Phytolacca.
By John Henry Clarke — Der Neue Clarke – Eine Enzyklopädie für den homöopathischen Praktiker
decandra. Virginische Kermesbeere. Kermeswurzel. Red Ink Plant. Garget Weed. N. O. Phytolaccaceæ. Tinktur der frischen, im Winter gegrabenen Wurzel. Tinktur der reifen Beeren. Tinktur der frischen Blätter. Lösung des harzigen Extrakts, Phytolaccin.
Klinisches
Drohende Fehlgeburt / Albuminurie / Angina pectoris, Anus, Fissur des / Asthma / Bartflechte / Furunkel / Knochen, Krankheiten der / Tumoren der / Brüste, Affektionen der / Krebs / Cholera / Narbe / Ziliarneuralgie / Verstopfung / Korpulenz / Husten / Zahnung, schwierige / Diarrhö / Diphtherie / Diplopie / Dysenterie / Dysmenie / Ohren, Affektionen der / Erythema nodosum / Eustachische Röhren, Affektionen der / Drüsen, vergrößerte / chronischer Harnröhrenausfluss / Glossitis / Gonorrhö / Gicht / Granuläre Konjunktivitis / Hämorrhoiden / Kopfschmerz / Hören, verändert / Herz, Affektionen des; Hypertrophie des; fettige / Impotenz / Influenza / Darmkatarrh / Krätze / Laktation, abnorme / Laryngismus / Leukorrhö / Lichen / Leber, Affektionen der / Lumbago / Lupus, Merkur, Wirkungen von / Mund, ulzeriert / Mumps / Neuralgie / Brustwarzen, wund; schmerzhaft / Stillen, schmerzhaft / Orchitis / Ozäna / Panophthalmitis / Lähmung, diphtheritische / Parotitis / Prostata, Affektionen der / Rektum, Krebs des / Atmung, abnorme / Rheumatismus / syphilitischer / gonorrhoischer / Ringelflechte / Ulcus rodens / Speichelfluss / Ischias / Kanalgasvergiftung / Spinale Reizung / Milz, Schmerz in der / Steifer Hals / Syphilis / Syphilitische Ausschläge / Tetanus / Hals, wund / diphtheritisch; herpetisch; granulär / Zahnschmerz / Tumoren / Geschwüre / Gebärmutter, Affektionen der / Warzen / Talgzysten
Charakteristika
Phyt. dec. ist eine verzweigte krautige Pflanze mit einer dicken ausdauernden Wurzel, bisweilen im Durchmesser größer als das Bein eines Mannes. Die jungen Triebe, obwohl äußerst scharf, werden durch Kochen unschädlich gemacht und in den Vereinigten Staaten wie Spargel gegessen. Die Beeren genießen im Volk den Ruf eines Mittels gegen Krebs und Rheumatismus. Die Beeren von P. octandra werden in Mexiko und Westindien als Seife verwendet. Nach Raffinesque, zitiert von Hale (der das Mittel in die Homöopathie einführte), enthält die Asche der Pflanze (die als Ätzmittel bei Krebs, Geschwüren usw. verwendet wurde) 45 Prozent Ätzkali; außerdem enthält die Pflanze eine Säure, Phytolaccasäure, die der Äpfelsäure nahe verwandt ist. Die Pflanze ist in ganz Nordamerika, auf den Azoren, in Nordafrika und China verbreitet. Sie wächst an feuchten Orten. Es sind einige ziemlich schwere Vergiftungsfälle berichtet worden. Erbrechen, Diarrhö, Kopfschmerzen im Stirnbereich, Halsschmerzen sind die am häufigsten beobachteten Symptome. Ein Junge, der zwei oder drei Drachmen einer Tinktur der Wurzel trank, hatte keines dieser Symptome, entwickelte aber vollständigen Tetanus: Extremitäten steif; Hände fest geschlossen; Füße gestreckt; Zehen gebeugt; Unterlider nach unten gezogen; Zähne zusammengebissen; Lippen evertiert und fest, allgemeiner Opisthotonus. Atmung schwierig, Rasselgeräusche im ganzen Zimmer hörbar. Eine Stunde lang nahm die Muskelstarre allgemein zu, mit krampfartiger Aktion der Muskeln von Gesicht und Hals; Kinn dicht an das Brustbein gezogen. Dieser Zustand dauerte fünf oder zehn Minuten, um dann vollkommener Erschlaffung zu weichen, und kehrte nach weiteren zwanzig Minuten mit gleicher Heftigkeit zurück. Nach Übergießen mit kaltem Wasser, Schröpfen und Senfauflagen schlief der Junge etwa fünfundzwanzig Minuten. Beim Erwachen einige Zuckungen, besonders der unteren Extremitäten; Schmerz im Hinterkopf und Magen. Am nächsten Tag war er völlig genesen. Ein Junge, 8 Jahre alt, der eine Menge Beeren gegessen hatte, wurde in großer Qual gefunden und klagte, sein Magen sei "zusammengeklemmt". Er hatte Übelkeit, heftiges Erbrechen; Hals wund und trocken; Rachenenge dunkelrot, Tonsillen geschwollen. Nachdem das Erbrechen aufgehört hatte, setzte Purgieren ein; Stühle dunkelbraun und dünn; starker Schmerz im Magen bei Druck, der Schreie erzwang. Später hatte er brennendes Kneifen in der Nabelgegend; getrübtes Sehen; Zunge weiß belegt; krampfartige Zuckungen in Armen und Beinen. Bei einer Frau, 45, die Phyt. als "Blutreiniger" einnahm, entstand ein allgemeiner Ausschlag, dem Aussehen nach dem Ausschlag der sekundären Syphilis nicht unähnlich. In einer vierköpfigen Familie, die durch Verwechslung der Wurzel mit ihrer Nahrung vergiftet wurde, wurden folgende Symptome beobachtet: Scheu vor Bewegung; scheint benommen; schläft ein, nachdem ein Anfall krampfartiger Schmerzen aufgehört hat; Schmerz in der Stirn