Hecla.
By John Henry Clarke — Der Neue Clarke – Eine Enzyklopädie für den homöopathischen Praktiker
Heclæ-Lava. Die feinere Asche vom Berg Hecla, die in entfernten Ortschaften niederfällt. Verreibung.
Klinisches
Highmorshöhle, Tumor der / Knochen, Erkrankungen der / Brust, Tumoren der / Zahnung, erschwerte / Exostosen / Drüsen, Erkrankungen der / Kiefer, Tumoren an den / Milch, mangelnde / Neuralgie / Osteitis deformans / Osteomalazie / Osteosarkom / Periostitis / Rachitis / Syphilis / Zähne, Karies der / Zahnschmerz / Tumoren / Weiße Schwellung / Umlauf
Charakteristika
Ich habe das einzelne Wort Hecla gegenüber Heclæ lava gewählt, weil es einfacher und bequemer ist. Die Asche und Schlacken dieses Vulkans enthalten Kieselsäure, Tonerde, Kalk, Magnesia, mit etwas Eisenoxid. Als Garth Wilkinson in Island reiste, bemerkte er, dass die Schafe in der Umgebung von Hecla ungeheure Exostosen an den Kiefern hatten. Eine weitere bemerkte Wirkung war das Versiegen der Milch sowohl bei Schafen als auch bei Kühen. Die feinere Asche, die auf weiter entfernte Weiden fiel, war die schädlichste; die grobe Asche nahe am Berg war unwirksam. Bei Kühen zeigte die Sektion, dass die Därme mit Asche gefüllt waren, zu einer Masse verhärtet, und der Magen mit einer pechschwarzen, braun gefleckten Membran überzogen war, die sich durch Waschen nur schwer entfernen ließ; die Kieferzähne waren mit einer glänzenden metallischen Kruste bedeckt. Mehrere junge Pferde starben an Knoten an den Kieferknochen, so groß, dass sie eine Luxation verursachten. Wenn Schafe geschlachtet wurden, fand man sie innerlich von bläulicher Färbung, und die Därme waren brüchig. In vielen Fällen fand man in den Bronchien Würmer von zwei bis drei Zoll Länge, mit bleichgrauen Körpern und braunen Köpfen, und etwas dicker als ein Pferdehaar. Bei Schafen waren das Knochen- und Zahnsystem stark betroffen. Die Kopfknochen und besonders die Kieferknochen schwollen an und wurden so brüchig, dass sie beim Kochen in Stücke zerfielen. Der Oberschenkelknochen und besonders die Schienbeine schwollen an und wölbten sich vor. Die Kiefer waren zuweilen mit großen Schwellungen bedeckt, die sich ausbreiteten und von lockererem Gefüge und dunklerer Farbe waren als der Knochen; diese konnten vom Knochen getrennt werden, ohne ihn zu verletzen; doch in einigen tödlichen Fällen wurde unter der Schwellung ein bis zum Mark hinabreichendes Loch entdeckt. Garth Wilkinson fügt dem Obigen hinzu, dass er Hecla mit ausgezeichneter Wirkung bei Zahnschmerz, Zahnfleischabszess, Schwellungen um die Kiefer und bei erschwerter Zahnung angewandt habe. Klinische Erfahrung hat die Kraft von Hecla gezeigt, viele Formen von Knochenerkrankung aufzuhalten, einschließlich Osteosarkom, skrofulöser und syphilitischer Osteitis und Exostosen. Die Schwellungen, die darauf ansprechen, sind schmerzhaft und berührungsempfindlich; < durch Berührung und Druck. Die Drüsen sind fast ebenso stark betroffen wie die Knochen: „Verhärtung und Infiltration der Halsdrüsen, den Hals wie eine Perlenreihe besetzend.“ Die rechte Seite war vorherrschender betroffen. Das nachstehende Schema ist hauptsächlich aus geheilten Symptomen zusammengestellt.
Beziehungen
Vergleiche: Conchiol., Silic., Calc., Slag, Phos., Stilling., Sulph., Kali iod, Amphisb., Symphyt., Ruta.
Ursache
Verletzung des Knochens.
2. Kopf
Schwindel, alles geht nach oben, unten und seitwärts. Chronischer Kopfschmerz.
5. Nase
Zerstörende (syphilitische) Ulzeration der Nasenknochen.
6. Gesicht
Gesichtsneuralgie oder Kopfschmerz, abhängig von Reizung der Zahnnerven oder einem kariösen Zahn. Polypoide Wucherung, beginnend in der Highmorshöhle, das Gesicht verformend, den Augapfel nach oben drängend und das Lid nach außen stülpend, die Nasenlöcher verlegend; sich nach unten in den Mund erstreckend, Atmung und Kauen behindernd; Epistaxis; Kopfschmerz.
7. Zähne
Zahnschmerz, bes. wenn die Zähne sehr druckempfindlich sind; mit Schwellung um die Kiefer. Neuralgie, von einem kariösen Zahn; in einer Höhle, aus der ein Zahn gezogen worden ist. Abszess; oder Vergrößerung des Knochens, die nach Zahnextraktion zurückbleibt. Rechter Eckzahn des Oberkiefers sehr empfindlich gegen leichten Druck auf die Krone; Schwellung und verhärteter Tumor von Erbsengröße unter dem rechten Nasenflügel, sehr berührungsempfindlich; Konjunktivitis des rechten Auges. Erschwerte Zahnung bei skrofulösen und rachitischen Kindern.
16. Weibliche Geschlechtsorgane
Lässt die Milch versiegen (Schafe und Kühe).
18. Brust
Myalgie, bes. der Interkostalmuskeln.
20. Hals
Verhärtung und Infiltration der Halsdrüsen, den Hals wie eine Perlenreihe besetzend.
23. Untere Extremitäten
Hüfterkrankung. Exostosen der Tibia; heftiger anhaltender Schmerz, der arbeitsunfähig macht.