Zincum Sulphuricum.
By John Henry Clarke — Der Neue Clarke – Eine Enzyklopädie für den homöopathischen Praktiker
Weißer Vitriol. Zinksulfat. Zincicum sulfuricum. ZnSO 4 7 H 2 O. Lösung. Verreibung.
Klinisches
Konvulsionen / Hornhaut, Trübung der / Dysenterie / Granulierte Augenlider / Kopfschmerz / Sodbrennen / Lachen, unwillkürlich / Metrorrhagie / Ösophagus, Striktur des / Prurigo / Zunge, Lähmung der
Charakteristika
Eine große Zahl von Vergiftungen mit Zn. s. ist überliefert, und diese haben die Symptome des Schemas geliefert. Die Anwendung von Zn. s. in Lösung als Augenlotion beruht auf einer spezifischen Beziehung, und in homöopathischen Verdünnungen hat es Hornhauttrübungen geheilt. Schwere Magen- und dysenterische Symptome wurden hervorgerufen, und Zn. s. hat viele Fälle von Dysenterie geheilt. Farrington sagt, es sei hauptsächlich in subakuten Fällen angezeigt, wenn die Schmerzen auf die Seiten des Bauches beschränkt sind, wahrscheinlich auf den Colon. Eigenartige Symptome sind: Brennender, akuter Schmerz im Kopf. Sofort Empfindung, als ob ein starker elektrischer Schlag durch den Kopf gefahren wäre; er erwartete, sein Gehirn werde durch den Schädel platzen. Bauch zusammengezogen. Sie fühlte, als könne das Blut kaum durch die Venen hindurchringen. Kitzeln überall, mit unwiderstehlichem Verlangen zu lachen. Eine "milchähnliche Blässe der Oberfläche sieht wie ein Charakteristikum aus." Gerstel (H. R., x. 155) berichtet folgenden Fall, behandelt von Arnold: Eine Dame hatte seit der Kindheit an Kopfschmerz gelitten. Während der Kindheit war sie infolgedessen unfähig zu lernen. Die Menstruation begann in ihrem sechzehnten Jahr, war schwach und unregelmäßig und kehrte nur alle sechs Wochen wieder. In ihrem achtzehnten Jahr hatte sie eine schwere Entzündung des Gehirns, mit Bewusstlosigkeit, und wurde mit Aderlass und Blutegeln behandelt. Als Arnold sie sah, war sie verheiratet und Mutter; der Zustand war folgender: Dumpfer, drückender Schmerz, der quer über die Stirn lief, als sei der Kopf in einen Schraubstock gepresst. (Früher war er mehr pochend und einschießend gewesen.) Augen entzündet. Stirn rot und geschwollen. Sie war gezwungen, sich hinzulegen, und hatte höchst furchtbare Visionen; sie sah ihr Kind mit zerschmettertem Kopf, während sie alles hörte, was um sie herum vorging. Es erforderte eine starke Anstrengung, die Leere der Visionen zu erkennen. Mit ihnen erreichte der Kopfschmerz seinen höchsten Punkt; eine Abschwächung folgte, dann Schlaf. Der Kopf war während der Anfälle bei Berührung kalt und trocken. Das akute Stadium dauerte einen Tag, der ganze Anfall aber vierzehn Tage; während dieser Zeit nahm der Schmerz zu und ab, und die Patientin war sehr zufrieden, wenn er erträglich war. Schmerz < zu den Zeiten, zu denen die Menstruation erscheinen sollte; einige Tage vor und nach der Menstruation schmerzhaftes Brennen und Schwächegefühl in der Wirbelsäule. Sie sah nicht krank aus und hatte eine gute Gesichtsfarbe. Puls. tat ihr nicht gut. Bell. 6 stärkte die Perioden und verminderte Häufigkeit und Schwere ihrer Kopfschmerzen beträchtlich; doch sie wurde nun von einer unwiderstehlichen Schläfrigkeit ergriffen und durch ein häufig wiederkehrendes Erbrechen geplagt. Zn. s. 2. Verreibung wurde sechzehn Tage lang gegeben, täglich eine Gabe, dann acht Tage ausgesetzt. Die Kopfschmerzen traten nun vor, während und nach der Periode in mäßigem Grade auf; in der Zwischenzeit aber war sie schmerzfrei. Zn. s. wurde dreimal in derselben Weise wiederholt, und danach war sie frei von allem Schmerz. Drei Monate später schrieb sie dem Arzt: "Sie haben mich von einem großen körperlichen Leiden radikal geheilt, und, was mehr ist, Sie haben meinen Geist vor einem noch furchtbareren bewahrt."