nach dem Essen; Erbrechen von geronnenem Blut und Schleim; reichlicher Abgang von Blut und Schleim, der wie Abschabungen der Därme aussah; unwillkürliche Stühle durch Pressen, das sogar im Schlaf auftrat. Bei der Mutter der Familie, im siebten Monat schwanger, hätte es beinahe eine Fehlgeburt hervorgerufen; die Gebärmutter konnte man unter der Hand kontrahieren fühlen; unwillkürliches Pressen und Blutung aus der Vagina; intensiver kneifender Schmerz im Kreuz und Krämpfe in den Beinen, plötzlich kommend und gehend, Kälte und welk erscheinende Extremitäten, der ganze Körper kalt. In allen oben genannten Fällen ist die krampfartige Wirkung des Arzneimittels in irgendeiner Form deutlich. Durch Einatmen des Staubs der pulverisierten getrockneten Wurzel oder des Geruchs, der beim Schneiden der frischen Wurzel frei wird, sind intensive Reizung der Augen, Nase und des Halses sowie starke Kopfschmerzen und Diarrhö aufgetreten. An Tiere gegeben hat . krampfartige Symptome, Erbrechen und Erbrechen von Würmern verursacht. Wildtauben und andere Vögel, welche die Beeren fressen, nehmen eine stark rote Farbe an und verlieren ihr Fett. Diese letzte Beobachtung hat zur Verwendung einer Tinktur von .-Beeren als Entfettungsmittel geführt, und es sind viele erfolgreiche Ergebnisse berichtet worden. Diese Beobachtung kann als Schlüssel zu einer der großen Wirkungssphären dieses Mittels gelten: der Resorption von Geweben, besonders von Neubildungen. Es gibt wenige Mittel, die bei der Heilung von Tumoren und Indurationen, besonders der weiblichen Brust, einen weiteren Bereich haben. Hale berichtet uns, dass unter Milchwirten in Amerika die Wurzel verwendet wird, um jede Abnormität der Milch von Kühen zu regulieren: spärlich; dick; wässrig; geronnen; Blut oder Eiter enthaltend. Ihr Hauptruf aber besteht bei verhärteten Eutern. Bei Brustinduration und Abszessen stillender Frauen und sogar bei Krebs (innerlich und manchmal auch äußerlich) ist ihre Wirkung gut bestätigt worden. Doch darf nicht angenommen werden, diese Wirkung sei rein physiologisch, wie die Resorption von Fett bei Vögeln. Eine Patientin von mir, etwa fünfundvierzig Jahre alt, nahm . 30 gegen Halsschmerzen. Nach einigen Dosen war sie wegen der Wirkung auf ihre Brüste gezwungen, damit aufzuhören; beide wurden voll und unangenehm, und in der linken erschien ein großer Knoten im oberen Segment, der fünf Tage anhielt und nur durch kräftiges Reiben mit kampferiertem Öl beseitigt wurde. Ein Fall von Krebs des Rektums ist mit 3x geheilt worden. In der Gebärmutter und der Prostata (der männlichen Gebärmutter) wurden bei den Vergiftungen und Arzneiprüfungen spezifische Symptome hervorgerufen. Muskeln, Gelenke, Knochen, Gehirn und Rückenmark sowie die besonderen Sinne waren sämtlich mehr oder weniger gestört. Die intensive Wirkung des Arzneimittels auf den Hals hat dazu geführt, dass es als Routinmittel bei Diphtherie verwendet wird. Es ist kein Spezifikum; es hat aber einige sehr charakteristische Symptome, die es anzeigen, wenn sie vorhanden sind. Dazu gehören: Großer Schmerz an der Zungenwurzel beim Schlucken; Schmerzen, die beim Schlucken vom Hals in die Ohren schießen; heißes Gefühl, als ob eine glühende Kugel im Hals sei; Brennen durch heiße Getränke; dunkle Rötung der Rachenenge. Eklektiker (., xi. 429) geben den ausgepressten Saft der Beeren bei "spasmodischem oder membranösem Krupp oder Diphtherie". Es gibt eine Form von Halsentzündung, bei der ich es von größtem Nutzen gefunden habe, die sogenannte "diphtheritische Halsentzündung". Dunkelrote, geschwollene Schleimhaut und Tonsillen, Schmerz beim Schlucken, Ausbruch herpetischer, weißlicher oder grauer Flecken auf der Rachenenge, Schwellung und Druckempfindlichkeit der Drüsen äußerlich am Kieferwinkel. Mit diesen Symptomen bestehen im Allgemeinen Kopfschmerz, Rückenschmerz, wandernde rheumatische Schmerzen und Fieber. Ich habe zahllose Fälle dieser Art mit . 30 beseitigt. Nicht selten hat epidemische Influenza diese Form angenommen, und dann war . mein erfolgreichstes Mittel. (Nash hat chronische follikuläre Pharyngitis bei öffentlichen Rednern gelindert, wenn viel bestand, als ob eine heiße Substanz im Hals sei.) Einer der Arzneiprüfer hatte "geschwollene und druckempfindliche Drüse rechts am Hals"; und geschwollene und druckempfindliche Drüsen an vielen anderen Stellen sind mit . gebessert worden. Die Kopfschmerzen von . sind hauptsächlich frontal, drückend, die Augen einbeziehend, rechte Seite. Ein Kopfschmerz ist eigentümlich, indem er mit verbunden ist. Die Reizung der Schleimhaut des Halses erstreckt sich auf Nase, Ohren und Augen und erzeugt in jedem davon charakteristische Symptome. Die Absonderungen sind zäh, fadenziehend, schwer abzulösen