kraftmangel; übler Laune; stumpfen Sinnen und Appetitlosigkeit; mittags.
Fröstelt die ganze Zeit, kann im Zimmer nicht warm werden, früh am Morgen.
Nach dem Schlaf Frösteln am ganzen Körper, besonders aber in den Füßen.
Fröstelig bei geringer Bewegung oder beim Hochheben der Bettdecke.
Großes Frösteln im Freien, geht durch den ganzen Körper.
Inneres Frösteln: bei kühler Haut; bei natürlicher Wärme der Haut; abends.
Empfindung, als werde er von Eis berührt, im Takt mit dem Puls.
Kältegefühl an der rechten Seite des Stirnbeins, obwohl die Oberfläche sich warm anfühlt.
Kälte an den Gesäßbacken.
Kalte Hände und Zehen, mit gespanntem Puls.
Kalte und blaue Glieder; t.
Kälte und Hitze im Wechsel, gegen Abend.
Unangenehme Kühle im ganzen Körper nach dem Zubettgehen.
Körper kalt, Kopf heiß.
Teilweiser Schauer am oberen Teil des Körpers.
Frösteln bei warmem Gesicht, warmen Händen und Füßen.
Schüttelfrost mit Gähnen; das Frösteln dauert an, bis er schüttelt.
Schauder im Rücken, als liefe kaltes Wasser hinab, wenn er sich im Stuhl zurücklehnt.
Fieberhaftes Frösteln jeden Abend ohne Durst und ohne Hitze.
Schüttelfröste beim Heben der Bettdecke.
Während heftigen Schüttelfrostes nach dem Auskleiden am Abend eigentümliche Neigung zu lachen.
Allmählich zunehmender Frost, Gesicht und Hände bläulich, eisig kalt; Puls sehr klein und hart, vormittags 10 bis 11 Uhr.
Frostanfälle, den ganzen Körper schüttelnd; kalte Hände, zittern beim Schreiben; Gesicht warm, kein Durst und keine nachfolgende Hitze.
Heftiger Frost mit Gänsehaut, gefolgt von Hitze im Kopf, schmerzhaftem Klopfen in der Stirn und Schweiß.
Nach kurzem Dösen heftiger Frost, Zähneklappern, liegt zusammengekrümmt, heftiger Kopfschmerz, Hände blau, kein Durst.
Hitze gering, vorwiegend am oberen Teil des Körpers.
Hitze im Gesicht und in der oberen Körperhälfte in wiederholten Anfällen, fünf bis zehn Minuten dauernd.
Hitze überall: wird brennend, er muß die unteren Extremitäten entblößen; das Blut scheint glühend durch die Gefäße zu laufen; Puls stark, hart, gespannt und häufiger, verschwindet allmählich nach Mitternacht.
Hitze nachts; Umdrehen im Bett oder Heben der Decken macht sie fröstelig.
Heftige Hitzeanfälle, abends; Wangen glühend, Hände kalt, ständiger Durst, kein Schweiß.
Häufige Fieberanfälle mit Hitze im Kopf, verbunden mit einem soporösen Zustand, Rollen der Augen und Schreien im Schlaf. θ Klonische Augenkrämpfe.
Hitze und Schweiß anfallsweise den ganzen Nachmittag, mit dumpfem Kopfschmerz, ohne Durst.
Allgemeine Hitze mit kalten Fingerspitzen, trockenen Lippen, Durst, sauberer Zunge, Appetitmangel, mit heftigen Schmerzen in oberen und unteren Extremitäten. θ Ein junges lepröses Mädchen.
Fortdauernde Hitze, gefolgt von Schweiß.
Ängstliches Herzklopfen verursacht nachts Schweißausbruch.
Schweiß am meisten an den unteren Extremitäten, abends und nachts.
Schweiß den ganzen Vormittag.
Nachtschweiß gegen Morgen, mit Erleichterung.
Viel Schweiß mit Ohnmacht.
Schweiß überall, selbst auf der Kopfhaut.
Kalter Schweiß; t.
Klebriger Schweiß und große Prostration; t.
Mit Schweiß erschöpftes Gefühl und Zittern der Glieder, Heißhunger.
