Osmium.
By John Henry Clarke — Der Neue Clarke – Eine Enzyklopädie für den homöopathischen Praktiker
Das Element. Os. (A. W. 190,3). Verreibung des gefällten Metalls.
OSMICUM ACIDUM. Osmiumtetroxid. OsO 4 . Verdünnungen mit absolut reinem Wasser.
Klinisches
Asthma / Bronchitis / Erkältungsneigung / Schnupfen / Husten, krampfartig / Ekzem / Erektionen / Glaukom / Kopfschmerz / Hernie / Herpes iris / Kehlkopf, Schmerz im / Penis, Wunden an / Pollutionen / Postnasale Blutung / Postnasale Wucherungen / Samenstränge, Schmerzen in / Brustbein, Schmerz im / Syphilis / Syphilitische Ausschläge / Hoden, Schmerzen in / Zunge, wund / Luftröhre, Schmerz in
Charakteristika
Osmium ist ein Metall der Platin-Gruppe, mit der zusammen es stets gefunden wird. Es ist das schwerste von ihnen allen und das feuerbeständigste, da es noch nie geschmolzen worden ist. Seinen Namen (όσμή Geruch) leitet es vom stechenden Geruch der Dämpfe der Osmiumsäure ab, die beim Verfahren der Abscheidung von Platin aus seinem Erz freiwerden und deren Wirkungen eine Reihe wertvoller Symptome in von J. G. Blackley (C. D. P.) aufgezeichneten Fällen geliefert haben. In den Gewerben wird es in der Legierung mit Iridium (Iridosmium oder Osmiridium) zur Herstellung der Spitzen von Goldfedern verwendet. Verreibungen des reinen Metalls sind geprüft worden. Die Symptome des Metalls und der Säure werden zusammen genommen. Der Geruch von Osm. ähnelt sehr dem von Chlor, ebenso auch seine reizende Wirkung auf die Schleimhaut der Atmungsorgane. Der den Absonderungen mitgeteilte Geruch ist verschieden: es lässt den Harn wie Veilchen riechen; die Aufstöße wie Rettiche, den Achselschweiß wie Knoblauch. Die Atemwege werden von Anfang bis Ende gereizt, und nicht nur gereizt, sondern schmerzhaft. Die Nasenlöcher und der Kehlkopf sind gegen kalte Luft empfindlich. Es besteht Schmerz im Kehlkopf, in der Luftröhre und im sowie unter dem Brustbein beim Husten. Selbst Sprechen verursacht Schmerz im Kehlkopf. Husten krampfhaft in Anfällen; hohl klingend, als ob man in eine leere Röhre hustete; verursacht durch Reizung im Kehlkopf oder tief unten in der Brust. Wie bei so vielen Mitteln, die Husten und asthmatische Symptome verursachen, reizt Osm. nicht minder die Haut und erzeugt alle Grade reizender Ausschläge, ekzematöser und herpetischer Art. In einem von Blackleys Fällen entwickelte ein Kind, das während der Zeit geboren wurde, in der sein Vater unter dem Einfluss von Osm. ac. stand, ein Ekzem, obwohl keines der zuvor geborenen Kinder ekzematös gewesen war. Bei einem der Arzneiprüfer verlief der Ausschlag von oben nach unten, wobei der Ausschlag vom oberen Teil des Körpers verschwand und am unteren schlimmer wurde. Die abwärts gerichtete Richtung der Symptome zeigte sich auch in der männlichen Generativsphäre, die tiefgreifend beeinflusst wurde: "Schwäche in beiden Leisten gegen die Samenstränge hin." C. M. Boger (Med. Couns., xvi. 264) heilte einen Fall, in dem Schmerz in beide Richtungen bestand: "Stechender Schmerz aufwärts im linken Samenstrang. Kriechendes Gefühl abwärts im linken Samenstrang. Schwäche in den Waden; sie versagen beim Gehen." [Einschießende Schmerzen im Brustbein sind "auf und