und können die Form von Borken annehmen. Übelgeruch und Schärfe sind ebenfalls häufige Merkmale. Die nervöse Reizbarkeit von . hat zu seiner erfolgreichen Anwendung bei Zahnungsbeschwerden geführt; ein Leitsymptom ist: Unwiderstehliche Neigung, Zähne oder Zahnfleisch zusammenzubeißen. Die Schmerzen von . kommen und gehen plötzlich; wandern umher, strahlen von einem Zentrum aus oder wechseln den Ort. Schmerz in wunden Brustwarzen stillender Frauen strahlt über den ganzen Körper aus, wenn das Kind an die Brust gelegt wird. Wenn Schmerz in den Därmen verschwindet, tritt Schmerz in den Extremitäten auf. Schmerz verlässt das Herz und erscheint im rechten Arm (diese Verbindung ist ungewöhnlich und daher wichtig). Schmerzen in Kopf und Brust gehen von vorn nach hinten. Schmerzen laufen die Wirbelsäule vom Nacken hinunter; vom Kreuzbein die Außenseite der Oberschenkel hinunter bis zu den Zehen. Die Seiten der Extremitäten sind hauptsächlich betroffen. Die fetzige Absonderung von . kennzeichnet es als Mittel bei bestimmten Formen von Darmkatarrh und Dysmenorrhö. Es ist hämorrhagisch und hämorrhoidal, wirkt stark auf Rektum und Anus und heilt Tenesmus, blutige Absonderungen und Hitze. Ein charakteristischer Schmerz (in einem Fall von Verstopfung vermerkt) ist: Schießender Schmerz vom Anus zum unteren Teil des Rektums, entlang dem Perineum zur Mitte des Penis. "Gurgeln in der Prostata, wiederholt am Nachmittag", wurde von einem Arzneiprüfer vermerkt, ebenso Schmerzen in den Samensträngen. Vollständige Aufhebung des sexuellen Appetits mit Erschlaffung der Genitalien wurde verursacht. ist eine charakteristische Wirkung von ., im Tetanusfall und in anderen Fällen in geringerem Grad beobachtet. Steifer Hals, besonders rechts. Die Erschöpfung ist so rasch und tief, dass sie zur erfolgreichen Anwendung von . bei diphtheritischer Lähmung geführt hat. Ohnmächtig und schwindelig beim Stehen. Wundheit aller Muskeln. Ruhelosigkeit, aber er fürchtet sich zu bewegen, weil Bewegung die Schmerzen . Die rheumatischen Schwellungen sind hart, druckempfindlich und intensiv heiß. . ist rheumatische oder syphilitische Subjekte, die gegen feuchtes Wetter empfindlich sind. sind: Gehirn wie geprellt. Rechte Kopfseite wie fest gedrückt. Als ob Sand in den Augen wäre. Als ob die Augen zu groß wären. Als ob die Lider granuliert wären. Als ob die Tarsalränder wund wären. Als ob die Lider in Feuer stünden. Nasenloch wie von einer steifen Feder gekitzelt. Nase und Augen, als ob eine Erkältung kommen würde. Zunge wie verbrüht. Als ob eine Kugel aus glühendem Eisen im Hals wäre. Als ob ein Kloß im Hals wäre. Als ob ein Apfelgehäuse im Hals wäre. Hals so voll, dass er sich erstickt anfühlte. Rachen fühlt sich wie eine Höhle an; Brust, als wäre sie ein großes leeres Fass. Körper wie geprellt; überall zerschlagen. Als ob ein Gelenk mit einer Axt gehackt würde. Die rechte Seite ist am meisten betroffen, und viele Symptome wurden in der Leber erfahren; es gab auch einige schwere in der Milz. Die Leberschmerzen waren beim Liegen auf der rechten (schmerzhaften) Seite. Der Milzschmerz war beim Liegen auf der linken (schmerzhaften) Seite. Nash hat viele Brusttumoren entfernt, indem er eine Einzeldosis . cm während des abnehmenden Mondes gab. Die Symptome sind durch Berührung (Leber usw.). Es besteht große allgemeine Empfindlichkeit. Druck Schmerz in Gelenken und Geschwüren. Druck mit der Hand Schmerz in den Brüsten. Druck auf die Luftröhre erleichtert das Abhusten. Reiben Schmerz in der Hüfte. Fahren Nase und Atmung. Beim Hinabsteigen von einer hohen Stufe. Aufstehen aus dem Bett Ohnmachtsgefühl. Aufsitzen krank und schwindelig. Stehen ohnmächtig und schwindelig. Gaslicht Augen. Schlucken . Nach dem Frühstück Kopf und Hals , Magensymptome . Erbrechen Kopfschmerz, Übelkeit. Hunger bald nach dem Essen. (Dies gleicht dem tödlichen Absinken, dem man so oft in der krebsigen Diathese begegnet.) Zur Menstruationszeit. Muss sich hinlegen. Liegen auf rechter Seite. Liegen auf linker Seite. Liegen auf dem Magen. Stehen und Bewegung. Gehen. Heben des Arms. Nacht. Morgen; 3, 4 oder 5 Uhr morgens; beim Erwachen. Feuchtes Wetter; Waschen; heiße Getränke. Luftaussetzung; im Freien (aber es Augen). Die äußerliche Anwendung von . war bei Fällen von Ulzeration von guten Ergebnissen begleitet, und ich habe ein Gurgelmittel aus einigen Tropfen der Ø auf ein Glas Wasser in vielen Halsfällen nützlich gefunden. Eine Zubereitung der wurde von Hurndall (., xxxi. 217) erfolgreich als äußerliche Anwendung bei karzinomatösen Wucherungen bei Hunden verwendet; und eine mit einer starken Tinktur der Blätter zubereitete Salbe sowie der Saft der Blätter sind bei malignen Geschwüren beim Menschen verwendet worden.
