Malandrinum.
By John Henry Clarke — Der Neue Clarke – Eine Enzyklopädie für den homöopathischen Praktiker
Nosode der bei Pferden als "Grease" bezeichneten Krankheit. Verreibung von mit dem Virus gesättigtem Milchzucker. Lösung des Virus.
Klinisches
Akne / Furunkel / Fistel / Impetigo / X-Bein / Masern / Haut, ungesund / Pocken / Impfung, krankhafte Folgen von
Charakteristika
Nach Jenner liegt der Ursprung der Kuhpocken in einer Infektion der Euter von Kühen durch Kontakt mit Gras, auf das ein an "Grease" erkranktes Pferd getreten ist. Diese Behauptung wird in gewissem Maße durch die Erfahrung der Homöopathen bestätigt, die in Maland. einen sehr wirksamen Schutz gegen Infektion mit Pocken und gegen Impfung gefunden haben. Straube führte Arzneimittelprüfungen der 30. Potenz durch (H. R., xv. 145; H. W., xxxv. 504). Es ist auf inferentieller Grundlage mit großem Erfolg bei krankhaften Folgen der Impfung angewandt worden (ich habe damit Fälle von ungesunder, trockener, rauer Haut geheilt, die jahrelang nach einer Impfung zurückgeblieben war); bei Pocken, Masern und Impetigo. Burnett hat damit einen Fall von X-Bein bei einem Kind geheilt, das ständig seinen Penis berührte. Burnetts Indikationen lauten: "Untere Körperhälfte; fettige Haut und fettiger Ausschlag. Langsame Pustelbildung, nie endend, denn wenn eine heilt, erscheint eine andere." Impetigo, Ekthyma, fette, fettig aussehende pustulöse Ausschläge werden von diesem Mittel besonders beeinflusst. Heath (Amer. Hom., xxiv. 141) hat mit Maland. 30 eine Fistel am Hals eines Ponys geheilt, die auf Druse folgte. A. L. Marcey (H. R., xiv. 530) berichtet über eine auffallende Erfahrung mit Maland. 30. In Gegenwart einer Pockenepidemie impfte er sich selbst und nahm gleichzeitig Maland. 30 morgens und abends ein. Die Impfung schlug nicht an. Sie wurde zweimal wiederholt und schlug dennoch nicht an; auch wurden keine Pocken kontrahiert. Als er gerufen wurde, vier Kinder in einer Familie zu impfen, deren Eltern sich von den Pocken erholten, impfte er alle und gab Maland. 30 gleichzeitig an drei von ihnen; das verbleibende Kind war das einzige, bei dem die Impfung "anging". Diese war so schwer, dass Maland. gegeben werden musste, um ihre Intensität zu mäßigen, was es wirksam tat. Die anderen drei wurden erneut geimpft, aber bei keinem "ging" die Impfung an. Von fünf Kindern im Alter von sechs bis siebzehn Jahren war nur das älteste geimpft worden, und es hatte eine gute Narbe. Allen außer dem ältesten wurde Maland. gegeben, und sie wurden geimpft, und bei keinem der vier "ging" die Impfung an. Das älteste bekam Pocken. Maland. wurde daraufhin gegeben, und in wenigen Tagen war es rekonvaleszent. In einem anderen Fall von Pocken wurde Maland. gegeben, und die Krankheit dauerte nur wenige Tage, wobei der Ausschlag eintrocknete. In Straubes Prüfung waren die Symptome abends <. Das Schema ist aus Straubes Symptomen zusammengestellt. Burnett hält Maland. für ein sehr tief wirkendes Mittel und eines, das nicht öfter als einmal in vierzehn Tagen wiederholt werden soll.
Beziehungen
Vergleiche: Bei üblen Folgen der Impfung, Variol., Vaccin., Thuj., Sabi., Ant. t., Apis, Sil. Allgemein; Kinder, die die Genitalien berühren, Medor. (doch Maland. hat eine tiefere Wirkung). Bei pustulösen Ausschlägen, Hep., Merc. Vergleiche auch: Castor equi., Hippozænin, Hippomanes.
Ursache
Impfung.
2. Kopf
Schwindel. Frontaler und okzipitaler Kopfschmerz. Benommenheit. Impetigo, die den Kopf vom Scheitel bis zum Nacken bedeckt und sich hinter die Ohren erstreckt. Dicke, grünliche Krusten mit blassen, rötlichen Schorfen, Juckreiz < abends.
3. Augen
Rote Streifen unter den Augen.
4. Ohren
Reichlicher, eitriger, grünlich-gelber Ausfluss, mit Blut vermischt.
8. Mund
Zunge: gelb belegt, mit rotem Streifen entlang der Mitte (typhoid); entlang der Mitte rissig und ulzerierend; geschwollen.
11. Magen
Erbrechen galliger Stoffe; Übelkeit.
12. Bauch
Schmerzen um den Nabel herum.
13. Stuhl
Dunkler, leichenartig riechender Stuhl. Gelbliche, übelriechende Diarrhö.
15. Männliche Geschlechtsorgane
(Kind berührt ständig seinen Penis.)
16. Weibliche Geschlechtsorgane
Vagina durch impetiginöse Krusten geschlossen, von gelblich-grünlich-brauner Farbe.
20. Rücken
Schmerz entlang des Rückens, wie zerschlagen.
21. Extremitäten
Schmerzen wie wund in Extremitäten und Gelenken. Umläufe an den Nägeln von Händen und Füßen.
22. Obere Extremitäten
Impetiginöse Krusten an den Streckseiten der Unterarme.
23. Untere Extremitäten
Schmerzen, bes. in der l. Tibia, mit petechienähnlichen Flecken an der Vorderseite des l. Beins vom Knie bis zum Knöchel. Petechien an beiden Oberschenkeln, < l. (X-Bein.)
25. Haut
Pocken. Masern; auch als Vorbeugungsmittel. Impetigo, die den Hinterkopf bedeckt, sich über den Rücken bis zum Gesäß und sogar in die Vagina erstreckt; die Labien bedeckend. Impetigo an den Streckseiten der Unterarme. Furunkel. Milzbrandkarbunkel. Üble Folgen der Impfung (trockene, raue Haut). Kleine, düsterrote Flecken an den Beinen, die auf Druck nicht verschwinden. (Typhoid fever. Petechial typhus.)