Schweiß: fettig, aber nicht unerquicklich, die ganze Nacht, im Schlaf; von geringster Anstrengung; oft nur an der Vorderseite des Körpers; nachts, besonders an den Beinen; kalt, im Gesicht, am Hals und auf der Brust; reichlich.
Schweiß beim Gehen oder bei der geringsten Anstrengung.
(OBS :) Leichte Bewegung verursacht Schweiß; ölige Nachtschweiße. θ Beginnende Tuberkulose.
Koma nach fieberhafter Erregung des Zahnens; Augen halb offen, die Weiße zeigend; Atmung nicht beschleunigt, aber oft eine tiefe Inspiration, gefolgt von einem Seufzer und leichten krampfartigen Zuckungen der Extremitäten.
(OBS :) Ataktischer Typhus.
(OBS :) Hartnäckig, intermittierend.
ANFÄLLE, PERIODIZITÄT [41]
Periodizität. Anfallsweise: Jucken auf der Kopfhaut; heftiger Druck auf den rechten Augapfel nach oben und außen; Husten; Schmerz im Brustbein; Schmerz zwischen dem achten und neunten Brustwirbel; Hitze im Gesicht.
Vorübergehende Stiche im Augapfel.
Druck zuerst in der linken, dann in der rechten Augenbraue.
Nachdem der Zahnschmerz nachläßt, kehren die Beschwerden im Bauch zurück.
Periodisches Hinaufziehen bis zum Zungenbein.
Erwacht genau um Mitternacht drei Nächte hintereinander.
Alle sieben Tage. θ Epileptische Anfälle.
LOKALITÄT UND RICHTUNG [42]
Sehr oft erscheinen Beschwerden diagonal; das heißt, sie treten in der linken oberen und rechten unteren Seite auf. [Obs. Wenn wir die Symptome unserer Materia medica hinsichtlich rechter und linker Seite vergleichen, so werden wir finden, daß bei vielen von ihnen ein ausgesprochener Unterschied zwischen oberen und unteren Gliedmaßen hinsichtlich der Seiten besteht, wobei die eine oder andere Seite überwiegt. Amanita ist eines der wenigen Mittel, bei denen die Symptome zur selben Zeit an entgegengesetzten Seiten, aber diagonal auftreten. Wenn nach Gabe eines Mittels die Symptome nicht in umgekehrter Richtung ihres Ursprungs verschwinden, so können wir wissen, daß es nicht das richtige Mittel ist].
Von innen nach außen: Stiche in Brust und Bauch.
Von außen nach innen: drückende, bohrende, ziehende Schmerzen.
Von unten nach oben: ein schneidend-bohrender Schmerz von den Nasenlöchern zum Stirnbein hinauf; Ziehen vom Becken zu den Hypochondrien hinauf.
Von hinten nach vorn: heftiges momentanes Reißen durch die Brust.
Von links nach rechts: einschießender Kopfschmerz; schmerzhaftes Ziehen in der Stirn; Druck über den Augen; Schmerz in den Schläfen; Fließschnupfen; Grimmen im Bauch; Schmerz in der Tibia; Splittergefühl in den unteren Extremitäten.
Von rechts nach links: Stiche in den Schläfen; brennende Wundheit im Rücken.
Schlimmer linke Seite: innerer Kopf, äußere Ohren, Zähne, Bauch, Leiste, männliche Teile, Schulter, Ober- und Unterarm.
Schlimmer rechte Seite: äußerer Kopf, Hypochondrium, Lenden und untere Extremitäten.
Sehr wenige halbseitige Symptome.