Beziehungen
Antidotiert durch: Milch, Salz, Kaffee (Erbrechen), Nit. sp. dulc., Bell., Ign., Merc., Mez., Sul. (Augen), Op. (große Dosen). Vergleiche: Botan., Petiver. Diphtherie, Ar. t., Lach. [Lach. hat nicht den großen Schmerz an der Zungenwurzel beim Schlucken von Phyt. S. M. Pease (Med. Adv., xxv. 27) fand Blutung aus der Mundhöhle als Leitsymptom von Phyt. in einer Epidemie.] Hypertrophie des Herzens, Rhus (Phyt. hat rechten Arm taub; Rhus hat linken Arm taub, auch Aco., Act. r., Puls.). Brustabszess, Bry. (Phyt. folgt Bry., wenn Eiterung unvermeidlich scheint; Schmerz geht von den Brustwarzen über den ganzen Körper). < Bewegung, Bry. Tetanische Krämpfe, Nux (Phyt. ist langsamer als Nux, hat evertierte Lippen, abwechselnde Erschlaffung und Krampf). Schmerz in den Brüsten beim Stillen, Crot. t., Phell., Lac c., Borax (Borax hat wie Phyt. > durch Druck; Borax allein hat ein leeres, ausgesaugtes Gefühl). Empfindung eines Apfelgehäuses im Hals, Hep., Nit. ac. Fadenziehende Absonderungen und Borken, elektrische Schläge, fliegende Schmerzen, K. bi. Verlangen nach kaltem Wasser (Physt. entgegengesetzt). Symptome fliegen vom Zentrum nach außen (Abrot. entgegengesetzt). Schmerzen in der Brust zur Menstruationszeit, Calc., Con. Diarrhö mit fetzigen Membranen, Caust., Ars. < Bei feuchtem Wetter, Rhus, Dulc. Schmerzen in der Tibia, Carb. v., Lach. < Nach Schlaf, Lach. Fettverlust (Sabal ser. entgegengesetzt). Verlust des Zartgefühls, Hyo. Geprelltes, wundes Gefühl, Arn. Hale sagt, K. iod. sei das nächste Analogon (Rheumatismus, Syphilis, Auszehrung); Merc. und seine Gegenmittel sind ebenfalls eng verwandt.
Ursache
Aussetzung gegen Kälte und Feuchtigkeit.
1. Gemüt
Delirium. Abneigung gegen geistige Anstrengung; Widerwille gegen Geschäfte beim frühen Erwachen am Morgen. Melancholie, Trübsinn. Gleichgültigkeit gegen das Leben. Große Furcht; sie ist sicher, sterben zu müssen. Verlust persönlicher Schamhaftigkeit, völlige Schamlosigkeit und Gleichgültigkeit gegen Entblößung ihrer Person. Reizbarkeit; Unruhe. Unwiderstehliches Verlangen, die Zähne zusammenzubeißen. Kann nicht überredet werden, Nahrung zu sich zu nehmen. Überempfindlich; Schmerz unerträglich.
2. Kopf
Schwindel: taumelnd mit Gefahr zu fallen; mit getrübtem Sehen; beim Aufstehen aus dem Bett fühlt er sich ohnmächtig. Kopfschmerz: mit Übelkeit; dumpf; schwer; neuralgisch; rheumatisch; syphilitisch; mit Rückenschmerz und Herabdrängen; wöchentlich; < durch nasses Wetter. Wundschmerz über dem Kopf, < auf r. Seite. Schmerz am Scheitel; und Empfindung von Wundheit tief im Gehirn, als ob geprellt; beim Abrutschen von einer hohen Stufe auf den Boden. Einseitiger Schmerz, gerade über den Augenbrauen, mit krankem Magen; < in der Stirn oder über den Augenbrauen (Glabella am meisten betroffen); kommt jede Woche. Dumpfer, drückender Schmerz in der Stirn, mit leichter Übelkeit, kaltem Schweiß auf der Stirn und Schwächegefühl. Schießender Schmerz vom l. Auge zum Scheitel. Heftiger Schmerz hinter dem l. Auge und über der Augenbraue, die Seite des Kopfes hinabziehend. Schwere dumpfe Schmerzen in der Stirn nach dem Abendessen. Leichter Schmerz im vorderen Teil des Kopfes mit Zunahme des Hörens. Schweregefühl des Kopfes, mit Gefühl im hinteren Teil der Zunge, als ob verbrannt. Kopfschmerz, in der Stirnregion beginnend und sich nach hinten erstreckend. Übelkeit und Kopfschmerz > durch Essen, kehren aber bald mit Erbrechen zurück, das den Kopfschmerz < und die Übelkeit >. Drückender Schmerz an der Stirn und am oberen Teil beider Augen; am Scheitel mit Trockenheit. Schmerz im Hinterkopf und Nacken. Kopf nach hinten geworfen. Schmerz im Hinterkopf; und Magen. Rheumatismus der r. Stirnregion mit Übelkeit, < morgens; der Kopfhaut, wenn es regnet, mit Niedergeschlagenheit. Syphilitische Knoten am Schädel. Tinea capitis. Milchschorf, feucht, ängstlicher Juckreiz, mit kleinen wunden Knötchen auf Kopfhaut, Gesicht und Armen.
3. Augen
Augen starrend. Blaue runde Augen. Augen tief in die Höhlen eingesunken mit lividen Ringen. Sklerotika dunkelgelb. Stechender Schmerz durch den Augapfel beim Lesen oder Schreiben. Dumpfe Schmerzen in den Augen, < durch Bewegung, Licht oder Anstrengung. Druck um die Augen am Nachmittag, als ob die Augen zu groß wären. Zirkumorbitale Schmerzen bei syphilitischer Ophthalmie. Panophthalmitis. Schmerzhaftes Ziehen entlang der unteren Hälfte der r. Orbita. Orbitale Cellulitis. Lider fühlen sich granuliert an; Tarsalränder fühlen sich verbrüht, heiß, wund an. Brennendes und beißendes Gefühl (Gefühl von Sand) in Augen und Lidern, mit reichlichem Tränenfluss und Schnupfen, der > im Freien ist. Beißen in den inneren Augenwinkeln (< l.), < durch Gaslicht am Abend. Lider verklebt und geschwollen, wie vergiftet. Rötlich-blaue Schwellung der Lider (< l.), < morgens; kann die Augen den ganzen Vormittag nicht ohne Schmerz schließen, > nachmittags. Fistula lachrymalis. Lider fühlen sich an wie in Feuer. Lupus, Epitheliom usw. der Lider. Pupillen: kontrahiert (Tetanus); stark erweitert. Photophobie. Bewegung eines Auges unabhängig von der des anderen. Doppeltsehen; mit Schwindel und Kopfschmerz. Gegenstände fünffach gesehen. Weitsichtig.
