Kousso.
By John Henry Clarke — Der Neue Clarke – Eine Enzyklopädie für den homöopathischen Praktiker
Brayera anthelmintica. Kuso. Cosso. (Abessinien.) N. O. Rosaceæ. Aufguss der getrockneten Blüten. Tinktur aus den Blüten.
Klinisch
Fehlgeburt / Bandwurm
Charakteristika
Die Blüten von Kousso sind bei den Einheimischen Abessiniens ein bevorzugtes Mittel gegen Bandwurm, und ihre Verwendung zu diesem Zweck in der europäischen Praxis hat zur Beobachtung der wenigen aufgezeichneten Symptome geführt, unter denen Durst, Übelkeit und Erbrechen hervortreten. In einem Fall wurde eine Fehlgeburt verursacht. Die Art der Anwendung als Tänifugum ist folgende: Man nehme eine Viertelunze der getrockneten Blüten, kochendes destilliertes Wasser vier Unzen. Fünfzehn Minuten ziehen lassen, ohne abzuseihen. Das Pulver ist zusammen mit dem Aufguss morgens nüchtern einzunehmen. Zwei solcher Tränke können gegeben werden. Es ist am besten, vor dem Trank und eine oder zwei Stunden danach ein Abführmittel zu geben. Eine Bemerkung von Alexander Milne ist für Homöopathen bedeutsam: „Obwohl Kousso zur Austreibung des Wurms führt, scheint es den krankhaften Zustand, der seine Entstehung begünstigt, nicht zu bessern.“ (Lebende Tänien, in einen mit Milch gemischten Aufguss von Kousso gelegt, wurden in etwa einer halben Stunde getötet.) Die durch die Behandlung verursachte Prostration ist so groß, dass Milne empfiehlt, anschließend eine Kur mit Cinchona und Iron folgen zu lassen.
Beziehungen
Vergleiche: Cucurb., Granat., Filix m.
2. Kopf
Kopfschmerz.
11. Magen
Durst. Übelkeit. Erbrechen.
13. Stuhl und Anus
Prolapsus ani. Wässrige Diarrhö. Stuhl locker und dunkel. Austreibung von Lumbrici, von toter Tænia solium und von Bothriocephalus latus.
14. Harnorgane
Vermehrte Harnabsonderung. Diurese, gefolgt von spärlichem Urin.
16. Weibliche Sexualorgane
Fehlgeburt.
24. Allgemeines
Rasche und äußerste Prostration.
27. Fieber
Leichtes Hitzegefühl.