EMPFINDUNGEN [43]
Schwere wie nach Trunkenheit; als berühre scharfes Eis den Kopf oder als durchbohrten ihn kalte Nadeln; als werde ein Nagel in die rechte Kopfseite gestoßen; verschieden in der linken Hälfte des Hinterhauptbeins; wie von subkutanen Geschwüren in der Kopfhaut; Stich wie von einer eiskalten Nadel im Ohr; als wären Ohren, Nase und Gesicht erfroren; als seien Splitter in den Kiefer gestoßen worden; wie von Nadeln im Kinn; die Zähne fühlen sich zu lang an; wie von Pfeffer an der Zungenspitze; wie von einem Adstringens auf Zunge und im Hals; als stecke ein Fremdkörper in der Rachenenge; Halstuch scheint zu eng; brennend-kühlendes Gefühl wie nach dem Essen von Kresse längs des Ösophagus; dumpfer Druck wie von einem Fremdkörper im Magen; Rucken wie von einem schweren Gegenstand im Magen; Beine wie überall von eiskalten Nadeln gestochen; als habe die Leber an Gewicht zugenommen; wie von einer Schwellung vom linken Unterbauch zum Rücken; Hohlheit im Bauch; als sei in den Lenden etwas verrenkt; Kriebeln wie von Würmern im Anus; Kälte die Beine hinab beim Wasserlassen; Stich wie von glühendem Eisen in der Harnröhre; schmerzhaftes Zurückziehen der Hoden gegen den Leistenring; unerquickliches Kriebeln vorn am Penis, muß ihn zusammendrücken; ängstliches Gefühl in der Brust; als sei die Brusthöhle verengt; Gefühl eines Klumpens im Epigastrium; fühlte mehrere Schläge im Herzen mit Zittern; wie Splitter im Pectoralis nahe der Brustwarze und im Rücken; wie nach fortgesetztem Schmerz im Rücken; Stöße ausgehend von unteren Wirbeln; als breite sich kalte Luft von der Wirbelsäule über den Körper aus; als wäre unter dem Schulterblatt ein Stück Eis angelegt; Wirbelsäule wie zu schwach zum Tragen; als kröchen Ameisen längs der Wirbelsäule; wie von einer schweren Last im Kreuzbein, als wolle es bersten; eine Art Hexenschuß; wie zerschlagen im Kreuzbein oder Gefühl der Ausrenkung; fühlt Herzklopfen im Steißbein; als seien tausend Splitter im Deltoideus, an der Streckseite des rechten Unterarms, im l. Ellenbogen und Zeigefinger; Hände wie erfroren; wie von einem elektrischen Schlag im Oberarm; als wolle im rechten Zeigefinger ein Panaritium entstehen; als würden die Köpfe der Schenkelknochen aus ihren Pfannen gezogen; schüttelnde, stoßende Erschütterungen in linker Hüfte, rechter Hand, in den Gelenken der unteren Extremitäten; wie ein Pfropf an der Außenseite des Schenkels oberhalb des Knies; Schmerz in den Schenkeln wie nach einer langen Fußreise; als hänge Blei an den Beinen; elektrischer Schlag in den unteren Extremitäten, meist links; plötzliche Erschütterungen in den Beinen; als glühe das Blut in den Venen der Füße; wie Splitter in den Sohlen; Schmerzen in den Zehen wie von engen Schuhen; wie Splitter in der großen Zehe; schmerzhafte Schwellungen in den Zehen wie eingewachsene Nägel; Zehen wie erfroren; als gehörten ihr die Glieder nicht; als von Eis berührt, im Takt mit dem Puls; als liefe kaltes Wasser den Rücken hinab; wie von lebendigem Quecksilber in verschiedenen Teilen; als werde der ganze Körper innerlich geschüttelt; als liefen kalte Nadeln durch die Nerven; als würde der ganze Körper zu nichts zusammenschrumpfen; als wäre die Haut aufgeklebt.
Schmerz: in den Schläfen; um die Augen; im linken Ohr während der Menstruation; im linken Kiefergelenk; im Oberkiefer und in den Zähnen; im rechten Hypochondrium; in Magen und Leber; im linken Hypochondrium; tief in der Nabelgegend; in den Lenden bis in die Beine; in der Brust; in den linken Zwischenrippenmuskeln; im Rücken; längs der Wirbelsäule; im ersten und zweiten Lendenwirbel; im Kreuzbein; über beiden Hüftgelenken; in den Beinen; im rechten Hüftgelenk; in der linken Hüfte unter den Glutäalmuskeln; in der Kniekehle; in den Knochen der Unterschenkel; im Sprunggelenk; in frostgeschädigten Zehen; im Hühnerauge der rechten kleinen Zehe; in gelähmten Teilen.
Krampfartige Schmerzen: im linken Oberarm; im rechten Oberschenkel; im Daumen.
Einschießend: in der rechten Wange.
Ruckartige Stiche: durch die rechte Lunge.
Zuckende Stöße: des Herzens.