4. Ohren
Schießen im r. Ohr. Schmerzen in beiden Ohren, < r.; < beim Schlucken. Verstopfung in der l. Eustachischen Röhre, Rauschen im l. Ohr, ein Gefühl, als ob das Hören dumpf wäre, während er gleichzeitig gegen die geringsten Geräusche empfindlich ist. Reizung in einer Eustachischen Röhre. Gesteigerter Gehörsinn (meist r.); mit Schmerz in der Stirn. Sehr eigentümlicher Druck und Spannung in den Parotiden.
5. Nase
Fließen von Schleim aus einem Nasenloch, während das andere verstopft ist. Ziehende Empfindung an der Nasenwurzel. Gefühl in Nase und Augen, als ob eine Erkältung kommen würde. Scharfe, wundmachende Absonderung. Erwacht 3 Uhr morgens mit verstopfter Nase, entleert morgens Borken aus beiden Nasenlöchern. Empfindung in den Nasenlöchern, als ob sie mit einer steifen Feder gekitzelt würden. Vollständige Verstopfung der Nase, beim Fahren muss er durch den Mund atmen; nicht > durch Schnäuzen; Schleim wird mit Schwierigkeit entleert. Syphilitische Ozäna mit blutiger, jauchiger Absonderung und Knochenkrankheit. Ulcus rodens.
6. Gesicht
Gesicht: bleich; eingefallen, blau, leidend; hippokratisch verzerrt. Benommen. Kühler Schweiß auf der Stirn. Hitze im Gesicht (l.) nach dem Abendessen mit Rötung des Gesichts, Kälte der Füße, Ausschlag an der Oberlippe (l.). Gesicht sehr rot, fast purpurfarben; abwechselnd sehr bleich. Schmerzen in den Knochen von Gesicht und Kopf nachts, die sie viele Nächte wach halten; besonders von "Knoten" am Stirnbein ausgehend, den Schmerzen der Periostitis sehr ähnlich. Schmerzen in den Oberkiefern. Die Kiefer schmerzten die ganze Zeit entsetzlich, es schien, als könne er sie weder öffnen noch schließen. Flecken im Gesicht, < nachmittags, nach Waschen und Essen. Schwellung um l. Ohr und Gesichtsseite, wie Erysipel; von da über die Kopfhaut; sehr schmerzhaft. Geschwüre und schuppiger Ausschlag im Gesicht. Kinn durch krampfartige Aktion der Muskeln von Gesicht und Hals dicht an das Brustbein gezogen; Lippen evertiert und fest (Tetanus). Ausschlag an der Oberlippe. Geschwüre (krebsig) an den Lippen.
7. Zähne
Alle Zähne schmerzen; fühlen sich verlängert an und sind sehr wund. Einschießende Schmerzen in r. oberen und unteren Molaren. Unwiderstehliche Neigung, die Zähne zusammenzubeißen. Schwierige Zahnung; Weinen, Stöhnen, ruhelos nachts; Diarrhö bei heißem Wetter; > durch Beißen auf etwas Hartes.
8. Mund
Der Mund füllt sich mit Speichel; zäh, gelblich, fadenziehend, mit metallischem Geschmack. Kalter, klebriger, fadenziehender Speichel. Kein Speichel. Geschmack: unangenehm; metallisch; verbrannt; nussartig; anfangs bitter; lässt Beißen und Kälte gegen die Zungenspitze hin zurück. Verbranntes Gefühl am Zungenrücken (mit schwerem Kopf). Zunge: weiß belegt; pelzig; hinten dick; trocken, und Lippen; fühlt sich verbrüht an; dick; herausragend. Zunge fühlt sich rau an, mit Bläschen auf beiden Seiten und sehr roter Spitze; großer Schmerz in der Zungenwurzel beim Schlucken. Gaumendach wund. Mund trocken. Submandibulardrüsen geschwollen.
9. Hals
Empfindung von Trockenheit im Hals und in der hinteren Rachenenge (Husten hervorrufend, mit Neigung zu räuspern und den Hals zu reinigen); Tonsillen geschwollen. Uvula groß, fast durchsichtig. Rachenenge kongestioniert und von dunkelroter Farbe. Halsentzündung (Rauheit und Wundheit), Schwellung des weichen Gaumens morgens, mit dickem, weißem und gelbem Schleim um die Rachenenge. Empfindung eines Kloßes im Hals (beim Schlucken), die ein anhaltendes Verlangen zu schlucken verursacht; auch beim Drehen des Kopfes nach l. Konnte nicht schlucken, der Hals so trocken und rau. Hals fühlt sich wie eine Höhle an. < Durch heiße Getränke. Schwieriges Schlucken; bei jedem Versuch quälende einschießende Schmerzen durch beide Ohren. Empfindung eines Apfelgehäuses im Hals. Beim Fahren am Vormittag Empfindung eines Pfropfens im Hals, nicht > durch Räuspern; diese Empfindung wurde durch vermehrte Absonderung von Schleim aus den hinteren Nasengängen ersetzt, schwer auszustoßen, ständig Versuche erregend, ihn auszustoßen. Empfindung von Wundheit und Kratzen in Hals und Tonsillen. Brennende Hitze im Hals wie von einer Feuerkohle, als ob eine glühende Eisenkugel in Rachenenge und ganzer Länge der Speiseröhre läge; Katarrh im Hals; Diphtherie. Ausschlag an Rachenenge und Speiseröhre. Herpes pharyngalis. Wundheit der hinteren Rachenenge, sich in die Eustachische Röhre erstreckend. Fülle im Hals.
