Mephitis.
By John Henry Clarke — Der Neue Clarke – Eine Enzyklopädie für den homöopathischen Praktiker
putorius. Stinktier. N. O. Mustelidae. Alkoholische Verdünnung der in den Analdrüsen enthaltenen Flüssigkeit.
Klinisches
Asthma / Blindheit / Ersticken, leicht / Kälte, Empfindlichkeit gegen / Augen, Affektionen der / Laryngismus / Sehvermögen, schwach / Keuchhusten
Charakteristik
Mephitis wurde von Hering in der 30. Potenz arzneilich geprüft. Unter den Symptomen, die er entwickelte, waren "Erstickungsgefühl beim Essen oder Trinken" und "Husten beim lauten Lesen, beim Sprechen und nach dem Trinken; durch Verschlucken verursacht." Die unteren Rippen sind bei Berührung oder Druck schmerzhaft, bes. < beim Husten oder Niesen. Neidhard gab Meph. einem "jungen Mann, der an Symptomen der Schwindsucht litt", bei dem es "einen krampfartigen Husten mit krähendem Klang hervorrief, die ganze Nacht anhaltend und mehrmals wiederkehrend." Diese homöopathische Verschlimmerung brachte Neidhard auf den Gedanken, Meph. bei Keuchhusten anzuwenden, und dies ist seine Schlussfolgerung, von Hering zitiert: "Wenn die seit 1851 gesammelten Tatsachen, die zahlreich sind, nicht beweisen, dass Meth. alle anderen Mittel bei Keuchhusten verdrängen wird, so darf es gewiss als ein wertvolles Spezifikum betrachtet werden. Um seinen vollen Erfolg zu sichern, sollte es in den niedrigeren Verdünnungen, von eins bis drei, verabreicht werden, wenigstens in schweren Fällen." Guernsey gibt es an als: "Keuchhusten oder jede andere Art von Husten, der sehr heftig ist, krampfartig einsetzt und so erscheint, als würde jeder Anfall das Leben beenden." Farrington sagt, das Kennzeichen von Meph. sei nervöse Erschöpfung. Beim Keuchhusten ist der Katarrh gering, der Keuchton deutlich; < nachts und nach dem Hinlegen. Erstickungsgefühl; kann nicht ausatmen; erbricht Nahrung manchmal Stunden nach dem Essen. Asthma der Trinker; der Schwindsüchtigen (nach Dros.). T. M. Stewart berichtet (H. R., xvi. 71) den Fall eines Mannes, 47, der einen ständigen hackenden Husten hatte, der während der Unterhaltung auftrat. Deswegen wurde die Uvula amputiert. Sobald er sich von der Operation erholt hatte, war der Zustand folgender: "Husten nach lautem Lesen oder nach dem Trinken irgendeiner Flüssigkeit; Husten krampfartig, hohl, heiser, < nachts und beim Hinlegen; locker morgens." Amb., Cham., K. bi., Rumex, Pho., vermochten nicht zu lindern; Meph. 1m. heilte prompt. Ein weiterer Punkt bei Meth. ist der Wärmeschwall, den es in verschiedenen Körperteilen verursacht. Es befähigt Patienten, extreme Kälte zu ertragen; macht sie bei kaltem Wetter weniger fröstelig. Waschen mit Eiswasser ist angenehm. Erwacht nachts mit Stauung zu den Beinen. Beine unruhig, als würden sie gefühllos werden. Zappelige Füße. Ein kurzer Schlaf scheint zu erfrischen. A. M. Cushing macht auf die Möglichkeiten des Mittels bei schwachem Sehvermögen aufmerksam (H. R., iv. 237) und erzählt von einem Freund, dem eine Dosis direkt vom Stinktier in die Augen gespritzt worden war: "Es war, als wäre Feuer in seine Augen eingedrungen." Eine Zeitlang war er völlig blind; doch als sein Sehvermögen zurückkehrte, war es so scharf, dass er die Scheiben in einem Fenster zählen konnte, das angeblich zwei Meilen entfernt war. In einem anderen Fall bestand nach Entfernung des Gifts aus dem Auge noch wochenlang beim Öffnen der Lider eine Empfindung wie von brechendem Glas. Auf Farringtons Rat wurde es durch Crotal. antidotiert. Ruhe und Liegen <. Aufsitzen und Bewegung >. < Nacht und Tagesanbruch. Warmer Ofen > Kolik durch Kälte. > Kaltes Waschen. Eiswasser < Asthma. Berührung <.
