Nabalus.
By John Henry Clarke — Der Neue Clarke – Eine Enzyklopädie für den homöopathischen Praktiker
serpentarius. Prenanthes serpentaria. Weiße Lattichpflanze. Klapperschlangenwurzel. N. O. Compositæ (subord. Chicoraceæ). Tinktur der ganzen frischen Pflanze.
Klinisch
Verstopfung / Ophthalmie
Charakteristika
Nabalus ist eine in Amerika heimische Pflanze, die in der Hauspraxis viel als Mittel gegen Diarrhö und Dysenterie verwendet wird. Es gibt nur eine Arzneimittelprüfung, mit der 1. und 3. Verdünnung, durch eine verheiratete Frau, 19 Jahre alt. Die Symptome ähneln einigermaßen denen ihres botanischen Verwandten, Lactuca, besonders bei Verstopfung und Somnolenz. Das merkwürdigste Symptom war die Empfänglichkeit für Magnetismus und für die persönliche Aura anderer. Reizbarkeit des Temperaments und okzipitaler Schmerz waren < abends.
1. Gemüt
Niedergeschlagenheit, gefolgt von ungewöhnlicher Hochgestimmtheit. Anhaltende Melancholie. Reizbar.
2. Kopf
Gefühl wie betrunken. Tiefsitzende Stirnschmerzen hinter dem r. Augapfel und über dem Auge. Kopfschmerz mit Reizbarkeit und Reizung der Augen, des Halses und der Haut. Okzipitale Schmerzen mit Steifigkeit im Nacken, < abends.
3. Augen
Große und anhaltende Reizung der Augenlider und Lidränder; die Ränder stechen und brennen schmerzhaft und sind leicht geschwollen. Sehvermögen schwach.
5. Nase
R. Nasenloch wund. Geruch und Geschmack leicht beeinträchtigt.
9. Hals
Hals wund; Kitzeln und Kratzen (l.), < beim Liegen und beim Schlucken von Speichel; dann kribbeln beide Augen (< l.) und füllen sich mit Tränen.
11. Magen
Appetit und Durst vermindert. Verlangen nach Zitronen. Brennendes Aufstoßen.
13. Stuhl
Verstopfung: nur drei Stühle in zwölf Tagen, hart, schmerzhaft, gefolgt von Erschöpfung.
14. Harnorgane
Stechender Schmerz (vorübergehend) in der r. Niere. Harn vermindert.
16. Weibliche Geschlechtsorgane
Stechendes Pochen im Uterus. Weißer, geleeartiger Ausfluss aus der Vagina; mit Schwäche. Menstruation verspätet.
24. Allgemeines
Dumpfe Schmerzen in den Gelenken und Taubheitsgefühl beim Erwachen. Empfänglichkeit für magnetische Berührung und für die persönliche Aura ihrer Freunde. Schweregefühl, als ob die Blutgefäße mit Blei gefüllt wären; Körper schwer, sie lehnt sich überall an.
25. Haut
Subkutane Drüsen gereizt und geschwollen, bes. hinter dem r. Ohr und am Hals. Prickeln wie von unterdrücktem Schweiß; Juckreiz, allgemein.
26. Schlaf
Somnolenz. Nachtschlaf verlängert, danach leichter und häufiger unterbrochen.
27. Fieber
Frösteln nicht > durch die Hitze des Feuers. Keine fieberhafte Reaktion außer gelegentlichen Hitzewallungen über Kopf und Gesicht.