ab".] In einem anderen Fall (Mann, 44, syphilitisch) heilte er: "Dumpfer, stetiger Schmerz im Unterbauch, auf Druck wie wund. Stetiges dumpfes Schmerzen in der Eichel." In den Arzneimittelprüfungen waren die Erektionen schwer, beinahe bis zum Priapismus, und die Ejakulationen dauerten länger und waren reichlicher als normal. Die Nieren waren in einem von Blackleys Fällen betroffen, wobei eine beginnende Nephritis ausgelöst wurde. Die Kopfschmerzen der Prüfungen waren heftiger Art, viele von ihnen betrafen die Basis des Gehirns. Eine Frau von 62 Jahren, der ich einst 2x gegen einen krampfartigen Husten mit Schmerz im Kopf gab, hatte eine schwere Verschlimmerung, wobei der Kopfschmerz diese Form annahm: "Stechender Schmerz in der Mitte der Stirn, nach hinten hindurchgehend; durch festen Druck auf die Stirn." Sie setzte ab, und nach zwei oder drei Tagen ging jener Schmerz weg und ließ nur einen gewöhnlichen Kopfschmerz zurück. Der Husten wurde nicht gebessert. G. S. Norton (., xviii. 263) schlägt vor, dass in vielen Fällen von Glaukom ein Heilmittel sein könne. Unter den finden sich: Wie von einem Band um den Kopf. Als hätte er zerbrochene Steine verschluckt. Husten, als ob er durch Resonanz benachbarter Teile verursacht würde. Als ob Insekten auf Rücken und Schultern kröchen. Beine und Füße wie zu voll. Die Symptome sind durch Berührung (Zunge, Brustbein). Fahren/Reiten (Heiserkeit). Husten; Sprechen (Schmerz im Kehlkopf). Die meisten Symptome sind abends (Husten, Haut, Unruhe). Husten bis Mitternacht. Im Freien (Schnupfen, Husten). (Ein Arzneiprüfer war im November weniger erkältungsanfällig als gewöhnlich.) Im Freien (Brennen in den Augen).
Beziehungen
Antidotiert durch: Schwefelwasserstoff, Phos. ac.; Sil. (geschwollenes Zahnfleisch); Hep. und Spo. (Schmerz im Kehlkopf); Bell. und Merc. (Kehlkopfkatarrh). Vergleiche: Iridium, Selen., Tellur., Thall., Plat., Pallad. In Augen und Lungen, Chlor., Bro. Haut der Nägel, Flu. ac. Juckreiz, Sul. Schnupfen, Husten mit Schmerz im Kehlkopf, Cep. (aber Cep. hat > im Freien). Ausschläge, Ars., Rhus.
1. Gemüt
Mürrisch, reizbar, ungeduldig. Weinende Stimmung, Schreien mit Husten. Schwach, gibt auf. Bewusstsein geistiger Schwäche; verwechselt Wörter. Gedanken an Unfälle, die anderen zugestoßen seien; diese Gedanken wachsen in ihm, als ob er anderen dieselben Verletzungen zufügen werde. Abneigung gegen Arbeit.
2. Kopf
Dumpf-schwerer Kopfschmerz. Heftiger Kopfschmerz über und unter den Augen, einseitig, zu den Ohren ausstrahlend; < unterhalb der Augenbrauen; das Auge tränt. Kopfschmerz in der rechten oberen Stirn, ein Hin- und Herreißen tief innen; zugleich ähnliche Schmerzen tief in den Knochen der Extremitäten, abends. Stechender, benommen machender Schmerz in der Mitte der Stirn, nach hinten hindurchgehend, > durch Druck darauf. Dumpfes Schmerzen: in der Basis des Gehirns und in den Kiefern nachts; von der Basis des Gehirns in die Kiefer ausstrahlend; < Schläfen, mit Schmerz im Kehlkopf und Heiserkeit; den Schlaf beinahe verhindernd; wie ein Band um den Kopf oberhalb der Ohren. Schmerz im Scheitel und Hinterhaupt den ganzen Nachmittag, < durch Zurückwerfen des Kopfes, mit Fülle. Ausfallen der Haare.