Beziehungen
Nach Hering hat Meph. eine sehr kurze Wirkung. Antidotiert durch: Camph., aber nur vorübergehend. Crotal. linderte die Augensymptome. Folgt gut: Dros. (bei Husten der Schwindsüchtigen). Vergleiche: Keuchhusten, Coral. (Coral hat Erstickungsgefühl vor dem Husten und große Erschöpfung danach). Dros. (Dros. hat häufige Anfälle von bellendem Husten; < nach zwölf Uhr Mitternacht; hält die Seiten; erbricht, wenn es Sputa nicht hochbringen kann). Husten < durch Lesen oder Schreiben, Aur., Nux, Plat. Husten nachts, Rumex (< 2 Uhr morgens), Sticta (mit spaltendem Kopfschmerz). Erwacht nachts mit Stauung zu den Beinen, Aur. Kurzer Schlaf scheint zu erfrischen, Flu. ac., Menth. Nachtblindheit, Bell. Abneigung gegen Tabakrauch, Ign. Leichtes Verschlucken mit Erstickungsgefühl, Lach. Zappelige Füße, Tarent., Meny., Zinc., Caust., Ars., Asaf., Asar., Act. r., Aur., Sticta. Redseligkeit, Agar., Lach. Nervöse Symptome im Allgemeinen, Castor, Mosch.
1. Gemüt
Üble Laune wegen Kleinigkeiten oder eingebildeter Sorgen. Untauglichkeit zu geistiger Arbeit, verursacht durch zu lebhafte Einbildungskraft, übermäßige Redseligkeit, wie nach zu vielem Trinken. Erregung mit Hitze im Kopf. Niedergeschlagenheit mit schmerzhaften Muskeln. Trägheit mit Verlangen, sich zu strecken.
2. Kopf
Schwindel beim plötzlichen Bücken, im Sitzen, beim Bewegen des Kopfes, beim Umdrehen im Bett oder abends. Verwirrte Dumpfheit im Kopf, als wäre er größer geworden, begleitet von übler Laune und Übelkeit. Heftiger Kopfschmerz mit Empfindung von Fülle, als durch ein Gewicht oder durch Druck verursacht, bes. im Hinterhaupt. Heftiger Schmerz im Kopf, als drückte eine Fülle nach oben. Empfindung in (Hinterkopf) verschiedenen Teilen, als würde der Finger hineingedrückt. Schmerz oberhalb der Augen. Kopfschmerz durch die Bewegung eines Wagens oder sonst abends.
3. Augen
Stechen in den Augen wie von Nadelstichen. Schmerzen in den Augen beim Drehen derselben (in bestimmte Richtungen), als wäre ein Fremdkörper darin oder als wären sie sehr ermüdet. Hitze, Brennen und dumpfes Schmerzen in den Augen, bes. morgens und abends. Als ob Feuer ins Auge geworfen würde. Empfindung beim Öffnen der Lider wie von brechendem Glas. Dumpf-drückender Schmerz der Augenlider und Brennen an den Rändern, als bilde sich ein Gerstenkorn. Injektion der Venen in der Sklera. Rötung der Bindehaut wie von Ekchymose. Myopie. Verwirrung der Buchstaben beim Lesen (sie werden verschwommen, er ist unfähig, sie zu erkennen, sie laufen ineinander). Unfähigkeit, Kleindruck zu lesen. Nächtliche Blindheit. Solange das Sehvermögen schwach ist, bestehen im Allgemeinen Schmerzen in den Augen oder im Kopf. Augen hauptsächlich abends betroffen.
4. Ohren
Reißen in den Ohren oder im Kiefer und in den Zähnen. Otalgie. Juckende Hitze, Rötung, Bläschen und Erysipel am äußeren Teil des (r.) Ohres.
5. Nase
Trockenheit der Nase. Epistaxis. Anhaltender Niesreiz. Fließschnupfen mit Schmerz wie von Wundreibung in der Brust.
7. Zähne
Schmerzen in kariösen Zähnen (Molaren), bes. im Unterkiefer. Plötzliche Stöße in den Zahnwurzeln. Ziehen und Reißen in den Zähnen.
10, 11. Appetit und Magen. . Übelkeit mit Kratzen im Hals (Leere im Magen) und Empfindung, als wäre der Kopf geschwollen, beim Fasten. Schluchzendes Aufstoßen. Aufstoßen, > durch Abgang von Flatus. Neigung zum Verschlucken mit Erstickungsgefühl beim Trinken und Sprechen. Lästiges und wirkungsloses Bedürfnis zu räuspern. Metallischer (kupferiger) Geschmack. Verlangen nach gesalzenen Speisen. Hunger, wechselnd mit Appetitlosigkeit. Appetitlosigkeit morgens und auch Abneigung gegen Tabakrauch. Schmerzliche Müdigkeit und Verlangen zu schlafen nach einer Mahlzeit.
12. Bauch
Schmerzen in den Hypochondrien. Rheumatische Schmerzen in r. Seite (Druck) oder Schmerzen wie von Blähungen (in l. Seite). Dumpfer Schmerz (in der Leberregion) im Magen, mit Kolik. Empfindung von Leere im Magen und Übelkeit. Kolik wie von Diarrhö, aber ohne Entleerung. Dumpfes Schmerzen und Bewegungen im Bauch, als durch eine Verkühlung verursacht, mit Empfindung von Kälte, Zittern und Bedürfnis zum Wasserlassen, gelindert in der Nähe des Feuers. Schmerzen im Bauch abends.
13. Stuhl und Anus
Entleerungen selten, aber flüssig. Diarrhö.