Nagend: unter den Schulterblättern.
Ulzerative Schmerzen: in den Gliedern, vom linken Ellenbogen bis zum kleinen Finger; von den Waden bis zur Ferse.
Schneidend: im Bauch; im Anus.
Beißend: im Anus; am Rücken; an den Sohlen.
Beißender Juckreiz: auf der Kopfhaut; an den Sohlen.
Brennend: an der Zungenspitze; im Anus.
Brennen: im Scheitel; im Kopf; in den inneren Augenwinkeln; der Ohren; im Gesicht; an der Zungenspitze; in der Herzgegend; unter dem Brustbein; im Magen; im Bauch; im Anus; in Hämorrhoiden; in der linken Brust; in der Herzgegend; Pickel auf der äußeren Brust; tief in der Wirbelsäule; an einer kleinen Stelle der Wirbelsäule; am Rücken; oberhalb des linken Ellenbogens; der Hände; in Pickeln an den Armen; vorn am linken Unterarm nahe dem Handgelenk; am rechten Unterarm; in der Haut der rechten Hand vom Handgelenk bis Daumen und Zeigefinger; in den Händen; in den Daumen; im rechten Zeigefinger; in den Glutäalmuskeln; im Furunkel am rechten Gesäß; am Schenkel; Pickel oberhalb des Knies; in der Tibia; in den Waden; in den Beinen; in den Sprunggelenken bis zu den Fersen; in den Füßen; in den Zehen; der Haut; innerlich und äußerlich; Miliarausschlag.
Stiche: im Kopf; in den Ohren; im linken Warzenfortsatz; von der Rachenenge längs der rechten Eustachischen Röhre; in der Lebergegend; unter den kurzen Rippen, links; in der Blinddarmgegend; in den Lenden; im Anus; in der rechten Niere; in der Harnröhre; in der Mitte der Brust; hinter dem Brustbein; in der linken Brust; in der rechten Lunge; zwischen Brustbein und Brustwarze; in der Herzgegend; in verschiedenen Teilen des Thorax; in den Nackenmuskeln; an den Brustwirbeln; im Kreuzbein; im Olecranon jedes Armes; in den Daumen; im Hüftgelenk; in der Vorderseite des Schenkels; in den Knien; in den Waden; in der großen Zehe.
Stechen: im Kniegelenk.
Einschießender Schmerz: in den Schläfen; von den rechten unteren Zähnen zur Kopfseite; in der Herzgegend; in der äußeren Brust; im Nacken; im Rücken unter den Schulterblättern; tief in der Wirbelsäule; in einzelnen Wirbeln; in den Achselhöhlen; in den Knien; in den Sprunggelenken; in den Mittelfußknochen und Füßen; in den Sohlen; in den Zehen.
Prickeln: im Kopf; im Kinn; im Rektum und Anus; in der Brust; in den Fingern; in den Zehen.
Stechend: unter der Brustwarze; an der Herzspitze; zwischen den Schulterblättern.
Reißender Schmerz: in der linken Gehirnhälfte; im rechten Ohr; im Gesicht und den Kieferknochen; in der rechten Unterkieferseite; in den Lenden; im Anus; in der rechten Schulter; im linken Oberarm, in den unteren Zähnen und im linken Ohr; im linken Ellenbogengelenk; im linken Handgelenk; in den Händen; in den Daumen; zwischen Daumen und Zeigefinger; im linken Zeigefinger; im Gelenk des Mittelfingers; im linken kleinen Finger; in den Fingergelenken; in den Hüftgelenken; in der linken Gesäßbacke; vom Hüftgelenk bis zum Knie; im Kniegelenk; in den Schienbeinen; in den Waden; in den Sohlen; in der großen Zehe; im linken Unterarm und rechten Schenkel; in den Röhrenknochen.
Zuckender Schmerz: in der Harnblase; im Rücken während der Menstruation; in der äußeren Brust; unter den Schulterblättern; in den Armen.
Ruckartiger Schmerz: in den Zähnen; in der großen Zehe.
Kneifen: unter dem Nabel.
Bohren: in der großen Zehe; in allen Zehen.
Bohrender Schmerz: in den Schläfen.
Krampfartiges Ziehen: von der Magengrube in die Brust; im l. Hoden und Samenstrang.