3. Augen
Stechender Schmerz in der Orbita (als ob in den Knochen); Augenlider krampfhaft geschlossen. Brennender Schmerz in den Augen, mit reichlichem Tränenfluss. Schwäche des Sehens (< rechtes Auge). Verschwommensehen; Buchstaben laufen zusammen wie durch Nebel. Brennen, > im Freien, lässt aber die Augen schwach zurück, so dass Lesen verhindert wird; alle Gegenstände von einem farbigen Hof umgeben, Augen rot und geschwollen. Flamme einer Kerze von einem bläulich-grünen oder gelben Kreis umgeben; oder einem Regenbogenring; die Flamme sieht größer oder weniger deutlich aus; aus der Entfernung scheint sie von Staub oder Rauch umhüllt. Venen am Fundus groß und geschlängelt. (Glaukom.)
4. Ohren
Klingeln im rechten Ohr. Kribbeln und Schmerz im rechten Ohr. Ohrenschmerz abends; zuerst rechtes, dann linkes Ohr. Starke Schmerzen im linken Felsenbein. [Perforationen mit Reizung des Meatus (beidseits), Niesen, Katarrh, Halsschmerzen, teigige hintere Nasenöffnungen. Juckreiz in den Ohren; reichlicher Nasenkatarrh. Meatus und Membran sehen rot aus, und letztere ist perforiert; dünner, aber fadenziehender Ausfluss aus der Nase. Schwerhörigkeit; Ohren schmerzen, wenn die Nase geschnäuzt wird; Mund offen; Schlaf geräuschvoll. Mädchen von 14 Jahren mit postnasalen Wucherungen besserte sich rasch unter Osmic acid, 3x, wurde aber von Erschöpfung ergriffen; dann unter Hydroc. ac.; wurde ganz gesund. (Heilungen von Cooper)].
5. Nase
Gefühl, als ob Blut vom Kopf in die Nase strömte. Schnupfen mit Niesen. Niesen und Fließschnupfen, mit Kitzeln im Kehlkopf, mit erschwerter Atmung. Absonderung lockeren Schleims aus den hinteren Nasenöffnungen. Brennende Reizung in der Nase. Nasenlöcher empfindlich gegen kalte Luft. Geruchssinn vermindert. (Postnasale Wucherungen: Adenoide. R. T. C.)
7. Zähne
Ruckartiger Schmerz in einem rechten oberen hohlen Backenzahn, oft das Sprechen verhindernd; danach kehrte der Schmerz zurück, war aber ziehend, > durch Saugen daran mit der Zunge. Plötzliche Schwellung des Zahnfleisches über der Wurzel eines oberen linken Schneidezahns nach dem Essen von Birnen, mit Schmerz und Taubheitsgefühl; > Silic.
8. Mund
Dumpfes Schmerzen in den Kiefern; Schmerz in den Kaumuskeln. Zunge: belegt; und schlechter Geschmack bei Kaffee; rissig und eine Stelle entblößt; Ränder rau (und mit Pickelchen bedeckt); roter Streifen in der Mitte (schmerzend wie wund). Zunge bei Essen und Trinken berührungsempfindlich. Mund klebrig und teigig. Reichlicher Speichelfluss. Geschmack nach Blut; metallisch; ungewöhnlich gegenüber Tabak, er verursacht Kratzen im Hals, Zigarren können nicht geraucht werden, weil sie Husten hervorrufen und < die Wundheit im Kehlkopf; Geschmack abgestumpft.