14. Harnorgane
Häufiges Bedürfnis, Wasser zu lassen, bes. nachts, mit Abgang von klarem Harn. Der Harn wird trüb (morgens) und setzt abends, nach einem Fieberanfall, ein Sediment ab.
15. Männliche Genitalorgane
Juckreiz am Skrotum. Hitze in den Genitalorganen.
16. Weibliche Genitalorgane
Wundreibung der Genitalorgane bei Frauen und Schwellung der großen Schamlippen.
17. Atmungsorgane
Husten beim lauten Lesen, beim Sprechen und nach einem Anfall von Verschlucken mit Erstickungsgefühl während des Trinkens (Neigung, dass etwas in den Kehlkopf gerät). Husten morgens, mit Auswurf infolge von Katarrh. Schleim, jeden Morgen durch einen Hustenanfall ausgestoßen. Katarrhalische Beschwerden. Schmerzen in den (l.) Rippen bei Berührung, aber bes. beim Husten und Niesen. Husten mit Fließschnupfen und Wundheit in der Brust. Schmerz wie von Wundreibung im hinteren Teil der Rippen und in der Brust beim tiefen Einatmen und beim Bewegen des Rückens. Rasselnder Husten jeden Morgen. Keuchhusten, < nachts und nach dem Hinlegen; mit Konvulsionen; mit völligem Erstickungsgefühl, er kann nicht ausatmen; Erbrechen aller Nahrung einige Stunden nach dem Essen, aufgedunsenes Gesicht. Schmerzen in der Brust (an der letzten l. kurzen Rippe), wenn man sie berührt und darauf drückt; aber bes. beim Husten und Niesen. Asthma wie vom Einatmen von Schwefeldampf; der Trinker; während des Schlafs.
20. Hals und Rücken
Schmerzen in (r.) Seite des Halses. Spannung in den Nackenmuskeln. Schmerz und eine Art Lähmung im Rücken und in allen Extremitäten. Stechen in der Wirbelsäule während der Bewegung. Prellungsschmerzen in den Lenden morgens.
22. Obere Extremitäten
Rheumatische Schmerzen in den Armen, mit paralytischen Ziehen, > durch Bewegung. Unruhe im (l.) Arm, der gleichsam gefühllos ist. Zittern im Arm beim Aufstützen darauf. Zucken in der Hand. Quälende Empfindung in der ersten Phalanx eines Fingers, die es nötig macht, ihn zu strecken und knacken zu lassen.
23. Untere Extremitäten
Ziehende und rheumatische Schmerzen in Oberschenkeln, Hüfte und Fuß, aber hauptsächlich im Bein. Prellungsschmerzen im Knie. Krampfartiger und plötzlicher Schmerz im (l.) Fuß, der den Patienten zum Hüpfen veranlasst. Unruhe in den Beinen, als würden sie einschlafen. Stechen im Fuß. Schmerz in der Ferse, ähnlich der Gicht. Stechen oder Empfindung von Kneifen in der großen Zehe (als würde sie abgekniffen). Brennen in der kleinen Zehe. Ständige Schmerzen und Brennen in Hühneraugen.
24. Allgemeines
Rheumatische Schmerzen. Wandernde Schmerzen mit Bedürfnis zum Wasserlassen. Gelegentlich eine Empfindung, als von elektrischen Funken getroffen. Konvulsionen. Empfindung von Lähmung, bes. während der Schmerzen. Große Niedergeschlagenheit und Mattigkeit, während der die Muskeln bei Berührung oder Betätigung schmerzhaft sind. Trägheit mit Verlangen, sich zu strecken, und Strecken. Innere Erregung des ganzen Körpers mit Empfindung unaussprechlicher Unruhe. Leichtes Zittern der Nerven bis ins Innere der Knochen, das erhebliche Angst verursacht. Viele Symptome zeigen sich morgens.
26. Schlaf
Große Neigung zum Schlaf, so groß, dass der Patient selbst in Gesellschaft einschläft. Tagesschläfrigkeit mit festem Schlaf nachts. Häufiges Gähnen, das Tränen fließen lässt. Sehr lebhafte Träume, deren Erinnerung erhalten bleibt. Träume von Feuer, Wasser, bedrückenden Verlusten, vom Blutspeien usw. Alptraum. Asthma während des Schlafs. Erwachen nachts mit Blutandrang zu und Hitze in den Extremitäten (Unterschenkeln). Schläfriges Schweregefühl morgens, mit Brennen in den Augen und Reißen in den Extremitäten; sehr > durch Lagewechsel. Häufiges und frühes Erwachen, oft mit einem Gefühl guter Gesundheit.
27. Fieber
Kälte abends, mit Bedürfnis, Wasser zu lassen, und Kolik, als ginge sie einer Diarrhö voraus. Hitze im Kopf, in den Genitalorganen und in den Beinen, nachts. Vermehrte Hitze, bes. morgens, mit gegen Kälte und kaltes Wasser weniger empfindlicher Haut. Waschen mit kaltem Wasser wird als sehr angenehm empfunden.