Cornus Alternifolia.
By John Henry Clarke — Der Neue Clarke – Eine Enzyklopädie für den homöopathischen Praktiker
Sumpf-Walnuss. Wechselblättriger Hartriegel. N. O. Cornaceæ. Abkochung oder Tinktur der Blätter.
Klinisches
Ekzem / Wechselfieber
Charakteristik
F. H. Lutze teilte dem H. Recorder, (x. 501) die von einem Farmer aus Long Island stammende Heilweise bei Ekzem mit einer Abkochung der Blätter dieses Baumes mit. Seine Methode bestand darin, dreimal täglich ein Weinglas voll über drei Tage zu geben. Dann sollte man sie während der nächsten drei Tage örtlich auftragen oder den betreffenden Teil damit waschen; dann wiederum drei Tage lang innerlich verabreichen, und so weiter. Auf diese Weise heilte er alle seine Fälle in achtzehn Tagen. Dies war Lutzes erste Bekanntschaft mit dem Mittel. Später führte er eine Arzneimittelprüfung (H. R., xi. 346) an sich selbst und einer weiteren Person durch und brachte Symptome von Fieber, Unruhe und Schlaflosigkeit, Hautausschläge und Abmagerung hervor. Ein auffallendes Symptom war ein Kältegefühl in der Brust, als sei sie voll Eis. Symptome > nach Gehen im Freien; nach dem Abendessen.
Beziehungen
In den Hautwirkungen vergleicht es sich enger mit Cornus circinata. Bei Fieber mit Schläfrigkeit und gastro-enterischer Störung ist es praktisch identisch mit den anderen Cornus-Arten. Alle drei haben sehr gestörten Schlaf.
1. Gemüt
Kein Antrieb, irgendetwas zu tun. Schreckliches, unruhiges Gefühl, dass etwas Furchtbares geschehen werde.
2. Kopf
Dumpfer Schmerz quer über die Stirn (bes. r. Seite), mit dumpfem Schmerz in der l. Schulter. Dumpfes, aufwallendes Gefühl, begleitet von Übelkeits- und Schwindelgefühl. Heftiger drückender Kopfschmerz in der Stirn, den ganzen Tag anhaltend; < bei Bewegung, beim Bücken Gefühl, als würde alles herauskommen.
5. Nase
Niesen; Kopf gegen Abend teilweise wie verstopft.
6. Gesicht
Ausschlag am Kinn r. Seite, kleine Pusteln, eine blind. Ringflechte auf der Stirn (r. Seite). Pusteln im Gesicht und am Hals.
8. Mund
Eine kleine wunde Stelle im Mundinnern wurde sehr lästig; wenn Nahrung mit ihr in Berührung kam oder schon beim Bewegen des Mundes in eine bestimmte Richtung, stechender, prickelnder Schmerz. Zunge gelblich weiß.
9. Hals
Wundes Gefühl im Hals. Wundes Gefühl im Hals, mit häufigem Bedürfnis, sich zu räuspern, Empfindung, als ob etwas dort stecke und herauskommen müsse.
11. Magen
Übelkeitsgefühl eine Stunde nach dem Mittagessen. Beim Erwachen Brechreiz, mit Frostschauern; eine Stunde später Erbrechen, das Erleichterung verschaffte, und Hitze folgte.
12. Bauch
Dumpfer Schmerz r. Seite, in der Leberregion, gegen 11 Uhr vormittags.
13. Stuhl
Zwei weiche Entleerungen rasch hintereinander am Nachmittag. Gegen 5 Uhr nachmittags setzte Diarrhö ein, hielt die ganze Nacht an, alle halbe bis ganze Stunde; dauerte eine Woche, während welcher Zeit Lutze sechs Pfund an Gewicht verlor. Stuhl spärlich, hart und schwierig. Stuhl zuerst hart, dann weich. Stuhl spärlich oder fehlend.
15. Männliche Geschlechtsorgane
Träume vom Koitus und hat eine Pollution.
17. Atmungsorgane
Husten, mit einem Gefühl, als läge etwas Schweres auf Brust und Hals.
18. Brust
Kältegefühl in der Brust, als sei sie mit kalter Luft oder Eis gefüllt; (dauerte zwei Tage, war sehr unangenehm, beeinträchtigte aber weder Atmung noch Herz).
19. Herz
Dumpfer Schmerz in der Herzregion (nachmittags).
20. Hals und Rücken
Vorübergehender Schmerz quer über das Kreuz.
22. Obere Extremitäten
Dumpfer Schmerz in der l. Schulter.
24. Allgemeines
Kann kaum einen Fuß vor den anderen setzen. Müde und schläfrig.
25. Haut
Ausschläge kleiner Pusteln im Gesicht und am Hals. Ausschlag am r. Handgelenk und an der r. Seite des Kinns, kleine Pusteln, eine davon blind; am nächsten Tag eine weitere Pustel, Ringflechte auf der Stirn. (Die Abkochung hat innerlich und äußerlich angewendet Ekzem geheilt; die Haut war überall rissig, bes. dort, wo sie eine Falte oder Furche hatte, und sonderte eine klebrige wässrige Flüssigkeit ab.).
26. Schlaf
Schlaf stark unterbrochen und voller aufregender Träume; hört alle Uhren schlagen; hört jedes kleinste Geräusch und jeden Laut; sobald er einmal wach ist, wird der Geist aktiv, und es ist schwierig, wieder einzuschlafen. Warf sich die ganze Nacht hin und her; konnte keine bequeme Lage finden. Träume: von toten Ratten, zu Brei zerquetscht; vom Koitus und hat eine Pollution. Erwacht müde. Tagsüber schläfrig und müde.
27. Fieber
Gegen Abend fühlte er sich sehr müde und schläfrig, mit schwerem Gefühl im Kopf; gegen 9.30 Uhr legte er sich auf das Sofa und nickte ein; erwachte eine halbe Stunde später mit dem Gefühl, als müsse er erbrechen, und Frostschauern, die eine Stunde anhielten; dann erbrach er, was etwas zu erleichtern schien, worauf Fieber an die Stelle des Frostes trat, das gegen Morgen etwas nachließ.