Ziehender Schmerz: in den Schläfen; im Kopf; bis in die Nasenwurzel; in der rechten Wange; in der Magengrube; im rechten Hypochondrium; in den Hoden; in der Brust; in der Zwerchfellgegend; vom Rücken bis zur Mitte der Brust; vom linken Oberarm in den Unterarm; in den Unterarmen; im linken Ellenbogengelenk; wie im Periost der Finger; vom Schenkel bis zum Knie; in den Kniegelenken; in den Schienbeinen; im Schienbein; in den Beinen; in den Knöcheln; in den Zehen; in den Röhrenknochen.
Dumpfe Schmerzen: in der Stirn; längs der Tibia.
Wundheit: der Augäpfel; der Zunge; im Anus; in der Brust; in der r. Brust nahe der Brustwarze; tief in der Brust an zwei Stellen; im Rücken; der Gelenke nach Epistaxis; muskulär nach Fieber oder Influenza.
Krampfartiger Schmerz: in den Schläfen; von der Mitte der Wirbelsäule in den Magen; bis in die Schenkel; als müsse sie ein Kind bekommen; in den Sprunggelenken bis zu den Fersen; in den Sohlen; in den Muskeln; umherschweifend.
Drückende Schmerzen: in der Stirn.
Nachuntenziehen: im Rektum; in den weiblichen Geschlechtsteilen.
Stechender Druck: in der Brust.
Druck: in der rechten Kopfseite; in der linken Gehirnhälfte; im Scheitel; in den Augäpfeln; in der Rachenenge; vom linken Unterbauch zum Rücken; in der Nierengegend; im Rücken während der Menstruation; wie eine Schwellung vom linken Unterbauch zum Rücken; auf die Brust; auf die rechte Brust nahe der Brustwarze; auf die Mitte des Brustbeins; in den Hüftgelenken; in den Schenkeln; in der linken Tibia; in den Beinen; in den Knöcheln.
Klopfen: Kopfschmerz; im Scheitel; in den Wangen; in der rechten Brust nahe der Brustwarze; an kleinen Stellen der Brust; im Steißbein.
Schmerzhafte Pulsation: im Spinalkanal.
Kratzen: im Hals, nach Influenza.
Wie zerschlagen: in den Fersen; in allen Gliedern.
Geprelltes Gefühl: in den Lenden; in den Halsmuskeln; in den Rückenmuskeln; der Gelenke nach Epistaxis.
Dehnungsschmerz: in den Acetabula.
Lähmender Schmerz: in den Lenden.
Rheumatischer Schmerz: im rechten Deltoideus; im Unterarm und Daumen.
Zusammenziehung: des Brustbeins.
Einschnürung: in der Herzgegend; in der Brust.
Kompression: des Herzens.
Gewicht: im Kopf; auf dem Scheitel; in den Beinen.
Beklemmung: in der Herzgegend; hinter dem Brustbein; am Herzen.
Schwere: im Kopf; gegen den Nacken; im Magen; unter dem Nabel; im Bauch; in der Brust; in den Schenkeln; in den Waden; in den Unterschenkeln; in den Füßen.
Fülle: in den Schläfen; im Anus.
Leere: im Bauch.
Spannung: im Kopf; in den Lenden; im linken Oberarm; in der unteren Brust; in der Gegend der Thymusdrüse; in den Halsmuskeln.
Steifigkeit: der Gesichts- und Halsmuskeln; zwischen den Schultern; in linker Hand und Ellenbogen; in den Fingern; der Achillessehne.
Lahmheitsgefühl: in der linken Niere.
Lähmender Schmerz: in linker Hand und Arm.
Ausrenkungsgefühl: im Kreuzbein; im Schultergelenk; im Hüftgelenk.
Zitteriges Gefühl: in der Kniekehle; in oberen und unteren Extremitäten; im ganzen Körper.
Schmerzhafte Müdigkeit: in den Schenkeln; in den Beinen.
Müdigkeit: in den Unterschenkeln.
Schwäche: in den Augen; zwischen den Schultern; in den Lenden; im Rücken; im Kniegelenk; in den Beinen; in den Füßen.
Verstauchungsgefühl: in der Brust; im Hals; im Deltoideus; im Kniegelenk.
