Hydrangea Arborescens.
By John Henry Clarke — Der Neue Clarke – Eine Enzyklopädie für den homöopathischen Praktiker
N. O. Hydrangeaceæ (oder Saxifragaceæ). Tinktur aus frischen Blättern und jungen Trieben. Fluidextrakt.
Klinisch
Harnblase, Katarrh der; Stein in / Diabetes / Grieß / Prostataleiden / Harn, Inkontinenz des
Charakteristika
Wie einige andere Angehörige der Saxifragaceæ besitzt Hydrang. den traditionellen Ruf eines „steinbrechenden“ Mittels, da es seit vielen Jahren bei Steinleiden verwendet wird. Dr. Nottingham aus Lansing sagt (Amer. Hom. 15. November 1899), dass es in physiologischen Dosen „Schwindel, Beklemmung der Brust hervorruft und als Abführmittel, Diuretikum, Sialogogum und Narkotikum wirkt.“ Er verwendete es mit glänzendem Erfolg in dem nachstehenden Fall: Herr B., 71, großgewachsen, schlank, dunkel, war äußerst reizbar und häufig heftigen Anfällen von Zorn unterworfen. Seit vielen Jahren war er gewohnt, aufs leichtfertigste Arzneien zu gebrauchen, und bat seinen homöopathischen Arzt stets, ihm „etwas Stärkeres“ zu geben. Acht Jahre lang hatte er an Reizung des Sphinkters der Harnblase gelitten, mit Harnträufeln, schweren Krämpfen der Prostata, Nierenkatarrh, gelbem Sand im Harn und sogar kleinen Konkrementen. Nach anhaltendem Gebrauch der am besten angezeigten Mittel ohne Wirkung wurde das Fluidextrakt von Hydrang. gegeben, alle drei oder vier Stunden ein Teelöffel voll, und die Symptome verschwanden in bemerkenswert kurzer Zeit. Cooper hat dieses Mittel ebenfalls mit guter Wirkung bei Diabetes verwendet (von dem er sagt, es sei die durstigste bekannte Pflanze), in Fällen, die starken Durst mit abdominalen Symptomen und bei vergrößerter Prostata zeigten. Es scheint stark auf den Blasenhals zu wirken. Hansen fügt hinzu, dass es besonders nützlich ist bei reichlichen Ablagerungen weißer amorpher Salze im Harn; und dass es die Neigung zur Bildung von Konkrementen aufgehalten hat; es lindert Beschwerden durch Nierenstein, mit Wundheit über der Nierengegend und blutigem Harn.
Beziehungen
Vergleiche: . Berb., Sabal. s., Solidago. v. a., Uva. ursi., Thlaspi b. p., Ocim. c.