11. Magen
Intensiver Durst. Heißhunger; bald nach dem Essen. Appetitverlust. Aufstoßen: von Luft; saurer Flüssigkeit; Speisen am Abend. Schluckauf, mit großer Neigung zu erbrechen, aber ohne Übelkeit. Übelkeit, gefolgt von heftigem Erbrechen von Schleim, Galle, Ingesta, Würmern; von geronnenem Blut und Schleim, mit Würgen, intensivem Schmerz und Wunsch nach dem Tod zur Erleichterung. Erbricht unverdaute Speisen. Häufiges Erbrechen; Erschöpfung, Ohnmacht, sogar Krämpfe, gefolgt von Kneifen, Krämpfen, Erbrechen einer dunklen galligen Substanz. In großer Qual; sagte, sein Magen sei zusammengeklemmt. Geprelltes und wundes Gefühl in der Magengrube. Hitze im Magen. Schneiden in der Magengrube, druckempfindlich bei Berührung. Schmerzen im kardialen Teil des Magens, < bei voller Atmung und durch Gehen. Schmerz in der Region des Pylorus.
12. Bauch
Intensives Erbrechen und Purgieren, mit kneifenden Schmerzen und Krämpfen im Bauch. Wundheit und Schmerz im r. Hypochondrium (während der Schwangerschaft). Wunde Stelle, r. Hypochondrium, Größe eines Dollars, äußerst berührungsempfindlich. Graben in oberen und unteren Teilen der Leber. Liegen auf r. Seite = durchdringender Schmerz im r. Hypochondrium. Heftiger dumpf drückender Schmerz l. Hypochondrium, kann nicht in sitzender Haltung bleiben, liegt die ganze Nacht auf der schmerzhaften Seite und der Schmerz ist morgens verschwunden. Schwerer dumpfer Schmerz im Hypochondrium, der verschwand, sobald Leukorrhö begann. Chronische Hepatitis, mit Vergrößerung und Induration. Brennender, kneifender Schmerz in der Nabelgegend. Viel Rumoren, Schmerz im Nabel, Stühle von Blut und Schleim; Gastroenteritis. Herabdrängende Schmerzen. Heftige Schmerzen im Bauch während der Menstruation bei einer unfruchtbaren Frau. Rheumatismus, der sich auf die Bauchmuskeln erstreckt.
13. Stuhl und Anus
Verstopfung, harte Stühle. Stuhl mit Schleim und Pressen. Gewohnheitsmäßige Verstopfung; Patient sagt, der Darm bewege sich nicht ohne Hilfe von Abführmitteln; Gefühl von Fülle im Bauch vor dem Stuhl, das nach dem Stuhl bleibt, als ob nicht alles abgegangen wäre. Verstopfung durch Trägheit des Rektums. Verstopfung: der Alten; von Personen mit schwachem Herzen. Diarrhö mit krankem Gefühl im Darm; Abgang nur von Schleim und Blut oder wie Abschabungen aus den Därmen. Tenesmus. Fortwährende Neigung zum Stuhl, aber entleert ständig übelriechende Flatus. Diarrhö früh am Morgen nach Limonade. Dysenterie. Intensives Erbrechen oder Purgieren, mit Erschöpfung und Krämpfen, wie bei Cholera. Stühle: dünn, dunkelbraun; von Schleim und Blut; von Galle; von 1 oder 2 Uhr morgens bis nach dem Frühstück; breiig; gelb, dann grünlich, dann dunkel, blutig; dunkel, klumpig. Hämorrhoiden dauerhaft und hartnäckig; Blutung und Schleim. Neuralgische Schmerzen in Anus und unterem Teil des Rektums, entlang dem Perineum zur Mitte des Penis schießend; mitten in der Nacht (mit Verstopfung). Blutige Absonderung mit Hitze im Rektum. Hitze im Rektum mit Brennen im Magen. Ulzeration; Fissur.
14. Harnorgane
Schwäche, dumpfer Schmerz und Wundheit in der Nierengegend, < r., verbunden mit Hitze; Unruhe die Ureteren hinab; kreideartiges Sediment im Harn. Albuminurie; nach Scharlach oder Diphtherie; Frostschauer nachts ohne besonderes Fieber, begleitet von einer Form von Geistesstörung. Schmerz in der Harnblase vor und während des Harnlassens. Leichte Unterdrückung des Harns, mit Schmerzen in den Lenden. Heftiger, schmerzhafter Drang, Harn zu lassen. Reichliches nächtliches Harnlassen. Dickes, kreideartiges Sediment. Der dunkelrote Harn hinterlässt im Nachttopf einen mahagonifarbenen Fleck. Harn: sauer und eiweißhaltig; übermäßig oder spärlich; färbt Kleidung gelb.
15. Männliche Geschlechtsorgane
Stechende Schmerzen (und harter, mahlender Schmerz), die jeden Samenstrang hinauflaufen; später anhaltende Wundheit anstelle der Schmerzen. Gurgelnde Empfindung in der Prostata. Vollständiger Verlust des Verlangens, Ausbleiben von Erektionen und Erschlaffung der Teile während der Arzneiprüfung. Impotenz. Gonorrhö; chronischer Harnröhrenausfluss; Orchitis, mit Eiterung und fistulösem Geschwür. Syphilis: Schanker; ulzerierter Hals; Geschwüre an den Genitalien; Bubo; Rheumatismus.
