Narcissus.
By John Henry Clarke — Der Neue Clarke – Eine Enzyklopädie für den homöopathischen Praktiker
pseudonarcissus. Osterglocke. N. O. Amaryllidaceæ. Tinktur aus ungeöffneten Blütenknospen, Stängel, Blatt und Blüte. Verreibung des Alkaloids.
Klinisches
Bronchitis / Husten / Schnupfen / Diarrhoe
Charakteristika
Ringer experimentierte mit dem Alkaloid (Sulfat und Nitrat), das aus Blüten und Zwiebeln der Osterglocke gewonnen wurde, und erzeugte die im Schema verzeichneten Symptome. Bei einem meiner Patienten wurde einmal durch Osterglocken, die in ziemlicher Menge als Schmuck einer Speisetafel verwendet worden waren, ein sehr schwerer Husten ausgelöst. In Ringers Versuchen brachte die Zwiebelzubereitung die größere Zahl von Wirkungen hervor, einschließlich Speichelfluss, Sinken, Erbrechen und Diarrhoe. Die Blütenzubereitung wirkte auf Kopf und Augen und trocknete einen reichlichen Schweiß der Hände aus. Ein tödlicher Vergiftungsfall nach dem Essen der Blüten ist verzeichnet (H. W., xxxvi. 244). Ein Zwiebelsalat, dem einige Zwiebeln von Narcissus poeticus beigemischt waren, verursachte Leibschneiden, Brennen, reichliche Stühle mit furchtbarem Kneifen, abgestumpfte Sinne, Ohnmacht, kalte Hände, kalten Schweiß, Symptome, die von den gewöhnlichen Wirkungen von Colchicum nicht zu unterscheiden und denen von Narc. Pseud. ähnlich waren. Die eine verzeichnete homöopathische Anwendung von Narc. ist die von J. Meredith (H. W., xxxi. 123). Er bereitete ein Konserv aus Blüten, Knospen und Stängeln, indem er sie mit dem sechs- bis zehnfachen ihres Gewichts an Zucker in einem Wedgwood-Mörser mit einem hölzernen Pistill zerquetschte. Dies als 1x rechnend, stellte er Zuckerverdünnungen bis 4x her, und mit diesen heilte er einen Fall von Bronchitis mit anhaltendem Husten, der vielen der Standardmittel widerstanden hatte.
Beziehungen
Vergleiche: Cepa, Colch., Lil. t.
2. Kopf
Stirnkopfschmerz.
3. Augen
Tränenfluss der Augen. Pupillen übermäßig erweitert. Pupillen anfangs verengt, später erweitert.
5. Nase
Starker Schnupfen.
8. Mund
Vermehrter Speichelfluss. Reichlicher Speichelfluss von sehr zähem Speichel.
9. Hals
Hals trocken.
11. Magen
Schluckauf; Sinken, ohnmachtsartiges Gefühl. Sinkendes, übelkeitsartiges Empfinden. Sodbrennen. Erbrechen. Kollern.
13. Stuhl
Diarrhoe mit starkem dumpfem Schmerz unterhalb der linken freien Rippen. Stühle: wässrig; entspannt; locker; zum Teil fest.
19. Herz
Puls vermehrt.
24. Allgemeines
Ohnmachtsneigung und Schläfrigkeit.
27. Fieber
Eine Hand, die ganz nass von Schweiß gewesen war, wurde innerhalb von zwölf Minuten trocken.