1. Gemüt
Delirium. Große nervöse Angst und Niedergeschlagenheit. Furchtbare Visionen während des Kopfschmerzes; sah ihr Kind mit zerschmettertem Kopf (mit dem Kopfschmerz geheilt).
2. Kopf
Schwindel. Kopfschmerz: heftig, mit Durst. Brennender, akuter Schmerz im Kopf. Fühlte sofort, als sei ein schmerzhafter elektrischer Schlag durch seinen Kopf gegangen; er erwartete, sein Gehirn werde durch den Schädel platzen.
3. Augen
Bläuliche Ringe um die Augen. Augen: schwer, dumpf; starr blickend; fixiert, mit eigentümlich hellem Glanz; krampfhaft verdreht, zusammen mit den oberen Extremitäten. Tränenfluss. Hartnäckige Keratitis im r. Auge verschwindet durch eine 3x-Lotion (R. T. C.). Diffuse Trübung jeder Hornhaut verschwindet bei äußerlicher Anwendung einer Lotion um beide Augenhöhlen. Pupillen erweitert.
4. Ohren
Brausen in den Ohren.
6. Gesicht
Gesicht: bleich; eingefallen; mit kalten Extremitäten und krampfhaftem Puls; bleierne Tönung, zusammengezogene Züge.
8. Mund
Zunge: feucht, etwas gebleicht; teilweise gelähmt. Zunge, Mund und Lippen stark geschwollen. Zahnfleisch am äußeren Rand geschwollen und rot. Reizung der gesamten Mundschleimhaut. Sehr saurer Geschmack.
9. Hals
Entzündung des Halses, Erstickung drohend. Druckempfindlichkeit im Hals. Brennen und Zusammenziehung im Schlund. Ösophagus so zusammengezogen, dass er Ersticken fürchtet.
11. Magen
Durst: unerträglich; und trockener Mund. Sodbrennen. Erbrechen; und Abführen; mit Krämpfen, starkem Schmerz und Brennen im Magen und äußerster Erschöpfung. Brennende Hitze im Magen; mit akutem Schmerz im Epigastrium.
12. Bauch
Entzündung des Bauches, mit Einziehung des Nabels und schrecklicher Kolik. Stechende, anhaltende Kolik. Schmerz: im Bauch und besonders in der Harnblasengegend; in der Leiste.
13. Stuhl und Anus
Rektaler Tenesmus. Ständiger Stuhldrang. Abführen und Erbrechen. Gallige Diarrhö. Stühle selten. Nach drei Monaten wurden die Stühle blutig, mit stechenden und schneidenden Schmerzen in beiden Seiten des Bauches und entlang des Colons. Hartnäckige Dysenterie, mit Abmagerung; bleiche, blutige Stühle; schmerzhafter Tenesmus und Verlangen nach Nahrung, die nicht nährte (geheilt. A. E. Small).
16. Weibliche Geschlechtsorgane
Wurde bei Metrorrhagie gegeben (R. T. C).
17. Atmungsorgane
Heftiger Husten, mit blutigem und eitrigem Auswurf. Atmung: schwach, langsam; schwierig.
18. Brust
Schmerzen in der Brust, mit Erbrechen. Heftige brennende Schmerzen unterhalb der Brust. Gefühl von Ersticken und Zusammenziehung um die Brust.
19. Herz
Herzklopfen bei jeder Bewegung. Puls: flatternd.; nicht unterscheidbar; dikrot; fast verloren, wie bei Cholera.
21. Extremitäten
Zittern und Krämpfe.
22. Obere Extremitäten
Krampfhafte Bewegungen der oberen Extremitäten und Augäpfel.
24. Allgemeines
Anämie. Tremor. Konvulsionen. Erschöpfung. Schweregefühl. Gefühl, als könne ihr Blut kaum durch ihre Venen hindurchringen. Kitzeln über den ganzen Körper, mit unwiderstehlicher Neigung zu lachen.
25. Haut
Haut blassgelb. Totenblässe, Haut milchweiß. Blasen am Hals entleeren zuerst blutiges Wasser, später dünnen, grünen, übelriechenden Eiter. Furchtbare Prurigo der Kinder, die den Rücken befällt (geheilt mit verdünnter Lotion. R. T. C.).
26. Schlaf
Schläfrig und benommen, wollte schlafen und in Frieden sterben.
27. Fieber
Kälte. Frösteln: heftig, und leichtes Zittern der Lippen. Haut und Extremitäten kalt und klamm. Fieber gefolgt von reichlichem Schweiß. Ständige Hitze, den Schlaf verhindernd. Brennende Hitze der Extremitäten. Reichlicher Schweiß. Hände mit kaltem, klammem Schweiß bedeckt; ihr selbst aber fühlten sie sich heiß an, und sie versuchte, irgendetwas zu fassen zu bekommen, um sie zu kühlen.