11. Magen
Abneigung gegen Kakao. Aufstoßen; Übelkeit; Erbrechen. Unwohlsein und äußerstes Unbehagen, mit dumpfem Schmerz und Schweregefühl in der Magengrube. Abneigung gegen Kaffee und Tabak, Ekel vor ihrem Geruch. Aufstoßen mit Geruch nach Rettichen. Übelkeit: morgens, mit Unbehagen in der Magengrube; beim Husten; nach dem Essen, mit Schmerz und Schweregefühl in der Magengrube beim Fahren im Freien; > durch leeres Aufstoßen. Erbrechen wässrigen Schleims mit Geruch und Geschmack der Säure, mit schwärzlich-grauen Schleimflocken. Anfallsweises Erbrechen von Wasser, danach von gelblichen und zähen Substanzen. Auftreibung von Magen und Bauch abends, mit erschwertem Abgang von Winden. Zusammenschnürung am Vormittag; im Epigastrium vor dem Mittagessen (das ich um 12.30 Uhr einnehme), mit Gewicht und oft einem Gefühl im Magen, als hätte ich Steine verschluckt. Chronisches Erbrechen, mit Druck im Magen.
12. Bauch
Bauch aufgetrieben und empfindlich; viel Rumoren. Schmerz in den Leisten, der beim Husten in die Hoden ausstrahlte. Druck auf die Leistenringe. Schwäche in den Leisten gegen die Samenstränge hin.
13. Stuhl und Anus
Diarrhö: neun- oder zehnmal täglich, Kolik vorausgehend oder nachfolgend, fast immer mit schwarzem Blut (keine Hämorrhoiden); (Diarrhö nach Kaffee). Stühle breiig, häufig. Gallige Stühle, teilweise flüssig, verzögert, hastig, mit Brennen am Anus. Verstopfte Stühle; klein, verzögert. Stuhl: hart, dann weich, orangefarben; trocken, voll Luft, verzögert, am nächsten Tag spärlich und klein; nur ein kleiner Klumpen wie eine Murmel, schwierig. Neigung zu Hämorrhoiden. Drang, aber nur Abgang von Winden; Drang, dann Stuhl, erster Teil hart, dann weich, mit Brennen im Anus, den Schlaf verhindernd; Drang mit Verlangen nach Stuhl, aber Entleerung von nur wenig Schleim. Verstopfung. Brennen im Anus während und nach dem Stuhl.
14. Harnorgane
Verminderung oder Unterdrückung der Harnabsonderungen. Harn albuminhaltig; stark riechend (hochfarbig, nach Veilchen riechend, scheinbar voller Galle); dunkelbraun (porterfarben) und spärlich; setzt hellrotes Sediment ab. Brightsche Krankheit.
15. Männliche Sexualorgane
Heftiger Schmerz an der Spitze des Penis und der Vorhaut. Eichel links rot; während des Koitus lang anhaltender Samenerguss. Klopfen, Stechen, Kneifen in der linken Seite der Eichel. Harte Erektionen; oft nach Mitternacht, immer beim Erwachen morgens; später dauern sie länger, sogar nach dem Aufstehen, Verlangen mäßig. Erektionen jeden Morgen, früher und härter. Schmerz: im rechten Hoden; in den Hoden, den Schlaf die ganze Nacht verhindernd; in den Samensträngen, < links; in den Samensträngen, in die Hoden ausstrahlend, mit entzündlicher Schwellung der rechten Leistendrüsen. Appetit unterdrückt, der eheliche Akt durch Willen vollzogen, und der gewöhnliche Schauder bei der Ejakulation fehlte.