Paralytischer Schmerz: in linker Hand und Arm.
Paralytische Schwäche: im Sphinkter.
Gelähmtes Gefühl: im linken Arm und in der Hand; im Arm nach dem Schreiben.
Paralytisches Taubheitsgefühl: in den Unterschenkeln.
Taubheitsgefühl: linke Seite der Zunge; linke Hand; in den Beinen; im Rücken; im Schenkel.
Kriebeln: über Rücken und Glieder; im rechten Zeigefinger; in den Zehen; über den ganzen Körper.
Kitzeln: an der Harnröhrenmündung; auf der linken Seite des Skrotums.
Formikation: in den Füßen; in oberen und unteren Extremitäten; in den Glutäalmuskeln.
Kriebelnder Juckreiz: in der Harnröhre; auf den Fußrücken.
Unruhe: in der Wirbelsäule.
Juckreiz: in den inneren Augenwinkeln; im linken Ohr; der Ohren; an der frostgeschädigten Nase; im Gesicht; im Rektum; im Anus; am Mons veneris; am Penis, an Vorhaut und Skrotum; der weiblichen Geschlechtsteile; mit Fluor; der Brustwarzen; Pickel am Hals; am Rücken; an den Armen; an beiden Händen wie erfroren; in Pickeln an den Armen; am rechten Unterarm; am rechten Handgelenk; in den Händen; am Hüftbein; am Schenkel; in der Kniekehle; an den Sohlen; der Haut; zwischen Daumen und Zeigefinger der linken Hand; Miliarausschlag; weißliche Knötchen an Bauch und Beinen; kleine Knötchen tief in der Haut.
Juckende Stiche: an verschiedenen Körperteilen.
Brennend-kühlend: längs des Ösophagus zum Magen.
Hitze: in den Augen; im Gesicht und oberen Körperteil; im Anus; durch die Glieder laufend; an der Ellenbogenspitze.
Eisiges Gefühl: auf der linken Brustseite nahe dem Schulterblatt; in der rechten Axilla; an der Ellenbogenspitze; am linken inneren Knöchel; im Gelenk des Mittelfingers; von den Glutäen bis zu den Füßen, besonders in den großen Zehen; der Füße.
Kälte: an der rechten Seite des Stirnbeins; in der Gegend der Halsnaht; eisig, am Kopf; des Gesichts; im Bauch; des Penis; unter dem Schulterblatt; in den Glutäalmuskeln; der Hände; in der Gegend des Trochanter; an den Gesäßbacken; in der Kniekehle; in den unteren Extremitäten; in den Gliedern; an der rechten Seite des Stirnbeins; der Hände und Zehen.
Trockenheit: der Zunge; des Mundes, der Rachenenge und des Rachens; im Steißbein.
GEWEBE [44]
Verhärtung der Drüsen.
Schmerzen in den Knochen des Gesichts, der Augen, Wangen, Röhrenknochen und in der Tibia, bisweilen im Ellenbogen.
In allen Gelenken stechender Schmerz, Steifigkeit in Armen, Nacken und beiden Hüftgelenken.
Alle Gelenke steif beim Aufstehen.
Plötzliches Reißen in den sehnigen Geweben verschiedener Teile.
Macht das Blut dünn.
Venen geschwollen, bei kühler Haut.
Schleimhäute mit gelbem Schleim belegt.
Muskeln fühlen sich durch Berührung zerschlagen an; > durch Gehen. θ Chronischer Rheumatismus.
Schmerz in den langen Knochen wie geprellt nach Bewegung.
Schmerzen in den Knochen morgens und vormittags, besonders linke Tibia, Kondylus des linken Ellenbogens (wie syphilitische Schmerzen; aber > statt < in der Wärme des Bettes).
Gelenke fühlen sich wie ausgerenkt an. θ Chorea.
Fettleibigkeit.
Abmagerung. θ Chorea.
Wassersucht.
BERÜHRUNG. PASSIVE BEWEGUNG. VERLETZUNGEN [45]
Körper empfindlich gegen Berührung oder Druck; Brennen in den Augenwinkeln; Schmerz in der Wirbelsäule, zwischen den Wirbeln; Muskeln fühlen sich geprellt an; Prickeln im linken Daumen usw.