16. Weibliche Geschlechtsorgane
Menstruation: zu häufig und reichlich; Mammae schmerzhaft; Zunahme von Tränen, Speichel, Galle, Harn; rheumatische Subjekte. Menstruation: Amenorrhö, kompliziert mit ovarieller Reizung oder Krankheit; sehr schmerzhafte Menstruation bei scheinbar unfruchtbaren Frauen, wenn sie im Zusammenhang mit Rheumatismus auftritt; Fetzen von Membran gehen mit dem Menstruationsfluss ab. Leukorrhö: uterin, dick, zäh, reizend. Reichlich, dick, zäh, aus geschwollenen Naboth-Drüsen. Drohende Fehlgeburt; herabdrängende Schmerzen; unwillkürliches Pressen und Blutung per vaginum, verursacht bei einer Frau im siebten Schwangerschaftsmonat. Empfindung, als ob die Menstruation die ganze Zeit erscheinen würde. Dysmenorrhö, die Erosion oder Ulzeration des Cervix begleitet; Menstruation zu oft; zu reichlich, mit entsprechender Zunahme der Tränen und anderer Sekretionen. Metrorrhagie. Entzündung, Schwellung und Eiterung der Mammae. Neuralgie der Brüste. Mastitis, bei der die Härte von Anfang an sehr auffallend ist, mit starkem Brennen; sehr empfindliche Brustwarzen oder Brüste, die mehr oder weniger schmerzhaft sind; selbst nach der Eiterung bleiben diese Charakteristika bestehen. Fülle beider Brüste; Knoten im oberen Teil der l. Abszesse; Fisteln; Tumoren; Krebs; Hypertrophie. Reizbarer Tumor; sehr empfindlich und schmerzhaft; < zur Menstruationszeit. Brustwarzen rissig und wundmachend; intensives Leiden beim Anlegen des Kindes an die Brust; Schmerzen strahlen von der Brustwarze über den ganzen Körper aus. Brüste hart wie Steine nach der Entbindung. Brüste voll harter, schmerzhafter Knoten. Unterdrückung der Lochien. Schmerz im Kreuzbein, hinab zu Knien und Knöcheln, dann hinauf zum Kreuzbein, Zuckungen hier und dort, nach der Entbindung.
17. Atmungsorgane
Heiserkeit und Aphonie. Kitzeln auf l. Seite des Kehlkopfs mit hackendem Husten, dumpf schmerzender r. Seite der Brust, große Trockenheit des Halses. Empfindung von Rauheit in den Bronchien. Laryngismus, Daumen und Zehen gebeugt; Gesichtszüge verzerrt; Augenmuskeln handeln unabhängig. Atmung schwierig und bedrückt; laute schleimige Rasselgeräusche. Ohnmächtig, mit seufzender, langsamer Atmung. Keuchen. Husten: hackend, trocken, räuspernd; durch Kitzeln im Kehlkopf oder Trockenheit im Rachen: < nachts, beim Hinlegen; trocken, bronchial. Husten mit: Kratzen und Kitzeln im Hals; brennenden Schmerzen in Luftröhre und Kehlkopf, Empfindung von Kontraktion der Glottis, erschwerter Atmung; Empfindung einer ulzerierten Stelle in der Luftröhre gerade oberhalb des Brustbeins, konnte nur durch Drücken auf diese Stelle abhusten (Eiter), Schmerzen durch die Mitte des Brustbeins. Heiserer, kruppöser, bellender Husten, < nachts < im Freien. Auswurf: dick, zäh; dicker, stärkemehlartiger Schleim, reichlich und erschöpfend bei Pharyngitis. Trockenheit von Kehlkopf und Luftröhre, < abends.
18. Brust
Stechende Schmerzen durch den oberen Teil der Brust, die einen langen Atemzug verhindern. Stich von r. Brust zum Rücken. Schmerz und Erstickungsgefühl in Lunge, Hals und Rachenenge. Schmerzen in der Lunge, 7 Uhr morgens. Druckempfindlichkeit und Lahmheitsgefühl der Brustmuskeln, als ob geprellt. (Brust fühlt sich an, als wäre sie ein großes leeres Fass.) Rheumatismus der unteren Interkostalmuskeln durch Aussetzung gegen Kälte und Feuchtigkeit. Flecken von Linsengröße auf der Brust. Harte, druckempfindliche Schwellung in der Mitte zwischen Brustwarze und Brustbein, aber näher bei letzterem; ruhelose Nächte; (bei einem wenige Monate alten Baby).
19. Herz
In der Nacht erwachte er mit Lahmheitsgefühl nahe der Herzregion, mit viel nervöser Unruhe, < Bewegung, besonders < Ausatmung; hielt ihn lange wach. Einschnürungsgefühl in der Präkordialgegend mit Druck in den Schläfen. Großer Schmerz in der Präkordialgegend, viel < beim Gehen. Gelegentliche Schmerzschocks in der Herzregion; sobald dieser aufhört, erscheint ähnlicher Schmerz im r. Arm. Herzschläge deutlich gefühlt. Fettige Degeneration; Mattigkeit und Abneigung, sich zu bewegen. Puls: klein, unregelmäßig, mit großer Erregung in der Brust, besonders in der Herzregion; voll, aber weich; intermittierend; schwach.
20. Hals und Rücken
Härte einer Drüse auf r. Halsseite. Steifer Hals, < auf r. Seite; im Bett; nach Mitternacht; beim Erwachen. Rücken jeden Morgen sehr steif. Empfindung, als ob kaltes Eisen auf das schmerzhafte Schulterblatt gedrückt würde. Beide Schulterblätter schmerzen fortwährend. Gegen Abend, beim Fahren, begann ein lähmender Schmerz l. am Rücken unterhalb des Schulterblatts; um 9.30 Uhr abends hatte er die Wirbelsäule erreicht und war ein prickelnd-stechender Schmerz. Starker Schmerz hinter den Schulterblättern beim Gehen. Intensives Kneifen im Kreuz. Schmerz, der vom Nacken die Wirbelsäule hinabläuft. Schmerz in den Lenden mit Unterdrückung des Harns. Ständiger, dumpfer, schwerer Schmerz in Lumbal- und Sakralregion. Schmerzen, die vom Kreuzbein beide Hüften hinab zu den Füßen schießen.