17. Atmungsorgane
Kehlkopf, Kitzeln; Schmerz wie wund; Brennen. Schleimabsonderung vermehrt; reichliche Schleimabsonderung in den Atemwegen; er hängt im Kehlkopf wie ein Faden, verursacht Räuspern und Husten mit Würgen zum Erbrechen; er muss ihn schlucken; beim Niesen wird der Schleim leicht locker. Trockenheit des Halses beim Husten. Heiserkeit und Schmerz im Kehlkopf; mit Husten und Schnupfen. Heiserkeit, < durch Singen, und < beim Betreten des Hauses. Brennende Reizung in der Luftröhre. Krampfartige Hustenanfälle (mit Zucken der Finger, Trockenheit des Halses und Weinen). Husten klingt, als ob man in eine leere Röhre hustete; oder als ob er durch Resonanz benachbarter Teile verursacht würde. Husten mit Niesen. Husten: nur morgens; von Kratzen im Kehlkopf; mit Schmerz im Kehlkopf; mit Zusammenschnürung der Luftröhre; krampfhaft; in kurzen Stößen beim Aufstehen, ohne Auswurf, in kurzen Stößen (nach Schnupfen), kehrte während des Tages zurück, störte den Schlaf bis Mitternacht, von Kitzeln im Kehlkopf, nach Niesen löst sich ein Klumpen, den er schlucken muss; trocken, krampfartig; trocken, rasselnd, schwer zu lösen; kurz, trocken, anfallsweise, als ob die Schleimhaut abgerissen würde, mit und gefolgt von rohem, wundem Schmerz in Kehlkopf und Luftröhre, bis zur Mitte des Brustbeins ausstrahlend. Hackender Husten; > durch tiefes Einatmen; < Bewegung im Freien, mit Reizung im Kehlkopf. Husten, mit Absonderung farblosen Schleims. Bronchitis. Chronische Dyspnoe. (Dampf bei Pferden.)
18. Brust
Feuchte Rasselgeräusche beim Atmen und im Kehlkopf. Wandernde Pneumonie. Stechen nahe der linken unteren Rippe. Schmerz unter dem Brustbein beim Husten, zu den Seiten der Brust ausstrahlend, mit brennender Wundheit; nach langem Husten lösten sich Klumpen von gelbem, zähem Schleim. Brustbein wund, bei Berührung schmerzhaft, unabhängig vom Husten. Einschießen auf und ab im Brustbein. Beklemmung; > tiefes Einatmen, mit erschwerter Atmung, als ob die Lungen zusammengefallen wären und nicht genug Luft bekommen könnten. Engegefühl, Angst vor dem Atmen, wunder Schmerz, wenn Luft in die Lungen eintritt. Trockenheit in der Brust.
19. Herz
Ängstliches Herzklopfen. Puls rasch.
20. Rücken
Drückender Schmerz in Rücken und Lenden. Schmerz: in der Sakralregion. Eigentümlicher Schmerz, vom Schulterblatt zur Sakralregion ausstrahlend, < Bewegung und Husten.
21. Extremitäten
Schweregefühl und Müdigkeit der Extremitäten, < Knie.
22. Obere Extremitäten
Schweiß in den Axillae, nach Knoblauch riechend. Pochendes Stechen an der Innenseite des rechten Schultergelenks. Kneifen oberhalb des linken Ellenbogens, innerlich und an der inneren hinteren Seite. Schmerz: in der Mitte des linken Humerus, dann in den linken Fingern; im Knochen des linken Ellenbogens. Lähmungsartiger Schmerz tief im Radius. Kneifen in den Knochen des rechten Unterarms. Schmerz in den Knochen des linken Handgelenks morgens nach dem Stuhl. Schmerz im rechten Zeigefinger, besonders in der Phalanx, stechend und zuckend gegen die Spitze, am Vormittag. Stechen: in den Spitzen der linken Finger und des Daumens; in Anfällen, in den Fingerspitzen, < links. Brennender Schmerz im linken Ringfinger. Falte bleibt am wachsenden Nagel haften, < rechte Seite und meist Mittelfinger.
23. Untere Extremitäten
Ausschlag an Oberschenkeln und am Knöchel. Fülle und Unruhe in Beinen und Füßen, ganz unerträglich; muss sich um 9 Uhr abends hinlegen. Beine fast gefühllos. Plötzlicher Schmerz im Hüftgelenk, als würde es ausgerenkt, das Gehen verhindernd. Ulzerativer Schmerz im linken Bein und in den Gesäßmuskeln. Schmerz im rechten Knöchel. Fliegendes Schneiden in Knochen und Gelenken des rechten Fußes. Kneifen in den Knochen der linken Ferse, dann rechts.