Leichte Berührung verursacht Schießen, selbst schon das Nahekommen einer Person.
Berührung des Haares: < Druck auf die Schläfe.
Bei Berührung: Schmerz in den Scheitelbeinen, in den Augäpfeln, über den Augen, im Kiefergelenk, an der Zungenspitze; Zähne empfindlich; Stich im Hals; Bauch empfindlich; krampfartige einschießende Schmerzen, wenn Brust oder Arme berührt werden; kleine Stelle in der Mitte der Wirbelsäule sehr empfindlich; Handgelenksschmerzen; Handrücken wund; Stiche im Daumen; im Mittelhandgelenk von Zeige- und Mittelfinger.
Beim Berühren oder Betasten mit den Fingern: Kopfschmerz <; Schmerz in den Leisten; Schmerz in den Wirbeln; alle Teile empfindlich.
Wenn auch nur schwacher Druck auf irgendeine Stelle ausgeübt wird, schmerzt sie noch lange nachher.
Druck: < Schmerz in der Kopfhaut, im linken Schläfenbein; Schmerz im Magen und in den Hypochondrien.
Empfindlich gegen Druck: Brust- und Lendenwirbel.
Besser durch Druck: Schmerz in den Schläfen; bohrender Kopfschmerz; Kolik im Bauch; schmerzlose Pulsation im achten und neunten Brustwirbel.
Glieder druckempfindlich. θ Chorea.
Druck auf schmerzhafte Teile verstärkt den Schmerz.
Reiben: > Juckreiz im rechten Auge.
Kratzen: > Juckreiz auf der Kopfhaut; Stich über der linken Braue.
Nach Kratzen: weißes Knötchen, hirsekorngroß, kleienförmige Abschälung der Epidermis.
Besser durch Rasieren: Bläschen am Kinn.
Anlehnen an einen Stuhl: < Druck im Kreuzbein.
Beine kreuzen: sie schlafen ein.
Beim Herabtreten: Stiche in der Ferse.
Leichte Stöße: verursachen Ekchymosen.
Beim Fahren in einer Kutsche: spannender Schmerz in der Harnblasengegend.
HAUT [46]
Allgemeine Gelbsucht nach Konvulsion; t.
Brennender Juckreiz, Rötung und Schwellung, wie von Erfrierungen.
Juckende Stiche an verschiedenen Stellen.
Heftiger Juckreiz zwischen Daumen und Zeigefinger der linken Hand.
Jucken und Brennen am ganzen Körper, große Qual verursachend. θ Chorea.
Miliäre Eruptionen; dicht und weiß, mit Brennen und Juckreiz.
Gefühl in der Haut, als wäre sie aufgeklebt.
Haut sehr glatt, besonders im Gesicht.
Prickeln wie von Nadeln an verschiedenen Stellen.
Juckende Stiche an verschiedenen Körperteilen.
Elektrische Stiche, Stiche wie von Splittern; nagendes Beißen; Jucken, Brennen, Beißen, Stechen.
Juckreiz überall; wechselt die Stelle; stört den Schlaf; ohne irgendeinen Ausschlag.
Juckender Ausschlag aus leicht blutenden weißlichen Knötchen am Bauch und an den unteren Extremitäten, sich ausbreitend.
Miliarausschlag in Flecken.
Kleine eiternde Pickel zwischen Zeigefinger und Daumen; am Hals; am Brustbein.
Sehr schmerzhafter Furunkel vorn am Schenkel und am Gesäß sehr groß, entleert Blut, keinen Eiter.
Kleine rote harte Pickel über den Körper verstreut, wie Flohstiche.
Lichen pilaris urticatus.
Chronische Ausschläge.
Verhärtungen und Geschwülste; Karbunkel; fistulöse Geschwüre; kariöses Geschwür; phagedänische Geschwüre.
Lichen simplex.
Talggeschwülste.
Borkige Ausschläge.
Geschwüre, zerfressend und ausgehöhlt.
Träge und fistulöse Geschwüre.
Gangrän.
Die harte, raue Schafpockenform.
Knötchen in der Haut am Hals, mit Husten (Pferde und Kühe).
Juckreiz durch kleine, tief in der Haut sitzende Knötchen, besonders wenn auch die Augen betroffen sind (Pferde).
