Salix Nigra.
By John Henry Clarke — Der Neue Clarke – Eine Enzyklopädie für den homöopathischen Praktiker
Schwarze Weide. N. O. Salicaceæ. Tinktur aus frischer Rinde.
Klinisch
Diarrhö / Pollutionen / Fieber / Gonorrhö / Impotenz / Masturbation / Nachtschweiße / Nymphomanie / Prostatitis / Satyriasis / Spermatorrhö
Charakteristika
Die Schwarze Weide Nordamerikas steht im Ruf, abführend und fiebersenkend zu wirken. Eine Arzneimittelprüfung von E. D. Wright, der an einem Tag eine halbe Unze der Tinktur einnahm, findet sich in Allens Appendix. Sie entwickelte Wundheit der Muskeln; einen müden, schläfrigen Zustand; lockere Darmtätigkeit, wundes Zahnfleisch und Fieber. Sal. n. ist von Eklektikern bei einer großen Vielfalt von Affektionen des Urogenitalsystems ausgiebig verwendet worden. W. B. McCoy (Hom. News, xxviii. 72) berichtet eine Reihe von Fällen, die diese Wirkung veranschaulichen. (1) Ein Mann, 35, verlor die Kontrolle über seinen sexuellen Appetit, und je mehr er ihm nachgab, desto schlimmer wurde das Verlangen, und die Befriedigung machte ihn zu einem körperlichen Wrack. Sal. n. Ø, in Teelöffeldosen dreimal täglich, heilte innerhalb von fünf Wochen. (2) Ein junger Mann, 23, hatte seit seiner Knabenzeit masturbiert. Sal. n. Ø, gtt xx., viermal täglich, wurde vierzehn Tage lang gegeben, wobei die Menge allmählich vermindert wurde, bis der junge Mann in wenigen Wochen ganz geheilt war. (3) Ein Lehrer, 21, hatte fünf Jahre zuvor einen Fieberanfall gehabt, der bei ihm eine Neigung zu Samenabgängen zurückließ; diese waren sehr häufig geworden und hatten ihn in einen sehr schlechten Zustand gebracht: Äußerst mager, fahl, nervös; kalte Hände und Füße selbst in der Sommerhitze. Äußerst verdrießlich und reizbar. Sal. n. Ø, gtt. 1x., viermal täglich, wurde gegeben, mit rascher Besserung. Später wurde die Dosis auf dreißig Tropfen vermindert. Die Verluste hörten auf, und in drei Monaten hatte der Patient 41 Pfund an Gewicht zugenommen. (4) Ein Neger, 53, hatte sexuelles Verlangen, jedoch ohne Fähigkeit; dennoch hatte er während der Nacht Samenergüsse ohne Erektionen. Sal. n. Ø, gtt. xlv., viermal täglich, heilte in drei Wochen. McCoy verwendete Sal. n. auch erfolgreich bei Gonorrhö, doch wurden ebenso andere Mittel gegeben. Eine Abkochung der frischen Rinde hat sich (H. R., xii. 447) als Spezifikum gegen übermäßige Nachtschweiße bei Lungenfällen erwiesen.
Beziehungen
Vergleiche: Con., Agn., Pic. ac. Bei Gonorrhö, Salol, Petrosel.
2. Kopf
Haut an den Schläfen wund bei Berührung.
8. Mund
Zahnfleisch wund.
13. Stuhl und Anus
Lockerung der Darmtätigkeit.
24. Allgemeines
Muskeln wund und wie lahm. Neigung, sich hinzulegen und zu schlafen.
27. Fieber
Fieber (2. Tag).