24. Allgemeines
Große Schwäche und Erschöpfung (den ganzen Tag, mit benommenem Kopf und dumpf schmerzenden Extremitäten und Körper; beim Aufstehen; beim Aufstehen nach einer unruhigen Nacht). Schneidende und kneifende Schmerzen in den Extremitäten. Hin- und Herreißen tief in der rechten oberen Stirnseite und in den Knochen der Extremitäten abends. Allgemeines Krankheitsgefühl. Unruhig.
25. Haut
Rote Flecken auf dem Handrücken. Reichliches Exanthem an Unterarmen, Händen und Wangen. Rotbraune Papeln, mit Abschuppung, an Unterarm und Hand. Kleine, juckende, spitze Bläschen, von rotem Hof umgeben, auf dem Rücken der linken Hand zwischen Daumen und Zeigefinger (wo sechs Jahre zuvor Krätze ausgebrochen war), und am ulnaren Rand der linken Hand, vom Mittelhandgelenk bis zu den Phalangen des kleinen Fingers, und an der Außenfläche des Handgelenks; an der rechten Hand Juckreiz, aber keine Bläschen. Juckreiz wie von Kriechen von Insekten. Gesicht rot, empfindlich, mit Pickeln mit wässrigen Köpfen bedeckt, dann Pickel auf den Knöcheln, allmählich über Hände und Arme sich ausbreitend; später Hände und Unterarme mit roten, leicht erhabenen kreisförmigen oder elliptischen Flecken bedeckt, mit konzentrischen Schorfen bedeckt, den späteren Stadien von Herpes iris ähnlich; die meisten Flecken tief rissig, Flecken reizbar, < morgens beim Aufstehen und nachts beim Auskleiden, Papeln am Hals. Rötung von Händen und Armen, mit Schwellung und juckenden Pickeln, allmählich vesikulär werdend; im Gesicht, am Hals und an den Unterarmen Flecken von Bläschen auf erhabener Basis, letztere hart, derb und bei Druck eindellend; gegen die Ränder bestehen die Flecken aus ein oder zwei Bläschen auf der Spitze eines großen Pickels; Inhalt der Bläschen wässrig, gelegentliches Aufreißen der betroffenen Haut und ständiges Nässen; der Juckreiz macht ihn reizbar. Ausschlag an Unterarmen, Kopf und Gesichtseite. Ekzematöser Ausschlag im Gesicht und an den oberen Extremitäten. Hitzebläschen verschwinden an der oberen Körperhälfte und nehmen an der unteren zu, zuerst am Oberschenkel, dann am Bein, dann am Knöchel. Brennende Stiche an vielen Stellen, < rechtes oberes Lid und am inneren Rand des Nagels des linken vierten Fingers. Juckreiz: an Beinen und Knöcheln, in Flecken nahe der linken Hüfte, 3 bis 4 Uhr morgens, wenn Erektionen zurückkehren; oberhalb des Kamms des linken Darmbeins, mit Rötung und spitzen Flecken, als ob Flechte erscheinen würde; wie von kriechenden Insekten, auf Schultern und Rücken abends beim Zubettgehen, er lässt kaum schlafen.
26. Schlaf
Schläfrigkeit; überwältigend. Schlaflos. Unruhiger Schlaf; mit schmerzhaften Träumen. Schlaf schwer, durch Alptraum unterbrochen. Träume: von Feuer, verwirrt, aber nicht furchtbar; nicht erinnerte von Tätigkeit und von ernsten und wichtigen Ereignissen.
27. Fieber
Frösteln, < Rücken. Fieber, mit erschwerter Atmung; Fieber, mit heißer und trockener Haut. Schweiß in der Axilla, nach Knoblauch riechend, < abends und nachts.