21. Extremitäten
Intensive Krämpfe, Muskeln ziehen sich zu großen Knoten zusammen, hart und gerieft; kommen und gehen plötzlich. Rheumatismus aller Gelenke 3 Uhr nachmittags. Plötzliche Verlagerung innerer Schmerzen auf die Extremitäten. Schmerzen in den Extremitäten immer an den Außenseiten. Patient ist rheumatischen Schmerzen bei Wetterwechsel unterworfen, besonders in Hüften und Oberschenkeln; rheumatischer muskulärer oder chronischer Rheumatismus. Rheumatische Schmerzen in Armen und Händen. Kalte Hände und Füße.
22. Obere Extremitäten
Vergrößerte Drüsen in den Achselhöhlen. Schießen im r. Schultergelenk mit Steifigkeit und Lähmung. Rheumatismus der (l.) Schulter (besonders bei Syphilitikern); Schmerzen fliegen wie elektrische Schläge von einem Teil zum anderen; < nachts und bei feuchtem Wetter. Schmerzen am Ansatz des Deltoideus. Schwäche und dumpfes Schmerzens im r. Humerus, < Bewegung und Streckung. Dumpfes Schmerzens und übermäßige Druckempfindlichkeit, wie von einer Prellung, im äußeren Muskel des r. Arms. Hände zittern. Rheumatische Schmerzen in den Händen; plötzliches Stechen. Schmerzhafte, harte, glänzende Schwellung der Gelenke aller Finger. Knochenwucherung an der palmaren Seite eines Fingers. Panaritium. Enden der Finger pochen und schmerzen alle, als wollten sie eitern. Schießen wie Nadeln in den Fingergelenken; in der Spitze des l. Daumens.
23. Untere Extremitäten
Neuralgischer Schmerz in der Außenseite beider Oberschenkel (vom Kreuzbein einschießend); Ischias. Stechender, schneidender Schmerz in der Hüfte, ziehend, kann den Boden nicht berühren; Schmerz läuft die Außenseite des Oberschenkels hinab, < nachts und besonders < nach Schlaf. Rheumatische Schmerzen in den unteren Extremitäten, < feuchtes Wetter. Empfindung der Verkürzung der Sehnen hinter dem Knie beim Gehen. Bein angezogen. Beine zittern. Schmerz am Rücken des r. Fußes, 4 Uhr morgens. Syphilitischer und mercurieller Rheumatismus; nächtliche Schmerzen im Periost der Tibia, mit Knoten und reizbaren Geschwüren am Unterschenkel. Stiche in verschiedenen Körperteilen, stets von außen nach innen und nahe der Oberfläche. Knöchel geschwollen. Füße aufgedunsen, Sohlen brennen. Geschwüre an den Innenseiten der Sohlen. Schmerzhaftes Ziehen der Fersen, dumpf, zermürbend; > durch Heben der Füße über die Ebene des Körpers. Schmerz in der Großzehe, der ihn nachts weckt. Hühnerauge schmerzhaft.
24. Allgemeines
Extremitäten steif, Hände gekrallt, Füße gestreckt, Zehen gebeugt, Zähne zusammengebissen, Lippen evertiert, fest, Kinn auf das Brustbein gezogen, Opisthotonus. Großes Verlangen nach kaltem Wasser, nach Baden darin. Schmerzen sind drückend, einschießend und wund. Große Erschöpfung und Prostration. Wund und steif. Wundheit von Kopf bis Fuß in allen Muskeln. Schmerzen und Taubheitsgefühl, gefolgt von Juckreiz und Brennen. Schmerzen kamen plötzlich in voller Stärke und hielten so an, bis sie aufhörten; gefolgt von Schläfrigkeit, Stupor oder Schlaf. Knochen und Drüsen entzündet und geschwollen.
25. Haut
Haut kühl, verschrumpelt, trocken, bleifarben. Syphilitische Ausschläge und Ulzerationen, sekundäre und tertiäre. Schuppige Ausschläge; Tinea capitis; Lupus. Gürtelrose. Krätze. Pityriasis. Psoriasis. Warzen. Lipom. Erythematöse Flecken, leicht erhaben, rosig, langsam abschuppend, endend in purpurnem Fleck; während alte verschwanden, kamen andere. Eiterung schmerzloser Tumoren. Ziehen in Narben. Juckreiz begann an Händen und Füßen und breitete sich über den ganzen Körper aus; Ausschlag folgte vier Stunden später; Juckreiz < Kratzen; < Wärme des Bettes. Juckreiz und lichenartiger Ausschlag am l. Bein, < im ersten Teil der Nacht, den Schlaf bis Mitternacht verhindernd. Furunkel; besonders nahe Geschwüren; am Rücken; hinter den Ohren. Geschwüre: wie ausgestanzt aussehend; speckige Basis; Eiter wässrig, übelriechend, jauchig; schießende, einschießende, ruckartige Schmerzen; syphilitisch; krebsig. Warzen. Hühneraugen.
26. Schlaf
Häufiges Gähnen; Schläfrigkeit. Ruhelosigkeit nachts, Schmerzen treiben ihn aus dem Bett. Beim Erwachen fühlt er sich elend.
27. Fieber
Große Kälte, welk erscheinende Extremitäten. Kälte, Ohnmachtsgefühl, Dyspnoe; Extremitäten kalt, Kopf und Gesicht heiß. Inneres Frösteln während der Schmerzen. Frost: jeden Morgen; plötzlich, gefolgt von Fieber nach der Entbindung; nachts ohne besonderes Fieber. Hitze: mit Schmerz in Gelenken; hohes Fieber; im Gesicht nach dem Abendessen; mit rotem Gesicht; auf l. Seite des Gesichts. Schweiß: kalt auf der Stirn; besonders unter den Zehen; Nachtschweiß, scharf.