Epilepsie durch unterdrückte Ausschläge.
LEBENSALTER, KONSTITUTION [47]
Helles Haar; Haut und Muskeln schlaff.
Alte Leute mit trägem Kreislauf.
Venöser Erethismus. θ Diarrhöe.
Trunkenbolde; besonders für deren Kopfschmerzen.
Dünnes, schmales Mädchen, aet. 18. θ Chorea.
Mädchen, aet. 2 1/2, mit Mißbildung des Kopfes geboren. θ Klonische Augenkrämpfe.
Ein Kind, aet. 3, hatte seit achtzehn Monaten chronischen Nasenkatarrh.
BEZIEHUNGEN [48]
Ähnlich: Act. rac., (Alkoholdelirium; Chorea; spinale Reizung); Bellad., (zerebrale Erregung, aber mehr bei Chorea); Calc. ostr., (Alkoholismus; eisiges Kältegefühl am Kopf); Cannab. ind., (Alkoholismus; überspannte Phantasien); Cicut., (Augenkrämpfe); Codein (Lidzucken usw.); Coffea (Ekstase); Hyosc., (Typhus der Trinker; Geschwätzigkeit, Tanzen, Muskelzuckungen und bei allem Tremor Neigung zu Stupor und schwachem Puls); Ignat (hysterische oder emotionale Chorea; Seufzen; krampfartiger Husten; Zuckungen; Lachen und Weinen); Laches., (geschwätziges Delirium; Alkoholismus; Typhus niedrigen Typs, zitterndes Herausstrecken der Zunge; Tremor, schwacher Puls, livide Extremitäten); Mygale (Chorea); Nux. vom., (Chorea; Alkoholismus; spinale Reizung; Konvulsionen; Tremor; paraplegische Symptome; vergrößerte Leber); Opium (Alkoholismus; Chorea mit krampfartigen eckigen Rucken der Beuger; Hände zittern, langsamer Puls); Pulsat., (spinale Reizung; Chorea; Frostbeulen usw.); Sepia (eisiges Kältegefühl am Kopf; Zuckungen des Kopfes und der Zunge usw.); Sticta (Chorea mit Springen und Tanzen); Stramon., (Delirium tremens; Singen, Lachen, Tanzen; extravagante Erzählungen; Geschwätzigkeit; Chorea mit gyratorischen Bewegungen usw.); Tarant., (Chorea, ein Arm und ein Bein ständig in Bewegung usw.); Thea (geschwätzig; spinale Reizung); Ver. alb., (eisiges Kältegefühl am Kopf); Zincum (Chorea).
Essig und Eau de Cologne verursachen Ohnmacht. Sal Ammoniæ verschlimmert ebenfalls; t.
Pilze wachsen nicht auf Boden, der entweder Eisen oder Kohle enthält.
Gegengifte: Holzkohle; Kaffee; Wein; Branntwein; Kampfer; Fett oder Öl (lindert den Magen); Calc. ostr. (lindert die eisige Kälte); Pulsat., Rhus tox., (nächtlicher Rückenschmerz).
Atropin soll Muskarin antagonistisch sein, doch beide erweitern, topisch angewandt, die Pupille.
Muskarin ist Pilocarpin (Jaborandi) sehr ähnlich, da beide den Herzschlag zum Stillstand bringen; reichlichen Schweiß; Speichelfluß, Tränenfluß; verengte Pupillen usw. Muskarin wirkt mehr auf die Tränendrüsen, weniger auf Schweiß- und Speicheldrüsen; Pilocarpin verursacht mehr Drang zum Wasserlassen.
Muskarin, innerlich gegeben, verengt die Pupille stärker als Pilocarpin; topisch angewandt erweitert nur ersteres die Pupille. Gelsem. ist hierin Muskarin ähnlich.
Folgt gut auf: Bellad., Calc. ostr., Mercur., Opium, Pulsat., Rhus tox. und Silicea.
Wirkte gut nach Dulcam., Phosph. ac., Pulsat., und Cuprum, wo diese versagt hatten. θ Chronische Diarrhöe.
Heilte dort, wo Bellad., Stram. und Hyosc. versagt hatten. θ Klonische Augenkrämpfe.