Salix Purpurea

von John Henry ClarkeDer Neue Clarke – Eine Enzyklopädie für den homöopathischen Praktiker

Rote oder Purpur-Weide. N. O. Salicaceæ. Tinktur oder Aufguss der frischen Rinde.

Klinisch

Diarrhö / Fieber / Parotitis / Schwindel

Charakteristik

T. C. Duncan und seine Ehefrau prüften Sal. purp. arzneilich, indem sie Drachmen-Dosen des Rindenaufgusses einnahmen. Die hauptsächlich hervorgerufenen Symptome waren: Schwindel; lockere Stühle; Fieber; Schwellung der rechten Ohrspeicheldrüse. Das Fieber war dadurch ausgeprägt, dass Hitze Frost und Schweiß vorausging. Duncan kaute bei einer Gelegenheit die Rinde, und dies verursachte die adstringierende Wirkung auf die Schleimhaut des Mundes. Das einzige rheumatische Symptom war dumpf schmerzender Schmerz im rechten Acetabulum.

1. Gemüt

Den ganzen Tag sehr nervös, reizbar und niedergeschlagen. Geistige Trägheit.

2. Kopf

Nach wenigen Minuten ein schwindeliges Gefühl, das unmittelbar vor den Ohren beginnt und wie eine Welle zum Scheitel aufsteigt; gezwungen, sich hinzusetzen.

6. Gesicht

Schwellung der r. Ohrspeicheldrüse.

8. Mund

Eigentümlicher adstringierender Geschmack, der die Schleimhaut zusammenzieht und den Steno-Gang schließt. Geschmack unverdauter Speisen.

12. Bauch

Flatulenz. Schmerz im Bauch.

13. Stuhl und Anus

Darmtätigkeit locker; zwei Stühle an einem Tag; mit Kneifen.

14. Harnorgane

Harn leicht sauer; Überschuss an Tripel- und Erdphosphaten und Epithel; weniger Harnsäurekristalle (?).

19. Herz

Puls schwach; Kreislauf träge.

23. Untere Extremitäten

Dumpf schmerzender Schmerz im r. Acetabulum.

26. Schlaf

Schlecht erholt; oft erwacht; zuerst zu heiß, dann zu fröstelig.

27. Fieber

Zuerst zu heiß, dann fröstelig, und zuletzt, gegen Morgen, in reichlichem Schweiß.

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